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Familienkongress in Düsseldorf - Mutter und Beruf ein Problem - am 28.10

 
(@lotzejong)
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Familienkongress in Düsseldorf
Mutter und Beruf ein Problem

VON GÖKÇEN STENZEL - zuletzt aktualisiert: 28.09.2010 - 08:18

Düsseldorf (RP) Zum ersten Mal richtet die Stadt einen "Familienkongress" aus. Dabei findet auch eine Fachtagung unter dem Titel "Beruf und Familie im Einklang" statt - Offenbar ein Dauerbrenner.

Mit den berufstätigen Müttern ist es wie mit dem halb gefüllten Glas: Ist es nun halb voll oder halb leer? Ein Teil des Weges zur Gleichberechtigung im Beruf ist jedenfalls gegangen, ein weiterer Teil bleibt noch zu gehen – sagt Dagmar Wandt, Leiterin des Gleichstellungsbüros. Das veranstaltet eine öffentliche Fachtagung namens "Beruf und Familie im Einklang" am Donnerstag, 28. Oktober, im Maxhaus. Anmeldungen werden noch bis 15. Oktober angenommen (siehe Info).

Im Mittelpunkt stehen Workshops zu den Komplexen Kinder und Karriere, Berufsrückkehr, neue Väter und Familiengerechtigkeit sowie Chancen für Mädchen. Angesprochen werden laut Wandt Frauen im Beruf und Frauen, die in den Job zurückkehren wollen. "Eines der größten Probleme ist, dass es immer noch die Frauen sind, die die Doppel-Belastung stemmen müssen", sagt die Büroleiterin. "Auf dem Feld geht es nur sehr langsam voran – zumal es auch später erneut die Frauen sind, die die Pflege der älteren Angehörigen übernehmen." Wer sich heute dazu entscheide, ohne Job zu Hause zu bleiben, müssen sich im Falle des Scheiterns der Ehe über die Konsequenzen im Klaren sein. Wandt: "In Großstädten wird jede zweite Ehe geschieden."

Eingebettet ist die Tagung, zu der Referenten aus den städtischen Ämtern ebenso wie Buchautoren und Wissenschaftlerinnen erwartet werden, in den ersten Düsseldorfer "Familienkongress". Unter der Federführung des Jugendamtes geht es vom 25. bis 29. Oktober um die Themen, die Düsseldorf als "Familienstadt" setzen und bewältigen will. So soll es um Kinderbetreuung auch außerhalb der üblichen Zeiten gehen und um die Bedürfnisse, die unterschiedliche Familien an die Kommune, aber auch an die Arbeitgeber stellen.  <a href="" http://www.rp-online.de/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/Mutter-und-Beruf-ein-Problem_aid_911978.html#new&quot ;" target="_blank">>>weiterlesen<<</a>

Autor: Zelos1983 / Datum: 28.09.10 11:49
Und Väter habens da einfacher?
Ich bezweifle das. Wenn ein Vater, z.B. als Alleinerziehender, sich um Kinder und Beruf kümmern muß, wird er es sicher nicht einfacher haben.

Daneben finde ich auch die Titelunterschrift. Da wird wieder suggeriert daß eine Familie nur aus Müttern und Kindern besteht, der Vater also gar nicht dazu gehört.

Einer der wichtigsten Aspekte, wie man nämlich als berufstätiger Mann entweder das Sorgerecht behält, oder aber keinen finanziellen Schaden aus einer (unverschuldeten) Scheidung davonträgt, wird hier nicht mal angesprochen. Toller Familienkongress, wo man so etwas unter den Tisch fallen läßt.

Ob die Geburtenrate in den nächsten Jahren merklich (höhö) steigt? Ich bezweifel es, zumindest bei den Nicht-Hartz4 Empfängern. Für mich steht jedenfalls eine fest: In Deutschland werde ich keine Familie gründen sofern die Gesetzgebung nicht wirklich familienfreundlicher wird (und damit meine ich nicht mütterfreundlich).

Ja, der Kommentar drückt das Wesentliche schon recht gut aus. Fehlt eigentlich nur, dass Einige "von uns" den Kongress besuchen, kommentieren & gut dokumentieren


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 29.09.2010 12:11
(@Wolkenhimmel)

Moin lotze,  🙂

ich würde das erstmal nicht so negativ sehen. Immerhin spricht die Büroleiterin ja schon von den Risiken, denen sich Frauen aussetzen, scheiden sie zu lange aus dem Beruf aus.

Außerdem ist es nach wie vor so, dass Frauen mit Kindern schlechtere Einstellungschancen haben, ein Vater wird in den seltensten Fällen beim Vorstellungsgespräch gefragt, wie das laufen soll wenn die Kids mal krank sind... selbst bei uns in der Firma - hier arbeiten jede Menge Frauen Vollzeit, auch mit z.T. 3-4 Kindern - gibt es Vorgesetzte, die Frauen mit schulpflichtigen Kindern aus Bewerbungsstapeln von vorneherein aussortieren.

Insgesamt kann ich mich auch der Meinung, dass immer die Mütter diejenigen seien, die den Job verweigern und die Hand aufhalten, so nicht bestätigen. In meinem erweiterten Bekanntenkreis gibt es einen Sack voll Männer, die - trotz Warnungen derer mit schlechter Erfahrung, und nicht schon in höherem Alter - nach wie vor darauf bestehen, dass die Angetraute mit den Kindern zuhause bleibt... aus welchen Gründen auch immer. Klar, die Frauen lassen es mit sich machen, aber da ist noch jede Menge Potential für Aufklärung!

Ja, es wäre schön, wenn jemand das Ganze aus VS-Sicht besuchen könnte.  :thumbup:

LG WH, die immer so'ne und solche in beiden Geschlechtern findet...


AntwortZitat
Geschrieben : 29.09.2010 12:24
(@lotzejong)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Wolkenhimmel "ine",

ich seh das nicht so negativ wie es evtl. rüberkam. Ich wollte die Meldung nur nicht einfach so verlinken, sondern ein paar Punkte aufgreifen.

Die Wirtschaft hat, soweit für sie möglich, bei bestimmten Personengruppen einen Vorbehalt bei Einstellungen.
Wenn dann, wie vor kurzem in der Presse gemeldet, ein Fachkräftemangel herrscht und es der Wirtschaft (Eigen-PR) dienlich ist, dann wird über die Presse auch (wiedermal) berichtet, daß man sich verstärkt bei Alleinerziehenden als FK bemühen will.

Es sind einzelne AG und die verantwortlichen Personen mit ihrem persönlichen Befinden, die Alleinerziehende gleichwertig einstellen. AE benötigen einfach mehr "Freiraum" in den möglichen Situationen des Lebens. Je nachdem wie ihr Umfeld zum Auffangen dazu aufgestellt ist.
Manche AE "verstecken" sich auch hinter den Belastungen die sich ergeben und fordern dann Nachsicht mit ihrer Situation.

Aber wie so immer im Leben, es gibt solche und solche.

LG
lotz (richtiger Spitzname)


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.09.2010 13:34
(@nadda)
Registriert

Hi,

da ich ja aktuell von meinem Arbeitgeber rausgemobbt wurde, kann ich da leider zustimmen. Die Vereinbarkeit von Kindern und Job ist nicht wirklich toll. Allerdings glaube ich, dass alleinerziehende Väter noch mehr Probleme haben als Frauen überhaupt einen Job zu finden.

Mir wurde von seiten des Arbeitgebers die Grundlage geraubt bis ich aufgeben habe. Zuerst sollte ich meine Arbeitszeiten hauptsächlich am Nachmittag und Abend haben, die genauen Zeiten habe ich nie erfahren. Da lief Hinhaltetaktik ohne Ende, über Monate - mit dem Wissen das ich ja die Kindergartenplätze buchen muss. Am 14.9. habe ich dann meine Arbeitszeiten ab 15.9. erfahren, Zeiten die mit Kindern undenkbar waren. Da ich zu dem Zeitpunkt krank war kam gleich die Drohung hinterher: Wenn du nicht bis 20. gesund bist sind alle Vormittagsstunden weg.

Jetzt ist die Kündigung da und passend zum 15.9. lief eine Stundenerhöhung um 10 Stunden aus - vorher war davon nie die Rede. Jetzt geh ich mit 20 Wochenarbeitsstunden in die Arbeitslosigkeit, aus der es vermutlich nicht so leicht ist wieder herauszukommen.

Dummerweise bin ich ja geschieden, katholisch und Erzieherin. Und inzwischen ist mir klar, dass ich bei einem katholischen Träger null Chancen habe und beim öffentlichen Träger bin ich ja immer noch die Alleinerziehende die "oft" ausfällt und "Sonderstatus" braucht....

Auch aus meinem Bekanntenkreis weis ich, dass gerade die paar alleinerziehenden Väter die ich kenne total schwierig an einen Job kommen. Kenne einen der es seit Jahren versucht aber immer noch keinen Erfolg hatte.

Das Problem sind die Köpfe der Leute die sich nicht vorstellen können das das einer alleine ordentlich auf die Reihe kriegt - und unsere Politik die immer noch so tut als gäbe es nur  tolle Familien mit super viel Geld oder die Akademikerinnen die gerne weiterarbeiten möchten. Die Realität ist aber doch schon lange das es viele Modelle dazwischen gibt.

LG
Nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 29.09.2010 15:59
(@Wolkenhimmel)

Dummerweise bin ich ja geschieden, katholisch und Erzieherin.

Nadda, komm' nach Berlin, da interessiert sich keine Socke für Deinen Familienstand oder Deine Religionszugehörigkeit.  :thumbup:
Erzieher werden auch gesucht, und AE-Elternteile gibt es wie Sand am Meer.

LG WH, froh in so einer "gottlosen" Gegend zu wohnen...  😉


AntwortZitat
Geschrieben : 29.09.2010 16:07
(@nadda)
Registriert

Es gibt doch immer wieder Vorteile in der Stadt  😉

Aber sonst ist Bayern schon ganz schön, bis halt auf die Doppelmoral aber die haben wir ja in diesem Land auch an anderer Stelle.

LG
Nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 29.09.2010 17:05
(@Inselreif)

Nadda, komm' nach Berlin

Einspruch  😉

Gruss von der Insel


AntwortZitat
Geschrieben : 29.09.2010 18:13
(@lotzejong)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo @ All,

da kann man(n) es wiedermal sehen. Das Lotterleben fängt im Machtzentrum der Hauptstadt an und zieht sich durch ganze Land.
Durchs ganze Land? Nein, ein kleiner Flecken mit Unbeugsamen Moralisten beugt sich nicht dem täglichen Lotterleben...    😉

Wollen wir diese Geschichte weiterschreiben - vielleicht entsteht ja mal ein Comic daraus?  :yltype:

LG,
lotz


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 30.09.2010 12:31