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"Deutschen ist Karriere wichtiger als Kinder"

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(@gardo)
Nicht wegzudenken Registriert

Einer neuen Studie zufolge sind nur elf Prozent der befragten Männer in Deutschland bereit, zugunsten der Familie auf den beruflichen Erfolg zu verzichten. Bei den Frauen sind es 29 Prozent.
Hier der Vergleich mit osteuropäischen Staaten:
http://www.welt.de/politik/ausland/article135158519/Deutsche-Maenner-ziehen-Karriere-der-Familie-vor.html


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 09.12.2014 10:04
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

na toll ... da erwartet man nen informativen Bericht und schwupp sind wir nach nem Einleitungssatz wieder beim Lohngefälle zwischen Männlein und Weiblein.

Weitermachen,
United


AntwortZitat
Geschrieben : 09.12.2014 10:31
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

natürlich kann man mit solchen Umfragen und Statistiken sonstwas beweisen.

Trotzdem sehe ich in (West)Deutschland das Problem, dass Familie als Frauensache abgetan wird und Männer bitte schön Karriere machen müssen. Im Osten und auch in  Ostdeutschland sieht man Familie und Kaririere eher gleich verteilt.
Mütter werden nicht gnadenlos entsorgt, da sie den Betriebsaublauf stören, Männer dürfen sich auch mal Zeit für die Familie nehmen.
Außerdem ist mit 20-30 niemand in einer derartigen Führungsposition, dass er/sie unabkömmlich ist, also ist es eigentlich ideal für eine Familienphase, Mann/Frau sind jung, gesund und schaffen auch gemeinsam beides, wenn sie älter sind, sind die Kinder größer und selbständiger und beide können sich mehr ihrem Beruf widmen.

Aber leider will man eher social freezing propagieren, als endlich ein vernünftiges Menschenbild zu pflegen.
Klar wollen die Deutschen Karriere machen, schliesslich ist auf Arbeit viel lustiger als alleine zu Hause und mit wenig Geld!

VG Susi


AntwortZitat
Geschrieben : 09.12.2014 12:21
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo zusammen,

wie üblich sind einige Kommentare deutlich besser als der eigentliche Artikel ...

Nix für ungut,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 09.12.2014 21:57
(@riviera68)

Hallo,

noe habe den Artikel nicht gelesen, weil er mich nicht interessiert. Die Posts hier sind aber grandios.

Ich glaube, dass das statement durchaus stimmt. Vor allem Maenner sind nach wie vor an einer Karriere interessiert - Frauen heute sicher mehr als frueher.

Und ja, ich weiss von einigen Firmen, dass sie Maenner in gleichen Positionen besser bezahlen. Meine tuts zbsp  :thumbdown: Ein ehemaliger Klassenkamerad, der in der Chefetage eines grossen Konzern sitzt, hat mir selbiges erzaehlt.

Eine deutsche Tugend ist es aber nicht, zumindest in Canada laeuft das auch so.

Da faellt mir gerade ein.... werden heutzutage eigentlich Maenner beim Einstellungsgespraech gefragt, ob sie Kinder haben oder bekommen wollen? Sollte man ja glauben, wo doch heute auch die Vaeter daheim bleiben -- oder?
Just curious.

cheers, riviera
(nein, ich glaube nicht daran, dass Mann und Frau, Vater und Mutter gleichbehandelt warden und das auch nie so sein....zieht sich durch den Alltag wie ein roter Faden)


AntwortZitat
Geschrieben : 10.12.2014 18:16
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo riviera68,

Und ja, ich weiss von einigen Firmen, dass sie Maenner in gleichen Positionen besser bezahlen. Meine tuts zbsp  :thumbdown:

Und wie ist der aktuelle Stand deiner Klage vor dem Arbeitsgericht wegen dieses offensichtlichen Verstoßes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz?

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 10.12.2014 19:43
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Und wie ist der aktuelle Stand deiner Klage vor dem Arbeitsgericht wegen dieses offensichtlichen Verstoßes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz?

Klagst Du gegen alle Gesetzesverstöße, die Dich (in-)direkt betreffen?

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 10.12.2014 19:56
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo LBM,

Klagst Du gegen alle Gesetzesverstöße, die Dich (in-)direkt betreffen?

Also, jetzt mal gaanz langsam:

  • Rivieras Firma, so behauptet sie, bezahlt Frauen schlechter als Männer.
  • Riviera ist eine Frau.
  • Also bezahlt Rivieras Firma sie schlechter als einen Mann bei ansonsten gleichen Rahmenbedingungen.

Ist sie nun betroffen, oder ist sie's nicht?!?

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 10.12.2014 20:10
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ja, ist sie. Und?

Nur weil sie jetzt (unterstelle ich jetzt mal) nicht klagt, existiert das Problem nicht?

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 10.12.2014 20:19
(@riviera68)

Guten Abend!

Ich klage nicht. Grund ist, dass es mir egal ist. Im Gegensatz zu anderen Leuten ist es mir nicht wichtig genug. Mir ist auch nicht wichtig, dass schlechtes Wetter Frauennamen traegt (oder trug?). Mir ist auch egal, ob eine Werbung super Vater oder Mutter - freundlich ist. Mir ist egal, ob in der Chefetage ein Mann oder eine Frau sitzt. Mir ist egal, dass es immer wieder heisst, Maenner fahren besser Auto. Mir ist auch voellig Wurst, dass Frauen meinen sie koennen besser putzen.

DAS macht fuer mich keinen Unterschied in und fuer MEIN Leben. Da gibts andere Sachen, die ich viel wichtiger finde.

Im Uebrigen behaupte ich nicht nur, ich weiss es....wie kann das wohl sein? Liegt vielleicht am Arbeitsplatz  😉

cheers!


AntwortZitat
Geschrieben : 10.12.2014 22:39




(@gardo)
Nicht wegzudenken Registriert

Mir ist auch nicht wichtig, dass schlechtes Wetter Frauennamen traegt (oder trug?).

Seit 1998 erhalten die Tiefdruckgebiete in geraden Jahren weibliche und die Hochdruckgebiete männliche Vornamen, in ungeraden Jahren ist dies umgekehrt.

Gruss,
gardo


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.12.2014 10:04
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

dann mal ein bißchen Gegenprovokation, weil mich diese GenderPay-Debatte und das Quotengedönsel sowie die damit verbundene - offensichtlich erfolgreiche - Gehirnwäsche tatsächlich wurmt ...

Nur weil sie jetzt (unterstelle ich jetzt mal) nicht klagt, existiert das Problem nicht?

Genauso ist es.

Was "egal" ist, ist kein Problem.

... und wenn eine Frau für gleiche Arbeit mit gleicher Qualifikation beim gleichen Arbeitgeber aufgrund ihres Geschlechtes schlechter bezahlt wird und das stillschweigend schluckt, dann ist das nicht nur kein Problem, dann ist das sogar ein Zeichen für Dummheit (was die Schlechterbezahlung gewissermaßen rechtfertigt).

Dass man aus diesen Worten - allerdings nur durch Verdrehungen - schlußfolgern kann, dass ich ein Gegner von Gleichberechtigung sei ... ist mir egal, weil es nicht so ist (und folglich kein Problem).

Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2014 11:17
(@Inselreif)

Und ja, ich weiss von einigen Firmen, dass sie Maenner in gleichen Positionen besser bezahlen.

Die Eingruppierung eines Mitarbeiters ist eine sehr diffizile Sache und "gleiche Position" heisst noch lange nicht "gleich wertvoll für den Betrieb".
Gerade dort wo dank Frauenförderung vermehrt junge weibliche Nachwuchskräfte anzutreffen sind, mag die Position mit den langjährig erfahrenen männlichen Kollegen gleich sein, die Qualifikation ist es aber (noch) nicht und die ungleiche Bezahlung durchaus zu rechtfertigen.
Das muss letztlich eine Einzelfallbetrachtung sein wo Statistik wertlos wird. Und ja, einige meiner Kollegen bekommen für die gleiche Arbeit bis zu 30% mehr Geld - find ich völlig ok, wenn sie es wert sind.

Gruss von der Insel


AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2014 11:44
 Mux
(@mux)
Registriert

Moin,

wie immer geht die Betrachtung in die Hose, wenn nur auf das Geschlecht abgestellt wird.

Ein Kollege und Freund von mir hat hier mit mir am gleichen Institut gearbeitet. Da er die Bezahlung unterirdisch fand (öffentlicher Dienst), hat er durch
ständiges Vorsprechen beim Chef, Drohung mit Stellenwechsel und Höherstufung durch Übernahme verantwortungsvoller Tätigkeit mehr verdient
als ich, der in der gleichen Position (Postdoc-Stelle) war. Durch das Tarifsystem des TVöD war das allerdings eher begrenzt. Da ich erstens nicht so veranlagt bin
(verhalte mich da eher typisch weiblich :-)) und zudem mir die Tätigkeit und Atmosphäre wichtiger ist, als die konkrete Kohle, habe ich also weniger verdient. Voll
ungerecht, wo ich doch nicht einmal beim Chef vorgesprochen habe und es wenigstens mal versucht hätte. Mein Kumpel ist dann in die Industrie gegangen,
weil er mit seinem Gehalt nicht zufreiden war. Jetzt verdient er wesentlich mehr als ich. Noch ungerechter. Denn wir beide arbeiten Vollzeit, sind beide promovierte
Wissenschaftler, werden aber voll unterschiedlich bezahlt. Echt richtig gemein. Männer verdienen viel weniger als Männer. Mann!

45 % der Frauen arbeiten in Teilzeit, heißt es in der Studie. Hm, und die verdienen weniger als ihre Vollzeit arbeitenden Kollegen? Ist ja ne himmelstreiende Ungerechtigkeit.

Es kam mal auf RTL oder so eine Sendung "Was verdient mein Chef?" wo die Gehälter offengelegt wurden und über die Ungerechtigkeiten diskutiert wurde. Da haben ein Mann
und ein Frau eine vermeintlich gleiche Stelle innegehabt und die Frau hat wesentlich weniger verdient. Der Chef hat begründet, warum dies so war. Der Mann war ein Top-Einkäufer,
der aus einer anderen Firma abgeworben wurde, und der über sehr viel Erfahrung u. Kontakte verfügte. Die Frau hingegen war Berufsanfängerin und dementsprechend unerfahren.

Die ganze Debatte würde sich auflösen, wenn man immer den konkreten Fall betrachten würde. Dass in den Führungspositionen, von denen ja immer in den Medien die Rede ist, nicht
nach reiner Qualifikation, sondern neben vielen anderen Faktoren auch nach dem Verhandlungsgeschick / Zockermentalität desjenigen bezahlt wird, der mit der Geschäftsführung verhandelt,
egal ob Männlein oder Weiblein, wird nicht erwähnt.

LG,
Mux


AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2014 12:32
 Mux
(@mux)
Registriert

Und nochmal zurück zur Studie:

Augenfällig ist - betrachtet man die gegebene Grafik - nur eins: Weder Frauen noch Männer sind in Deutschland besonders engagiert, was ein Verzicht der Karriere
zugunsten der Familie betrifft.
71% der Frauen und 89% der Männer ziehen die Karriere vor.

Dieser hohe Anteil unter den Frauen ist im Licht weitere Infos, die im Text  gegeben werden umso erstaunlicher:

Frauen sind also ingesamt sehr gut qualifiziert ("Auf 100 Männer mit einem akademischen Abschluss kommen 122 Frauen."), sehr ehrgeizig (nur 13 Prozent aller befragten Frauen erklärten sich bereit, den eigenen beruflichen Weg zugunsten der Karriere ihres Partners aufzugeben), fast so karrieregeil wie die Männer (71% für Karriere) und trotzdem arbeiten 45 % aller Frauen in Teilzeitjobs. Zusätzlich arbeiten 32 % der Frauen gar nicht ("Der Anteil der weiblichen Erwerbstätigen ist mit 68 Prozent im Vergleich zu den anderen Ländern am größten.").


AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2014 12:59
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Mux,

für mich ist diese Diskrepanz in keiner Weise verwunderlich, da Unternehmen alles tun, um Mütter nicht adäquat zu beschäftigen.

Bei Jauch gab es dazu gleich 3 Beispiele (obwohl die Sendung ansonsten nicht besonders war).

Zum einen die Frau, die nach der Schwangerschaft einfach fallen gelassen wurde und anschliessend weitere Kinder bekommen hat und nun halt als Yoga-Lehrerin einen kleinen Zuverdienst hat.
Zum anderen die Aussage der Personalberaterin, dass Frauen betrügen würden und im Einstellungsgespräch eine Schwangerschaft nicht angeben würden. Aus meiner Sicht liegt der "Betrug" bei der Firma, diese könnte nach der Elternzeit gut und gerne 20 und mehr Jahre in der Firma tätig sein, aber die Firma bricht den Vertrag.
Weiterhin die Mutter, die mit 2 Kindern auch gnadenlos degradiert wurde.

Wie soll denn in so einer Situation Frau auftrumpfen? "Ich kann das aber trotzdem!" "Ich will aber in ihrer Firma tätig sein!"
Was wird denn einen Personalchef/Personalchefin überzeugen?

VG Susi


AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2014 13:06
(@jensb)
Nicht wegzudenken Registriert

Moin,

Das:

Zum anderen die Aussage der Personalberaterin, dass Frauen betrügen würden und im Einstellungsgespräch eine Schwangerschaft nicht angeben würden.

ist (oder war bis vor 10 Jahren, Ausbildung der Ausbilder, IHK) Kokolores.
Die Frage nach einer aktuellen Schwangerschaft ist in einem Vorstellungsgespräch als so persönlich anzusehen, das sie eigentlich nicht gestellt werden darf.
Wird sie dennoch gestellt, kann die Betroffene lügen, das sich die Balken biegen, und kein Arbeitsgericht in Deutschland wird eine Kündigung aufgrund dieser Tatsache (falscher Angaben) bestätigen.

By the way: Das ist übrigend gut und richtig so!

Und das

[...] und anschließend weitere Kinder bekommen hat und nun halt als Yoga-Lehrerin einen kleinen Zuverdienst hat. [...]

hat sich die Dame doch dann genau so ausgesucht, und die Entscheidung FÜR weitere Kinder selbst getroffen. Es gibt doch neben dem "alten Job" haufenweise andere, zum Teil bessere Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln. Mehrere Kinder plus Karriere, am Liebsten noch allein erziehend, das ist doch nur ein feuchter Traum, und scheitert schon allein an der zeitlichen Belastung.
Die Stelle der Teilzeit- Managerin, oder der Halbtags- Aufsichtsratvorsitzenden gibt es nun mal nicht, und wenn doch, dann gibt es sie sicher nicht mehrfach.

Ja, auch wenn es wohl nicht sauber zu belegen ist, ich habe auch das Gefühl, das Frauen, respektive Mütter, es in der Arbeitswelt, etwas schwerer haben als Männer. Aber manche Argumente oder Beispiele, die vorgebracht werden, um diesen Zustand zu untermauern lassen mich nur mit den Schultern zucken.

Grüsse!
JB


Diskutiere nicht mit Idioten -
Sie ziehen Dich auf ihr Niveau und schlagen Dich dort mit Erfahrung!

AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2014 13:28
(@Inselreif)

Die Stelle der Teilzeit- Managerin, oder der Halbtags- Aufsichtsratvorsitzenden gibt es nun mal nicht, und wenn doch, dann gibt es sie sicher nicht mehrfach.

Das ist ein Trugschluss.
Davon abgesehen, dass ein Aufsichtsratsvorsitz selten Fulltime erfordert - diese Stellen gibt es. Aber jemand in dieser Position darf nicht erwarten, etwas mundgerecht serviert zu bekommen. Da ist Eigeninitiative und Kreativität gefragt und gerade als leitender Angestellter habe ich reichlich Möglichkeiten, mein Aufgabengebiet selbst zu gestalten.
Völlig unmöglich dürfte nur sein, auf diese Weise irgendwo neu einzusteigen.

Gruss von der Insel (inzwischen seit fast einem Jahr auf 60% Elternteilzeit)


AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2014 13:44
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Das ist ein Trugschluss.
... diese Stellen gibt es. Aber jemand in dieser Position darf nicht erwarten, etwas mundgerecht serviert zu bekommen. Da ist Eigeninitiative und Kreativität gefragt ....

Ja, Inselreif, nur, dass der Frau im Film und vielen anderen auch, diese Eigeninitiative und Kreativität nicht zugetraut wird.
Auch Du wärst eben kein leitender Angetellter, wenn Dein Arbeitgeber dies nicht wöllte.

Aber selbst wenn Frau es schafft, fallen die Massen über sie her, nein, ihre Postion ist dann doch nicht so wichtig und wenn doch, dann muss sie eine Rabenmutter sein.

Daher eben die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

VG Susi


AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2014 14:28
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

@Susi:

Bei Jauch gab es dazu gleich 3 Beispiele (obwohl die Sendung ansonsten nicht besonders war).

Donnerwetter, gleich drei Beispiele, die als Beweis dafür dienen, dass ...

[...] Unternehmen alles tun, um Mütter nicht adäquat zu beschäftigen.

Davon abgesehen, dass diese drei Beispiele eben gerade nicht als Beweis dafür dienen, dass Frau schlechter bezahlt wird, weil sie Frau ist (und eben DAS halte ich für die immer wieder gern verbreitete Lüge) ...

.... halte ich Jens´ Statement nicht für eine Falschaussage:

Ja, auch wenn es wohl nicht sauber zu belegen ist, ich habe auch das Gefühl, das Frauen, respektive Mütter, es in der Arbeitswelt, etwas schwerer haben als Männer.

Bei kleineren und mittleren Unternehmen ließe sich tendenziell nachvollziehen, dass bei gleicher Qualifikation das Geschlecht den Ausschlag zugunsten eines Mannes geben könnte (weil Mutterschutz und Fehlzeiten aufgrund vorherrschender Rollenverteilungen ein unplanbares Risiko für den Arbeitgeber darstellen könnten).
Das würde allerdings niemand zugeben ...

Bei größeren Unternehmen und im Öffentlichen Dienst hingegen ist es mittlerweile ganz offiziell so, dass bei gleicher Qualifikation das Geschlecht den Ausschlag zugunsten der Frau gibt.
Das ist nicht Wunsch, das ist Realität (und ja, das wird auch so gelebt) ... das gilt teilweise nur für Neueinstellungen, teilweise ist es aber auch schon das ausschlaggebende Kriterium, wenn es um Beförderungen geht.

Da der Mittelstand immer wieder als größter Arbeitgeber aufgeführt wird, wiegt der erstgenannte Nachteil vermutlich schwerer.

Dass eine berufliche Auszeit aufgrund von Erziehungszeiten Nachteile für das Berufsleben haben kann, ist so.
Das liegt aber nicht im Geschlecht begründet.
... und gut finde ich das auch nicht.

Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2014 15:01




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