Das vergessene Gesc...
 
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Das vergessene Geschlecht

 
 elwu
(@elwu)

titelt SPON.

Ich sag' jetzt besser erst mal nix dazu.


Zitat
Geschrieben : 13.04.2009 21:55
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Eigentlich sollte man sich diese Artikel gar nicht mehr antun.

Das einzige was sich lohnt, sind die Diskussionsbeiträge.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.04.2009 00:24
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin Beppo,

naja, auch die Kommentare waren schon besser. Mir geht dieser ganze Gender-wer-ist-benachteiligt-Sche*ß einfach total auf die Nerven.

Vom Prinzip ist mein Kind (und Deine Söhne) doch schon quasi dazu vorverurteilt ein Lebensversager zu werden. Das sieht ja nicht nur SPON so. Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass jeder Mensch es selbst in der Hand hat, ob er sein Leben (oder das der Kinder) erfolgreich gestaltet.

Und zum Thema "männliche Erzieher und Lehrer": Komisch, dass sich von den benachteiligten Jungen kaum einer berufen fühlt, Kindergärtner, Vorschul- oder Grundschullehrer zu werden. Hat doch kein Prestige, Kindern Liedchen vorzuträllern oder das kleine 1x1 beizubringen. Zumal doch auch das Gehalt erst attraktiv wird, wenn man sich Studienrat schimpfen darf.

Ich selber habe da übrigens andere Erfahrungen: Ich hatte einen Vorschullehrer, eine Klassenlehrerin in der 1. Klasse und 3 Klassenlehrer von der 4.-6. Klasse.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 14.04.2009 00:41
 elwu
(@elwu)

Zumal doch auch das Gehalt erst attraktiv wird, wenn man sich Studienrat schimpfen darf.

Hallo,

keine Ahnung was 'Studienrat' für eine Besoldungsgruppe ist. Meine Freundin ist Grund- und Hauptschullehrerin, A12, und das Gehalt ist ausgesprochen attraktiv. Selbst wenn man nicht wie ich die Arbeitsplatzsicherheit mit 'unbezahlbar' mit einrechnet.

/elwu


AntwortZitat
Geschrieben : 14.04.2009 01:07
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Elwu,

dann ist Deine Freundin wohl in der Endstufe. Studienrat geht bei A 13 los.

Es muss doch aber einen Grund geben, warum Männer - wenn sie sich für den Lehrerberuf entscheiden - NICHT für den Weg des Grundschullehrers entscheiden. Wenn es also das Gehalt nicht ist (A 12 ist schon nett, ja!), dann kann es doch nur daran liegen, dass es eben nicht schick genug oder nicht anspruchsvoll genug scheint, Grundschullehrer zu werden.

Aber wem will man jetzt da einen Vorwurf draus machen? Es wird ja kein Mann daran gehindert, Grundschullehrer zu werden.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 14.04.2009 01:13
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo zusammen,

Aber wem will man jetzt da einen Vorwurf draus machen? Es wird ja kein Mann daran gehindert, Grundschullehrer zu werden.

Wenn man obige Aussage etwas allgemeiner nimmt, dann hat man gleich das Grundproblem am Wickel, wenn es (wie auf der letzten Seite des SPON-Artikels) mal wieder um die Frage geht, warum Frauen soundsoviel Prozent weniger verdienen als Männer, warum zu wenige Frauen promovieren, warum wir viel zu wenige Frauen in Führungspositionen haben, und so weiter. Wir haben, nebenbei bemerkt, auch viel zu wenige Frauen bei der Müllabfuhr und bei der Kanalisationsreinigung, aber dafür interessiert sich merkwürdigerweise keine Sau.

Das Grundproblem lautet: Ist Gleichheit eine Gleichheit der Ergebnisse, oder ist Gleichheit eine Gleichheit der Chancen? Meiner Meinung nach ist einzig und allein Gleichheit der Chancen eine menschenwürdige Lösung, denn das andere würde ja bedeuten: Angenommen, wir haben eine "Gruppe grün" und eine "Gruppe gelb"; die einen sind fleißig, die anderen faul; die einen sind geschickt, die anderen stellen sich dusselig an, und so weiter - und am Ende heißt es, ätsch, völlig egal, die Chefposten werden zu 50% aus "Gruppe grün" und zu 50% aus "Gruppe gelb" besetzt, und für die Drecksarbeit gilt sinngemäß das selbe. Kann's ja irgendwie auch nicht sein.

Komischerweise geht es bei dieser ganzen "Berichterstattung" (das Wort "Meinungsmache" passt besser) aber immer nur um Gleichheit der Ergebnisse. Möglicherweise einfach deshalb, weil sich das wesentlich leichter messen lässt als Gleichheit der Chancen.

Vermutlich wird es langsam Zeit für eine "Gleichberechtigung 2.0".

Nix für ungut,

Malachit.

P.S. ich wollte mit "Gruppe grün/Gruppe gelb" weder unterstellen, dass Männer fauler sind als Frauen, noch dass Frauen dusseliger sind als Männer, oder welche andere Kombination auch immer. Ich wollte nur an einem Extrembeispiel zeigen, wie dusselig diese ganze Argumentation gewisser Medien ist.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.04.2009 01:49