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Psychologisches Gutachten

 
(@randolph)
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Liebe Gemeinde

Meine Frage betrifft ein psychologisches Gutachten in einem Umgangsstreit, der sich schon seit einiger Zeit vor Gericht abspielt (es geht um die Verweigerung der KM von Übernachtungen meiner 10-jährigen Tochter bei mir).

Jetzt hat das Gericht ein Psychologisches Gutachten In Auftrag gegeben.

Ich wohne etwa 250 km vom Kind und damit auch vom Gutachter entfernt. Ich habe angeregt, dass meine Termine mit der Psychologin per Videokonferenz stattfinden sollen, da ich den Aufwand der Anreise für nicht verhältnismäßig halte. Das lehnt die Psychologin ab. Auch das Gericht fordert nun einen persönlichen Termin (oder mehrere) und droht mir mit der Kostenübernahme des Verfahrens, wenn ich mich weigere anzureisen- obwohl ich natürlich nicht gezwungen werden kann (normalerweise würden die Kosten ja geteilt).

Kann die Psychologin auf einen Vorort-Termin bestehen, nachdem in der Pandemie derartige Gespräche standardmäßig über Videokonferenzen stattfinden konnten?
Kann ich das Gericht bitten/auffordern, eine andere Psychologin zu beauftragen (die Stimmung ist nach dem Vorgespräch im Eimer)?
Kann das Gericht mich unter Druck setzen mit der Androhung, dass mir die Verfahrenskosten aufgebürdet wurden?
Vielen Dank für die Hilfe.

 

Randolph

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 26.05.2024 11:40
(@zebra)
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Hallo Randolph,

in dieser Angelegenheit bist Du daz, etwas ungeschickt zu agieren. Zunächst zu Deinen Fragen: Ja, die Psychologin darf selbst entscheiden, welche Informationen sie für ihre Arbeit benötigt. Videotelefonate mögen  in Coronazeiten ein Ersatz gewesen sein, eine Ebene fehlt jedoch gegenüber der persönlichen Kommunikation. 

Und ja, der Richter darf Dir die Kosten auferlegen, wenn Du eine ökonomische Verfahrensführung behinderst.

Die insgesamt 500 km ein oder zweimal zu fahren, sind nicht unzumutbar. Schließlich möchtest Du ja etwas erreichen mit diesem Verfahren.

Indem Du jetzt ein so großes Bohei um diesen Punkt machst mit Anträgen und Diskussionen signalisierst Du den Beteiligten ja auch etwas, nämlich dass Deine Zeit soviel kostbarer als die ihre sei. Der Richter nimmt für jeden Schriftsatz die Akte wieder in die Hand, liest sich ein, diktiert ein Schreiben, telefoniert vielleicht mit der Gutachterin… Sprich, alle sollen sich zusätzliche Mühe machen, nur weil Du es bequemer haben möchtest. Das kommt allgemein nicht gut.

Und die Tatsache, dass „die Stimmung jetzt im Eimer ist“, stellt noch keinen Grund für die Ablehnung der Gutachterin dar. Gut gemeinter Rat an Dich: Ärger runterschlucken, persönliches Gespräch mit der Gutachterin wahrnehmen, alle diplomatischen Fähigkeiten einsetzen und Dein Verhalten mit beruflicher Stresssituation erklären. 

AntwortZitat
Geschrieben : 26.05.2024 23:11
(@randolph)
Schon was gesagt Registriert

@zebra 

Danke für Deine Ausführungen, die ich nachvollziehen kann (wenn auch nicht teile).

Den ersten Satz verstehe ich leider nicht; ich glaube da ist was schief gegangen.

 

Gruss

Zentaurus 

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.05.2024 09:39
(@zebra)
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Das verkorkste Wort „daz“ sollte „dabei“ heißen.

AntwortZitat
Geschrieben : 28.05.2024 11:53
(@randolph)
Schon was gesagt Registriert

@zebra 

danke, jetzt verstehe ich’s - und kann nur zustimmen.

VG

Randolph

 

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.05.2024 14:42
(@pausbanderi)
Zeigt sich öfters Registriert

Indem Du jetzt ein so großes Bohei um diesen Punkt machst mit Anträgen und Diskussionen signalisierst Du den Beteiligten ja auch etwas, nämlich dass Deine Zeit soviel kostbarer als die ihre sei. Der Richter nimmt für jeden Schriftsatz die Akte wieder in die Hand, liest sich ein, diktiert ein Schreiben, telefoniert vielleicht mit der Gutachterin… Sprich, alle sollen sich zusätzliche Mühe machen, nur weil Du es bequemer haben möchtest. Das kommt allgemein nicht gut.

Na jetzt mal langsam, da schlitterst Du aber ganz schön am Thema vorbei. Der TE hat nirgendwo davon gesprochen, daß er seine Zeit als wertvoller einschätzt und auch nicht, daß er die Zeit die für die Sache aufgewendet wird, geringschätzt. Er möchte lediglich vermeiden, daß er sich incl. Kind für ein paar Stunden in den Zug oder ins Auto setzt, damit ein halbstündiges Gespräch stattfindet, welches vielleicht auch per Videokonferenz möglich wäre. Ich sehe daran nichts verwerfliches.

AntwortZitat
Geschrieben : 01.06.2024 17:57
(@randolph)
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@pausbanderi 

danke

So ist es.

Das Zauberwort heisst „Verhältnismässigkeit“ - die finde ich nicht gegeben angesichts der (nach Covid etablierten) Alternative Zoom (auch wenn der persönliche Kontakt prinzipiell besser wäre).

Aber was will man machen, wenn die Richterin droht, mit die Kosten des Verfahrens aufzubürden, wenn ich nich klein beigebe?

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 02.06.2024 20:58
(@pausbanderi)
Zeigt sich öfters Registriert
Geschrieben von: @randolph

@pausbanderi 

danke

So ist es.

Das Zauberwort heisst „Verhältnismässigkeit“ - die finde ich nicht gegeben angesichts der (nach Covid etablierten) Alternative Zoom (auch wenn der persönliche Kontakt prinzipiell besser wäre).

Aber was will man machen, wenn die Richterin droht, mit die Kosten des Verfahrens aufzubürden, wenn ich nich klein beigebe?

Wenn ein Gutachter sagt, er braucht persönlichen Kontakt, um eine Stellungnahme abzugeben, dann ist das halt so. Was wäre denn, wenn nach abgeschlossener Begutachtung die Gegenseite das Gutachten ablehnt mit der Begründung, die Gutachterin hat die Eltern nie persönlich mit dem Kind kennengelernt?

AntwortZitat
Geschrieben : 03.06.2024 16:39
(@randolph)
Schon was gesagt Registriert

Darum geht es doch nicht.
Es geht um ein Gespräch zwischen mir und der Gutachterin, zwei Erwachsenen (mit gehobenem Bildungsstand). Sind alle diese Gespräche , die währen der Pandemie über Zoom geführt worden, später gerichtlich einkassiert worden? 

Ein Dreiergespräch mit Kind - falls vorgesehen - wäre in der Tat was anderes, und es wäre dann verhältnismäßig dorthin zu fahren.

Viele Grüße 

 

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 05.06.2024 15:14
(@stronglife)
Schon was gesagt Registriert

@randolph Sie wird sicher nicht den Auftrag haben, dein Allgemeinwissen zu prüfen. Sondern vielleicht deine sozialen Interaktionsskills oder ähnliche psychologische Features. Da ist es einleuchtend, dass dies besser gelingt in einem face to face als via Teams, Zoom oder sonstigem VC. 

Die Frage, die sich auch stellen könnte, wenn du für mehr Umgang kämpfst, seit langer Zeit, was hindert dich jetzt daran, sofort die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und den Termin wahrzunehmen. Ohne Diskussionen, ohne eigene Einschätzung der Verhältnismäßigkeit. Weißt du, wie die Gutachterin arbeitet, welche Protokolle sie verfolgt, kannst du tatsächlich die Notwendigkeit einer persönlichen Interaktion ausreichend einschätzen? Oder bist du gerade "bockig" weil du die Notwendigkeit nicht einsiehst und ihr die übergeordnete Expertise absprichst? 

AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2024 18:17
(@julia45)
Frischling Registriert

@zebra Hallo, ich möchte hier warnen vor Gutachtern /innen der GWG! Hatte eine Gutachterin aus Düsseldorf, ganz unfair, unwissenschaftlich und habe es überprüfen lassen für viel Geld. Vorsicht bitte ! GWG ist ein Geschäftsmodell. 

AntwortZitat
Geschrieben : 12.06.2024 16:06