Hallo zusammen,
letztes WE war die Kleine wieder von Samstag bis Sonntag bei uns. Das läuft dann immer so, dass mein LG bis Nachmittags arbeitet (selbstständig) und er/wir die Kleine dann holen. Danach fahren wir einkaufen oder nach Hause - und schon da fängt das Zeit-Problem an. Mein LG hat dann immer furchtbar viel zu tun. Dann geht's ins Büro bis zum frühen Abend. In der Zeit beschäftige ich mich mit der Kleinen, die dieses "Ritual" schon weitgehend akzeptiert hat, da der Zeitmangel schon früher bestand, und die Ehe auch daran zerbrochen ist. Wir haben dann auch viel Spaß zusammen, toben, kuscheln, gehen raus zum Spielen, machen Quatsch etc. Ich bin so etwas wie eine große Schwester für sie.
Am frühen Abend dann, wenn LG aus dem Büro runter kommt, will er meist nur entspannen. Er hat eine 60 Stunden Woche, dazu kommt dann noch die Zeit für den Verwaltungskram und natürlich kann ich verstehen, dass er dann auch seine Ruhe will.... Nur: der Kleinen fehlt er natürlich. Sie vermisst ihn also, während er neben ihr auf dem Sofa sitzt - um es einmal bildlich auszudrücken. Ich habe das Gefühl, dass sie sich auf mich konzentriert, weil der Papa ja arbeiten muss, aber eben eigentlich all ihre Zuneigung ihm schenken will. Versteht ihr, wie ich meine?
Ich habe mit ihm schon darüber gesprochen und er meint, er könne nicht aus seiner Haut. Er hat die ganzen Jahre, in der er mit der Kleinen und Ex zusammen gewohnt hat, so eine Vaterrolle eingenommen, die sich aufs Gute-Morgen-Bussi (selten Gute-Nacht-Bussi) und den Anruf zwischendurch beschränkt hat. An den Wochenenden hat er auch die liegengebliebene Arbeit im Büro gemacht, und daher auch keine großen Unternehmungen gemacht. Und wenn ich ihn frage, was wir denn mit der Kleinen unternehmen wollen, dann heißt's so in die Richtung, dass er nicht irgendwohin fahren kann, wenn er genau weiß, dass noch Berge an Arbeit auf ihn warten. Ich möchte ihm da gerne etwas abnehmen, und habe es ihm mehrfach angeboten, aber er ist da irgendwie zu "eigenbrödlerisch", als dass er Arbeit delegieren könnte.
Am Samstag jedenfalls kam er dann also runter, ein gemeinsames Abendessen gab es nicht, da die Kleine um 17h Hunger bekam, als LG noch nicht fertig war und ich ihr dann was zu Essen gemacht habe. Und dann wurde der Abend eben vor dem Fernseher verbracht. LG auf dem einen Sofa, die Kleine und ich auf dem anderen. Sie suchte dabei unablässig meine Nähe. LG sagte dann "XY, komm doch mal rüber zum Papa schnuckeln" und die Kleine guckte nur und machte keine Anstalten. Ich bin dann unter einem Vorwand aufgestanden und aus dem Zimmer gegangen, um ihr die Möglichkeit zu geben, rüber zu gehen, ohne denken zu müssen, dass sie mir damit irgendwas Schlechtes tut. Als ich zurückkam war die Situation unverändert. Wir haben dann zusammen was gemalt und danach ist sie zum Papa auf die Couch gegangen.
Später dann sollte sie ins Bett, was mittlerweile auch kein großes Problem mehr ist - solange LG sie ( die auch keine 20 Kilo mehr wiegt...) ins Bett trägt. Sie sagte auch ganz lieb Gute Nacht und sie gingen dann hoch. Es dauerte nicht lang, da kam mein LG runter und holte sein Handy. Als ich im Treppenhaus war hörte ich, dass die Kleine weinte und er mit ihr sprach. Er kam dann mit ihr runter und sie kuhschelten auf dem Sofa. Die Kleine machte einen verlegenen aber sonst ganz fröhlichen Eindruck.
Er erzählte mir dann später, dass sie einen Durchhänger hatte. In der Schule würden alle immer von ihren Familien erzählen und sie hätte keine. Und manchmal würde sie fast weinen, weil sie im Vergleich zu den anderen keinen Papa hätte. Jedenfalls wollte sie dann mit der Mama sprechen, die aber ihr Handy ausgeschaltet hatte. Reaktion meines LGs: keine wirklich erkennbare.
Am nächsten Morgen kam die Kleine dann zu uns ins Bett gekuschelt - es dauerte keine 5 Minuten, da stand LG auf und wollte Sport machen. Ergo: die Kleine und ich sind im Bett geblieben und haben miteinander gespielt. Nach etwa 30min sind wir dann aufgestanden um Frühstück zu machen. LG machte noch Sport. Es war eine SMS gekommen, dass KM ihr Handy wieder eingeschaltet hatte. Reaktion der Kleinen darauf "Jetzt will ich schon nicht mehr!". Nach dem Frühstück sind LG und die Kleine zusammen in die Badewanne. Aber auch da hat er irgendwie kein "Durchhaltevermögen" (ein besserer Begriff fällt mir hierzu nicht ein), sondern ich höre dann, wie er nach knapp 10min aus der Wanne steigt. Danach gings - richtig! - ins Büro. Die Kleine und ich waren dann zuammen im Wohnzimmer. Später dann in den Garten. Und sie hat sich so gefreut, als der Papa auch rauskam um ein bisschen was an Gartenarbeit zu tun. Am Nachmittag dann gabs Mittagessen, danach wollte die Kleine mit ihm im Garten Ball spielen. Nach einigem Zögern dann ging er mit ihr raus - und nach 15min waren sie auch schon wieder drin. "Papa will eine kurze Pause" war die Aussage der Kleinen. Die Pause sah dann so aus, dass er TV schaute...
Ich bin dann mit der Kleinen rausgegangen und da sind wir auch geblieben, bis es ca. 18.30h war. LG war natürlich im Büro. Ich habe der Kleinen dann noch was zum Essen gemacht und er hat sie dann anschließend nach Hause gebracht.
Dieses WE war zugegeben etwas extrem, aber so in etwa laufen sie alle ab. Ich weiß gar nicht, wie ich das am besten beschreiben soll. Mir kommt es fast so vor, als wäre ihm die Beschäftigung mit der Kleinen zu viel. Sie ist was das Spielen angeht wirklich nicht anspruchsvoll. Hauptsache jemand beschäftigt sich mit ihr. Und er ist da so defensiv, und scheint nicht zu sehen, dass er eben jetzt der Papa ist, der an dem WE eigentlich voll und ganz für sie da sein sollte, weil sie immer mit so vielen Plänen kommt, was sie mit ihrem Papa am WE machen will, spielemäßig.
Er liebt seine Kleine sehr und sie war es auch, die die Ehe noch ein wenig verlängert hat. Und wenn sie da ist, dann ist er sehr glücklich, da es dann wie eine richtige Familie zugeht. Und sie ist ein sehr herzliches Kind, das ihren Papa auch gegenüber mich dann immer stark verteidigt, wenn wir uns irgendwie kabbeln.
Ich weiß nicht, ob er nicht aus seiner Haut kann, oder will. Ich muss dazu sagen, dass es geschäftlich nicht rosig aussieht, weshalb er natürlich nicht entspannt sein kann. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass es nicht unbedingt das Geschäft ist, was da in seinem Hinterkopf herumschwirrt.
An den Umgangswochenenden gehe ich manchmal dann Samstags weg. Auch um den beiden Zeit für sich zu geben. Wie sieht es aus, wenn ich zurückkomme: Die Kleine fragt mich, warum ich immer gehe, wenn sie da ist. Und dass sie das nicht gut findet, weil *flüster* es mit dem Papa allein manchmal sehr langweilig ist *flüster*.
Nach dem unmittelbaren Eindruck des weinenden Kindes am Samstagabend hat er beschlossen, für den Freitagnachmittag alle Termine abzusagen. EX hat da Betriebsausflug und die Kleine verschiedene Termine, zu denen er sie dann fährt. Zudem schläft die Kleine dann auch bei uns. Nur weiß ich auch, dass das jetzt so eine kurze Phase (=Kurzschlussreaktion) war und sich tief in seinem Inneren da nichts ändert. Das nächste Umgangswochenende wird ähnlich verlaufen. Bzw. verlaufen ja auch die Wochenenden, an denen wir alleine sind, auch nicht anders.
Mein Text ist jetzt sehr lang geworden, ich hoffe, er wurde dennoch gelesen. Denn mich würde interessieren, ob es ähnliche Erfahrungen gibt, dass der KV Aktionen mit dem Kind aus dem Wege geht. Ich sage dann schon immer "Jetzt lass mich halt hier die Küche aufräumen, geh zu *Kind*". Nein, will er selber machen. Als kleines Beispiel Hat es "nur" mit dem beruflichen Druck zu tun, oder steckt da irgendwas anderes hinter?
LG, Cherry
Hallo Cherry,
das kommt mir alles leider sehr bekannt vor!
Mein Mann hat das all die Jahre mit seinen Kindern genauso gehandhabt...
Ich muss allerdings sagen, dass sich das enorm gebessert hat, seit er
die Familie verlassen hat und seine Kinder nun nicht mehr "selbstverständlich"
da sind.
Er weiß sie nun endlich zu schätzen!
Und dafür bin ich sehr dankbar!
Ich verstehe bei Deinem LG nicht, dass er seine Kleine angeblich heiß und innig liebt und
sich dennoch null für sie interessiert!
Es kann auch nicht sein, dass Du nun Ersatzmutter spielen musst (auch wenn Du das
anscheinend gerne tust) nur weil der gnädige Herr keinen Bock hat, sich mit ihr
zu beschäftigen!
Ich verstehe durchaus, dass er als Selbstständiger auch am Wochenende arbeiten muss,
aber warum hält er nicht wenigstens ein paar Stunden für sein Töchterchen frei???
LG
Smilla
Hallo Cherry,
mir kommt gerade der Kaffee hoch.... aber ich versuche es mal so neutral wie es mir möglich ist zu sagen:
Dein LG hat keinen Bock auf seine Tochter!
Du machst die Arbeit, kümmerst Dich, machst, tust, schreibst hier, er hat sie da, erfüllt damit eine Pflicht (?) und versteckt sich hinter seiner Arbeit, weil er mir dem Mädel nix anfangen kann.
Warum holt er sie überhaupt?
Das ist für mich ein klassischer Fall, wo ich mir sage, da ist das Kind mit einem liebenden Stiefvater besser dran, als mit so einem "Vater".
Mein Mann hat sich bei seiner ersten Tochter genauso bescheiden verhalten, hat sich allerdings in der Zeit, wo sie am WE bei uns war (unter anderem auch durch meine kräftigen Tritte in den Hintern "X. besucht DICH nicht MICH!!!") auch um sie gekümmert, zumindest in Form von Spielen, im Garten toben, usw. Aber ganz ehrlich, würde er sich bei unserem Zwerg so verhalten, dass der Kleine total frustriert vom Desinteresse des Vaters zurück vom Umgang käme, da müsste ich mir ernsthaft überlegen, ob dieser Umgang dem Kind wirklich zuzumuten ist.
Nee sowas macht mich echt sauer!
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo ihr beiden,
ja, so wie ihr es beschreibt, kommt es mir manchmal auch vor. Ich habe auch mal den Satz fallen lassen "Sie ist DEINE Tochter, nicht meine und will nicht mit der Freundin ihres Papas die Zeit verbringen, sondern mit ihrem Papa!"
Auf der anderen Seite ist er was den Umgang angeht immer sehr offensiv. Hat KM also mal außerplanmäßig was an einem Umgangswochenende vor, dann wird sofort nach Alternativen gesucht und dann der zweiwöchige Rhythmus auch über den Haufen geworfen, damit die Kleine kommt. Auch wenn KM dann sagt, dass man im Rhythmus bleiben könne. Will er aber auf keinen Fall. Das finde ich passt dann nicht zu seinem Verhalten am WE. Wenn er sie nicht da haben wollen würde, würde er sich doch nicht um häufige Treffen kümmern. Oder?! Ansonsten sehen sie sich noch zusätzlich noch zweimal die Woche kurz, eine Zeit, die er auch immer sehr genießt und dann mit ihr kurz einen Kakao trinken geht o.ä.
Dass er ganz verrückt nach ihr ist, bekomme ich dann eigentlich so aus seinen Erzählungen mit. Dann erzählt er begeistert von ihr, sagt, dass er traurig ist, wenn sie mal nicht erreichbar war (sie telefonieren fast jeden Tag) etc. Ich glaube, mir zeigt er mehr, wieviel sie ihm bedeutet, als er es ihr zeigt oder zeigen kann. Ich kenne mich da nicht aus.
Ich kümmer mich gerne um die Kleine, klar. Natürlich spielt aber auch der Gedanke eine Rolle, dass sich die Kleine hier wohlfühlen soll. Ich weiß nicht, vielleicht haben wir da auch so unterschiedliche Ansichten drüber, wie man Zeit mit seinem Kind verbringt, das nicht permanent bei einem lebt. Ihm reicht das vielleicht auch, und da die Kleine ja bis auf den Durchhänger am Samstag auch immer guter Dinge ist, denkt (dachte) er, dass es ihr auch reicht.
LG, Cherry
Hey
mir kommt gerade der Kaffee hoch....
..bei mir is das immer ne andere Flüssigkeit die da mir hoch kommt, die von der Galle ..
und die Ehe auch daran zerbrochen ist.
Das sollte dir zu denken geben, allerdings eigentlich ihm auch...aber naja...
Kann wohl kaum richtig sein das du dich mit dem Kind beschäftigst u glänzt mit Abwesenheit..
Ist er wirklich so beschäftigt, oder doch mehr in seine arbeit verliebt? Workaholic?
Mal ehrlich, auch wenn es der Firma nicht gut geht, dennoch muß doch Zeit für die Familie übrig bleiben, u wenn daran schon die Familie zerbrochen ist, frag ich mich nur wie lange das bei euch dann dauern wird..
Mit deinme LG stimmt eindeutig etwas nicht..da ist vielleicht mal ein kräftiger Tritt nötig, oder sogar professionelle Hilfe nötig für ihn
!
Und wenn sie da ist, dann ist er sehr glücklich, da es dann wie eine richtige Familie zugeht.
Ahja, u zugleich glänzt er mit totaler Abwesenheit, man muß er glücklich sein!
Da dürfte wohl einiges bei ihm nicht ganz stimmen...
Sprich mit ihm!!!!
Notfalls solte er sich Hilfe besorgen, denn das kann nicht richtig sein..
U auch du solltest ihm nicht alles abnehmen, insbesondere sich mal um sein Kind zu kümmern!!
Gruß
Jens
Hi Cherry,
das ist ja auch irgendwie "selbstverständlich", dass man sich als Next miteinbringt und seinen Teil dazu beiträgt. Aber vielleicht gehört Dein LG eben mehr zu der "klassischen" Sorte Vater, also arbeiten, Unterhalt für die Lieben verdienen und ansonsten die Beobachterrolle wählen. Ist natürlich problematisch, wenn er es nur so kennt.
Vielleicht sollte er versuchen, seine Tochter wie einen Termin wahrzunehmen. Sprich in den Kalender eintragen und einhalten. Einen Kunden würde er ja sicher auch nicht verprellen wollen.
Ich finde schon, dass sowohl eine LG helfen kann als auch eine Tochter damit leben muss, wenn der Vater eben keine klassische 40h Woche hat. Aber solche Aktionen wie mit der Pause nach 15 Minuten um dann vorm TV zu enden, das kann es einfach nicht sein. Ich denke, langfristig verprellt er das Mädel. Dass sie schon merkt, dass bei ihr einiges anders ist, war ja an diesem speziellen WE deutlich.
Wichtig ist aber noch was Anderes: DU hast nicht die Aufgabe, das Kind vor dem Schmerz zu beschützen. Denn das kannst Du gar nicht, egal, was Du tun würdest.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Servus cherry!
Ich wollte schon was Ähnliches wie Jens vorschlagen: ich würde mal an den nächsten Umgangswochenenden mit Freundinnen/Feunden was ausmachen und LG mit Tochter ein paar Studen alleine lassen.
Ich bin ebenfalls selbstständig und desöfteren wächst mir auch die Arbeit überm Kopf, aber das WE gehört (bis auf wirklich ganz wenigen Ausnahmen) meiner Famile und mir. Dafür kann ich mir während der Woche die Zeit so einteilen, wie ich (oder meine Kunden) es brauche(n), notfalls mit der einen oder anderen Nachtschicht.
Du solltest noch mal mit LG eindringlich darüber reden und ihm dabei verdeutlichen, was er seiner Tochter (und auch Dir!) antut...irgendwann wird Tochter keinen Bock auf diese Papa-WE´s mehr haben...
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hallo zusammen,
ich habe nun mit meinem LG gesprochen. Ich habe den Eindruck, dass er die Situation nicht so dramatisch sieht (auf längere Sicht hin). Da es bis zum nächsten Umgangswochenende noch knapp 1,5 Wochen sind, habe ich ihm klar gemacht, dass er sich die Zeit bis dahin so einteilen muss, dass am Sonntag genug Zeit für die Kleine da ist und wir vielleicht auch mal was unternehmen könnten. Ob es wirkt, kann ich nicht sagen. Das wird sich zeigen.
Dadurch, dass wir eine Fernbeziehung führen, bin ich ohnehin nicht an jedem Umgangswochenende da. Am Freitag kommt die Kleine ja außer der Reihe, und ich habe etwas vor. Von daher sollte er am Abend dann genug Zeit für sie haben. Ich werde ihm aber vorher nochmals ins Gewissen reden, dass Zeit verbringen nicht heißt, wir liegen auf dem Sofa vor dem TV bis wir ins Bett gehen.
LG, Cherry
Hallo zusammen,
ich wollte nun mal Bericht abliefern:
Am Freitag hat er den ganzen Nachmittag damit verbracht, die Kleine zu ihren Aktivitäten zu fahren (und teilweise auch zuzuschauen, was beiden sehr gut gefallen hat). Als sie dann abends wiederkamen haben sie gleich angefangen zusammen zu spielen. Von LG kam sogar die Frage "Was möchtest du denn spielen? Sollen wir das oder das oder das?". War mal ein absolutes Novum, das die Initiative von ihm ausging.
Die beiden haben dann gespielt und ich bin weggegangen. Als ich dann gestern Morgen um kurz nach 7h nach Hause kam (und wusste, dass die beiden um 8h aufstehen wollten) bin ich nicht mehr ins Bett gegangen. Zumal ich sowieso "ausquartiert" war, und die beiden in unserem Bett geschlafen haben. Was aber auch so weitgehend besprochen war (hoffe natürlich, dass das jetzt in Anbetracht der Umstände eine Ausnahme bleibt; Kinds Satz "Ich muss immer so allein in meinem Zimmer schlafen" hat mich hellhörig werden lassen. Aber das steht ja nun auf einem anderen Blatt.). Sie kamen dann runter und wir haben gefrühstückt. Die Kleine war wirklich sehr anhänglich beim Papa, was ich sehr schön fand. Sie hat mir dann noch was zeigen wollen und dann hat LG sie zu ihrer Mutter gebracht.
Jetzt allerdings was Neues (und wahrscheinlich mache ich mir viel zu viele Gedanken):
gestern Nachmittag waren LG und ich dann einkaufen. Auf einmal kommt ein Kind angerast und fällt ihm um den Hals. Kleine und KM waren im selben (übersichtlichen) Discounter beim Einkauf. Die Kleine meint dann "Papa, darf ich gleich mit dir mitfahren?" und bettelt halt ein bisschen rum. Ging aber bei uns nicht. Aber allein dieser Satz war ebenfalls ein Novum. Gestern abend haben sie dann nochmal telefoniert und da hat sie gesagt, dass es so schön war, dass sie heute unbedingt kommen will. Fand LG natürlich sehr schön, und ich hatte also gleich "Stoff" für meine Argumentation vom Vortag.
Unabhängig von diesem Vorfall im Supermarkt, war das das erste Mal, dass KM auf LG und mich traf. Dass wir uns nicht riechen können, ist kein Geheimnis. Allerdings weiß das die Kleine nicht, da wir, wenn sie hier ist vollkommen neutral sprechen und KM tut das offenbar auch. Jedenfalls meinte die Kleine dann immer "Da drüben ist meine Mama!" oder "Mama muss irgendwo da vorne sein" und schaute immer nach ihrer Mama. LG und ich dann so "Ah ja, muss sie auch Flaschen wegbringen" oder "Kauft die Mama auch leckere Sachen ein" um darüber hinwegzugehen. Da die Kleine ja denkt, dass ihre Mama und ich uns gar nicht persönlich kennen würden, wollte sie schon immer, dass die Mama reinkommt, wenn sie sie abholte o.ä. Die KM hat dann auch immer nur so gesagt "So viel Zeit haben wir nicht" o.ä. Der Wunsch aufeinander zu treffen besteht also von beiden Seiten gleichermaßen nicht.
Das muss der Kleinen jetzt irgendwie komisch vorgekommen sein - denke ich mir mal. Mache mir jetzt irgendwie Gedanken darüber, ob das jetzt irgendwelche Auswirkungen auf die ganze Konstellation hat... :question:
LG, Cherry
Hallo zusammen,
ich wollte jetzt einfach mal die aktuelle Situation beschreiben und mich auch irgendwie ausk****.
Morgen holt er wieder die Kleine, die dann bis Sonntagabend bleibt. Am Mittagstisch eben kam dann das Gespräch aufs WE und das TV-Programm (!). Am Sonntag kommt bekanntlich F1, die LG gucken will. Ich habe gleich interveniert und gemeint, dass aber der Fernseher sicherlich nicht den ganzen Sonntag eingeschaltet bleibt und er auf dem Sofa liegt, während ich dann mit der Kleinen irgendwas machen muss.
Da meint er doch tatsächlich zu mir, dass er doch gar keine Chance hätte, mit der Kleinen was zu machen, weil sie immer was mit mir spielen/malen/etc. will und her sie doch nicht ständig von mir "wegzerren" könnte. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich aus dem Grund am Samstagnachmittag bei meinen Eltern sein werde und mich am Abend mit einer Freundin treffen werden, damit er dann in der Zeit ganz ungestört mit der Kleinen zusammen sein kann, weil ich das Problem ja selber auch sehe (habe es ja schon im Thread oben erwähnt; auch, dass wir das eigtl. schonmal diskutiert hatten!). Da meint er doch tatsächlich zu mir, dass es die Kleine sicherlich auch irgendwann merken würde, dass ich mich "immer aus dem Staub machen würde", wenn sie kommt. Sie sei ja nicht blöd! :puzz: Aber dass ich es ja jetzt schon wieder alles entschieden hätte, wie es gemacht würde (weil ich mich quasi aus dem Staub mache, habe ich entschieden, dass er sich mit seiner Tochter beschäftigen muss - ich böse, böse Next!).
Da habe ich ehrlich gesagt die Geduld verloren. Sonst ist er auch auf dem Trip "meine Tochter", aber wenn es darum geht, sich um SEINE Tochter zu kümmern, dann gleich auf Altbewährtes zurückgreifen.
Ich habe ihm also versucht verständlich zu machen, dass ich kein Problem damit habe, dass die Kleine da ist. Aber dass ich ehrlich gesagt es nicht als meine Aufgabe (O-Ton LG: "Es ist aber deine MIT-Aufgabe") ansehe, sie zu beschäftigen. Denn sie kommt zu IHM und nicht zu mir und es kann nicht nur so sein, dass er (O-Ton) "Spaß hat, wenn sie da ist", aber nichts dazu beiträgt. Ich habe ihm auch gesagt, dass er da nicht auf die alten Rollen zurückgreifen kann und so als Beobachter über dem Ganzen schwebt (Danke LBM!), ohne zumindest einen Beitrag zu leisten. Ferner habe ich erwähnt, dass ich es ja schlimm genug finde, dass er GAR NICHTS mit der Kleinen unternimmt. Er sieht es auch nicht, dass das Leben trotz Kind am WE einfach normal weitergehen muss. Wenn ich z.B. jeden Sonntag bügle, dann kann er nicht erwarten, dass ich das auf die Woche verteile, weil er am So. TV gucken will und die Kleine dann quasi ohne Beschäftigung ist.
Und was macht er? Antwortet nicht mal anständig, und wenn ich ihn dazu auffordere, dann heißt es "Wir geraten über dieses Thema eh nur ein Streit".
Aus der Diskussion hat er jetzt mitgenommen, dass ich ein Problem mit der Kleinen habe und sie mir zu viel wird. Und wenn ich ihm versuche zu widerpsrechen und zu sagen, dass mir es dahin gehend zu viel wird, weil er sich ausklinkt und gleichzeitig einfachste Erziehungsmaßnahmen (sie quatscht ständig dazwischen, wenn sie mal nicht 10sek vollste Aufmerksamkeit hat; Tischmanieren etc.) durchsetzen will. Ich darf dazu ja nichts sagen, da ich ja keine Kinder habe und deshalb ja nicht wüsste, wie das wäre, ein Kind zu erziehen (O-Ton LG). Und aus dem Grund muss ich wohl einem schmatzenden Kind gegenüber sitzen, das 35mal in der Minute "GUCK jetzt SOFORT her!" schreit, wenn man in der Küche beschäftigt ist. Aha.
LG,
Cherry
