Hallöchen!
Ich habe jetzt mal eine Frage an Euch.
Folgendes:
"Unser" Kleiner wird ja nun im April drei Jahre alt. Von daher steht Kindergarten vor der Tür.
So wie es von seitens der Ex seit einem Jahr heisst, hat er einen Platz in einem wirklich superguten Kindergarten. Allerdings muss er hierfür kath. getauft sein ( was eigentlich nicht das Problem ist, da die KM selbst katholisch ist.).
jetzt haben wir diese Woche erfahren, dass der Kleine vermutlich statt dessen in irgendeine KiTa ( er ist auf die stadtweite Warteliste des JA gesetzt worden) gehen soll.
Die Begründung:
Sie ist der Meinung, dass sie sich auf keinen Fall von irgendjemanden unter Druck setzen lassen will, was die Taufe angeht. Sie hat jetzt für sich entschieden, dass der Kleine nicht getauft werden soll.
Mal ganz abgesehen, dass die Taufpaten schon nach der Geburt gefragt wurden und bereits auf die Taufe warten, möchte mein LG auch dass sein Sohn getauft wird, und zwar so bald wie möglich.
Wir sind alle beide nicht super- gläubig, bloß sind wir der Ansicht, dass es immer noch in der Schule üblich ist, Religionsunterricht zu haben und entweder zur Kommunion oder zur Konfirmation zu gehen- auch wenn es den Kindern in dem Alter meist hauptsächlich auf die Geschenke ankommt 😀
Wir finden, man sollte ihm das nicht absichtlich nehmen und ihn somit ausgrenzen.
Natürlich kann man ( wie sie sagt) eine Taufe auch noch kurz vor der Kommunion nachholen, aber mal ganz ehrlich: Welchem 9jährigen wäre es angenehm sich noch taufen zu lassen?!
Unsere Frage ist jetzt:
Wer muss bei einer Taufe unterschreiben?
Können wir den Kleinen auch bei uns taufen lassen ( evtl. mit unserem ersten Kind zusammen-wennes soweit ist 😉 )
Oder muss die KM bei der Taufe anwesend sein?
Die beiden haben ja gemeinsames Sorgerecht, kann sie da einfach so bestimmen, ob der Kleine getauft wird oder nicht?
Lieben Gruß
Tinka
Gibt dir das Leben eine Zitrone-
mach´ Limonade draus!
Hallo Tinka,
vorab zur Erklärung: ich selbst bin in einem nicht-gläubigen Elternhaus aufgewachsen, wurde zwar getauft, bin aber mit der Religionsmündigkeit (14 Jahre) sofort aus der Kirche ausgetreten und habe auch den Religionsunterricht dann abgewählt. Ich selbst habe schon damals (60er Jahre) keinerlei Nachteile an der Schule dadurch feststellen können, es mag aber wohl auch heute noch Bundesländer bzw. Regionen geben, bei denen solches möglich ist. Lebt ihr in einer solchen Region ?
Grundsätzlich aber ist die Frage, Taufe oder nicht, eine alleinige Entscheidung der Eltern. Wenn die beiden sich hier nicht einigen können, ist das ihr Bier. Jedoch eine "heimliche" Taufe unter Ausschluß der KM zu veranstalten, halte ich für absolut daneben und empfinde diese Idee allein schon als Ironie hinsichtlich des christlichen Gedankens.
Man kann die Sache einmal so ansehen, dass man dem Kind durch die Nichttaufe etwas nimmt (von Ausgrenzen kann keine Rede sein, das halte ich für übertrieben), aber auch so, dass man ihm etwas aufzwängt, über das er sich noch gar nicht in der Bedeutung bewußt ist. Was spricht denn dagegen, das Kind, auch ohne Taufe, im christlichen Sinne zu erziehen ? Wenn ihr, obwohl Du sagst, ihr seid nicht super-gläubig, ihm trotzdem diese Werte vermittelt ?
Die Entscheidung, ein Kind taufen zu lassen, sollte allein aufgrund der Verwurzelung mit dem Glauben getroffen werden und nicht, weil man vielleicht Nachteile in der Schule befürchtet oder das Kind später die Geschenke vermißt. Bei diesen Argumenten kann ich nicht davon ausgehen, dass es Euch oder Dir um die gläubige Erziehung an sich geht, sondern es klingt mehr nach Machtspielchen, was Eure/Deine Idee, die KM von einer von ihr auch nicht gewollten Taufe auszuschließen, eigentlich bestätigt.
Ich habe mich bewußt dazu entschlossen, mein Kind nicht taufen zu lassen, habe ihm aber Möglichkeiten geboten, sich mit dem Glauben auseinander zu setzen. Diese Möglichkeit habt ihr auch und sie ist wesentlich streßfreier, als das, was Euch zurzeit durch den Kopf geht.
Der Religionsunterricht in der Schule verlangt übrigens heute zumindest am Gymnasium eine ganze Menge, jedenfalls an unserer Schule. Mein Sohn hat diesen Unterricht auf seinen Wunsch hin besucht, aber schleunigst abgewählt, als er nur mit einer 4 herauskam. Er konnte aber nur abwählen, weil er konfessionslos ist. Sollte man auch bedenken.
Schöne Grüße
Robina
[Editiert am 21/2/2005 von Robina]
[Editiert am 21/2/2005 von Robina]
Hallo Tinka
Wenn ich ein Post so lese wird mir Angst und Bange.
Unsere Frage ist jetzt:
Wer muss bei einer Taufe unterschreiben?
Können wir den Kleinen auch bei uns taufen lassen ( evtl. mit unserem ersten Kind zusammen-wennes soweit ist )
Oder muss die KM bei der Taufe anwesend sein?
Die beiden haben ja gemeinsames Sorgerecht, kann sie da einfach so bestimmen, ob der Kleine getauft wird oder nicht?
Macht blos keinen Mist. Was glaubst du was passiert wenn ihr das Kind heimlich Taufen lasst. Sehe in diesem Fall schon das Schwert des Damokles über euren Köpfen schweben.
MFG
PhoeniX ;(
Das Kind kann man nur taufen lassen, wenn beide Elternteile zustimmen.
Abgesehen davon, wer sagt eigentlich, daß das Kind getauft werden will?
Ich bin zwar auch getauft, lebe aber den Glauben nicht aus.
Das Kind hat heute keinerlei Nachteile, sollte es nicht getauft sein.
Durch die Wiedervereinigung gibt es sehr viele Menschen, die keinem Glauben angehören, da es auch im Osten nicht sonderlich üblich war. Da gab es die Jugendweihe.
Die Kids leben heute noch, also nen Heiligenschein braucht keiner .
Kostet eh nur viel Geld..Kirchensteuer und sollte man austreten wollen, kostet es wieder Geld.
Laßt da mal die Finger von, das kann mächtig Ärger geben, sollte das still und heimlich passieren.
Am Ende erfährt das die Mutter sowieso.
Die Ex meines Mannes hatte den selben Mist drauf, die is wohl auch bis zur Unterschriftfälschung gegangen, da mein Mann damals absolut nicht zugestimmt hat.
Er hat sich damals erkundigt und mußte feststellen, da stand beim Pfarrer eine Unterschrift, die ihm garnicht gehört.
Übrigens merkte er das erst, als die kirchliche Gemeinde auf die Familie zuging und meinte, die Tochter muß jetzt bald zum Konfirmantenunterricht.
Mein Mann ist aus allen Wolken gefallen, daß seine Ex mit ihren Eltern so einen Vertrauensbruch begangen hat.
Das gab damals schon fast ne Scheidung.
Übrigens die Tochter hat den evangelischen Glauben von sich aus abgelegt und is heute schwer katholisch 😀
Also ...einfach mal ohne Einverständnis taufen lassen ist nicht, da kommt auch die Kirche in Teufels Küche.
Gruß
Melly
*die es gut findet, daß Mutter so eine Einstellung hat, das Kind selbst entscheiden zu lassen was es will*
Hm Melly 🙂
eigentlich sollte es so bei GSR sein, daß beide Elternteile unterschreiben.
Michas Kids waren plötzlich getauft, ohne daß er nur die leiseste Ahnung hatte.
Auch hier kommt es drauf an, was der Gemeinde erzählt wird und wie genau die gemeinde es nimmt.
Auf die frage von Micha" Warum hast du mir nichts gesagt?"
Er hätte nämlich nichts dagegen gehabt, kam die Anwort" Ich wollte uns nicht den Tag versauen"
Auch so geht es, ich würde aber Tinka auf jeden Fall davon abraten, die Taufe heimlich zu veranstalten. Das ist nur Nährboden für den nächsten Streß und die Kids wissen überhaupt nicht worum es geht.
Lieben Gruß
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Hallo noch mal
meines Wissens kann man Teile vom Sorgerecht abspalten. Das alleinige Sorgerecht zu bekommen ist oder sollte laut Gesetz eigentlich schwer sein. Aber Teile wie Religion, Schule etc sind abtrennbar wenn berechtigte Gründe bestehen.
MFG
PhoeniX ;(
Hallo
Statt zu versuchen die Taufe heimlich zu erzwingen, solltet ihr die Mutter unterstützen.
Denn ich finde die Einstellung der Mutter absolut richtig. Es kann nicht Sinn sein sich zu irgend einer Glaubensrichtung nötigen zu lassen. Die Aussage der Mutter finde ich daher sogar absolut im Sinne des Kindes.
Ausserdem macht eine Taufe im Kleinkindalter nur Sinn, wenn die Eltern wirklich selber diesen Glauben leben und diesen auch im täglichen Leben an das Kind vermitteln und weitergeben können.
Ansonsten finde ich es sinnvoller wenn ein Kind irgendwann selber entscheidet, welchen Glauben es haben möchte.
In Deutschland gibt es durch die Vielfalt an Ausländern mit muslemischem Glauben, und vielen anderen glaubensgemeinschaften viele Kinder die nicht am katholischen oder evangelischem Religionsunterricht teilnehmen und trotzdem keinerlei nachteile haben.
Ausserdem kann man sein Kind trotz allem am Religionsunterricht teilnehmen lassen, auch wenn es nicht getauft ist. Es gibt dafür kein Verbot, halt nur auch keine Verpflichtung.
Das Kind hätte somit trotzdem die Möglichkeit, ein wenig vom Glauben mit zu bekommen und hat es nchher leichter sich selber zu entscheiden, in welchem Glauben es leben will.
Gruß Alexandra
Beurteile einen Menschen nie nach seinem Lächeln.... manche Lachen nur um nicht weinen zu müssen.
Hallo Tinka
Unsere Frage ist jetzt:
Wer muss bei einer Taufe unterschreiben?
Können wir den Kleinen auch bei uns taufen lassen ( evtl. mit unserem ersten Kind zusammen-wennes soweit ist 😉 )
Oder muss die KM bei der Taufe anwesend sein?
Die beiden haben ja gemeinsames Sorgerecht, kann sie da einfach so bestimmen, ob der Kleine getauft wird oder nicht?
Bin ich wohl mal wieder unsensibel..........
Du hast aber schon mitbekommen, dass hier i.d.R. die Rechte der Väter - insbesondere bei gemeinsamer Sorge- ausgehebelt werden? Und zwar genau durch solche sehr eigenartigen heimlichen Aktionen?
Weder die KM noch der KV können allein entscheiden, ob das Kind getauft wird. Das geht nur gemeinsam, denn dafür ist das gemeinsame Sorgerecht schließlich da. Die Idee, das nun heimlich machen zu wollen, ist deshalb eine denkbar schlechte.
Gruss
sky
Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Daraus folgt: Je mehr Käse, desto weniger Käse 
---------------
Anm. Admin: Beitrag gelöscht! Hausverbot! Siehe >hier<
[Editiert am 20/6/2005 von DeepThought]
Hallo @ all
Beachtet hier bitte das ICH das mit dem heimlich Taufen angesprochen habe und es NUR eine Vermutung von MIR ist.
Tinka hat NICHTS in dieser Hinsicht geäußert!!!
Also bitte nicht aufgrund MEINER Aussage hier auf Tinka einhacken.
MFG
PhoeniX ;(
Hi Phoenix, cool down 😉
Den Begriff "heimlich" habe ich geschrieben, ihn aber wohlweislich in Anführungszeichen gesetzt. Denn es wurde zwar zugleich nachgefragt, ob die Unterschrift der KM benötigt wird und ob sie dabei sein muß - aus beidem zusammen kann man schließen, dass ein heimlicher Akt geplant ist, muß aber eben auch nicht so sein.
Trotzdem sträuben sich mir alle Haare, dass hier auf dieser Seite ein solcher Gedanke an sich überhaupt zur Sprache kommt. Hier sind so viele Leidtragende, denen gerade durch Heimlichkeiten, Nichtinformation, offener Ausschluß so viel Mieses passiert ist, dass ich selbst für den Ansatz solcher Gedanken nur sehr wenig Verständnis habe.
Tinka, ich kenne Dich nicht persönlich, ich habe auch mehr oder weniger Deinen Thread "kann das Kind zu uns kommen" nur überflogen. Eins fällt mir dabei jedoch auf, Dein eigener Kinderwunsch ist sehr groß und zurzeit wohl unerfüllt und Du machst auch aus kleinsten Begebenheiten einen .. .na ja ... Staatsakt. Wie Du selbst irgendwo schreibst, sind Gespräche mit der Kindsmutter möglich, ja, Du schreibst sogar, dass sie auf Euch in vielen Dingen hört. Das ist mehr als viele andere hier haben.
Ich möchte Dir zu bedenken geben, dass Du, wenn Du einen solchen Gedankenansatz wie mit der Taufe zur Tat werden läßt, das Verhältnis zur KM nachhaltig stören, wenn nicht zerstören wirst. Damit ist keinem, weder Deinem LG, für den als Vater das schlechtere Verhältnis wesentlich mehr Nachteile bringen wird als Dir persönlich, noch der KM und vor allem nicht dem Kind gedient. Du bist nun einmal, so gern Du vielleicht auch möchtest und auch, wenn Du Dich vielleicht als die bessere "Mutter" ansiehst, NICHT die Mutter des Kindes. Dieses Kind hat eine Mutter und einen Vater, an den beiden ist es, sich hier und in anderen Dingen zu einigen. Du kannst natürlich beratend zur Seite stehen, solltest Dir jedoch eine Neutralität bewahren.
Schöne Grüße
Robina
Hi,
für das "heimlich" entschuldige ich mich.
Gruss
sky
Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Daraus folgt: Je mehr Käse, desto weniger Käse 
Robina, ich denke ähnlich wie Du.
Ich frag mich nur, was es Tinka interessiert, ob das Kind getauft wird oder nicht.
Es ist ja nicht so, daß ein Kind ohne Taufe nicht leben kann.
Wie schon geschrieben, bei meinem Mann seiner Tochter ging das damals auch heimlich, was zu massiven Unstimmigkeiten führte.
Heute wird wohl jeder Pfarrer versuchen, soviele Schäfchen wie möglich in seinen Stall zu bekommen und dann auch beide Augen, samt Hühneraugen zudrücken und das Kind ohne Zustimmung eines Elternteils taufen.
Ich persönlich wäre stinkesauer, sollte mein Ex und die neue LG ohne meine Zustimmung das Kind taufen lassen.
Das würde mit Sicherheit mächtigen Ärger geben, da dieses Thema nur die Eltern was angeht, nicht die LG.
Gruß
Melly
Hallo Zusammen !
Ich bin grad zum ersten Mal wieder auf der Seite, seit ich diesen Beitrag geschrieben habe.
Zuerst hatte ich mich gefreut, so viele Antworten bekommen zu haben, aber schließlich war ich doch sehr erschrocken, was dabei herausgekommen ist.
Ich habe nicht ein einziges Mal davon gesprochen, den Kleinen heimich taufen zu lassen!
So etwas würden wir niemals tun! Der Gedanke geht nur in die Richtung die Taufe bei uns im Kreise der Familie meines LG durchzuführen- natürlich mit Wissen und Einverständnis der Mutter.
Es ging eher darum, ob die Taufe in Abwesenheit der KM durchführbar ist, wenn sie z.B. nicht dabei sein will. Und dies Frage ich nur deshalb, weil ich sie mittlerweile so gut kenne, dass ich mir vorstellen könnte, sie sagt: " Wenn ihr die Taufe ausrichten wollt, dann tut das. Ich werde aber nicht daran teilnehmen."
Wir haben nunmal die Ansicht, dass es für ein Kind nicht schlecht sein kann, getauft zu sein.
Und ich will auch nicht auf der KM rumhacken, weil sie eine andere Einstellung hat.
Ich finde es bloß nicht richtig, bloß weil sie keine Lust auf eine Tauffeier hat und sich nicht unter Druck setzen lassen will, einfach über den Kopf meines LG hinweg zu entscheiden.
Mal ganz abgesehen davon hat sie uns bereits vor 2 Jahren einen Monat lang in dem Glauben gelassen, sie hätte die Taufe ohne Einverständnis und Beisein meines LG durchgeführt- einfach so um zu ärgern. Das ist bei uns also schon länger Thema und wir haben viele verschiedene Gründe, weshalb wir ( vor allem aber auch mein LG) der Meinung sind, der Kleine sollte getauft sein.
Sorry, ich wusste nicht, dass ich mich so unverständlich ausgedrückt habe.
@Robina :
Ich habe nicht vor dem Kleinen die Mutter zu ersetzen oder so etwas in der Art.
Das habe ich aber auch bereits irgendwo anders schon einmal geschrieben.
NAtürlich hat der Kleine eine Mutter, die er lieb hat und die ihn liebt, das ist auch gut und richtig so. Aber erhat eben auch einen Vater, der den Kleinen genauso liebt und den der Kleine auch lieb hat. Und dieser Vater ist nun mal mein LG. Wir planen gerade, ein Kind zu bekommen, das hast du richtig erkannt. Von "unerfülltem Kinderwunsch" zu sprechen wäre hier allerdings doch etwas hoch gegriffen. Das hat aber nichts mit dem Kleinen zu tun und ich lasse mir garantiert nicht unterstellen, dass ich versuche, dem KLeinen eine "bessere Mutter " zu sein oder mich für so etwas halte. Ich weiss nur, dass ich auf Grund dessen, dass der Kleine viel Zeit bei uns verbringt nunmal auch eine wichtige Rolle im Leben des Kleinen spiele. Die Konstellation an sich ist so, seit der kleine 5 Monate war. Er kennt es nicht anders.
Du schreibst, ich soll beratend zur Seite stehen.....sorry, aber nichts anderes mache ich.
Ich sehe es einfach so, dass ich mir meiner Rolle sehr wohl bewusst bin und sehr viel darüber nachdenke und mir gerne andere Meinungen dazu einhole.
Sollten meine angesprochenen Themen allerdings zu banal für dieses Forum sein, werde ich mich demnächst gerne zurückhalten
etwas enttäuschte Grüße
Tinka
Gibt dir das Leben eine Zitrone-
mach´ Limonade draus!
Hallo Tinka,
wenn du meinst, dass es der Mutter nur um das Ausrichten der Feier geht und nicht gegen ihre persönliche Überzeugung, dann wäre einer Taufe doch nichts entgegen zu setzen.
Ein Kind taufen zu lassen, nur damit es in den möglicherweise besseren Kindergarten gehen kann, halte ich persönlich dann aber doch für übertrieben, wenn es so sehr gegen die Überzeugung der Mutter geht. Eine Altersgrenze bei der Taufe sehe ich nicht, ganz im Gegenteil. Ich habe schon mehrere Taufen älterer Kinder erlebt und das war immer ein ganz besonders feierliches Ereignis, weil diese Kinder ihre Taufe dann schon ganz bewusst miterleben.
Ich selbst habe meine Kinder auch erst später taufen lassen und zumindest die Große wusste damals schon ganz genau worum es geht und hat somit auch eine enorme Bindung an die Kirchengemeinde.
Bei dem Taufgespräch damals ist mir eines ganz sauer aufgestossen. Frage des Pfarrers: was sind Ihre Beweggründe, ihr Kind taufen zu lassen. Banale Antwort: Na ja, wir sind halt getauft, unser erstes Kind ist getauft - es gehört sich halt so.
Da sind mir die Leute dann schon lieber, die offen sagen, dass sie zur Kirche und Gemeinde keine Bindung haben und für sie eine Taufe aus diesen Gründen nicht in Frage kommt. Ob sie dem Kind damit "etwas nehmen" sei noch dahingestellt, denn die nicht getauften Kinder sind zumindest in unserer Gegend auch im evangelischen Religionsunterricht herzlich willkommen. Im Kindergarten fragt sowieso keiner danach.
Gruß AJA
Hallo Tinka,
zunächst - nein, ich halte Deine Themen für nicht zu banal, um hier von Dir hinterfragt zu werden. Der Sinn meiner Aussage war ein ganz anderer - bitte lies das noch mal nach.
Ich habe nicht ein einziges Mal davon gesprochen, den Kleinen heimich taufen zu lassen!
So etwas würden wir niemals tun! Der Gedanke geht nur in die Richtung die Taufe bei uns im Kreise der Familie meines LG durchzuführen- natürlich mit Wissen und Einverständnis der Mutter.
Es ging eher darum, ob die Taufe in Abwesenheit der KM durchführbar ist, wenn sie z.B. nicht dabei sein will. Und dies Frage ich nur deshalb, weil ich sie mittlerweile so gut kenne, dass ich mir vorstellen könnte, sie sagt: " Wenn ihr die Taufe ausrichten wollt, dann tut das. Ich werde aber nicht daran teilnehmen."
Sorry, Tinka, aber das ist nicht deutlich aus Deinem Posting herausgekommen. Du fragtest danach, wer unterschreiben darf, das impliziert nach der Vorschilderung leider, dass man auch notfalls auf die Unterschrift der KM - ob nun heimlich oder einfach gegen ihren Willen - verzichten würde, wenn es denn geht. Und wenn es so wäre, wie Du es jetzt schilderst, würdest Du ja die Unterschrift der KM bekommen, also war Deine Frage, denke ich, doch anders gemeint, als Du jetzt darstellen möchtest.
Wir haben nunmal die Ansicht, dass es für ein Kind nicht schlecht sein kann, getauft zu sein.
Es ist genau so wenig schlecht, wie nicht getauft zu werden.
Und ich will auch nicht auf der KM rumhacken, weil sie eine andere Einstellung hat.
Du "hackst" vielleicht nicht auf ihr herum, aber es ist deutlich rauszuhören, dass Du mit ihrer Einstellung zur Taufe (und anderen Dingen) nicht einverstanden bist, Du fragst sogar: Oder muss die KM bei der Taufe anwesend sein?
Ich bitte Dich, Tinka, überlege mal, was Du da schreibst ???!! Selbstverständlich MUSS die KM bei der Taufe ihres eigenen Kindes anwesend sein. Versetze Dich bitte mal in die Situation des Kindsvaters, wenn ein eventueller LG der Kindsmutter versuchen würde, Deinen Lebensgefährten als Kindsvater auszugrenzen. Würde er da nicht auch Zeter und Mordio schreien ? Und völlig zu Recht übrigens. Oder noch anders, ihr plant ja ein eigenes Kind ... .wie würdest Du Dich fühlen, wenn man Dich bei der Taufe Deines eigenen Kindes auszugrenzen versuchte ?
Auf die Anwesenheit von Lebensgefährten kann verzichtet werden, auf die Eltern bei einer solchen Angelegenheit nicht, es sei denn, derjenige Elternteil ist informiert und verzichtet freiwillig. So schreibst Du es ja jetzt auch.
Ich finde es bloß nicht richtig, bloß weil sie keine Lust auf eine Tauffeier hat und sich nicht unter Druck setzen lassen will, einfach über den Kopf meines LG hinweg zu entscheiden.
Okay, Du findest es nicht richtig, aber was sagt Dein LG, der Vater, denn dazu ? Natürlich hätte sie sich mit dem Kindsvater zunächst mal absprechen müssen - keine Frage. Aus diesem Fehlverhalten heraus, würde ich aber nicht eine Taufe nun im Gegenzug erzwingen wollen. Wägt die sachlichen und christlichen Gedanken dazu erst einmal möglichst emotionsfrei ab. Aber mal abgesehen davon, finde ich die Entscheidung der KM völlig richtig und es zeugt meiner Ansicht nach von einer gedanklichen Auseinandersetzung mit dem Thema Kirche, sich bezüglich der Glaubensrichtung sich eben nicht von einem Kiga unter Druck setzen zu lassen.
Mal ganz abgesehen davon hat sie uns bereits vor 2 Jahren einen Monat lang in dem Glauben gelassen, sie hätte die Taufe ohne Einverständnis und Beisein meines LG durchgeführt- einfach so um zu ärgern.
Und jetzt folgen Eure Machtspielchen ? Kinder, Kinder, das ist lächerlich - von beiden Seiten !
Das ist bei uns also schon länger Thema und wir haben viele verschiedene Gründe, weshalb wir ( vor allem aber auch mein LG) der Meinung sind, der Kleine sollte getauft sein.
Aber Du hast bisher keine stichhaltigen Argumente, die für eine Taufe sprechen, gebracht. Ein einziges Argument wäre, wenn der Kindsvater selbst den Glauben sehr intensiv lebt. Aber gerade das hast Du, zudem für Euch beide, verneint. Ob Du ihn intensiv lebst, sollte allerdings nicht maßgeblich für die Entscheidungsfindung der Eltern sein.
... ich lasse mir garantiert nicht unterstellen, dass ich versuche, dem KLeinen eine "bessere Mutter " zu sein oder mich für so etwas halte.
Tinka, ich sagte ja schon, ich kenne Dich nicht persönlich und kann insofern nur die Zeilen Deiner Postings beurteilen. Das, was ich dort lese, enthält immer Kritik an der KM verbunden mit dem Hinweis, dass es bei Euch besser ist oder ihr zumindest versucht, es besser, anders, pädagogisch wertvoller zu händeln. Du sprichst mit teils negativem Touch davon, dass die KM am WE feiern geht, das Kind oft woanders untergebracht ist etc. pp. Offensichtlich geht die KM arbeiten und braucht eine Betreuung für das Kind - etwas Schöneres als eine liebevolle Oma kann man sich daher kaum wünschen. Wenn die KM nicht arbeiten würde, wäre es Euch doch auch nicht recht oder ? Und was spricht dagegen, wenn die KM am WE ausgeht, wenn das Kind ordentlich untergebracht ist ? Ich war selbst 10 Jahre alleinerziehend, Vollzeit berufstätig, ich bin kaum ausgegangen, weil ich keine ordentliche Betreuung für mein Kind hatte. Wohl dem, der das hat, ich kann das durchaus neidfrei betrachten.
Ich weiss nur, dass ich auf Grund dessen, dass der Kleine viel Zeit bei uns verbringt nunmal auch eine wichtige Rolle im Leben des Kleinen spiele.
Ohne Zweifel bist Du bei Deinen Engagement eine sehr wichtige und vermutlich auch sehr geliebte Person im Leben des Kindes. Genieße das doch einfach und belaste Dich nicht mit Dingen, mit denen Du nichts zu tun hast. Du wirst irgendwann zwischen zwei Stühlen sitzen, spätestens dann, wenn das Kind, größer und verständiger geworden, ohnehin in Loyalitätskonflikte zwischen seiner Mutter und seinem Vater kommen wird, denn das Trennungseltern erzieherisch an einem Strang ziehen, ist äußerst selten und bei Euch schauts auch nicht danach aus. Es wäre dann für das Kind wünschenswert, einen neutralen Ansprechpartner, Freundin und/oder Vertraute in Dir zu haben und nicht jemand, der vielleicht zu einem Zerwürfnis der Eltern noch beigetragen hat oder immer mittendrin steckt. Ich weiß, wovon ich rede, was ich da anrege, und es ist ein fürchterlicher Drahtseilakt für Dich ! Ich bin Stiefmutter von drei Kindern und ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen: Hüte Dich davor, zuviel an Verantwortung zu übernehmen, zuviel zu einer Entscheidungsfindung, die Dich nicht persönlich betrifft, aktiv beizutragen. Du kannst natürlich jederzeit Deine Meinung äußern, Deine Sicht der Dinge darstellen, aber damit solltest Du dann das Feld des Betroffenen überlassen.
Du schreibst, ich soll beratend zur Seite stehen.....sorry, aber nichts anderes mache ich.
Dann waren das also bezüglich der Taufe die Ideen Deines LG und nicht Deine ? Das fände ich ja noch schlimmer ! Von Dir wären mir diese Ideen, da man ja immer gerne dem LG zur Seite stehen möchte, durchaus verständlich, wenn ich sie auch nicht gutzuheißen vermag.
Ich sehe es einfach so, dass ich mir meiner Rolle sehr wohl bewusst bin und sehr viel darüber nachdenke und mir gerne andere Meinungen dazu einhole.
Find ich völlig in Ordnung - aber bitte nicht böse sein, wenn andere (ich z. B.) nicht Deine Meinung vertreten und ein bißchen entsetzt reagieren - okay ?
Sollten meine angesprochenen Themen allerdings zu banal für dieses Forum sein, werde ich mich demnächst gerne zurückhalten
Unsinn, aber dazu hab ich ja schon oben geschrieben 🙂
Tinka, Du hast keinen Grund, enttäuscht oder verletzt zu sein, Du hast nach einer Meinung gefragt und sie in unterschiedlichster Form bekommen. Es ist immer schwierig, sich schriftlich zu verständigen, vielleicht hast Du auch jetzt ein paar Mal schlucken müssen. Aber eines sollte uns doch klar sein, weder habe ich ein Interesse daran, Dich zu enttäuschen, noch will ich Dir in irgendeiner Form wehtun, es ist lediglich meine Meinung dazu.
Einen schönen Tag Dir
Robina
Hallo, ich nochmal!
Ich glaube, es wird jetzt etwas kompliziert und hoffe, dass ich das mit dem Zitieren vernünftig hinbekomme....
Zuerst einmal zu deinem Post, Robina.
Ich habe das Gefühl, dass das Thema Taufe an sich vielleicht doch ein wenig brisanter ist, als ich dachte. Mein Eingangspost war von daher recht oberflächlich und allgemein gehalten ohne genauer ins Detail zu gehen.
Vielleicht sollte ich das zum besseren Verständnis einmal tun, nur um meinen Standpunkt einmal vernünftig darzustellen. Du sagtest ja, ich hätte noch keine stichhaltigen Argumente für eine Taufe geliefert.
Okay, Du findest es nicht richtig, aber was sagt Dein LG, der Vater, denn dazu ? Natürlich hätte sie sich mit dem Kindsvater zunächst mal absprechen müssen - keine Frage. Aus diesem Fehlverhalten heraus, würde ich aber nicht eine Taufe nun im Gegenzug erzwingen wollen. Wägt die sachlichen und christlichen Gedanken dazu erst einmal möglichst emotionsfrei ab. Aber mal abgesehen davon, finde ich die Entscheidung der KM völlig richtig und es zeugt meiner Ansicht nach von einer gedanklichen Auseinandersetzung mit dem Thema Kirche, sich bezüglich der Glaubensrichtung sich eben nicht von einem Kiga unter Druck setzen zu lassen.
...könnte man denken, gebe ich zu. Ich weiß aber aus Gesprächen mit ihr ( wie gesagt, wir trinken auch schonmal gemeinsam Kaffee wenn ich den Kleinen abhole und können dann zeitweise auch sehr gut reden, sie ist da halt sehr launisch), dass sie überlegt aus der Kirche auszutreten, weil sie die Kirchensteuer einsparen möchte und selbst sowieso nicht zur Kirche geht. Ich weiß aber auch, dass ihre Mutter beispielsweise streng katholisch ist und sie selbst als Kind gern zur Kirche gegangen ist. Sie hat halt momentann viel Stress, weil sie aus eigenem Antrieb Vollzeit arbeitet und momentan sehr viele Schulungen hat. Sie ist zudem kein Mensch, der groß grübelt ( sagt mein LG, der sie bereits seit 12 Jahren kennt und es denke ich ganz gut beurteilen kann.)
Wäre es ihre absolute Überzeugung könnten wir es vielleicht auch eher verstehen, dass sie den Kurzen nicht taufen lassen will. Jedoch war laut meinem LG sowohl vor als auch nach der Geburt nie die Rede davon, dass der Kleine nicht getauft werden soll, nicht im Ansatz. Sie hat ja sogar selbst die Taufpaten gefragt.
Ach so, was meinen LG angeht...natürlich sind wir bei diesem Thema gleicher Meinung, ansonsten würde ich mich mit diesem Thema nicht beschäftigen.
Wäre es meinem LG egal oder wäre er auch gegen eine Taufe, was sollte ich mir dann groß Gedanken darüber mache, was es für Möglichkeiten gibt und wer im Endeffekt was entscheiden kann?
Aber Du hast bisher keine stichhaltigen Argumente, die für eine Taufe sprechen, gebracht. Ein einziges Argument wäre, wenn der Kindsvater selbst den Glauben sehr intensiv lebt. Aber gerade das hast Du, zudem für Euch beide, verneint. Ob Du ihn intensiv lebst, sollte allerdings nicht maßgeblich für die Entscheidungsfindung der Eltern sein.
Folgendes hierzu:
Nein, mein LG lebt den Glauben nicht intensiv. Ich selbst im Übrigen auch nicht (mehr). Ich selbst bin katholisch, zur Kommunion und Firmung gegangen und auch eine zeitlang Meßdiener gewesen. Ich habe an sehr vielen Freizeitaktivitäten der Kirche teilgenommen, ob das jetzt Ferienlager oder Jugendgruppen waren, und mir hat das als Kind immer Spaß gemacht.
Mein LG ist evangelisch, früher auch relativ aktiv in der Kirche gewesen. Heute haben wir allerdings beide zum einen absolut keine Zeit zur Kirche zu gehen, zum zweitern auch ganz ehrlich gesagt für uns selbst großen Interesse.
Dieser Umstand sagt allerdings nichts darüber aus, dass ich nicht von den christlichen Wertvorstellungen halte. Und ich finde es für Kinder unheimlich faszinierend und lehrreich, Teile der Bibel in kindgerechter Sprache vermittelt zu bekommen. Ich finde sowas gehört zur Allgemeinbildung und wenn die Kinder es schon früh vermittelt bekommen, dann denke ich verinnerlichen sie das auch- bitte nicht schon wieder falsch verstehen, ich rede von Werten wie Nächstenliebe und solchen Sachen, nicht von Gehirnwäsche!
Der Kindergarten in den er gehen könnte wäre so ein Kindergarten, wo dies zum einen gemacht wird ( Kinderbibel vorgelesen- allerdings in einem absolut normalen und verträglichen Maß)und wo der Kleine zum zweiten zum "normalen" Kindergartenalltag zusätzlich zweimal nachmittags eine Art Sportunterricht hätte.....Kinderturnen, so etwas in der Art.
Natürlich sollte er nicht bloß wegen dem Kindergarten getauft werden, aber es hängt doch alles zusammen.
Ich denke gerade in der heutigen Zeit ist es sehr wichtig, genau darauf zu achten, mit wem das Kind oder später der Jugendliche sich umgibt.
Es ist wichtig den Kindern eine sinnvolle und für sie spaßige Freizeitgestaltung zu bieten.
Und das tut die Kirche ( hier bei uns zumindest) nun einmal.
Und meine Meinung ist nun einmal, dass die kirchlichen Aktivitäten unter einer besonderen Aufsicht stehen und er sich da mit "vernünftigen"Leuten umgeben würde.
Das meinte ich auch mit "Ausgrenzen".
Es ist nun einmal (leider) so, dass die katholische Kirche in ihren Vorgaben recht streng ist, und nicht getauft oder evangelische Kinder teilweise in Kindergärten nicht annimmt- während viele evangelische Kindergärten sehr wohl auch katholische Kinder oder nicht getaufte Kinder annehmen. ( zumindesthier bei uns)
Und warum soll es verwerflich sein, den Grundstein schon in frühem Alter zu legen?
Natürlich kann er sobald er älter ist immer noch entscheiden, ob er irgendwann mal aus der Kirche austreten sollte, aber ich finde zumindest, dass man ihm die Möglichkeit geben sollte sich eine Meinung aus dem selbst erlebten zu bilden.
Tinka, ich sagte ja schon, ich kenne Dich nicht persönlich und kann insofern nur die Zeilen Deiner Postings beurteilen. Das, was ich dort lese, enthält immer Kritik an der KM verbunden mit dem Hinweis, dass es bei Euch besser ist oder ihr zumindest versucht, es besser, anders, pädagogisch wertvoller zu händeln. Du sprichst mit teils negativem Touch davon, dass die KM am WE feiern geht, das Kind oft woanders untergebracht ist etc. pp. Offensichtlich geht die KM arbeiten und braucht eine Betreuung für das Kind - etwas Schöneres als eine liebevolle Oma kann man sich daher kaum wünschen. Wenn die KM nicht arbeiten würde, wäre es Euch doch auch nicht recht oder ? Und was spricht dagegen, wenn die KM am WE ausgeht, wenn das Kind ordentlich untergebracht ist ? Ich war selbst 10 Jahre alleinerziehend, Vollzeit berufstätig, ich bin kaum ausgegangen, weil ich keine ordentliche Betreuung für mein Kind hatte. Wohl dem, der das hat, ich kann das durchaus neidfrei betrachten.
Das ist ja eigentlich nicht Thema hier, aber nochmal ganz kurz dazu:
Ich finde es prinzipiell klasse, wenn Frauen Karriere machen, selbstbewusst sind und in ihrem Beruf glücklich sind und weiterkommen wollen. Bloß bin ich der Meinung, dass man dann eine vernünftige Lösung finden muss, wenn man gleichzeitig ein Kind in die Welt setzt.
Unserer Meinung nach setzt sie sich und damit auch den Kleinen zu sehr unter Streß.
Und ehrlich gesagt ist es mir persönlich egal, was sie macht und wie oft sie weggeht und ich wäre auch mit Sicherheit die letzte, die ihr dahingehend etwas vorschreiben könnte/ wollte, meine Meinung darüber muss man mir aber schon lassen. Denn wenn ich mein Kind sowieso bloß drei Stunden pro Tag sehe, dann muss ich doch nicht auch noch an jedem WE mindestens an einem Abend weggehen oder? Wie gesagt, es ist alles eine Frage der Häufigkeit.
Aber wenn ich da jetzt noch mehr ins Detail gehe, dann komme ich hier nie zum Ende.
Eins ist jedoch sicher, die Oma liebt den Kleinen über alles und er ist auch gerne da. Aber wir wissen auch, dass die Oma ( wie gesagt streng katholisch) über meinen LG sagt er sei der Teufel und auch dem Jungen gegenüber ua sagt, dass der Papa böse ist.
Dann waren das also bezüglich der Taufe die Ideen Deines LG und nicht Deine ? Das fände ich ja noch schlimmer ! Von Dir wären mir diese Ideen, da man ja immer gerne dem LG zur Seite stehen möchte, durchaus verständlich, wenn ich sie auch nicht gutzuheißen vermag.
...von welchen Ideen sprichst du, ich sagte bereits dass ich bzw wir keine Heimlichkeiten vorhatten.
Ich weiss nicht, aber irgendwie scheinst du mir das nicht glauben zu wollen. Finde ich ziemlich schade, denn eigentlich stehe ich zu meiner Meinung und wenn ich solche Gedanken gehabt hätte, hätte ich das sicherlich dann auch so geschrieben.
Die idee, dass man den Kleinen ja evtl. dann auch mit unserem Kind in der Zukunft zusammen taufen lassen könnte, kam mir im Prinzip kurzfristig in den Sinn.
Und da wollte ich halt einfach bloß wissen, ob jemand weiss, ob das reicht, wenn der Kindsvater anwesend ist. Ich hatte damit jedoch nicht gemeint, dass wir die KM im Unwissen lassen wollen.
Mein LG findet die Idee an sich übrigens klasse, wenn die KM damit einverstanden ist.
Wie gesagt, wir sind der Meinung, dass es ihr auch um den Zeit- und Geldaufwand geht.
Find ich völlig in Ordnung - aber bitte nicht böse sein, wenn andere (ich z. B.) nicht Deine Meinung vertreten und ein bißchen entsetzt reagieren - okay ?
Ich habe kein Problem mit Kritik bzw anderen Meinungen, bloß wenn man mir Sachen unterstellt, die tatsächlich nicht stimmen oder mir keinen Glauben schenkt.
Und wie gesagt, wenn ich hier schreibe, dann auch meine ehrliche Meinung, ansonsten macht es für mich keinen Sinn hier überhaupt zu schreiben.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen
gruß
tinka
Gibt dir das Leben eine Zitrone-
mach´ Limonade draus!
Um dem Kind die christlichen Wertvorstellungen nahe bringen zu können ist nicht wirklich eine taufe nötig. Unsere ganze Gesellschaft wurde auf diesen Prinzipen aufgebaut. Auch wenn das nicht ungedingt heißt, dass der Mensch sie wirklich befolgt.
Ich persönlich frage mich, was das Kind in diesem Fall für einen Nutzen (abgesehen von dem KIGA) von der Taufe hätte. Zum Glauben gehört ja mehr als nur die Bibel. Wenn das Kind nicht halbwegs regelmäßig in die Kirche geht, erlebt es dort später einige Überraschungen. Und wie du gesagt hast, wäre dies bei keinem von euch der Fall.
Warum erkundigt ihr euch nicht erst mal im Ort, wie dieser KIGA mit nicht getauften Kindern umgeht? Vielen reicht es aus, wenn die Eltern dem Kind die Werte vorleben, das Kind aber später selbst entscheiden soll.
Und zu den Aktivitäten der Kirche kann das Kind eh gehen. Ohne in der Gemeinde zu sein, ohne den Glauben zu haben, ohne getauft zu sein. Man muss den Priester/ Pfarrer nur ganz lieb fragen... Natürlich streuben sich einige, aber dafür gibt es Gemeindereferenten etc. die ja auch noch was zu sagen haben. Heute wird viel Wert auf das Image der Kirche gelegt und deshalb wird einiges nicht mehr so streng gesehen.
Ich sehe bisher keine wirklichen Argumente, die in meinen Augen klar für die Taufe stehen. Aber vielleicht kommen die ja noch.
Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
Hallo Tinka,
leider komme ich erst heute dazu, Dir zu antworten.
Nun hast Du ja sehr viel genauer geschildert, was sich für Dich mit dem Thema Taufe verbindet. Ich schreib Dir nur kurz noch meine Gedanken dazu, denn im Prinzip bleibe ich dabei: Wer den Glauben nicht selbst lebt, dessen Kinder müssen auch nicht unbedingt getauft werden.
Zunächst, auch ich betrachte mich durchaus als christlichen Menschen, der diesem Sinne nach lebt und handelt, aber ich mag mich der Institution Kirche nicht anschließen. Ich glaube weiter, dass mir viele zustimmen werden, dass ein christliches Leben durchaus auch ohne die Zugehörigkeit zu einer Kirche möglich ist und das der Umgang der konfessionslosen Kinder deshalb nicht "unvernünftiger" ist, als der der getauften Kinder.
Ich denke gerade in der heutigen Zeit ist es sehr wichtig, genau darauf zu achten, mit wem das Kind oder später der Jugendliche sich umgibt.
Tinka, ob ihr das Kind taufen lasst oder nicht, ob Kirchgänger oder nicht, ob Glauben gelebt wird oder nicht, für den Umgang des Kindes seid ihr, zusammen mit der KM, ohnehin verantwortlich und es ist ja bei weitem nicht so, dass man nur in der oder über die Kirche anständige Leute kennenlernt. Ganz im Gegenteil, die Bigotterie mancher Kirchgänger finde ich geradezu abstoßend.
Es ist wichtig den Kindern eine sinnvolle und für sie spaßige Freizeitgestaltung zu bieten.
Richtig, aber auch das kann man nicht nur in der Kirche finden.
Mag sein, dass die Kirche gute Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bietet, das kann ich nicht beurteilen. Beurteilen kann ich ja nur die Angebote, die ich selbst oder für mein Kind genutzt habe und die waren eben nicht kirchlich, aber trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb (wer will das schon wissen?) sehr gut.
Ich will und kann Dich weder für noch gegen die Kirche oder Taufe einstimmen. Dies muß jeder für sich selbst entscheiden. Eine Taufe oder einen Kirchenbeitritt aber nur zu vollziehen, weil man gewisse Vorteile sieht, ist für mich die Gewissensfrage, die ich für mich mit einem klaren "Nein" beantworten würde.
Ich würde Euch empfehlen, dass ihr Euch mit der KM zusammen setzt und ihr Eure Bedenken bezüglich des Nichttaufens oder die Vorteile, die ihr in einer Taufe seht, genau darlegt. Vielleicht könnt ihr Euch ja einigen.
Liebe Grüße
Robina
Hallo!
Auch ich hatte in den letzten Tagen viel zu tun, deshalb meine späte Antwort.
Aber besser spät als nie....
Es wundert mich ein bißchen, dass das allgemeine Interesse zu antworten zu beginn so groß war und das jetzt- wo ich mich von dem Begriff heimlich distanziert und unsere Situation etwas genauer dargelegt habe- außer Robina niemand mehr etwas dazu zu sagen hat.
Weiterhin finde ich die Diskussion, ob ein Kind jetzt getauft werden sollte oder nicht und wenn ja aus welchen Gründen, an sich sehr interessant. Und versteht mich nicht falsch, die Diskussion an sich ist ja auch nicht fehl am Platz.
Allerdings ist meine eigentliche Frage immer noch nicht beantwortet worden.
Die KM wohnt 85 km weg von uns.
Sie war seit 2,5 Jahren nicht mehr hier und wir können uns kaum vorstellen, dass sie selbst wenn sie damit einverstanden wäre, dass der Kleine hier getauft wird- sich vermutlich nicht ins Auto setzen würde, um hier beim Pastor irgendetwas zu unterschreiben.
Weiterhin wollte ich wissen, ob die KM bei der Tauffeier anwesend sein muss, wenn sie nicht will.
So und jetze wollte ich dir noch einmal antworten, Robina.
Und zwar haben wir denke ich einfach eine sehr unterschiedliche Sichtweise was die Kirche an sich angeht. Vielleicht habe ich einfach in meinem persönlichen Leben bessere Erfahrungen mit der Kirche macht, insbesondere was den Bereich Kinder- und Jugendarbeit angeht.
Wer den Glauben nicht selbst lebt, dessen Kinder müssen auch nicht unbedingt getauft werden.
Ich finde nicht, dass nur die Kinder von den Eltern, die " jeden Sonntag in die Kirche rennen" getauft werden sollten, bzw dass es für Kinder deren Eltern dies nicht tun wichtiger oder unwichtiger ist. Es geht doch nicht um die Eltern sondern um das Kind. Ich biete dem Kind an, die Religion kennenzulernen ( z.B. durch diesen KiGa- denn zu Hause nimmt sich kaum einer Zeit bzw kann das in dem Format nicht leisten) und wenn ihm dies gefällt, kann es sich für den Kindergottesdienst, kirchliche Jugendgruppen etc entscheiden. Das Kind kann aber genauso gut irgendwann sagen, dass Religion und Kirche nichts für es ist.
Ich glaube weiter, dass mir viele zustimmen werden, dass ein christliches Leben durchaus auch ohne die Zugehörigkeit zu einer Kirche möglich ist und das der Umgang der konfessionslosen Kinder deshalb nicht "unvernünftiger" ist, als der der getauften Kinder.
Natürlich ist ein christliches Leben auch ohne Kirche möglich, das habe ich auch nicht abgesprochen.
Auch dass konfessionslose Kinder "unvernünftiger" sind als andere Kinder habe ich so auch weder gesagt noch gemeint. Durch meinen Beruf weiss ich aber sehr genau, welche Jugendlichen garantiert kein vernünftiger Umgang sind- wenn man den Umgang schon versuchen möchte zu lenken. Und ich weiss auch genau, dass diese auffälligen und gefährdeten Jugendlichen sich nun einmal nicht im Bereich kirchlicher Jugendgruppen bewegen.
Dass es überall schwarze Schafe gibt und man das nicht komplett verallgemeinern kann weiss ich, aber es gibt nun einmal Statistiken.
Nur nebenbei: Ich halte auch nicht von den Leuten, die jeden Sonntag in die Kirche rennen um sich ihren Seelenfrieden zu erkaufen und im wirklichen Leben nicht danach handeln.
Ich würde Euch empfehlen, dass ihr Euch mit der KM zusammen setzt und ihr Eure Bedenken bezüglich des Nichttaufens oder die Vorteile, die ihr in einer Taufe seht, genau darlegt. Vielleicht könnt ihr Euch ja einigen.
Das werden wir im Endeffekt sowieso tun. Allerdings wäre es doch besser, da schon die Antworten auf die o.g. Fragen zu haben. Sie soll ja ruhig wissen, dass es meinem LG wichtig ist und wir uns informieren.
Gruß
Tinka
Sorry, Arwen, habe deinen post jetzt erst im Nachhinein gesehen.
Also ich persönlich denke, dass wenn es soweit ist, dass es Sinn macht, den Kleinen mitzunehmen ( meiner Meinung nach ist er dafür mit fast drei noch zu klein), dann wird sich unsere persönliche Situation bereits geändert haben. Unser Leben wird bis dahin stressfreier sein und der Kleine wird dann sicherlich von uns die Möglichkeit bekommen mit uns zur Kirche zu gehen.
Weiterhin ist seine Oma wie gesagt streng katholisch und würde ihn garantiert auch dann und wann mitnehmen.
Außerdem werden von diesem KiGa zusammen mit den Kindern Kindergottesdienste mitgestaltet. Möglichkeiten in die Kirche zu gehen hätte er also bestimmt genug, wobei ich nicht denke, dass dies das Wichtigste dabei ist.
[Editiert am 26/2/2005 von Tinka]
Gibt dir das Leben eine Zitrone-
mach´ Limonade draus!
