Hallo,
folgendes zur Einleitung.
- Kind (3 1/2) lebt seit Ende 2005 bei und mit mir.
- Verfahren ABR (initiert durch KM) läuft seit Jan. 2005.
- März 2008 Gerichtstermin bzgl. ABR, Kein Urteil, da aufgrund des Verlaufes des Termins ich ASR beantragt habe.
- Richterin schloss bereits in der Verhandlung Übertragung des ABR auf KM aus.
- SAin des JA ebenfalls und befürwortete die Übertragung des GSR auf mich, u.a. aufgrund der mangelnden Kooperations- und Konfliktbereitschaft der KM.
Ok, aber zum eigentlichen Beitrag, bzw. Frage.
Gestern Abend kam unsere Sohn wie jeden Sonntag von seinem Umgang nach Hause und als er im Bett lag sagte er auf einmal zu mir das er zu Mama umziehen möchte. Mir ist erstmal alles aus dem Gesicht gefallen und mir ist ganz schlecht geworden. Als ich mich gefangen habe, habe ich Ihn natürlich gefragt warum er den bei Mama wohnen möchte. Seine Antwort: "Keine Ahnung, Mama hat das gesagt..." Ich bin dann nicht näher auf das Thema eingegangen auch weil ich es nicht für fair und richtig halte einen 3 Jährigen zu erklären das es bei Papa besser ist. Ich habe keine Lust damit anzufangen, ihn zwischen die Stühle zu packen und ihn damit noch zusätzlich zu belasten.
ich weiß allerdings im Moment nicht wie ich damit umgehen soll. Mein erster Gedanke war natürlich, ich rufe die KM an und dann gibt es die Hölle auf erden, habe es aber lieber gelassen auch um nicht noch weiter und wieder Streit zu provozieren.
Also wer hat Tipps für mich?`Was soll ich in Zukunft meinem Sohn erwidern? Fühle mich in der Frage z.Z. ziemlich hilflos.
Hi baxter,
du solltest ganz "Normal" regieren, so nach dem Motto als hättest du nix dagegen.
Auf jeden Fall lasse es, indem du z.B. sagst "Beim Papa ist´s besser..." etc.
Sieh zu, daß es deinem Sohn gut geht ...
Du könntest z.B. sagen, "du kannst sooft zur Mama, wann du möchtest ".
Die KM fängt an, den Jungen zu manipulieren. Dies kann -sehr schnell-, für die KM,
nach hinten losgehen.
...und mach´ dir keine Gedanken, der Junge sagt das nur, um sein Gewissen zu erleichtern o.ä. ... trotz Allem liebt er ja seine Mama.
Gruß
babbedeckel
Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)
Moin baxter,
einen Dreijährigen in eine solche Frage zu involvieren ist wirklich unter aller Sau. Vorteil allerdings: Er ist noch nicht so instrumentalisierbar wie ein 10-Jähriger; deshalb hast Du die "Begründung" für den "Umzugswunsch" gleich mit dazu bekommen.
Bei einer gerichtlichen Klärung wird die "Meinung" eines Dreijährigen sowieso keine entscheidende Rolle spielen; dass man selbige mühelos und billig für ein Eis und ein Spielzeug-Auto kaufen kann, ist auch bei Familienrichtern bekannt. Die Antwort an Deinen Sohn sollte daher (falls überhaupt) sinngemäss lauten "Mach Dir keine Sorgen; das klären und entscheiden die Erwachsenen." Das sollte Deinen Anwalt selbstverständlich nicht daran hindern, diese Manipulationsversuche schriftsätzlich zur Sprache zu bringen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Danke ihr beide.
Wie ich schon schrieb, ich habe und hatte nicht vor Sohnemann zu instrumentalisieren, das wäre unter meinem Niveau und widerspräche der Vorstellung wie erwachsende Auseinandersetzungen zu führen haben. Ich hab ihm nur gesagt das er Mittwoch ja wieder bei Mama ist und Sie sich bestimmt auch wieder darauf freut, für Ihn war das Thema damit natürlich erledigt, er kann ja nicht abschätzen was es heißt bei KM zu wohnen etc. Vom Kopf her ist es auch kein Problem für mich, aber erstmal war es echt ein Schock für mich.
Da eine normale Kommunikation mit der KM ja leider nicht möglich ist überlege ich aber durchaus das JA anzurufen und unsere SA zu bieten mit Ihr darüber zu sprechen. Wenn ich es mache bringt es nichts vor der SA hat Sie aber anscheinend ein wenig Respekt. Ob das allerdings etwa bringt, keine Ahnung. (Anwätin ist klar.)
Umgang hat er mehr als "normal" üblich (jeden Mi. 14 Uhr - Do. 9 Uhr (Kita), jeden Sonntag 11-18 Uhr und alle zwei Wochen von Sa. 11 Uhr - So- 18 Uhr.) und ich habe immer versucht das zu fördern, weil er, wie babbedeckel auch schrieb, seine Mutter liebt. Es ist halt frustrierend immer wieder solche Aktionen zu erleben und es tut mir weh zu sehen das Sohnemann für die Auseinandersetzung zwischen KM und mir "misbraucht" wird.
cu, baxter
Ein toller Text. Leider werden die Kinder viel zu oft bei Trennungen links liegen gelassen bzw für die Zwecke der Eltern missbraucht. In einer Scheidung sollten die Kinder und ihre Bedürfnisse immer an erster Stelle stehen. Natürlich ist das scher, speziell in so einer emotionalen Situation wie einer Trennung, aber man muss eben versuchen seine Bedürfnisse hinten anzustellen.
