Hallo liebes Forum,
ich bin im Moment ziemlich durcheinander. Es geht um die Kommunion der Kleinen meines LGs. Seit Wochen bin ich auch eingeladen und gestern hatten mein LG, die Kleine, die Ex, Ex's Freund, Patenonkel und dessen Frau ein Treffen im Restaurant, in dem gefeiert wird. Es ging um's Essen und es wurde der Ablauf des Tages besprochen (morgen in 2 Wochen).
Jetzt holt mein LG heute die Kleine ab und da eröffnet ihm die Ex, dass sie es sich heute Nacht überlegt hätte, dass ich doch nicht kommen soll. Er könne ihr das nicht antun (ich war mehr oder weniger Trennungsgrund) und ihr Vater würde dann wahrscheinlich auch gehen, wenn ich da auftauchen würde. Mein LG war total perplex. Damit hatte er nun überhaupt nicht gerechnet. Er hat ihr dann die Meinung gesagt und was ich einerseits rührend, andererseits aber auch furchtbar finde war, dass die Kleine total Partei für mich ergriffen hat. Sie hat dann zu ihrer Mutter gesagt "Ja aber XY (ihr Freund) kommt doch auch!" Ja, das sei natürlich was anderes, war dann ihre Antwort drauf.
Die Kleine hat auf dem Heimweg deshalb sogar weinen müssen und es ließ ihr keine Ruhe und sie hat ihre Mutter dann nochmal angerufen. Sie hat dann gesagt, dass sie aber will, dass ich dabei bin und wenn ich nicht kommen darf, dann soll der Freund der Mutter aber auch nicht dabei sein. Entweder beide oder eben keiner.
Jetzt will mein LG nochmal mit der Ex reden, aber ob es was bringt. Es ist ja sowieso schon so total furchtbar auch für mich, dass sich jetzt deswegen gestritten wird. Mein LG will, wenn ich sie auf ihrer Meinung beharren sollte, dann auch nur zur Kirche und danach ist für ihn die Kommunion dann beendet. Armes Kind. Das will ich ja auch nicht.
Ich bin gerade total ratlos....
LG,
NmF
Hi NmF,
das ist einer der klassischen Punkte, bei denen Du Dich raushalten solltest, in meinen Augen zumindest. Das ist ein Problem auf der Paarebene, ausgehend von der Ex Deines LG, bei dem er ihr klären muss, dass es da nicht um die Befindlichkeiten von ihr oder ihrem Vater geht, sondern um den Wunsch des Kindes, mit wem es feiern will.
Not your business.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Danke LBM für deine Antwort,
also "einmischen" wollte ich mich da als allerletztes. Ich überlege eben von vornherein zu sagen "Ok, dann eben ohne mich".
Ich mag's absolut nicht, der "Streitpunkt" zu sein. :thumbdown:
LG,
NmF
Moin,
ich würde nicht mal sagen "Ok dann eben ohne mich." Ich würde mich da jeglicher Stimme enthalten 😉
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo LBM,
naja, ich denke eben, dadurch wäre es eben am einfachsten geklärt. Wobei "geklärt" da ja auch irgendwie das falsche Wort für wäre.
Es ist eben auch dieses Überraschende. Letztes Wochenende hatte die Kleine ein Tennisturnier, bei dem LG, Ex und deren Freund dabei waren. Da hat sie meinen LG noch gefragt, warum ich denn nicht da sei.
Das ist eben, was ich nicht verstehe.
LG,
NmF
Hi NmF,
Du musst das auch gar nicht verstehen, *g*, denn Expartner "verstehen" ist sowieso ein unerreichbares Ziel 😉
Die Ursache könnte überall liegen. Sie hat ihre Tage, sie hat Druck durch ihre Familie, sie hat sich Tarotkarten gelegt oder die Glaskugel befragt.
Das muss Dein LG mit ihr unter 4 Augen klären.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo NmF,
Die Kleine (...) hat dann gesagt, dass sie aber will, dass ich dabei bin und wenn ich nicht kommen darf, dann soll der Freund der Mutter aber auch nicht dabei sein. Entweder beide oder eben keiner.
Respekt! Die junge Dame hat ein gesundes Empfinden für Gerechtigkeit. Denn jetzt mal ganz offen geredet - hierbei ...
"Ja aber XY (ihr Freund) kommt doch auch!" Ja, das sei natürlich was anderes, war dann ihre Antwort drauf.
... redet die Ex einfach nur Quatsch mit Soße (und da drücke ich mich noch freundlich aus).
Was mir in der Sache einfällt: Wäre es eventuell möglich, dass dein LG den Pfarrer bittet, zwischen ihm und der KM zu vermitteln?
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Danke LBM,
jetzt habe ich das erste Mal seit dem Anruf gelacht 🙂
Danke Malachit auch für deine Antwort,
ja, über den Gerechtigkeitssinn bin ich auch wirklich sehr gerührt. Denn immerhin hat sie den Freund ihrer Mutter fast 7 Tage die Woche um sich, während sie mich alle paar Wochen mal sieht.
Bei der Vermittlung durch den Pfarrer bin ich mir nicht sicher, ob das funktioniert. Mein LG kennt ihn noch nicht einmal. Hast du damit Erfahrung?
LG,
NmF
Hallo,
ich denke da sollte der Wunsch des Kindes berücksichtigt werden. Es ist ihre Feier und sie soll auch die Möglichkeit haben einzuladen.
Wie war die Einladung überhaupt? Hat die Mutter eingeladen oder das Kind? Und hast du auch eine Einladung bekommen? Wenn das Kind eingeladen hat und dich auch, dann würde ich versuchen der Mutter zu erklären, das das Kind diesen Wunsch geäußert hat und das man diesen Wunsch auch ernst nehmen sollte. Immerhin ist es ihre Feier.
Sophie
Hallo Sophie, danke für deine Antwort.
Für die Kleine war es selbstverständlich, dass "wir" (also ihr Papa und ich) zu ihrer Kommunion kommen. Eine Einladung haben "wir" aber nicht bekommen, die haben aber auch nur die bekommen, die weiter weg wohnen. Alle anderen wurden mündlich eingeladen.
Mein LG sagt auch, dass es eben IHRE Feier ist und sie neben dem Essen eben auch die Gäste bestimmen darf und soll. Eben am Telefon meinte er zu mir "Ich war echt total perplex, als sie so damit ankam". Im Hintergrund ruft die Kleine "ICH AUCH!!!!".
LG,
NmF
Hallo NmF,
Bei der Vermittlung durch den Pfarrer bin ich mir nicht sicher, ob das funktioniert. Mein LG kennt ihn noch nicht einmal. Hast du damit Erfahrung?
Nein, keine eigene Erfahrung damit. Ich dachte mir nur einfach: Ein Pfarrer ist ja nun u.a. ein Seelsorger, der sich um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmert. Insofern könnte ihn die Geschichte schon berühren - schließlich geht es hier um die Sorgen und Nöte des Kindes, dem er die Heilige Kommunion spenden soll. Auch wenn dein LG ihn nicht kennt - einfach mal anrufen, Situation schildern, und fragen ob er Rat weiß? Er braucht ja nicht direkt und förmlich um ein Vermittlungsgespräch zu bitten, besser ist vermutlich ihn zu fragen, wie man sich nun hier aus christlicher Sicht verhalten soll.
Hm, dabei fällt mir gerade ein, er sollte sich beeilen mit dem Anruf. Wenn ich seine Tochter richtig einschätze, kommt ihm das Mädel sonst noch zuvor mit Fragen an den Pfarrer 😉
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
*äh*
Heilige Kommunion ist doch recht katholisch, oder? Meinst Du, der wird da auf die Eltern einwirken, ihre neuen Partner beide teilhaben zu lassen? Sodom und Gomorrha in seinem Gotteshaus?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo
Ich an deiner Stelle würde freiwillig zuhaus bleiben aus dem Grund, es muss doch schrecklich für dich sein zu wissen das du auf dieser Feier gar nicht wilkommen bist.
Meine Frau würde sich das nicht antun auf eine Feier mit zu kommen wo sie weiss,daß sie dort nicht wilkommen ist auch war sie bisher auf keinem Geburtstag von meiner Tochter und auch nicht auf der Einschulung, nicht weil sie nicht eingeladen wurde, sondern, weil sie meine Ex und ihre Familie nicht mag und schon Jahre mit mir erlebt wie diese Familie tickt.
Aber das dein Freund dann auch noch wie ein bockiges kleines Kind reagiert und sagt das er dann auch nicht an der Feier teil nimmt, wenn du nicht kommen darfst finde ich nicht schön. Es ist seine Tochter und wie er schon sagte ihre Feier, also hat er auch an ihrer Feier dran teil zu nehmen.
Lg
Hallo LBM,
eins vorweg - ich gehöre weder dem katholischen noch sonst einem vergleichbaren Verein an; und es war eine bewusste Entscheidung im Alter von dreißig Jahren, meiner damaligen Glaubensgemeinschaft den Rücken zu kehren. Allerdings, das hier mag ich so nicht im Raum stehen lassen:
Heilige Kommunion ist doch recht katholisch, oder? Meinst Du, der wird da auf die Eltern einwirken, ihre neuen Partner beide teilhaben zu lassen? Sodom und Gomorrha in seinem Gotteshaus?
Nun, ich habe ja auch nicht vorgeschlagen, dass er bei Benedikt Nr. 16 höchstpersönlich anfragen soll. Der freilich könnte da nur strikt ablehnen, alles andere würde ja einen Präzedenzfall schaffen, und so weiter. In diesem Fall kommt es aber m.E. sehr darauf an, an welche Art von Pfarrer man gerät, und nach allem was ich weiß, gibt es und gab es zu allen Zeiten erstaunlich viele Geistliche, die das nötige Gespür und Fingerspitzengefühl haben, um kirchliches Dogma und menschliches Leben unter einen Hut zu bringen - auch und gerade dann, wenn ersteres bei wörtlicher Auslegung so recht überhaupt nicht mit letzterem zusammenzupassen scheint.
Nebenbei bemerkt vermute ich: In erster Linie durch genau diese erstaunliche Fähigkeit hält sich der Laden seit zweitausend Jahren auf diesem Planeten.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Hallo Furbie,
danke auch für deine Antwort. Das mit dem nicht willkommen sein war auch mein Grund lange zu sagen, "ich überlege es mir". Jetzt hatte es sich aber so entwickelt, dass ich auch ganz selbstverständlich seit Monaten auf der Gästeliste stehe und am Freitag, als dann die finale Liste nochmal durchgegangen wurde, auch kein Pieps von der Ex kam. Ihre Gründe, die ihr da so über Nacht und kurzfristig in den Sinn kamen, kann ich nicht nachvollziehen.
Es sind insgesamt 23 Leute, und da bin ich dann bei 2-3 nicht willkommen. Soll ich deshalb drauf verzichten? Ganz ehrlich: ich stehe da drüber. Womit ich allerdings nicht klar käme und was mein Hauptgrund wäre, nicht dorthin zu gehen wäre, wenn der Vater der Ex und sie selbst da austicken und es nicht gut endet für die Feier. Das täte mir für die Kleine so leid.
Die erste Reaktion meines LGs war sicher nicht die beste, aber man muss sich das vorstellen: er steht bei Ex in der Wohnung, holt die Kleine ab und sie faselt dann was von "ach übrigens, ich habe es mir heute Nacht überlegt..." Ihm und der Kleinen sind da ja die Kinnlade runtergefallen, da sie nie etwas auch nur angedeutet hatte.
LG,
NmF
Kurzes "Update":
er hat sie dann heute nochmal angerufen um zu fragen, wann sie sich denn mal in Ruhe unterhalten könnten. Darauf ist sie gar nicht erst eingegangen. Das Thema scheint für sie erledigt zu sein.
Gerade am Telefon meinte die Kleine dann aber wieder zu mir, dass sie will, dass ich auch da bin und wenn ich nicht da bin, dann soll Ex' Freund auch nicht kommen. Und es sei überhaupt nicht "was anderes" wie ihre Mama behaupten würde, weil wir gehören beide gleich viel oder gleich wenig zur Familie.
Ich bin ja nur mal gespannt, ob sie jetzt die Zeit nutzt um die Kleine noch zu bearbeiten und vom Gegenteil zu überzeugen. :exclam:
LG,
NmF
Hallo NmF
Wie wäre der "Kompromiss" wenn du mit zu der kirchlichen Feier gehen würdest aber dann eben nicht mit zur Feier mit der Ex?
Anscheinend bedeutest du der Tochter von deinem LG doch viel und so kannst du ihr zeigen, dass du dich für ihr Leben interessierst und an den ihr wichtigen Feierlichkeiten auch teilnimmst. Du kannst also dabei sein und ihr damit deine Wertschätzung zeigen.
Wenn die Ex/der Vater der Ex sich so infantil und entgegen dem Wunsch der Kleinen (deren Wünsche an diesem Tag absolute Priorität haben sollte! ) verhalten müssen, dann kann dein LG das dem Kind auch so erklären, dass es sich nicht schlecht fühlen muss.
Und ein herumzickender Großvater/herumzickende Mutter ist an einem solchen Tag nun wirklich nicht akzeptabel.
Natürlich ärgerlich, wenn sie sich nicht selbst kontrollieren können sondern du es "übernehmen" musst, dass die Situation nicht eskaliert indem du der Familienfeier fern bleibst... .
Dein LG sollte zur Feier gehen.
Nicht hinzugehen ist keine Strafe für die Ex sondern eine Strafe für seine Tochter und DAS wird er bestimmt nicht wollen!
Viele Grüße,
Cor
Moin,
da mische ich mich noch mal ein. Grundsätztlich finde ich, da der Wunsch des Kindes so klar formuliert wurde, dass es keinerlei Grund gibt, vor der Ex einzuknicken. Nur ist das ein "Kampfplatz" des KV ganz allein.
Ich vermute mal, dass die Eltern sich die Kosten der Feier teilen? Ist sicherlich auch noch ein Aspekt, der mit rein spielt. Zahlt KM allein, dann wird es sicherlich noch etwas schwieriger, das durchzusetzen was einzig richtig wäre.
Gruß, LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Cor,
vielen Dank für deine Antwort - darüber grübel ich die ganze Zeit nach... Vielleicht werde ich es tatsächlich so machen. Vielleicht...
@LBM:
Nein, die Kosten teilen sich mein LG und der Patenonkel. Die Ex zahlt nix.
Mittlerweile glaube ich aber, dass dahinter ein System steckte. Es wäre die erste richtige Familienfeier gewesen, bei der ich dabei gewesen wäre. Mein LG hat heute Vormittag den Patenonkel angerufen und bei dem nachgefragt, ob er wüsste, was vorgefallen sei. Der gab sich unwissend und meinte nur, dass er keine Partei ergreifen würde (haha), aber wenn ICH (wohlgemerkt ICH) mir nicht denken könnte, dass ich einen Störfaktor darstellen würde und wegen mir es auf der Feier dann zu einer Konfrontation mit dem Schwiegervater käme, würde ich mir wohl gar keine Gedanken machen, was ich der armen Kleinen damit zufügen würde.
Ich habe daher den Eindruck, dass ich eingeladen wurde, um mich tatsächlich dann im letzten Moment wieder auszuladen.
LG,
NmF
Ganz ehrlich,
bei mir würde es heißen: Wer bezahlt, bestellt auch.
Wenn Ex nix zahlt hat sie auch nix zu melden.
Dein LG übernimmt die Hälfte der Kosten, darf beim essen nicht mitreden und dann noch nicht mal sagen: Meine Partnerin wird genauso, wie der LG der KM an der Feier teilnehmen.
Entweder zieht er dann seine Zusage zum zahlen zurück und übernimmt nur die Kosten für die Menschen, die er "eingeladen" hat oder ihr macht euch am nächsten möglichen WE einen schönen Tag und feiert mit der kleinen Großen nochmal zu dritt in nem Nobelschuppen 😉
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
