Ich bin seit Wochen am überlegen was ich am besten in meiner Situation tuen soll und ich komme nicht auf einen grünen Zweig. Ist denn von euch einer in einer ähnlichen Situation und kann mir Helfen bzw. einen psychologischen Tipp bezüglich meiner Kinder geben?
Zur Situation:
Mein Sohn (6) und Tochter (4) leben bei der Mutter. Ich sehe die Kinder einmal im Monat und in meinem Urlaub. Die Kinder verwarlosen und haben keine Erziehung. Die Kinder kennen auch kein geregeltes Leben. Sie schlafen abwechselnd bei den drei Schwestern der KM, ab und an in der Türkey und ab und an bei der KM und Eltern. Die Kinder sind in einem ganz Tages Kindergarten. Die KM tut noch nicht einmal für die Kinder kochen (Mc'Donalds und Pizza Hut ist ja einfacher). Die Kinder sind sich selbst überlassen und geniesen keine Beschäftigung bzw. Spielen. Ihnen wurde bei gebracht wenn es dunkel ist ins Bett zu gehen. d.h. im Winter um 17:00 und im Sommer um 22:00. Bei der KM haben die Kinder einen Videorecorder und Fernseher im Zimmer und dürfen Fernsehen so lange und was immer Sie wollen..
*sniff aber alles wahr
So und jetzt zu mir. Ich habe natürlich ganz andere Vorstellungen von Kindererziehung. Seit Wochen zermartere ich mir das Hirn was ich am besten tuen kann, wenn die Kinder bei mir sind. Ihnen geht es gut bei mir und Sie freuen sich auch total und sind glücklich wenn Sie bei mir sind. Anscheinend reicht es wenn ich nur da bin und wenn Sie morgens aufstehen und wissen *ups der Papa ist ja da. Mein Problem ist aber das ich Erziehung für die Kinder will und daher auch strenger zu den Kindern bin als KM. Immer wieder bringe ich Ihnen die Worte "Bitte" und "Danke" bei. Wenn die Kinder länger bei mir sind, dann gehen Sie auch zu gereglten Zeiten ins Bett und Fernsehen gibts nur 1 Stunde am Tag.
Aber....
Wenn Sie nach einem Monat wieder da sind, dann muss ich von vorne anfangen 🙁
Und das reibt auf und ist sehr anstrengend. Wie soll ich mich verhalten? Ich kann doch meine Kinder nicht auch verwahrlosen lassen?
Ich mache mir auch sehr große Sorgen. Meine Tochter macht eigentlich alles nach was mein Sohn macht. Sie "läuft" nur mit und scheint überhaupt kein Bezugspunkt zu haben. Sie kann sich auch mit nichts beschäftigen, was ich natürlich fördern will. Mir ist nur aufgefallen, dass Sie mit Absicht in die Hose pinkelt um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich merke dass und versuche mit beiden zu spielen und beide Geborgenheit zu geben aber es scheint nicht richtig zu funktionieren. Meine Tochter will eher alles kaputt machen, beim Spielen und ärgern und streiten. Habt Ihr ne Idee? Mach ich was falsch ?
;(
Hi Feussi,
denkst du über dich, du machst etwas falsch oder ist es nur das Gefühl du kommst nicht weiter?
Eine Monat Zwischenzeit ist natürlich happig. Versuch doch mal auf dem guten Weg mit deiner EX vielleicht eine andere Regelung zu treffen (Zähne beissen und durch). Greif sie aber nicht an und erklär ihr nicht warum.
Die jetztige Zeit würde doch passen mit den Kindern vielleicht ins Schwimmbad zu gehen. Mach das mal mit den Kindern, wenn sie Spaß haben, werden sie das schon von der Mutter fordern. Wenn Papa dann zwei Handtücher weiter liegt, werden die Kids kommen und sie kann nicht mal etwas dagegen machen. So klaust du ihr wenigstens noch ein paar Minuten.
Gruss
micmac
Hallo Feussi,
du machst nichts falsch. Die Kids wachsen bei der Mutter, bei den Tanten und bei der Oma auf. Die Oma beschwert sich bei dir, daß die Kinder bei ihr untergebracht sind und die Tochter ständig abhaut.
Wie willst du in dieser kurzen Zeit und mit so großen Abständen den Kindern eine "normale" Erziehung mitteilen?
Das ist nicht zu schaffen. Du kannst immer wieder mit gutem Beispiel vorangehen und den Kindern deine Vorstellungen näher bringen. Sie sind noch sehr klein und sind kaum in der Lage sich auf jemanden einzustellen. Sie hängen quasi völlig in der Luft.
Kids brauchen eine sichere Rückendeckung. Du willst sie ihnen geben, dafür habt ihr aber zu wenig für einander. Dort wo sie leben haben sie keine Beständigkeit.
Mache weiter bisher und behalte im Auge, daß die Kids bei dir gut aufgehoben sind. Gib nicht auf zu kämpfen!!!!!!!!!!
Lieben Gruß
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Ja Tina...Du hast recht... ich denke auch ich sollte es immer wieder probieren und nie aufgeben. Ehrlichgesagt bin ich schon froh das die Kinder in einem Ganz-Tages-Kindergarten sind, dann haben Sie wenigsten ein bischen was an geregeltem.
Ich gehe mit den Kindern auch Schwimmen und das nächste mal fahren wir ins Legoland 🙂
Da die Kinder am Geburtstag meines Sohnes bei mir sind habe ich der KM angeboten die Kinder Nachmittags zu holen und mir abends wieder zu bringen. Naja die Antwort könnt Ihr euch wohl denken ... einfach "Nein"...
Ich habe vor einer Sache ganz ganz große Angst...
Kinder lügen ja ab und an. Nur wenn ich das bei meinen Kindern feststelle, dann habe ich sofort Angst Sie kommen jetzt so drauf wie die KM 🙁
Aber eines Weiss ich, Sie lieben mich und vielleicht wird mal was gutes für mich und die Kinder passieren 🙂
@micmac: Stimmt, Du hast auch Recht....ich komme nicht weiter... Mal warten bis die Scheidung vorbei ist, dann werde ich nochmal mit KM reden.
Ich denke aber da geht nichts. Die fühlt sich mit Ihrem Clan und den Kinder in einer vorteilhaften Position um mich kaputt zu machen. Bei der spielen die Kinder keine Rolle.
Sollte der Mutter keine Unterhalt zugesprochen werden, kann ich mir gut vorstellen dass
die nächsten Schikanen und Demütigungen wieder los gehen..
War in der Vergangenheit so...und kann nicht glauben da änder sich was...
Gruss,
Christoph
