Hallo, Leute,
ich habe hier noch kaum was von mir selber geschrieben, aber ich glaube, wenn ichs weiter in mich reinfresse, dann dreh ich durch.
Deswegen muß ich jetzt einfach mal meinen aktuellen Frust runterschreiben - ohne Fragen.
Meine Geschichte mit den Hintergründen schreib ich später mal rein.
Also ich habe meinen jetzt fast 6-Jährigen Sohn seit fast 2 Jahre im 55/45 - Modell bei mir. Davor (bei Trennung war er 2,5 Jahre) war er ganz bei mir (Ex ist mit Stiefsohn ausgezogen - Mitnahme von Sohnemann konnte ich verhindern).
Jetzt sollte er natürlich in die Schule kommen - da ich weiß, dass Ex ihn am Liebsten in eine anthroposophischen (Waldorf-) Schule stecken möchte, und ich genau das aus diversen Gründen strikt ablehne, hatten wir schon letzte Jahr wieder mal Mediation zu dieser Frage zu bewerkstelligen.
Ich habe natürlich wieder die ganze Arbeit gehabt, und eine Reihe von auch für Ex akzeptablen Alternativen recherchiert. Dabei haben wir eine Schule gefunden, die sogar die KM als die am betsen geeignete für Junior annahm. Ich war sowieso schon überzeugt: Es ist eine evang. Ganztagsgrundschule mit intergrierten Klassen im Jahrgangsübergreifenden Unterricht. Dei Leher dieser Privatschule sind einfach super engagiert und es hätte auch in vielerlei anderer Hinsicht super gepasst: lag genau in der Mitte zw. Ex und mir, man hatte das Modell beibehalten können, ci hätte meine Arbeit bis auf wenige Einschränkungen weitermachen können.
Leider gab es viel mehr Bewerber um die 62 Plätze und es wurde gelost.
Nun haben wir die Mitteilung erhalten, das J. nicht in diese Schule gehen kann.
Jetzt bin ich erst mal wie paralysiert, und weiß nicht wie es weitergehen soll. Ich könnt heulen.
Ich weiß, ich hätte mich nicht so an diese Schgule klammern sollen - habe ich auch rationell nicht - aber die Hoffnung beruhte eben doch darauf.
Zu allem Überfluß rief mich dann mein Sohn von der Mutter aus an (sie hatte die Nachricht auch erhalten) und zählte drei Möglichkeiten (Staatl.GS bei mir, bei Ex und in der Mitte, bis ein Quereinstieg in die Wunschschule möglich ist)) auf - sagte aber gleich dass er gerne in die Schule bei seine Mam gehen wolle, weil der dann öfer da wäre.
Als ich ihn heute abend abgeholt habe, sagte er es wieder ganz deutlich, dass er mehr bei Mama sein wolle. Ich habe ihm gesagt, daß wir uns dann ganz gründlich mal darüber unterhalten würden, damit ich weiß, wie sehr er sich das auch dauerhaft wünscht.
Ich habe meinem Sohn immer versucht beizubringen, seine Wünsche zu erspüren und diese auch zu Äussern -insbesondere, was den Umgang mit seine Eltern angeht - und das es auch ok wäre, wenn er mal zu Mama gehen wollte etc. - natürlich einigermassen Kindgerecht.
Doch nun ist es soweit- er äussert sich , und es tut mir nur noch weh ;( .
Ich fühl mich einfach nur Leer und überlege dann eben alles fahren zu lassen. Ich bin total frustriert - zumal (in diesem Moment) ich nicht einmal weiß, wie ich eine Betreeung nach der Schule bewerkstelligen soll. Ich würde ja gerne Teilzeit arbeit - allerdings ist ein formvollendeter Antrag auf ebendiese mit Pauken und Trompeten undf schriftlich von meinem AG abgelehnt worden.
Soll ich den Job schmeissen - wie käme ich dann hin (bin auch nicht mehr der Jüngste und finde so schnell wohl nichts adäquates - was die Kohle angeht).
Oder kann ich Elternteilzeit erzwingen (7-8 Monate Erziehungsurlaub sind theoretsisch noch nicht aufgebraucht)?
Was ist, wenn er wirklich zur Mutter (hat noch nicht mal ein Kinderzimmer für ihn-nur eine Ecke in ihrem Schlafzimmer) will - was habe ich falsch gemacht (ich bin mir 100% sicher das es für unseren Sohn das Beste war, wie es bis heute war - mag sein das sich das inzw. geändert hat)
Mir drehen sich die Gedanken nur so im Kopf herum .
Danke für Eure Aufmerksamkeit.
Haddock
Hi,
Jetzt sollte er natürlich in die Schule kommen - da ich weiß, dass Ex ihn am Liebsten in eine anthroposophischen (Waldorf-) Schule stecken möchte, und ich genau das aus diversen Gründen strikt ablehne, hatten wir schon letzte Jahr wieder mal Mediation zu dieser Frage zu bewerkstelligen.
Waldorfschule ist nicht gleich Waldorfschule, da gibt es große Unterschiede. Hast Du Dir die besagte Schule schon angeschaut und kennst das Konzept?
Ich war sowieso schon überzeugt: Es ist eine evang. Ganztagsgrundschule mit intergrierten Klassen im Jahrgangsübergreifenden Unterricht. Dei Leher dieser Privatschule sind einfach super engagiert und es hätte auch in vielerlei anderer Hinsicht super gepasst: lag genau in der Mitte zw. Ex und mir, man hatte das Modell beibehalten können, ci hätte meine Arbeit bis auf wenige Einschränkungen weitermachen können.
🙂 Diese Schule kenne ich, da geht meine Tochter hin. Übrigens ganz aktuell: Die Klassen werden jetzt von 1-3 gemischt, nicht wie anfänglich geplant von 1-4.
Leider gab es viel mehr Bewerber um die 62 Plätze und es wurde gelost.
Nun haben wir die Mitteilung erhalten, das J. nicht in diese Schule gehen kann.
Warte mal ab, der Junge kann noch "nachrutschen", war bei uns auch so. Der Anruf kam ziemlich spät – ich meine im Mai. Es gibt jedes Jahr Kinder, die bis August wieder abgemeldet werden. Auf jeden Fall solltest Du im Schulbüro noch mal klarstellen, dass weiterhin Interesse besteht und der Junge auf die Warteliste kommt. Ich meine, auf der Absage müsste auch schon so etwas draufstehen?
Deine Enttäuschung kann ich aber gut verstehen, denn nach einer Alternative musst Du auf jeden Fall suchen.
Zu allem Überfluß rief mich dann mein Sohn von der Mutter aus an (sie hatte die Nachricht auch erhalten) und zählte drei Möglichkeiten (Staatl.GS bei mir, bei Ex und in der Mitte, bis ein Quereinstieg in die Wunschschule möglich ist)) auf - sagte aber gleich dass er gerne in die Schule bei seine Mam gehen wolle, weil der dann öfer da wäre
Doch nun ist es soweit- er äussert sich , und es tut mir nur noch weh
Du hast geschrieben, dass Du den Sohn 2,5 Jahre ganz bei Dir hattest und es nun eine 55/45 Betreuung gibt. Es könnte doch sein, dass der Junge noch ein bisschen mehr "Mutter" braucht oder/und einfach Nachholbedarf hat.
So wie Du Dich liest, machst Du Dir viele Gedanken und bist ein verantwortungsvoller Vater. Dein Sohn wird Dich ganz sicher nicht weniger lieben als die Mutter.
Lass mal ein paar Tage vergehen und sprich mit ihm.
Ich drücke jedenfalls die Daumen und hoffe, es klappt doch noch mit besagter Schule.
Gruss
sky
Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Daraus folgt: Je mehr Käse, desto weniger Käse 
Hallo, Sky (übrigens - ich "liebe" deinen Signaturspruch!)
danke für deine Worte - die geeignet sind, mir ein wenig mehr Hoffnung zu machen.
Mit deinem Einwand bzgl. der Steinerschulen hast du schon recht. Aber: Ich kenne alle Hamburger Schulen ganz gut von Berichten einiger Eltern deren Kinder dahin gehen/gingen und die eine Schule, die zur Disposition stand, sogar aus dem Innenverhältnis heraus.
Meine Ex entstammt einer Waldorffamilie, mein Stiefsohn (heute fast 18) geht heute noch dahin und ich war öfters auf den dortigen Verantaltungen und auch diversen Elternabenden zugegen. Leider habe ich mich erst nach der Trennung intensiv mit dem Thema "Waldorfpädagogik Pro u. Contra" auseinandergesetzt. Schade, wennn ich es früher getan hätte, wären sicherlich einige Auseinandersetzungen mit meiner Ex zu dem Thema angesagt gewesen - 😛 und es hätte nicht geheißen : Du hast gar nicht mehr mit mir gesprochen , mich wahrgenommen und was sonst noch als Rechtfertigung für krankhaftes in der Gegend rumge****e herhielt !?!
Aber Waldorf-Schule ist kein Thema mehr - ich konnte mich durchsetzen (ich nenne es überlegte Konsequenz , sie nennt es Unbeweglichkeit und blinde Sturheit).
Auf das Nachrutschen werde ich jetzt auch setzen, schön zu hören, daß es bei Dir geklappt hat .
Ich sehe nun auch wieder etwas klarer. Ich denke, wir werden den Kleinen erstmal in einer Schule in der Nähe des jetzigen Kindergartens/Horts anmelden, damit er nicht auch noch einen neuen Hort besuchen muß. Hätte den Vorteil, daß wir unser jetztige Modell beibehalten könnten.
Parallel an einer Schule bei mir und an einer Schule bei Ihr.
Sie hat schon angedeuted das sich in der Betreuung dann ja etwas ändern müsste - na mal abwarten. Ich würde immer noch auf ein wochenweisen Wechsel umsteigen können.
Entscheident für den Bestand einer Regelung wird aber immer die "Verträglichkeit" für den Jungen sein.
Was seinen Wunsch angeht, mehr bei der Mutter zu sein, sehe ich, nach vorsichtigem Abklopfen, etwas klarer: eigentlich geht es ihm darum längere Intervalle bei ihr zu sein - offenbar kommt jetzt die Zeit, wo er einfach länger am Stück seine Projekte (Lego-Raumschiffe etc) verfolgen möchte, als das im Moment möglich ist.
Aber vielleicht hast du recht, das er etwas Zeit nachholen will
Ich habe seine Mutter angesprochen, ihr von dem Wunsch erzählt, und angeboten ihn eine gewisse Zeit einen bis zwei Tag(re) später bei ihr abzuholen (nach meiner Rechnung würde es eine Weile dauern, ehe das Verhältnis 55/45 zu meinen Ungunsten kippt).
Die will aber nicht (das könnte das wöchentliche Ausschlafen und das vorabendliche rumsumpfen ja gefährden 😉 )!
Ich sehe jedenfalls wieder etwas klarer, obwohl ich akut ein merkwürdiges anderes Problem habe (Topic: Gerüchte, schockierend ....)
Aber ich nehme dein Daumendrücken mit Freuden entgegen.
Ich berichte dann.
Gruß
haddock
