Guten morgen zusammen,
oder sollte die Überschrift lauten: "Mein Junge hat aufgegeben"
Ich versuche Euch mal eine sehr lange Geschichte kurz darzustellen.
Nach meiner Trennung von DEF wohnen zwei, 13 und 16, (bald drei, die 17 jährige kommt) von fünf Kindern (Zwillies von 8 bei DEF) bei mir.
Die 16 und 17 jährigen sind Kinder aus DEF´s erster Ehe, welche ich adoptiert habe. Das wurden meine Kinder!
Beide haben ein extrem gestörtes Verhältnis zu DEF (daher auch der Auszug der 17 jährigen; Gründe: 100erte). Sie gehen auch Weihnachten wohl nicht zu ihr rüber!!!
Die 17 jährige hatte/hat (da man das wohl nie verliert) mit 12 Anorexie (Magersucht), kam 3 Monate lang in die stationäre, ein halbes Jahr später nochmal. Sie hat wieder Gewicht, nimmt aber noch Antidepressiva. Das ist aber alles ein Thema für sich.
Der 16 jährige machte nach der Trennung einen Suizidversuch, mit 14.
Stationäre Aufnahme war aber nicht von Nöten (Nach Absprache mit Klinik). Ging aber in die ambulante Theraphie.
Dann letztes Jahr, abrutschen in der Schule (10. Klasse Realschule), Mathe 6, Physik 5, Musik 5.
Ärger mit Lehrern, mit mir, mit DEF, mit Freundin usw. Er fing das ritzen an. (Depressionen)
Nach Rücksprache mit seinem Therapheuten, ging er freiwillig, stationär, in die Klinik, in den geschützten Bereich.
Dort kam er in Kontakt mit Drogensüchtigen, probierte in der Zeit selber etwas davon, das flog dort auf, er wurde nicht in
die anschliessende offene Klinik übernommen.
Er ging wieder zur Schule, fing das dealen an (schnelles Geld), wurde verpfiffen, flog von der Schule.
Ich ging den gesamten schweren Weg mit ihm zusammen. Zu Therapheuten, Schulseelsorgern, -direktoren, -lehrern.
Ich konnte eine neue Schule für ihn finden. Er machte dort seinen Abschluß "ohne" rote Noten!! 🙂
In der Zwischenzeit kam es natürlich zur Anzeige wegen dealens. Vernehmung, Hausdurchsuchung, Gerichtsverfahren (Urteil: sozial Stunden und Geldstrafe, statt Dauerarrest).
Ich konnte ihm ne Lehrstelle vermitteln, welche er auch gerne annahm, obwohl er von denen zu Mathenachhilfestunden "gezwungen" wurde (Teil des Ausbildungsvertrages). Wir haben das umgesetzt, einmal die Woche für 90 Minuten (100€ im Monat)
Alles war eigentlich eingetütet, er ging zur Lehre, fing an seine sozial Stunden abzuarbeiten, bezahlte selber die Geldstrafe, ging zur Nachhilfe.
Aber, der Weg zur Lehrstelle ist weit (45´ Busfahrt), die Nachhilfe ist lästig, die sozial Stunden an Samstagen (wegen der Lehre nicht anders möglich).
Von seinem Lehrgeld gehen Gelder ab (Steuern usw), andere verdienen mehr. Ich zahle Busmonatsticket, Nachhilfe, er hat frei Kost und Logie, er zahlt seine Klamotten.
Dann kam die Berufsschule (Blockunterricht). Die war noch weiter weg (90´ Minuten Busfahrt).
Alles fing an Ihn zu nerven.
Dann bekam er ne Virusinfektion (ich berichtete). Er ging nicht mehr zur Berufsschule, holte sich fast täglich Atteste.
Dennoch ging er fast täglich aus (Freunde, Weihnachtsmarkt)
Nachhilfe hat er blau gemacht, letzte Woche keine sozial Stunden. Für beides bekam er noch nachträglich Atteste.
Natürlich habe ich mit ihm geredet, aber es kam: "Meine Gesundheit ist mir egal, Genesung interessiert mich nicht, ich lebe so weiter, bis ich drauf gehe"
Dennoch ging er vorletzten Monatg wieder zur Schule (wenn ich ihm glauben darf), dann wieder Krankmeldungen.
Letztes Wochenende, riesen Streß mit seiner Freundin, dann Trennung von ihm aus.
Er gab sich immer weiter selber auf, kein Bock mehr, alles nervt, kein gutes Zureden oder Schimpfen half.
Diese Woche für Mittwoch-Freitag keine Atteste mehr (da er zu spät beim Arzt war, Türen waren schon zu). Warnungen über die Auswirkungen auf seine Zukunft von mir, waren ihm aber egal.
Heute sozial Stunden, er geht nicht: "Keinen Bock, dann geh ich halt in den Knast"
Jaja, ich weiß, ich hätte vielleicht früher Hilfe einschalten müssen, aber wenn man im täglich Leben steht, kommt immerwieder "Gottvertrauen", Hoffnung auf. Rückwirkend betrachtet sieht das natürlich anders aus. Aber diese Situation erwächst und ist nicht plötzlich so da, wie ich es Euch jetzt schilder.
So, ich werde gleich versuchen, mit ihm zusammen uns Hilfe zu holen. Samstags geht da aber nicht viel, vielleicht gehe ich mit ihm wieder in die Klinik
(wenn er mitspielt). Dort wäre er vor weiteren Folgen seines Handelns geschützt, "wir" könnten sofortige Hilfe bekommen, ich käme etwas zur Ruhe.
Ansonsten werde ich am Montag, mit dem Jugendamt ne Lösung finden. Die kennen dort unsere Situation, über die neusten Entwicklungen wissen die aber noch nix.
Ich alleine bekomme den Jungen nicht mehr motiviert, egal was ich anstellen (mal Zuckerbrot, mal Peitsche).
Mir alleine gehen die Optionen aus.
So, das Haus erwacht langsam, ich werde mal sehen was ich heute machen kann (da war eigentlich auch Möbel kaufen, für die 17 jährige angesagt).
Wäsche läuft bereits, eingekauft ist auch alles soweit, kochen kommt noch.
Danke fürs zuhören, ich melde mich vielleicht mal, um zu berichten wie es weiter ging.
Gruß
P45
P.S.
Mein "Herzinfarkt" liegt schon 4 Wochen zurück und all das oben gesagte ist nur ein Teil des Auslösers.
Ich mache keinen, von den oben genannten, dafür persönlich verantwortlich, nur die gesamt Situation und noch anderes.
Also kommt bitte nicht auf den Gedanken.
Klar hat das auch meine Kinder getroffen und klar ist das auch mit ein Grund für das Verhalten meines Jungen.
Aber das zieht nicht als alleinige Erklärung.
Wenn ein Mann sich von seiner Frau trennt, ist er ein Schuft.
Wenn eine Frau sich von ihrem Mann trennt, ist er auch ein Schuft, denn sonst hätte sie sich ja nicht von ihm trennen müssen.
Moin-Moin Papa4Five,
das war eben eine harte Geschichte! Dein Nickname ist mir ein Begriff und daher habe ich es gelesen. Du scheinst immer einmal mehr aufzustehen, wie du hinfällst. :thumbup:
Ich wünsch dir viel Kraft, Kraft, Kraft, .... und nochmal Kraft!
LG
lotz ejong
Mannomann, du hast wirklich so einiges zu schleppen.
Meinen absoluten Respekt.
Ratschläge für dieses Problem gibt es sicher tausende oder auch gar keine.
Im Moment stürmen ja auch sowieso schon tausende Leute auf ihn ein, die ihm sagen, "du musst" oder "du solltest".
Und das in einer Phase, in der man sich eigentlich auf sich selbst konzentriert und die Zwänge, die man aus dem elterlichen Nest kennt, abschütteln will.
Er fühlt sich vermutlich im Moment restlos überfordert und jeder der jetzt noch kommt und noch mehr von ihm fordert oder in eine Richtung schieben will, von ihm als zusätzliche Belastung angesehen wird.
Auch wenn es in dieser Lage kaum etwas zu empfehlen gibt, würde ich im Moment vielleicht versuchen, nicht zu solch einer Belastung zu werden.
Dränge ihn nicht, sondern sei einfach da.
Biete dich an aber dränge dich nicht auf.
Biete ihm an, ihm bei der Lösung seiner Probleme zu helfen aber löse sie nicht für ihn.
Hilf ihm dabei, seine Probleme zu sortieren und zeige ihm Wege, die er gehen kann aber gehe sie nicht für ihn und nimm sie ihm nicht ab.
Lege sowohl das Zuckerbrot, als auch die Peitsche zur Seite.
Wenn du ihn mit der Peitsche zu etwas drängen willst, empfindet er dich auch als Belastung und du verlierst sein Vertrauen.
Mit dem Zuckerbrot hinderst du ihn daran, selbst die Folgen seines Handelns zu erkennen.
Er ist dabei Flügge zu werden.
Mit der Peitsche treibst du ihn aus dem Nest, mit dem Zuckerbrot hältst du ihn im Nest.
Deine Aufgabe ist es aber nicht, ihm das fliegen abzunehmen oder ihn aus dem Nest zu werfen, sondern ihm zu zeigen, wie man fliegt.
Mache ihm klar, dass er für seine Fehler gerade stehen muss aber dass er trotzdem bei dir immer liebevolle Aufnahme und Rückhalt findet.
Sei der, zu dem er kommt, wenn er nicht mehr weiter weiß.
Kraft spendende Grüße
Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
"GEMEINSAM EINSAM !" So könnte man unsere Situation wohl bezeichnen, so viele verschiedene Probleme.
Jau Papa4five, das ist schon krass und ich hab auch keinen guten Tipp.
Ist auch nicht nötig, für meine Begriffe hat Beppo die Sache gut auf den Punkt gebracht, und ich wünsche Dir alle Kraft, das auch durchzuziehen.
Liebe Grüße und alles Gute
StillStanding
Hi
Dein Betreff lautet:
Ich muss wohl aufgeben
Tust du das?
Nein, du bist da und machst weiter.
Von mir absoluter Respekt und achte auf Dich. :thumbup:
Gruss Wedi
Ey Papa für Fünf,
...harte Geschichte...
als Papa "von Einer(Tochter) von Fünf (Jahren)" kann ich Dir nicht wirklich Ratschläge geben...
ich bitte Dich nur GIB NICHT AUF !
Ich wünsche Dir/Euch alles erdenkliche Gute
Gruss
Mappi, der gerade Tränen in den Augen hat ;(
Entmündigter Vater nach § 0815 dt.
Mutterbestimmungsrecht (MBR)
Nabend zusammen,
erstmal ein fettes Dankechön für all den Zuspruch hier.
Dann wollte ich doch mal zu dem Zuckerbrot und Peitsche Thema Stellung nehmen.
Ich meinte damit eigentlich, das ich die Aktionen meines Jungen damit würdigen will.
Also, wenn ich nicht jedesmal einen Spruch auspacke bzw mit ihm schimpfe wenn er Mist macht, dann ist das Zuckerbrot.
Da ich aber nicht immer alles durchgehen lassen muss/kann oder will, bekommt er von mir auch mal etwas zu hören.
Das empfindet er schon als Peitsche (Türe fliegen, Wände werden eingetreten usw)
Dennoch werde ich ihm nicht alles durchgehen lassen.
Deine Ratschläge habe ich alle schon gemacht.
Das Problem ist aber jetzt, das ihm sein Handeln schegal ist.
Er nimmt sich innerlich meine Zurechtweisungen zu Herzen, ändert aber sein handeln nicht. Er frißt es lieber in sich rein, statt zu lernen.
Oberflächlich miemt er den coolen, innerlich zerbricht er.
Das beste Beispiel ist wohl folgendes:
Er nimmt sich meinen Herzinfarkt sehr zu herzen, hat anderen gegenüber sogar geäußert, das er teilschuldig ist.
Aber ändert das etwas daran, wie er weiter macht? Nein, nicht im geringsten. Er verdrängt das, wobei es aber an ihm nagt.
Ich hab mit ihm über morgen früh gesprochen.
Das die von den sozial Stunden ihn rauswerfen werden (hatten die das letztemal ja auch chon gemacht, bis wir ein Attest vorlegen konnten)
Auch wird die Berufsschule wohl bald zucken, da er dreiviertel verpaßt hat. (Ich hab diesmal garnichtmal so viel Streß dazu gemacht)
Streß mit mir kann er halt nicht mehr ertragen. Irgendwie will er auch weg, aber etwas hält ihn auch hier, nur tut er nix dafür.
Also habe ich ihm vorgeschlagen, das "wir" uns morgen vom Jugendamt Hilfe und Tipps holen.
Das anzusprechen ist sehr heikel, da ich ihn nicht abschieben will und er das auch nicht so auffassen soll.
Aber es kam ihm natürlich schon so vor. Sehr defiziele Lage.
Er weiß ganz genau was mich im Haushalt ärgert, aber er wiederholt es immerwieder, dabei noch nicht mal absichtlich, nur halt eben unbedacht, da egal.
Strafen (Peitsche) gab es dabei natürlich, aber ich habe immer mehr zurück geschraubt, da selbst TV Verbot, Stubenarrest oder ähnliches tiefe Depressionen (Ritzen, Selbstmord Gedanken usw) ausglöst hat.
Mittlerweile empfindet er schon Sprüche über sein Tun als tief verletzlich.
Und dennoch kann ich ihm nicht alles durchgehen lassen.
Kleines Beispiel:
Er kann nicht einfach seinen Müll in dem Flur schieben und Tagelang dort liegen lassen. Also, angequatscht, weggeräumt, ein paar Tage später wieder Müll da. Das nächstemal drauf angesprochen wird er schon extrem sauer, räumt es wieder weg, macht es aber später wieder.
Beim drittenmal, fliegen schon Türen zu, beim viertenmal .......
Mannomann, wenn er es so haßt geschimpft zu bekommen, warum macht er es denn dann wieder und immer wieder?
Na, weil er Verdrängungskünstler ist. Warum, weil er das von Kindheit lang so macht. So lange verdrängen, bis die Selbstmordgedanken wieder hochkommen, oder die total Aufgabe, der schegal Effekt (Ich kann ja eh nix richtig machen [toller Selbstschutzversuch})
Diese Spirale bringt ihn immer tiefer. Lösung: sich an die einfachsten Regeln halten.
Das kann er aber nicht, da selbst die allerkleinste Autorität in auf Block fahren läßt.
Ja, ich muss ihn seine Erfahrungen machen lassen, mich raushalten, aber auf kosten seiner Zukunft???
Das ist für einen, der seine Kinder lieb hat sauschwer. Zu zusehen wie er, für den Moment, sein Leben wegwirft.
Und dennoch, ist das wohl für ihn das beste (oder doch nicht, geht es wieder in den Suizid?)
Wie entscheide ich? Was mache ich?
Kommt mir bitte nicht mit Theraphie usw. Haben wir alles schon durch.
Ich denke, er braucht ne Luftveränderung. Ich muss ihn doch loslassen. Daher das Jugendamt.
Sch*** mir gehts nicht gut.
Bis bald mal wieder,
LG
P45
Wenn ein Mann sich von seiner Frau trennt, ist er ein Schuft.
Wenn eine Frau sich von ihrem Mann trennt, ist er auch ein Schuft, denn sonst hätte sie sich ja nicht von ihm trennen müssen.
Hi
Ich denke, er braucht ne Luftveränderung.
Könnte das helfen?Ich meine Luftveränderung im Sinne von mal raus, in den Flieger oder Auto und mal irgendwo hin?
Schönen Urlaub machen und viel Spass haben?
Tut dir gut und deinem Sohn bestimmt auch.
Gruss Wedi
UPDATE:
Der Junge ist gerade im Badezimmer.
Verdacht:
Er sticht sich selber ein zweites Lippenpiercing.
Warum?
Das war vor zwei Stunden ein Thema, ich sagte eins reicht erstmal für die nächste Zeit (er wollte sogar Ohrtunnel).
Treppe runter, Türen knallt, ein Wutschrei.
Und nein, er ist nicht nur einfach auf dem Klo.
Schlimmeres wie ritzen oder Pulsadern aufschneiden?
Glaub ich nicht, da ich kurz mit ihm durch die Tür gesprochen habe (Wollte Werkzeug ins Badezimmer räumen [auch Abstellkammer})
Ich hoffe ich irre mich sehr.
Gruß
P45
*dersichjetztmaldenBlutdruckmessengeht*
Wenn ein Mann sich von seiner Frau trennt, ist er ein Schuft.
Wenn eine Frau sich von ihrem Mann trennt, ist er auch ein Schuft, denn sonst hätte sie sich ja nicht von ihm trennen müssen.
Dann ist im Moment der einzige Rat an dich, zu lernen, dass dir das egal ist.
Ich weiß, ist schwierig.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Boah, ich weiß, deshalb sitze ich hier und hämmer nicht an die Badezimmertür.
Weißt Du wie schwer das ist?
LG
P45
*Blutdruck185/120Puls80*
Wenn ein Mann sich von seiner Frau trennt, ist er ein Schuft.
Wenn eine Frau sich von ihrem Mann trennt, ist er auch ein Schuft, denn sonst hätte sie sich ja nicht von ihm trennen müssen.
Hi
Na dann sag mal bescheid, ob es im Ohrtunnel oder in der Lippe geklappt hat.
Wenn er dann Schmerzen hat, gibst du ihm eine Salzlösung im Waschlappen zur Kühlung und wenn er dann schreit, fragst du ihn ob er in der Zunge auch noch einen haben möchte.Den stichtst du aber selber, mit nem hunderter Rungen. 😡
nicht ganz ernstgemeint.
Wie wäse es denn mal mit Papa/Sohn Urlaub, ist das machbar?
Gruss Wedi
Hi Wedi,
das mit dem Urlaub geht garnicht.
Warum?
Der Junge müsste zur Berufsschule.
Der Junge müsste Sozialstunden ableisten.
Weihnachten steht vor der Tür, über Silvester habe ich alle fünf Kinder hier.
Ich bin wegen Herzinfarkt erstmal krankgeschrieben bzw in ReHa. Anschliessend Kur genehmigen die Kassen nicht.
Also erst wieder arbeitsfähig werden dann Urlaub.
Aber das geht eigentlich auch nicht, da ich meine Urlaubstage auf die Ferien verteilen will. Ich bin ja noch für mehr Kinder alleinerziehend.
Schlappmachen geht auch nicht, da die Kinder nicht zu DEF wollen und wenn ich ausfallen dann ....??
Sch*** Situation.
Aber ich bin dennoch für jeden rat Dankbar.
LG
P45
Wenn ein Mann sich von seiner Frau trennt, ist er ein Schuft.
Wenn eine Frau sich von ihrem Mann trennt, ist er auch ein Schuft, denn sonst hätte sie sich ja nicht von ihm trennen müssen.
... hi P45,
das Deine Situation zu lesen einfach schlimm ist ...unbestritten- ich schließe mich da an.
Sag mal hat denn eigentlich keins der anderen Kinder irgendwie Zugang zu dem Jungen, es sind doch Geschwister.
Habe das wohl gelesen das die Mädels auch Ihre Probleme haben aber meistens ist es doch so das Geschwister sich in diesen schweren Momenten eher solidarisieren und allein schon durch das diskutieren der Probleme des anderen sich Sichtweisen verändern können und Dinge auch für sich selbst nochmal neu werten.
Ich denk da so an einen klassichen "Familienkriegsrat" 😉
mut und kraft wünscht Euch,
minna
Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht werfen selbst Zwerge lange Schatten...
Hallo,
wie gehts dir und deinem Sohn? Die letzte Nacht gut überstanden??
Hast du schon mal an eine Vater-Kind Kur gedacht? Ich habe meine problemlos bekommen, als Attest reichte fast aus, dass man alleinerziehender Vater ist. Ich habe bei weitem nicht solch schwerwiegendes Verhalten meiner Kinder (das sind bei mir 3) und trotzdem war es wie gesagt ohne Probleme möglich die Kur zu bekommen.
moin, zusammen,
@aro12:
soweit ich weiß, dürfen bei Eltern/Kind-Kuren die Kinder max. 12 Jahre alt sein (in Ausnahmefällen bzw. in einigen Kliniken max. 14). der Junior von P45 ist aber schon 16.
aber es gibt auch Einrichtungen für Kinder + Jugendliche, wo sie ohne 'Anhang' kuren können.
Gruß und alles gute an Papa45!
Ulli
ein mann geht nicht unter wenn er nicht will,
wehre dich, schlage dich, halte nicht still.....
(fritz grasshoff)
Moin,
Hast du schon mal an eine Vater-Kind Kur gedacht?
das dürfte schon an den >>>HIER<<< genannten Gegebenheiten scheitern. Mal abgesehen davon, dass ein Kuraufenthalt mit einem derart bockigen Teenie praktisch unmöglich ist: Da gibt es ja Abläufe und Regeln und nicht nur abloosen und keinen Bock haben.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo zusammen,
@minna289
Der junge hat ne lange Zeit seine Geschwister versucht zu dominieren. Die Gründe dürften jedem klar sein.
Das Verhältnis zu ihnen hat sich kaum gebessert (heißt aber nicht das es schlecht ist). Ausser zur ältesten.
Die beiden haben ein gemeinsames Feindbild (DEF) und das schweißt etwas zusammen.
Dennoch hat die älteste kaum Zugang zu ihm.
Wenn es auf für ihn heikle Themen kommt, hat keiner mehr Zugang, selbst der Freundeskreis nicht.
Er blockt bis er aggressiv wird.
KUR:
Ich hatte ja schon geschrieben, das das in naher Zukunft nicht gehen wird.
In den Sommerferien könnte man vielleicht etwas zusammen machen, aber da muss er auch Urlaub nehmen und wollen.
Die letzten Unternehmungen mit ihm (da war auch ne Kur dabei), waren für mich mehr als anstrengend (z.B. hätte uns die Kurleitung bald rausgeworfen)
Ich würde mir das wieder antun, schliesslich sind das "meine" Kinder.
Aber.............
Letzter Abend:
Er hat es also doch versucht. Ich meine sich ein zweites Piercing selber zu stechen.
Aber lange Rede, kurzer Sinn, er hat es nicht durchgezogen. Ich bin locker geblieben.
Letzten Freitag:
Heute kam raus, das er da wieder mit Suizied Gedanken gespielt hat.
Heute:
Wir waren beim Jugendamt.
Auch hier mache ich es kurz. Der Junge bleibt bei mir.
Hilfe vom Amt und von Therapheuten lehnt er mit "aller Macht" ab.
Ich habe ihm, den Weg bei dem sozial Dienst nochmal geebnet. Er braucht keine Angst zu haben in den Dauerarrest zu gehen (Diesmal)
Für die drei Fehltage letzte Woche, werde ich noch einen erklärenden Brief aufsetzen.
Er hat somit die Möglichkeit nochmal die Kurve zu bekommen.
Ja, ich höre Euch, ich kann nicht immer alles richten für ihn. Er muss selber Erfahrungen sammeln, Konsequenzen ziehen.
Alles schön und gut, aber wenn er mit blutigen Händen (habe jetzt mal "etwas" übertrieben) vor Dir steht, dann hilfts Du doch.
Aber auch hier, ich habe wohl bei allen amtlichen Stellen mein Pulver verschossen, so das bei dem nächsten Fehltritt er eh die Konsequenzen tragen muss.
Das Amt kennt jetzt auch alles und wird "noch" nicht einschreiten.
Heute ist bisher alles ruhig, vielleicht zu ruhig.
Morgen geht er vielleicht wieder in die Berufsschule und ich kann zurück in die ReHa.
Bis bald wieder und Danke für Eure Posts.
LG
P45
Wenn ein Mann sich von seiner Frau trennt, ist er ein Schuft.
Wenn eine Frau sich von ihrem Mann trennt, ist er auch ein Schuft, denn sonst hätte sie sich ja nicht von ihm trennen müssen.
Also ich denke, das Wichtigste ist, auch wenn es hart klingt, dass er dich nicht mitreißt.
Du wirst noch gebraucht.
Er schwimmt jetzt im kalten Wasser.
Reiche ihm die Hand aber springe nicht selbst rein.
Er muss selbst danach greifen.
Ich denke das einige der Mechanismen, die ich hier über Co-Abhängikeit von Angehörigen von Suchtkranken gelernt habe, auch für euch gelten.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo,
kurzes Update.
Der Junge hat sich zum zweitenmal selber die Lippe durchstochen und ein Piercing durchgezogen.
Heute morgen hatte er Kopfschmerzen, ist wieder nicht zur Berufsschule.
Vormitags ging er auch nicht zum Arzt und als ich ihn Nachmittags nochmals erinnerte kam "Ok".
Gegangen ist er aber doch nicht.
Ich habe nix mehr dazu gesagt.
Wir warten noch auf seine Bluttest Ergebnisse, diesmal auch extra auf HIV. Kommen vielleicht morgen.
I keep you posted.
Gruß
P45
Wenn ein Mann sich von seiner Frau trennt, ist er ein Schuft.
Wenn eine Frau sich von ihrem Mann trennt, ist er auch ein Schuft, denn sonst hätte sie sich ja nicht von ihm trennen müssen.
