Hallo,
nach einer recht kurzfristigen Trennung vorgestern stehe ich nun vor dem Problem,
dass ich es meinen beiden Mädels (5+6) gern möglichst schonend aber ver-
ständlich beibringen würde, dass Papa nur noch an den Wochenenden oder zu
besonderen Anlässen da ist.
Ich denke es wird wirklich schwer genug für die beiden - da muss ich hier jetzt
nicht auch noch Fehler machen.
Die beiden haben im Juni Geburtstag, werden dann 6+7 - ich denke nicht, dass sie
es schon wirklich verstehen können, was da passiert.
Wie sage ich es ihnen am besten?
So wie es ist?
Unsere Streitereien haben sie oft genug mitbekommen - ich bin der Ansicht,
dass die Trennung für die Kinder wohl die bessere Lösung ist (klingt vielleicht
etwas komisch)...
LIeber ein harmonisches Leben bei einem Partner als ständig unser Theater
mit zu bekommen...
Ist es am besten den Kindern zu erzählen, dass Mama und Papa sich nicht mehr
lieb haben und deswegen nicht mehr zusammen wohnen?
Wie habt Ihr das Problem gelöst? :question: :question: :question:
Grüsse aus Dortmund,
Marc
Hallo Marc,
am sinnvollsten würde ich es finden, wenn ihr euch als Eltern einigt, den Kindern gemeinsam zu sagen, dass ihr nur noch miteinander streitet und euch nicht mehr versteht und ihr deshalb nicht mehr zusammensein möchtet. Und dass ihr aber beide beide Kinder liebt und immer für sie da sein werdet.
Im Idealfall habt ihr euch vorher darüber unterhalten, wie ihr für die Kinder da sein werdet. Tipps, Anregungen und Informationen, worauf Du achten solltest, bekommst Du HIER!
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Marc,
ich kann LBM nur zustimmen.
Es wäre optimal, wenn beide Eltern zusammen mit den Kindern darüber sprechen.
Wir haben das so gemacht, dass wir uns zusammen auf die Couch gekuschelt haben
und dann hat überwiegend mein Mann das Gespräch mit den Kindern geführt, weil ich
wusste, dass ich das nicht ohne Tränen geschafft hätte.
Ich vermute mal, dass LBM einen Link setzen wollte...
Ich bin mir sicher, dass es auf vatersein.de hilfreiche Infos dazu gibt, weiß aber leider nicht,
wo die zu finden sind.
Es gibt eine Broschüre von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend-und Eheberatung,
die ich sehr hilfreich fand. Diese kann man dort kostenfrei bestellen, oder hier nachlesen:
http://www.mp-psych.de/elternbleiben.htm#Mit%20den%20Kindern%20dar%FCber%20sprechen
LG
Smilla
Ich vermute mal, dass LBM einen Link setzen wollte...
Nein, ich wollte mit dem "HIER" nur ausdrücken, dass Marc hier bei VS alle seine Fragen stellen sollte und vielleicht auch - bevor er auszieht und mit den Kindern redet - mit uns über Vorstellungen zwecks Betreuung, Umgang, usw. bespricht. Einfach um die Falle zu vermeiden, vorschnell auszuziehen und hinterher festzustellen "eigentlich hätte ICH ja gern die Kinder bei mir behalten". Vielleicht möchte er ja ein paar Möglichkeiten aufgezeigt bekommen.
Ich halte es für sinnvoll, zu wissen, wie es laufen soll, wenn mit den Kids geredet wird.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo,
danke für Eure schnellen Antworten.
Ich denke es ist klar, dass ich die Kinder liebe und auch gern "bei mir behalten" würde.
Da meine Ex aber deutlich mehr Zeit für die Kinder hat, sind sie "leider" dort besser aufgehoben.
Es hat mich zwar einige Zeit gekostet das einzusehen, aber anders ist es für die Kinder nicht wirklich sinnvoll.
Ich wünsche erstmal eine angenehme Nacht 😉
Man liest sich.
PS: Das mit dem HIER habe ich verstanden 😉
Hallo! Guten Abend, guten Morgen! 🙂
Und einen guten 1.Mai, auch oder gerade für die, die Sorgen haben! :besprechung:
Meine Überlegung zu Marcs Fragen war, dass es natürlich schwierig ist, Ratschläge zu geben, weil niemand die Kinder so gut kennt wie die beiden Elternteile. sie wissen am allerbesten, was und wie ihre Kinder etwas verstehen, oder
wo vielleicht gezeigte Gefühle wichtiger und verständlicher sind als Worte.
Natürlich wird die Frage kommen nach dem "warum", und wahrscheinlich wird es auch nicht so sehr lange dauern, bis sie äußern, dass sie möchten, dass Mama und Papa bitte wieder zusammen wohnen sollen und sich wieder vertragen sollen.
Aber ist nicht viel wichtiger als das "warum" zu versuchen zu erklären, dass man ihnen unmissverständlich sagt
UND ZEIGT ( immer!) , dass man sie liebt, egal wer wo wohnt.
Dass man sie liebt, auch wenn man gerade nicht da ist!
Dass man sie immer liebt!
Vermutlich - nein: ganz bestimmt- ist das leichter gesagt als getan.
Aber es ist das Wichtigste!
Finde ich!
Merke ich an meinen Kindern!,bei denen sich die Trennung der Eltern zwar schon länger abzeichnet, aber erst seit 2 Monaten auch ihnen gegenüber verbalisiert wird.
Heidrun
:phantom: und jetzt gehen wir alle auf den Blocksberg! :phantom:
Tja - ist wirklich ein hartes Brot.
Definitiv sehe ich das "Zeigen, dass man sie liebt" - egal was um und mit uns passiert - als das Wichtigste an.
Alles weitere wird sich sicher später zeigen.
Wir haben das klärende Gespräch heute Vormittag mit den Kindern geführt.
Die Frage nach dem Warum kam natürlich - ich habe versucht es so feinfühlig wie möglich rüberzubringen... :puzz:
Es ist soweit wohl erstmal ok - onwohl ich vermute, dass die großen Gefühlsregungen erst noch kommen, wenn sie es langsam verstehen...
Therorie und Praxis sind eben zwei paar Schuhe.
Die Hauptfragen der Kinder waren an sich vor allem Dinge wie wir dann weiter zusammen Spaß haben sollten und ob wir trotzdem noch zusammen in´s Kino gehen können, ob ich noch mit zum Balett gehe usw.
Was natürlich alles Dinge sind, die für mich klar sind - aber die Kinder beschäftigt das denke ich schon.
Zumal sie die Streitereien leider großteils auch mitbekommen haben - und die sind ja der Grund für die Trennung; von daher denke ich schon, dass da ein gewisses Verständnis in dem Zusammenhang seitens der Mädels da ist.
Naja - mal sehen wie es weitergeht...
