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Einschulung

 
(@diemystiks)
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Hallo zusammen,

ich habe eine ungeheure Wut im Bauch. Es geht um die Einschulung von Michas Tochter.
Die Km hat Micha Anfang des Jahres erzählt, daß sie die Tochter in der nahegelegenen Schule anmelden wird. Die Tochter freut sich seitdem auf die Schule. Sie erzählt uns ständig, wie sie sich auf den Tag der Einschulung freut. Micha konnte sich mit der Km einigen, daß er mit der Tochter zur Einschulung geht, da die Km ihren Sohn am gleichen Tag zur Einschulung in die weiterführende begleiten wolle. Alles war durchgesprochen.
Vor ca.2 Monaten, teilte die Km mit, daß das Kind auf der Schule abgelehnt wurde. Die Schule hätte die Kapazität runtergeschraubt. Es würden 2 Ausweichschulen zur Auswahl stehen, die sich aber in anderen Stadtteilen befinden würden. Sie erzählte :gunman: , daß sie einen Beschwerdebrief ans Schulverwaltungsamt geschrieben hätte, daß sie nicht garantieren würde, daß die Tochter täglich die Schule besucht, wenn sie auf eine der beiden Ausweichschulen gehen müsse. Wir haben uns an den Kopf gefasst. Wie kann man sich selbst so ein Armutszeugnis ausstellen.
Wir haben versucht etwas Licht in die Sache zu bringen. Das Schulverwaltungsamt teilte uns mit, daß es leider nicht in deren Macht stehen würde, wie die Schulen ihre Kapazität festlegen würden. Die Schule selbst hat nicht geantwortet.

Gestern nun, brachte Micha seine Kids nach einem schönen Wochenende nach Hause. Er fragte die Km ob sie noch etwas von der Schule gehört habe. Sie schüttelte mit dem Kopf. Dann hakte Micha nach und fragte, wann und wie denn die Schuluntersuchung gelaufen sei. Die Antwort war:" Da war die doch gar nicht!"

Wir haben dann letzte Nacht noch überlegt, was wir noch tun könnten. Ich sprach mit einer bekannten Grundschullehrerin, die mir bestätigte, wenn keine Einladung zur Untersuchung vorliegt, gab es auch keine Anmeldung. Micha hat vor 20 Min. mit der Schule telefoniert. Die Schule ist voll, es gibt keine Chance, die Tochter nachträglich anzumelden. Die Schulleiterin erklärte dann gleich, daß auch die Ausweichschulen belegt wären.

Vor 2 Wochen, war noch ein gemeinsames Elterngespräch beim Kinderschutzbund. Der SA wollte wissen, wie der Umgang inzwischen laufen würde. Da sagte die Km noch, daß alles prima wäre und daß die Probleme mit der Schulanmeldung wohl jetzt bald gelöst wären.
Das heißt wohl in ihren Augen, das Kind wird nicht eingeschult und somit hat sie noch ein Jahr Ruhe.

Ich bin nun gespannt, was das Schulverwaltungsamt antwortet. Schließlich ist das Kind bei einer Einschulung 2005 ( die Anmeldetermine haben wir eben mitgeteilt bekommen) bereits 7 1/2 Jahre alt.
Ich weiss überhaupt nicht, wie es jetzt mit der Schulpflicht aussieht. Sollen wir nun die anderen Schulen kontaktieren, obwohl weder die Tochter dorthin möchte, noch die Km bereit ist, das Kind bei Wind und Wetter zur Schule zu bringen. Da müsste sie mit der Straßenbahn fahren und daran ist auch schon der Kindergartenbesuch gescheitert.

Ich bekomme es nicht in den Kopf, wie man zu dämlich sein kann, ein Kind in der Schule anzumelden zumal die Km schon 4 schulpflichtige Kinder hat. Dann noch nicht mal die Wahrheit sagt, so daß sich der Vater wenigstens darum kümmern kann. Lieber nimmt sie in Kauf, daß das Kind nun wieder eine Enttäuschng erleben muss. Die Tochter weiss nämlich noch nicht, daß es Probleme mit der Einschulung gibt und freut sich weiterhin auf ihren Schulbesuch.
Sollen wir ihr das an einem Besuchswochenende beibringen? Wenn ja, welche Begründung geben wir ihr?
Viele Fragen und eine Antwrot ist ganz sicher, wir werden dem Kind wieder einmal eine Enttäuschung wohl nicht ersparen können.
Das musste ich mal loswerden.
Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 28.06.2004 16:00
(@diemystiks)
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Gerade rief Micha an, nachdem er seinem Anwalt von der Sache berichtet hatte. Der Anwalt sagte nun, wir sollen uns nun ans JA wenden, mit einem Brief, in denen wir die Sachlage schildern.
Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl dabei. Das Jugendamt ist bisher überhauptnicht mit dieser Familiensache betraut. Anfangs lief alles über andere Beratungsstellen. Die Ex ging zur Diakonie, Micha dann später zur kath. Beratunggsstelle. So saß man dann zu viert an einem Tisch. Am Ende liefen die betreuten Kontakte über den Kinderschutzbund. Das Jugendamt lehnte damals ab, mit Micha zu sprechen, weil Ex sich ja schließlich schon mit der Diakonie betraut gemacht habe und daher die Gespräche wegen des Umgangs über diese Einrichtung laufen müsse.

Der Anwalt fragte nun, wie das denn aussehen würde, ob wir die Mädels zu uns nehmen würden. Ja würden wir, haben wir schon x-mal durchgesprochen, wie es wäre, würden sie bei uns leben. Organisatorisch wäre das kein Problem, was Kita und Schule angeht.
Wir haben aber nun nur eine 3-Zimmerwohnung und Null Geld für einen Umzug.
Nee was für ein Tag. Ich habe völliges Wirrwarr im Schädel.
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.06.2004 16:29
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Wir haben es geschafft. Micha hat seine Tochter kurzfristig in einer Schule anmelden können.
Nach 3 Tagen Telefonaten mit Schulen, Schulverwaltungsamt, Anwalt und Gesundheitsamt wurde Micha am Telefon von einer Schule gesagt, daß er am gleichen Tag mit dem Kind vorbeikommen solle. Da Ex das Handy mal wieder aus hatte, fuhr er hin. Er stellte die Ex vor vollendete Tatsachen, die Kleine freute sich, daß papa mit ihr zur Schulanmeldung fährt.
Die Ex wollte lieber zu Hause bleiben. Sie zeigte keinerlei Interesse.
Die Anmeldung ging über die Bühne, telefonisch wurde der Termin zur Schuluntersuchung vereinbart....fertig.
Die Ex guckte ziemlich verdutzt. Sie war ziemlich enttäuscht, daß das Kind nun auf eine Schule geht, zu der sie sie auch noch mit der Bahn ( 2 -3 Haltestellen) bringen muss. Sie fühlt sich völlig überfordert.........nicht zu fassen.
Am Mittwoch ist Elternabend. Micha erzählte der Ex davon, sie weiss noch nicht ob sie hingeht.

Ich habe jetzt noch eine Frage: Die Ex ist Sozialhilfeempfängerin. Ich kenne es von Sohnemanns Klassenkameraden so, dass die Sozialhilfeempfänger die Erstaustattung ( z.B. Tornister) und Büchergeld sowie Jugendherbergsfahrten vom Amt übernommen werden.
Micha und ich haben uns dann entschlossen, die Tochter für den Tag einzukleiden, die Schultüte fertig zu machen und z.B. einen Schreibtisch.
Die Ex guckte völlig blöde aus der Wäsche als sie das hörte. Sie meinte dann, sie wüsste nicht, wie sie das mit dem Schulzeug dann machen solle. Am Elternabend zahlt MIcha die Bücher.

Wir wissen, daß sie schon öfter Geld vom Sozialamt veruntreut hat. Es geht uns nur darum, daß wir nicht die Erstausstattung zahlen und sie sich das Geld vom Amt in die Tasche steckt, für ihre eigenen Zecke.
Weiss jemand, wie das läuft?
Wir sind natürlich bereit, das alles irgendwie zu regeln und wollen, daß die Kleine einen guten Start hat. Wir müssen auch mit jedem EUR rechnen und wollen nur sicher sein, daß wir das Geld auch nötiger Weise anlegen.

Vieleicht weiss einer von euch Bescheid?????

Gruß
Tina


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Themenstarter Geschrieben : 05.07.2004 16:06
(@mariaz)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

habe grade Eure spannende Geschichte gelesen... was für ein Tohuwabohu. Zum Thema Sozialamt kann ich aus meiner Erfahrung sagen, daß die normalerweise (wenn sie nicht geringe pauschale Beihilfen zahlen) für alles Belege wollen oder Bezugsscheine ausstellen - je nach Gemeinde verschieden und auch in den Bundesländern unterschiedlich.

Am besten, Ihr fragt mal ganz unverbindlich telefonisch bei dem zuständigen Sozialamt nach, wie das gehandhabt wird, oder?

Alles gute für den Schulstart!

MariaZ


AntwortZitat
Geschrieben : 05.07.2004 23:39
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Sylvie, hallo MariaZ

ich habe nun auch schon von den Lehrmittelgutscheinen gehört. Morgen Abend ist der Elternabend. Wir sind gespannt, ob die Ex sich blicken lässt. Die Lehrerin wird sicher Micha eine Auskunft geben können, wie es mit dem Lehrmaterial und der Erstausstattung aussieht.

Dann wissen wir wenigstens konkret, was wir Gutes tun können und sind dann sicher, daß es auch wirklich dem Kind zu Gute kommt. Der SA der Ex vom Sozialamt ist leider nicht kooperativ und gibt uns keine Auskunft, weiss der Geier warum.

Lieben Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

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Themenstarter Geschrieben : 06.07.2004 15:38