Disziplin-Problem w...
 
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Disziplin-Problem waehrend der Umgangszeit

 
(@leo3049)
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Hallo,

ich fliege denmaechst zu meiner Tochter, und moechte sie fuer die ganze Woche nehmen. Das Kind geht in die Schule, und muss jeden Tag jede Menge Aufgaben schreiben.  Meine Ex gibt  mir das Kind sehr ungerne, aber offene Konfrontation gab es noch nicht (also, keine JA, RA, usw, bis heute).

Ein Grund, warum die Ex mir das Kind von Montag bis Freitag nicht geben will, wird vermutlich sein, dass ich das Kind nicht diszipliniere, dass sie mit mir die Schulaufgaben nicht machen wird, usw.. (In dem Artikel ueber P.A.S. habe ich gelesen, dass das die Standart-Kritik vom entremdenden Elternteil ist: "ich setze dem Kind Grenzen, brigen ihm Disziplin bei, und der Papa macht nur noch Geschenke").

Und ich  habe es wirklich schwer, die Tochter zu disziplinieren bzw. Druck auszuueben. Da ich schon einige Jahre im "Vor-Trennungs"-Zustand lebte, habe ich die Tochter kaum zu etwas zwingen wollen.  Wenn ich mal ihre Fernsehzeit begrenzen willl, ist sie dann sehr unzufrieden. Daher wird es mir jetzt auch schwer fallen, sie zur Arbeit an den Schulaufgaben zu bewegen.

Hat jemand Vorschlaege, wie ein Wochenend-Papa ein Kind zur (ungeliebten) Arbeit zwingen kann, und, auf der anderen Seite, die Disziplin-Kritik von der Ex abweisen kann?

Grusss

Reinhard


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 20.08.2008 11:21
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

Hat jemand Vorschlaege, wie ein Wochenend-Papa ein Kind zur (ungeliebten) Arbeit zwingen kann,

Zwang ist schon mal gaaaaanz schlecht. Mach ein Spiel draus. Setz dich zu ihr und helfe mit.

und, auf der anderen Seite, die Disziplin-Kritik von der Ex abweisen kann?

Wenn die Ex das so sehen will, dann sieht sie es auch so. Da kannst du noch so viel anstellen.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2008 12:07
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey

(In dem Artikel ueber P.A.S. habe ich gelesen, dass das die Standart-Kritik vom entremdenden Elternteil ist: "ich setze dem Kind Grenzen, brigen ihm Disziplin bei, und der Papa macht nur noch Geschenke").  

Wie wäre es erstmal wenn du dich vn solchen Artikeln erstmal etwas los löst u nicht in allem nur was schlechtes siehst..

habe ich die Tochter kaum zu etwas zwingen wollen.  

Daher wird es mir jetzt auch schwer fallen, sie zur Arbeit an den Schulaufgaben zu bewegen.

Das gganze hat also demnach auch ncihts mit einer durchgeführten Entfremdung durch die Mutter zu tun, sondern ist eher dein eingenes "Fehlverhalten"  ..

Zum Eltetrnsein gehört es mit dazu auch nein zu sagen, u das verursacht eben auch mal eine "Gegenwehr" eines Kindes, mit der man auch umgehen muß, es nutzt da dann weder dir noch dem Kind wenn du nachgibst u geschehen lässt was das Kind will..

Kinder brauchen auch Regeln und Grenzen die ihnen aufgezeigt werden müssen...

Von daher versteh ich auch etwas die Sorge der Km..dennoch gewährt sie dir den Umgang ja..

Also mach das beste draus u zeige auch deiner Tochter auf das es Grenzen gibt u Dinge die wichtig sind und erledigt werden müssen..

die Tochter zu disziplinieren bzw. Druck auszuueben.  

Druck ist hier schon mal ein falsches Wort u auch ein falsche Mittel..
Und disziplinieren klingt nach militärischem Stil mit dem du ebenfalls nichts erreichen wirst...

Setzt dich doch z.B. mit ihr zusammen, mache mit ihr zusammen die Aufgaben, zeig ihr dein Interesse für das was sie dort tun muß, u mache mit ihr zusammen die Aufgaben, was nicht heißen soll, das du für sie die Aufgaben machst..

Wenn du dich da etwas überfordert fühlst, solltest du dir evtl. Hilfe holen, in Form z.B. von Beratungsgespächen bei einer Erziehungsberatungstelle, die könne dich da vielleicht informativ unterstüzen, wie du damit umgehst u am besten reagierst, vielleicht gibt es so etwas in der Art auch bei dir..

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2008 12:13
(@leo3049)
Zeigt sich öfters Registriert

Danke!

Setzt dich doch z.B. mit ihr zusammen, mache mit ihr zusammen die Aufgaben, zeig ihr dein Interesse für das was sie dort tun muß, u mache mit ihr zusammen die Aufgaben, was nicht heißen soll, das du für sie die Aufgaben machst..

Gerade das tue ich auch. Aber es ist schwer, mit dem Fernseher oder mit Spelzeugen zu konkurrieren, sogar wenn ich ich die Arbeit an den Schulaufgaben  lustig praesentiere, oder als Spiel verkleide. Und wenn ich das Kind 3 Tage/Monat sehe, kann ich schwer z.B. eine komische Sendung ausschalten, wenn man Aufgaben machen muss.
Na ja, aber die richtige Richtung habe ich verstanden. Vielen Dank.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 20.08.2008 12:21
 luca
(@luca)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Reinhard,

wie meine Vorposter bereits gesagt haben, Druck ist definitiv die falsche Wahl.

Aber generell solltest du dich von dem Gedanken verabschieden, dass das nur dein Problem ist, und auch nur ein Umgangselternteilproblem. Das ist einfach Erziehungsarbeit.

Ich stehe generell auf dem Standpunkt, dass es auch meine Pflicht ist, mein Kind auf das Leben vorzubereiten. Liebe bekommt mein Sohn ohne Ende. Aber zum Leben gehören auch Regeln. Es bedeutet auch Liebe, ihm Stärke zu vermitteln, Werte, aber eben auch Regeln- das ist nichts negatives.

Ich konnte nicht lesen, wie alt deine Tochter ist. Aber Kinder können sich nur entwickeln, wenn sie Sicherheit haben- Sicherheit in der Liebe der Eltern, aber auch im Umgang mit ihnen. Ich finde, du solltest nicht deiner Ex zum Gefallen etwas "durchsetzen", sondern weil du dich der Liebe und der Verantwortung deinem Kind gegenüber bewußt bist.

Der erhobene Finger wird dir dabei sicher nicht helfen. Aber vernünftige Regeln gemeinsam festlegen mit deiner Tochter. Notwendigkeiten erklären und vor allem, sich auch mal auf ihre Ebene begeben, das könnte eine Lösung sein- für euch beide.

Wie dir schon empfohlen wurde, mach eine Spiel draus und betrachte es nicht als Zwang oder Druck, weil wenn du es daraus machst, kommt es auch so an.

lg Nadine


AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2008 12:26
(@jaydee)
Rege dabei Registriert

Hallo Reinhard,

natürlich sollte man nicht mitten in einer (erlaubten) Sendung im Fernsehen plötzlich den Fernseher ausmachen. Dann ist Rebellion vom Kind vorprogrammiert.

Du weißt, dass Sie Hausaufgaben machen soll und evt. am WE noch eine Stunde lernen soll. Mache einen Plan: Freitags nachmittags werden ab 15:00 Uhr die Hausaufgaben erledigt. Danach kann sie spielen gehen. Nach dem Abendessen plant Ihr dann noch Fernseh-Zeit ein.
Vielleicht am Samstag noch mal eine Lern-Stunde einplanen. Wichtig: Mache den Plan mit ihr gemeinsam und schriftlich und hänge ihn gut sichtbar auf. Der Plan ist eine Vereinbarung zwischen Euch.

Darauf kann man dann auch verweisen und es sieht für Deine Tochter nicht nach Deiner Willkür aus.

LG
Julia

P.S.: Ich kann Dir das Buch "Kinder brauchen Grenzen" von Jan-Uwe Rogge empfehlen! Grenzen und Regeln haben NICHTS mit Strafe und Disziplin zu tun. Es hilft Kindern, sich in der Welt zurecht zu finden.


Mission impossible?

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2008 12:37
(@papi74)
Registriert

Hallo,

grundsätzlich ist Druck und Zwang kein Lösungsansatz.

Aber:

Kinder wollen und brauchen Grenzen, es gehört des Weiteren zu dem Job eines Kindes, diese Grenzen auszutesten und ausweiten zu wollen.

Hier gilt es anzusetzen ... mache im Vorfeld deutlich was du erwartest und was du dazu bereit bist zu geben, lebe die Grenzen, Aufgaben und Lebensweisen vor.
Im Gegensatz zu meiner holden Ex bin ich ziemlich streng...was im Vorfeld bei uns (LG und mir) ausgemacht ist, wird auch gemacht...auch wenn es für eine Seite mal unangenehm ist. Resultat dessen...meine Kids ermahnen sich gegenseitig und Diskussionen gibt es nur wenn es berechtigte Einwände gibt. Die Kiddie's wissen woran Sie bei mir sind und ich denke, dass Ihnen das auch eine große Sicherheit gibt.

Du kannst jetzt natürlich nicht von Heute auf Morgen alles ändern...das benötigt einige Zeit...aber ganz wichtig...du musst es vorleben...nichts ist schlimmer als ständig einzuknicken...damit können Kinder nicht um!!!!

Viel Glück

papi74


Der Morgen ist immer klüger als der Abend.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2008 12:38
(@angela)
Rege dabei Registriert

Hallo

Also, vielleicht  darf ich mal von unserem Sohn berichten, er hat eine leichte Behinderung, sodass von Klein auf Regeln aufgestellt werden mussten.
Für mich ist das allerwichtigste meinem Kind zu zeigen, dass man ohne Disziplin und Regeln nicht im Leben auskommt.
Er hat klare Aufgaben, die jedes Jahr erweitert werden, Im Sep. wird er 10, also muss er dann zusätzlich zum Kinderzimmer aufräumen, und Tisch auf und ab decken, den Geschirrspüler einräumen.
Er kann in der ganzen Wohnung spielen, aber Abends wird alles in eine Kiste gelegt , damit keiner auf Legos trampelt o.ä.( Hab ich schon am frühen Morgen gemacht und man hat wohl sehr unflätige Worte lernen können  🙂 ).
Gleichzeitig bin ich auch gerne bereit mit ihm zu disskutieren, damit er lernt sich verbal auseinander zu setzten und lernt seine Meinung zu vertreten.
Ich muss mir manchmal ein grinsen verkneifen, wenn er versucht mich zu überzeugen warum gerade heute das Tischdecken nicht geht, eben weil der Spongebob läuft und er eine neue Folge nicht verpassen will.
Er bekommt natürlich auch genügend Streicheleinheiten, denn ein Kind gerade ein Scheidungskind braucht Liebe, Geborgenheit, Regeln und vor allen Dingen Konsequenz!! Aber die auch Durchziehen, wenn es heißt jetzt kein TV dann gibt es auch jetzt kein TV. Ist manchmal schwer aber irgendwann werden die Kinder es dir Danken.
Grüße
Angela


AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2008 13:30