Da zieht in mir die Zornesröte hoch. Eben las ich die neueste Pressemitteilung des BMFSFJ durch (hier zu finden).
Ersteinmal fällt auf, dass der Herr Prof. Rürup, Ersthelfer in sozialen Fragen, abermals zu den wirklich schwer erklärbaren Entwicklungen unserer Gesellschaft befragt wurde. Um meine Meinung gleich vorweg zu nehmen, das hätte ich denen auch sagen können. Aber wie es immer so schön ist, nur was höllisch viel Geld kostet, ist auch was wert. Nur, in diesem Fall trifft es nicht zu.
"Wenige Kinder und eine geringe Erwerbsbeteiligung der Frauen vergrößern die volkswirtschaftlichen Probleme, die das Älterwerden unserer Gesellschaft mit sich bringt.
Nur, bei den Arbeitslosenzahlen die wir haben, wie soll das anders gehen?
Alternde Gesellschaften sind aller Erfahrung nach wenig dynamisch und damit wachstumsschwach", warnt Prof. Rürup...
Wow, das ist die Erkenntnis, wenn nicht gar der Stein der Weisen. Jetzt endlich wird es klar, wo die Probleme liegen. Nur, warum reden alle über "Rente erst mit 67"?
Anders als in familienpolitisch erfolgreicheren Ländern fließt der Großteil der Mittel allerdings in direkte Transfers, deutlich weniger in Dienstleistungen für Familien. Die Aufwendungen für Bildung, Betreuung und Erziehung zählen international zu den eklatant niedrigen.
Davon redet das Volk schon länger, ist also nicht wirklich neu, zumindest nicht für die Wähler. Die vom Ministerium haben das "Investieren in Familien" halt nur falsch verstanden, kann ja mal vorkommen.
...könnte entscheidend dazu beitragen, dass wir in Zukunft mehr Kinder, weniger Armut in den Familien und mehr erwerbstätige Frauen in Deutschland haben."
Die Möglichkeitsform entbindet vom Erfolgszwang. Fein. Das Problem der hohen Arbeitslosenzahl bleibt bestehen. Woher nehmen die Arbeitsplätze für die so frei gewordenen Frauen.
Prof. Rürup fügte hinzu, dass auf mittlere Sicht, eine verkürzte und besser ausgestattete Elternzeit, wie es sie in Schweden schon gibt, eine zusätzliche interessante Perspektive für Deutschland darstellen sollte.
Kennen wir die Arbeitslosenquote von Schweden? Eben. Die ist nämlich richtig niedrig, der Arbeitsmarkt also in einem ausgewogenen Verhältnis.
Das Gutachten soll nach Ansicht der Bundesfamilienministerin den Ausgangspunkt eines neuartigen Ansatzes markieren: "Junge Menschen wollen Kinder. Wir brauchen mehr Kinder. Beides lässt sich vereinbaren. Familienpolitik kann eine höhere Geburtenrate durch bessere Rahmenbedingungen ermöglichen.
Nochmals: Wow. Der Prof. Rürup ist ja wirklich helle. Nur, ob die jetzt heranwachsende Scheidungsgeneration den Willen hierzu aufbringt? Vielleicht aus der Intention heraus, es besser machen zu wollen. Kann schon sein.
Eine gesteuerte Zuwanderung sowie eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen können ebenfalls helfen, den Arbeitskräftebedarf und die Produktivitätsentwicklung auf mittlere Sicht abzusichern.
Diese Aussage muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Damit in Deutschland ansässige Frauen arbeiten können, wird über eine gesteuerte Zuwanderung für Kinder gesorgt, also Zuwanderungs-Gebährende? Nach dem Motto, die deutsche Frau will keine oder nicht genug Kinder bekommen, also holen wir uns Import-Mamas. Missdeute ich das evtl.?
Durch das Aufziehen und Erziehen ihrer Kinder bewirken Eltern positive und verhindern negative externe Effekte. An diesen Leistungen hat sich der Staat angemessen zu beteiligen
Macht er doch schon, nur an der falschen Stelle.
Insofern und auch gemessen am subjektiven Wohlbefinden der Familien und ihrer unterschiedlichen Angehörigen ist unser Land nicht familienfeindlich.
Jetzt wäre es an der Zeit, den Umfang/Inhalt des Begriffs "Familie" doch mal zu beleuchten. In Falle einer Trennung der Eltern ist nämlich der Teil, der die Kinder behält, die Familie und der andere ein "unterschiedlicher Angehöriger". Allein schon dieser Ansatz zeigt die Familienfeindlichkeit in Deutschland und damit auch die Kinderfeindlichkeit.
In einem wachsenden Segment erhöhen in Deutschland Kinder das Armutsrisiko von Familien, weil die Infrastruktur fehlt und die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht möglich ist.
Die Armut wird dort erzeugt, wo Familien auseinander brechen. Auch hier zeigt sich wieder der Fokus auf das, was als "Familie" definiert ist. Der Rest wird ignoriert, ausgegrenzt. Hauptsache, der Unterhalt fließt.
Etwa ein Drittel aller 1965 geborenen Frauen wird aller Voraussicht nach dauerhaft kinderlos bleiben. Die Entscheidung zwischen Karriere und Kind stellt sich für Frauen insbesondere beim ersten Kind.
Also ersteinmal: Die 1965 geboren Frauen sind heute 38. Wenn das die Zielgruppe für Familienpolitik ist, dann Gute Nacht Deutschland. Sind Schwangerschaften ab 35 nicht sog. Risikoschwangerschaften? Und dann: Nicht nur die Frauen treffen die Entscheidung für ein Kind, auch wir Männer haben einen gewissen Anteil daran. Und bei der heutigen Rechtslage in unserem Land für den Fall einer Scheidung kann ich die ablehnende Haltung verstehen.
Eine Verringerung dieser Opportunitätskosten im Zusammenhang mit eine Realisation des Kinderwunsches kann insbesondere durch eine relativ gut bezahlte (kürzere) Elternzeit...
Sprach Prof. Rürup weiter oben nicht von der Reduzierung der direkten Leistungen des Staates?
Nachhaltige Familienpolitik umschließt das Erreichen zweier Ziele: Erstens eine steigende Kinderzahl und zweitens die Erhöhung der Erwerbsquote der Frauen.
Na prima, die Männer werden entlassen bzw. nicht eingestellt, damit die Frauenerwerbstätigkeit gesteigert wird. Mittlerweile gibt es fast doppelt soviel männliche jugendliche Arbeitslose wie weibliche. Die Männerarbeitslosenquote ist etwa 20% höher als die der Frauen, und die Differenz wird immer größer. Es gibt schon etwa 700.000 männliche Arbeitslose mehr als weibliche (Quelle: Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit Februar 2003). Was soll ich zu den amateurhaften Skizzen von Prof. Rürup noch sagen?
Von einer nachhaltigen Familienpolitik profitieren alle: Familien, Unternehmen, Staat und Gesellschaft.
Und der Rest? Was ist mit den 18 bis 25jährigen Singles? Was ist mit den nicht die Kinder betreuenden Elternteilen? Was ist mit den jungen Hinterbliebenen?
Nicht dass der Gedanke aufkommt, ich sei frauenfeindlich, nein, das gewiss nicht. Ich sträube mich nur einfach dagegen, dass für so einen Mist Steuergelder verschwendert werden. Vielleicht sollte man dem Bund der Steuerzahler für das nächste Jahrbuch mal einen Tip geben.
So, nun werde ich mich ganz weit unter meinen Schreibtisch verkriechen und ihr könnt heftig drauf hauen. Ich freue mich auf eine anregende Diskussion.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
tolllllllllllllll !!!!!!!!!!!!!
bin deiner meinung deep !!!!
habe leider nur einen kurzen ausschnitt im fernsehen gesehen.
möchte die vernünftigen frauen nicht angreifen!!!!
aber sie werden sich doch auf den sogenannten schlipps getreten fühlen.
die dumme schmidt sollte schnell ihren hut nehmen, sie hat keine ahnung von dem kram den sie sabbelt.
gerade in der frauenpolitik wird alles über dritte beschlossen.
ich kann die ganze schei... der frauen in der politik nicht mehr ertragen.
herr rürup ist nachher für diesen blödsin verantwortlich.
warum können unsere politiker keine eigene entscheidung treffen???
frauen wollen alles: haus, beruf, auto,erfolg, mann, kinder,etc. wenn sie damit nur teilweise umgehen könnten wäre unser staat nicht im sozialen bereich pleite.
wenn sie keine möglichkeit haben sich gegen einen mann durchzusetzen, dann schreien sie nach dem staat.
frauen sollen vom staat beschützt werden egal ob sie die kinder: schlagen, unterdrücken, misshandeln und töten.
in HH hat eine frau ihrem kind mit dem messer den kopf abgeschnitten erst ein grosser bericht danach liest du nichts mehr davon.
macht dass ein vater ist jeden tag was in der zeitung zu lesen.
mir muss mal einer erklären warum viele frauen angeblich nicht arbeiten können um ihren unterhalt zubestreiten.
nein sie gehen lieber zum sozi da bekommen sie mehr geld als wenn sie zur arbeit gehen würden.
werden die zeiten im bereich; schule, ausbildung und beruf schlecht dann suchen sie sich nen kerl und lassen sich dick machen!!! kniste kommt vom staat.
montag hatten wir fraktionssitzung: alle gemeinden sind pleite, kommt arbeitslosengeld 2 dann kommt auf eine gemeinde von ca 1000 einwohnern eine jährliche mehrbelastung im sozialen bereich von ca. 400.000 euro mehr dazu.
die frauen bekommen uns schon kaputt wenn es in der politik so weiter geht.
ein trost bleibt mir/uns allerdings: bei arbeitslosengeld 2 muss eine frau die vom sozi lebt auch arbeiten gehen, mindestens 400 euro im monat lehnt sie ab werden 25% gestrichen.
so nun verhaut mich auch!!!!!!!
wies schon geschrieben, ich meine die frauen die nur vom staat leben weil sie keinen bock auf arbeit haben.
die fleissigen schliesse ich aus.
:gunman: so mel gibt sich frei...
Also, dass Deutschland Kinder braucht ist nun wirklich nicht mehr zu uebersehen. wir sind mittlerweile schon so weit, dass mir (und meiner Stufe) bei der diesjaehrigen Abifeier nahegelegt wurde uns bitte, bitte moeglichst schnell und moeglcihst oft fortzupflanzen. :knockout: Das hat jeder der "erwachsenen" Redner so oft wiederholt, dass ich mich kaum an etwas anderes erinnern kann...
Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
Aaaaalso, gehts noch? Sorry muß grad mal so frech fragen.....
1. Existieren die Betreuungsmöglichkeiten nicht so wie die Politiker sie gerne hätten. (oder die Ex-Männer???)
2. Wer stellt gerne eine Alleinerziehende mit 2 od. 3 Kindern ein. Und ich kenne KEINEN Vater der sich mit der Mutter der Kinder die Krankheitstage splitten würde!
3. Ist das Personal in den Kigas Kitas Horts total überlastet. Erziehung findet immer noch zuhause statt!
Und genauso solls auch sein.
Mehrbelastung Job Haushalt und Kind trägt in meinem Bekanntenkreis eigentlich nur die Frau.
Einfach nur nach mehr Kiddies zu schreien (u das das nötig wäre bestreite ich gar nicht) ist echt banane.
Wir hätten auch gerne noch ein zweites, drittes....nur klappts finanziell einfach nicht.
Mit nem Netto - Gehalt von 1100€ wenn alleine schon die Miete (Arbeitsplatznahe gezwungenermaßen da kein Geld für Auto) mehr als die Hälfte ausmacht.
Willkommen im Leben 😡
Ich musste ja nun doch mal laut lachen. Ich bin Jahrgang 1965 und hätte ich noch kein Kind, würde ich jetzt auch keins mehr bekommen.
Da sieht man doch wie realitätsfremd die Menschen sind, die solche Sätze loslassen.
Es wird entschieden und wir gucken dumm aus der Wäsche.
In den Sozialämtern müsste richtig aufgeräumt werden, damit Schmarotzer keine Chance mehr haben uns auf der Tasche zu liegen.
Es ist immernoch zu einfach, besonders für Frauen mit Kindern Geld vom Staat zu bekommen.
Alle Kinder sind vormittags versorgt, trotzdem muss man nicht arbeiten gehen, kann sich die Sozischmarotzer noch in den Talkshows ansehen und sich über die arbeitende Bevölkerung kaputtlachen.
Das Argument, man findet mit Kindern keinen Job lasse ich nicht gelten. Man muss vielleicht Abstriche machen und kann nicht den Job machen, den man gerne hätte. Aber wer kann das schon???
Erziehung soll zwar eigentlich zu Hause stattfinden, aber wo klappt das denn noch. Ja natürlich bei den Familien wo alles in Butter ist und keine Trennung vollzogen wurde und bei den Müttern, die zu Hause leben.
Wo bitte soll denn die junge Generation den Optimusmus finden eine Familie zu gründen? Ich kenne 9-12jährige, die sagen "ich heirate nie, ich bin doch nich blöd" und mit Kindern kann ich nichts mehr machen. Ja irgendwo haben sie schon recht.
Die Löcher können doch kaum noch gestopft werden. Nun geht es an die Gesundheit und Frau Schmidt sieht lachend zu, wie die Menschen, die noch einzahlen aus finaziellen Gründen krank werden.
Schön, daß wir, die arbeiten gehen und jeden Euro umdrehen, Unterhalt zahlen, Unmengen an Anwaltskosten tragen einfach von der Politik vergessen werden.
Ja Frauenpolitik........juchuuu. Ich hatte eine andere Vorstellung von Frauenpolitik. Selbst ich kann das Geschnatter nicht mehr hören.
Im Moment bin ich der Berichterstattung müde und schalte deshalb meistens nach der Hälfte einer politischen Sendung ab.
Erst schlägt man sich im privaten Bereich rum und dann kommt das berufliche dazu.
Nee danke!
Hm vielleicht bekomme ich jetzt Schelte von Geichgeschlechtlichen. Ich kenne genug Frauen, die ihren Job machen und die Kinder erziehen, die sich das ganz easy mit ihren Männern oder Lebensgefährten aufteilen. Also geht nicht, gibt es nicht in meinen Augen. Übrigens kenne ich auch Männer, die den Erziehungsurlaub nehmen oder die Krankheitstage splitten. Es muss nur vernünftig und vor allem gemeinsam überlegt sein.
Soo nu druff
Gruß
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Also,
ich schmarotze bei keinem. Es sei denn du meinst das Kindergeld?!?
Und Erziehung findet bei UNS zuhause statt.
Und ich war auch alleinerziehend. LG ist nicht Vater von Sohn.
Von wegen geht nur in Heile Welt Familien.
Und es geht nicht um Traumjob machen.
Wer zur HÖlle macht das denn überhaupt noch?
Es gibt die Betreuungsmöglichkeiten außer in den Großstadten de Facto nicht!
Und 30 Kinder bei 1 Erzieherin und 1 Kinderpflegerin, mit viel Pech Leiterin Gruppe sprich Erzieherin ist nur 50% der Zeit da, (im klartext K.pfl. alleine mit 30 Kiddies) Wo soll denn bitte da Erziehung statt finden.
Is aber bequemer Erzieher und Lehrer verantwortlich zu machen.
Dann sollte man das Kinderkriegen lieber lassen. Bedeutet nun mal harte arbeit.
Nach Sozialkassen brüllen....sorry, aber das ist nicht das Problem.
Das die Gesundheitsreform so nicht funzt, sorry, aber ich bin selber AU und habe bis jetzt 170€ an Geb. ausgegeben. Für Medikamente die ich brauche. Und ich bin beileibe kein Einzelfall. Aber das gehört nicht zum Thema.
Fakt ist, bei soviel Arbeitslosen (die sind ja alle Faul gelle und schaffen nicht das was sie könnten, so deute ich dein: da muß man halt machen was man nicht unbedingt gerne tut) kannst du nicht davon ausgehen das JEDE mutter nen JOb haben könnte.
Druff: nicht mein Stil, geht auch anders
Hab ich vergessen:
Kindergarten zeiten: 8:30 bis 12:15 und wenn man mehr bezahlt (120€ statt 93€) 4xMittags von 13:30 bis 16:00.
Um Arbeiten zu können, müßte ich aus dem Dorf weg. Bus fährt 1x pro Stunde. Rechne dir das Zeitlich und finanziell aus......und für jede Mutter oder gar alleinerziehende gibts hier keine Putzstelle.
Stadt und Land unterscheiden sich gewaltig.
Aber um solche Sachen miteinzubeziehen muß man vielleicht betroffen sein?????
Hallöchen,
also irgendwie haben wir uns jetzt mißverstanden. Ich habe dich nicht angreifen wollen.
Ich kann nunmal nur vom Stadtleben berichten.
Hier haben viele Horte von 6.45 Uhr bis 17.00 geöffnet. Die Zahl der Arbeitslosigkeit ist zwar sehr hoch, aber hier stehen die Zeitungen voll mit Teilzeitjobs oder 400,- Jobs.
Nun soll mir mal einer erklären, warum hier so viele Mütter zu Hause sitzen, deren Kinder vormittags ausser Haus sind und ihren Männern den letzten Cent rauben können. Damit sie ihren Lebensstandard aus der Ehe halten können, wird das was fehlt vom Sozi bezahlt.
Es ist ja schön daß bei euch die Erziehung zu hause stattfindet. Ist bestimmt auch der optimale Weg.
Wir ( mein LG und ich) können das aber nicht praktizieren, da wir sonst finanziell ganz auf der Strecke bleiben würden.
Mit Schmarotzen, meinte ich nicht dich und erstrecht nicht das Kindergeld. Ich kenne dich doch gar nicht und weiss kaum etwas über deine Geschichte. Trotzdem finde ich es nicht richtig, daß das Kindergeld pauschal immer in der gleichen Höhe bezahlt wird.
Ich sehe das Problem schon darin, daß viele nach der Sozialkasse brüllen. Frauen bekommen Prozeßkostenkostenhilfe für irgendwelche Verleumdungen, die sie mal wieder in die Welt setzen. Kann es denn nicht möglich sein, erst einmal im Einzelfall zu prüfen? Man könnte sich doch mal im Vorfeld die Geschichte der Gegenseite anhören. Aber nein, alleingelassene Frau frustet und spricht und Ex-Männe kann sehen wie er die Kosten für den Anwalt zusammen bekommt. Es kann doch nicht sein, daß Sozialhilfeempfänger, in einem Haus sitzen mit Garten, Jugendherberge, Schulbedarf bezahlt bekommen, Freikarten für Museen haben, eine Familienkutsche vor der Tür stehen haben, Leihomis zur Verfügung gestellt bekommen und eine Erziehungshilfe.
Ich würde auch lieber meinen Sohn (der nicht der Sohn meines LG ist) zu Hause erziehen. Obwohl er zur Schule geht und anschließend noch 2 Std. im Hort ist, klappt es mit der Erziehung gut.
Du kannst nicht die Elternteile verurteilen, die Hortplätze oder Ganztagsschulen in Anspruch nehmen. Die finden einen Mittelweg.
Übrigens habe ich hier in der Stadt auch einen Job gehabt, der mich 30 Min. Fahrzeit gekostet hat bei einem Bus der alle 40 Min. fuhr. Da mussten eben die Stunden heruntergeschraubt werden, daß ich pünktlich bei meinem Sohn sein kann. Ich habe den Job so lange gemacht bis ich einen anderen hatte. Ich war selbst auch ein knappes Jahr arbeitslos. Du hast mich auch da falsch verstanden. Ich habe lediglich dazu Stellung genommen, daß Deutschland mehr Kinder will. Ja wie denn? Du schreibst selbst ihr hättet gerne noch Kinder. Laufe mal hier durch die Stadt und spreche mit Unternehmern, die einen Job nicht nach den Vorstellungen der Bewerber bezahlen.Sie stehen ohne Personal da und wundern sich woher die Arbeitslosenzahl kommen. Es ist eben so, daß man vom Sozialamt und teilweise auch vom Arbeitsamt besser lebt. Nur von diesen Leuten habe ich geredet, die jede Gelegenheit nutzen, die Kassen zu schröpfen. Es kann wohl niemand abstreiten, daß es davon genug gibt.
Wer Erzieher und Lehrer für das, was schief geht verantwortlich macht, hat sich über Erziehung ansich wohl noch keine Gedanken gemacht. Es liegt an jedem selbst, sich über die Erziehungsmethoden eines Kindergartens oder Hortes zu informieren. Ich denke da sind wir einer Meinung.
Hier gibt es einige Kitas, die aus Elterninitiative herausgewachsen sind. Ist so etwas denn nicht auch auf dem Land möglich?
Also sorry, daß du dich dermaßen auf den Schlips getreten fühlst. Ich bin eben ein Mensch, der nicht so schnell aufgibt, scheint er mal in der Sackgasse gelandet zu sein.
Über die Gesundheitsreform brauchen wir nicht zu reden. Ich erlebe das tagtäglich im Job und glaube mir, es ist nicht gerade angenehm wenn du verzweifelte Menschen vor dir stehen hast, die nicht wissen, wie sie krankheitsbedingt über die Runden kommen.
Du hast Recht wenn du schreibst , daß man betroffen sein muss. Trotzdem bin ich der Meinung, daß man auch auf dem Land oder im Dorf was bewegen kann. Eine Freundin von mir ist das beste Beispiel.
Gruß
Tina
PS: "Druff" war ironisch gemeint und auf das Verbale bezogen aber so ist das, wenn man urteilt ohne den anderen zu kennen oder mal zu hinterfragen ;)
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
