Hallo zusammen!
Ich habe tatsächlich versucht, dieses Posting unter einem Topic unterzubringen (als Antwort), habe aber kein Bestimmtes gefunden...
Im Prinzip möchte ich auch bloß allen interessierten Papis, Zweit"mamis" und eventuell auch den "alleinerziehenden" Mamis hier im Forum einen Denkanstoß geben.
Ich habe mich kürzlich seit langem wieder mit einem guten Bekannten unterhalten, welcher seit ca. 5 Jahren geschieden ist, aus der Zeit eine mittlerweile ca. 8jährige Tochter hat und selbst ohne neue Kids wieder glücklich verheiratet ist. Die Ex hat einen neuen Freund und aus dieser Beziehung ist eine nunmehr 2,5 Jahre alte "Halb"-schwester der Kleinen entstanden.
Jetzt war dieser Bekannte von mir doch tatsächlich vor einiger Zeit auf einem sogenannten "Patchwork- Seminar".
Ihm war wichtig, dort zu ergründen, warum seine Tochter seine neue Frau bei der KM ständig schlecht macht und angibt, sie habe Angst vor ihr, obwohl die Tochter sich mit seiner neuen Frau - nicht bloß augenscheinlich - wirklich gut versteht.
Ohne Witz-ich kenne beide privat, die sind die dicksten Kumpels und Scheißebauer wenn´s drum geht.
In diesem Seminar waren zu den ca. 7 Teilnehmern ( jeweils mit Partner) noch ein ev- Pfarrer und ein Psychologe anwesend.
Fazit:Wenn man den leitenden Experten des Kurses Glauben schenken darf, ist es tatsächlich so, dass fast alle "Trennungskinder" die "Next" bei der Ex schlecht machen.
Grund hierfür sind die Schuldgefühle der Kinder, da sie meist die Antipatien der Erwachsenen mitbekommen.
Das heißt, das Kind meint, der Mama mit dem Besuch beim Papa wehzutun ( oder auch umgekehrt, je nachdem) und will mit Lügengeschichten wie "es war garnicht so schön" oder "die ....(next) ist eh doof" bei der Mama den Status waren.
Klingt zwar logisch, aber ist eigentlich heftig oder? Wie so ein Kind unter Strom stehen muss...
Bin bloß froh, dass wir bisher nie in Gegenwart des Kurzen schlecht über "Mama" gesprochen haben und es auch in Absprache nie tun werden, um ihm solche Konflikte möglichst zu ersparen.
Oder was haltet ihr davon?
LG
Tinka
[Editiert am 20/7/2004 von Tinka]
[Editiert am 20/7/2004 von Tinka]
[Editiert am 20/7/2004 von Tinka]
Gibt dir das Leben eine Zitrone-
mach´ Limonade draus!
Hallo Tinka,
also ich bin ja auch (aus Sicht der EX die böse) Next und mein LG hat zwei Töchter (6+11), die regelmäßig bei uns sind.
Wir sprechen grundsätzlich nicht schlecht oder mit Spitzfindigkeiten über die KM wenn die Kinder da sind. Einfach um sie nicht in einen Loyalitätskonflikt zu stürzen, der ohne unser zutun wahrscheinlich schon groß genug ist. Die Kinder erzählen ganz ungezwungen was ihnen so in den Sinn kommt und es wäre schön, wenn sie das bei Mama zu Hause auch könnten.
Leider ist das zumindest bei der Großen nicht so. Sie weiß, dass ihre Mama mich regelrecht hasst und versucht ihrer Mama nicht noch "zusätzlichen Kummer" aufzubürden indem sie mich offen mag. Heißt, wir verstehen uns wirklich bestens, aber lass ich z.B. am Telefon durch ihren Papa Grüße ausrichten, kommt nur: "Ja, danke." Kurz angebunden. Kein Gruß zurück oder so, weil Mama ja mithört. :heu:
Beim letzten Geburtstag der Großen hieß es durch die KM, mein LG darf kommen, solle sich aber unterstehen zu sagen: "Hier, das Geschenk ist von Olga und mir." Dieser (mein) Name sei nämlich in dem Haus tabu.
Das fand ich schon ganz schön krass. Ich mein, wenn dem wirklich so ist, wenn die Kinder zu Hause bei Mama wirklich nicht über mich reden dürfen oder können. Mit wem sollten sie denn dann reden, wenn sie ein Problem mit mir haben? Was, wenn ich wirklich die schreckliche Person wäre, für die die KM mich hält. Dann könnten die Kinder nicht mal bei Mama um Hilfe bitten, weil über mich ja nicht geredet wird? :knockout:
Also ich würde wissen wollen, wie es meinen Kindern bei/mit der Person geht, bei der sie schließlich einen nicht unerheblichen Teil ihrer Zeit verbringen. Und das bedeutet, sie müssen alles erzählen können und dürfen, ohne das Gefühl zu haben, dass sie Mama damit verletzen oder so.
Soviel dazu =)
Gruß
Olga
Das Leben ist wie ein Duschvorhang.... Kann schimmeln, muss aber nicht! =)
Mir stellt sich hier eine weitere Frage!
Aus welchem Grund bestehen überhaupt Antipatien der Erwachsenen zu diesen jeweiligen " Next"?
Kinder versuchen sich immer den Elternteilen gegenüber loyal zu verhalten.Sie sind auch trotz Trennung der Meinung das ja der Platz neben Mum oder Dad auch den jeweiligen gehört.
Dann kommt ein(e) neue(r) und beansprucht diesen Platz.
Mag am Anfang nicht einfach sein aber so wie die Kinder sollten auch die Eltern den neuen Partnern ihrer Exen eine Chance geben.
Unseren Kindern kanns immer nur so gut gehn wie es das Umfeltsklima erlaubt.
Danach sind eben die neuen Partner gefordert was sie daraus machen.
Nun kommt auch oft noch die Problematik dazu wie selbstbewusst und stabil diese sogenannten neuen Partner sind.
Es gibt ne Menge "Next" die mit dem Stellenwert der Expartner im Leben ihres Partners nicht klar kommen und diesen als Bedrohung sehn.
Langer Rede kurzer Sinn ist eben mal wieder: Es kommt immer drauf an was Menschen im Kopf haben.
viele Grüße 🙂
Es ist vergebliche Liebesmüh, beim Küssen die Augen zu schliessen.Früher oder später gehen sie einem doch auf.
Hi,
mein Sohn wünscht sich für mich eine "Next", er will seine Mutter nicht mehr. Ich habe nicht schlecht über seine Mutter gesprochen und habe von mir aus den Besuch bei ihr gefördert. Wir waren am Muttertag bei ihr und trotz Blumen und Geschenk hat sie nicht auf ihn reagiert, sondern in Anwesenheit von ihm mich gefragt, was wir hier eigentlich wollen.
Mit meinem weinenden Sohn bin ich danach nach Hause gefahren.
So ein Seminar ist ja ganz nett, aber die Psychologen sehen dies nur oberflächlich und allgemein. Hat einer von denen dann wieder was neues erfunden, dann fahren alle wieder auf dieses Schiene. Der Einzelfall wird selten beleuchtet.
Wenn die "Next" die Kinder akzeptiert und nicht die Ersatzmutter spielen will, wird die Sache irgendwie laufen (gilt auch für Ersatzväter). Wir regen uns über alles auf was von der Gegenseite kommt und versuchen es dann selbst noch besser zu machen um wiederum der Gegenseite zu zeigen was wir alles können. Leider vergessen viele das eigene Leben und es geht eigentlich nicht mehr um die Kinder.
Lieber sag ich meiner Ex unter vier Augen was mir stinkt (Klartext), als wenn ich jahrelang über die Kinder einen Streit austrage.
Mal ehrlich, wenn die Ex besser aussieht als die Mama, wer hat dann ein Problem? Und was haben die Kinder damit zu tun? Wer hat in der Trennungssituation so viel Selbstwertgefühl um sich da auszugrenzen?
Es wird hier zwar geschrieben, dass sich beide gut verstehen und eine neue glückliche Partnerschaft haben, aber da war doch auch mal eine Trennung, mit viel Leid, Ärger usw.
Wie immer sind die Kinder die Verlierer.
micmac
Hallo Tinka,
mir hat dieses Posting jetzt sehr zu denken gegeben. Ich bin eine EX. Der Vater hat seit kurzem eine Neue mit Kind und ich erlebe hier, dass mein Kind aus verschiedensten Gründen Probleme mit der Situation hat. Am dringlichsten wohl sich auf das neue "Geschwisterkind" einzustellen, bei dem Tempo der Großen mitzuhalten (Hochzeit nach kurzer Zeit) und vor allem dass sein Pa nicht mehr so viel Zeit für ihn hat wie vorher und das Ma und Pa seitdem nicht mehr miteinander klar kommen.
Ich mache die Next nicht schlecht, habe auch Probleme mit dem Tempo und einigen anderen sachen. So kannte ich sie nicht und sie kommt mit in meine Wohnung um über Terminabsprachen, finanzielle Dinge etc. mitzusprechen. Ich habe das Gefühl, hier wird ganz doll gedrängelt und es sind seitdem massive Probleme zwischen dem Pa und mir die sich nicht mehr auf Kinderebene abspielen. Auch wenn ich versuche diese einzuhalten, gelingt es mir nicht immer gut.
Mein Sohn bekommt dadurch Probleme, die er sicher auf die Next überträgt. Ich versuche immer wieder zu sagen, ich kenne sie doch gar nicht und habe nichts gegen sie (auch wenn ich versuche mich gegen das Tempo und ihre Übergriffe auf die Elterneben/Mutterrolle zu verwehren) und ich würde sie auch gerne kennen lernen - was aber nicht mehr vernünftig geht, weil es gerade so verfahren ist. Ich versuche aber die Sorgen und Nöte meines Sohnes zu hören.
Gut jetzt bin ich weg vom eigentlichen Thema.
Nun, ich weiß also nicht, ob Kinder prinzipiell Nexte schelcht machen oder ob es ein tatsächliches Problem gibt, auch nicht bei meinem Sohn. Das wollte ich eigentlich aussagen und schreiben, dass mir dein Posting Denkanstöße liefert.
Grüße
Biga
