Morgen ist es so weit. Tochter wird Volljährig.
Habe mich Gestern hingesetzt und nochmals einen Brief an sie geschrieben.
Werde diesen jetzt gleich zur Post bringen und hoffe, dass er dann pünktlich bei ihr ankommt.
Es wird mein letzter Anlauf sein, sie nochmals zu einer Reaktion zu bewegen. Das habe ich ihr zwar so nicht hineingeschrieben, aber für mich habe ich es so beschlossen.
4 Jahre habe ich nun versucht, dass es nichts mit ihr zu tun hatte, dass ich mich von ihrer Mutter getrennt habe.
4 Jahre habe ich geäußert, dass ich zu jeder Tages- und Nachtzeit für sie da bin und sie mich nur zu Rufen braucht.
4 Jahre habe ich zur Antwort bekommen, dass ich sie verlassen und im Stich gelassen habe.
Wurde wegen ihr von der KM bis vor`s Gericht gezerrt und erst dort wurde ihr klar gemacht, welchen Bockmist sie veranstaltet.
4 Jahre wurde dies alles von meiner Tochter, der KM sei Dank, als Böswilligkeit meiner Person ausgelegt.
An dieser Stelle auch noch vielen Dank an Richter J., der mir bei meinem Bestreben, nur einfach erst mal Info`s über die Tochter zu erhalten, auf Antrag meiner Ex und ihrer durchgeknallten RAttin bereitwillig das Sorgerecht entzogen hat :gunman:
Eigentlöich wollte er es bereits bei der Scheidung mit erledigen, damit er gleich seine Ruhe hat.
Ich werde mich hinsetzen und warten. Hoffen das in den kommenden Jahren irgendwann der Kopf unseres Kindes frei wird von den Beeinflussungen der KM.
Sie wird und kann mich nicht vergessen. Dazu war ich zulange an ihrer Seite.
Ich hoffe einfach, dass sie sich irgendwann mal frägt, was aus mir eigentlich geworden ist...
Traurige Grüße, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hi
Ich werde mich hinsetzen und warten. Hoffen das in den kommenden Jahren irgendwann der Kopf unseres Kindes frei wird von den Beeinflussungen der KM.
Ich hoffe, das du nicht zulange sitzen musst. 😉
Sie wird und kann mich nicht vergessen. Dazu war ich zulange an ihrer Seite.
Eben, und deswegen wird sie sich eines Tages melden
Ich hoffe das ''alles gut'' für euch wird und wünsche dir die Kraft, die du brauchst, um das Warten zu ertragen.
Gruss Wedi
Es wird mein letzter Anlauf sein, sie nochmals zu einer Reaktion zu bewegen. Das habe ich ihr zwar so nicht hineingeschrieben, aber für mich habe ich es so beschlossen.
Hallo Michael,
versuche bitte, es selbst nicht so zu sehen.
Gerade die Volljährigkeit und das Flügge werden, führt oft dazu, dass die Karten nochmal neu gemischt werden.
Alles, was die Eltern einem gesagt und vermittelt haben, wird nochmal neu bewertet und durch die eigene Sicht ergänzt oder sogar umgekrempelt.
Ein Anlass, wieder ins direkte Gespräch zu kommen, ist auch und gerade die Unterhaltsverhandlung.
Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber vielleicht ergeben sich hier nochmal Anknüpfungspunkte.
Auch der eigene Maulkorb, den man sich aus gutem Grund bei kleineren Kinder umgebunden hat, kann jetzt etwas gelockert werden und man kann somit etwas offener ins Gespräch gehen.
Ich würde diesen Tag daher weniger als ein Ende, sondern als einen Anfang sehen.
Du hast es jetzt mit einer Erwachsenen zu tun.
Behandle sie auch so.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
hallo staengler,
ich kann zwar verstehen, dass du irgend wann mal mit den ständigen kontaktversuchen zum ende kommen willst, aber eventuell schiesst du dir dadurch selbst ins knie. ich habe nie nachgelassen den kontakt zu meiner grossen zu suchen. immer wieder bin ich aufgelaufen und habe die kalte schulter bekommen. und dass 8 jahre lang.
ich habe nie aufgegeben und nun wird es langsam aber sicher besser (sie ist jetzt 21), auch wenn sie mich nie mit "papa" anspricht. in der anrede in emails von ihrem jetzigen wohnsitz argentinien heisse ich "hallo" oder "hi" :). aber egal. ich mache weiter.
überleg es dir nochmal.
gruss
bengel
Hallo Michael,
ich kann die Traurigkeit in deinem Beitrag spüren.
Ich denke, du hast wegen des Geburtstages und der Volljährigkeit, über deine Tochter und die Zeit, die du nicht mit ihr verbringen durftest, nachgedacht. Das du dabei traurig geworden bist, kann ich gut nachvollziehen.
Treffe jetzt aber aus dieser Stimmung heraus keine Entscheidung, die du eigentlich gar nicht willst.
Gib deiner Tochter Zeit erwachsen zu werden und eigenständige Entscheidungen zu treffen. Und signalisiere ihr auch weiterhin, dass du sie liebst und immer für sie da bist.
Grüße
Thomas
Hi Michael,
solange schon bist Du den Usern hier eine Hilfe auf Deine unmissverständliche und gradlinige Art und das ist gut so.
Was Dir in den letzten Jahren wiederfahren ist aber auch das was Du getan hast um Situationen zu entspannen um Dich auch selber wieder auf einen Weg machen zu können ist einerseits traurig zu lesen andererseits hat es auch dem ein oder anderen sicherlich Mut gemacht die Beine wieder in den Boden zu stemmen und den Rücken gerade zu machen (so wie mir ):wink:
Beherzige dies von Beppo:
Ich würde diesen Tag daher weniger als ein Ende, sondern als einen Anfang sehen.
Du hast es jetzt mit einer Erwachsenen zu tun.
Behandle sie auch so.
aber auch vor allem das: (Deine eigenen Gedanken und Worte :thumbup:)
Sie wird und kann mich nicht vergessen. Dazu war ich zulange an ihrer Seite.
Mite den besten Wünschen und sende ich Dir Mut und Kraft...
minna
Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht werfen selbst Zwerge lange Schatten...
Hi Michael
Es wird mein letzter Anlauf sein, sie nochmals zu einer Reaktion zu bewegen. Das habe ich ihr zwar so nicht hineingeschrieben, aber für mich habe ich es so beschlossen.
Diesen Satz hab ich heute Morgen irgendwie überlesen, oder vielleicht wollte ich das?..., keine Ahnung.
Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen.
Verstehen kann ich Dich, aber sehe es als Anfang, wie Beppo schon schrieb.
solange schon bist Du den Usern hier eine Hilfe auf Deine unmissverständliche und gradlinige Art und das ist gut so.
Bleib wie du bist. :thumbup:
Gruss Wedi
Hi staengler
4 Jahre habe ich zur Antwort bekommen, dass ich sie verlassen und im Stich gelassen habe.
Abwarten. Tochter wird sehr bald mitbekommen, dass auch Volljährigkeit nicht davor schützt, bei Problemen mit dem Finger auf andere zu zeigen. Bisher lebte sie im Schatten ihrer Mutter, dass war ein äusserst bequemes Nest. In Deiner Tochter wird mehr und mehr der Gedanke herumgeistern, dass ab morgen sie niemanden mehr wirklich dafür verantwortlich machen kann, warum das Leben genau so läuft wie es läuft. Sie wird lernen, ja gezwungen werden, die Dinge selber in die Hände zu nehmen und sich dann im Nachhinein kritisch zu hinterfragen, warum was nicht geklappt hat. Das hoffe ich zumindest. Und wenn ich richtig liege wird auch irgendwann der Moment kommen, wo sie andere, weiter zurückliegende Dinge kritischer als bisher betrachtet, daraus neue -andere - Schlussfolgerungen zieht. Erwachsenwerden ist ein Prozess, der nie aufhört. Solange gibt es auch Hoffnung.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Staengler schrieb am 10.11.2009:
Hallo mkrahl,
beherzige die Ratschläge, die Du hier erhalten hast!
Bei mir lief die Sache leider ganz ähnlich. Ich habe meine Tochter im Mai 07 zum letzten mal gesprochen. Gestern wurde sie 17 Jahre alt. Unter dem Einfluss der Mutter verweigerte sie jeden Kontakt zu mir bis Heute. Ich kann nur warten, ob sie sich irgendwann eines Bessern besinnt.
Kämpfe mit allen Dir zustehenden Mitteln um Dein Kind. Und tue es sofort! Aber versuche dabei "cool" zu bleiben. Große Emotionen kosten leider nur Kraft, die Du dringend an anderer Stelle brauchst.Viel Glück und Erfolg
Michael
:thumbup: :thumbup: :thumbup:
Hi Michael,
ich glaube das Zitat passt doch ganz gut 🙂
Wie die anderen Vorredner auch, sehe ich für Dich und Deine große und erwachsene Tochter
sehr gute Chancen...
Es drückt die Daumen
Mappi 🙂
Entmündigter Vater nach § 0815 dt.
Mutterbestimmungsrecht (MBR)
Servus zusammen,
ich Danke Euch für Eure Anmerkungen und Aufforderungen zum Weitermachen!
Ich möchte mich kurz bei oldie einklinken:
Erwachsenwerden ist ein Prozess, der nie aufhört. Solange gibt es auch Hoffnung.
Da hat er und habt ihr natürlich recht.
Die Hoffnung werde ich nie aufgeben.
Es ist nur so, dass ich in den vergangenen Jahren alles gesagt und geschrieben habe, was mir sinnvollerweise möglich war.
Ich wüßte nicht, was ich zusätzlich noch tun könnte.
Leider hat die Art und Weise, wie Tochter erfahren hat, dass ich "nur" ihr Adoptivvater bin, sicherlich auch noch große Verletzungen in ihrer Seele verursacht.
Im weiteren Verlauf wurde ich dann nur noch Stiefvater genannt und dass sie mit mir absolut nichts mehr zu tun haben möchte.
btw: Eine kleine Anzeige habe ich ihr Heute in der Zeitung abdrucken lassen, mit meinen Glückwünschen zur Volljährigkeit.
Da es unter der Woche ja immer recht wenig Anzeigen in dieser Rubrik sind, findet sich meine Anzeige Ecke an Ecke mit der Anzeige meiner Exe.
Hier wurde, da sie mit einem Teil der Verwandschaft im Ort nicht mehr spricht zum "auffüllen" auch der Hund mit genannt :phantom:
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Moin staengler,
auch ich möchte dich ermutigen, weiter für deine Tochter da zu sein und ihr das auch immer wieder zu zeigen. Irgendwann wird sie erwachsener, und dann sicher auch mal überdenken, wie sie sich die ganze Zeit dir gegenüber verhalten hat. Und wenn von deiner Seite die Tür zu ihr dann noch offen ist, kann sich doch noch ein schönes Vater-Tochter Verhältnis ergeben. Manchmal ändern sich Dinge auch zum positiven... Ich hab das erlebt, und davon möchte ich dir jetzt kurz berichten.
Ich bin seit gut 4 Jahren geschieden, eine Tochter lebte schon seit der Trennung bei mir und ist auch noch bei mir.
Sohn und die 2. Tochter waren bei der Mutter, und wurden wie es so üblich ist, dahingehend konditioniert, dass ich das A... bin. Entsprechend selten und schlecht war der Kontakt. Vor fast einem Jahr ging es der bei meiner Ex lebenden Tochter psychisch sehr schlecht. Sie sollte und wollte aus diesem Haushalt weg (brauchte geregelte Strukturen etc, sowas gibts bei Ex nicht) Für mich völlig überraschend wollte sie zu mir ziehen.
Diese Geschichte steht hier
http://www.vatersein.de/Forum-topic-18143.html
Sie ist dann auch zu mir gezogen, der 1. Monat war eine schwere Zeit, aber dann ging es ihr zusehend besser. Inzwischen ist sie wieder völlig stabil. Vor rund einem Monat ist sie allerdings wieder zu Ex zurück, sie wollte es, weil ihre Freundinnen halt alle da in der Nähe wohnen und es von mir doch arg umständlich ist dort hin zu kommen. Wir betrachten es als Versuch, wenn es ihr auch nur geringfügig schlechter gehen sollte, kommt sie zurück (will sie dann auch)
Aber das richtig Schöne ist: Seit sie bei mir war, haben wir ein richtig tolles Verhältnis zueinander, es ist superschön geworden, total herzlich. Wir sehen uns oft, und es ist dann sehr schön. Kurze Mails habe mehrere täglich von ihr, und letztens kam sie mal kurz in meiner Mittagspause auf der Arbeit vorbei, weil sie mir ganz unbedingt was erzählen musste...
Sie weiss jetzt halt, dass das was ihre Mutter ihr immer suggeriert hat, nicht stimmt, sie hat halt gemerkt, dass ich nicht das A... bin und dass ich immer für sie da bin.
So langsam fängt sogar ihr Bruder ein wenig an, sich mir wieder zuzuwenden. Er ist zwar älter, aber Jungs sind da ja manchmal etwas langsamer... er lernt jetzt so langsam von seiner Schwester, dass das was Muttern so verbreitet, wohl doch nicht so ganz stimmen kann...
Tja, manchmal ändern sich Dinge irgendwann doch noch zum Besseren, und das wünsche ich DIR auch!
Herzlichen Gruß vom Krümelmonster
Alle sagten: " Das kann nicht funktionieren"
Dann kam einer, der das nicht wusste und hat es einfach gemacht
Servus Kruemelmonster,
Danke für Deine Geschichte - sie macht Mut!
Gestern habe ich "aus allen Rohren gefeuert": Zeitung, I-Net, Brief.
Eine Reaktion ist natürlich nicht gekommen.
Schade,dass sie sich nicht wegen Unterhalt bei mir gemeldet hat.
Bisher wurde ja auch keine Gelegenheit ausgelassen
Hier müsste sie noch nicht mal Streiten, nicht mal auf ein "Bitte" würde ich bestehen.
Ein einfaches "kannst mir was geben" würde mir vollkommen reichen.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Moin,
die Schilderung von kruemelmonster ist ein lebendiges Beispiel dafür, welche Rolle der Faktor Zeit spielen kann - und dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, den Umgang mit Teenies mit der Begründung "es ist mein Recht" zu erzwingen. Manchmal ist (temporäres) Loslassen wirklich die bessere Option.
Grüssles
Martin
(der damit ebenfalls Erfahrung hat)
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Ja Martin, da hast Du recht.
Allerdings hat mich dieses "nicht erzwingen" und "loslassen" natürlich auch mal zunächst mal in diese Situation gebracht.
Ich hatte niemals Klage wegen der Umgänge eingereicht. Bei einer 14jährigen eh ein recht nutzloses Unterfangen.
Mein Weg war immer nur das Angebot zu machen, jederzeit da zu sein.
Für meine Ex natürlich ein leichtes, dieses Verhalten als "schau in Dir doch an, der hat ja überhaupt kein Interesse an Dir" hinzustellen.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Moin,
Manchmal ist (temporäres) Loslassen wirklich die bessere Option.
Ja. Aber eben nur manchmal.
Die Schwierigkeit ist es, raus zu finden, wann das der Fall ist.
Tendenziell würde ich sagen:
Je stärker sich die Ablehnung schon ins eigene Bewustsein des Kindes eingenistet hat, desto eher kommt ein Loslassen in Betracht.
Also vor Allem für ältere Kinder, denen schon länger die Schlechtigkeit des Vaters ins Gehirn gewaschen wurde.
Diese sind dann auch näher an dem Punkt, an dem dieses Bild nochmal neu hinterfragt wird.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
denen schon länger die Schlechtigkeit des Vaters ins Gehirn gewaschen wurde
bei meiner Tochter hat mich, und tut es bis Heute, vor allem dieses wahnsinnige Tempo erschüttert.
Ich war noch kaum zur Tür hinaus, da wollte sie schon nichts mehr von mir wissen. ;(
Ich möchte gar nicht wissen, wie die Gespräche mit der KM in dieser kurzen Zeit verlaufen sind.
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
hi michael.
Ich möchte gar nicht wissen, wie die Gespräche mit der KM in dieser kurzen Zeit verlaufen sind.
Genau,möchtest Du nicht und wird Dir auch niemals zu irgendwas verhelfen...es sei denn Du möchtest eine kleine Selbstgeißelung einlegen...dann nur zu. Ab und an braucht man das ja... 😉
Ansonsten denk ich immer an den acuh von Dir empfohlenen festen Stand,den geraden Rücken und den Blick fest in die Zukunft gerichtet... :thumbup:
mut und kraft
minna
Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht werfen selbst Zwerge lange Schatten...
Hallo Michael.
bei meiner Tochter hat mich, und tut es bis Heute, vor allem dieses wahnsinnige Tempo erschüttert.
ich fürchte, die Tatsache, dass sie deine Adoptivtochter ist, macht die Sache noch schwieriger.
Ich habe zwar keine großen Erfahrungen damit aber soweit ich weiß, fühlen sich Adoptivkinder, gerade wenn die Kenntnis spät und dann noch "hintenrum" kommt, oft belogen, ungeliebt, minderwertig, etc.
Das drückt sich dann oft auch in Wut auf die Adoptiveltern aus.
Auch wenn diese nicht "gegangen" sind.
Wenn dein Weggang nun vielleicht gerade in diese Phase fällt, ist da vielleicht ein bisschen viel auf einmal passiert und ihr Eindruck, dass sie ja "nur das Aschenputtel" sei, noch verstärkt worden.
Da braucht es vermutlich nicht mal mehr vieler Worte deiner Ex um das Pulver zu entzünden.
Ist deine Ex die leibliche Mutter?
Leider muss ich sagen, könnte dieses Problem auch den "Heilungsprozess" behindern, denn die meist irgendwann eintretende Sehnsucht, nach dem fehlenden Elternteil könnte sich in dem Falle auf den leiblichen Vater richten.
Ist euch der bekannt? Lebt der noch?
Einen sicheren Rat, wie du diese Mauer durchbrechen kannst, habe ich leider auch nicht. Ich kann nur sagen, dass ich deine Aktionen zum Geburtstag für richtig halte und ich denke, dass solche Botschaften auch ihren Weg finden.
Ein Beispiel aus meiner Familie:
Ich hatte einen jüngeren Halbbruder, der mit Mitte 20 gestorben ist.
Für meinen Vater war er, unter uns vieren das Sorgenkind, weil sie sich recht oft gestritten haben und er meinte, keinen Zugang zu ihm gefunden zu haben.
Insofern traf ihn sein plötzlicher Tod umso schmerzlicher, weil er der Meinung war, dass sie unversöhnt auseinander gerissen wurden.
Geholfen hat ihm, dass meine Schwester ihm eines Tages erzählt hat, dass unser Bruder Sichtweisen und Argumente unseres Vaters, die er im direkten Gespräch vehement von sich gewiesen hat, in Diskussionen mit Freunden aufgegriffen und selbst vertreten hat.
Das hat ihm gezeigt, dass die Verbindung zwischen Vater und Sohn keineswegs so schlecht war, wie er selber immer dachte.
Insofern, mach weiter so!
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Danke Beppo,
Geholfen hat ihm, dass meine Schwester ihm eines Tages erzählt hat, dass unser Bruder Sichtweisen und Argumente unseres Vaters, die er im direkten Gespräch vehement von sich gewiesen hat, in Diskussionen mit Freunden aufgegriffen und selbst vertreten hat.
Von dieser Hoffnung lebe ich auch ein Stück weit. Immerhin habe ich das Kind über 12 Jahre begleitet. In dieser Zeit müsste hoffentlich ein wenig von mir auf sie abgefärbt haben...
Die Mutter ist die leibliche Mutter. Das Kind ist das Ergebnis eines ONS. Mehr kam danach eigentlich nicht zustande.
Unterhalt vom leiblichen Vater kam als UH-Vorschuss vom JA.
Per notarieller Urkunde hat er auch sofort, nach unserem Antrag, in die Adoption durch mich eingewilligt.
Somit ist er also bekannt, aber eigentlich nie in Erscheinung getreten.
Ob er noch lebt, oder wo er nun abgeblieben ist, vermag ich nich zu sagen.
Könnte mir ebenfalls gut vorstellen, dass Tochter sich nun auch auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater macht. Und ich mich da erst einmal hinten anstellen muss.
Aber die Geschichte Deines Halbbruders macht Mut.
Sie zeigt, dass doch etwas bleibt, was niemand auslöschen kann!
Sich dieses immer wieder bewußt zu machen läßt einen weiterkämpfen.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Also der einzige Fall einer Adoption der mir bekannt ist, ist aus meiner Nachbarschaft als Kind.
Da gab es ein Mädchen in meinem Alter, welches mit 18, oder kurz davor erfahren hat, dass sie adoptiert war.
Vorher hat sie nichts davon geahnt und es gab auch, afaik, keine größeren Probleme in der Familie.
Ihre Eltern haben ihr offenbart, dass ihre leibliche Mutter sie gleich nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatte.
Wer sie ist, warum sie das getan hat, wer ihr Vater ist? Keine Ahnung.
Ab dem Moment fand sie ihre Adoptiveltern doof und hat ihre unbekannte Mutter in den Himmel gehoben.
Ihre Eltern waren ihr plötzlich nicht mehr gut genug und ihre leiblichen Eltern sicher irgendetwas wie Fürsten oder Könige. Überspitzt gesagt.
Sie hat dann verlangt, dass ihre Eltern sie bei der Suche nach ihren "wahren" Eltern unterstützen sollten.
Sie sagten ihr daraufhin, dass sie ihr die Suche zwar freistellen würden, ihr aber nicht aktiv dabei helfen würden. Schließlich seien sie ihre Eltern.
Tochter zog dann los um die Mutter zu suchen und hat sie auch tatsächlich gefunden und sich mit ihr getroffen.
Überraschenderweise war sie keine Königin, sondern hat ihre Tochter zur Adoption freigegeben, weil sie damals als Prostituierte gearbeitet hat.
Das Treffen war aber wohl recht positiv und brachte die Tochter einfach wieder auf den Boden zurück.
Das Verhältnis zu ihren Adoptiveltern normalisierte sich wieder, der (Besuchs-)kontakt zur leiblichen Mutter blieb bestehen und auch die Eltern haben sich dann gelegentlich getroffen.
Man kann also sagen, alles wurde wieder gut.
Trotz zwischenzeitlicher Verirrungen.
Vielleicht auch etwas zum Mut machen.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
