7jährige im Chat???...
 
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7jährige im Chat????

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(@choice)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Alyssa,

wiewohl ich Deine Argumente und Deine Kritikpunkte an Deinem ex verstehe, denke ich doch, dass ein gehöriges Maß an Übertreibung drinsteckt. Vorallem die Kritik am chat halte ich für überzogen. Wie schon einige Vorposter sagten, ist ein chat in diesem Alter (kaum tippen können) weder besonders sinnvoll noch nötig, aber auch nicht gleich was furchteinflösendes. Und PC-Erfahrung generell können Kinder nicht früh genug bekommen.

Aber generell, zu den direkten und indirekten Vorwürfen, Dein ex "parkt" die Kinder:
Ich bin selbst geschieden, 2 Kinder (8 und 10), die regelmässig, oft und gerne bei mir ihre Kinderwochenenden verbringen. Ich bin hier sehr penibel, lasse keine Termine aus - und sollte doch mal eine Verschiebung nötig sein, dann gibts einen zusätzlichen Ersatztermin. Aber....

....man ist als Vater an Kinder-WEs immer etwas in der Zwickmühle. Anfangs ist man bestrebt, den Kindern an diesen Tagen rund um die Uhr etwas zu bieten. Ein Kino jagt das andere, Eislaufen, Schifahren, Rodeln, Basteln, Schwimmen - HalliGalli und Highlights rund um die Uhr. Sogar meine ex meinte mal, ich tue ZU VIEL mit den kids am WE. Sie kommen total aufgedreht zurück und vorallem kann SIE dann dieses Tempo im Alltag nicht mehr durchhalten (klar, da gibts dann wieder Schule und den restlichen Alltag).
Und genau das ist es - Kinder wollen zwar nicht alleine gelassen werden, aber sie wollen auch ein gutes Stück Alltag mit dem Vater erleben. Und Alltag in einer normalen Familie ist nunmal auch, dass sich Kinder alleine beschäftigen, während sich die Eltern (hier halt der Vater) im fernsehen was ansehen.
Ich versuche daher jetzt zwar schon ein oder 2 echte Erlebnisse am WE einzubauen, dazwischen gibts aber "möglichst normalen" Familienalltag. Papa ist immer da, wenn sie aus dem Nebenzimmer rufen oder wenn sie was brauchen, aber Papa führt auch ein normales Leben an diesen KinderWEs.


AntwortZitat
Geschrieben : 17.01.2006 18:55
(@alyssa1706)
Rege dabei Registriert

@Choice

es liegt mir fern,zu übertreiben.Es ehrt dich ja,dass DU deine Kinder regelmäßig siehst und mit ihnen Zeit verbringst,leider sieht das aber bei UNS anders aus.Mein EX holt die Kinder mehr als unregelmäßig,nämlich vielleicht mal alle 4 bis 6 Wochen u.ein WE besteht bei ihm aus einem Tag und wenn man dann noch die Kinder parkt,und zwar vor dem PC,wo man sie eh so selten sieht,dann ist das für mich schon traurig.Aber das ist eben meine Meinung.Ansonsten bin ich absolut kein Gegner von Computern,was die Kids anbelangt,allerdings eben nicht im Chatbereich und schon gar nicht im Alter von 7 Jahren.Auch bestand ich nie auf ein Vollprogramm,was er tut,wenn sie bei ihm sind,kann er gerne entscheiden,aber es ist ja so,dass sie zu mir kommen und sich beklagen.Also kann wohl von übertreiben keine Rede sein.

Gruß Alyssa


Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.

Samuel Goldwyn(1882-1974)

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Themenstarter Geschrieben : 17.01.2006 19:30
 AJA
(@aja)
Registriert

Ich versuche daher jetzt zwar schon ein oder 2 echte Erlebnisse am WE einzubauen, dazwischen gibts aber "möglichst normalen" Familienalltag. Papa ist immer da, wenn sie aus dem Nebenzimmer rufen oder wenn sie was brauchen, aber Papa führt auch ein normales Leben an diesen KinderWEs.

Das ist genau das, was ich mich auch unter einem Vaterwochenende vorstelle. Und ich denke Alyssa geht es da nicht anders.

Nur erleben WIR das eben anders und da kann ich Alyssas Wut und Frust voll verstehen. Vom Chat abgesehen - gewisse Dinge kann "Mann" sich doch an einem Wochenende verkneifen, vor allem, wenn es so selten ist - oder sehe ich das falsch?

Frage an die WE-Väter...

Kinder im Nebenzimmer - sich selbst überlassen, Vater sieht fern. Soweit kein Problem. Aber wenn es dann in die Richtung geht: PST, ich höre nichts mehr! geht das in meinen Augen zu weit - oder besser: ich finde DAS muss nicht sein.

Ansonsten gebe ich dir nochmal den guten Rat Alyssa - versuche nicht auf Biegen und Brechen etwas zu ändern. Je nach dem, wie der KV gestrickt ist, geht das eher nach hinten los. Um vom JA kannst du dir in dieser Richtung nicht allzu viel Unterstützung erwarten. Solange das Kindeswohl nicht in Gefahr ist, passiert da gar nichts.

Es ist schwer, sich das an den Kindern gefallen lassen zu müssen, aber glaub mir, es geht. Ärger dich nicht, das kostet dich nur unnötig Nerven, die du anderweitig brauchst.

Gruß AJA

Achso, vergessen: das mit dem Wecker stellen um fernsehen zu können hat sich bald von selbst erledigt. Es wurde ihnen schlicht und ergreifend zu langweilig. Manche Dinge erledigen sich also von selbst und hinterher ärgert man sich über sich selbst, dass es jemals Thema war 😉

[Editiert am 17/1/2006 von AJA]


AntwortZitat
Geschrieben : 17.01.2006 19:37
(@delphin)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Alyssa,

wenn es Knuddels ist dann verstehe ich Deine Aufregung noch mehr es ging ja viel gerade über diesen Chat durch die Medien.Stern TV berichtete mehrfach darüber.
Dann würde ich schon mit Nachdruck darauf hinweisen das das nicht das richtige für eure Kleine ist zumal der Chat dort nicht überwacht wird.In ihrer Naivität geben die Kids Realdaten bekannt.

Gruss Delphin

[Editiert am 17/1/2006 von Delphin]


EINE/R ALLEIN kann ein WIR NICHT ZUSAMMENHALTEN

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Geschrieben : 17.01.2006 20:55
(@alyssa1706)
Rege dabei Registriert

🙂 @Aja........

danke für die Tips,nein das biegen und brechen hab ich aufgegeben,es führt zu nichts,ich versuche mich ab jetzt in Geduld zu üben *übgrad* 😀

@ Delphin......

es IST knuddels und auch ich habe die Medienberichte verfolgt u.mein Sohn hat ja negative Erfahrungen da gemacht,DESHALB war ich ja so erbost.

lg Alyssa


Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.

Samuel Goldwyn(1882-1974)

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 18.01.2006 00:02
(@Austausch-Mann)

Ich habe nicht alle Posts hierzu im Detail gelesen, aber für mich steht so viel fest: Die Mutter neigt sehr stark dazu, alles was der Vater Macht negativ zu sehen. Wenn sie noch mit ihm zusammen und verliebt wäre, wären das Kleinigkeiten über die man, wenn überhaupt, mal kurz spricht. Da sie im Schwimmbad nicht selbst dabei war, kann sie nicht beurteilen, ob der Mann alles im Blick hatte oder nicht. Chat ist wahrscheinlich nicht sinnvoll, aber auch nicht zwangsläufig schädlich, denke ich.

Ich sehe da Parallelen zu meiner Situation: In den letzten Monaten vor unserer Trennung hat meine Frau fast alles was ich tat negativ empfunden. Die Dinge, die sehr gut liefen oder einfach liefen oder ohne ihr Zutun von mir organisiert waren, wurden überhaupt nicht registriert. Stattdessen wurde jeder kleine "Fehler" von mir, extrem negativ aufgebauscht.

Ganz anders jetzt bei ihrem neuen Partner, da sie frisch verliebt ist. Alles Negative wird so gut wie nicht registriert. Und alles normale wird extrem positiv gesehen.

Beispiel: Wir hatten einen großen Van, den hauptsächlich meine Frau fuhr, die Familienkutsche sozusagen. Weiterhin einen Kombi, meinen Dienstwagen, den ich auch privat nutzen darf. Der Kombi kostet durch pauschale Versteuerung des Geldwerten Vorteils jeden Monat das gleiche; egal ob ich 100 km privat fahre oder 1000 km. Benzin, Inspektionen, Reparaturen, Reifen, Versicherung - alles inklusive. Vor diesem Hintergrund war ich immer bestrebt, das wir abends und am Wochenende mit dem Kombi fahren, einfach um "kostenlos" unterwegs zu sein. Sie wollte immer mit dem großen Wagen fahren, so auch im letzten innderdeutschen Urlaub, was alleine mit 250 Euro Benzin zu Buche schlug.

Nun war sie Samstag in einem ca. 50 km entfernen Einkaufszentrum mit ihrem neuen und dessen sehr kleinen Kombi. Als man vom Einkaufszentrum die 200 Meter bis zum Parkhaus gelaufen und ein großes Paket getragen hatte, stellte man fest, dass es NICHT ins Auto passt. Selbst ohne Verpackung reichte es nicht. Die Folge: 200 Meter zurücklatschen, die Ware im Geschäft abgeben und darum betteln das Teil bis zum Montag einlagen zu dürfen. Am Montag einen VW-Bus bei Bekannten geliehen, nochmal hingefahren...usw.

Situation 1 (positive Grundstimmung, frisch verliebt): Ach mein Schatzi, das ist doch gar nicht schlimm, wir mussten ja nur schnell das Teil zurücktragen, haben nur lächerliche 100 km zurückgelegt und müssen uns am Montag nur noch ein passendes Auto leihen und noch einmal 100 km fahren. 3 Stunden in unserem ewigen gemeinsamen leben sind weg. Das macht aber gar nichts, schließlich haben wir ja noch 100 gemeinsame glückliche Jahre vor uns. Ich liebe Dich so doll mein Held 🙂

Situation 2 (negative Grundstimmung, Endzeit der Beziehung): Du Blödmann! Ich habe Dir doch gleich gesagt, dass wir den Van nehmen sollen. Was machen wir denn jetzt?! Wir können das schwere Teil doch jetzt nicht hier stehen lassen,oder? Dein Problem! Ich gehe jetzt mit den Kindern ein Eis essen und Du fährst nach Hause und holst den Van! Wie kann man nur so blöd sein! Immer wird am falschen Ende gespart.

Stichwort: Selffullfilling Prophecy

Es empfiehlt sich grundsätzlich, anderen eine positive Grundhaltung entgegen zu bringen. Vor allen Dingen sollte man immer versuchen, sich einmal die Sache aus der "Vogelperspektive" anzuschauen, als Außenstehender. Ich arbeite im Vertrieb und schon von berufswegen versuche ich immer zu ergründen, was andere Leute warum entscheiden. Was sie dabei denken, warum sie so handeln. Wie wirke ich? Wie wirkt das was ich sage? Welcher Wahrnehmungstyp ist der andere? Was ist ihm wichtig? Usw. Es macht durchaus Sinn, sich immer wieder einmal in die "Gegenseite" hineinzuversetzen. Wie würde man "auf der anderen" Seite die Situation sehen und wie würde man handeln.


AntwortZitat
Geschrieben : 21.01.2006 03:33
(@delphin)
Nicht wegzudenken Registriert

@Austausch-Mann

es empfiehlt sich alle post dieses Threads zu lesen,sind ja nicht wirklich viele 😉

Ausserdem halte ich das für eine gewagte These zu behaupten das wenn die Eltern noch zusammen wären diese Geschichte NICHT zur Sprache gekommen wäre oder nur kurz ...das Kind war gefährdet(Schwimmbadsituation)wenn er es im Blick hatte so konnte er jedenfalls nicht schnell genug eingreifen.
Ob Alyssa das überzogen sieht oder nicht können wir nicht beurteilen.

Was die Chatsituation angeht so hat Alyssa nicht ganz unrecht kennst du den Knuddels Chat?Abgesehen von den Medienberichten darüber besteht doch immer die Gefahr das Kids persönliche Daten herausgeben und sich die Geschwister sowie die Mutter in "Schwierigkeiten" bringen können.

Was Deine detailierte Beschreibung über die Sichtweise einer Sache angeht gebe ich Dir Recht!Es hängt massgeblich von unseren Emotionen der jeweiligen Person gegenüber ab wie wir eine Sache interpretieren! :thumbup:

Das erlebe ich auch jeden Tag aufs neue an mir selbst oder auch hier im Forum.

Delphin


EINE/R ALLEIN kann ein WIR NICHT ZUSAMMENHALTEN

AntwortZitat
Geschrieben : 21.01.2006 12:26
(@alyssa1706)
Rege dabei Registriert

@Austausch-Mann.......

wie Delphin schon eben sagte,man(n) sollte erst alles lesen,bevor man urteilt.
Wie ich schon mehrmals anmerkte,liegt es mir fern zu übertreiben,aber ich denke wir alle hier sind in emotionalen Ausnahmesituationen sodass schon mal das ein- oder andere vielleicht etwas unklar
rüberkommt.Das mit den Chaterfahrungen haben wir ja schon öfter diskutiert u.ich denke,ich bin da mit meiner Meinung nicht ganz so alleine,wie du denkst.
Was die Schwimmbadsituation anbelangt,nein,ich war nicht dabei,aber ich wüsste nicht aus welchem Grund ich solchen Erzählungen meiner Kinder nicht glauben sollte,da ich ja nun mal meinen EX besser kenne,wie Du. Im übrigen halte ich mich auch seitdem mit Äußerungen diesbezüglich diskret im Hintergrund.
PS: nicht immer sind es die Frauen,die den Männern das nacheheliche Leben zur Hölle machen...... 😛

Gruß Alyssa


Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.

Samuel Goldwyn(1882-1974)

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.01.2006 12:55
 AJA
(@aja)
Registriert

Grundsätzlich hast du nicht ganz unrecht, Austauschmann. Ich selbst habe mich schon dabei ertappt manche Dinge anders oder "über" zu bewerten.

Aber was z. B. die Schwimmbadsituation angeht, da ich mich weiter oben schon dazu geäussert habe:

Mein Ex meinte, das könne schon mal passieren. Ich sage, das DARF nicht passieren. Ich kann nicht einem quirligen vierjährigen die Schwimmflügel ausziehen und dann davon ausgehen, dass er nicht mehr davon läuft. Ich habe das immer so gehandthabt, dass ich ihm die Dinger erst nach dem Duschen in der Garderobe ausgezogen habe.

Allerdings muss ich zur Entschuldigung des Vaters anführen, dass er nicht meine Routine hatte, da er zu Ehezeiten nie mit ins Schwimmbad gegangen ist. Weiterhin habe ich erst viele Monate später von den Kindern zufällig erfahren, dass er eigentlich seine Schwester mit der Beaufsichtung des Junior beauftragt hatte, während er unter der Dusche stand. Von daher ist ihm schon gar kein Fehlverhalten anzulasten, sondern allein der Schwester.

Aber das sind Dinge, über die man reden kann, wenn man miteinander reden kann.

Ich kann Alyssa verstehen, dass sie im ersten Moment geschockt ist, das war ich auch. Allerdings ist es doch möglicherweise auch so, dass manche Dinge, wenn man ausführllich darüber gesprochen hat, wie man es anders oder besser machen könnte, ein Stück weit ihren Schrecken verlieren.

Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass solche Gespräche manchmal den gegenteiligen Effekt haben. Da wird dann erst recht, weil... die Mutter hysterisch ist und der Vater eher locker oder umgekehrt. Die berühmte Paarebene :puzz:

Die Mutter neigt sehr stark dazu, alles was der Vater Macht negativ zu sehen.

Das lässt sich auch umdrehen. Siehe mein Beispiel. Wann immer ich gebeten habe, auf das ein oder andere zu achten, wurde erst recht nicht geachtet, denn ich mache ja eh alles falsch. Aus diesem Grund habe ich irgendwann überhaupt nichts mehr gesagt und zum lieben Vater im Himmel gebetet, dass er ein Auge auf meine Kinder wirft. Ihr könnt mich jetzt natürlich genauso als hysterisch bezeichnen wie mein Ex das tut, aber ich glaube nicht dass es Hysterie ist, wenn ich einen Anruf einer siebenjährigen bekomme, die sich zu Tode ängstigt, weil der Papa jetzt schon eineinhalb Stunden weg ist, obwohl er doch nur kurz zum Einkaufen fahren wollte. Hätte ich gesagt - lass die Kinder bitte nicht allein, wäre das wieder maßlos übertrieben gewesen. Er musste diese Erfahrung selbst machen und ein völlig verängstigtes Kind auffinden.

Das nur zu den unterschiedlichen Sichtweisen...

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 21.01.2006 13:35
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