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(@fatherofnight)
Schon was gesagt Registriert

.... und so ist er dann da, der Tag an dem dir deine Frau kreischt: "ich will nicht mehr, das du hier wohnst". Absehbar war es ja schon lange, später fragst du dich warum du nicht eigentlich schon viel früher deine Sachen gepackt hast, an ein "Happy End" hast du ganz tief in dir eh nicht mehr geglaubt. Daran ändert auch das Kind nichts, daß du liebst  Warum also nicht schon viel früher? Egal, jetzt ist es jedenfalls soweit, du bist raus.

So ein Rauswurf ist ein wirklich faszinierender Augenblick. Einerseits bist du überrollt davon, wie sich die Dinge entwickelt haben. Wahrscheinlich hast du dich monatelang mit deiner Frau nur noch rumgequält, hast dich in Arbeit geflüchtet, warst froh, wenn du auf Geschäftsreise gehen konntest, weil du dann endlich mal wieder in Ruhe mehr als 4 Stunden in einem normalen Bett schlafen konntest. Weg von den Kreuzschmerzen nach einer Nacht auf der Wohnzimmercoach, und weg von der hysterischen Mutter, die davon überfordert ist, dass dein Kind nachts Hunger hat. Und genau deswegen bist du erleichtert, weil du eben raus bist, und den Rest deiner Tage mit einer depressiven Frau zusammenzuleben keine Alternative mehr sein kann. Du bist frei, und gibst die Handschellen an der Wohnungstür ab.

Dann geht es los, du must ein paar essentials organisieren, erstmal irgendwo unterkommen. Jetzt ist einer der Momente, bei denen gute Freunde echt Gold wert sind. Endlich hast wieder Leute um dich herum, die dir zuhören, mit denen du dich normal unterhalten kannst. Bei denen du die Ereignisse so schildern kannst, wie sie dir gut tun, deine Sicht der Dinge eben, subjektiv wohlwollend.

Es beginnt die Zeit der Spannungsbögen, der nachpartnerschaftlichen Konfrontation. Und du hast keine Ahnung wohin dich die Reise führt.

to be continued


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 20.08.2006 23:40
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Und dein Kind ist 'drinnen'.  :exclam:


AntwortZitat
Geschrieben : 21.08.2006 11:47
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin FatherOfNight,

herzlich willkommen bei Vatersein.

Dein Stil liesst sich ein wenig sarkastisch.
Ich würde mich freuen, wenn Du noch mehr Informationen könntest, wie z.B. Alter des (der?) Kindes, wie lange wart ihr verheiratet?
Wie kam es, das Du überhaupt erst die Handschellen angelegt hast .... ?

Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 21.08.2006 12:32