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(@maxim20)
Rege dabei Registriert

Guten Tag,

Ich habe eine eher generelle Frage.
In einige Wochen zieht meine Freundin weg von mir, mit dem Kind. Unsere Verhaeltnisse sind sehr sehr schlecht. Wir sind zum Glueck nicht verheiratet, aber sie hat leider alleinige SR. Sie zieht in eine andere Stadt, zu ihrer Mutter, ziemlich weit von mir.

Wie ich aus diesem Forum lernen konnte, es liegen vor mir haarstaeubenden Erfahrungen: Kampf um Umgangsrecht (ich glaube, so einfach kriege ich das Kind nicht), Abgewohnen meines Sohnes, Kampf um Unterhalt, Anwalts-Ausgaben in hoehe von zig-tausende von Euros, usw.

Kurz zur Vorgeschichte. Wir hatten auch frueher oft Probleme. Wenn sie mit irgendwas nicht zufrieden ist, dann vergisst sie es nie, betrachtet es als "Beledigung" und sammelt solche Bedeldigungen an. Und ein Mal hat sie schon versucht, von mir wegzugehen (hat aber in 3 Tage angerufen und zurueckgekehrt).
Vor 3 Jahre sind wir in eine neue Stadt umgezogen. (Ich hatte ein gutes Job gekriegt). Ich dachte, dass es eine gute Idee waere, wenn sie mehr Zeit mit dem Kind ist, und um Kind und Haushalt kuemmert  (ich weiss ich weiss dass es nach XIX Jahrhundert klingt). Vor dem Umzug hat sie gearbeitet, (irgendwie aehnelte diese Arbeit mehr Spass-Treffen), hat aber zu wenig Zeit dem Kind gegeben. Wenn Kind Essen sollte, war sie immer mit einer Freundin telefoniert. Hier in der neuen Stadt  konnte sie sich nicht so gut arrangieren, dem Kind aber geht es blendend: Sportangebote, beste Schule, usw.
Bei uns kam es fast permanent zu Streitigkeiten. Ich wollte, wie gesagt, dass sie um Kind/Haushalt kuemmert; als Gegenmittel hat sie geweigert ueberhaupt irgendwas zu machen.
Alle neue Probleme in neuer Wohngegend plus Haushalt musste dann ich erledigen (nach der Arbeit). Sie sitzt 2 Jahre Tag und Nachr in Internet (bringt das Kind in die Schule und gleich zum PC, usw.). Letztes Sommer hat sie gesagt, dass sie zurueck zu ihrer Mutter geht. Ich habe sie dann gebeten zu bleiben. Dadurch aber ging es los mit der Erpressung: seit Sommer habe ich 7 Mal pro Woche gehoert, dass sie von mir weg gehen wird; ich konnte nicht schlafen, da ich dachte dass sie das Kind Mitte des Schuljahres aus der Schule nimmt. Seit Januar schlaeft sie im Kinderzimmer (sitzt da auch nachts in Chats), da sie mich hasst. Um Haushalt, Wohnung, usw. kuemmert sie sich auch nicht (und ich bin ganz oefters im Buero, aufs Reisen, muss auch kochen, buegeln, mit dem Kind spielen, usw. - daher ist auch unsere Wohnung keinesfalls gut gepflegt). Das Kind hatte Schwierigkeiten in der Schule, hat keine Freunde, und sie macht sich keine Muehe, ihm zu helfen.

Jetzt ist das Schuljahr vorbei, und ich bitte sie natuerlich nicht mehr zu bleiben. Ich  will diese Erpressung und permanente Streitigkeiten und Hass beenden.

Irgendwie scheint sie aber nicht mehr so sicher mit der Entscheidung wegzugehen. (wahrscheinlich, einfach aus Faulheit; Job hat sie auch keine).

Ich  liebe  das Kind sehr, und alles was ich hier gelesen habe bedeutet dass es nichts gutes vor uns liegt, wenn sie wegzieht (Kampf um Umgangsrecht , um Unterhalt, Anwalte, usw.). Vor allem schmerzt mir, dass ich mein Sohn ein Mal pro Monat sehe und nicht jeden Tag mit ihm bin. Auch das Kind weihnte immer, wenn sie in seiner Anwesenheit schreit, dass sie (mit ihm) weggehen will.

Was meint ihr: soll ich doch versuchen solches Leben weiterzufuehren, um mit dem Kind noch einige Jahre zu sein?

Max


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 14.06.2008 16:30
(@jemmy)
Registriert

Hallo Max

Herzlich willkommen bei VS.de

Ich denke mal, in deiner Situation ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende. Auch dem Kind tut man keinen Gefallen, wenn man versucht eine Beziehung aufrecht zu erhalten, welche de facto gar nicht mehr existent ist. Für dich ist es natürlich eine äußerst schwierige Situation und du musst dich darauf einstellen, dass es noch um einiges schwieriger werden wird, bevor es besser wird.
Was die Zukunft bringen wird steht jetzt noch in den Sternen. In jedem Fall wird sich die Situation für dich persönlich mit Sicherheit verbessern. Es kratzt natürlich am Ego, wenn man zum bezahl - Vater degradiert wird und zudem auch noch einen regelmäßigen Umgang mit dem Kind erkämpfen oder sogar erstreiten muss.
Aber letzten Endes, was wäre die Alternative? So weitermachen wie bisher? Sich nach und nach immer mehr selbst aufgeben? Nein, das kann es nicht sein.
Bisher hast du offenbar gegen die Trennung angekämpft, möglicherweise solltest du eine andere Taktik in Erwägung ziehen. Es wäre doch mal ganz interessant herauszufinden, was deine zukünftige Ex von sich gibt wenn du ihr zu verstehen gibst, das du dich darauf freust ihren Launen und ihrer Selbstherrlichkeit nicht nur ausgesetzt zu sein, wenn sie erst einmal weg ist. Verschlimmern kannst du die Situation damit nicht mehr, aber möglicherweise kannst du damit dafür sorgen, dass diese Situation damit möglichst bald ein Ende hat.

Ich wünsche dir in jedem Fall viel Kraft, wirst du brauchen.

LG Jemmy


Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World

AntwortZitat
Geschrieben : 14.06.2008 18:34
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Max,

zunächst mal kann ich Dir eine Sorge nehmen: Die eventuell vor Dir liegenden rechtlichen Streitigkeiten werden ganz sicher nicht "-zigtausende von Euros" kosten. Den Unterhalt für Dein Kind kannst Du mit Hilfe der "Düsseldorfer Tabelle" selbst ausrechnen (oder uns ein paar Zahlen zu Deinem Einkommen geben, dann rechnen wir mal für Dich). Anschliessend lässt Du ihn beim Jugendamt titulieren (kostet nix) und bezahlst ihn auf's Konto der Mutter. Insofern gibt's an dieser Front schon mal keinen Grund für einen Rechtsstreit.

Aus Deiner Schilderung entnehme ich, dass das Kind älter als 3 Jahre ist. Für Deine "Nicht-mehr-Freundin" bedeutet das, dass sie sich nach einer Trennung selbst um Arbeit bemühen muss, weil sie keinen Unterhaltsanspruch gegen Dich hat. Wird ziemlich hart für sie werden, denn mit "den ganzen Tag chatten" ist dann nichts mehr. Und bügeln, einkaufen & Co wird sie auch selbst müssen...

Was bleiben wird, ist die Frage des Umgangs. Da sind Kinderbesitzerinnen oft erbarmungslos. Kostenmässig wird Dich das nicht an den Rand des Möglichen bringen, aber Du wirst gute Nerven brauchen, falls Madame den Umgang zwischen Eurem Sohn und Dir boykottiert oder durch einem Weit-Weg-Umzug erschwert.

Unkonventioneller Vorschlag: Vielleicht kannst Du Deiner "DEF" einen Verbleib in Deiner Nähe schmackhaft machen, indem Du ihr einen monatlichen Betrag von 100 oder 200 EUR in Aussicht stellst - und genügend Freizeit für sich selbst, in der Du Dich ums Kind kümmerst. Arbeiten wird sie zwar trotzdem müssen, aber vielleicht dämpft das ihre Lust auf's Streiten und den Umgangsboykott? Das Ganze natürlich nur freiwillig und nur so lange, wie alles gut läuft...

Energisch abraten kann aber auch ich Dir nur vom Aufrechterhalten einer Beziehung, die keine (mehr) ist - auch Euer Kind würde darunter entsetzlich leiden. Du tätest ihm damit ganz sicher keinen Gefallen - kein Kind braucht Eltern, die umeinander herumschleichen wie Katz und Maus.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.06.2008 19:11
(@maxim20)
Rege dabei Registriert

Danke, Jemmy, Danke, Martin!

Anderseits, ich will zu dem Thema einige Saetze aus diesem Forum zitieren:

"Eine Frage habe ich Legolas, wie hälst du das aus deine Tochter nur so wenig zu sehen im Gegensatz zu früher? Mich macht es wahnsinnig nur einen Tag alle zwei Wochen, und dabei ist es jetzt erst das zweite mal dass ich meine Kinder nur an einem Tag am WE sehen darf."
"aushalten, das ist wohl das falsche Wort. Aushalten ist nicht möglich, vielleicht ertragen, aber das beschreibt es auch nicht wirklich... Dieses dumpfe, schwere Gefühl im Bauch, das man immer mit sich herumträgt, dass hat wohl keinen wirklichen Namen..."

Es ist schwer, mit diesem (siehe Zitaten oben) Hintergrund auf ihrer (vielmals gedrohten) Abreise zu bestehen. Mit dem Kind zu leben macht doch "suechtig".


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.06.2008 23:06
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo maxim,

Es ist schwer, mit diesem (siehe Zitaten oben) Hintergrund auf ihrer (vielmals gedrohten) Abreise zu bestehen.

Was wenn sie nicht nur droht zu gehen, sondern es tut. Was ist, wenn sie nen neuen kennenlernt, der ihr vielleicht mehr zu beiten hat als du? Dann ist sie auch weg und du hast vielleicht noch weiter Jahre in einer unglücklichen "wieauchimmer"-Beziehung gelebt. Da du kein GSR hast wirst du auch in ein paar Jahren das Kind nicht unbedingt gegen ihren Willen bei dir behalten kansnt.

Desweitern möchte ich dir nochmal ans Herz legen: Welchens Bild einer Familie, einer gesunden Beziehung wird eurem Kind derzeit vermittelt? Auch wenn wir es nicht gerne hören, Kinder orientieren sich zuallererst an uns Eltern. Ein Kind das jahrelang erlebt das sich die Etlern nichts mehr zu sagen haben und nur noch nebeneinander herleben doer schlimmeres wird dieses Form auch für das eigene Leben übernehmen... möchtest du wirklich das dein Kind zu einem bindungsproblematisch behafteten Menschen wird? Und "nur" weil du süchtig nach einem Leben mit diesem Kind bist?

Wäre es da nicht besser es erlebt zeitweise einen Papa der eine glückliche Beziehung mit einer anderen Frau führt und kann sich das als Beispiel nehmen?

Meinem Mann hat es die Tänen in die Augen getrieben als seine große Tochter mal zu ihm und mir sagte: Ich bin froh das ihr euch habt, ihr streitet wenigstens nicht so wie Mama und Papa damals...

Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 15.06.2008 17:14
(@maxim20)
Rege dabei Registriert

Für dich ist es natürlich eine äußerst schwierige Situation und du musst dich darauf einstellen, dass es noch um einiges schwieriger werden wird, bevor es besser wird.
Was die Zukunft bringen wird steht jetzt noch in den Sternen. In jedem Fall wird sich die Situation für dich persönlich mit Sicherheit verbessern.

Danke, Jemmy. Jetzt ist sie weg, meine Wohnung sieht aus, wie zerbombt (na ja, viele Spielzeuge des Kindes hat sie  hier lassen, und ich will sie vorerst nicht aufraeumen). Und ich erlebe auch nicht die besten Stunden/Tage meines Lebens. Besonders wenn ich in die leere Wohnung komme.
Du schreibt "du musst dich darauf einstellen, dass es noch um einiges schwieriger werden wird, bevor es besser wird". Wie erlebt man diese Zeit normalerweise?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.06.2008 21:57