Hallo,
ich habe mich vor einiger Zeit hier angemeldet und seitdem auch sehr interessiert und zum Teil auch sehr betroffen in diesem Forum gelesen.
Heute bin ich nun auch soweit dass ich euch meine „Geschichte“ erzählen möchte. Einfach um es mal loszuwerden oder auch um vielleicht um auch von eurer Seite Meinungen oder Ratschläge zu hören.
Wir sind jetzt seit 11 Jahren zusammen, nicht verheiratet und haben 2 tolle Kinder. Die 2 sind 6 und 3 Jahre alt. Sie hat das alleinige Sorgerecht.
Unsere Beziehung ist schon seit einiger Zeit „sehr angespannt“. Meine Frau ist seit geraumer Zeit nicht mehr wirklich glücklich in unserer Beziehung. Ich selber war zwar auch nie sehr erbaut von den Streitereien und Launen, dennoch liebe ich sie und bin überzeugt davon dass wir diese Zeit gemeinsam durchstehen und wieder bessere Zeiten kommen werden. Hauptstreitpunkt ist unter Anderem mein Zeitmanagement. Ich bin selbstständig und meine Zeit ist leider oftmals knapp bemessen. Meine Frau geht 4 Stunden arbeiten.
Es fehlt ihr die gemeinsame Zeit und eben auch eine bessere Aufteilung aller alltäglichen Aufgaben. Zudem vermisst sie von meiner Seite ein Wirgefühl und ich glaube auch dass sie sich nicht mehr wirklich geliebt fühlt. Wir hatten schon einige lange Gespräche in denen sie mir viele ihrer Sorgen geschildert hat. Einiges hat sich seit dem auch gebessert. Nur fehlt ihr das Vertrauen für eine gemeinsame Zukunft. Es ist mit Sicherheit die Summe vieler Dinge und auch eine ziemlich lange Zeit des Nachdenkens die sie nun zu dem Entschluss gebracht hat so in der Art und Weise nicht mehr weiter leben zu können.
Vor knapp 2 Monaten wurde ich dann mit der Frage konfrontiert ob ich mir vorstellen könnte mir eine eigene Wohnung zu suchen und wir würden dann je wochenweise die Kinder haben.
Ich habe das abgelehnt und erklärt dass ich mir das gar nicht vorstellen kann, weil ich an diese Familie glaube und dafür alles tun möchte das es eine solche bleibt.
Nun leben wir bis dato weiterhin in der gemeinsamen Wohnung und wir versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Es ist aber offensichtlich dass es ihr nicht gut geht dabei. Sie ist merklich unzufrieden und ihr Gemütszustand ist dem entsprechend. Die Kinder fragen auch schon was denn los ist. Sie merken ja auch dass der „normale“ Umgang zwischen Mama und Papa eben nicht mehr da ist. Es ist ein freundliches aber eben distanziertes Miteinander.
Es tut uns Allen aber auf die Dauer nicht gut. Vielleicht entspannt sich die Situation ja wenn ich wirklich ausziehe, aber genau damit habe ich ein richtiges Problem. Ich will es einfach nicht, aber mache ich damit nicht immer mehr kaputt? Sie möchte mit mir darüber reden wie wir den Umgang mit den Kindern in Zukunft regeln, die wochenweise Regelung kommt für sie nämlich schon nicht mehr in Frage. Sorry ich kann darüber im Augenblick nicht reden…..ich bin wie zugeschnürt
und auch reichlich verzweifelt.
Sad Daddy
Guten Morgen 🙂
Von mir mal ein paar Fragen vorab:
Hat Deine Frau etwas dazu gesagt, warum sie plötzlich von einem Wechselmodell nichts mehr hält?
Weißt Du, ob sie bereits einen Anwalt konsultiert hat?
Glaubst Du, es würde Sinn machen, wenn ich mich mit ihr in Verbindung setze (per Mail), um ihr von unserem WM zu berichten?
Ich persönlich halte nichts davon weiter zusammen zu leben, nur der Kinder wegen. Denn wie Du schon schreibst, die Kinder merken, dass etwas nicht stimmt. Allerdings solltest Du nicht einfach ausziehen, denn wenn Du die Kinder bei ihr lässt, dann würdest Du im (fast) schlimmsten Fall zum Zahl- und Wochenendvater degradiert.
Sorry für die Kürze meiner Antwort, aber ich schreibe gerade zwischen zwei Meetings. Später gerne mehr!
LG WH
Servus Sad Daddy!
Allerdings solltest Du nicht einfach ausziehen, denn wenn Du die Kinder bei ihr lässt, dann würdest Du im (fast) schlimmsten Fall zum Zahl- und Wochenendvater degradiert.
Ich schliesse mich Wolkenhimmel an, aber auch unter einem anderen Gesichtspunkt:
sie ist unzufrieden, ergo sollte sie auch die neuen Wege gehen, in diesem Fall ausziehen und die Kids erst mal in ihrer gewohnten Umgebung lassen. Ich könnte mir vorstellen, dass Du ihr dabei keine finanziellen Geiseln in den Weg legen und im Falle einer Trennung dem wöchentlichen Wechsel bei der Kinderbetreuung zustimmen würdest.
Nichtsdestotrotz würde ich den Weg eine Ehe-/Paarberatung versuchen, sofern ihr das nicht bereits getan habt (es gibt übrigens auch Trennungsberatung).
Grüße ausm Süden
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Moin Marco,
sie ist unzufrieden, ergo sollte sie auch die neuen Wege gehen, in diesem Fall ausziehen und die Kids erst mal in ihrer gewohnten Umgebung lassen.
das ist bei einer alleinsorgeberechtigten Mutter eher keine Option; schon gar keine einklagbare. Das Wechselmodell kann sie heute gut finden und morgen nicht mehr, ohne Angabe von Gründen. SIE kann mit den Kindern aus- und umziehen, wenn sie das für richtig hält.
Möglicherweise wäre eine Mediation eine Möglichkeit, wenn beide Partner daran arbeiten wollen. Aber was eine Mutter mit ASR tatsächlich tun muss (und vor allem: was sie NICHT tun muss), sollte allgemein bekannt sein...
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
@Martin!
Habe ich im Eifer des Gefechts überlesen :redhead: ...Asche auf mein Haupt!
Kannst Du den Beitrag hinsichtlich Auszug bitte entfernen oder durchstreichen??
Danke
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Danke für eure Anregungen und Meinungen,
@WH Warum sie das Wechselmodell nicht mehr möchte weiß ich nicht genau. Sie glaubt das es für die Kinder nicht so gut wäre, dieses ständige Hin und Her. Einen Anwalt hat sie meiner Meinung nach nicht konsultiert. An dem Punkt sind wir auch noch nicht. Ihr wäre jetzt das klärende Gespräch am Wichtigsten. Das ist aber eben das Gespräch in dem es mehrheitlich darum geht wann und wie ziehe ich aus und wie geht es danach mit uns Vieren weiter. Jetzt haltet mich von mir aus für feige oder was auch immer.....aber ich bin emotional im Augenblick nicht wirklich in der Lage genau darüber zu reden. Obwohl ich auch weiß das sie mir ja quasi die Hand reicht um das für uns Alle bestmöglich zu gestalten. Und je länger ich damit warte desto mehr wächst ihr Frust und Mißmut, denke ich.
Auf deinen Vorschlag sich mit ihr in Verbindung zu setzen komme ich evtl. gegebenenfalls gerne drauf zurück. Vielen Dank für dieses Angebot. Das mit dem Wochenendpapa ist eben auch meine Sorge und darauf das die Kinder bei mir immer das "sonnige" WE erleben und bei ihr den grauen Alltag hat sie ja auch keine Lust.
@Marco Das sie auszieht hat sie auch schon in Erwägung gezogen, aber dann mit den Kindern........Da hätten wir ja alle richtig was gekonnt!!!! Einer Beratung / Mediation hat sie grundsätzlich zugestimmt. Das würde sie für mich machen. Das evtl. ein Aussenstehender mir nach ausreichender Studie der Fakten erklärt warum sie jetzt an dem Punkt ist. Weil ich es aus ihrem Mund ja nicht in der Endkonsequenz nachvollziehen kann. Was bringt mir so etwas? Für sie wäre das nur ein weiterer Versuch mir klar zu machen was und wie sie denkt.
Was das Sorgerecht angeht, will ich natürlich schon versuchen sie zu fragen ob sie bereit ist es in ein gemeinsames zu wandeln. Wie es diesbezüglich mit meinen Chancen aussieht??????
Wie auch immer, ich muss was tun. Die Situation hier zu Hause könnte man in etwa so beschreiben: Sie ist der Stier und ich das rote Tuch. Bis die Kinder im Bett sind ist alles schön, danach kehrt Frost ein. Das ist auf Dauer nicht tragbar - für keinen von uns Vieren.
Moin,
die Mediation könnte Dir dazu helfen, Deine Idee von GSR und Mediation umzusetzen. "Ich akzeptiere, dass ich in Deinem Leben keine Rolle mehr spielen werde. Zeige mir, dass Du akzeptierst, dass sich die Rolle im Leben meiner Kinder nicht verändern wird und lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Kinder zwei gleichberechtigte und an ihrem Leben teilhabende Elternteile behalten."
Die Mediation soll euch ja dazu anleiten, eine gemeinsame und gute Lösung zu finden.
Mit dem Ziel vor Augen sollte Dir auch gelingen, Dir bezüglich Deiner eigenen Trennungsschmerzen auf die Zunge zu beißen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Sad Daddy,
das hier
auch meine Sorge und darauf das die Kinder bei mir immer das "sonnige" WE erleben und bei ihr den grauen Alltag hat sie ja auch keine Lust.
ist eine Kernaussage!
Einerseits ist das eine typische Aussage in Kaffeekränzchen getrennter Mütter, und somit ein Alarmsignal, andererseits, wäre das aber evtl. ein (kurzer) Hebel für die WM-Argumentation:
"Ja Mausi, das möchte ich ja auch nicht! Ich möchte, genau die gleiche Alltagslast tragen wie du. Dafür ist das WM am besten geeignet, dann hast du auch Zeit dich mal um dich und deine Karriere zu kümmern und ich entlaste dich vom schweren Alltag!"
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hi,
wenn Du Hilfe zum Thema WM brauchst (oder Deine Frau eine AnsprechpartnerIN 😉 ) schick mir eine PN mit Deiner oder ihrer Mailadresse. Allerdings bin ich in der Woche nach Ostern nicht online, da bei meinen technisch rückständigen Eltern im Urlaub :redhead:
LG WH
