Hallo liebe Forumsgemeinde,
Ich bin 29 Jahre und bis Ende letzten Jahres hatte ich eigentlich aus meiner Sicht ein perfektes Leben. Ich habe einen guten Job, dem ich gern nachgehe, lernte 2004 meine Freundin kennen, kauften uns gemeinsam 2006 unseren schönen Hof und im September vergangenen Jahres wurde sie schwanger. In meinen Augen eigentlich der Bilderbuchstart in eine Familie wie ich sie mir immer gewünscht habe.
Leider bekamen wir in der Schwangerschaft immer mehr Probleme miteinander. Wir stritten uns dauernd über nichtigkeiten, niemand wollte auf den anderen mehr eingehen und jeder zog nur noch sein eigenes Ding durch. Da wir beide recht schnell erkannten das es so nicht weiter gehen kann und am wenigsten das Kind im Bauch leiden soll entschlossen wir uns für die Trennung. Ein sinnvolles miteinander schien beinahe Aussichtslos. Meine Freundin ging vorerst zu ihren Eltern und ich blieb allein zu Hause. Ich verfiel dann sehr schnell in Depressionen, hatte dauernd Angst und Panik vor dem gesamten Leben. Ich klammerte mich zu dieser Zeit an meinen besten Freund. Dieser versuchte mir auch zu helfen und versuchte mich wieder unter Leute zu bringen damit ich nicht allein bin. Dies gelang ihm auch, ich ging öfters mit aus aber hatte immer das Gefühl das etwas fehlt und fühlte mich sehr unwohl. Nun machte er mich mit seiner Nachbarin bekannt und nun nahm das Chaos seinen Lauf. Diese Frau schaffte es sehr schnell mich um den Finger zu wickeln. Sie war zu diesem Zeitpunkt in einer Beziehung die wohl nur von Problemen geprägt war. Ich versuchte immer zu schlichten, unternahm viel mit ihr und half bei finanziellen sowie allen anderen Problemen. Immer davon ausgegangen das ich so schnell keine Beziehung wollte, ließ ich mich immer wieder anstacheln und viel auf ihre Reize herein, den einen Tag war ich für sie ein und alles, am nächsten Tag ignorierte sie mich komplett und wollte nur ihre Ruhe haben. Ich suchte Rat bei meinem besten Freund, doch dieser interessierte sich anscheinend immer weniger für meine Probleme und gaab mir keine Ratschläge oder sonstiges mehr sondern kam immer mit dem gleichen Spruch: "Da kann ich dir nicht helfen"
Durch dieses hin und her ging es mir immer schlechter und die Hiobsbotschaft folgte auf den Fuß, ich erfuhr das mir meine schwangere Ex Freundin bereits Jahre zuvor fremd gegangen war was für mich zu diesem Zeitpunkt das schlimmste auf Erden war. Ich kam mit dieser Situation nicht zurecht, ich selbst bin noch nie fremdgegangen und für mich sollte das der Absturz sein. Ich zog mich in meine Einsamkeit zurück und redete mit niemandem mehr außer mit meiner Schwester. Es folgte das diese Nachbarin meines besten Freundes mich immer wieder zu sich eingeladen hat. Da sie auch merkte das es mir nicht gut ging versuchte sie mir zu helfen indem sie mir eine Tablette gab. Ohne zu wissen was das ist, nahm ich diese auch noch in meiner Dummheit. Es folgte was kommen musste, ich gewöhnte mich daran, ich dachte mir geht es nur noch gut wenn ich dieses Zeug nehme. Ohne es zu wissen rutschte ich immer weiter ab und lies mich immer weiter auf diese Person ein. Es folgte der Geschlechtsverkehr. Hinterher hatte ich enorme Gewissensbisse, meine Ex Freundin liegt schwanger zu Hause und ich lass mich hier auf eine andere ein und begriff das es so nicht geht. Doch dann kam der Horror: Ich erfuhr das diese Frau nun auch noch schwanger sei und sie war nicht gewillt auch nur an einer Abtreibung oder anderes zu denken. Sie stellte mich knallhart vor die Wahl, entweder du akzeptierst oder gehst und zahlst. Sollte ich gehen wollen werde ich die Hölle auf Erden erleben laut ihren Worten. Aus Angst und Panik entschied ich mich auch noch bei ihr zu bleiben. Von nun an lebte ich mehrere Wochen nur noch mit diesen Tabletten. Ich wusste teilweise nicht mehr was ich an manchen Tagen überhaupt gemacht habe. Wir unterhielten uns ab und zu über meine Ex Freundin und das sie ja nun auch schwanger sei, dies interessierte sie nicht und warf mir mehrere Sachen an den Kopf, das wenn ich beispielsweise das Kind in Zukunft sehen möchte dann nur wenn die Mutter nicht dabei ist. Ich erfuhr außerdem noch das zum Zeugungstermin nicht nur ich in Frage kam, sondern auch noch ihr Ex Freund, sowie mein eigentlich bis dahin bester Freund. Für mich war nun das Leben weitesgehend sinnlos geworden. Das einzigste was ich noch als positiv empfand war meine Arbeit die mich immer auf andere Gedanken brachte. Alles andere interessierte mich nicht mehr.
Der Zeitpunkt der Geburt rückte nahe und meine Ex Freundin versuchte mit mir Kontakt aufzunehmen was ich teilweise nicht wirklich zuließ, wir redeten ab und zu, das auch ganz normal aber ein richtiges zueinander fanden wir nicht. Ich beichtete ihr nun das ich mich auf eine andere eingelassen habe, was für sie nun der EInbruch war. Sie reagierte sehr sauer und wollte mich nun auch nicht bei der Geburt dabei haben.
Die Geburt ließ nun nicht lange auf sich warten, ich empfand dabei sogar endlich wieder richtige Freude. Als der Tag kam rief mich meine Ex Freundin an und sagte mir auch das ich gern vorbei kommen könnte. Nun machte mir die andere Person einen Strich durch die Rechnung indem sie vor mir umgefallen ist und ich sie so ins Krankenhaus fahren musste. Folgte nun dieses Thema ging es ihr sofort schlecht und ihr tat urplötzlich immer etwas weh.
Ich sah nun das es so nicht weitergehen kann. Ich entschied mich endlich von diesen Tabletten los zu kommen und diese Person zu verlassen.
Ich nahm heimlich Kontakt zu meiner Ex Freundin auf und wollte natürlich alles über meine Tochter wissen. Sie bat mir dann natürlich an das ich sofort vorbeikommen dürfe und mir die kleine auch ansehen dürfe. Dies konnte ich nun aber nicht. Ich sah mich als Drogenabhängig und wollte so niemandem gegenüber treten. Ich nahm nun zwei Wochen Urlaub und fuhr wieder nach Hause auf meinen Hof wo ich mich einschloss, mit niemandem redete und mich komplett isolierte. Ich versuchte nun von den Tabletten weg zu kommen was mir nicht gelang bis sie natürlich alle waren. Ich hatte permanent Selbstmordgedanken und wollte nicht mehr. Mehrmals versuchte ich es, hielt mich dann aber zurück und sah immer auf das Bild meiner süssen Tochter welches mir meine Ex Freundin noch zukommen ließ. So kam der Tag wo ich mich langsam aufrappeln konnte und einen Arzt aufsuchte. Diesem spielte ich aber vor das es mir einfach nicht gut ginge und er schrieb mich einfach nur krank. Nach mehreren Tagen nun kam ich langsam aber sicher wieder hoch und ging wieder raus ans Tageslicht. Nach drei Wochen Horror, schlafen und nochmals schlafen ging es mir soweit wieder ganz gut das ich diese Pillen nicht mehr benötigte zum Glück.
Meine Ex Freundin versuchte permanent mich zu erreichen und verstand natürlich nicht wie ich mich so abwende, mich nicht melde und anscheinend null interesse an meiner Tochter zeige. Ich sass nun zu Hause und ertrank permanent in meinem Selbstmitleid da ich mir nun über die vergangenen Wochen und Monate Gedanken machte und dachte wieder daran mir Tabletten zu besorgen. Dies verhinderte ich indem ich den Mut fasste und meine Ex Freundin anrief und mit ihr redete. Ich beichtete ihr nun das es noch eine Frau gibt die schwanger ist und ich in Frage komme. Von der Tablettenabghängigkeit erzählte ich vorerst noch nichts. Ich wollte gern endlich mein Kind sehen. Ich fuhr also zu ihr voller Angst und Depressionen. Sie erkannte sofort das ich gezeichnet bin von der Vergangenheit und brachte mich aber dann zu meiner Tochter. Als ich sie sah kam alles in mir hoch, meine Dummheit, meine unendliche Dummheit der vergangenen Wochen und Monate. Ich habe zuvor noch nie so etwas schönes gesehen als mein Kind. Ich weinte vor Glück und Freude als ich die kleine dann im Arm hielt.
Dies sollte der Wendepunkt sein und ich entschied mich mein Leben für mein Kind wieder auf die Reihe zu bringen. Meine Ex Freundin und ich verständigten uns das wir uns häufiger sehen und viel mit der kleinen Unternehmen was wir auch taten. In dieser Zeit wuchsen wir auch wieder zusammen und entschlossen uns, es wieder gemeinsam zu versuchen.
Ich versuchte mit allem anderen abzuschließen. Ich kündigte meinem bis dato besten Freund die Freundschaft da ich nun wusste wie er wirklich über mich denkt und isolierte mich völlig gegenüber anderen. Diese andere Person gab anfangs allerdings keine Ruhe und zeigte mich bei der Polizei an. Sie sagte aus ich hätte sie geschlagen und würde ihr nach laufen und ich durfte dann bei der Polizei antreten. Ich wurde behandelt wie ein krimineller und ich begann zu glauben das es hier gar keine Gerechtigkeit mehr gibt. Einer Frau die Schwanger ist wird anscheiend mehr geglaubt als der tatsächlichen Wahrheit. Glücklicherweise verlief das ganze im Sande da eine Bekannte für mich und gegen sie aussagte. Es entwickelte sich aus dieser Zeit nun eine riesen Angst vor dieser Person, sie bedrohte mich noch mehrfach per SMS und Telefon. Ich versuchte das alles zu ignorieren aber nun merke ich das es nicht mehr geht. Ich habe panische Angst vor die Tür zu gehen, am meisten jedoch mache ich mir Vorwürfe gegenüber meiner Freundin. Für mich ist diese Sache jetzt schlimmer als jeder Vertrauensbruch. Wenn ich unterwegs bin, mache ich mir nur noch Gedanken über mein von mir selbst zerstörtes Leben und das ich es so schön hätte haben können. Meine Freundin versucht nun mit der Situation umzugehen was ich ihr hoch anrechne denn eigentlich bin ich der Meinung habe ich weder sie noch meine Tochter überhaupt noch verdient. Nun stehe ich natürlich vor dem Problem das es da wohl noch ein Kind gibt und ich weiß absolut noch nicht wie ich vorgehen soll.
So das soll aber erstmal meine Geschichte sein.
Vielen Dank erstmal an alle die sich die Zeit genommen haben diese Zeilen zu lesen.
Liebe Grüße
Hi Housr1980
Herzlich Willkommen hier
Weisst Du eigentlich, was Deine Freundin-Exfreundin-Freundin wie ein Schatz ist? Kannst Du Dir vorstellen, wie sehr sie leiden muss?
Aber nein, Du versteckst Dich hinter den Tabletten, Deiner Sucht - machst diese verantwortlich für die Misere. Und natürlich die anderen, die sind Schuld. Es geht doch nicht um Schuld - die Zukunft gestalten ist gefragt. Und Deine Freundin, ebenso Dein Kind, geben Dir die Chance etwas zu ändern, neu zu gestalten. Dazu bedarf es aber, dass Du Dir über Dich selbst im klaren bist.
Das Du von den Tabletten runter bist kaufe ich Dir so nicht ab - dafür klingst Du viel zu labil. Entweder deckelst Du was, hast einen Ersatz dafür gefunden und im schlimmsten Fall bist Du bereits geschädigt. Deiner Schreibweise entnehme ich, dass Du intelligent bist und auch schlussfolgern kannst. Dann nutze es auch. Dabei wäre es ganz und gar nicht falsch, Deinen Arzt ins Vertrauen zu ziehen.
Das wichtigste, was Du n.m.M. machen kannst, ist, Dein Leben in den Griff zu bekommen mit Blick auf Dein Kind und Deine Freundin. Und sie hat verdammt viel Kraft - enttäusche die beiden nicht mit sowas. Das wird Anstrengung und Kraft kosten, aber ohne dem geht es nicht. Selbstkritik und -maßregelung ist gefragt, dann aktiv werden - nicht verstecken und ducken.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Hallo Oldie,
vielen Dank für Deine Antwort aber so ganz kann ich mich mit Deinen Zeilen nicht anfreunden und ich möchte da auch noch etwas zu sagen.
Ja mir ist extrem bewusst geworden wie sehr meine Freundin leidet. Das sie mir jetzt überhaupt die Chance gibt, wieder an ihrem Leben teil zu haben, rechne ich ihr mehr als hoch an denn wie gesagt bin ich der Meinung das ich das ganze gar nicht mehr verdient habe. Ich verstecke mich nicht gern hinter etwas aber es ist eine Tatsache das mich diese Chemiekalien in eine Abhängigkeit abdriften lassen haben welche ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr kontrollieren konnte. Und doch, es entspricht der Wahrheit das ich von diesen Mitteln komplett weg bin. Was Du allerdings richtig erkennst, das ich sehr labil bin und der Ersatz für diese Pillen sieht ganz einfach aus. Ich habe begonnen zu kämpfen, um meine Freundin, um meine Tochter und um mein Leben. Meine Freundin meint, sie weiß noch nicht weiß was sie tun wird wenn das Kind wirklich von mir sein sollte. Eine positive Seite gibt es da wohl nicht dies ist mir bewusst. Es wird darauf hinauslaufen das nicht nur ich mich jetzt, sondern auch sie sich damit auseinander setzen muss wenn wir eine weitere Zukunft haben wollen. In dieser Hinsicht mache ich mir wie gesagt die größten Vorwürfe. Ich habe sie verletzt, enttäuscht und um einen Traum gebracht welchen sie sich gewünscht hat. Ich könnte mir jetzt den ganzen Abend Selbstvorwürfe machen aber was bringt es? Das habe ich jetzt mehrere Wochen gemacht. Sie merkt gerade sehr genau wie es mir dabei geht und ich selbst habe den Schritt auch gewagt mich einem Psychologen anzuvertrauen auch wenn das gerade alles am Anfang steht.
Fakt ist, ich will mein Leben wieder in den Griff bekommen und alles für meine Familie tun was nötig ist. Dazu gehört natürlich auch, mich mit dem anderen Kind auseinander zu setzen.
Liebe Grüße
Matthias
Hallo,
bei der anderen Person würde ich es u.U. mal auf einen Vaterschaftstest ankommen lassen. Ansonsten wünsche ich Dir, daß Du dich wieder gut in den Griff kriegst und die Chance mit (ex)Freundin und Tochter gut zu nutzen weißt.
Liebe Grüße
Frieda
Glaub nicht alles was Du denkst.
Bevor man die Ex- und jetzt wieder Freundin in den Himmel
hebt möchte ich an das hier
und die Hiobsbotschaft folgte auf den Fuß, ich erfuhr das mir meine schwangere Ex Freundin bereits Jahre zuvor fremd gegangen war was für mich zu diesem Zeitpunkt das schlimmste auf Erden war.
erinnern.
Scheinbar habt ihr das auf die Länge des Post schon wieder
vergessen.
Ich bin die letzte die den ersten Stein wirft und natürlich ist
es nicht schön betrogen zu werden.... aber gerade darum,
das gilt auch für die - wie soll ich sie jetzt nennen - Freundin !?!
Darum halte ich es verkehrt, wenn House1980 meint jetzt
unterirdisch wandeln zu müssen und seine Freundin und
sein Kind gar nicht zu verdienen.
Ohne jetzt auf Deine Freundin losgehen zu wollen, wäre sie
damals nicht zu ihren Eltern.... ja, ich nenne es abgehauen,
wäre vermutlich alles andere nicht passiert.
Endweder hab ich heute meinen strengen Tag, aber nein...
Schwangerschaft gilt für mich als Ausrede nicht. Wenn alle
schwangeren Frauen aufgrund des durcheinandergewirbelten
Hormonhaushaltes ihre Männer und/oder Familien verließen,
würden die meisten schön dumm dreinschauen.
Nicht zu vergessen... sie hat Dich ebenfalls betrogen und
anscheinend weniger schlechtes Gewissen Dir gegenüber als
umgekehrt Du.
Darum House, mach Dich gerade und hör auf Dich zu
zerfleischen. Klär alles und auch den Betrug an Dir, mach
tabularasa wie man so schön sagt. Lasst nichts Ungesagtes
zwischen euch und das gibt es in jeder Beziehung und dann
fangt wenn ihr euch liebt mit eurem Kind noch einmal von
vorne an.
Ganz ohne Last, wobei ich das Ungeborene als solche eigentlich
ungern bezeichne, wird es sowieso nicht gehen.
Weder finanziell noch emontional.
Bevor Du dir darüber den Kopf zerbrichst, sollte aber vorher
ein Vaterschaftstest gemacht werden. Das bringt mich auf
eine unangenehme Frage - das Kind Deiner Freundin ist
ganz sicher von Dir ?
LG Marina
