Hallo,
auch ich befinde mich, wie die meisten die hier ihren ersten Beitrag verfassen in einer bescheidenen Situation.
Aber von Anfang an:
Wir sind seit fast 6 Jahren zusammen (nicht verheiratet), ich wohne auch fast so lange bei ihr im Haus. Das Haus ist ihr alleiniges Eigentum.
2011 kam unser Kind zur Welt, Wir hatten ca. 1/2 Jahr vor der Zeugung noch über das Thema Kinder gesprochen, dabei habe ich ihr klar gemacht, dass das Thema Kinder für mich (noch) nicht infrage kommt. Verhütung verlief immer mit Pille. Tja und dann war sie schwanger und behauptete allen Ernstes mir Bescheid gesagt zu haben, dass sie die Pille abgesetzt hat...
Also stand ich erstmal da mir der Tasache nun ein Kind zu erwarten obwohl ich mich vorher deutlich anders positioniert habe. Vertrauen klassisch ausgenutzt.
Es gab dann natürlich in der Schwangerschaft öfter Streit, fast nur wegen o.g. Thema
Kind kam zur Welt, die Streitereien ließen nicht nach, im Gegenteil sie war nur noch auf das Kind fixiert, wusste alles besser, ist die Übermutter. Meine Meinung zählt in Bezug auf das Kind nicht, ich hätte keine Ahnung davon.
Die Verlängerung ihrer Elternzeit hat sie sich durch meinen Vater finanzieren lassen, indem ich als Geizkragen hingestellt wurde dem sein Kind nichts wert ist. Generell hat sie auch meine Familie mittlerweile soweit im Griff, das ich der "Böse" bin. Sie ruft bei jedem Streit oder Problemen z.B. meine Mutter an um ihr alles zu berichten. Das ich nicht der Typ bin der gern alles vor anderen "breittritt" spielt ihr natürlich in die Karten, weil man immer nur ihre (geschönte) Version kennt.
Vor ca. 3 Wochen warf sie mich nach einem recht harmlosen Streit aus ihrem Haus, holte die Polizei (obwohl ich schon im Auto saß) und tauschte die Schlösser aus. Alles was ich hatte war mein Auto, Handy, Aktentasche und was ich auf dem Leib trug.
Das ich nachmittags noch ein paar notwendige Sachen für die nächsten Tage holen wollte lehnte sie ab. Sie wollte diese für mich packen und mir an einem neutralen Ort übergeben.
Nach langem Bitten und Betteln konnte ich doch für 10 Minuten rein und meine Sachen holen.
Nach einer Woche konnten wir vernünftig reden und einigten uns dem Kind zuliebe darauf (das ich es oft sehen kann) das ich in einem Zimmer in ihrem Haus weiter wohnen kann und wir sehen wie es sich entwickelt. Alle Kosten für Haushalt und Kind teilen wir uns.
Im Moment ist es so, dass ich jetzt hier sitze, geduldet bin, alles wortlos hinnehme, Kritik zurückhalte etc. nur um nicht rauszufliegen und mein Kind selten zu sehen. Finanziell ist es natürlich die attraktivste Lösung für mich.
Sie hat das alleinige Sorgerecht, was sie mir auch öfter deutlich zu verstehen gibt, d.h. wenn ich mit dem Kind mal spazieren gehen will, entscheidet sie ob ich dafür im Moment geeignet bin oder nicht (wenn wir grade eine Meinungsverschiedenheit hatten oder ich was kritisiert habe bin ich meist nicht geeignet). Desweiteren (und das war schon früher so) entscheidet sie sich z.B. wegzufahren, das Kind fährt mit - ich kann mir dann überlegen mitzufahren. Allein fährt sie nicht weg. Wenn ich weg will, kann ich fahren, hat sie Bock mitzukommen, fahren wir zu dritt, wenn nicht kann ich allein fahren. Wie gesagt, das war shon früher seit Geburt so und ist jetzt immer noch so.
Also sie hat immer das Druckmittel "Kind" ihre Interessen durchzusetzen, ich den Nachteil wenn ich mal das mache was mir Spass macht mein Kind nicht zu sehen.
In der Elternzeit bin ich die ganze Woche arbeiten gewesen um dann am Samstag zu erfahren das sie mit dem Kind mal zu einer Freundin fährt. Ich hatte das Kind die ganze Woche schon nicht gesehen und soll am Wochenende auch noch verzichten?
So genug der Beispiele...
Jetzt bin ich mir unschlüssig wie ich mich entscheiden soll. Wenn ich gehe, darf ich für ein Kind zahlen, dass ich selten sehe, wo ich kein Sorgerecht und damit Mitbestimmung habe und was mir genau genommen angehangen wurde.
Ich hab auch schon von ihr zu hören bekommen, dass ich in den ersten 3 Jahren das Kind sowieso kein ganzes Wochenende bekomme.
Da sie so auf das Kind fixiert ist, und das Kind somit auch auf sie, weint es schon los sobald sie nur den Raum verlässt. Dieser Umstand kann ihr natürlich vor dem Jugendamt für eine Umgangsregelung in die Karten spielen.
Ich habe schon mehrere Szenarien bei einer Trennung für mich durchgespielt:
1. toten Käfer spielen (unbekannt verziehen etc.)
2. Augen zu und durch und jeden Monat widerwillig zahlen mit kompletten Kontaktabbruch,
3. wie 2., jedoch mit Kümmern ums Kind (ich weiss nicht ob ich das auf Dauer org. und emotional hinbekomme),
4. komplett die Konfrontationsschiene fahren (widersprechen, ablehnen, klagen etc.),
5. Hartz IV machen und nicht leistungsfähig sein.
Ich sehe es irgendwie nicht ein den Finanzonkel zu spielen für Dinge die ich in meinem Leben anders geplant habe und die mir reingefuscht wurden.
Im Moment finde ich das alles sehr ungerecht, bin hier in einer Situation in die ich reingedrängt wurde, die andere für mich bestimmt haben.
Ich habe auch Horror davor, Gott und der Welt bekannt zugeben, dass meine Familie gescheitert ist. Das ist mir irgendwie peinlich, z.B. vor Arbeitskollegen.
Könnt ihr mir einen Rat geben?
Ich weiss das sich oben geschriebenes vielleicht etwas konfus und frustriert anhört, aber es spiegelt im Moment mein Empfinden wider.
Danke und Gruß!
P.S.: An alle meine Sachen und Unterlagen komme ich problemlos im Moment (wieder) ran.
Hallo Gonzo,
und erst mal, willkommen hier. Ich fange mal ganz hinten an:
P.S.: An alle meine Sachen und Unterlagen komme ich problemlos im Moment (wieder) ran.
Dann sorge dafür, dass alle wichtigen Dinge schnellstmöglich an einen Ort kommen, wo du ran kommst - aber sie nicht. Ob dein Vater bzw. der Rest deiner Familie dafür eine richtige Adresse ist, ist in deinem Fall zumindest zweifelhaft. Da wären auf alle Fälle vorher ein paar klärende Worte deinerseits nötig, und damit bin ich bei diesem hier:
Das ich nicht der Typ bin der gern alles vor anderen "breittritt" spielt ihr natürlich in die Karten, weil man immer nur ihre (geschönte) Version kennt.
Das allerdings ist ein Teil des Problems, den nur du selber lösen kannst. Du brauchst ja nun keine Romane zu erzählen, aber es wird ja hoffentlich möglich sein, in aller gebotenen Kürze klarzustellen, dass nicht alles, was deine Ex erzählt, unbedingt die reine und vollständige Wahrheit ist.
1. toten Käfer spielen (unbekannt verziehen etc.)
Dir ist klar, dass dann der zukünftige Aufenthaltsort des toten Käfers in Südamerika o.ä. liegen muss?
2. Augen zu und durch und jeden Monat widerwillig zahlen mit kompletten Kontaktabbruch,
3. wie 2., jedoch mit Kümmern ums Kind (ich weiss nicht ob ich das auf Dauer org. und emotional hinbekomme),
Der wesentliche Unterschied zwischen Nr. 2 und Nr. 3 sollte dir klar werden, sobald du dir die Frage stellst: Was kann das Kind dafür, wenn seine Mutter einen an der Waffel hat und/oder auf dem Kriegspfad ist?
Das Organisatorische lässt sich regeln; es gibt hier einige Väter, die einen stabilen Umgang sogar über eine Entfernung von etlichen hundert Kilometern hinbekommen (aber optimal ist sowas natürlich aus prinzipiellen Gründen nicht). Was das Emotionale betrifft: Ja, das ist der übliche gedankliche Spagat, den du da hinbekommen musst - zu unterscheiden zwischen "das ist die Mutter unseres gemeinsamen Kindes" und "das ist die Frau, die meinen Skalp will". Dummerweise ist sie halt beides zugleich ...
4. komplett die Konfrontationsschiene fahren (widersprechen, ablehnen, klagen etc.),
Was soll das bringen, außer dass du dich selbst dabei zermürbst? Sie hat das Kind, sie sitzt am längeren Hebel. Es hat m.E. keinen Sinn, einen Krieg zu beginnen, bei dem deine Chance zu gewinnen geringer ist, als am kommenden Samstag mit einem einzigen Spielfeld den Lotto-Jackpot abzuräumen. Dieses Konfrontations-Spiel spielen nur Leute, denen das eigene gebrochene Schienbein nichts ausmacht, solange nur sichergestellt ist, dass die Gegenseite sich bei derselben Aktion immerhin den Knöchel verstaucht hat.
5. Hartz IV machen und nicht leistungsfähig sein.
Ich sag's nicht gern, aber falls du dich mit einem Leben auf Hartz-IV-Niveau anfreunden kannst (und das heißt: dauerhaft!), dann ist natürlich auch dies eine Option.
Im Moment ist es so, dass ich jetzt hier sitze, geduldet bin, alles wortlos hinnehme, Kritik zurückhalte etc. nur um nicht rauszufliegen und mein Kind selten zu sehen. Finanziell ist es natürlich die attraktivste Lösung für mich.
Ich hätt' da jetzt den wirklich ernst gemeinten Ratschlag: Mach' im Unterforum "Unterhaltsrecht" möglichst bald ein neues Thema auf, sag' uns was du verdienst usw.; und dann rechnen wir mal, wie viel Unterhalt es dich tatsächlich kostet, wenn du die Hexenburg verlässt. Anschließend kannst du dir immer noch überlegen, ob die derzeitige, "finanziell attraktivste Lösung" wirklich so attraktiv ist, dass es dir dieses unwürdige Schmierentheater wert ist.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Moin.
Ich glaube, bei Dir ist auch noch ein wenig Sachverhaltsaufklärung zu leisten!
GSR nicht zu haben ist zwar ärgerlich. Aber das sollte nicht Dein primäres Problem sein. Denn Umgang steht Dir als KV selbstverständlich auch zu. Und anders herum, auch bei GSR hättest Du bei einer kindsbesitzenden KM dieselbe Kämpfe durchzufechten! Also, lass die Baustelle (zunächst) einmal geschlossen. Und ärgere Dich auch nicht, wenn sie ihr alleiniges SR als Begründung für die Untersagung eines Nachmittagsspaziergang mit Kind anführt :knockout:
Wichtig erscheint mir, dass Du Dir klar wirst was Du willst und Dich auch klar positionierst! In dem von Dir aufgezeigten Variantenraum, käme für mich eigentlich nur
3. wie 2., jedoch mit Kümmern ums Kind (ich weiss nicht ob ich das auf Dauer org. und emotional hinbekomme),
in Frage! Wobei es eigentlich keine "widerwillige" Zahlung sein darf - KU zu zahlen, wenn man nicht betreut, sollte selbstverständlich sein! Einzige Ausnahme wäre eine gleichberechtigte Elternschaft mit ausgewogenen Betreuungszeiten - aber davon scheint ihr beide(!) meilenweit von entfernt! Was zu zahlen ist, dazu können die Experten Dir hier mehr sagen - mach dazu einfach einen detaillierten Thread im entsprechenden Unterforum auf.
Konkret erscheint es mit sinnvoll, dass Du Dir eine eigene Bleibe suchst, und gleichzeitig den Umgang auf eine regelmäßige, fest vereinbarte Basis stellst. Dann kann es eben auch nicht mehr zu spontanen, den momentanen Launen der KM entspringenden Verweigerung führen. Dass es dabei bei der Festlegung des Umgangsumfangs holpern wird, lässt sich mit Sicherheit nicht verhindern! Aber Du solltest Dir klar machen, dass Umgang, notfalls gerichtlich durchzusetzen, idR kein Problem ist. Zunächst aber solltest Du ein Gespräch mit KM führen, danach wäre das JA um Vermittlung zu bitten (ggf ein Mediator als Vermittler einzuschalten) und wenn das alles nichts hilft, dann eben Umgangsklage (der sog. Umgangs3sprung).
Ob dabei gleich ein " ganzes WE " rausspringt, weiß ich nicht. Aber die Ausgangslage bei Dir ist doch nicht schlecht: Du bist seit bald 2 Jahren ein präsenter Papa. Also diffuse Ängste der KM sind eigentlich schwer zu verargumentieren (auch wenn sie es sicherlich versuchen wird). Deshalb: Nutze die Zeit, die Du noch im Haus wohnst, Dich intensiv einzubringen (wickeln, waschen, anziehen, ins Bett bringen, ...). Und ehrlicherweise: Mache einfach auch mal Dein Ding mit dem Kind! Wie jeder normale Vater auch!
Achja:
Ich habe auch Horror davor, Gott und der Welt bekannt zugeben, dass meine Familie gescheitert ist. Das ist mir irgendwie peinlich, z.B. vor Arbeitskollegen.
Also peinlich muss Dir das nicht sein! Das ist in der heutigen Welt (leider) doch schon sehr normal. Und herauskommen wird es eh! Also doch lieber mit Dir als aktiver Kommunikator, dann kannst Du steuern, hast (zunächst) die "Deutungshoheit" und wirst nicht sofort von KM als der Depp hingestellt! Mir scheint, dass Du dringend an Deinem Selbstbewusstsein arbeiten musst!: Du bist ab jetzt ein getrennt lebender KV, der den Umgang mit einem Kleinkind selbstständig und verantwortungsvoll hinbekommt. Schaffst Du das?
Alles Gute, und bleib hier, hier wird dir geholfen! Aber handele!
Toto
Moin gonzo.
Wirklich üble Geschichte. Ich möchte nicht in Deiner Haut stecken.
Nachvollziehen kann ich allemal.
Meine Kids waren in ähnlichem Alter, als die Mutter den Wegzug zum Ersatzvater ans andere Ende der Republik vollzog und meinte, sich nicht an Absprachen und gemeinsame Verträge halten zu müssen. Du kannst Dir vorstellen, was das für Haus und Hof, für die eigene Existenz bedeuten kann. Ich dachte auch und komplett 'Vor dem Aus...'
Es waren wenige Worte einiger Menschen, vielleicht können sie auch Dir helfen, wieder Mut zu fassen. Zusammengefaßt:
- Sofort auf die verändeten Bedingungen einstellen, nicht nur den Verlust, sondern auch den Gewinn der Trennung sehen.
- Familie (in spezieller Orgnisation) kann auch ihren Reiz haben. Klare zuverlässige Trennung in Zeiten mit und ohne Kids, weitgehend ohne Gezänk und Gezicke einer problematischen Mutter.
Mit meinen Kids hatte ich in dieser spezieller Organisation eine tolle Zeit. Nun sind sie Jugendliche und gehen ihrer Wege, die Mutter wollte und hat die alleinige Verantwortung für die schwierigen Pubis.
Je nach Umständen können Unterhalt und Umgangskosten die Belastungsgrenze eines Vaters selbst mit gutem Gehalt weit überschreiten, mich belasten die Kids mit 1K Euronen monatlich. In Fällen, in denen das einfach nicht zu stemmen ist, bietet das Sozialrecht - anders als das ruinöse Familienrecht - recht gute Hilfen. Stichwort: Aufstockung.
Das möchte ich Dir mitgeben. Vielleicht hilft es Dir, nicht ganz so schwarz auf Deinen neuen Lebensabschnitt voller spannender Abenteuer zu blicken. 😉
VG W.
Moin,
kannn den anderen nur zustimmen. Schaff zunächst sofort Deine Sachen aus dem Haus, insb. alle Deine Unterlagen! Wahrscheinlich ist eh schon der nächste Coup Deiner DEF in Arbeit (Annäherungverbot, das berühmte "ich laufe vor den Schrank und rufe die Polizei" etc.
Besorg Dir im Zweifelsfall einen "Self-storage" room, wo Du Deine wichtigsten Sachen erstmal einlagern kannst.
Ich habe auch Horror davor, Gott und der Welt bekannt zugeben, dass meine Familie gescheitert ist. Das ist mir irgendwie peinlich, z.B. vor Arbeitskollegen.
Dieses Gefühl ist absolut normal. Nur da hilft nur eins: Rede drüber. Du wirst erstaunt feststellen, wie viele andere Menschen das auch schon erlebt haben. Auch hier im Forum wirst Du viel über Trennungen lernen können. Rede drüber und lies Dich ein.
Normalerweise raten wir Vätern nicht auszuziehen, bevor der Umgang nicht geklärt ist. Bei Dir ist die Sitauation aber anders, da Du eh schon auf der "Abschussrampe" sitzt und die KM wahrscheinlich nur noch die letzten Weichen stellt.
Da ein solches "Zusammenleben" eigentlich nur als "Hölle" beschrieben werden kann, räume SOFORT alle wichtigen Unterlagen aus dem Haus. Danach kleine Wohnung suchen. Wenn das alles steht, Umgang regeln (da dann wahrscheinlich eh der große "Knall" kommt oder Dir wahrscheinlich schon ein neuer Partner vorgestellt wird). Gruß Ingo
P.S. Zum Einlesen www.trennungs-faq.de
Vielen Dank Euch allen erstmal für die schnellen und ausführlichen Antworten!
Wie geraten, habe ich auch einen Thread im Unterforum "Unterhaltsrecht" aufgemacht:
http://www.vatersein.de/Forum-topic-26454.html
Ein weiteres Problem was ich auch habe (und das ist sicherlich bei fast allen Trennungen so...), ist das ich damals 2007 zu ihr gezogen bin, ca. 160 km von meiner Heimat weg.
Wie es so ist, hat man sich dann an ihren Freundeskreis mit "drangehangen", mit dem Nachteil das ich jetzt allein dastehe, auch aus den schon genannten Gründen, dass sie mit fast allem an die "Öffentlichkeit" geht und ich die Dinge lieber für mich ausmache.
Ergebnis ist also, dass ich nun hier am Wohnort meines Kindes allein ohne Freundeskreis dastehe, mein Freundeskreis in meiner Heimat (der jetzt auch schon ziemlich klein geworden ist) ca. 160 km weit weg ist.
Daher habe ich auch Horror auszuziehen und mir eine Wohnung zu nehmen, da ich Angst vorm Alleinsein habe nach der Arbeits und am WE.
Wie seit ihr damit umgegangen?
Gruß
P.S.: Sie ist Beamtin bei "unser Staatsmacht". Ihr glaubt gar nicht wie schnell Kollegen nach einem Anruf da waren, wo "Ottonormalverbraucher" wahrscheinlich wesentlich länger warten. Ich bin lieber gleich weg, da ich mir bei ihr im Haus nicht ansehen wollte wie die Herren die Gesetze einseitig auslegen...
Hallo Gonzo,
also das mit dem Freundes und Bekanntenkreis kenne ich leider allzu gut. Ich wünsche Dir alle Kraft der Welt das.du besser damit zurecht kommst als.ich.
Werde deinen Thread mit interesse verfolgen.
Gruss DG
Hallo Gonzo,
also das mit dem Freundes und Bekanntenkreis kenne ich leider allzu gut. Ich wünsche Dir alle Kraft der Welt das.du besser damit zurecht kommst als.ich.
Werde deinen Thread mit interesse verfolgen.
Gruss DG
Wie hast Du das (damals) gelöst?
HI Gonzo,
auch wenn es gerade zu Beginn einer Trennung hart ist - abe es gehören auch immer zwei mit dazu. Das solltest Du nicht vergessen - und es gibt (wie bei jedem von uns hier auch) immer Dinge, die in einer Beziehung nicht gut gelaufen sind.
Wie es so ist, hat man sich dann an ihren Freundeskreis mit "drangehangen", mit dem Nachteil das ich jetzt allein dastehe, auch aus den schon genannten Gründen, dass sie mit fast allem an die "Öffentlichkeit" geht und ich die Dinge lieber für mich ausmache.
Hier wird eine sehr große Schwäche von Dir deutlich. Wahrscheinlich "schluckst" Du auch so die meisten Dinge, die Dir deine DEF so hinknallt. Hier musst Du aber auch an Dir arbeiten.
Wie wir immer wieder hier im Forum sehen, sind Frauen in Trennungssituationen den meisten Männern um zig Schritte voraus. Während der Mann noch sein (verständliches) Leid klagt, hat sie schon Freundinnen und Einflüsterinnen um sich geschart, die sie mit viel Erfahrungswissen beraten. Lies auch dazu mal den Trennungs-FAQ.
Und bitte auch mal die Kirch hier im Dorf lassen:
P.S.: Sie ist Beamtin bei "unser Staatsmacht". Ihr glaubt gar nicht wie schnell Kollegen nach einem Anruf da waren, wo "Ottonormalverbraucher" wahrscheinlich wesentlich länger warten.
Auch von uns ist der ein oder andere im öD. Wenn Kollegen für sie da sind, dann deshalb, da man sich oft sehr gut kennt und anders als in anderen Berufen durch (oftmals) gemeinsame Studienzeit und danach Einsatz in der gleichen Behörde ein ganz anderes Vertrauensverhältnis hat, als zum Kollegen XY. Das schließt auch private Hilfe mit ein.
Für Dich sollte das eher ein Zeichen sein, Deine Freundschaften wieder zu beleben und auch zu pflegen. Was wir auch immer wieder hier sehen: Männer, die sich für ihre Traumfrau bis zur Unkenntlichkeit verbogen haben - so dass nichts mehr von dem Kerl mehr übrig geblieben ist, denn sich Deine Ex mal gewünscht hat. Denk auch da mal drüber nach.
Von Wegzugsgedanken halte ich allerdings nicht viel. Das ist normalerweise ein beliebter Exen-Trick um den Umgang mit dem KV zu erschweren. Manche KMs scheinen ein Talent dafür zu haben, innerhalb von wenigen Wochen einen Lebensgefährten in einer 800 km entfernten Stadt aufzutun. Kuraufenthalte scheinen dabei immer sehr förderlich zu sein.
Daher habe ich auch Horror auszuziehen und mir eine Wohnung zu nehmen, da ich Angst vorm Alleinsein habe nach der Arbeits und am WE.
Der Auszug bietet Dir aber auf der anderen Seite auch viele neue Perspektiven. Selbständigkeit, die Möglichkeit eine neue Partnerin zu finden, verschollene Hobbies wieder zu pflegen und einen Freundeskreis aufzubauen. Diese Phase dauert meist mind. 1 Jahr oder länger. Aber dann wird es besser. Also nicht verzagen - mach was draus.
Thema Next: Mach Dir bitte auch noch folgendes klar: Eine beliebte Strategie von Exen ist es - gerade in Deiner jetzt angeschlagenen Phase - sich umgehend einen neuen Lebensgefährten zuzulegen. Ja, das ist wohl für viele Frauen einfacher als für die betroffenen Männer, die oftmals gar keine finanziellen Möglichkeiten zum Aufbau einer neuen Partnerschaft haben. Vielen Exen schaffen dies dafür innerhalb weniger Tage / Wochen. Und finden daduch weitere emotinale Festigung - während Du geschockt in der Ecke sitzt. Deshalb stell Dich bitte auch auf eine solche Entwicklung ein. Und da hilft kein Wegrennen. Gruß Ingo
Moin,
Manche KMs scheinen ein Talent dafür zu haben, innerhalb von wenigen Wochen einen Lebensgefährten in einer 800 km entfernten Stadt aufzutun. Kuraufenthalte scheinen dabei immer sehr förderlich zu sein.
das wird immer wieder gerne kolportiert und kommt in Einzelfällen auch sicher mal vor. Als "grosse Gefahr" verallgemeinern würde ich es trotzdem nicht, denn zum einen sind Frauen mit (kleinen) Kindern nicht gerade der Hauptgewinn auf dem Single-Markt; zum anderen würde es auch für die Ex die Aufgabe sämtlicher gewachsenen sozialen Beziehungen bedeuten. Da überlegt sich eine halbwegs clevere Frau durchaus, ob sie für eine neue Zufallsbekanntschaft gleich alle Brücken abbricht und ans andere Ende der Republik zieht.
Im Fall des TO halte ich dergleichen überdies schon allein wegen
ich wohne auch fast so lange bei ihr im Haus. Das Haus ist ihr alleiniges Eigentum.
für praktisch ausgeschlossen.
Es ist sicher sinnvoll, wachsam zu sein - aber das ständige Plakatieren irgendwelcher "hab ich mal irgendwo gehört"-worst case-Szenarien ist nicht hilfreich. Es sei denn, man nimmt auch in Kauf, selbst Gegenstand solcher Szenarien à la "alle Kerle interessieren sich einen Dreck für ihre Kinder, sind faul, zahlungsunwillig, saufen, hüpfen in jedes Bett" etc. zu sein. Einzelfälle, die man auf diese Weise generalisieren und allen Vätern pauschal überstülpen kann, findet man in unzähligen Internet-Foren, ohne dass sie deswegen "wahr" wären.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi Martin,
für uns "alte Hasen" ist das auch klar und wir wissen darum. Als "Neuling" im Geschäft kennt man aber die bestimmten Muster nicht, die wir hier doch des öfteren sehen. Ich finde es wichtig, diese zumindest zu kennen, um dann nicht wie vom Blitz getroffen vor dem nächsten Scherbenhaufen zu stehen.
Jeder Fall ist anders und Gonzo wird uns sicherlich in den nächsten Tagen mitteilen, wohin die Reise bei ihm geht. Gruß Ingo
@gonzo
Ich kann dir dazu leider keinen Rat geben. Da ich leider selbst voll drinstecke. Das einzige was ich dir raten kann ist die Hinweise die du hier bekommst aufzunehmen und drueber nachzudenken. Ob das letztlich für dich passt kannst nur du wissen. Weil nur du kennst deine gesamte Situation. Hier können nur Puzzleteile "abgearbeitet" werden. Aber auch das hilft als schon ein wenig.
Ich denke der Ingo hat das schon recht gut getroffen von der menschlichen/gefuehlsseite was er geschrieben hat.
Und auch Brille/Martin hat recht vom sachlichen Standpunkt.
Du wirst deine Ex nicht wieder erkennen. Versuch alles abzuhaken was war. Erledigt vorbei.
180 Grad Kehrtwende. Es wird ihr nur noch darum gehen ihr Ding durchzuziehen. Und das am besten mit IHREM Kind. Das ist jetzt die Realität.
Es geht jetzt nur darum das du DICH schützt.
Hallo Ingo,
Danke für Deine ausführliche Antwort.
Bzgl. Beziehung:
Sicher sind beide am Scheitern Schuld und ich gebe mirhierbei auch ehrlicherweise die Hauptschuld. Ich habe sicherlich keine großen Dinger gerissen, aber über die Jahre viele Kleinigkeiten, die sich dann auch summieren. So wurde mir das auch mitgeteilt, ich kann es nachvollziehen und nicht von der Hand weisen.
Bzgl. Staatsmacht:
Sehe ich nicht ganz so wie Du. Ich habe in guten Zeiten auch Interna mitbekommen, dass es für die "Kollegen" vor Ort immer einfacher ist den Mann zu entfernen aus der Wohnung etc. Frau und Kinder können verbleiben. Wer der tatsächliche "Verursacher" ist wird meist nicht geklärt. Die Frau zu entfernen scheint wesentlich komplizierter, was wiederum für die zuständigen "Kollegen" Mehrarbeit bedeutet. Und diese wird halt gern vermieden. Am WE wenn Gerichte zu sind, ist der Beamte vor Ort "Erfüllungsgehilfe der Staatsanwaltschaft"...und fällen dann v.g. "Urteile". Toller Rechtsstaat.
Bzgl. Wegziehen:
Kann ich mir nicht vorstellen. Hier ist ihr Wohneigentum, hier ist sie als Beamte beschäftigt. Anderes Bundesland geht schon mal gar nicht auf die Schnelle.
Ansonsten habe ich heute (wieder) Vorschläge bekommen was man doch besser machen könnte oder gemeinsam unternehmen könnte um die Familie noch zu retten. Durchaus auch selbstkritisch von ihr. Mal sehen wie lange die Phase anhält.
Ich weiss echt nicht was ich machen soll...
Sorry falls ich Euch mit dem Hin+Her hier auf den Wecker gehe. Aber im Moment ist jeder Tag anders...von allen Seiten!
Vielleicht bin ich auch zu zeitig ins Forum eingestiegen???
Gruß
Hallo Gonzo,
Sicher sind beide am Scheitern Schuld und ich gebe mirhierbei auch ehrlicherweise die Hauptschuld. Ich habe sicherlich keine großen Dinger gerissen, aber über die Jahre viele Kleinigkeiten, die sich dann auch summieren. So wurde mir das auch mitgeteilt, ich kann es nachvollziehen und nicht von der Hand weisen.
Mach' dich gerade. Wenn du, wie du sagst, "keine großen Dinger gerissen, aber über die Jahre viele Kleinigkeiten" auf deinem persönlichen Minus-Konto angesammelt hast, und wenn ich das aktuelle Verhalten deiner Beinahe-Ex dagegenhalte, was ja nun mutmaßlich auch nicht wie ein Meteorit vom Himmel gefallen ist sondern durchaus etwas mit ihr selbst zu tun hat - dann sehe ich erst mal keinen Grund, warum du die Schuld vorwiegend bei dir selber suchst. Viel wahrscheinlicher ist es, dass ihr dieses Schiff gemeinsam versenkt habt ...
Sehe ich nicht ganz so wie Du. Ich habe in guten Zeiten auch Interna mitbekommen, dass es für die "Kollegen" vor Ort immer einfacher ist den Mann zu entfernen aus der Wohnung etc. Frau und Kinder können verbleiben. Wer der tatsächliche "Verursacher" ist wird meist nicht geklärt. Die Frau zu entfernen scheint wesentlich komplizierter, was wiederum für die zuständigen "Kollegen" Mehrarbeit bedeutet. Und diese wird halt gern vermieden. Am WE wenn Gerichte zu sind, ist der Beamte vor Ort "Erfüllungsgehilfe der Staatsanwaltschaft"...und fällen dann v.g. "Urteile". Toller Rechtsstaat.
Das deckt sich zwar mit dem, was ich über das Gewaltschutzgesetz weiß, aber m.E. ist daraus eine andere Schlussfolgerung zu ziehen: Es ist für deine Ex zwar einfach, dich aus dem Haus herauszukatapultieren - aber nicht in erster Linie, weil sie die "richtigen" Leute kennt, sondern schlicht und ergreifend deshalb, weil sie eine Frau ist und du ein Mann.
Bzgl. Wegziehen:
Kann ich mir nicht vorstellen. Hier ist ihr Wohneigentum, hier ist sie als Beamte beschäftigt. Anderes Bundesland geht schon mal gar nicht auf die Schnelle.
Ich halte dieses spezielle Risiko in deinem Fall auch für ziemlich gering. Ausschließen kann man's zwar nie, aber da müsste sich bei deiner Ex schon wesentlich mehr zusammengebraut haben als nur ein "dem Gonzo zeig' ich jetzt mal, was 'ne Harke ist".
Ansonsten habe ich heute (wieder) Vorschläge bekommen was man doch besser machen könnte oder gemeinsam unternehmen könnte um die Familie noch zu retten. Durchaus auch selbstkritisch von ihr. Mal sehen wie lange die Phase anhält.
Ich weiss echt nicht was ich machen soll...
Wenn du selber noch einen Sinn darin siehst, dann solltest du m.E. der Beziehung durchaus noch eine Chance geben (allerdings solltest du vorsichtig sein und bleiben - z.B. der Hinweis, wichtige Unterlagen lieber außerhalb von Madames Hoheitsgebiet einzulagern, gilt nach wie vor).
Eventuell hilft es hierbei, einen neutralen Dritten einzuschalten, z.B. indem ihr eine Familienberatungsstelle aufsucht oder eine Paartherapie macht.
Vielleicht bin ich auch zu zeitig ins Forum eingestiegen???
Ich finde, du bist gerade noch rechtzeitig hier aufgeschlagen. Und das sage ich ausdrücklich auch für den Fall, dass ihr tatsächlich wieder zueinanderfinden solltet.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Moin Gonzo,
Ansonsten habe ich heute (wieder) Vorschläge bekommen was man doch besser machen könnte oder gemeinsam unternehmen könnte um die Familie noch zu retten. Durchaus auch selbstkritisch von ihr. Mal sehen wie lange die Phase anhält.
sofern Ihr in dieser Richtung noch nichts unternommen habt, wäre eine Paar-Therapie möglicherweise wirklich eine gute Idee. Eine Garantie für die Rettung Eurer Beziehung ist sie zwar nicht, aber - sofern ernsthaft betrieben - zumindest eine echte Hilfe für Eure Kommunikation und zur Vermeidung von künftigen Missverständnissen. Denn reden werdet Ihr noch oft und viele Jahre lang miteinander müssen. Im Moment redet Ihr offenbar aber lieber über- als miteinander...
Es gibt gute Gründe, eine Beziehung nicht einfach wegzuschmeissen, wenn etwas mal nicht rundläuft, sondern sich - ggf. mit Hilfe Dritter - daran zu erinnern, warum man einmal zusammengekommen ist und was einem am anderen so gut gefallen hat...
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Gonzo,
Wenn ich dein Schreiben richtig interpretiere, hast du dich NIE damit abgefunden, dass dir das Kind "angehangen wurde". Lieber trauerst du irgendwelchen Lebensentwürfen nach, die dir durch das Kind verbaut würden und denkst über Strategien nach, die hauptsächlich die Flucht aus der Unterhaltsverpflichtung beinhalten.
Das scheint dann auch der Haupt-Konfliktpunkt bei euch zu sein.
Wenn ich damit richtig liege, kannst nur DU selbst hier noch irgendwas retten. Gegebenenfalls unter Einbeziehung von Beratungsstellen. Werde dir klar, welche Rolle du als Vater spielen möchtest. Davon hängt letztlich ab, ob an dieser Beziehung irgendwas zu retten ist.
@oceanborn:
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!
Ich habe das Kind lieb, geniesse die Zeit wenn ich mit ihm zusammen bin.
Jedoch sitzt der Stachel bei mir sehr tief, wie es dazu gekommen ist. Das "jemand" sich so in meine Lebensplanung einmischt finde ich einfach nur unglaublich. Das Kind kann nichts dafür, aber seine Mutter.
Sie hat ihre Lebensplanung verwirklicht und meine durchkreuzt. Mit welchem Recht??? Wie oft habe ich mir diese Frage gestellt...
Und wenn die Beziehung auseinandergehen sollte, soll ich dafür zahlen was eigentlich nur sie wollte? Das deckt sich nicht mit meinem Gerechtigkeitssinn.
Und ich zahle dann lange und in Summe dann viel über die Jahre.
Das ist was anderes als wenn einer nur nen Urlaub cancelled und die Anzahlung weg ist. So wie das ist wenn sich kinderlose trennen...
Naja, ehrlicherweise wart ihr beide nicht konsequent. Du hast ihr "klar gemacht", dass DU kein Kind willst. Sie hat dir mitgeteilt, dass sie andere Vorstellungen hat. Konsequenterweise hättet ihr euch an dem Punkt getrennt.
Hör auf zu hadern. Man kann seinen Lebensentwurf auch an ein Kind anpassen. Da gibt es weitaus schlimmere Dinge, die dir deine Pläne hätten durchkreuzen können!
Mach dich frei von diesem Hadern. Dann gibt es eventuell auch eine Zukunft für euch als Familie. Dann solltest du aber beginnen, auf Augenhöhe mit der KM zu kommen. Das heisst mittelfristig GSR.
Wenn nicht, wird dir hier geholfen werden, wenn es darum geht, als Vater im Leben deiner Tochter präsent bleiben. Das heisst, wenn du dies willst.
edit
