Hallo zusammen,
gestern hat sich meine Freundin nach 5,5 Jahren getrennt. So belastend die Sache an sich ist, mein größtes Problem ist unsere Tochter (2,5 Jahre).
Sie tut mir so unendlich leid, ich könnte denn ganzen Tag heulen. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Wie sollen wir es erklären, wie wird sie es verstehen und verkraften. Ich mach mir wirklich wahnsinnige Sorgen und bin total verzweifelt.
Vielleicht hat jemand Rat oder Tipps.
MfG
Hallo Wiese,
Willkommen bei Vatersein.
gestern hat sich meine Freundin nach 5,5 Jahren getrennt.
Hier bist du unter Gleichgesinnten, das löst zwar
dein Problem nicht, jedoch findest du hier Unterstützung.
Zuerst solltest du uns mehr Informationen geben. Nicht verheiratet? Gemeinsames Sorgerecht? Gütlich getrennt, oder was
war der Anlass für die Trennung. Je mehr Informationen du uns gibts, desto besser können wir dir helfen.
Wie sollen wir es erklären, wie wird sie es verstehen und verkraften. Ich mach mir wirklich wahnsinnige Sorgen und
bin total verzweifelt.
Heisst das, ihr habt euch gütlich getrennt?
Gruss
Agent
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Moin!
Sie tut mir so unendlich leid, ich könnte denn ganzen Tag heulen.
Dann mach das. Es hilft den Druck etwas loszuwerden.
Wie sollen wir es erklären, wie wird sie es verstehen und verkraften.
Mach Dir darum nicht zu viele Sorgen. Sie hat für eine Trennung ein "gutes" Alter... sofern man das überhaupt so sagen kann. Sie wird später wenig bis gar keine Erinnerung daran haben. Und heutzutage ist es leider (fast) normal ein Trennungskind zu sein, sie wird noch viele Gleichgesinnte kennenlernen in ihrem Leben und sich nicht als etwas "Besonderes" empfinden.
Es geht für Euch jetzt darum, die Trennung für sie so leicht wie möglich zu machen.
Wie sieht denn die Situation derzeit aus?
Siehst Du Eure Kurze?
Verstehst Du Dich noch mit der KM (Kindsmutter)?
Wer wohnt wo?
Greetz,
Milan
Hallo,
die Trennung war ja erst gestern. Wir wohnen deshalb auch noch zusammen. Wir haben gemeinsames Sorgerecht. Was das alles betrifft, denke ich es gibt keine Probleme. Da wir beide in Schichten arbeiten, wird es wohl auch darauf hinauslaufen, das wir die Kleine ca. 50/50 haben werden. Ich denke meine Ex und ich werden alles recht vernünftig klären. Wie gesagt darüber mache ich mir nicht so große Sorgen.
Mir tut einfach mein Töchterchen so leid. Sie hängt sehr an uns beiden. Das macht mich so verzweifelt. Und ich weiß einfach nicht wie wir es erklären sollen, da sie doch schon recht viel versteht.
MfG
Hallo wiese,
vor der Situation stand ich vor 2 Jahren auch.
Erzählt es ihr bald, und zwar genau so wie es ist. Kinder sind nur klein, verstehen aber viel viel mehr als wir ihnen häufig zutrauen. Am Besten macht Ihr Euch im Vorfeld des Gespräches Gedanken darüber, wie Ihr Euer Leben gestalten wollt. Unsere Tochter wollte damals viel "Organisatorisches" wissen... ob sie bei Mama und Papa ein KiZi bekommt, ob sie ihr Spielzeug aufteilen muss, ob sie uns beide dann noch sehen wird... etc etc. Gut, dass wir darauf schon Antworten hatten. Ganz wichtig auch, dass Ihr ihr sagt, dass Ihr sie natürlich beide immer lieb haben werdet (aber das wusstest Du sicher auch so ;-))
Wir haben übrigens auch ein Wechselmodell, falls Du also Fragen hast, frag' ruhig! 🙂
Es hat sich bewährt, dass wir nur gute 2km auseinander wohnen, das erleichtert das Wechseln ungemein, war aber weit genug weg, als dass wir uns - gerade anfangs - nicht ständig beim Einkaufen über den Weg gelaufen sind 😉 .
LG WH
Hallo wolkenhimmel,
wie hat eure Tochter die ganze Geschichte verkraftet?
Große Angst habe ich davor das ich weinen muß wenn wir es unserer Tochter erzählen. Das würde sie ja total verängstigen.
Kann jemand einen Buchtipp abgeben, wo speziell auch auf den Umgang mit so jungen Kindern eingegangen wird?
Danke.
Moin wiese,
die für Eure Tochter wichtige Frage ist nicht, ob ihre Eltern weiterhin unter einer Decke schlafen oder aus einem Kühlschrank essen; für sie ist von Bedeutung, wie sich ihr Leben in Zukunft gestaltet. Und da seid Ihr beide (!) als Eltern gefordert. Wie Wolkenhimmel Dir schrieb, kann man da - wenn beide es wollen - Regelungen finden, mit denen Kinder blendend zurechtkommen. Auf jeden Fall 100 mal besser als mit Eltern, die nur wegen eine Kindes zusammenbleiben.
Ihr habt es selbst in der Hand. Deine Tränen mögen eher der vergangenen Beziehung gelten. Ob es Eurer Tochter gut geht, wird in Zukunft vor allem davon abhängen, ob sie beide Eltern lieben darf.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Kann mir jemand einen Rat geben. Was sind die richtigen Worte für ein 2,5 Jahre altes Kind? Ich möchte z.B. vermeiden zu sagen das Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben. Hab wirklich wahnsinnige angst vor dem Gespräch.
Meine Tränen gelten weniger der vergangenen Beziehung, mehr meiner Tochter. Ich fühl mich zur Zeit vollkommen überfordert und hab angst was falsch zu machen. Ich möchte einfach das meine Tochter so wenig wie möglich leidet.
Hallo wiese,
diese Angst habe, es meinem kind zu sagen habe ich auch gehabt.
es war für uns alle schrecklich, aber irgendwie auch erlösend.
auch für 2,5 jährige wird es schwer, aber sie können mit wörtern , wie liebe nichts anfagen, sie müssen liebe spüren.
du kannst ihr sagen, was du willst, wichtig ist, das du bzw, ihr es hinbekommt, zu zeigen, was liebe für dein kind bedeutet.
alles schwer, weiss ich, ar.....backen zusammen, jeder tag bringt was neues.
Lieben Gruss zu Weihnachten
Noah
Per te mio figlio vorrei passare per il fuoco
Moin Wiese,
meine Situation ist sehr ähnlich; unsere Kleine ist ebenfalls fast 2 1/2 Jahre. Trennung (= Auszug meiner Frau) aus der gemeinsamen Whg Anfang Dez. Mehr zu unsere Situtation einmal demnächst. Aber heulen könnte ich auch dauernd, in erster Linie wg der kleinen Maus, aber ich bin aufgrund der überraschenden Umstände auch noch nicht über die Tatsache der Trennung an sich hinweg.
Hallo wolkenhimmel,
Kann jemand einen Buchtipp abgeben, wo speziell auch auf den Umgang mit so jungen Kindern eingegangen wird?
Vielleicht hilft Dir "Glückliche Scheidungskinder" von Dr. Remo Largo.
Bin auch noch nicht sehr weit vorgedrungen, gefällt mir bislang aber recht gut. Viele Ansichten und Beschreibungen finde ich auch hier im Forum. Vielleicht hat ja der eine oder andere zu dem Buch auch ne Meinung. Der Autor hat mit seinem Buch "Babyjahre" auch einen Baby-Ratgeber verfasst, der aus meiner Sicht sich deutlich abhebt von der restlichen Literatur.
Wir werden auch noch mal eine Beratung bei einem Kinderpshychologen präventiv haben. Hat da jmd Erfahrung mit? Ersttermin mit Kind oder ohne als Infotermin für die Eltern? Ich hab echt Angst, was falsch zu machen.
Bin froh, dass die Weihnachtsfeiertage nun bald rum sind. Hatte zwar das Glück meine kleine Maus an Heiligabend bei mir zu haben; aber seit ich sie nun zur KM und Schwiegereltern gefahren habe, gehts mir echt dreckig. Bin nur froh, dass sich die kleine Maus sowohl an den Tagen bei mir sehr wohl gefühlt hat und angabegemäß auch derzeit bei der KM einen aufgeschlossenen, fröhlichen Eindruck macht.
Beste Grüße
Toto
Hallo Toto,
wie habt ihr es der Kleinen gesagt und wie hat sie reagiert?
MfG
Wiese
hallo leute...
wenigstens kennen eure kinder die KM, meine tochter kennt sie nicht... und die KM weigert sich irgend wo, sie kennen lernen zu wollen 😡
glaubt mir, manchma da möcht ich meine exe für ihre antworten nur noch :gunman: ( sry klingt verdammt hart, aber ich hab mit der und wegen ihr schon so viel durch...)
und dennoch bin ich so naiv und versuche immer noch, sie an ihre tochter ran zu führen... :knockout:
Hallo Toto,
wie habt ihr es der Kleinen gesagt und wie hat sie reagiert?
MfG
Wiese
Moin!
Aufgrund der Macht des Faktischen, haben wir ihr es gemeinsam gesagt. Da meine Frau zum Versuch ihrer "Selbstfindung" den "Traum" des Ausziehens in eine eigene Whg recht schnell umsetzen konnte, haben wir der kleinen Maus erläutert, dass sie eben nun 2 zu Hause hat. Mit Papa in der alten Wohnung und mit Mama in der neuen Whg. Da meine Frau und ich über die Belange unserer Tochter (noch) ruhig reden können und ich (derzeit) das Glück habe, 3 Tage pro Woche inkl. des Großteils des WE mit meiner Tochter zu verbringen 🙂 , erlebt die Kleine das z Zt wohl auch als ein bisschen "Abenteuer".
Bei Mama darf sie in einem neuen Zimmer mit neuem Bett usw wohnen. Und das Papa eben zeitweise nicht da ist, war auch vorher Jobbedingt nicht immer anders. Das Papa arbeitet war vorher akzeptiert und dient wohl meiner Frau jetzt auch z T als Erläuterung. Und wir telefonieren auch häufig 2x am Tag.
Und auf das lange WE bei Papa freut sie sich offenkundig, da sie da ja in der gewohnten Umgebung ist und auch ein Teil ihrer Spielsachen, Bücher und Kuscheltiere wieder hat. Und bislang gab es auch immer viel Programm mit Papa, auch wenn ich weiß, dass diesbzgl. auch normale Wochenende wieder einkehren werden. Ich bin insgesamt selbst positiv überrascht, wie wenig die Kleine ihre Mama vermisst, wenn sie bei mir ist. Denn das ist ja letztendlich neu für sie. Nur ganz selten wird nach Mama gefragt, und dann erläutere ich eben, dass Mama jetzt in der xyz-Straße ist.
Den Übergabeabend von Mama auf Papa verbringen wir zu dritt.
Ob es in der kleinen Maus auch so zufrieden aussieht, das fällt mir schwer zu beurteilen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Kleine in fremder Umgebung etwas mehr fremdelt als zuvor und dann sehr auf mich als Bezugsperson fixiert ist. Angabegemäß sei dies bei ähnlichen Situationen mit meiner Frau nicht so. Allerdings bin ich dabei etwas skeptisch, da ich manchmal das Gefühl habe, dass meine Frau sich die von ihr betreibene Trennung manchmal und gerad..e in Bezug auf unsere Tochter etwas schön redet, um sich selbst zu rechtfertigen - naja, meine Spekulation halt. Was mich beruhigt ist allerdings, dass laut Kita-Betreuerinnen die Kleine dort sich nicht anders verhält als vor der Trennung.
Mich würde es so beruhigen, wenn zumindestens die Kleine kein Trauma abbekommt. Dann wäre zumindestens die große Baustelle geschlossen. Auch wenn es mir sehr weh tut, unter der Woche morgens die kleine Maus nicht sehen zu können und auch abends die Whg sehr ruhig und leer ist. Was die Zukunft für die Kleine und auch für mich (in emotionaler und letztendlich auch finanzieller Hinsicht) bringt, wird sich dann zeigen.
LG
Toto
Hallo Toto,
unsre Situation ist in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich. Meiner Tochter gilt zur Zeit meine größte Sorge und ich hoffe einfach das sie alles gut verkraftet. Vorteil ist vielleicht das meine Ex und ich nicht im Streit auseinandergehen. Ich hoffe das das auch so bleibt.
Wenn ihr das so aufteilt geht ihr da trotzdem zum Jugendamt oder reegelt ihr alles so?
MfG
Wiese
Wenn ihr das so aufteilt geht ihr da trotzdem zum Jugendamt oder reegelt ihr alles so?
Bislang regeln wir das so unter uns - wie alles weitere auch. Wir haben hierzu eine knappe schriftliche Vereinbarung aufgesetzt. Dass die im Ernstfall, wenn die KM sich es anders überlegen sollte, nicht viel mehr als eine moralische Verpflichtung ist, befürchte ich wohl.
Wie kann das JA behilflich sein?? GSR steht ja außer Frage, da wir verheiratet sind und dies bei der Geburt der kleinen Maus auch schon waren.
Oh mann, ist das alles schrecklich bedrückend. Was haben wir uns noch in diesem Sommer gemeinsam für Pläne vorgenommen und jetzt das... ;(
LG
Toto
Hallo Toto,
klingt alles echt wie bei uns. Alles sehr traurig, speziell für die Kleinen. Wir werden es ihr morgen sagen. Hab echt angst davor.
Ich hoffe mein Ex bleibt weiter so kooperativ und voller Ideale was unser Töchterchen betrifft.
MfG
wiese
Guten Morgen Wiese.
Ich wünsche Dir viel Kraft für heute. Ich denke, dass die Kleinen in diesem Alter erstmal und äußerlich recht gut damit umgehen können, wenn sie von beiden Eltern dass Gefühl bekommen, dass diese auch weiterhin immer für sie da sind und ihnen Liebe und Geborgenheit geben können.
Wie und wann die Kleinen darauf reagieren, dass es eben nicht mehr Mama & Papa gemeinsam sind und ob das - auch wenn es kfr. gut läuft - langfristige Auswirkungen hat, weiß ich nicht. Aber daran müssen wir eben arbeiten. Und das wir hierfür sensibilisiert sind, ist doch schon mal was!
Also viel Kraft für Dich!
LG
Toto
Hallo,
es hat sich heute wieder alles geändert. Meine Ex und die Kleine liegen mit Fieber flach, so das wir heute nicht mit ihr drüber reden werden. Einerseits bin ich irgendwie erleichtert, obwohl es vor uns herzuschieben für mich auch eine Belastung ist. Ich will es endlich hinter mir haben.
MfG
wiese
Moin wiese,
obwohl es vor uns herzuschieben für mich auch eine Belastung ist. Ich will es endlich hinter mir haben.
ich denke, Du machst da eine viel zu grosse Sache daraus. Das Problem ist nicht die Kurze, sondern Ihr als Eltern. Wenn Ihr beide Eurer Tochter kindgerecht erklärt, dass sie zwei Zuhause hat, gibt es kein Problem. Wobei "demnächst" oder "in 4 Wochen" für ein 2,5 Jahre altes Kind keine greifbaren Begriffe sind; eine generalstabsmässige Vorbereitung macht also keinen Sinn. Erklärt es ihr, wenn der Umzug direkt bevorsteht, zeigt ihr zwei Kinderzimmer, zwei Badezimmer, zwei Küchen - und seid fröhlich dabei. Denn das eigentlich Schlimme für die Kurze wären heulende Eltern.
Kinder kommen mit Veränderungen ganz wunderbar zurecht; das sieht man an jedem Urlaub: Die Eltern haben noch nicht einmal die Koffer ausgepackt - und die Kinder haben draussen schon die ersten Freunde. Erklärt es ihr einfach so, wie Ihr einen Urlaub oder Ausflug erklären würdet.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo wiese,
Du, ich war jetzt 8 Tage "out of order" und habe versucht, mich in Deinem Thread ein zu lesen und das zu verstehen...!
Du scheinst vor einem "Abgrund" zu stehen, das ist alles kpl. nachvollziehbar - ABER, Martin's Worte:
ich denke, Du machst da eine viel zu grosse Sache daraus. Das Problem ist nicht die Kurze, sondern Ihr als Eltern (...)
solltest Du versuchen, für Dich zu extrahieren...!
Gruß
Markus
Wer mit Peanuts bezahlt, wird vom Affen bedient.
