Trennung droht sich...
 
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Trennung droht sich an

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(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Wenn du es alleine bewohnst, wird dir spätestens nach einem Jahr ein fiktiver Wohnvorteil aus ersparter Miete aufgeladen, der sich gewaschen haben kann.
Zusätzlich wirst du deiner Ex für ihre Hälfte des Hauses Miete bezahlen müssen.

Ich teile Brilles Einschätzung, dass du eher bei 2.500,- Netto raus kommen wirst und wenn euer Haus auf dem freien Markt 1.000,- € Miete kosten würde, so müsstest du deiner Ex 500,- € Miete zahlen und hättest noch 500,- € Wohnvorteil. Abzüglich 200,-€ Zinsen bleiben 300,-. Wohnvorteil.

Von den dann 2.800,- Netto müsstest du für deinen Ältesten 398,- und für das jüngere 327,- Unterhalt bezahlen.
Übrig bleiben 2.100,- von denen 900,- an deine Ex gehen.

Von den tatsächlich 2.500,- müsstest du also 398 + 327 + 900 Unterhalt zahlen, dir würden 900,- bleiben.
Von diesen zahlst du dann 500,- € Miete an deine Ex und die Nebenkosten des Hauses.

Vom Rest von rund 300,-€ musst du dann selbst leben, Prozess- und Anwaltskosten und Umgangskosten mit deinen Kindern tragen.

Das ist zwar alles sehr grob und kann an ein paar Ecken noch zu deinen Gunsten verfeinert werden, kann aber auch noch schlechter werden und tendenziell kommt es hin und zeigt, dass es so nicht funktionieren kann.

Lies dir auch mal www.trennungsfaq.de durch.  Da werden auch noch einige Klippen aufgezeigt.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 10.12.2013 21:22
(@nyttja)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

also wenn ich Beppo und Martin  richtig verstehe, bin also finanziell ruiniert, wenn es zur Trennung kommt.

Aber welche Alternative habe ich???

Kann doch nicht das Haus verkaufen, indem meine Firma ist???
Wenn ich da eine Ersatzimmobilie mieten würde, käme ich hier locker auf über 1000€.

Soll ich etwa die Firma aufgeben???

Gruß


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.12.2013 22:05
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Naja zunächst ist die Frage zu klären, ob du mit deiner Ex darüber noch vernünftig reden kannst, denn klar ist auch, dass eine geschlachtete Kuh keine Milch mehr gibt.

Leider sehen das viele nicht ein.
Meine z.B. Beispiel.

Und ein nicht kleiner Anteil der Juristen helfen beim melken und schlachten gerne mit.

Wie schätzt du es selbst ein?

Ist deine Ex für rationale Gespräche offen?
Glaubt sie dir noch was?
Ist sie in der Lage Zahlen zu lesen und zu verstehen?
Hat sie bereits Einflüsterer, die ihr das Gehirn mit Sätzen wie,
"Du musst jetzt erstmal an dich und dein Kind denken"
"Du forderst ja nur was dir zusteht."
"Der hat bestimmt sein ganzes Geld vor dir versteckt."
"Du hast dein Leben für ihn vergeudet. Nun soll er dafür bezahlen!"
vernebeln.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

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Geschrieben : 10.12.2013 22:27
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Nyttja,

Scheidung und Trennung sind in Deutschland immer noch Armutsrisiko Nummer 1. Und da gibt es auch nicht viel drum herum zu reden. Auch für Menschen mit gutem Einkommen bricht bei einer Trennung eine harte Zeit an.

Wir können Dir aber Tipps geben, so dass diese Einschnitte noch überschaubar bleiben. Das Schlagwort ist hier die einvernehmliche Trennung und Scheidung mit Scheidungsfolgenvereinbarung beim Notar. Dazu gehört aber auch noch ein Funken Restvertrauen in den Ex-Partner. Da dürfen auch nicht die berühmten Einflüsterinnen Deine DEF (Demnächst Ex-Frau) aufhetzen bzw. ihr erzählen "was ihr alles zusteht".

Dazu könnte eine clevere DEF damit argumentieren, dass die Depressionen ehebedingt entstanden sind und somit Du weitaus länger in der Unterhaltspflicht sein könntest, als Dir lieb sein wird. Wird Sie ein Sozialfall, werden sich die Behörden an Dich wenden und die Kosten bei Dir einfordern.

Es erscheint mir Eurem Fall wirklich sinnvoll, dass ihr Euch Hilfe von Außen holt und mit einem Dritten mal professionell über Eure Situation sprecht. Aus der Forenerfahrung hätte sich eine wirklich trennungswillige Frau längst abgesetzt bzw. Dir schon die "Pistole auf die Brust" gesetzt. Damit gemeint ist ein perfekt ausgearbeiteter Plan, Dich finanziell und emotional zu ruinieren (was bei cleveren Exen schon fast "Standard" ist).
Da dies bei Euch nicht der Fall ist, solltest Du / Ihr hier noch einmal an Euch arbeiten. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 10.12.2013 22:35
(@Wolkenhimmel)

Guten Morgen nyttja,

ergänzend zu meinen Vorschreibern (die natürlich völlig Recht haben mit ihren Szenarien) möchte ich noch mal auf die Depressionen Deiner Frau zurück kommen.

Ich habe leider auch Erfahrungen mit einem depressiven Partner sammeln müssen, das war eine wirklich harte Zeit und hat bei uns damals auch zur Trennung geführt.

Allerdings sehe ich, mit dem nötigen zeitlichen Abstand und einer Versöhnung nach 2 Jahren Trennung im Hintergrund, dass ich ihm damals vielleicht hätte mehr Zeit für seine Therapie geben sollen, statt das Handtuch zu werfen.
Schon in den ersten 2-3 Monaten der Therapie (Medikamente als Sofortmaßnahme, 3x pro Woche Gesprächstherapie) zeigten sich Erfolge, die ich nur nicht würdigen konnte, weil es mir schon zu schlecht ging mit der Situation, die ähnlich der von Dir geschilderten war (gegenseitiges Ignorieren etc).

Was ich Dir damit sagen möchte: gib nicht zu schnell auf, wenn Du Dich an schöne Zeiten erinnern kannst, es könnte wieder so werden.

Liebe Grüße,

WH


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Geschrieben : 11.12.2013 10:19
(@psoidonuem)
Registriert

Hallo, ich denke die 10000 Vorfälligkeitsentschädigung bei einem Wert von 150000 gegenüber 110000 Restschuld sind Deine kleinste Sorge.

Um bei einem Zins von 4,3% auf 26 Jahre Abzahlung zu kommen, hat man eine 2%ige Tilgung drin. Dann kommt aber nur eine Rate von 787,50 raus. Billiger wirst Du eine 4,5ZW plus Platz für Firma wahrscheinlich auch nicht finden.

Ich kann auch nur raten, dass Du mit Deiner Frau zusammen eine Lösung findest. Ohne Anwalt. Eine kriegerische Trennung könnte Dich in der Tat ruinieren. Daher solltest Du bei dem was Du ihr anbietest nicht knauserig sein, denn sobald sie einen Juristen einschaltet, läuft es wieder auf Ruin hinaus.


AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2013 11:02
(@gardo)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo, ich denke die 10000 Vorfälligkeitsentschädigung bei einem Wert von 150000 gegenüber 110000 Restschuld sind Deine kleinste Sorge.

Handelt es sich bei den 150000 wirklich um den aktuellen Marktwert oder war das der urspruengliche Kaufpreis?
In den letzten Jahren haben die Immobilienpreise ja fast ueberall deutlich angezogen.

Gruss,
gardo


AntwortZitat
Geschrieben : 11.12.2013 11:26
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