Zuerst möchte mich für meine Art und Weise zu schreiben entschuldigen, denn der Text (wenn ich ihn überhaupt zu Ende schreibe und senden werde) wird mit Sicherheit sehr sprunghaft werden, da ich zur aufgrund der bevorstehenden Trennung ziemlich down bin.
Ich bin seit ca. 4 Jahren mit meiner Frau verheiratet, unser gemeinsamer Sohn wird auch bald 4. Leider sehe ich eigentlich keine Chance mehr die Ehe noch zu retten. Es ist zwar keiner fremd gegangen, aber es harmoniert schon lange überhaupt nicht mehr zwischen uns und eine Besserung ist auch nicht in Sicht. Wir können einfach nicht mehr miteinander Reden, warum auch immer. Was die Beziehung angeht ist die Trennung wahrscheinlich wirklich das Beste, wenn nicht mein Sohn wäre. Ich habe einfach nur Angst ihn zu verlieren. Als Vater werde ich sowieso keine Chance vor Gericht haben, das er bei mir wohnt. Obwohl ich der festen Überzeugung bin, dass es für Ihn besser wäre bei mir aufzuwachsen, aber ich bin leider nur der "Vater". Meine Frau geht dreimal in der Woche nachmittags arbeiten, dann muss ich Ihn vom Kindergarten abholen. Wenn wir zuhause sind, ich bin eigentlich fast immer spätestens um 15:00 zuhause, spielt er immer nur mit mir. Zu mehr als 90% bringe ich ihn abends auch ins Bett. Ich bin auch in der Elternvertretung im Kindergarten tätig. Ich kann meiner Frau aber auch keine Vorwürfe wegen irgendwelcher Verfehlungen machen. Trotzdem habe ich Angst um die Zukunft von unserem Sohn, wenn er bei Ihr aufwächst. Ich bin vor Jahren aus einer anderen Stadt zu meiner Frau gezogen. Seitdem ist das einzige soziale Umfeld nur noch die Familie meiner Frau, sprich fast jede freie Minute müssen wir zu meinen Schwiegereltern und Urlaub können wir sowieso nur mit den Schwiegereltern machen. Gemeinsame Freunde haben wir eigentlich auch nicht. Die Schwiegermutter drängt sich auch sehr in die Erziehung ein. Natürlich bin ich aber auch manchmal froh, dass die Oma uns unterstützt. Meine Frau will nie etwas unternehmen, außer zu ihren Eltern zu fahren, Freizeitpark usw. kann ich knicken. Wenn meine Eltern, sie wohnen ca. 350km entfernt, mal kommen wollen, gibt es jedesmal zwischen mir und meiner Frau Streit, sie sollen maximal nur eine Nacht bleiben und am besten soll meine Mutter alleine kommen - wir haben ja angeblich nicht genug Platz (4 Zimmerwohnung für 3 Personen). Wenn wir zu meinen Eltern fahren (vielleicht 5-6mal im Jahr), bleiben wir auch maximal eine Nacht. Generell soll eigentlich nie jemand mal zu Besuch kommen, es könnte ja was dreckig werden oder irgendetwas könnte kaputt gehen. Also ich wüßte nicht, wann in diesem Jahr mal eine andere Mutter uns mit ihrem Kind besucht hat. Ich habe einfach Angst, dass mein Sohn in einem so eingeschränktem Umfeld aufwächst. Abgesehen davon verdiene ich auch deutlich mehr, aber ich mache mir deutlich mehr Sorgen um das Umfeld. Außerdem denke ich, dass meine Frau mir es so schwer wie möglich machen wird meinen Sohn zu sehen, weil sie eher an (ungerechtfertigte) Rache denken würde als daran, dass unser Sohn zwei Eltern hat und braucht.
Was kann ich jetzt machen?
Hi Micky und willkommen bei v.s.
Was kann ich jetzt machen?
Zunächstmal, wegen dem Kind zusammenbleiben, wird auf Dauer nicht gutgehen.
Die beste Variante wäre, deine Frau zieht zu ihren Eltern, wo sie ja sowieso den ganzen Tag ist, und du bleibst in der Wohnung und behältst deinen Sohn bei dir.
So wie du sie beschreibst, wird sie alles Mögliche versuchen dir den Jungen zu nehmen.
Lasse es nicht darauf ankommen.
Stelle ein Betreuungskonzept auf und mache Nägel mit Köppen.
Gruss Wedi
Hi,
ich widerspreche wedi erstmal. Wie wärs, wenn ihr euch zu einer Ehetherapie durchringt?
Das was du ansprichst scheint mir nicht wirklich unabänderbar oder unüberbrückbar.
Gruß Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Moin Micky,
Du schilderst die klassischen Voraussetzungen für eine Paartherapie: Ihr seid gefangen in einem Labyrinth von Erwartungen, Vorurteilen und vor allem von Kommunikationslosigkeit. Offenbar gibt es in Eurer Ehe überhaupt keine (gemeinsamen) Ziele.
Ihr müsst in jedem Fall lernen, miteinander zu reden (auch für den Fall, dass Ihr Euch trennt, müsst Ihr das können). Und nein: Sich Vorwürfe machen ist etwas ganz anderes als kommunizieren. Insofern solltest Du eine solche Therapie anleiern bzw. Deiner Frau eine solche vorschlagen. An ihrer Reaktion wirst Du erkennen, ob ihr an einer Fortsetzung Eurer Ehe überhaupt etwas liegt.
Grüssles
Martin
***edit: Tina war schneller - Du erkennst daran, dass "Therapie" ein guter Ratschlag ist; jedenfalls besser als "wir schmeissen gleich alles hin".
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Servus Micky!
Ich schliesse mich Tina an und füge hinzu, dass Du und Deine Frau mehr für Euch beide machen müsstet, bevor die Flinte ins Korn geworfen wird.
Beim Lesen hatte ich den Eindruck einer Zweckgemeinschaft und nicht eines sich liebenden Paares.
Kannst Du Dir vorstellen, mit Deiner Frau (gegebenfalls unter positiveren Umständen) alt werden zu wollen? Deine Antwort gibt die mögliche Marchrichtung an...
Grüßung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Ich habe meiner Frau vor ca. 1.5 Jahren schon einmal eine Therapie vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde kategorisch abgelehnt.
Die beste Variante wäre, deine Frau zieht zu ihren Eltern, wo sie ja sowieso den ganzen Tag ist, und du bleibst in der Wohnung und behältst deinen Sohn bei dir.
Sie wird mit aller Kraft versuchen dies zu verhindern und ich denke als Vater habe ich auch schlechte Chancen
Hi
Wenn die Therapie, wie von den anderen beschrieben, keinen Sinn macht und du sie nicht dazu bewegen kannst, kann nur die von mir vorgeschlagene Variante gelten.
Sie wird mit aller Kraft versuchen dies zu verhindern und ich denke als Vater habe ich auch schlechte Chancen
Ihr seit verheiratet und habt somit das GSR, du als Vater stehst rechtlich mit Mutter auf einer Ebene.
Nur weil du der Vater bist, stehen deine Chancen nicht schlechter.
Mach dich frei von dem Gedanken:Kinder gehöhren zur Mutter.Das ist nicht so.
Gruss Wedi
ich hoffe, dass Du recht hast
Moin Micky,
wichtig in Deiner Situation ist, dass Du nicht wie das Kaninchen vor der Schlange sitzt und ängstlich darauf wartest, was wohl als nächstes passiert: Du musst selbst aktiv und gestalterisch tätig werden. Formuliere Ziele (zum Beispiel: Ich will mit meiner Frau jetzt eine Gesprächstherapie machen, um unsere Kommunikation zu verbessern) und setze sie in die Tat um.
Wenn Du nur abwartest, musst Du nehmen, was Du kriegst. Und das wird wenig sein.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hey Micky,
die ganze Situation klingt auch nicht wirklich so, als ob sich da noch groß was ändern würde. Ich denke mal mit neuer Freiheit kannst Du wieder mehr Stärke gewinnen und so auch besser für Euer Kind da sein. Es bringt auch einem Kind nix, wenn der Papa in so einer Situation "gefangen" ist.
Informiere Dich und lese Dich ein. Es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. Gruß Inog
