Hallo,
ich bin kein Mann der großen Worte, versuche es aber trotzdem mal, das Ganze zu schildern ....
Meine Frau ist vor über einem Monat wieder zu ihren Eltern gezogen. Sie hatte sie mir Knall auf Fall eröffnet, dass es aus ist. Sie sagt, dass Ihre Gefühle nicht mehr so sind, wie sie sein sollten ...
Wir waren insgesamt 12 Jahre zusammen (verheiratet seit 2003) und haben einen 7jährigen Sohn, dass macht es für mich auch um so schwerer. Ich liebe sie immer noch, habe aber durch meine ständige Eifersucht und meine Launen die Beziehung anscheinend nach und nach kaputt gemacht. Ich ********* wusste immer, dass meine Eifersucht unbegründet ist, aber ich konnts ja nicht lassen und habs auf die Spitze getrieben mit meinen Äußerungen ... und dass nur, weil ich oft den großen Larry raushängen lassen wollte. Sicher war bei ihr auch nicht alles Gold, was glänzt, aber den Großteil muss ich mit meinem Mist leider auf meine Kappe nehmen, denn ich hätte das so lange wahrscheinlich nicht mitgemacht.
Seitdem hole ich (voll berufstätig) so oft wie es geht den Sohn, um mit ihm was zu machen. Er kann ja von allen am wenigsten dafür und soll auch nicht mehr darunter leiden, als er eh schon muss. Die Gespräche zwischen meiner Frau und mir laufen in letzter Zeit sehr unterschiedlich ab. Meist gibt es keine Probleme, aber manchmal hab ich nen dummen Spruch auf den Lippen, mal sie ...
Man(n) hofft halt noch auf ne kleine Chance, die sie aber anscheinend zu verwehren scheint, da sie der Meinung ist, dass er schon genug Chancen bekommen hat. Ausserdem könne sie "keinen Schalter umlegen". Ausserdem sagte sie, dass es ihr seit der Trennenung "ein bißchen besser geht", da es keine Streitereien usw. gibt. Sie meinte, das sich in letzter Zeit "oft nicht mehr ich selbst" gewesen sei.
Sie hatte vor Wochen am Anfang mal einige Ihrer Sachen geholt, aber seitdem macht sie in diesem Punkt nichts mehr. Auch kein Wort mehr darüber, wie wir dass nun mit der Scheidung machen (hier weicht sie immer aus mit ... das hat doch noch Zeit). Ich zahle den Unterhalt für meinen Sohn und da sie ALG2 beantragt hat, auch ihr einen Unterhalt (den wir aber persönlich regeln). Ein positiver Aspekt (wenn man Geld hier überhaupt nennen kann, da bei mir die Gefühle vorgehen) ist der Punkt, dass sie keine Abzockerin ist und auch nie war und trotz alledem noch vernünftige Gespräche möglich sind.
Ich persönlich habe früher halt oft den coolen Narren gemiemt, war in ner Metalband, schon immer ein bißchen rauhbeinig und oft auch unbelehrbar, unverbesserlich und arrogant. Meinem Sohn gegenüber war ich immer wie ein frommes Lamm, der hängt an mir wie der Teufel. Klar wüsste ich nun auch was mit meinem Leben anzufangen, aber jetzt erkenne ich erst wieder, wie emotional ich eigentlich bin. Ich habe geweint und ich schäme mich nicht dafür. Wenn man erkennt, was einem langsam entronnen ist, dann weiss man nicht mehr weiter. Man lebt in den Tag hinein, geht zur Arbeit, macht mal dies, mal das ... aber irgendwie will das Ganze seelisch für mich nicht mehr so zünden ... wenn ich das mal so sagen darf. Es herrscht manchmal ne Leere in mir, die mir ziemlich Angst macht, da ich eh nicht so narrisch gerne am Leben hänge.
Ich nehme mir oft vor, sie einfach mal in Ruhe zu lassen und abzuwarten ... aber dann, wie es halt immer so kommt, steht sie vor einem und man sagt dann doch wieder "versuchen wir es halt nochmal, es hängt doch soviel dran und ausserdem war ja nicht alles schlecht" ... naja, sowas sollte man sein lassen, aber irgendwie hat man manchmal nen Aussetzer und weiss in dem Moment grad nicht, was wohl besser wäre.
Ach ja, ich bin 34, meine Frau 27.
Tom
Hi Tri-City-Maniac und Herzlich Willkommen,
nach mehrmaligen lesen empfinde ich Deine Situation zwar heftig angespannt, aber nicht soooo dramatisch wie Dein Titel es ausdrückt. Schau mal, ihr ward ca 15J und 22J, als ihr zusammengekommen seid. Ich stelle mir gerade die Frage, was hast Du so erlebt zw 15-22J. Könnte mir vorstellen, dass das ein Teil eures Problems ist. Mit 20 hat sie ein Kind bekommen und jetzt fragt sie sich vielleicht, ob das alles war. Bei Dir immer das Gleiche - ein Grosskotz (entschuldige, fasse meine Auffassung Deiner Beschreibung zusammen).
Klar, ist man jung macht man verdammt viel mit, doch irgendwann wird man auch erwachsener. Und wenn der Partner sich nicht mitentwickelt entfremdet das einen. Wie lange geht das eigentlich schon mit den
da sie der Meinung ist, dass er schon genug Chancen bekommen hat.
Stell Dir mal vor, Du hättest 'laufend' (sie wird es so empfinden) zu ihr gesagt, mach doch bitte die Kühltruhe zu. Irgendwann kommt die Situation, und Du kannst den Inhalt nur noch wegwerfen.
Doch für mich hört es sich so an, als ob da noch nicht alles an Gefühl weg ist.
"keinen Schalter umlegen"
bzw.
wie wir dass nun mit der Scheidung machen (hier weicht sie immer aus mit ... das hat doch noch Zeit)
Das impliziert bei mir, dass da durchaus noch Gefühle da sind und eine Scheidung im Moment nicht ihr Ziel ist. Sie braucht Ruhe und/durch Abstand. Nichtsdestotrotz bist Du nach EIGENER BESCHREIBUNG die Hauptbaustelle. Und ich kann mir vorstellen, Du verhältst Dich nicht nur zu ihr so. Also halte verdammt noch mal Deine Klappe und lerne zuzuhören.
Kümmere Dich liebevoll um euer Kind, erzwinge nicht oder vermeide erstmal Gespräche mit ihr. Falls doch, so halte Dich zurück, sei aber nicht abweisend. Verletzt sie Dich durch euch eigene locker-flockige Sprüche die Dich provozieren oder weh tun, dann halt den Mund und zeige Betroffenheit bzw Schmerz. Also nimm sie ernst.
Naja, irgendwie erinnerst Du mich an meine Jugend und da bin ich immer noch stinksauer.
LG oldie
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Anm.: Realname auf Wunsch des Users entfernt
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Gut, ich bin 9 Jahre jünger als du ...
Mal sehen, was die Zeit bringt ... sie wird morgen mal kommen, da wir zusammen das mit ihrer ALG2 machen, betrifft mich ja auch, da ich für den Unterhalt aufkomme.
Aber Geld spielt für mich jetzt weniger die Rolle, muss halt nur Bescheid wissen, was Sache ist, deswegen auch der Post an anderer Stelle.
Aber zurück zum Thema:
Klar, dass mit den Chancen ist schon richtig ... irgendwann ist da halt mal Schluß. Das ging über Monate so ...
Wegen dem Alter ... sie war schon immer etwas mehr der aktivere Part von uns beiden. Ging weg usw ... ich hatte nachdem es mit der Band usw. erstmal die Schnautze voll und bastle seitdem mehr an meinem Wagen rum. Nicht, dass sie hier etwas zu kurz gekommen ist, dass ist es nicht, die Gründe, die sie nannte, waren ...
- meine Eifersucht
- dass ich wegen jeder Kleinigkeit aufgehe wie ein Göckel
- dass ich ihr nur wenig Vertrauen entgegenbringe (siehe auch Punkt 1)
- dass ich meine Arbeit am Anfang des Jahres schleifen hab lassen und diverse Jobwechsel hatte. Hier hatte sie sich beschwert, dass ich mich endlos hängen hab lassen und alles mit nach Hause gebracht hatte.
Naja, für mich hat das durchaus den "endgültigen" Charakter ... und das mit den Gefühlen ... ich bin nicht mehr jung und auch noch nicht alt mit meinen 34 Jahren, aber das "kann keinen Schalter umlegen", "ich brauche mir keinen Hoffnungen machen", "ihr geht es besser als vorher" gibt mir zu denken ... eventuell sind es sowas wie Abstandshalter ...
Entschuldige, es war keine Anspielung auf Dein oder mein Alter sondern der Tatsache geschuldet, dass ich mich durch Deine Ausführungen selbst reflektiert hatte und einige Parallelen gezogen habe (damals war ich so zw 16-30J).
sie war schon immer etwas mehr der aktivere Part von uns beiden
Sag mal, hast Du nun in einer Metal-Band gespielt oder war es eher Gothic? 😉
Ich vermisse irgendwie gemeinsame Dinge, da kann ich nichts finden. Du spielst oder schraubst, sie get weg... hmm. Ich vermute, ihr seid beide etwas zu kurz gekommen. Die Punkte die Du anführst beschreiben m.E. einen Mangel an Gemeinsamkeiten, Kommunikation und sich gegenseitig fordern. Das sie sich nach 12 Jahren dann innerhalb von ein paar Monaten von Dir trennt finde ich in soweit merkwürdig, als da nicht noch mehr sein muss. Ich vermute, sie hat diese Probleme schon länger, deutlich länger. Das diese erst vor einigen Monaten hoch kamen ist doch was anderes.
Du beschreibst hier einen Zustand, übst Selbstkritik, versuchst sehr sachlich heranzugehen. Doch es geht hier um die Liebe zw. zwei Menschen. Und da gehören auch Gefühle dazu, und zwar massig.
Gruss oldie
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Anm.: Realname auf Wunsch des Users entfernt
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Brauchst dich nicht entschuldigen ... ich weiss, dass ich mit meinen 34 jahren auch schon manchmal noch sehr dumm verhalte ... :thumbup: Ich bin ja froh, dass ich mir mal Meinungen von Aussenstehenden einholen kann, egal wie diese eben ausfallen mögen.
Ne, wir hatten schon gemeinsame Sachen ... sie hört die gleiche Musik, war auch immer bei den Gigs dabei, wir gingen oft Essen, ins Kino usw ... machten manchmal ein paar Tage nen kleinen Kurzurlaub, das war schon alles in Ordnung ...
Ach ja, wegen den Gefühlen ... gut, dass ich nicht gleich ein paar Tage nach der Trennung geschrieben habe, sonst wäre dieses Forum hier in meinen Tränen untergegangen ... 😉
Sie sagte mir, dass sie das "in den Arm nehmen" in letzter Zeit etwas vermisst hatte. Anscheinend war es laut ihrer Aussage früher anders. Gut, man bekommt das selbst dann immer nicht so mit. Vielleicht alles ein bißchen eingeschlafen.
Möchte sie auf jeden Fall zurückhaben, aber mehr als an mir arbeiten und Zeit ins Land gehen zu lassen kann ich nicht ... das Bedrängen hatte noch nie Sinn. Ich bewege mich ständig zwischen Hochs und extremen Tiefs. Besonders wenn mein Sohn wieder mal bei mir war und ich ihn dann wieder nach Hause fahre ... Ich hatte ihn ja zu 99% immer selbst ins Bett gebracht und zum ihm was vorgelesen und und und ... das ist ein kleiner Teil der Sachen, die mir unendlich fehlen.
Letztens hatte ich meine Frau mal kurz in den Arm genommen und ihr nen ganz sanften Schmatz gegeben ... sie hatte Tränen in den Augen ... das zeigt mir, dass die Gefühle für mich eventuell nicht vollkommen erloschen sind. Aber dann kam sie halt mit den Sätzen, die ich hier schon aufgeführt hatte ...
Hallo TCM,
nach deiner Beschreibung dürfte ja noch nicht alles verloren sein. Wenn ihr euch zum ausfüllen der ALG-Unterlagen trefft dann sprich doch mit ihr. Wendet euch doch an eine Beratungsstelle und macht eine Eheberatung oder eine -therapie.
Gruß Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Das mit der Partnerberatung ist mir auch schon eingefallen ... hatte ich ihr auch schon mitgeteilt. Leider sagte sie nur, dass es dafür leider zu spät ist. Hatte ihr das bestimmt 2-3 Mal vorgeschlagen. Leider kann ich sie nicht dazu zwingen ... leider ...
Cu
Tom
Hallo Tom !
Ich bin ein wenig ratlos und unsicher was ich Dir schreiben soll,
weil was nicht gut gelaufen ist reflektiertst Du selbst und das
sehr gut. Besser eigentlich als man es bei Deiner Selbstbe-
schreibung erwarten dürfte.
Das noch nicht alles vorbei ist mache ich nicht daran fest, daß
es ihr nicht eilig mit der Trennung ist sondern daran
Ausserdem könne sie "keinen Schalter umlegen"
Das klingt nämlich nach danach als würde sie sich wünschen
das zu können und nur den Schalter nicht finden.
Warum ich das denke ?
Weil es genau so mir gegangen ist. Nur das ich den Schalter
nicht gefunden habe, es tatsächlich zu spät war.
Ob das bei euch der Fall ist vermag ich nicht zu beurteilen. So
wie Du aber schreibst, hattet ihr doch viele Gemeinsamkeiten
und auch viel Spaß miteinander.
Allein Dein Großkotzigkeit (Deine Beschreibung) und die ver-
maledeite Eifersucht dürften euch auseinandergetrieben haben.
Du bemerkst selbst sehr richtig, daß Drängen jetzt wenig Sinn
macht. Das stimmt und würde den Keil nur noch tiefer treiben.
Da macht es schon mehr Sinn präsent zu sein und dabei zu
zeigen, das die anderen Seiten in Dir wohl vorhanden sind nur
ein wenig zugeschüttet.
Auch ihre Tränen können ein Zeichen sein das nicht alles ver-
loren ist, natürlich aber auch eines der Trauer über den Verlust.
Wenn ein Mensch sich trennt weil es nicht mehr geht heißt nicht,
daß er das selbst nicht trotzdem auch als Verlust sieht.
Es kann aber auch eine Chance sein. Dazu muss auch nicht
unbedingt eine Eheberatung herhalten. Eure Probleme dürften
genau definiert sein. Wichtig ist jetzt nur ob Deine Frau den Mut
und den Glauben in Dich wiederfindet um einen Neubeginn zu
starten. Vier Wochen sind keine lange Zeit und im Augenblick
genießt sie vielleicht auch die Ruhe ohne dieses Hickhack und
ohne Sticheleien. Das muss aber nicht bedeuten, daß sie nach
einiger Zeit sich nicht auch an als das Gute und Schöne in
eurer Beziehung erinnert und sich das zurückwünscht.
Da sie glücklicherweise nicht zu den Frauen gehört, die ihren
Männern das Kind entziehen hast Du dadurch auch die Chance
ihr immer wieder zu begegnen.
Sehr gut habe ich den Satz von oldie gefunden
Verletzt sie Dich durch euch eigene locker-flockige Sprüche die Dich provozieren oder weh tun, dann halt den Mund und zeige Betroffenheit bzw Schmerz. Also nimm sie ernst.
Tu genau das - nimm sie ernst, egal wie immer ihre Entscheidung
ausfällt.
Einen Grund zum Aufgeben sehe ich allerdings derzeit wirklich nicht.
LG Marina
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Anm.: Realname auf Wunsch des Users entfernt
Ich möchte euch für euere teils kritisierenden (im positiven Sinne), aufmunternden und über den Tellerrand hinausschauenden Worte danken.
Klar haben auch "andere Mütter schöne Töchter", (wie ein Spezl mal sagte) aber ich liebe diese Frau einfach und das seit 12 Jahren. War und bin auch immer noch der Meinung, dass man viele Probleme lösen kann (natürlich nicht alle), wenn man es nur will ... und diesen Willen wird sie in letzter Zeit scheinbar auch ein bißchen bei mir vermisst haben ... Gleichgültigkeit ist oft eine Crux ...
Morgen,
da muss ich doch glatt noch mal nachsetzen.
Klar haben auch "andere Mütter schöne Töchter", (wie ein Spezl mal sagte) aber ich liebe diese Frau einfach und das seit 12 Jahren.
Das Du sie liebst sollte wohl doch schon sein. Sie ist Deine Frau.
Und deshalb müsst ihr auch eure Probleme lösen. das heisst ja nicht, alles ist dann Friede, Freude, Eierkuchen. Das Schlüsselwort lautet m.E. Kompromiss. Also ein Zustand, mit dem ihr gut Leben könnt. Eine 100%-ige Einigung ist meiner Meinung nach eine Illusion. Und Kompromisse können durchaus weh tun. Ich denke mal, sie hat diese Bereitschaft nicht nur 'scheinbar' und 'ein bisschen' vermisst.
Du beschreibst sehr anschaulich die Problematik, die sie mit Dir hat. Heisst das, Du hast so gar keine Probleme?. Kann ich mir kaum vorstellen. Da vermute ich eher, dass Du eine Möglichkeit gefunden hast, diese - ich sage mal - gut zu relativieren. Kann mir gut vorstellen, dass Deine Frau auch sowas nervt (sprich Ignoranz).
Tschau oldie
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Anm.: Realname auf Wunsch des Users entfernt
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Klar gibt es keine Beziehungen, in denen es keine Reibepunkte gibt. Wäre ja auch langweilig. Ihre Fehler haben mich nie so richtig gestört (bis auf ihren läppischen Umgang mit Geld - hatte sich aber auch schon erheblich gebessert) und diese waren auch nie Punkte, die eine Beziehung so hätten gefährden können wie meine Sachen. Das ist leider Fakt und das nehme ich so wie es ist.
Alles wie gehabt ...
Wir gehen "normal" miteinander um, regeln eigentlich alles selbst (Unterhalt, Sohn kann ich so oft sehen wie ich möchte usw ...) ... aber wenn mein Sohn dann wieder weg ist, falle ich in ein tiefes Loch ... immer noch ...
Und das obwohl wir im gleich Ort wohnen ...
Es ist nun über ein halbes Jahr her, dass meine Frau mit dem gemeinsamen Sohn aus unserer Wohnung ausgezogen ist.
Dachte irgendwie, dass ich emotional wieder etwas fitter wäre, aber anscheinend hab ich die Sache nicht so verkraftet wie ich gerne möchte.
Sie wohnt immer noch bei ihren Eltern im Haus und es scheint ihr dort recht zu gefallen. Wir reden "eigentlich" normal miteinander, was einerseits sehr gut ist und andererseits auch wieder nicht. Würde meine Frau gerne komplett aus dem Leben streichen, aber das geht schon wegen unserem Sohn nicht. Deshalb versuche ich das Beste draus zu machen. Meine Freunde und Bekannten bewundern mich dafür, wie ich das Ganze meistere, aber hinter der Fassade sieht es schon ganz anders aus.
Manchmal giften meine Noch-Frau und Ich uns wegen nem Unsinn an. Ich sagte dann einfach mal "wird Zeit das du die Scheidung einreichst" ... sie dann zurück "mach du das doch" ... kurze Zeit später ists wieder "normal".
Mit meinem Geld komme ich gut klar, zahle für das Kind und muss ihr nun nichts mehr geben ... die Kohle ist mir aber sowieso fast schnuppe, da es mir weh tut, wenn ich sehe, wie mein Sohn unter der Trennung leidet. Dann würde ich zu ihr halt gerne wieder sagen "weißte was, fangen wir einfach nochmal von vorne an" ... aber leider bringt das bei dieser Frau sowieso nichts. Dachte immer, ich wäre stur ... da ich niemanden zwingen möchte, sage ich halt lieber gar nichts mehr. Mein bester Kumpel macht sich aber dennoch etwas Sorgen, da ich zur Zeit noch verschlossener bin als sonst. Das was ich jetzt hier geschrieben habe ist für mich persönlich gesehen schon unter Redeschwall zu verstehen. Hatte mich seitdem auf keine Beziehung mehr eingelassen, da ich irgendwie nicht dazu bereit bin.
Keine Ahnung, wie es weitergehen soll ...
Servus TCM!
Keine Ahnung, wie es weitergehen soll ...
Einfach abwarten und Tee trinken ... gegenüber vielen User hier hast Du einen gewissen Vorteil: eine "normale" Kommunikation zwischen Dir und KM ist noch möglich, das ist besonders in Hinblick auf Sohni und dessen Zukunft vorteilhaft. Solange ihr BEIDE darauf bedacht seid, Kommunikation auf Elternebene zu praktizieren und weiterhin fair miteinander umgeht, sähe ich keine Wolken am Horizont...
Ich würde mir auch keinen all zu großen Kopf wegen Deinem Zustand machen, vielleicht brauchst Du einfach die Zeit, um die ganze Geschichte zu verdauen und evtl. als"erledigt" abzulegen ... nichtsdestotrotz dabei darauf achten, dass Du (Dir und Sohni zu Liebe) nach wie vor am Leben teilnimmst.
Alles kommt und geht zu seiner Zeit!
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Moin TriCityManiac,
ich habe den Eindruck, das hier
Dann würde ich zu ihr halt gerne wieder sagen "weißte was, fangen wir einfach nochmal von vorne an" ...
ist der grosse "Klemmer": Du bist auf eine bestimmte Weise noch zu sehr der Vergangenheit verhaftet (bzw. dem Wunsch, einen früheren Zustand wieder herstellen zu wollen) als dass Du die Realitäten der Gegenwart erkennen und akzeptieren und etwas Gutes für die Zukunft daraus machen könntest. Das ist wohl so etwas ähnliches wie eine "Zeitschleife", die man aus Filmen wie "Und täglich grüsst das Murmeltier" kennt.
Dieser gar nicht so seltene Schwebezustand hat in der Regel nichts mit Liebe zu tun; die ist Euch längst abhanden gekommen, und Deine Ex ist da offensichtlich schon viel weiter als Du. Die von Dir beschriebene Eifersuchtsproblematik (die ja auch immer etwas mit dem eigenen Selbstwertgefühl zu tun hat) serviert Dir auf dem Silbertablett jetzt das Bild Deiner Noch-Frau, die mit einem anderen Mann glücklicher ist als mit Dir. Aber der Versuch, das zu verhindern wäre keine Basis für eine neuerliche Partnerschaft; man kann einen anderen Menschen nicht "besitzen"; selbst wenn man sich auf ihn draufsetzt. Deshalb funktioniert es an diesem Punkt in der Praxis auch nie, "es noch einmal miteinander zu versuchen"; selbst wenn Deine Ex darauf einginge, täte sie es nur aus Mitleid. Und Du würdest dann erst recht argwöhnisch jeden ihrer Schritte beobachten; die Eifersucht würde nicht kleiner, sondern grösser.
Dreh das Ganze in Deinem Kopf einmal um: Schau nicht auf das, was Du NICHT MEHR hast (Eure Partnerschaft), sondern auf das, was Du HAST (eine offensichtlich vernünftige Kommunikationsebene) zum Wohl Eures gemeinsamen Kindes. Nur das zählt in Zukunft noch. Wenn Du diese gedankliche und emotionale Umprogrammierung allein nicht (mehr) hinbekommst, lass Dir von einem Profi helfen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Mittlererweile geht man etwas distanzierter und weniger emotional an die Sache heran ... wenn ich so weitergemacht hätte, wärs sicher dumm für mich ausgegangen. Man schon schlimme Gedanken und das machte sogar mir etwas Angst ...
Zur Zeit ist es wieder etwas eigenartig. Wir gehen sehr liebevoll miteinander um, sie kommt desöfteren vorbei und manchmal bin ich bei ihr. Wir reden und lachen viel (obwohl meiner Meinung nach Lachen des Gesicht entstellt). Zur Zeit kommt auch wieder zum Vorschein, daß wir auf nem ähnlichen Level sind, was diverse Sachen angeht. Die Sache ist eigentlich abgeschlossen, aber irgendwie liegt da was in der Luft. Als ich mal die eventuelle Scheidung ansprach, wurde das Ganze noch emotionaler und sie weinte, weil ich sagte, daß wir beide eigentlich nur noch dumm sind. Wir hätten unsere ganzen Probleme damals schon eher angehen und vielleicht sogar eine Partnerberatung in Anspruch nehmen sollen. Sie sagte mir, sie hätte große Angst davor, daß wieder alles genauso wird wie vorher und daß sie mir nicht ganz abnimmt, daß ich meine Eifersucht und meine cholerische Art im Zaum halten könnte. Für das, daß sie mal zu mir sagte, sie hätte keine Gefühle mehr für mich, hat die Luft in den letzten Wochen in allen Bereichen aber ganz schön gebrannt. Ich hatte in dieser Zeit nicht viel mit Frauen am Laufen, da ich etwas verschlossen war und mich erstmal sammeln musste. Letztens war es dann mal wieder soweit ... mir kam eine 18jährige unter und es funkte. Wurde zwar nichts Längerfristiges draus, aber irgendwie ist die ganze Sache mit meiner Frau seitdem etwas anders ...
Sie sagte mir, sie hätte große Angst davor, daß wieder alles genauso wird wie vorher und daß sie mir nicht ganz abnimmt, daß ich meine Eifersucht und meine cholerische Art im Zaum halten könnte.
Hallo TCM,
das war wohl eine mehr als deutliche Ansage, die du dir für die Zukunft zu Herzen nehmen sollstest, so oder so.
Liebe Grüße
Andrea
Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
Hallo Andrea,
schon klar ... mir wäre ja eh nicht mehr zu helfen, wenn ich mir darüber keine Gedanken machen würde ...
Cu
Tom
