Mal eine schöne Ges...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Mal eine schöne Geschichte aus der Sicht des"geschiedenen Kindes"

 
(@kleine_maus1234)
Schon was gesagt Registriert

Meine Eltern waren neun Jahre zusammen. Ich hatte auch den Eindruck, ziemlich glücklich. Aber irgendwann kam einmal der Punkt, an dem sie sich nicht mehr verstanden. Sie müssen sich wohl viel gestritten haben, als ich sieben/acht Jahre alt war. Aber ich bekam nicht viel davon mit. Irgendwann entschlossen sich die beiden, dass eine Trennung wohl der beste Weg ist um noch vernünftig miteinander umgehen zu können. Da sie nicht verheiratet waren lief das natürlich ohne weitere Komplikationen ab. Meine Ma war immer der Ansicht, dass ein Kind den Vater braucht. Sie hat mich sogar ermuntert, zu ihm zu gehen. Damals kam der Film "Mrs Douptfire" in die Kinos und da ist mir ein Spruch hängen geblieben (leider nicht mehr 100% wortgetreu): "Sieh es so Kind, unser Hof ist nur ein wenig größer geworden" Genau so war es. Meine Mutter zog mit mir nur ein paar Straßen weiter, so dass ich auch mit meinen acht Länzen alleine den Weg gehen konnte (Er wohnte ja direkt neben meiner Schule). All die Jahre hatte ich immer zwei Bezugsorte und -Personen die sich niemals gegeneinander haben ausspielen lassen, weil sie beide an einem Strang zogen. Mein Vater lernte eine neue Frau kennen, aber ich kam immer an erster Stelle. Meine Ma heiratete meinen Grundschullehrer als ich 17 war und mein Vater mit seiner Freundin und seiner Mutter kamen zur Hochzeit. Erst jetzt, wo ich mein eigenes Leben lebe und einiges zwischen mir und einem der beiden vorgefallen ist haben die beiden sich entzweit. Sie haben mir beide gesagt, dass sie nur meinetwegen immer befreundet gewesen sind, aber davon habe ich nichts gemerkt. Ich weiß nur, dass ich in meiner Kindheit als Trennungskind nie ein böses Wort von einem über den anderen gehört habe geschweige denn dass ich mitbekommen habe, dass sie sich in einer Sache nicht einig waren.

So, das wollte ich allen Vätern  hier mitgeben als kleines Trostpflaster, dass es auch anders gehen kann. Vielleicht (ich hoffe es für euch und eure Kinder) gibt euch mein "Fall" ja Mut und Kraft, eure Streitigkeiten die ja meist zu unrecht entstanden sind, beizulegen. Ich wünschte mir, dass jeder der Vater ist (ob nun leiblich oder sozial) auch Vater sein darf.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 29.07.2008 04:38
(@rainbow)
Zeigt sich öfters Registriert

servus kleine maus,

eine wunderschöne (wahre) geschichte. wie herrlich wär´s, wenn mehr (getrennte) eltern so miteinander umgehen würden. wie viel ärger, wut und verzweiflung würden sich alle beteiligten da ersparen.

leider ist das die ausnahme ...............................

lg

rainbow


AntwortZitat
Geschrieben : 29.07.2008 18:23