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Mag es nicht mehr mit ansehen.

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(@nachtaktiv)
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Hallo,

ich bin ein knapp 30-jähriger Stiefvater. Meine Freundin, Mutter eines 9-Jährigen Mädchens und eines 7-Jährigen Sohnes, ist zwei Jahre älter. Wir leben beide von H4, während sie noch nebenbei etwas arbeitet. Wir haben beide unsere eigenen Zimmer. Meine Freundin schläft in der Wohnstube auf der Couch, damit sie in Hörweite der Kinderzimmer die Nacht verbringen kann und ich schlafe in meinem Zimmer. Seit ca zwei Jahren sind wir ein Paar und vor einem halben Jahr bin ich bei ihr eingezogen.

Zu meiner Person. Meine psychische Belastbarkeit ist sehr gering, daher ziehe ich mich sehr oft zurück. Leider habe ich viele psychosomatische Leiden. Das sind körperliche Schmerzen und Beeinträchtigungen, die sehr vom seelischen Wohlbefinden abhängen. Diese Schmerzen und Beeinträchtigungen sind keine Einbildung sondern in Momenten/Phasen ihres Eintretens sehr real und enorm belastend und Kräfte zehrend. Zur Zeit fühle ich mich körperlich als würde ich fast täglich mit einem mittelschweren Kater nach einem Alkoholrausch zu kämpfen haben, also als wäre ich täglich vergiftet. Dieser Zustand entsteht insbesondere durch ungelöste Konflikte mit anderen Personen. Aus diesem Grund ziehe ich mich sehr viel zurück. Allein schon das Zusammensein mit mehr als einer weiteren Person -ob Konflikt oder nicht- erzeugt in mir oftmals so großen Stress, dass mein "Akku" sich rapide entlädt. Meine Schlafzeiten sind so ziemlich entgegen dem, was man wohl als "normal" bezeichnen würde. Zwinge ich mich zu "sozialeren" Schlafzeiten, so halte ich das nicht sehr lange durch, weil dies dann zu einem großen Faktor meiner psychosomatischen Probleme wird. Das Alles wirkt sich natürlich auch auf das tägliche Miteinander mit meiner Freundin und ihren Kindern aus. Ich bin deswegen kein schlechter oder unsozialer Mensch. Meine Therapeutin meint gar, ich sei hochsensibel. Also, dass ich einfach zu viel wahrnehme (optisch, akustisch, vor allem aber zwischenmenschlich) und ich das alles nicht verarbeitet bekomme, bzw, dass mich das Verarbeiten dieser Reizflut, die in mich strömt, einfach ungesund viel Kraft kostet und mich nicht selten überfordert. Zum Beispiel fällt es mir schwer gleichzeitig eine Person anzuschauen und mit ihr zu sprechen oder zuzuhören. Ich kann sehr gut zuhören, nur mich dann eben nicht gleichzeitig auf die Mimik und Gestik der Gesprächsperson konzentrieren. Genauso kann ich sehr gut die Mimik oder Gestik meines Gegenübers deuten, dann aber leider nicht mehr dem Gesprochenem folgen. Und die höflichen Umgangsformen erwarten nun mal eben beides gleichzeitig - Blickkontakt und aufmerksames Zuhören, da man ansonsten unhöflich, schüchtern, unaufmerksam oder ablehnend wirkt. Bei Gesellschaftlichen Anlässen bin ich zwar meistens anwesend, halte mich aber aus dem Meisten raus und beobachte einfach nur, was um mich herum geschieht und wie das Geschehen auf die Anderen und auf mich wirkt.

Leider sehe/erkenne ich dann oft Verhaltensweisen, die ich lieber nicht sehen würde, weil Ursache und Wirkung für mich quälend offensichtlich sind, die anderen Verborgen sind, die sie zu verdrängen oder zu vertuschen versuchen oder die ihnen bisher noch gar nicht bewusst sind. Und ich bin es Leid diese Wahrnehmungen für mich zu behalten und unausgesprochen zu lassen. Im Klartext meine ich, dass ich sehr gut darin bin Anderen zu sagen, was sie vielleicht besser oder anders machen können, ohne dass bevormundend oder attackierend zu meinen, sondern ich möchte damit einfach nur mich etwas entlasten und den Anderen gleichzeitig auch auf etwas aufmerksam machen. Ich wünsche mir so sehr, dass mein Verhalten als hilfreich anerkannt wird und dankend angenommen wird. Stattdessen reagieren viele Menschen, denen ich aufrichtig sage, was mich gerade beschäftigt, zurückweisend, weil sie sich angegriffen fühlen, oder es ihnen unangenehm ist, wenn ich eine - ihrer Ansicht nach - Schwachstelle offenbart habe.

Um auf das Vater-Thema zurückzukommen. Ich bin ja so etwas wie der Stiefvater. Und meine Freundin ärgert sich ganz oft über das Verhalten ihrer Kinder. Nun habe ich ihr schon mehrmals versucht möglichst diplomatisch mitzuteilen, wie nach meiner Ansicht - als häufiger Beobachter -, Ursache und Wirkung miteinander verzahnt sind. Und es gefällt meiner Freundin gar nicht, darauf aufmerksam gemacht zu werden, weil der Kreis des Verhaltens der Kinder (nach meinen Beobachtungen) bei meiner Freundin beginnt und sich bei ihr auch wieder schließt. Sie hört dann nur raus: "Ich bin eine schlechte Mutter", und wird dann wütend auf mich. Und die Kinder mögen mich in dem Moment dann auch nicht, weil meine Freundin ganz klar signalisiert und verbalisiert, dass ich Ursache des Streites und der Disharmonie bin. Das macht mich sehr traurig und frustriet mich sehr oft, manchmal macht mich das auch wütend. Es besorgt mich sehr mit anzusehen, wie sie ihren Sohn zu einem Ebenbild ihres Bruders erzieht, welcher sie als Kind oft brutal/gewalttätig behandelt hat. Gleichzeitig entwickelt sich ihre Tochter zu dem was meine Freundin von sich über ihre Kindheit erzählt hat. Das kann es doch nicht sein, was meine Freundin möchte, dass ihre Kinder sind/werden. Die Tochter mucksmäuschenstill und zurückgezogen und der Sohn als Pöbel und Gewalttäter. Es quält mich mitanzusehen, wie sich die Geschichte auf diese Art und Weise wiederholt und meine Freundin meine Ratschläge missachtet und ablehnt.

Im Detail meine Beobachtungen beim Mittagessen:

Wirkung: Sohn mäkelt fast jedes mal am Mittagsessen, dass er genau eine Zutat nicht möchte, weil er behauptet  diese gar nicht zu mögen (ein anderes mal möchte er diese Zutat und mäkelt, dass Rücksicht genommen wurde und er diesmal diese Zutat eben nicht bekommt).

Ursache: Er ist frustriert wegen irgendetwas anderem und nicht Willens -fähig ist er- über den tatsächlichen Grund für seiner Frustration aufrichtig zu sprechen. Dieses Verhalten wird von der Mutter ähnlich, wenn auch nicht unbedingt in Bezug aufs Mittagessen, vorgelebt. Also, die Mutter lässt es mit sich machen. Nimmt Rücksicht, obwohl sie hier offensichtlich missbraucht wird. Anstatt Dankbarkeit für die fertige warme Mahlzeit, kommt Gequängel. Sohn sieht am Essen nur das, was ihm nicht gefällt und weiß unter anderem die Arbeit des Essens zuzubereiten gar nicht zu schätzen, weil es zu selbstverständlich ist und er zu wenig am Vorgang des Kochens beteiligt wird, von Dankbarkeit ganz zu schweigen. Hier lässt sich eine Lösung ableiten. Oder er könnte, nachdem alle anderen mit dem Mittagsessen fertig sind, für sich allein unter Aufsicht kochen und sein (Koch-)Geschirr selbst abspülen. Er ist nicht dumm und auch sonst schon recht selbstständig.

Problem: Mutter fühlt sich angegriffen wenn ich meine Beobachtung, insbesondere eine mögliche Lösung zur Sprache bringe. Bzw, oftmals sind ihr meine Vorschläge zu aufwendig und/oder es ist ihr die Zeit nicht wert.

Im Detail meine Beobachtungen bei heimlichen Übertreten von Verboten der Mutter:

Wirkung: Katzenbabys, die kaum laufen können werden angefasst (in den Karton mit Hand hineingreifen und herausnehmen), trotz Verbot.

Ursache: Es gibt keine spürbaren Konsequenzen seitens der Mutter, ausser "Das ist aber nicht schön" oder ähnliches zu sagen. Sie redet, statt zu handeln.

Im Detail meine Beobachtungen bei Übertreten von Verboten der Mutter im Beisein der Mutter:

Wirkung: Faxen und pausenloses Gequatsche während des Essens, sodass alle anderen auf das eine Kind warten müssen, weil es vor lauter Gealbere nicht zum Essen kommt und hinterher den halben selbst aufgefüllten Teller stehen lässt, weil das Essen kalt geworden ist. Das Kind lügt dann und behauptet es wäre satt, um das kalte Essen nicht weiter Essen zu müssen, oder weil es sich auf Anhieb mal wieder vor lauter Gier mehr aufgefüllt hat, als selbst ein Erwachsener zu Essen schaffen würde oder weil es der bereits allgemein gefrusteten Stimmung -aufgrund des Trödelns und Gealbere- entgehen will.

Ursache: Mutter meckert nur, handelt aber nicht und ist nicht gewillt sich über das Handeln Gedanken zu machen.

Im Detail meine Beobachtungen bei allgemeiner Respektlosigkeit der Mutter gegenüber:

Wirkung: Kind überschreitet Grenzen.

Ursache: Mutter kündigt Konsequenzen an, die völlig übertrieben sind oder gegen Menschenrechte verstoßen. Beispielsweise: "Wenn du ... dann darfst du in den Ferien nicht zur Oma fahren" oder: "Wenn du ... dann muss ich dich wohl in den Keller oder in den Hundezwinger einsperren." Vor solchen Drohungen hatten die Kinder mal, als sie noch jünger waren richtig Angst gehabt und bitterlich geweint. Das tat mir richtig Leid mit anzuhören. Manchmal spricht die Mutter Konsequenzen auch sehr albern aus und das Kind albert dann mit. Es wird also belohnt dafür, dass es Genzen überschreitet. Das selbe Verhalten ist auch bei der Großmutter (also der Mutter der Mutter) zu beobachten.

Im Detail meine Beobachtungen bei allgemeinem Ungehorsam:

Wirkung: Teil des einen Kinderzimmers ist auch Durchgangsbereichs für das andere Kind zu seinem Kinderzimmer. Mutter sagt dem einen Kind, es solle den Durchgangsbereich von Gegenständen immer frei halten. Das Kind macht seine Hausaufgaben mitten auf dem Boden des Durchgangsbereiches und lässt anschließend die Mappe dort stehen. Oder die Kinder bekommen die Aufforderung, in der Mittagsruhe entweder in ihre Kinderzimmer oder nach
Draussen zu gehen und sich leise zu verhalten. Mal sagt das Kind: "Nö" oder sie laufen ständig von Raum zu Raum, knallen mit den Türen, machen Lärm mit den Heizungsrohren, oder sonst irgendwelche Geräuschvollen Aktivitäten. Oder die Mutter fordert die Kinder auf, ihre Kinderzimmer aufzuräumen und es passiert rein gar nichts.

Ursache: Mutter ignoriert ihre eigene Aufforderung um Konflikte zu vermeiden.
Weitere Ursachen: In unwichtigen Details beharrt die Mutter zwanghaft auf die Art und Weise, wie die Kinder etwas tun sollen, gerade dann, wenn das Kind zum ersten Mal etwas neues versucht, redet und kommandiert sie solange in die Situation hinein, bis das Kind den Spaß am Ausprobieren verliert. Dieses Verhalten ist auch bei der Mutter der Mutter zu beobachten.

Ich könnte noch einige Zeit so weiterschreiben. Das sind nur einige Beispiele, die sich mehrfach täglich in verschiedenen Variationen wiederholen. Gefühlter täglich Durchschnitt: 10 Mal und mehr. Die letzte Situation, gestern, die mich wütend gemacht hat, war, als die Oma dem einen Kind zwischen Abendbrot und Zubettgehen noch ein Überraschungsei gegeben hatte, weil das andere Kind ja am früheren Nachmittag ein Eis hatte, als es mit der Oma allein unterwegs war. Es besteht hier die Regel, dass es nach 16:00 Uhr nichts Süßes mehr gibt. Das mit dem Ü-Ei hätte sie auch noch auf den nächsten Nachmittag aufschieben können. So aber isst das triebgesteuertere Kind noch kurz vorm Schlafen gehen und nach dem Zähne putzen Schokolade und hat auch noch ein Plastikspielzeug mehr, womit es sich nach meiner Auffasung wirklich nicht mehr beschäftigen sollte, wenn Bettzeit ist. Überhaupt bekommen die Kinder viel zu viel Spielzeug und viel zu wenig Geborgenheit, Sicherheit, Zuneigung, Zeit und Aufmerksamkeit von dem Menschen von dem sie nunmal abhängig sind.

Ich weiss, ich habe selbst einen Schaden. Aber das und noch vieles mehr immer und immer und immer wieder mitansehen zu müssen, macht mich auf Dauer noch viel kranker und ich ziehe mich noch mehr zurück und denke bereits ernsthaft darüber nach wieder auszuziehen, zumal auch für mich keine spürbare Zuneigung mehr zwischen mir und meiner Freundin besteht. Ich habe ihr angeboten ihr zu helfen, nur müsse sie mich dann hier und da auch meinen eigenen Stil anwenden lassen und Vertrauen zu mir haben und das hat sie nicht. Sie will meine Hilfe nicht, sie will dass ich mich morgens aus dem Bett quäle, damit ich schon morgens den ganzen Mist wahrnehme und was im Haushalt mache, erzieherisch eingreifen auf meine Art und Weise, das darf ich dann aber nicht, das ist dann immer zu streng. Merkwürdig nur: ja ich stelle jetzt einen Vergleich an, dass die Kinder mehr Respekt (wohlgemerkt keine Angst) vor mir haben und auch die Oma väterlicher Seits mir erzählt hat, dass die Kinder bisher her nur gut über mich berichtet haben und von der Mutter ganz oft eher trauriges. Inzwischen war auch das Jugendamt da und hatte einiges von dem angesprochen, was ich schon öfter versucht habe mit meiner Freundin zu besprechen, aber sie verdrängt und belügt sich selbst, redet alles klein, baut sich daran auf, dass es schlimmere Mütter gäbe und ist nur auf der Suche nach dem Schuldigen, der sie beim Jugendamt "angeprangert" hat (ich war's nicht) und diese Einstellung hilft ihr nicht weiter und mich nervt es nur zuschauen zu dürfen. Mittlerweile habe ich kaum noch Respekt vor ihr, weil ich täglich mitansehe, wie respektlos sie sich von ihrem eigenen Fleisch und Blut behandeln lässt. Es kam auch vor, dass Sie ihren Körper auch zum Frustablassen des Sohnes zur Verfügung stellte, indem sie ihn während eines Konflikt ständig mit der Faust gegen ihre Schulter/Oberarm schlagen ließ.

So schlimm das bisher auch klingt. Meine Freundin ist eine ganz liebe und hilfsbereite, aber auch stur und mit verborgenem Minderwertigkeitskomplex und hat mir auch aus einer persönlichen Krise geholfen und ich habe ein sehr  schlechtes Gewissen wenn jetzt einfach so abhaue. Ich habe das Gefühl, dass ich in ihrer Schuld stehe, gleichwohl lehnt sie meine Hilfe und Zuneigung ab und ich habe Angst, dass sie, im Falle einer Trennung, vielleicht irgendwie durchdreht und es an den Kindern auslässt. Ich möchte doch nur das beste für sie und die Kinder und nicht zuletzt auch für mich.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 05.06.2012 09:18
(@adelante)
Rege dabei Registriert

Hi Nachtaktiv,

"Im Detail meine Beobachtungen beim Mittagessen:
Im Detail meine Beobachtungen bei heimlichen Übertreten von Verboten der Mutter:
Im Detail meine Beobachtungen bei Übertreten von Verboten der Mutter im Beisein der Mutter:
Im Detail meine Beobachtungen bei allgemeiner Respektlosigkeit der Mutter gegenüber:
Im Detail meine Beobachtungen bei allgemeinem Ungehorsam:"

Lebst Du mit der Familie zusammen oder beobachtest Du sie nur?

Bei allem Respekt vor all den Problemen die Du hast, ich würde so ein Verhalten nicht ertragen. Mir wurde ganz merkwürdig beim Lesen.

Alles Gute

Adelante


AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 12:40
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin nachtaktiv,

ich hatte einen ähnlichen Eindruck wie @Adelante: Du verhältst Dich wie ein Zaungast, der alles besser weiss, aber nicht erkennt, dass er selbst Teil des Problems ist. Man möge gefälligst Rücksicht auf alles und jedes nehmen, was Deine Befindlichkeiten stört - und bloss nichts von Dir erwarten oder verlangen, weil Du ja nicht belastbar bist. Hallo? So funktioniert "Familie" nicht; egal, ob biologisch oder Patchwork.

Warum suchst Du Dir nicht einfach eine Wohnung für Dich allein und lebst für Dich? Und schaust, dass Du mit therapeutischer Hilfe wieder arbeitsfähig wirst - was Dir ersparen würde, 24 Stunden am Tag "im Detail zu beobachten", was andere alles falsch machen?

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 12:56
(@marko99)
Nicht wegzudenken Registriert

Ich sehe es ähnlich...

Wenn ich etwas nicht mit ansehen kann, was ich nicht ändern möchte... dann verlasse ich die Situation.

Es zwingt dich keiner, eine Zeitung mit "schlechten" Nachrichten zu lesen.

Und wie Martin es sehr deutlich ausdrückte. Mit anderen Worten. Wer eine Aufgabe hat, der konzentriert sich auf diese. Also Hintern hoch und was tun..statt mit nem Feldstecher auf dem Balkon zu sitzen... (im übertragenen Sinne..)


AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 13:19
(@Wolkenhimmel)

Hallo nachtaktiv,

ich habe inzwischen einige Male angesetzt um Dir eine Antwort zu schreiben, versuche es jetzt jedoch kurz und schliesse mich Marko und Brille an...

Love it, change it or leave it.

Die Art und Weise wie Du an Euer Zusammenleben herangehst scheint mir die Situation nur für alle Beteiligten unangenehm zu machen.

Du hast Dich schon so sehr in Deine Abneigung den Kindern gegenüber reingesteigert, dass Du aus jeder Ü-Ei Mücke einen Elefanten machst.
Ausserdem empfinde ich Deinen Ton als herablassend und besserwisserisch. Wenn Das bei Deiner Freundin ebenfalls in der Tonlage ankommt, dann wundert es mich nicht, warum sie Deine Ratschläge nicht annimmt. Sorry.

Für mich klingt das nach "normalem Familienwahnsinn" mit Kindern in diesem Alter, nichts weiter.

Gruß, WH


AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 14:00
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin.

Ich will jetzt die Kritik an dir nicht weiter ausbauen, finde es aber gut, dass du mit deinen eigenen Problemen angefangen hast und dich damit bereits als Teil des Problems erkannt hast.
An der Ecke solltest du ansetzen und weiter machen.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 14:08
(@diskurso)
Registriert

Hallo nachtaktiv,

Meine Therapeutin meint gar, ich sei hochsensibel. Also, dass ich einfach zu viel wahrnehme (optisch, akustisch, vor allem aber zwischenmenschlich) und ich das alles nicht verarbeitet bekomme, ...

Zunächst einmal: welche Diagnose liegt bei Dir vor ?
Evtl. Asperger ?
Deine Beobachtungen (und Veränderungsbestrebungen) bezgl. der mangelnden Erziehung der Kinder kann ich gut nachvollziehen.
Ich habe Ähnliches in meiner Beziehung erlebt und habe mich in folgedessen aus der Partnerschaft zurückgezogen, da ich die Erziehungsunfähigkeit meiner Partnerin und den damit verbundenen Dauerstreit nicht länger ertragen konnte.
Zudem war ich der Auffassung, dass den Kindern nicht geholfen ist, wenn sie nicht nur dieser Erziehungsunfähigkeit, sondern auch noch zusätzlich den Auseinandersetzungen der Erwachsenen ausgeliefert wären.
Sachliche Gespräche mit meiner Ex waren schlicht nicht möglich, jeder Versuch endete dann mit äußerst emotionalen Ausbrüchen von ihr.

Mittlerweile habe ich kaum noch Respekt vor ihr, weil ich täglich mitansehe, wie respektlos sie sich von ihrem eigenen Fleisch und Blut behandeln lässt.

Genau dasselbe hatte ich damals auch empfunden.
Heute weiß ich, dass meine Ex schwer verhaltensgestört ist.
Ist Dir bekannt, ob bei Deiner Freundin irgendwelche psychischen Störungen vorliegen, ist/war sie evtl. selbst in Therapie ?

Inzwischen war auch das Jugendamt da
ist nur auf der Suche nach dem Schuldigen, der sie beim Jugendamt "angeprangert" hat (ich war's nicht)

Warum genau war das JA da, gab es einen bestimmten Vorfall und ergaben sich irgendwelche Konsequenzen aus diesem Besuch ?

Meine Freundin (...) hat mir auch aus einer persönlichen Krise geholfen und ich habe ein sehr  schlechtes Gewissen wenn jetzt einfach so abhaue.

Das ist keine Basis für eine dauerhafte und gesunde Beziehung!
Möglicherweise kann Euch beiden eine Paartherapie helfen, schlage dies Deiner Freundin doch einmal vor.


AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 14:24
(@nachtaktiv)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Adalante,

ich suche das Gepräch. Das erklärt noch nicht deine Frage, aber um es kurz und undifferenziert auszudrücken: Zur Zeit lebe ich (in deinem Sinne) nicht mit der Familie zusammen, sondern beobachte "nur". Ich nehme wahr, und ich bin noch nicht soweit, dass ich meine Wahrnehmungen aus eigener Kraft abschalten oder steuern kann. Ich kann sie einfach mit Medikamenten oder Drogen dämpfen, aber das will ich nicht, weil ich mich grundsätzlich so mag wie ich bin, was nicht heißen soll, dass ich nich für konstruktive Kritik offen bin oder ich nicht gewillt bin mich zu verändern. Nur ist mir noch nicht klar, was genau ich an mir ändern könnte. Ich weiss, dass der Inhalt meines Textes vermuten lässt, dass ich meine Probleme nur im Aussen suche. Wenn das so bei dir angekommen ist, dann gibt es ein Verständnis- oder Kommunikationsproblem.

Was genau meinst du damit, dass du so ein Verhalten nicht ertragen würdest? Mein scheinbares Besserwissertum oder das Verhalten der Mutter ge genüber den Kindern? Was meinst du damit, dass dir ganz merkwürdig beim Lesen wurde?

Hallo Brille 007,

Zu deiner Antwort, ich verhielte mich wie ein Zaungast, der alles besser wisse, aber nicht erkenne, dass ich selbst Teil des Problems sei:
Gehe bitte ins Detail, weil ich diese Aussage, so wie sie ist, als verletztend empfinde, da ich mich missverstanden fühle. Ich bin bereits in Versuchung deine möglichen Beweggründe diesbezüglich zu deuten.

Mir geht es nicht primär darum, dass meine Umgebung auf alle meine Befindlichkeiten Rücksicht nimmt. Es macht mich traurig mitanzusehen wie meine Umgebung keine Rücksicht auf sich selbst nimmt, das versetzt mich in einen Gefühlszustand der Melancholie oder des Weltschmerzers. Ich bin einfach noch nicht gewillt die Realität so zu akzeptieren wie sie sich mir aufdrängt. Und da hilft mir auch keine Arbeit, weil ich dort mit dieser Realität verstärkt in Konfrontation stehe und mich das ganze Leid, ohne Möglichkeit zur Flucht, um mich herum fertig macht. Ich fühle mich ein bisschen wie ein Schwamm, der zwanghaft versucht das ganze Elend dieser Welt in sich aufzusaugen und davon so gelähmt bin, dass ich krank werde. Ich finde es etwas unfair, dass du mir empfiehlst - so lese ich es heraus -, mich selbst, meine Wahrnehmung und meine Umgebung zu verleugnen, indem ich mich durch Arbeit davon ablenke. Das ist kein Lebensweg, den ich beschreiten möchte, auch nicht dann, wenn dieser Weg gesellschaftlich erwartet und gutgeheißen wird.

Du schreibst mir, dass Familie so nicht funktioniert. Obwohl ich mich von dir missverstanden fühle, stimme ich dir dabei aber zu. Nur sag mir bitte, wie Familie denn funktioniert. Mir läuft ein Schauer über den Rücken wenn ich den Begriff "funktionieren" in Bezug auf menschlisches Miteinander lese. Ich lehne es ab, so zu funktionieren, wie du es dir vorstellst.

Hallo Makro 99,

nimm es mir nicht übel, dass ich mich jetzt etwas kürzer fasse. Deinen ersten beiden Sätzen stimme ich zu. Die weiteren Zeilen schließen sich leider dem bereits geäußerten "Shitstorm" an.

Hallo Wolkenhimmel,

auch hier will ich mich kurz fassen. Das Motto "Love it, change it or leave it." scheint mir hilfreich.

Hallo Beppo,

danke für deine aufbauende Antwort.

Hallo diskurso,

dein Beitrag ist der erste in dem ich mich wirklich angenommen und verstanden fühle. Herzliches Danke schonmal dafür.
Noch liegt keine Diagnose bei mir vor. Bei einem früheren stationären Aufenthalt in einer Klinik, vermutete meine erste Therapeutin eine Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ich hatte eine Phase, vor einigen Jahren, wo ich es als befreiend empfand mich selbst zu verletzen. Nur erschienen mir die Therapieformen ungeeignet und die pauschale Gabe von Pillen machten mich misstrauisch, da ich nicht gewillt bin die verschiendensten Serotonin-Wiederaufnehme-Hemmer-Pillen auszuprobieren, bis endlich mal eine gefunden werden würde, die auch wirkt. Ich brauche keine Pillen, ich brauche das Gefühl (auch von Aussen), liebenswert zu sein, so wie ich bin, und angenommen zu werden so wie ich bin. Ich brauche jetzt niemanden der mich anraunzt mit Sprüchen, wie: "Kehre erst einmal vor deiner eigenen Haustür". Weiterhin brauche ich Erfolgserlebnisse. Nur fällt es mir unglaublich schwer mich aus meiner Lethargie loszureißen und mir selbst die Erfolgserlebnisse zu schaffen. In der Beschreibung des Asperger-Syndroms finde ich mich erstaunlich gut selbst wieder. Ich kann mich auch sehr gut mit der Figur des Sheldons aus der Serie The Big Bang Theory identifizieren, wobei ich natürlich bei weitem nicht so intelligent wie diese Figur bin.

Meine Freundin hatte gelegentliche Therapiegespräche. Ich habe sie nicht danach gefragt, was sie dort besprochen hatte und deshalb kann ich dazu auch nichts weiter sagen. Ich fände es zwar schön, wenn sie mit mir darüber sprechen wollte, aber ich nerve sie nicht deswegen und schnüffel da auch nicht hinterher. Ich bin mir sicher, dass es bei ihr einiges gibt, was sie beschäftigt und sie auch beeinträchtigt. Sie macht jedenfalls nach Aussen hin einen "normalen" Eindruck, bzw sie "funktioniert" (noch) so, wie die Gesellschaft es von ihr erwartet.

Warum genau das Jugendamt da war, kann ich nicht sagen. Ich kann nur sagen, was meine Freundin mir sagte, was bemängelt wurde. Vor allem die von ihr vorgelebte Unordnung und die Unordnung in den Kinderzimmern, sowie die vielen roten Einträge im Hausaufgabenheft des Sohnes. Diese Unordnung ist ein weiterer Grund meines Rückzuges. Die Gemeinschaftsräume Küche/Bad/Wohnstube/Flur sind zwar begehbar, nur finde ich selten das, wonach ich suche auf Anhieb. Weil immer etwas genommen und benutzt wird, aber nie zurück gelegt wird. Entweder es wird irgendwo liegen gelassen oder auf einen bereits bestehenden chaotischen Haufen dazu getan. Meine Freundin möchte kein übersichtlicheres Ordnungssystem ... sie hält jetzt, nachdem das Jugendamt hier war, zwar alles etwas ordentlicher, dies aber zähneknirschend. So weit ich es mitbekommen habe, will die Frau vom JA noch gelegentliche Kontrollbesuche machen und wenn es ihr nicht gefällt, dann soll es eine temporäre Hilfe geben, in der Form, dass sich öfter jemand mit diesen Dingen hier mit meiner Freundin auseinandersetzt und unterstützt. Ich bin mir aber unsicher, ob es nicht noch weitere Kritikpunkte des JA gibt, die meine Freundin mir verschweigt.

Das mit der Paartherapie möchte ich gern versuchen. Wie sollte ich meine Freundin am besten darauf ansprechen?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 05.06.2012 18:56
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Nacht,

und wieder mal gibst Du ein gutes Beispiel, wie es nicht laufen sollte.

Erfahrene Mitglieder und Moderatoren (die mit ihren Bemerkungen meist sehr treffend liegen) geben Dir Tipps und Hilfestellungen  - und was machst Du? Fühlst Dich verletzt und weist Die Aussagen zurück. Dir angenehme Statements "saugst Du auf wie ein Schwamm" - so kommst Du persönlich aber nicht weiter.

Es geht hier nicht darum, Dich zu verletzen, sondern Dir auch Dein Verhalten einmal wiederzuspiegeln. Und ja- die Tipps waren eigentlich alle richtig. Wenn Du Dich so unwohl fühlst, verlasse die Bedarfsgemeinschaft. Oder, ganz hart gesagt, wenn es Dir zu unordentlich ist, nimm den Besen in die Hand und bringe die Bude auf Vordermann. Aber das geht nicht aus der Vogelperspektive, sondern nur mit hochgekrempelten Ärmeln. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 19:12
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin nachtaktiv,

Dein neuerliches Posting bestätigt meine Ferndiagnose; es entkräftet sie nicht: Du hast Dich in einer persönlichen Komfort-Zone eingerichtet, in der man Dir nicht mit Arbeit, mit Therapie, mit Medikamenten oder gar der Erwartung, Dich selbst zu ändern kommen soll. Und "gesellschaftlichen Erwartungen" wie beispielsweise der, dass ein erwachsener Mensch vor allem für sich selbst sorgt anstatt andere für sich arbeiten zu lassen, möchtest Du auch nicht entsprechen Alle anderen sollen gefälligst auf Dich Rücksicht nehmen. Sogar die Kinder Deiner Freundin (für die Du weder eine Erziehungsberechtigung noch -verpflichtung hast) sollen sich so verhalten, wie Du es Dir vorstellst.

Das ist ein ziemlich egozentrisches Weltbild. Es sei Dir meinetwegen unbenommen, Dich mit 28 Jahren als "fertig entwickelt" zu betrachten und Veränderungen ausschliesslich von anderen zu erwarten. Dann ertrage aber auch die zwangsläufig mit einer solchen Weltsicht verbundenen Enttäuschungen - egal, ob mit dieser Partnerin, mit einer anderen oder ganz allein. Denn das zwangsläufige Resultat eines solchen Lebens ist fremd- statt selbstbestimmt und findet am Rande des Existenzminimums statt. Es liegt ganz allein in Deiner Hand, das zu ändern - oder mit den unvermeidbaren Folgen zu leben .

Mein eigener Sohn ist 23, stielt gerade sein Leben mit einem Studium ein und hat auch sonst recht genaue Vorstellungen davon, was er wann erreichen möchte. Würde er nur jammern wie Du, würde ich ihm den Vogel zeigen.

Grüssles
Martin

***edit - PS: Vielleicht ist das ja auch das falsche Forum für Dich; es heisst "vatersein.de" (bzw. muttersein.de"), aber hier tummeln sich Menschen, die sich für ihre und fremde Kinder engagieren wollen - und die wissen, dass Kinder mehr sind als kleine Menschen, die nur zufällig in derselben Wohnung leben...


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 19:54




(@nachtaktiv)
Schon was gesagt Registriert

Ich habe ein Problem mit der Art und Weise, wie hier kommuniziert wird. Viele Kommentare erscheinen mir nicht unbegründet als Angriff. Hier werden Beurteilungen und Bewertungen über mich geschrieben, und als allgemeingültige Wahrheit publiziert. Ich werde von vielen nicht einmal zurückgefragt. Zum Beispiel: "Nach dem was du geschildert hast, meine ich dies und das ... gehe ich da richtig in der Annahme?". Diese Art Gespräch wünsche ich mir, mehr Rückfragen. Ich finde das ich noch sehr gut die Ruhe bewahre. Ich habe nur den Eindruck, das nicht wenige Beiträge darauf abzielen, persönlichen Frust, der überhaupt nichts mit mir und kaum mit meinem Anliegen zu tun hat, an mir auszulassen. Ich finde das nicht in Ordnung, auch dann nicht, wenn sich die Beitragsschreiber dessen nicht bewusst sind. Und ich wünsche mir Beiträge von Menschen, die Erkennen, dass diese Art der Kommunikation mir persönlich nicht helfen kann und wird. Falls jemand Freude daran empfindet, zu sehen, wie ich mich gehen lasse und in Rage zurück schreibe, dann ist das ja auch in Ordnung für denjenigen, nur hilft mir auch das nicht weiter. Ich kann mit diesem Umgangston wenig anfangen. Ich bin mir bewusst, dass meine Beiträge sehr weinerlich ankommen, aber ich habe ein Problem und ich wünsche mir natürlich aufbauende und verständnisvolle Beiträge, was ist daran so verwerflich? Wer mit meiner Art des Gepsrächs nicht so gut umgehen kann, darf auch schreiben, dass er damit nicht so gut umgehen kann, das ist aber kein Grund mir immer wieder auf den Schlips zu treten. Erreicht man mit solchem Verhalten bei einem Menschen etwas anderes als Verweigerungsverhalten?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 05.06.2012 20:06
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi,

ich glaube ein Forum wird hier wenig hilfreich sein. Für ständige Rückfragen fehtl sicher allen Teilnehmern die Zeit.

Der erste Eindruck, den ich beim lesen hatte, ist, das du und die Familie deiner Freundin einfach nicht zusammenpassen. Mit der von dir geschilderten Symptomatik dürfte es auch bei völlig pflegeleichten Kindern für dich schwierig sein mti diesen zusammenzuleben. Kinder funktionieren nunmal nicht, sie testen Grenzen aus, sie umgehen Verbote u.s.w. Das alles gehört in einem gewissen Rahmen zur gesunden Entwicklung von Kindern.

Da du das Familienleben derzeit meidest und dich selbst nur als Beobachter siehst, wäre es für dich und auch für die KM und deren Kinder die beste Lösung, wenn du dir schnellstmöglich wieder eine eigenen Wohnung suchst. Eine Beziehung kann man durchaus auch in 2 getrennten Wohnungen führen.

Gruß Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 20:14
(@bagger1975)

Servus nachtaktiv,

einmal ganz grundsätzlich:

Es ist nicht Aufgabe diese Forums sog. "Wunschantworten" auf mitgeteilte Probleme zu liefern. Vielmehr sollen hier v.a. andere Sichtweisen vermittelt werden.

Und von gezielten "Angriffen" auf Deine Person, sofern ich mitlesen konnte, kann eigtl. keine Rede sein.

Viele Grüsse


AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 20:14
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Erreicht man mit solchem Verhalten bei einem Menschen etwas anderes als Verweigerungsverhalten?

...und wieder sind ausschliesslich die anderen schuld...

@nachtaktiv, nochmal: Dieses Forum heisst "www.vatersein.de" und nicht "www.eine-Tuete-Mitleid.de". Zum Vater-Sein stellst Du aber gar keine Fragen. Wenn Du Dich nur auskotzen möchtest und keinen Gegenwind und keine Kritik erträgst, solltest Du Tagebuch oder Selbstgespräche führen, aber nicht in einem Diskussionsforum mit wildfremden Menschen schreiben; schon gar nicht in einem, das ein ganz anderes Thema hat. Es gibt hier keine Wunschantworten und kein Recht darauf, mit Samthandschuhen angefasst zu werden.

Oder wie die Engländer sagen: "If you can't stand the heat - keep out of the kitchen".

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 20:15
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ohne dich jetzt vergraulen zu wollen, denke ich auch, dass du hier nicht richtig aufgehoben bist.

Ich denke dein Problem ist nicht primär das, womit sich die Leute hier üblicherweise beschäftigen.

In Anbetracht deiner persönlichen Probleme ist die Konstellation wie du sie beschrieben hast sicher auch nicht ganz ohne.
Für alle Beteiligten, insofern teile ich die Auffassung, dass ihr vielleicht lieber getrennte Wege gehen solltet.
Und damit würden sich auch deine "Vaterprobleme" in Luft auflösen.

Du solltest dich aber daneben auch auf die Lösung deiner sonstigen Probleme konzentrieren, die dich bisher von einem geregelten Leben abzuhalten scheinen.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 20:22
(@wedi)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi

Ich habe hier fleissig mitgelesen und war hin und hergerrissen.
Jetzt denke ich aber auch, das es vor allem Dir besser gehen würde, wenn du deine Einstellung zum Leben ud Erleben ändern könntest, damit meine ich nicht zwingend ''such dir Arbeit'', das wird sicher nicht die Lösung sein, denn du brauchst Hilfe(ist nicht böse gemeint).
Wenn dein Therapeut dir noch keine Diagnose gestellt hat, würde ich darauf beharren und notfalls stationär deine Probleme behandeln lassen.

Wie sieht es denn mit Hobbys aus?Was macht dir Spass, was würdest du gerne machen?

Gruss Wedi


AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 20:31
(@diskurso)
Registriert

Hallo nachtaktiv,

Das mit der Paartherapie möchte ich gern versuchen. Wie sollte ich meine Freundin am besten darauf ansprechen?

Nach all dem was bisher von Dir so geschrieben wurde, komme auch ich (ohne Dich verletzen zu wollen) zu der Schlussfolgerung:
das hier ist das falsche Forum für Dich.
Zentraler Punkt Deiner Zukunft sollte zunächst Deine eigene erfolgreiche Therapie sein.
Dazu gehört für mich aber auch eine Krankheitseinsicht, der Wille zu aktiver Veränderung sowie die Überwindung Deiner Medikamenten-Verweigerungshaltung.
(Es ist nun einmal eine Tatsache, dass Patienten auf z.B. Serotonin-Wiederaufnehme-Hemmer bis zur Entfaltung der Wirksamkeit  "eingestellt" werden müssen.)
Ich empfehle - auch zur Beantwortung Deiner Frage - ein anderes Forum:
http://www.psychotherapiepraxis.at/pt-forum/index.php?sid=1ecc6b3f53a70d4e54d2220b9ec4dabf

Alles Gute!


AntwortZitat
Geschrieben : 05.06.2012 21:57
(@fruchteis)
Registriert

Hallo nachtaktiv,

ich kann Dich in Deine Not verstehen!

Deinen genauen Schilderungen entnehme ich, daß Du nicht so und nicht mit den Menschen zusammen lebst, wie es Deinen Bedürfnissen entspricht.

Was meinst Du, was sprichst dagegen, was hindert Dich daran, Dir auf diesem vielfältigen Planeten die Niesche zu suchen, in der Du Dich so richtig wohl fühlen kannst und diese mit einer lieben Frau teilst, mit der Du Dich gut verstehst, mit der Du die Familie haben kannst, die Du Die vorstellst?

Wie wäre das? Wie es, einfach Dinge zu suchen und zu tun, die DIR gut tun?

Gute Wünsche vom
Wildlachs


AntwortZitat
Geschrieben : 06.06.2012 03:14
(@adelante)
Rege dabei Registriert

Hi,

Du fragtest mich

"Was genau meinst du damit, dass du so ein Verhalten nicht ertragen würdest? Mein scheinbares Besserwissertum oder das Verhalten der Mutter ge genüber den Kindern? Was meinst du damit, dass dir ganz merkwürdig beim Lesen wurde?"

Würde ich mit einem Menschen zusammenleben, der, aus welchen Gründen auch immer, nur "neben" statt mit mir leben würde, jedoch zeitgleich jede noch so kleine Begebenheit mit Argusaugen beobachten, überwachen und dann noch kommentieren würde, käme ich sehr schnell an meine Grenzen.

Mit 2 Kindern ist Leben in der Bude, da wird kein Zaungast benötigt. Ich hätte auch wenig Verständnis dafür, dass sich jemand in meine Belange einmischt, wo er doch selbst mit sich für lange Zeit beschäftigt wäre. Wie kannst Du Deiner Freundin Hilfestellung geben, wenn Du selbst voller Probleme steckst und nicht über Erfahrung verfügst? Glaubst Du, Deine Partnerin fühlt sich froh und unterstützt, in stressigen Zeiten ihre angeblichen Mängel vorbehalten zu bekommen? Solange Du selbst Dich nicht einbringen kannst, hast Du aus meiner Sicht nicht das Recht Deine Partnerin zu kritisieren.

In meiner Vorstellung schleichst Du mit Block und Papier in der Wohnung herum und kommst nur hervor, um Deine Beobachtungen kundzutun. Ich glaube, das verträgt keine Partnerschaft auf Dauer.

Kümmer Dich erst einmal um Dich; danach kannst Du dann eventuell auch Deiner Partnerin helfen.

Grüße

Adleante


AntwortZitat
Geschrieben : 06.06.2012 13:24
(@prokids)
Nicht wegzudenken Registriert

Ich habe ein Problem mit der Art und Weise, wie hier kommuniziert wird. Viele Kommentare erscheinen mir nicht unbegründet als Angriff.

Ich habe hier noch keinerlei Angriff auf dich gesehen, das ist einzig und allein DEINE Sichtweise.

Hier werden Beurteilungen und Bewertungen über mich geschrieben, und als allgemeingültige Wahrheit publiziert. Ich werde von vielen nicht einmal zurückgefragt. Zum Beispiel: "Nach dem was du geschildert hast, meine ich dies und das ... gehe ich da richtig in der Annahme?".

Das mag vielleicht daran liegen, dass hier keine Psychologen und Psychiater verkehren, sondern Väter und Mütter aus einem "normalen" Leben.

Diese Art Gespräch wünsche ich mir, mehr Rückfragen.

Dann musst du dir ein anderes Forum suchen, oder noch besser, weitere reale Gespräche mit deinem Therapeuten.

Ich finde das ich noch sehr gut die Ruhe bewahre. Ich habe nur den Eindruck, das nicht wenige Beiträge darauf abzielen, persönlichen Frust, der überhaupt nichts mit mir und kaum mit meinem Anliegen zu tun hat, an mir auszulassen. Ich finde das nicht in Ordnung, auch dann nicht, wenn sich die Beitragsschreiber dessen nicht bewusst sind. Und ich wünsche mir Beiträge von Menschen, die Erkennen, dass diese Art der Kommunikation mir persönlich nicht helfen kann und wird. Falls jemand Freude daran empfindet, zu sehen, wie ich mich gehen lasse und in Rage zurück schreibe, dann ist das ja auch in Ordnung für denjenigen, nur hilft mir auch das nicht weiter.

Ich bin noch nicht allzu lange und nicht allzu oft hier, aber persönlichen Frust dir gegenüber konnte ich ebenfalls nicht herauslesen und kann es mir auch bei keinem, der dir bisher geantwortet hat, auch nur annähernd als Motivation vorstellen.

Ich kann mit diesem Umgangston wenig anfangen. Ich bin mir bewusst, dass meine Beiträge sehr weinerlich ankommen, aber ich habe ein Problem und ich wünsche mir natürlich aufbauende und verständnisvolle Beiträge, was ist daran so verwerflich?

Weder das Leben, noch ein Forum sind ein Wunschkonzert. Und nein, deine Beiträge kommen nicht weinerlich an, jedenfalls nicht bei mir. Bei mir kommen sie äußerst fordernd an. Entweder es läuft alles so, wie ich mir das vorstelle, oder mir geht es schlecht. Und du, liebe Lebensgefährtin samt deiner ungewünschten Brut hat das gefälligst zu kapieren.

Wenn ich das richtig gelesen habe, muss der gnädige Herr morgens länger schlafen, damit er all die Missstände nicht schon in aller Herrgottsfrüh mitbekommt? Und da wunderst du dich, wenn deine Freundin überlastet ist, wenn sie statt einem unterstützenden Stiefvater, als den du dich selbst bezeichnet, offenbar ein drittes Kind im Haus hat?

Ups, sorry, so ausfallend wollte ich gar nicht werden.

Wer mit meiner Art des Gepsrächs nicht so gut umgehen kann, darf auch schreiben, dass er damit nicht so gut umgehen kann

Ich kann mit deiner Art des Gesprächs nicht so gut umgehen, möchtest du auch eine ehrliche Begründung dafür?

das ist aber kein Grund mir immer wieder auf den Schlips zu treten.

Die Frage ist doch, ob dir hier jemand auf den Schlips treten möchte, oder ob du dich auf den Schlips getreten fühlst.

Erreicht man mit solchem Verhalten bei einem Menschen etwas anderes als Verweigerungsverhalten?

Ja, mit deinem Verhalten. Und ehe du mich nicht mit wirklich sachlichen Argumenten (nicht so Peanuts wie eine unordentliche Wohnung) vom Gegenteil überzeugen kannst, zolle ich deiner Lebensgefährtin allerhöchsten Respekt, dass sie dich noch nicht vor die Tür gesetzt hat.

Gruß pk, die es nach mehr als 16 Ehejahren endlich geschafft hat, sich von einem nicht wirklich diagnostizieren "was weiß ich" zu trennen


AntwortZitat
Geschrieben : 06.06.2012 22:36




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