Kranke Kinder nicht...
 
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Kranke Kinder nicht ausreichend behandelt

 
(@rightfighter)
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Die spezielle Mutter!!

Wer kann mir helfen, ein Problem der besonderen Art zu bewältigen.

Die Mutter meiner beiden Kinder (9 und 10) hat sich während unserer gemeinsamen Zeit zur Heilpraktikerin fortgebildet. Sie hatte schon immer ein Faible für Heilmedizin, Astrologie, Pendeln, Hexenkünste.

Zwischenzeitlich sind wir seit Jahren nicht mehr zusammen und Ihre Entwicklung hat sich so fortgesetzt, dass sie zwischenzeitlich zweimal die Woche einige Stunden als Heilpraktikerin arbeitet. Zudem ist sie bei ein oder zwei dieser Astro-Sender tätig, wo sie am Telefon den Leuten aus den Karten liest.

Bin schon immer sehr skeptisch gewesen, doch die Entwicklung wirkt sich jetzt vermehrt auf "unsere" Kinder aus.

Da sie von der Schulmedizin nichts hält, erhielten die Kinder bislang nur die notwendigsten Impfungen. Bei Krankheiten sind überwiegend homöopathische Mittelchen (Globuli, Schüssler Salze etc.) im Einsatz. Die Medikamentation (Menge, ob Medikament gut oder schlecht) wird per Tensor oder Pendel austariert.

Für mich HokusPokus, aber seis drum.

Das Problem ist ein Anderes. Durch das Selbstbehandeln sind meine Kinder im Krankheitsfall nicht optimal behandelt. Im letzten Jahre ist meine Tochter sehr häufig krank gewesen, ist blass und hat oft Magenprobleme mit Übelkeit und hat zudem merklich schlechtere schulische Leistungen erbracht. Aufgrund einer Selbstbehandlung von Windpocken hat sie jetzt ein Narbe im Gesicht.  :thumbdown:

Ähnlich ist die Sachlage bei meinem Sohn. Bereits als Zweijähriger hatte er ein auffälliges Händezittern, wenn er aufgeregt war und etwas in den Händen hatte. Zudem war er schon immer recht unkonzentriert. Auf meine Ansprache hin, sagte die Mutter damals, das legt sich von alleine und es ist nicht immer erforderlich, gleich Ärzte einzubeziehen, die mit Medikamenten-Hämmern an die Sache gehen.

Jetzt ist mein Sohn 9 Jahre alt und ich mache mir Sorgen, da das Zittern immer noch da ist. Er kommt jetzt in das Alter, wo er vielleicht aufgrund dessen gehänselt wird und psychische Probleme bekommen könnte. Auch er hat schulische Probleme und wurde in zwei Hauptfächern binnen einem Jahr jeweils 1,5 Noten schlechter benotet.

Was kann ich tun. Vom Jugendamt, dass sich wohl überwiegend als Mutteramt bestätigt, halte ich nicht viel, da es leicht Richtung Denunziation geht.
Gesundheitsamt einschalten? Als erste Maßnahme habe ich jetzt versucht über die Klassenlehrerin meiner Tochter ein Gespräch zu bekommen. Vielleicht kann ich sie überzeugen, aufgrund der Krankheitshäufigkeit, ggf. eine Maßnahme umzusetzen.

Wer hat mir weitere Vorschläge.  :question: Mache mir wirklich Sorgen!


rightfighter

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 02.03.2010 17:35
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo rightfighter,

es gibt ja nicht nur das JA, welches man als Beratungsstelle in Anspruch nehmen kann.
Es gibt verschiedene Elternberatungsstellen.

Ihr solltet zuerst versuchen ob es eine Möglichkeit gibt sich in der Mitte zu treffen.

Ich persönlich bin der Alternativmedizin nicht abgeneigt. Allerdings bin ich der Meinung, dass zunächst mal Diagnosen ausgeschlossen oder bestätigt werden sollten.
Hier könntest du evtl. erst einmal ansetzen. Z.B. dass festgestellt wird, von Fachärzten, wie der Gesundheitszustand ist und dann kann man sich über die Behandlung unterhalten.

Ich denke beim Gesundheitsamt wirst du nicht viel erreichen.
Wenn euer Sohn das Händezittern schon als Zweijähriger hatte, wird es bei der Schuluntersuchung im Normalfall bemerkt worden sein.
Auch eine Verschlechterung der Schulnoten wird nicht gleich auf unzureichende Behandlung o.ä. zurückgeführt werden.
In der schulischen Laufbahn kommt dies immer mal vor und dafür kann es viele Gründe geben.

Ich will dir nicht den Mut nehmen etwas zu unternehmen. Ich möchte dir nur aufzeigen, dass du bei Schnellschüssen auch vor Türen laufen kannst, die dann zugeknallt werden.

Eine kleine Anmerkung noch:
Auch Kinder, die schulmedinisch behandelt werden gegen Windpocken, behalten manchmal Narben.( auch das würde dir wahrscheinlich das Gesundheitsamt oder auch ein Kinderarzt sagen)

Konzentrier dich jetzt lieber auf Wege, wie du deinen Kindern helfen kannst.

Ich würde zuerst ein Beratungsgespräch in Anspruch nehmen, wenn nicht beim JA dann eben bei einer anderen Einrichtung.
Kommt dabei nichts rum, kann man weitersehen.

Ich weiss wie stur manchmal die "antischulmedizinschen Leute" sein können. Deswegen würde ich das Ganze mit mehr Taktik angehen.

Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 02.03.2010 18:40
(@rightfighter)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Tina!

Sehe es auch so - und will vorsichtig an die Sache ran gehen. Aber als Vater hat man es immer ein wenig schwerer. Wie ich schon sagte, will nicht denunzieren, sondern helfen.

Danke


rightfighter

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 02.03.2010 21:26
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin rightfighter,

ich vermisse einen wesentlichen Aspekt: Warst Du mit der Mutter Deiner Kinder verheiratet bzw. habt Ihr die gemeinsame elterliche Sorge? Falls das nicht der Fall ist, hast Du beim Thema Gesundheitsfürsorge - so auffällig Deine Kinder auch sein mögen - kein Mitspracherecht. Auch die Schule darf und wird sich dann nicht in Deinem Sinne engagieren. Die entsprechenden Entscheidungen trifft Deine Ex dann ganz allein.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 02.03.2010 22:39
(@rightfighter)
Schon was gesagt Registriert

Ja, hallo!

Sorry diese Aspekte habe ich zwar in einem anderen Forum dargelegt, aber hier fehlen diese. War nicht verheiratet, aber wir haben damals kurz nach den Geburten das gemeinsame Sorgerecht amtlich vereinbart.
Somit habe ich auch das Gefühl, gleichberechtigt sein zu dürfen; werde aber immer eines Besseren belehrt.

Zwischenzeitlich sind zwei Dinge passiert, die mich selbst erstaunen. Die "Heilpraktikerin" hat wohl selbst erkannt, dass sie etwas nicht in "Griff" bekommt. Meine zehnjährige Tochter war diesen Montag beim Arzt zum Blutnehmen und beim Ultraschall. Diese Info habe ich wohlgemerkt von meiner Tochter und nicht von der Mutter.

In Sachen Schule habe ich um einen Termin mit der Klassenlehrerin meiner Tochter gebeten, um deren Meinung (Krankheitshäufigkeit/schlechte Schulleistung) zu erfahren. Ein Feedback habe ich bislang nicht erhalten. Vermutlich werde ich ignoriert, oder sie informiert vorher die Mutter. Und wiederum würde ich als Vater den Kürzeren ziehen.

Bin diesem Forum dankbar, denn ich sehe, dass es vielen Vätern ähnlich geht wie mir. Andererseits ist es erschreckend, dass im Zeitalter der Gleichberechtigung für Mann und Frau (oder andersrum),  in einem hochgelobten Land, in dem alle Menschen laut Grundgesetz "Gleich" sein sollten, in manchen Bereichen speziell die Männer die "Dummen" sind.


rightfighter

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 04.03.2010 15:35