Hallo liebe VS Gemeinde,
es wird mal wieder Zeit für einen kleinen Beitrag...
Nachdem ich mich mit der KM am Wochenende darauf verständigt hatte, vor dem Kind keine Gespräche zu führen, haben wir uns gestern Abend zu einem Glas Wein getroffen.
Das war ein Fiasko!
Nun, sie eröffnete mir innerhalb des Gespräches, dass sie nicht den Eindruck habe, unser Sohn würde unter der Trennung leiden oder diese so wahrnehmen. Sie halte auch die Situation im Kindergarten für völlig normal, entwicklungsbedingte Phase.
Ihr sei jedoch aufgefallen, dass das Kind an den Wochenenden unruhig sei, so dass ich künftig meinen Sohn nicht mehr beide Wochenendtage haben solle sondern nur noch Samsatg Nachmittag!
ich kann Euch sagen, mir ist ganzschön die Farbe aus dem Gesicht gewichen.
ich habe versucht zu diskutieren, zu argumentieren - no way!
Also, ich muss zugeben, meine Strategie, des gelassenen und positiven Umgangs ist tatsächlich nur vorübergehend erfolgreich gewesen. Man sollte vermutlich wirklich einfach abschließen, sich verhärten und eine entsprechende Schiene fahren.
darauf bsierend habe ich die ganze Nacht überlegt und versucht für mich eine haltung einzunehmen. ich möchte einfach vermeiden, mich zum Sklave der Situation machen zu lassen und darauf basierend stets mit heraushängender Zunge zu bitten und zu betteln, dass man mir den Umgang erhält.
Ich bemühe mich die Sache so zu sehen: meinem Sohn geht es augenblicklich nicht schlecht. Er wird sich, dass ist ganz klar, an die Situation gewöhnen müssen. Dies kann ich nicht beeinflussen oder verhindern, denn dazu habe ich kein Recht - schließlich will ich ja, dass es dem Kleinen gut geht und er nicht unter meinen Verlustängsten leiden muss. ich werde die zeit die man uns gibt effektiv nutzen und werde mich bemühen, dies auszubauen und zu erhalten.
Ich werde mich ansonsten einfach raushalten und abwarten, mehr bleibt im Moment nicht.
Hier in der Firma zieht Ruhe ein. Die muss ich nutzen und wieder aufholen, wass ich in den Wochen versäumt habe.
Die KM und ihr Neuer sind beide gekündigt, damit sind jegliche Berührungspunkte auf dem beruflichen Sektor ausgeräumt.
Warten wir ab, was weiter passiert.
Olli
Nichts ist aufreizender als Gelassenheit (Oskar Wilde)
Hallo Olli....
dein Beschreibungen hier sind sehr emotional und von den meisten hier sicherlich nachvollziehbar; in vielen Dingen legst du gerade einen "Schnellkurs" dessen hin, was viele hier über einen sehr viel längeren Zeitraum lernen und erfahren mussten. Ich will mich da nicht ausschließen... 😉
Ganz klar ist mir aber ein Sachverhalt noch nicht - du schreibst einerseits von deiner "Ex" und der Tatsache, dass sie allein das SR hat....andererseits aber auch von deinen ehemaligen Schwiegereltern. Wart/seid ihr nun verheiratet oder habt ihr einfach "nur zusammengelebt ohne für euren Sohn das gemeinsame SR zu vereinbaren? Ich denke angesichts der aktuellen Entwicklung könnte das von größter Bedeutung werden.
Ansonsten scheinst zumindestens du auf dem richtigen Wege zu sein - weg von der emotionalen Bindung an die Mutter und ehemaligen Lebensgefährtin hin zu einer vorrangig kind-orientierten Denkweise. Auch wenn es schwer fällt.....Die Vorstellung der "Ex" in den Armen eines Anderen hat mich auch noch 2 Jahre nach der Trennung berührt. Und es fällt mir bis heute schwer (7 Jahre!), auf den Hof des ehemalig gemeinsamen Hauses zu fahren, wo ich nahezu jeden Stein selbst in der Hand gehabt habe......
Nimm dir Zeit für dein Kind - das ist das Wichtigste!!!
Und wenn du wieder mal über deine frühere Lebensgefährtin nachdenkst - immer dran denken, dass dieser Begriff von "Lebensgefahr" abgeleitet ist.... :rofl2:
Grüße
Matthias
Und immer immer wieder geht die Sonne auf.....
Hallo Matthias,
vielen Dank für Deine Worte. Es ist richtig, wir waren nicht verheiratet. mein Sohn trägt meinen Namen, aber wir haben dennoch kein gemeinsames SG.
Problematisch ist hierbei vor Allem, dass die KM derzeit völlig die Bodenhaftung verloren hat. Sie schwebt derzeit völlig im 7. Himmel, was ich emotional verstehen kann. Zugegebenermaßen trifft mich dies, vor Allem in der Geschwindigkeit, in der sich alles in Luft aufgelöst hat. Am Wichtigsten ist hierbei jedoch der Umstand, dass sie augenblicklich keine ihrer Entscheidungen mit Vernunft und Verantwortung trifft.
Wenn Du meine Eintragungen gelesen hast, hast Du ja mitbekommen, dass sie selbst allein eigendlich keine Chance im Berufsleben hat.
Ihr Neuer musste unser Unternehmen ebenfalls verlassen und jetzt habe ich festgestellt, dass Sie einen Umzug nach regensburg plant - 400 km.
ich bemühe mich, meine Möglichkeiten der Einflussnahme realistisch einzuschätzen: kaum welche vorhanden.
Natürlich mache ich mir Sorgen um meinen Sohn. Derzeit lässt sie mich hinsichtlich des Kindes gewähren, mit ersten Einschränkungen.Je stärker ich jedoch eine Front gegen ihre Entscheidungen aufbauen würde, desto mehr würde sie mir mein Kind entziehen. Dies ist deutlich spürbar.
Meine Ex fühlt sich momentan unbesiegbar und dies ist eine sehr schlechte Verhandlungsgrundlage.
Analytisch gesehen läuft das alles auf ein ziemliches Fiasko hinaus. Sie und Ihr neuer kennen sich objektiv seit 3-4 Wochen. Sie ist ohne Ausbildung, mit kleinem Kind, ohne Job und bezieht auch von mir für sich keinen Unterhalt. Er ist ebenfalls ohne Job und Rücklagen, ist derzeit völlig überschuldet und die wirtschaftlichen Perspektiven sind extrem düster.
Da kann man nicht sagen, dass die Vorstellung angenehm ist, dass diese beiden mit meinem Sohn 400km weiter ziehen werden, abgesehen von den emotionalen Beweggründen.
Ich hatte sie im Vorfeld gebeten, ihre persönlichen Lebensumstände stets zu berücksichtigen, sich selbst der Situation nicht auszuliefern und zu bedenken, dass sie unseren Sohn aus seinem Umfeld reißt. Sie hätte auf eine derartige Distanz keinerlei Logistik. Dort leben keine Verwandten oder Freunde, die abends mal auf den Jungen aufpassen oder ihn vom Kindergarten abholen. Dort ist auch niemand da, der einspringt, wenn es mal eng wird.
Ich hatte ihr zugesichert, mich sachlich, vernünftig zu verhalten und ihr auf jeden Fall zur Seite zu stehen, wenn es brennt - und das wird es! Nun, zwischendurch hatte ich den Eindruck, sie erreicht zu haben. Aber wie gesagt, zwischendurch...
Momentan versucht sie alles, um das "alte" Leben auszulöschen. Ich denke, sie befürchtet, dass ich sonst weiter Einfluss nehmen könnte, sie fürchtet Kontrolle.
leider bezieht sie diese Befürchtung auf sich. ich meine damit jedoch keinesfalls sie, sondern unser Kind.
Es ist zugegebenermaßen sehr schwierig, mit jemandem hier einen Konsens zu finden, insbesondere dann, wenn dieser gefühlsmäßige Überlegenheit fühlt und dokumentiert, sich auf der anderen Seite dem Anderen gegenüber menschlich völlig unterlegen und aus der Vergangenheit heraus dominiert fühlt.
Ich denke, solche Situationen sind nicht nur aus dem Moment heraus entstanden. Vielmehr baut man eine derartige Haltung beim Andern über Jahre hinweg selbst auf. Ich war der dominante Part in der Beziehung, die meiste Zeit Alleinverdiener. Ich habe es vermutlich zu wenig verstanden, sie in die rationellen Dinge mit einzubinden und ihr darüber üerhaupt ein Verständnis für die rationelle Welt zu liefern.
Zur Ergänzung sollte man wissen, dass meine Ex aus einer Familie stammt, die größtenteils am Theater tätig war und ist. Zugegebenermaßen haben viele davon wirklich eine "kleine Meise". Dies meine ich nicht abwertend. Weltanschauungen, Moralmaßstäbe und Verhältnis zur Realität waren jedoch fast immer sehr, sehr konträr.
Ich vertrete die Auffassung, dass man im Leben Verantwortung übernimmt. Diese übernimmt man für Eltern, Partner vor Allem aber die eigenen Kinder. Diese Verantwortung sollte auch den Umgang mit den Anderen bestimmen. Man sollte absolute Situationen vermeiden und dem gegenüber auch immer ein Hintertürchen offenlassen.
Abgesehen hiervon meine ich, dass man insbesondere mit einem kleinen Kind nicht ausschließlich auf emotionale Beweggründe und Wünsche regaieren sollte, sondern erst recht jede Entscheidung am Kindeswohl messen sollte.
Nun, zumindest hinsichtlich meiner Ex, stehe ich da ziemlich allein da.
Ich werde sie laufen lassen - was bleibt mir auch für eine Wahl! ich werde mich bemühen den Kontakt zu halten um zumindest dann da zu sein und angesprochen zu werden, wenn der Knall eingetreten ist.
matthias Du kannst Dir vorstellen, dass dies eine echte Herausforderung ist. Das fällt extrem schwer, tut extrem weh! ich leite hier ein relativ großes Unternehmen als kaufmännischer GF. Keine Situation meines Alltags hat mich jemals mutlos, planlos, unkonzentriert oder panisch gemacht. Die Situation mit meinem Kind hat es in der letzten zeit mehrfach geschafft.
ich kann aber meinem Sohn nur helfen und für ihn da sein, wenn ich die Nerven behalte. Also bemühe ich mich um Souveränität - jeden Tag!
Zu hoffen bleibt, dass die KM wieder landet und auf dem Boden der Tatsachen angekommen wieder etwas loyaler, vernünftiger und verantwortungsbewusster entscheidet - menschlicher handelt. Wir werden sehen und ihr könnt es dann lesen...
Vielen Dank für Deinen Zuspruch...
Olli
Nichts ist aufreizender als Gelassenheit (Oskar Wilde)
Servus Olli!
Ich werde sie laufen lassen - was bleibt mir auch für eine Wahl! ich werde mich bemühen den Kontakt zu halten um zumindest dann da zu sein und angesprochen zu werden, wenn der Knall eingetreten ist.
Ich würde sie auch laufen lassen, allerdings ohne Sohni ... hast Du Dir schon mal überlegt, ob und wie Du eine vollumfängliche Betreuung Sohnis sicherstellen könntest?
Wenn ich einen Betreuungsplan hätte, würde ich mit aller Macht dafür kämpfen, dass ich ABR kriege und Sohni bei mir bleibt, bei den Umständen, die Du im letzten Post geschildert hast.
Zuschauen und warten, bis das Kind sprichwörtlich in den Brunnen fällt, ist m.E. nicht der richtige Weg...
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hallo Olli....
ich werte die Tatsache, dass du hier recht lange Statements abgibst, vorrangig als Bedürfnis, dich mitzuteilen und einfach mal alles loszuwerden, was dich bewegt und betrübt. Langeweile wird es wohl kaum sein.... 😉
Es ist gut, in deiner Situation einfach den Gedanken auch mal freien Lauf zu lassen und darauf eine Reaktion zu erfahren - die Gefahr wäre sonst sehr groß, sich in die Gedanken und Ideen zu steigern und zu verstricken....
So wie du deine Ex insgesamt beschreibst, kann ich mir momentan nicht wirklich vorstellen, dass sie sich durch moderate aber bestimmte Beratung, negative Erfahrungen am neuen Wohnort oder Ernüchterung nach dem Verfliegen der ersten rosa Wölkchen eines Besseren besinnt und entweder gleich da bleibt, wo sie jetzt lebt, oder zurückkommt. Ich kenne auch ein paar Menschen aus dem Milieu ihrer Familie: die sind es gewohnt, sich in neuer Umgebung relativ einfach zurecht zu finden und auch mit wirtschaftlich engen Zeiten klarzukommen; sprich flexibel. Und wenn sie sowieso aus rosa Wolken schwebt, werden deine Worte - zumindestens momentan - nur noch mit einem Beschleuniger durch den Kopf geleitet, aber nicht wahrgenommen oder gar verarbeitet.
400 km ist eine weite Strecke - verdammt weit! Aber das muss einfach dein Schwerpunkt in der nächsten Zeit sein - mit deinem Sohn ein Verhältnis zu erhalten bzw. aufzubauen, dass ihr im Zweifel auch diese Entfernung übersteht. Du sagtest selbst in einem deiner ersten Schreiben, dass du in der Vergangenheit zu viel gearbeitet hast und zuwenig Zeit für die Familie blieb. Orientiere dich daran und versuche, dich loszueisen und frei zu haben - für deinen Sohn! Jetzt öfter mal zwischendurch und später - wenn sie wirklich wegzieht - versuch zusammenhängende Tage zu haben, an denen du deinen Sohn besuchen bzw. ihn holen kannst. Ich kann mich gut erinnern, wie das damals bei mir war - uns trennten zwar nur 90 km, aber in den ersten Jahren bin ich auch rd. 15.000 km im Jahr nur für Fahrten von und zu meinen Kids auf der Straße gewesen. Lass dich nicht abschrecken davon und versuch dich darauf zu konzentrieren, deinem Sohn ein verläßlicher Vater zu sein. Auch wenn das vielleicht heißt, sich manches Mal gegenüber der KM auf die Zunge zu beißen oder gar seine eigene Überzeugung hinten an zu stellen. Dein Sohn kann weder eure Dispute verstehen noch die eine oder andere Seite bewerten. Er darf auch nicht zum Schiedsrichter werden oder das Gefühl bekommen, seine Entscheidungen wären Entscheidungen für oder gegen einen Elternteil. Helfe deinem Sohn, aber helfe nicht ihr.... ich habe das auch nicht sauber genug auseinander gehalten mit der Folge, dass meine Geschiedene regelmäßig eigene Ansprüche zu Ansprüchen der Kinder gemacht hat. Vor allem Ansprüche wirtschaftlicher Art wurden voll auf die Kinder gemünzt - nach dem Motto: Euer Vater zahlt ja nicht! Allerdings ging es dabei nie um KU, der ist immer und über Maß geleistet worden von mir...aber sie wollte auch für sich mehr und mehr - und wenn ich das verweigert habe, dann wurde den Kindern das Eine oder Andere verweigert mit genau dieser Begründung. In genauer Kenntnis, dass die Kids diesen "Druck" an mich weitergeben und ich dann regelmäßig eingeknickt bin...
Freunde, Verwandte und Bekannte deiner Ex sind jetzt auch für dich wichtige Ansprechpartner - im Sinne des Kindeswohls, aber nicht im Interesse, sie am Gehen zu Hindern. Du wirst eh schon den schwarzen Peter haben - die Verantwortung für die doppelte Arbeitslosigkeit deiner Ex und ihres neuen Freundes wird man wohl immer dir zuordnen. Und damit auch die "Verantwortung" für die wirtschaftliche Misere. Laß es einfach dabei bewenden - sie soll ihr Leben führen, du deines. Aber um die gemeinsame Absprache und das gemeinsame Kümmern bezgl. eures Sohnes kommt ihr nicht herum!
Ich kann übrigens deine Zerrissenheit zwischen Privatleben und Beruf gut nachvollziehen - wer mit regelmäßigen Arbeitszeiten und pünktlichem Feierabend ohne besondere Verantwortung sein Auskommen erwirtschaftet, kann dies vielleicht nur bedingt - aber mir sind eine 50 oder 60-Stunden-Woche genauso wenig fremd wie das "Mitnehmen" von beruflichen Sorgen und Gedanken, Stress und Anspannung aus dem Büro nach Hause....
Eines zum Schluss: du bist nicht der erste Mann in einer solchen Situation. Und dein Kind nicht das erste Kind....hier sind eine Menge Menschen in ähnlicher Situation, mal so und mal so. Tausche dich aus, hole dir Bestätigung oder auch mal eine ernüchternde Ansage, wenn sich die Gedanken verselbstständigen....
Wie sagte schon Verona? Hier werden Sie geholfen! 🙂
Gruß von der Weser nach MD
Matthias
Und immer immer wieder geht die Sonne auf.....
ich kann aber meinem Sohn nur helfen und für ihn da sein, wenn ich die Nerven behalte. Also bemühe ich mich um Souveränität - jeden Tag!
Zu hoffen bleibt, dass die KM wieder landet und auf dem Boden der Tatsachen angekommen wieder etwas loyaler, vernünftiger und verantwortungsbewusster entscheidet - menschlicher handelt. Wir werden sehen und ihr könnt es dann lesen...
Vielen Dank für Deinen Zuspruch...
Olli
Hey Olli,
Sollte die KM es wahr machen und 400 km mit eurem Sohn wegziehen, wird sie nach sicher nicht langer Zeit wieder auf den Boden der Tatsachen kommen. Denn mit einem Kind,so weit weg von Familie und Freunden ist es überhaupt nicht leicht klar zu kommen.Grade was die Betreuung angeht,wenn man wieder arbeiten möchte,was ist wenns Kind krank ist ??u.s.w Ich selber habe diese Erfahrung gemacht und bin gescheitert, aber richtig.
Solltest du aber z.b die Möglichkeit haben,eine chance zu sehen,das du euren Sohn zu dir holen kannst,wenn du eine Betreuung während deiner Arbeitszeit vorlegen kannst,solltest du kämpfen.Und es nicht erst soweit kommen lassen,das sie wegzieht
LG Nadine
Hallo Olli,
In die Kerbe möchte ich auch nochmal schlagen.
Nicht weil was Neues hinzuzufügen hätte, sondern einfach um sie etwas zu verbreitern:
Meine Älteste ist mit ihrer Mutter 600 Km weggezogen als sie nichtmal 2 Jahre alt war, wir waren allerdings schon zur Geburt getrennt.
Ab da habe ich sie nur zwar nur noch 4-8 mal im Jahr gesehen, aber unser Verhältnis hat das nicht beeinträchtigt.
Heute ist sie 15. Kinder wie die Zeit vergeht.
Die Zeit, die ich mit ihr verbracht habe, haben wir immer sehr intensiv erlebt und haben keinerlei Probleme miteinander.
Ich will dir damit nicht den Schneid abkaufen, gegen den Umzug anzugehen aber auch die Gelassenheit vermitteln, dass du auch dann der Vater bleibst.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Liebe Nadine, lieber Matthias, lieber Beppo
liebe VS Gemeinde,
vielen Dank für Eure Worte.
ich habe sehr viel darüber nachgedacht, mein Kind zu mir zu holen. Grundsätzlich habe ich diesen Gedanken auch nicht aufgegeben, vielmehr versuche ich das Ganze im Hintergrund zu ordnen und die grundlagen erst einmal zu schaffen, dass dies auch geht.
Derzeit wäre es für mein Kind ein Fiasko: die Wohnung zwar totschick aber genauso leer, noch keine Küche drin, Innentüren etc. fehlen auch noch. gut, das ist bis Ende Januar Geschichte. ich habe bereits mehrere Gespräche mit potentiellen Tagesmüttern geführt, die die Betreuung außerhalb der Kindergartenzeit, d.h. bis zu meinem Eintreffen übernehmen würden.
Ich glaube nur nicht wirklich, dass ich damit juristisch durchkomme. Meine Anwälte haben hier zwar Präzedenzfälle geschildert und eine mögliche Strategie angemeldet, jedoch war bei allen gewichtiges Kopf-Wiegen angesagt, als ich nach der Bezifferung der Erfolgschancen fragte. Beste Aussage: 15%-20%.
Nun, da bin ich mir derzeit nicht sicher, denn eines ist Fakt, meine Ex und ich haben derzeit ein sehr gespanntes Verhältnis aber sie lässt mich meinen Sohn zumindest noch einmal die Woche sehen - jede Woche. ich befürchte, wenn ich zum Angriff übergehe, wird sie dass unterbinden und der Richter wird auf ihrer Seite stehen.
Schließlich, da hat Matthias sehr recht, ich habe letztlich beiden gekündigt - kündigen müssen! Es ist doch jedem normal denkenden menschen klar, dass innerhalb einer Firma, deren GF ich bin, die Sache nicht so fortgeführt werden kann, abgesehen von tatsächlichen betrieblichen Mankos, die ihr Neuer nun einmal unstrittig hat.
Es ist eine schwierige Entscheidung!
Ich denke, Matthias hat Recht. Wenn sie tatsächlich geht, wird sie vermutlich dort aushalten, schon allein um nicht als gescheitert dazustehn. Sie ist zwar nicht sehr kontaktfreudig aber ansonsten gebe ich seiner Meinung recht. Leute aus Theaterkreisen sind wirtschaftlich sehr flexibel. leider oft auf Kosten ihrer Zukunft, denn jedes Fehlverhalten holt einen irgendwann ein.
Mir ginge es in dieser ganzen Situation deutlich besser, wenn sie und die getroffenen Absprachen etwas verlässlicher wären.
Unsere erste Vereinbarung lautete: ...Du kannst Dein Kind jeden Tag sehen (ich habe damals meinen Sohn allmorgendlich noch in die KITA gebracht)
erste Einschränkung: .....Du kannst Dein Kind jedes Wochenende Sa u. So haben, innerhalb der Woche, dass verwirrt ihn zu sehr...
aktueller Stand: ...Du kannst Deinen Sohn jeden Samstag haben und gelegendlich auch Sonntags...
Nun, man muss wohl kein Psychologe sein, um darin eine Struktur zu erkennen.
Die KM ist für mich derzeit natürlich nicht wirklich zugänglich. Abgesehen von der Kündigung steckt ihr neuer wirtschaftlich ganz schön in Schwierigkeiten. Diesen Zustand kennt sie von mir auch. Wir hatten zum Teil sehr harte Jahre. Ich habe es aber abschließend geregelt. Sie versucht nun für ihren neuen die Angelegenheiten zu regeln, da sie glaubt, etwas schon einmal beobachtet zu haben, befähigt einen das Gleiche zu tun.
Ich habe schon Mönche beobachtet, die einen Nagel durch Glas warfen... na ja, mir gelingt das nicht wirklich...
Aber ich will nicht abschweifen, vielmehr versuchen Euch nahe zu bringen, wie diese Frau denkt, oder eben leider meist auch nicht.
Marco hat schon recht, ziehen lassen ohne Kind... das wär ideal. Meine Ex liebt unseren Sohn jedoch auch über alles. Sie entscheidet nicht so, weil ihr unser Kind egal ist, vielmehr aufgrund mangelndem Weitblick und weil derzeit vermutlich andere Dinge im Fordergrund stehen.
Da sie unser Kind jedoch ausdrücklich liebt, wird sie unseren Sohn niemals freiwillig hergeben. Das steht fest.
Ich habe versucht ihr in der Vergangenheit alles über vernünftige Argumente nahezubringen. In diesem Zusammenhang habe ich ihr auch meine Hilfe angeboten. Ich kenne immerhin doch etliche Leute hier in der Region, die mir auch gewogen sind und damit wäre es sicher möglich gewesen, für sie eine neue Stelle zu finden.
Nein, egal welche Hilfe ich auch immer anbiete, es wird stets als Versuch gewertet die Kontrolle zu gewinnen und Druck auszuübern. Dabei geht es mir weiß Gott nicht um die Frau.
Zugegebenermaßen verstehe ich sie an dieser Stelle etwas. Sie versucht sich eben völlig aus meinem Einflussbereich zu entfernen und meint dies nur mit dem verlassen der Region tatsächlich zu erreichen. Letzteres ist natürlich Blödsinn.
Vermutlich hat Beppo in seinem eigenen Beispiel das ganze richtig dargestellt. Die Entfernungen in denen wir leben beschreiben die Nähe zwischen Menschen nicht wirklich. Vielmehr ist eine Verbindung auch über diese Distanzen zwischen zwei Menschen erhaltbar - gerade wenn es sich um Vater und Sohn handelt!
ich werde mich an den Gedanken gewöhnen. Noch weiß ich das alles ja nicht offiziell. Es kam eher durch Zufall heraus und ich habe im Anschluss nicht getan, als hätte ich etwas bemerkt.
ich werde mich bemühen, dennoch für mein Kind da zu sein, mir die Zeit zu nehmen, ihn abholen oder zu ihm hinfahren.
Leider wird es mir so nur nie wirklich möglich sein, ihm ein echter Vater zu sein. Dies gilt es zu akzeptieren.
ich bemühe mich um Souveränität und möglichst wenig Reibungspunkte, auch wenn dies oftmals zu Lasten meiner eigenen Vorstellungen oder gegen meinen Stolz geht.
Wir werden sehen, wie sich die Thematik entwickelt. ich werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.
Vielen Dank Leute! Mir tut dieses Forum sehr, sehr gut!
Liebe Grüße
Olli
Liebe Grüße
Olli
Nichts ist aufreizender als Gelassenheit (Oskar Wilde)
Auch wenn's thematisch nicht ganz passt: Ich finde diesen Verschreiber (oder sagen wir besser: Diese kreative Wortschöpfung)
Sie entscheidet nicht so, weil ihr unser Kind egal ist, vielmehr aufgrund mangelndem Weitblick und weil derzeit vermutlich andere Dinge im Fordergrund stehen.
innerhalb eines Väterforums, das sich fast täglich mit (Unterhalts-)Forderungen befasst, sehr bemerkenswert. Wir sollten diese Wortkreation in unseren allgemeinen Sprachgebrauch aufnehmen. 😉
Grinsende Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi olli,
zum (potentiellen) ABR-Antrag:
du mußt etwas kreativer werden 😉
Behaupte, daß du soundsooft Homeoffice hast. Das prüfen die (meistens) eh nicht nach.
Sprich mal deinen RA drauf an, wie er das ausschmücken kann. Außerdem hast du die entsprechende
Position. Könntest du nicht HO machen ? Arbeitszeiten bißchen umgestalten etc. !?
DENN (wie sagt da "einer" immer 😉 )
"Nirgends wir soviel gelogen wie auf dem FG. "
Gruß
babbedeckel
Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)
Hallo liebe VS Gemeinde,
vielen Dank für soviel Zuspruch. ich muss mich natürlich (aber mit Augenzwinkern) für meine schlechte Grammatik entschuldigen. Es ist nur so, dass man man beim schnellen Schreiben oftmals einfach schneller schreibt als denkt...
Aber, ich bereue das Wort nicht, möglicherweise ist "Fordergrund" ja nicht als fehler, sondern eher aus meinem Unterbewusstsein entstanden. 😉
Genau genommen trifft es aber den nagel auf den Kopf!
Also, Leute soeben kam übrigens meine Ex ins Büro gestiefelt. Ziemlich angeschlagen oder sagen wir besser zwar noch nicht gelandet, jedoch im Niedrigflug. So langsam muss ihr auch mal ein Licht aufgegangen sein, wie sich die Gesamtsituation zusammensetzt.
Keine Bange! Ich wittere hier keine Morgenluft! Sie macht jedochdoch den Eindruck, zumindest Teile der Perspektiven zu überblicken. Zitat von ihr: "...und das vor Weihnachten..." An der Stelle musste ich etwas schmunzeln, schließlich hat sie den Hauptkonflikt zwischen uns ja in der Vorweihnachtszeit heraufbeschworen. Nun ich habe es aber unterlassen an dieser Stelle von meinen besinnlichen Weihnachtsgefühlen zu sprechen. Also, das hatte schon etwas skuriles...
Na ja, sie wartet jetzt eigentlich ab, wo der Neue beruflich Fuß fässt - so ihre Aussage. Sie würde es natürlich begrüßen, wenn dies hier in der Region geschähe. Na ja, man sollte natürlich hiervon nicht allzuviel glauben.
Grundsätzlich scheint ihr jedoch mittlerweile klar geworden zu sein, dass einfach etwas Background fehlt.
Der neue hat nicht vor, sich beruflich zu verändern. Unser Unternehmen ist im Immobilienvertrieb tätig. Er hat jedoch nicht verstanden, dass dies eigendlich nicht für ihn geeignet ist. Nun, alle Empfehlungen mehrerer Seiten in der Vergangenheit, aus dem Vertrieb auszusteigen, hat er stets ignoriert. er war der einzige Mitarbeiter unseres Unternehmens, der tatsächlich ausschließlich von dem Fixum gelebt hat, Provisionen null, weil Umsätze null... - 1 Jahr lang!
Spätestens an der Stelle muss man doch mal ehrlich zu sich selbst sein, oder? Es ist ja nicht schlimm irgendwo zu scheitern. Schlimm ist nur, wenn man nichts daraus lernt und darauf basierend nichts ändert.
Nun, spätestens jetzt wird wohl jeder nachvollziehen können, dass mir bei dem Gedanken, mein Sohn ist meiner Ex und ihrem Neuen irgendwo 400km weiter ausgeliefert, echt übel wird.
Mann, oh mann! Das ist alles filmreif!
Aber, solange es dieses Forum gibt, in denen kreative Wortschöpfung auch anerkannt werden, verzichte ich natürlich auf das verfilmen, insbesondere deshalb, weil die KM als Regisseurin zu unbeständig ist und sich eben nie an das Drehbuch hält 😉
Also, haltet alle die Ohren steif! ich halte Euch auf dem Laufenden...
Liebe Grüße an Alle
Olli
Nichts ist aufreizender als Gelassenheit (Oskar Wilde)
Hallo liebe VS Gemeinde,
es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Beitrag.
Die Tage gehen dahin und Weihnachten steht vor der Tür. Ehrlich gesagt fürchte ich mich etwas vor diesen Tagen. Es ist quasi das erste Weihnachten in dieser neuen Situation.
Aber gut, was einen nicht umbringt macht einen stärker.
ich bin gerade dabei, in die neue Wohnung umzuziehen. Das gibt eine Menge zu tun und vor Allem etwas Neues, auf dass man sich freuen kann. Der Job läuft derzeit Super. Eigendlich bin ich wieder voll da, die krativität ist zurück und ich habe wieder meine Gedanken zusammen um klar denken zu können.
Zugegebenermaßen ist dass nicht immer so. ich erwische mich noch immer täglich dabei, gerade in den Abendstunden, wenn ich noch allein im Büro bin, wie ich über die ganze Sache nachdenke. ich male mir dann noch immer Situationen aus und führe Zwiegespräche in Gedanken, die es vermutlich nie geben wird.
Derzeit ist allerdings etwas Ruhe eingekehrt. Die KM verhält sich einigermaßen verträglich und ich telefoniere regelmäßig mit meinem Sohn, den ich morgen Nachmittag wieder abholen werde.
So langsam scheint auch der KM das ein oder andere Licht aufzugehen. Sie bat mich, ob ich ihren Arbeitsvertrag zumindest einen Monat verlängern könnte, dann bekäme sie Arbeitslosengeld und müsste kein Hartz IV beantragen. ich weiß nicht, ob dies richtig war, aber ich hätte es außerordentlich kleinlich gefunden und ziemlich primitiv, wenn ich dem Wunsch nicht entsprochen hätte. Natürlich habe ich mir etwas zeit gelassen mit der Entscheidung und für sie spürbar in der Abteilung geprüft, ob auch die derzeit anfallende Arbeit die Entscheidung rechtfertigen würde.
Sie war ziemlich froh darüber. Es war aber auch zu sehen, dass sie diese Entscheidung vorausgesetzt hat. Das ärgert mich noch heute. Mich ärgert noch heute das Selbstverständnis, mit dem die Dame Dinge voraussetzt. Aber gut, dass ist wohl etwas, was tatsächlich mit Horizont zu tun hat und diesen habe ich ihr ja bereits abgesprochen.
Die Umzugspläne scheinen vorerst tatsächlich vom Tisch zu sein. Der Umstand, dass ihr Neuer ebenfalls etwas vor dem Nichts steht und derzeit wohl einiges auf sich zurollen sieht, scheint momentan die Experimentierfreude etwas gebremst zu haben.
ich habe dertige Themen nicht wieder angesprochen und gehe auch nicht weiter auf die KM ein.
Heute hat sie mich angesprochen, in der Firmen-Bar, die wir im Keller haben.
Es ist echt komisch, ich weiß nicht ob ihr das verstehen könnt, die Dame ist mir so fremd, so ein gespräch gibt mir absolut nichts. Sie wollte so dahinschwatzen und es war eigendlich alles recht entbehrliches Zeug, was sie so sagte. ich meine das jetzt nicht emotional bewegt. ich habe ihr so zugehört und mir gedacht, dass es schon komisch ist, wenn man sich vorstellt, dies über Jahre so gehabt zu haben.
Das gespräch war ziemlich inhaltslos und ich habe es auch herzlich aber zügig beendet. So etwas nervt mich mittlerweile, weil es mich extrem langweilt.
ich habe ihr angeboten einige noch offene Themen irgendwann nächste Woche abends noch mal zu besprechen und mit ihr lediglich den Umgang über die festtage besprochen. Das hat gut funktioniert.
Mann oh Mann! es ist schon ziemlich merkwürdig, wenn die Liebe weg ist und die Nerven wieder etwas beruhigt, wie man den Anderen sieht. ist erst die Rosa-Brille weg und man betrachtet den Anderen einfach mit Abstand so fällt es schwer zu glauben, dass man damit mal verbunden war. Aber, ich kann es nicht leugnen: der beweis dafür ist zwei Jahre alt!
ich fand das heute so bizarr, so dass ich dass unbedingt jemandem mitteilen wollte.
Danke für Eure Geduld!
Olli
Nichts ist aufreizender als Gelassenheit (Oskar Wilde)
Hi Olli,
es ist ein Genuss, mit zu erleben, wie du immer mehr über den Dingen stehst....und es gibt einem Hoffnung für die eigenen, noch anstehenden "Projekte".....deine Abgeklärtheit deiner EX gegenüber ist schon beeindruckend....du scheinst wirklich mit dem Gröbstem durch zu sein..und das ist richtig und gut so....weil dich deine Wut nicht mehr blind machen kann....weil der Frust und deine Verletztheit dir nicht mehr die Sinne rauben und dir den Blick für das Wesentliche nehmen....natürlich wirst auch du den ein oder anderen "Schwächeanfall" noch erlegen....aber im Großen und Ganzen, gehst du, für meine Begriffe, sehr gut damit um.....Respekt und mach weiter so.....es ist schön zu lesen, welche Entwicklung das ganze bei Dir gemacht hat...angefangen bei deinen ersten, verzweifelten Postings....über deine "Wutphase"....bis jetzt.....und das ganze in so kurzer Zeit.....Hammer.... 🙂
High Five
TLK
-Wenn du stark bist, dann beginne, wo du stark bist. Wenn nicht, beginne dort, wo du eine Niederlage am leichtesten verschmerzen kannst.-
Hallo liebe VS Gemeinde,
@tlk Vielen Dank für Deinen Zuspruch und diese Einschätzung. ich selbst kann dies nur begrenzt überblicken, da ich in die ganze Situation involviert bin. Dies nimmt schon ein ganz schönes Stückchen Objektivität.
Mal wieder ist eine Woche rum... Weihnachten steht vor der Tür - da ist mir etwas mulmig - und ich bin von dem Jahr ganz schön ausgebrannt. Heute hatten wir Jahresabschluss / Jahresauftaktsmeeting in der Firma. Dies war tatsächlich sehr fordernd, aber, wir haben dieses Jahr ein sehr gutes, noch immer ausbaufähiges Ergebnis erreicht.
Alle Führungskräfte waren dabei, na ja, und dann die für solche Veranstalltung üblichen Danksagungen etc.
Mit meiner Ex habe ich wenig Kontakt. Sie benimmt sich jedoch derzeit aufs höchste unangenehm und unhöflich, jedoch auch anderen gegenüber. ich habe es daher abgelehnt mit ihr zu reden oder auf ihre Kommentare einzugehen und sie stehen lassen. Es ist zum Teil schon eine ziemliche Frechheit, was diese KM sich so herausnimmt, aber, Hochmut kommt vor dem Fall!
Wie in meiner Branche üblich geht es morgen zum Weihnachtsgeschenke kaufen - immer auf den letzten Drücker. Für meine Ex habe ich bereits eines erworben. Ich werde der Dame, wohl wissend, dass sie keines für mich hat, ein Buch schenken. Damit dies nicht zu persönlich wird, gibt es ein Fachbuch zum Thema Digitalphotografie. ich habe hierfür eine kleine Widmung, wohl überlegt, verfasst und dies erhält sie von meinem Sohn und mir. Hierbei habe ich in der Widmung auf ein kleines Zitat von Marc Aurel zurückgegriffen: Beachte immer, daß nichts bleibt, wie es ist und denke daran, daß die Natur immer wieder ihre Formen wechselt.
Ich fand dass dies unheimlich passte. Natürlich gibt dies Raum für Interpretationen, man kann es jedoch auch für einen Photografen deuten...
Tja, die alten Römer, die wussten mit Worten umzugehen.
Ich freue mich ersteinmal auf die Tage mit meinem Sohn. Ganz nebenbei ziehe ich dieses Wochenende in die Wohnung.
Ich bin einmal gespannt, was die zeit noch so bringt. Darüber werde ich Euch natürlich unterrichten.
Bis dahin wünsche ich Euch allen ein frohes und glückliches Weihnachtsfest. Es gibt immer Menschen, die einen Lieben. Sucht deren Nähe und schöpft Kraft. Ich danke Euch allen für Eure Unterstützung. Das Forum hat mir sehr viel gegeben...
Euer
Olli
Nichts ist aufreizender als Gelassenheit (Oskar Wilde)
Hallo liebe VS Gemeinde,
es wird mal wieder Zeit für einen kleinen Beitrag.
Die Weihnachtsfeiertage sind nunmehr nahezu vorüber und ich muss sagen, sie verliefen positiver, als ich eigendlich dachte.
Natürlich kann ich nicht behaupten ein frohes, besinnliches Fest gehabt zu haben. Ich denke, dies wäre auch höchst bedenklich. Ich habe jedoch aus den Festtagen das Beste machen können.
Über diese Tage bin ich nunmehr in meine neue Wohnung umgezogen. Ihr könnt Euch vorstellen, dass Single-Haushalte von Natur aus etwas an Ordnung entbehren, insbesondere im Umzug. Dennoch, ist dies für mich ein echter Wendepunkt.
Meinen Sohn hatte ich an Heiligabend bis 18:30 Uhr und am ersten Weihnachtsfeiertag. Dies waren fantastische Stunden. Wir haben sehr viel gelacht und zusammen Musik gemacht, gesungen und waren uns einfach sehr nah. Er spricht jetzt von Woche zu Woche besser und wenn ich ihn einige Tage nicht gesehen habe, spüre ich wieder, was ich jeden Tag verpasse, den er nicht bei mir ist.
Dennoch haben wir ein ausgesprochen inniges Verhältnis. Er sucht auch sehr den körperlichen Kontakt und liebt es, wenn wir essen, auf meinem Schoß zu sitzen, obwohl er eigendlich immer alles selbst machen will und normalerweise selbst am Tisch auf einem eigenen Stuhl sitzt. Ich genieße dies und lasse ihn gewähren, auch wenn ich mir darüber bewußt bin, dass dies erzieherisch möglicherweise etwas zweifelhaft ist.
Da ich derzeit ohne Führerschein bin, hatte sich die KM sogar bereit erklärt, ihn zu bringen und abzuholen - an beiden Tagen. Das fand ich sehr gut. Natürlich habe ich mich dafür bedankt.
Ich habe die Festtage bei meiner Mutter und Großmutter verbracht. Dies war schon sehr schön.
Meine Ex kam an Heiligabend mit dem Junior und hatte eine Flasche Wein für uns dabei. ich fand gut, dass sie daran gedacht hatte. jeder aus meiner Familie hatte auch eine Kleinigkeit für sie. ich fand das eigendlich sehr gut, da es etwas wie Neutralität und Normalität vermittelt.
Meine Ex bekam von mir, wie gedacht, ein Buch über Digitalfotografie - eine Kleinigkeit, also daran gedacht, nicht zu persönlich, für sie aber sinnvoll.
Die Widmung hatte ich wie gedacht verfasst und mit dem Zitat von Marcus Aurelius, einem römischen Kaiser und Philosophen, versehen.
Damit hatte die KM tatsächlich nicht gerechnet. Sie schien echt gerührt.
Ich habe mich ansonsten vollständig korrekt, normal aber zurückhalten, neutral und distanziert verhalten.
Natürlich kann ich nicht behaupten, bereits vollständig über den Dingen zu stehen. ich gebe mir aber Mühe.
Sie brachte und holte meinen Sohn mit dem Wagen ihres Neuen - was ich tatsächlich als sehr geschmacklos empfand. Aber gut, nicht jedem ist genug Feingefühl gegeben...
In mir rebelliert es noch, wenn mir die beiden in seinem Wagen entgegenkommen und mein Sohn auf dem Rücksitz in seinem Kindersitz sitzt.
bei der letzten Begegnung dieser Art fragte mich mein Fahrer noch ganz besorgt, ob er wenden und den beiden folgen solle...
Ich meinte nur nein, wir wären hier nicht bei der Mafia, auch wenn ich manchmal denke, dass diese mit derartigen Themen effektvoller umgehen ....
Nun gut, aber auch hier, wird sich eine gewisse Distanz ergeben. Man muss eben Dinge akzeptieren lernen, auf die man keinen Einfluss hat und die man damit nicht ändern kann...
Das Haus, in das ich gezogen bin, liegt mitten in der City, in der besten Straße der Stadt. Von hier aus ist die gesamte Altstadt fußläufig erreichbar. Es hat sich so ergeben, dass bis auf zwei oder drei Parteien, alle Bewohner entweder Mitarbeiter unserer Firma sind oder zum direkten Freundeskreis zählen.
Nun, darüber hinaus sind aber auch alle Singles. Wir haben uns Weihnacht dann sehr schön gestaltet. Jeden Abend, wenn ich von meiner Familie kam, wurde gemeinsam gekocht und getrunken. Es gab eigendlich alles Fleisch, Austern, Jacobsmuscheln, Garnelen und vieles, vieles mehr. Hervorragende Weine waren natürlich die Grundlage. Wir haben uns keinerlei Geschenke gemacht, für das Essen zusammengelegt und einfach schön zusammengesessen.
Das tat gut und hat das fest für mich irgendwie doch noch zu etwas Positivem gemacht.
Silvester sehne ich mich nunmehr entgegen. Dies hat irgendwie etwas Symbolisches.
dann kann ich mit dem Jahr abschließen und mich auf ein hoffentlich glücklicheres Jahr 2008 freuen. Ich habe hierzu einige Vorsätze gefasst. Vor Allem aber will ich wieder gesünder und bewusster leben, weniger Alkohol, das Rauchen einstellen und mehr Sport, etwas bewusster ernähren...
Mal sehen, wie sich die Umsetzung gestalltet.
Ich hoffe, auch ihr hattet den Umständen entsprechend ein paar schöne Feiertage und wünsche Euch Allen einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches, erfolgreiches und vor allem erfüllendes Jahr 2008.
Unseren Kindern wünsche ich, dass die Eltern, Väter wie Mütter, im Jahr 2008 noch besser lernen mit allen Situationen zu leben und dabei die richtigen Entscheidungen für die Kids zu treffen, unabhängig von bestehenden Konflikten, persönlichen Ambitionen oder anderen eigenen Wünschen.
Liebe Grüße an Euch Alle
Olli
Nichts ist aufreizender als Gelassenheit (Oskar Wilde)
Na Olli,
dann auch von mir ein Hallo,
deine Geschichte habe ich gelesen und will dir -entgegen dem Schulterklopfen, das du ja schon reichlich erhalten hast, meine Meinung sagen, auch wenn sie dich nicht interessiert(en) wird. 😉
Du scheinst sehr großen Wert auf materielle Dinge zu legen. Ich mag gar nicht alle Textzeilen kopieren, in denen du mit geschwellter Brust kundtust, welch Held zu bist, der Austern und Garnelen verspeist, der gute Weine "natürlich" als Grundlage hatte, in der angesagtesten Gegend wohnt usw. usf.
Allerdings fällt mir auf, dass du dich (voller Neid?) über das "neue" Auto des neuen LP deiner Ex ärgerst, es sogar noch als dekadent empfindest, dass sie mit diesem Auto vorfährt, du dich auf der anderen Seite jedoch tod lachen könntest, über eine so dumme Ex, die mit "deinem Sommerauto, ein Cabrio, mit Sommerreifen, im Winter nach Bayern" fährt. Nur der Liebe wegen. Auch hier wieder meine Frage: Neid? Und meine zweite Frage: Ist dir mal in den Sinn gekommen, dass es nicht nur deine Ex, sondern vorrangig auch die Mutter deines Kindes ist?
Des weiteren schwillt dir die Brust, wenn du von deinen Heldentaten zu berichten weißt, dass du zwei Menschen arbeitslos gemacht hast. Wenn man bedenkt, dass in diesem Haushalt zukünftig dein Sohn lebt, kannst du unheimlich stolz auf dich sein. Klasse gemacht. Vorallem von soviel Weitblick für´s Kind geprägt.
Schon gut, ich höre schon auf. Ich möchte dir nur sagen, was ich -bei aller Gelassenheit- denke, wenn ich deine Geschichte lese: 😡
Liebe Grüße Tochlula
Moin
@ Tochlula
Und mir geht die Galle über wenn hier jemand verlauten läßt, das der Mann sich nach der Trennung brav zurückzuziehen hat. Ein Mann darf also einen emotionalen Engpaß bekommen. Nein er hat deiner Meinung nach die Klappe zu halten und das Exchen mit dem Taschentuch zu verabschieden wenn die Dame sich mit dem Kind nach Bayern absetzen will.
Das Exchen und ihr netter LG haben die Gutmütigkeit von Olli ausgenutzt, ihm seinen Lebensinhalt genommen und ihm im beruflichen Leben dekradiert.
Wäre ich an seiner Stelle gewesen, hätte ich noch die Heizung aus dem Cabrio gebaut.
Aber nein. So was versteht eine Frau ja nicht. Oder eher viele Frauen nicht. Für Euch steht doch von Anfang an fest das die Kinder bei euch bleiben und der Mann ein hüpsches Sümmchen monatlich auf euer Konto überweißt. Wohl gemerkt für eine Frau die ihn belogen und betrogen hat.
Ich weiß nicht wie oft du auf den 😡 drücken würdest wenn dein Mann dich mit deiner Arbeitskollegin betrogen hätte und mit deinen Kindern weit weckziehen will. Aber du bekommst natürlich seine Kontonummer.....

Olli hingegen versucht es wenigstens mit einem Rest an Würde zu tragen und es in geordnete Bahnen zu bekommen.
Sorry aber alles andere was ich zu deiner Antwort sagen möchte ist 
Und noch mal an die Frauen die hier sonst im Forum vertreten sind: Ihr seit nicht gemeint
Gruß
Martin
Moin,
Moin
@ Phoenix
Und mir geht die Galle über wenn hier jemand verlauten läßt, das der Mann sich nach der Trennung brav zurückzuziehen hat.
WO habe ich das geschrieben?
Ein Mann darf also einen emotionalen Engpaß bekommen. Nein er hat deiner Meinung nach die Klappe zu halten und das Exchen mit dem Taschentuch zu verabschieden wenn die Dame sich mit dem Kind nach Bayern absetzen will.
WO habe ich das geschrieben?
Das Exchen und ihr netter LG haben die Gutmütigkeit von Olli ausgenutzt, ihm seinen Lebensinhalt genommen und ihm im beruflichen Leben dekradiert.
Das kann alles möglich sein, berechtigt dennoch niemanden, so herablassend und teils schon unwürdig über andere Menschen zu reden/denken/schreiben. Olli läßt den Großkotz raushängen, besser wäre, er fragt sich mal, was seine Freundin denn an dem goldenen Käfig mißfallen hat. Wir sind uns doch wenigstens darüber einig, dass in einer Beziehung schon einiges in Scherben liegen muss, wenn ein Dritter die Chance zum Einbrechen hat, oder?
Wäre ich an seiner Stelle gewesen, hätte ich noch die Heizung aus dem Cabrio gebaut.
Das würde dich auch unwahrscheinlich sympatisch und männlich wirken lassen.
Aber nein. So was versteht eine Frau ja nicht. Oder eher viele Frauen nicht. Für Euch steht doch von Anfang an fest das die Kinder bei euch bleiben und der Mann ein hüpsches Sümmchen monatlich auf euer Konto überweißt. Wohl gemerkt für eine Frau die ihn belogen und betrogen hat.
Welch Polemik. Mein Kind wohnt bei meinem Mann, wir können gut und viel mit einander reden, telefonieren notfalls mehrmals am Tag, wenn es sein muss, trinken mal ein Glas Wein (ganz normalen natürlich) zusammen usw. usf. Kurz um, wir benehmen uns wie erwachsene Leute, die ein Kind zu erziehen haben. Ach ja, bevor du losbrüllst, ja ich zahle Unterhalt und noch mehr, aber nicht weil mein Mann ein armer Tropf ist, sondern weil ich es gern tue.
Wieviel zahlt Olli eigentlich KU? Hab ich die Summe überlesen? Gut und reichlich verdienen tut er ja. 😉
Ich weiß nicht wie oft du auf den 😡 drücken würdest wenn dein Mann dich mit deiner Arbeitskollegin betrogen hätte und mit deinen Kindern weit weckziehen will. Aber du bekommst natürlich seine Kontonummer.....
s.o.
Olli hingegen versucht es wenigstens mit einem Rest an Würde zu tragen und es in geordnete Bahnen zu bekommen.
Olli versucht gar nichts, außer sich hervor zu tun, zu prahlen und mit seinem Geld anzugeben. Er hat die Kindesmutter und ihren LP arbeitslos gemacht, drückt sich davor, seinem Kind wenigstens finanziell eine Basis zu geben, sonst hätte er nämlich das ABR längst beantragt (aber nein, da ist das mit den Anwälten, die von geringer Chance etc. sprechen). Sorry, lieber Phoenix, mach mal die Augen auf, es gibt reichlich allein erziehende Väter, die den Mumm hatten, sich FÜR ihr Kind zu entscheiden. Das tut uns Olli in meinen Augen nicht, jedenfalls nicht von Herzen. Wäre ja auch zu blöd, dann wäre weniger Zeit, der KM hier und da eine reinzuwürgen oder stell dir gar vor, sie würde wegziehen. Und dann? Wäre er sein Spielzeug los. Geht gar nicht, sehe ich auch so. 😡
Sorry aber alles andere was ich zu deiner Antwort sagen möchte ist
Das steht dir frei, jeder kann seine Meinung sagen. Ich habe meine und du deine. Deine ist gefärbt von deinen Erlebnissen, meine von meinen.
Und noch mal an die Frauen die hier sonst im Forum vertreten sind: Ihr seit nicht gemeint
Steht ja drüber, dass ich gemeint bin. 😉
Gruß
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Liebe Grüße Tochlula
Also ich finde die Erfolgsgeschichten auch etwas dolle aber wer von uns ohne Tadel ist, der werfe den ersten Stein.
Und wem es nicht gefällt, muss sich beim lesen ja nicht zuhören. 🙂
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
hallo olli
Also ich als Frau finde deine Reaktion klasse, ich hab mich fast beömmelt beim Gedanken einer Capriofahrt im Winter auf Sommerreifen.
Ich fnde es echt gut, dass du so ruhig bleibst und deiner Ex ruhig und gelassen gegenüber bleibst, egal was sie gemacht hat, toll kompilment. Ich hätte Mobbing getrieben 😉 um die los zu werden.
Und es ist doch klar, dass es in deinem Magen grummelt wenn sie im Wagen des Next vorfährt.
Ich bin aber auch ehrlich, wäre meine Ehe wg. eines Seitensprunges auseinander gegangen, dann dürfte mein Ex nicht mehr mit Weihnachten feiern, der könnte draussen bleiben, denn so locker könnte ich nicht sein.
Ich sage nur, mach weiter so, denn solche Frauen habes nicht anders verdient.
Liebe Grüße
ANGELA
