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(@ein_quantum_trost)
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Hallo,

meine Geschichte ist zwar bisher noch relativ kurz, aber ich mache mir in Anbetracht der rechtlichen
Diskriminierung von Vätern natürlich Sorgen um den Umgang mit meinem bald 4-jährigen Sohn.

Aber zu meiner Geschichte.

Ich war mit meiner Ex-Partnerin ca. 8 Jahre zusammen. Vor fast 4 Jahren haben wir unseren Sohn bekommen, dieser war nicht geplant, aber natürlich sehr willkommen.
Wir sind beide Studenten. Sie Geisteswissenschaftlerin und ich Naturwissenschaftler. Wir studieren an unterschiedlichen Universitäten. Sie ist eher emotional, ich eher der rationale Teil in der Beziehung. Da wir auf unsere Studienabschlüsse hinarbeiten und aufgrund der Modalitäten in den jeweiligen Studienordnungen in gegenseitigem Einvernehmen uns gegenseitig den Rücken zu stärken und um einer doppelten Prüfungsbelastung aus dem Weg zu gehen diese dann „nacheinander abzuarbeiten“. Ich ließ meine Ex-Partnerin den Vortritt (Mensch war ich naiv….ich schäme mich im Nachhinein für meine eigene Dummheit), aber damals war auch noch nicht der kleinste Anhaltspunkt vorhanden, dass es zu dem kommen könnte wozu es kam. Unsere Beziehung war eigentlich von Vernunft und Respekt füreinander geprägt, wir haben bei unterschiedlichen Meinungen Kompromisse gefunden, auch einmal diskutiert, haben aber immer miteinander geredet, hatten schöne Zeiten.
Was ich zuvor noch erwähnen muss ist, dass meine Ex Raucherin ist und gerne auch mal das ein oder andere Glas Wein getrunken hat. Ich habe mir lange Zeit nichts dabei gedacht, da ich ein äußerst toleranter Mensch bin, obwohl ich selber so gut wie nie Alkohol in irgendeiner Form zu mir nehme (vielleicht mal drei Bier pro Jahr!) und seit ca. 10 Jahre Nicht-Raucher bin. Zudem verabscheue ich Gewalt in jeglicher Form und wende diese nur an wenn es sein muss. Von physischer Gewalt gegenüber Frauen sehe ich komplett ab, da sie die physisch schwächeren sind.
Als wir dann zusammen beim Frauenarzt waren und von der Schwangerschaft erfuhren, waren wir beide zunächst eher ein wenig perplex, aber dann, nachdem wir es beiden werdenden Großeltern-Paaren beichteten glücklich. Meine Ex hört auch freiwillig mit dem Rauchen auf, was ich gut fand.
Während der Schwangerschaft war ich immer so oft es ging für meine Ex-Partnerin da, jedoch musste ich damals aber noch meine letzten Laborpraktika absolvieren um zur Abschlussprüfung zugelassen werden zu können. Ich war jedoch jede freie Minute für sie da und sie hatte nie etwas zu bemängeln. Da wir, als wir zu studieren begannen, bereits in meine Wohnung zusammen gezogen waren, die auch in dem Wohnumfeld meiner Eltern lag, konnte auch meine Mutter bei Bedarf eine hilfreiche Funktion übernehmen, um meine Ex zu entlasten.
Nach den Praktika, in der letzten Phase der Schwangerschaft (also den 4-5 Monaten vor der Geburt) war ich in Vollzeit für sie da, da sie wegen eines Bandscheiben-Vorfalls zudem motorisch eingeschränkt war.
Während des ca. 1-wöchigen Krankenhausaufenthaltes vor der Geburt, war ich jeden Tag bei ihr um zu sehen, dass sie auch alles hat und es ihr gut geht. Unser Sohn wurde per Kaiserschnitt unter Vollnarkose entbunden. Ich war im OP dabei und habe als erster meinen Sohn in den Armen halten dürfen. Ich werde nie vergessen wie er seine tief-dunkelblauen Augen das erste Mal öffnete und mich damit ansah.
Die erste Zeit verlief harmonisch;  meine Ex-Partnerin ging es auch gesundheitlich nach ihrer Bandscheiben-OP wieder besser. Sie stillte unseren Sohn ca. 6 Monate. Als es meine Ex-Partnerin wieder gesundheitlich gut ging, lernte ich mit ihr für ihre Abschlussprüfung und kümmerte mich, so wie es mit ihr abgesprochen war, um unseren Sohn, damit sie sich voll und ganz um ihre Prüfung kümmern konnte.
Ich bemerkte, dass Sie wieder mit dem Rauchen angefangen hatte, was für mich an sich kein Problem darstellte. Jedoch kam es hin und wieder zu Auseinandersetzungen mit ihr, da unser Kind nicht „mitrauchen“ sollte und sie das leider nicht gewissenhaft tat, als wäre es ihr komplett egal. Auf der einen Seite hat sie als Individuum ein Recht darauf selber zu entscheiden, ob sie raucht oder nicht, aber unser Sohn hat aber ebenfalls als Individuum ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und das „mitrauchen“ steht dazu leider contraire.
Irgendwie gab es auch mit der Zeit immer mehr Auseinandersetzungen mit ihr über „kleine – eigentlich aus vernunftorientierter Logik leicht erschließbare“ Probleme, die ich hier nicht näher erläutern möchte, da diese so banal sind, dass ich mich manchmal schämte, überhaupt solche Themen klären zu müssen.
Sie ging auch Gesprächen mit mir immer mehr aus dem Weg. Tauchten Situationen auf die zu klären galt, sei es im Hinblick auf die Erziehung des Kleinen oder unsere Beziehung, vertröstete sie mich entweder mit „Jetzt geht gerade nicht“ und wenn dann Zeitpunkte für Klärungsgespräche oder Unterhaltungen getroffen wurden, nahm sie diese nicht wahr bzw. schob alle sich anstauenden Probleme vor sich her. Jedoch lösen sich nicht alle Probleme, indem man sie ignoriert, sondern man kommt leider nun einmal nicht drum herum bestimmte Probleme miteinander zu klären.
Und kam es leider auch damit schließlich unweigerlich zu der Situation, wo auch ich keine Lust mehr hatte mich immer weiter vertrösten zu lassen und bestand auf die Erörterung. Dies führte jedoch dazu dass Sie herum schrie und mich schlug. Da ich als Mann stärker bin, habe ich mir da nichts daraus gemacht, aber so manches Hämatom am Oberkörper und den Armen konnte ich beobachten.
Ich hatte anhand der exponentiell zunehmenden Wein-/Sektflaschenanzahl bemerkt, dass ihr Alkoholkonsum auf eine für mich bedenkliche Anzahl angestiegen war. Als ich die Glasflaschen entsorgte, damit man im Vorratslager wieder einigermaßen treten konnte, zählte ich 29 Flaschen auf ca. 1 Monat. Leider habe ich keine Ahnung, da ich mir nicht viel aus Alkohol mache, ob dies bereits zu viel ist oder noch in einem gewöhnlichen Rahmen steht.
Ich sprach Sie darauf an, ob alles in Ordnung sei und sie meinte, dass das alles normal sei. Ich habe es nachher mit dem Stress erklärt, den sie wegen der anstehenden Prüfungen vor sich hatte.
Dies ging so weiter bis zu einer Situation (von mehreren folgenden), die ich nicht mehr aus dem Kopf bekomme. Ich kam abends von meinem Studentenjob nach Hause und ich sah, dass sie betrunken war, im Wohnzimmer mehrere Weinflaschen auf dem Boden lagen und sie zu diesem Zeitpunkt mit dem Kind in linken Arm und einer Weinflasche in der rechten Hand dastand und diese gerade am trank.  Die ganze Wohnung stank nach Wein. Ich nahm sofort das schlafende Kind zu mir und legte es ins Schlafzimmer. Ich fragte sie was für ein Problem sie habe. Sie fing an zu schreien, dass ich ihr Problem sei und das ich das größte A******ch auf diesem Planeten sei. Sie kratzte mich, biss mich, schlug mich, zerriss meine Kleidung. Am gesamten Oberkörper trug ich Kratz- und Bisswunden, Hämatome davon. Ich hatte sie zuvor noch nie so erlebt. Und vor allem, aus welchem Grund?!!? Ich habe sie nie geschlagen oder sie in irgendeiner Weise verletzt. Ich hatte bei der ersten Auseinandersetzung danach sogar Mitleid mit ihr, weil sie mir gegen den Arsch schlug und sich dabei selber verletzte. Naja….treu-dumm wohl. Ich schloss mich mit unserem Sohn im Schlafzimmer ein und sagte ihr, dass ich von ihr nichts mehr wissen wolle. Sie ging ins Wohnzimmer, knallte alle Türen. Später hörte ich nichts mehr. Sie war auf dem Sofa eingeschlafen.
Am nächsten Morgen kam sie zu mir und tat so als sei nie etwas gewesen. Als ich sie mit dem vergangenen konfrontierte konnte sie sich angeblich an nichts erinnern und entschuldigte sich. Sie versprach mir, dass so etwas nie wieder vorkommen würde (leider nicht zutreffend).
Das Zusammenleben wurde immer schwieriger. Sie traf immer mehr Entscheidungen alleine ohne mich überhaupt über ihre Vorhaben in Kenntnis zu setzen. Auch auf Nachfragen von mir wurde nur mit oberflächlichen Floskeln wie „nichts Besonderes“ geantwortet. Irgendwie hatte ich nachher den Eindruck, dass alle um mich herum mehr gesagt bekamen als ich, obwohl sie und unser Sohn mich doch auch sehr interessierten. Aber ich versuchte auch nicht wieder vielleicht Situationen zu provozieren in denen sie überreagieren könnte. 
Als sie ihre Prüfung abgeschlossen hatte, war ich froh und hoffte, dass der Stress nun geringer würde. Da sie nun Zeit hatte sich das passende Thema für ihre Abschlussarbeit zu suchen, war laut Vereinbarung nun meine Abschlussprüfung an der Reihe. Jedoch war von ihr keine Hilfe zu erwarten. Anstatt mir nun mein Weiterkommen zu ermöglichen ließ sie mich im Regen stehen und warf mir in der Diskussion an den Kopf, dass ich es selbst zu verschulden hätte, dass ich noch nicht fertig sei, da ich ja so faul sei. Dies verletzte mich sehr. Ich habe ihr geholfen wo es nur ging, auf mein Fortkommen in dieser Zeit Zugeständnisse gemacht, um dann im Endeffekt dafür einen Tritt in den Allerwertesten zu erhalten.  Fortan musste ich leider immer mehr feststellen, wie der Respekt schwand und Nörgeleien/Beleidigungen von Ihrer Seite überhandnahmen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich von ihr deswegen ein wenig zurückgezogen und konzentrierte mich fortan nur noch um meinen Sohn und auf mein Studium. Meine Mutter half mir dabei alles so weit es geht unter einen Hut zu bringen. Meine Ex ließ ich außen vor, ignorierte ihre Nörgeleien und konterte ihre verbalen Attacken. Auf mein Nachfragen nach dem Grund für ihr verhalten habe ich bis heute keine Antwort bekommen.
Die letzte mit Gewalt ihrerseits verbundene Auseinandersetzung hat bei mir das Fass zum Überlauf gebracht. Als sie versuchte ihre physischen Attacken auf mich mit meinem Verhalten zu legitimieren, habe ich gesagt, dass ich das so nicht weiter mit mache und sie professionelle Hilfe brauch. Danach habe ich sie für 3 Tage komplett ignoriert und mich mit meinem Sohn und meinen Vorhaben befasst. Sie musste auf dem Sofa schlafen, da ich mein Bett im Schlafzimmer für mich und meinen Sohn beanspruchte. Auch wenn es komisch klingt, aber mir war es immer wichtig die Kinder aus den Konflikten raus zu halten. Wenigstens hat mein Sohn die Gewalt bisher nicht zu Gesicht bekommen. Zumindest habe ich es versucht.
Dann kam meine Ex an und sagte, dass ich mich so sehr verändert habe und dass sie die Beziehung zu mir beenden und den Kleinen mitnehmen würde. Das war vor ca. 3 Monaten.
Nun müsste ich dringend wissen was für Möglichkeiten ich habe. Wir sind nicht verheiratet, aber gemeinsames Sorgerecht vorhanden bzw. erklärt. Wir wohnen beide im Moment noch in meiner Wohnung. Mein Sohn geht in der Nähe in den Kindergarten und hat auch im Umfeld seine Freunde.
Wie realistisch ist die Chance in meinem Fall, als Mann, das ASR zu bekommen, sodass Mein Sohn bei mir bleiben kann?
Werden Kinder auch bei  den entsprechenden Verfahren angehört werden und wie ausschlaggebend ist diese Anhörung? 
Ich möchte natürlich meinen Sohn nicht verlieren und ich mache mir auch aufgrund ihrer impulsiven, gewaltbereiten Handlungen in Kombination mit dem erhöhten Alkoholkonsum Sorgen um den Kleinen. Ich möchte keinesfalls, dass diese jemals meinen Sohn treffen könnten. Bisher ist dies auch zum Glück nicht geschehen.
Meine Ex lässt überall Feuerzeuge von Ihren Zigaretten rumliegen. Wie oft räume ich Glasflaschen, Flaschenöffner, Korkenzieher, scharfe Messer, etc. weg, weil diese meiner Meinung nach bedrohlich für meinen Sohn werden könnten. Versteht mich nicht falsch. Es passiert trotzdem genug, aber Eltern haben doch die Aufgabe / die Pflicht offensichtliche für das Kind noch nicht abschätzbare Gefahrensituationen abzuwenden. Ich rede hier nicht davon das Kind in Watte einzupacken, aber ich kann auch nicht bei allem zusehen und erst handeln wenn es zu spät ist?!!?
Den Haushalt räume ich die meiste Zeit auf, da die Wohnung sonst im Chaos versinkt. Ich befürchte, dass ein Haushalt mit Kind meine Ex allein überfordert.
Ich bitte um Hilfe jeglicher Art, sowohl juristisch als auch um jeden wertvollen Tipp. Paarberatung kommt nicht in Frage. Die von mir für uns initiierte scheiterte.
Sollte ich den ersten juristischen Schritt einleiten oder eher darauf warten was sie macht? Mir geht es nicht darum sie in die Pfanne zu hauen, ich möchte nur, dass es meinem Sohn gut geht und an nichts fehlt. Ich möchte ihm auch nicht seine Mama wegnehmen. Er braucht beide Elternteile.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 28.12.2015 18:12
(@howi64)
Nicht wegzudenken Registriert

Willkommen EQT,
das hier

Ich habe sie nie geschlagen oder sie in irgendeiner Weise verletzt.

steht aus Sicht einer Frau in krassem Widerspruch hierzu:

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich von ihr deswegen ein wenig zurückgezogen und konzentrierte mich fortan nur noch um meinen Sohn und auf mein Studium. Meine Mutter half mir dabei alles so weit es geht unter einen Hut zu bringen. Meine Ex ließ ich außen vor, ignorierte ihre Nörgeleien und konterte ihre verbalen Attacken.

Wenn du dich als Mann von einer Frau komplett zurückziehst und nur noch das Kind siehst ist das für die verschmähte Frau die allerschlimmste Verletzung. Schlimmer als eine einmalige Backpfeife zur rechten Zeit.

Sie kratzte mich, biss mich, schlug mich, zerriss meine Kleidung. Am gesamten Oberkörper trug ich Kratz- und Bisswunden, Hämatome davon.

Hier wär eine Backpfeife angemessene Gegenwehr gewesen.

Wozu verschmähte Weiber in der Lage sind kannst du in der Bibel und in der Weltliteratur nachlesen. Wo deine Ex schon süchtiges und gewalttätiges Verhalten zeigt kann ich dir nur raten: "Zieh dich warm an. Sehr warm!"

Wie realistisch ist die Chance in meinem Fall, als Mann, das ASR zu bekommen, sodass Mein Sohn bei mir bleiben kann?

Kurzfristig genau bei Null komma Nix denk ich.

Ich möchte ihm auch nicht seine Mama wegnehmen.

Kannst du auch garnicht.

Er braucht beide Elternteile.

Die behält er nur wenn du ganz schnell von deinem selbstgerechten Trip runterkommst und lernst gegenüber deiner Ex Süßholz zu raspeln. Ohne Honig ums Maul schmieren seh ich dich ganz schnell als entsorgten Ex-Vater.

Gruss Horst


AntwortZitat
Geschrieben : 28.12.2015 18:47
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin EQT,

willkommen hier im Forum. Ich schreib einfach mal was mir auffällt:

- Wichtig: Wie ist der genaue Sachstand beim Sorgerecht? Hier gibt es aus der Praxis viele Missverständnisse. Hast Du nur Deinen Wunsch tituliert, dass Du das GSR gerne haben möchtest? Hat sie zugestimmt?
Aus der persönlichen Forenbeobachtung ist es für viele KMs immer noch der Horror, sich mit dem KV über die Handvoll Mitbestimmungspflichten des GSR zu verständigen. Daher wird das GSR sehr gerne abgelehnt oder verzögert.
Ansonsten hat die KM das Sorgerecht und Du kannst ziemlich wenig anstellen - außer den Umgang einzufordern.

- Nach Deiner Beschreibung zu urteilen scheint Deine Exe krank zu sein. Es könnte ein Alkoholproblem vorliegen. Dabei scheint Deine Exe soviel zu trinken, dass sie einen Filmriss erleidet (s. Vorfall mit den Weinflaschen auf den Boden). Das deutet auf problematischen Alkoholkonsum hin, wahrscheinlich hatte sie schon weit mehr als 1,5 Promille intus (Wein ca.  13,5 Prozent Alkohol). Aus meiner Sicht eine deutliche Gefahr für Euer Kind, da sie in einer Gefahrenlage nicht mehr hätte reagieren können bzw. der Alkohol bei ihr wohl auch Agressivität / Enthemmung auslöst.

Aus meiner Sicht hast Du nur die Möglichkeit, noch einmal mit Deiner Exe zu sprechen und sie zum Besuch einer Hilfseinrichtung für Alkoholkranke zu motivieren (Adressen kann sicherlich die Telefonseelsorge nennen. http://www.telefonseelsorge.de/ .

Sollte Deine Exe jedoch uneinsichtig sein (was zu erwarten sein wird) und sich nicht weiter mit Dir abgeben wollen, solltest Du umgehend das zuständige Jugendamt aufsuchen und dort Deine Beobachtungen melden, da eine Kindswohlgefährdung nicht ausgeschlossen werden. Gerade in diesem Fall ist wichtig, dass Du das GSR hast und Euer Kind betreuen kannst. Aus der Forenerfahrung müssen Betroffene meist für mehrere Wochen Therapieeinrichtungen aufsuchen (möglicherweise ohne Kontakt zur Außenwelt).

Aus der persönlichen Forenbeobachtung musst Du aufpassen, dass Du durch die Alkoholkrankheit Deiner Ex nicht selbst zum Co-Abhängigen wirst. Das kann schnell passieren, indem Du selbst Fehler begehst. Auch Du bist nicht ganz "ohne". Du hast zwar keine körperliche Gewalt gegen Sie eingesetzt, aber psychische Gewalt ("Ignorieren"). Das kann härter Wirken als Schläge.
Ferner solltest Du dich darauf einstellen, dass Dir deine Ex innerhalb von wenigen Tagen ihren neuen perfekten Traummann vorstellen könnte. Möglicherweise auch eine Person, die dem Alkohol zugeneigt ist bzw. das Problem nicht erkennen will. Dies hat für sie den Vorteil, dass Sie sich nicht ihrer Sucht stellen muss bzw. durch den neuen psychischen Halt Dir erst einmal überlegen ist.

Ganz wichtig für Dich: Schreib bevor Du rechtliche Schritte unternehmen willst, hier im Forum und hol Dir Meinungen und Rat ein. Damit kannst Du dir eine gute Strategie aufbauen. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 29.12.2015 01:15
(@ein_quantum_trost)
Schon was gesagt Registriert

Hallo, und vielen Dank für die Antworten.

@HoWi64:

Ja, es mag sein, dass ich mich ein wenig von ihr zurückgezogen habe, jedoch hatte ich dazu genauso meine Gründe und
zu diesem Zeitpunkt hatte sie unsere Beziehung ja bereits beendet. Normalerweise wäre eine räumliche Trennung nach dem Ende
einer Beziehung das Beste, da ich meine Ex und unseren Sohn aber auch nicht aus meiner Wohnung komplimentieren wollte, blieb mir der "Rückzug"
nur als eine der wenigen Optionen übrig, um nicht ständig ihren Nörglereien und "Attacken" ausgeliefert zu sein und trotzdem so viel es geht für meinen
Sohn da zu sein.

Was die Backpfeife betrifft, so bin ich generell was physische Gewalt angeht sehr vorsichtig. Auch nur eine Backpfeife kann im schlimmsten Fall zu einem Alleingänger werden,
da man eine Backpfeife nicht immer als Affekthandlung erklären kann und schnell heißt es dann, dass der Mann ja auch handgreiflich wurde. Da die Notsituation zu erklären ist
schwierig.

Wenn ich an Aussichten von "Null komma Nix" denke, wird mir kotzübel. Das klingt ja wie noch vor 10 Jahren wo man als Mann
überhaupt keine Chance hatte. Angeblich soll sich die Situation für Männer doch zumindest ein wenig gebessert haben (so wird es zumindest
hin und wieder in den Medien beschrieben - oder doch wieder nur Augenwischerei oder Glück ?!!?)

@"Die behält er nur wenn du ganz schnell von deinem selbstgerechten Trip runterkommst und lernst gegenüber
deiner Ex Süßholz zu raspeln. Ohne Honig ums Maul schmieren seh ich dich ganz schnell als entsorgten Ex-Vater."

Ich kann nicht ganz nachvollziehen was an meinem Trip selbstgerecht sein soll. Ich bin in sehr vielem sehr tolerant und verhandlungsbereit. Ich neige dazu Probleme
in irgendeiner Form lösen zu wollen, aber ich lasse nunmal nicht zu das meine Würde mit Füßen getreten wird.
Zudem kann ich meiner Ex für ihre Verletzungen nicht auch noch "Honig ums Maul schmieren" mit welchem Ziel ? Mich noch verletzbarer zu machen?
Mir ist es wichtig mich für mein Verhalten rational rechtfertigen zu können und das vor allem auch im Hinblick auf meinen Sohn und ihm auch vllt. einmal später Rede und Antwort zu stehen.

@Ingo30:

Der genaue Sachstand des GSR ist der, dass dieser bei dem Jugendamt damals vor der Geburt mit der gleichzeitigen Annahme der Vaterschaft beurkundet wurde.
Dazu musste meine Ex diese Burrkundung auch unterschreiben das sie damit einverstanden ist, dass sie nicht mehr das ASR hat, sondern dieses in ein GSR geändert wird.
Nun bin ich jedoch verunsichert, ob dies überhaupt hinreichend ist ?!!? Hätte da noch etwas anderes getan werden müssen? Etwas titulieren heißt ja nur, den Wunsch zu äußern.
Dies geschieht doch meist vor der Klärung mit beiden Elternteilen durch das Jugendamt. Hier war es jedoch mit beiden Elternteilen, gegenseitigem Einvernehmen und
Unterschriften von beiden.

Aus meiner Sicht könnte Sie schon ein Alkoholproblem haben. Da ich aber selbst kein Alkohol trinke (z.B. Wein, Sekt, etc. schmeckt mir einfach nicht, Spirituosen schon gar nicht, höchstens mal ein Bier, aber nur zu hohen Feierlichkeiten, z.B. Neujahr o.ä.) und überaupt nichts seit mein Sohn auf der Welt ist,
hatte ich auch bisher nie einen "Filmriss" und kann daher überhaupt nichts damit anfangen geschweige denn darüber urteilen. Als potentielle Gefahr sehe ich das genauso. Natürlich habe ich schon mehrmals versucht mit ihr darüber zu sprechen, jedoch ist sie sich ihres Problems nicht bewusst und es kommen
Ausreden wie "Ich bin nicht süchtig. Ich kann monatelang darauf verzichten, wenn ich will."

Was meinst Du mit Co-Abhängigkeit? Was meinst Du konkret mit Fehlern? Natürlich bin ich auch nicht frei von Fehlern, aber ich arbeite an diesen Fehlern.
Ich war früher auch einmal Nikotin-süchtig, jedoch habe ich diese Sucht vor mehr als 6 Jahren überwunden. Ich war einmal übergewichtig, habe abgenommen und bin nun normalgewichtig.

Und dermaßen ignoriert, dass sie für mich nicht existiert, habe ich sie auch nicht. Ich habe lediglich ihre Nörgeleien und verbalen Attacken und Provokationen ignoriert.
Und wenn sie sich darüber aufregt, dann ist das ihr eigenes Problem. Ich ignoriere niemandem um ihm weh zu tun. Wenn ich jemanden in irgendeiner Form anfange zu ignorieren, dann ist dies ausschließlich Selbstschutz. Und dazu gehört es auch sich persönlich
in sein Arbeitszimmer zurückzuziehen.

Ich werde, bevor ich juristisch etwas unternehme, hier vorher Support einholen, um ggf. meine Strategie besser planen zu können.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.01.2016 10:14
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Quantum,

dann scheinst du das GSR zu haben. Solltest Du unsicher sein, frag noch mal konkret nach beim JA (wenn Du keine Unterlagen darüber hast). 

Du solltest Dich vielleicht etwas in das Thema Alkoholsucht einlesen, insb. wenn Du sonst gar keine Berührung mit Alkohol hast.

Bei Wiki findest Du auch die Def. von Co-Abhängigkeit, hier auszugsweise die Beispiele dafür:

Beispiele für Co-Abhängigkeit sind Arbeitskollegen, welche die trunkenheitsbedingten Minderleistungen eines Kollegen vertuschen und kompensieren, Familienangehörige, die den Suchtmittelkonsum finanzieren, oder Ärzte, die suchtbildende Medikamente ohne korrekte Indikation verordnen. Co-abhängiges Verhalten reduziert den Leidensdruck des Suchtkranken und verlängert so seine Krankheits- und Leidensdauer.

Halte uns auf dem Laufenden. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 11.01.2016 19:30
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus E_Q_T!

Der genaue Sachstand des GSR ist der, dass dieser bei dem Jugendamt damals vor der Geburt mit der gleichzeitigen Annahme der Vaterschaft beurkundet wurde.
Dazu musste meine Ex diese Burrkundung auch unterschreiben das sie damit einverstanden ist, dass sie nicht mehr das ASR hat, sondern dieses in ein GSR geändert wird.
Nun bin ich jedoch verunsichert, ob dies überhaupt hinreichend ist ?!!? Hätte da noch etwas anderes getan werden müssen? Etwas titulieren heißt ja nur, den Wunsch zu äußern.
Dies geschieht doch meist vor der Klärung mit beiden Elternteilen durch das Jugendamt. Hier war es jedoch mit beiden Elternteilen, gegenseitigem Einvernehmen und
Unterschriften von beiden.

Wenn das alles wie beschrieben abgelaufen ist, hast Du eine amtliche Urkunde zum gemeinsamen Sorge- und damit impliziert Aufenthaltsbestimmungsrecht. Du müsstest/solltest in Deinen Unterlagen eine Ausfertigung des Dokuments haben.

Sofern zwischenzeitlich nicht eine "Rück"-Übertragung des SR und/oder ABR an ein Elternteil gerichtlich beschlossen wurde, hat sich an diesem Zustand nix geändert!

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 12.01.2016 10:13
(@ein_quantum_trost)
Schon was gesagt Registriert

Hallo an alle,

vielen Dank für die Antworten. Ich habe mich zum einen in das Thema Alkoholismus und auch in Bezug auf die potentielle Co-Abhängigkeit eingelesen. Blicke da jetzt besser durch. So wie es aussieht scheine ich es im Moment richtig anzugehen, dass ich nicht länger versuche das Problem der KM zu kompensieren und sie stattdessen wissen lasse, das mich das besorgt und mich zumindest für Gespräche anbiete.

Was das GSR betrifft, so habe ich auch mittlerweile wieder die offizielle Beurkundung vom Jugendamt gefunden aus welcher klar hervorgeht, dass das Sorgerecht gemeinsam von beiden ausgeübt wird.

Nun habe ich jedoch ein Problem. Es kommt immer wieder zu Attacken in Form von Beleidigungen/Provokationen durch die KM. Da ich diese bisher häufig ignoriert habe und diesen aus dem Weg gegangen bin, versucht sie nun mich zu provozieren, indem sie sich über das GSR hinweg setzt und nach wie vor alles allein bestimmt. Als die Provokationen aber jedoch soweit gingen, dass sie meinte, dass sie unseren Sohn zu sich nehmen würde und sie zu keiner einvernehmlichen Klärung der Aufenthaltregelung bereit sei, sagte ich, dass dann wohl das Jugendamt als Vermittler fungieren müsse. Darauf hin hat sie mich beauftragt bei dem Jugendamt einen gemeinsamen Beratungstermin zu machen. Nun habe ich ja bereits erwähnt, dass ich aufgrund der vorangegangenen Eregnisse die Befürchtung habe, dass durch die Alleinerziehung der KM potentielle Kindesgefährdungen entstehen könnten, z.B. wegen Alkoholismus?
Vom Gefühl her würde ich dies natürlich gerne erst einmal alleine mit dem/der entsprechenden Jugendamt-Sachbearbeiter/in besprechen, bevor ich einen gemeinsamen Schlichtungstermin beim Jugendamt mache. Ich möchte meine Ex nicht in die Pfanne hauen, sondern ich möchte nur meine Befürchtungen, die zum Nachteil des Kindes werden könnten dezimieren.
Hat da jemand in Bezug auf das Jugendamt-Prozedere Erfahrung oder kann da vielleicht einen Tip geben. Ist es in Ordnung wenn ich alleine vorher mit dem Sachbearbeiter spreche oder soll ich dies eher direkt bei einem gemeinsamen Termin angehen, wenn die KM dabei ist? Welches Umgangsmodell ist für beide Seiten und vor allem für das Kind am fairsten? Empirische Einschätzungen?
Ich bitte um Hilfe.

Danke.

Grüße

EQT


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.01.2016 11:23
(@tina10)
Rege dabei Registriert

Ist es in Ordnung wenn ich alleine vorher mit dem Sachbearbeiter spreche oder soll ich dies eher direkt bei einem gemeinsamen Termin angehen, wenn die KM dabei ist? Welches Umgangsmodell ist für beide Seiten und vor allem für das Kind am fairsten?

Hallo Ein_Quantum_Trost,

es dient natürlich nicht gerade der Vertrauensbildung und Schaffung einer guten Gesprächsbasis, wenn Du versuchst, zuerst einen Einzeltermin zu bekommen. Es hat einfach das "Geschmäckle", dass Du versuchst, den JA-Mitarbeiter von vorneherein auf Deine Seite zu ziehen.

Überleg 'mal, wie würdest Du es empfinden, wenn Du an dem gemeinsamen Termin feststellen müsstest, dass sie schon vorher einen Einzeltermin hatte?

Wie Euer Modell aussehen sollte, hängt natürlich auch von Eurer jeweiligen Berufslaufbahn ab. Nach Deiner Schilderung solltet Ihr doch beide zumindest in den Endzügen des Studiums liegen oder schon fertig sein?

Da Ihr beide Akademiker seid (werdet) und die Suche nach der ersten Stelle beginnt, kann es ja auch sein, dass Eure Berufswege Euch in verschiedene Städte führen. Wenn man hingegen nah genug beieinander wohnt, ist ein Umgang von einem Wochenende alle 14 Tage plus eine Übernachtung in der Woche für den Vater eine häufig gelebte Option.


AntwortZitat
Geschrieben : 14.01.2016 17:36