Hallo zusammen.
Habe lange Zeit nur mitgelesen, jetzt muss ich doch mal etwas schreiben. Ich versuche sachlich und objektiv zu bleiben.
Habe, wie viele andere hier, eine bitterböse Scheidung hinter mir.
2005 geheiratet,
2006 Sohnemann bekommen,
2008 im Frühjahr getrennt,
2010 endlich geschieden.
Die Dame hat nichts ausgelassen. Wenn ich ihr einen Grund (Fremdgehen) geliefert hätte, könnte ich das ja noch verstehen. Dem war nicht so. Ich war wohl zu lieb zu ihr. Sie hat alle Möglichkeiten gehabt, aber sie war nie zufrieden. Hat sich im Grunde nur um sich selbst bemüht, ich war ihr egal.
Sie brauchte nicht zu arbeiten, saß in einer 140qm Doppelhaushälfte, hatte Zeit sich um den Sohn zu kümmern, dennoch hatte Sie schon sehr früh ein Kindermädchen. Ihre Mutter kam um den Haushalt zu machen. Für das Kind frisch gekocht hat sie auch nie, dafür aber Berge an Hipp-Gläschen im Vorratsraum... War aber okay.
Ich war während der Woche an einem anderen Ort (125km ein Weg) arbeiten. Sie beschwerte sich immer das ich nicht da war und wollte das ich meinen gut bezahlten Job aufgebe oder täglich pendel. Zu der Zeit hatte ich einen hervorragend bezahlten Job (den ich heute auch noch habe), aber auch eine 60 Stunden Woche und wohnte in der Woche in einer möblierten Wohnung, eine umgebaute Garage direkt in der Einflugschneise vom Flughafen, die Flieger sind in ca. 100m höhe über die Bude gedonnert.
Montags bin ich um 4 Uhr aufgestanden um 5 Uhr losgefahren um rechtzeitig auf der Arbeit zu sein, freitags dann zurück.
Am Wochenende habe ich mich dann um den Sohn gekümmert. Alles was dazu gehört. Nachts aufstehen und füttern, die Nächte um die Ohren schlagen wenn die Zähne kamen, spazieren gehen, spielen, beschäftigen. Damit sie etwas Entlastung hat und auch mal das Wochenende mit ihren Freundinnen verbringen kann. Meine Freunde blieben auf der Strecke. Oder sie hat mich weggeholt wenn ich mich mit ihnen getroffen habe, weil sie mit dem Jungen nicht klar kam.
Sie meckerte ständig, ich sei zu wenig da. Unterstellte mir Verhältnisse die ich nie hatte. Kam ich am Freitag später nach Hause als erwartet, wurde ich konfrontiert mit Vorwürfen wie "im Radio haben sie aber nichts vom Stau gesagt, wo warst du so lange". Alle Beteuerungen zum trotz das ich im Stau stand, mir wurde nicht gelaubt.
Umziehen wollte sie nicht, trotz des Angebotes das sie wieder Teilzeit in ihrem alten Job arbeiten könnte (Flugbegleiterin) und der Aussicht auf ein Aupair-Mädchen. Sie hatte die Wahl ob Haus, Wohnung und ob in der Stadt oder etwas außerhalb. Nein, war die Antwort. Die Begründung: sie wäre dann so alleine während der Woche, keine Familie, keine Freunde. Freunde könne man doch als Mutter mit Kind schnell kennen lernen, meinte ich. Nein. Und sie könne doch mal Dienstags bis Donnerstags in die Heimat fahren war mein Vorschlag. Nein, der Junge kann lange Autofahrten nicht haben (Ich hatte damit nie ein Problem).
Es wurde immer schlimmer. Eine Anekdote möchte ich euch nicht vorenthalten:
Ich traf mich auf einem Samstag mit meinen Freunden, wie alle vier Wochen, wenn ich denn mal durfte. Wir beschlossen das Lokal zu wechseln um noch eine Runde Karten zu spielen. Auf dem Weg zur anderen Kneipe ging ich zu Hause vorbei. Da ich kein Geld mehr hatte, meine EC-Karte zu Hause war, der Geldautomat aber nicht auf dem Weg zur anderen Kneipe, bat ich meine Dame mir 50€ zu leihen. Das tat sie. Ich ging in das andere Lokal und hatte an dem Abend eine Glücksträhne: Beim Kartenspielen gewonnen, den 5er im Geldautomaten mit 100 Sonderspielen versilbert und dazu noch ordentlich Bier getankt. Also das Rundum-Glücklich-Paket.
Nachts kam ich zurück und legte ihr die 50€ auf dem Tisch neben ihre Geldbörse. Als ich am nächsten Morgen runter kam, wurde ich mit folgenden Worten begrüßt:
"Du warst im Puff!"
"Hä?!" Ich dachte die will mich verarschen.
"Ja, Du warst im Puff!"
"Wie kommst Du da drauf?"
"Sonst hättest Du mir die 50€ nicht wiedergeben können!"
"Also, ich soll anschaffen gewesen sein im Puff?"
"Nein, Du bist nach dem Kartenspielen mit den Jungs in den Puff gefahren und vorher am Geldautomaten vorbei. Deswegen hattest Du genug Geld und konntest mir die 50€ zurückzahlen!"
Das war tot ernst gemeint! Das ich nicht im Puff war hat sie mir nicht geglaubt... Sie blieb bei ihrer Fassung. Dabei wusste sie das ich noch nie ein Puffgänger war. Kumpels von mir durchaus und wenn ich mal mit war, 2-3 Mal vielleicht, habe ich mich an die Bar gesetzt, was getrunken oder gegessen. Bin aber nie mit den Frauen intim geworden. Überhaupt nicht mein Ding.
Ende 2007 dann Paartherapie. Ich wurde nach drei gemeinsamen Sitzungen "entlassen", der Therapeut möchte mit meiner Dame alleine weiterarbeiten.
Als mir die 500€ monatlich zu teuer wurden, ich sie gebeten habe das über eine Krankenkasse laufen zu lassen, hat sie die Therapie abgebrochen.
Zwischenzeitlich, ich wusste ja wie es enden würde, hatte ich mir schon Scheidungsratgeber besorgt. Diese hatte ich im Auto, im Kofferaum versteckt, in der Wanne für den Ersatzreifen.
Eines morgens wurde ich aufgrund von Schmerzen im Gesicht wach. Die Dame hat mein Auto durchsucht, die Bücher gefunden und mir diese während des Schlafes ins Gesicht geschmissen.
Es kam wie es kommen musste: Die Trennung. Sie: "Wenn das so weiter geht, können wir uns auch gleich trennen". Ich: "Gut dann trennen wir uns".
Dann brach die Hölle über mich ein. Trotz des Vorschlages und der Bitte das so moderat wie möglich zu regeln. Als ich dann einige Kleidungsstücke mitnehmen wollte und auch von den 200 Kleiderbügeln, von denen 80 leer waren, mal 10 Stück, kam von ihr: "Die lässt Du hier! Ich kann mir keine neuen leisten" - "Aber du hast doch noch 190 Stück, ich nehme mir die jetzt mit, okay?" - "Wenn Du Krieg willst, kannst Du Krieg haben!!!"
Mein Angebot an sie: Ich zahle Dir 1.600€ im Monat, kannst solange du willst im Haus bleiben, Kindesunterhalt kommt noch drauf und Kindergeld.
Ihr Reaktion: Klage auf 2.300€ Unterhalt. Komplett das Haus ausgeräumt. Verleumdung und üble Nachrede bei der Familie, Freunden und Bekannten. Das ging soweit, das ich in der Öffentlichkeit beschimpft wurde.
Auf die Bitte mir rechtzeitig mitzuteilen wenn sie auszieht, so dass ich kündigen kann (war gemietet, wir suchten noch nach Eigentum), kam am letzten Tag des Monatsende eine SMS: "Du kannst den Jungen morgen hier abholen: "(Neue Adresse)"". So musste ich noch drei Monate Miete zahlen, die ich ihr aber glücklicherweise vom Unterhalt abziehen konnte.
Die Klage ging über gut 2,5 Jahre. Am Ende konnte ich den Unterhalt auf 900€ drücken, im Vergleich (Richter: 650€), zu zahlen für drei Jahre (Mai 13). Gier frisst Hirn.
Zwischenzeitlich immer wieder Ärger beim Umgang, entweder war sie nicht da oder sowas wie "Den Kindersitz bekommst Du nicht, der Junge soll nicht mit Dir im Auto fahren". Habe mir natürlich einen eigenen gekauft.
Dann hat sie das Jugendamt eingeschaltet und mich dort schlecht gemacht "Du hast dich doch noch nie um Deinen Sohn gekümmert", hat aber nicht geklappt. Alle Vereinbarungen die getroffen wurden waren in dem Moment nichtig, in dem Sie die Tür des Jugendamtes hinter sich schloss.
Meiner Mutter hat sie einmal einen Brief geschrieben, nachdem meine Mutter den Jungen mit dem Kindermädchen vor der eigenen Haustür getroffen hat. Sie fragte ob sie etwas trinken möchten. Beide bejahten und kamen kurz mit rein. Im Brief, den ich heute noch habe, stand sinngemäß das sie den Jungen nicht abfangen sollte während sie das Kindermädchen bezahlen muss.
Sie fing dann wieder an 5 Tage im Monat als Flugbegleiterin zu arbeiten. Der Sohn wurde bei der Schwiegermutter betreut. Der Umgang gestaltete sich schwierig, mal vier Wochen nicht gesehen, mal länger, trotz Vereinbarung alle 14 Tage. Gemeinsamen Urlaub nur nachdem ich ihr immer gesagt hatte wohin ich mit ihm fahre. Flugreisen hat sie mir verboten.
Mittlerweile hat sie wieder einen Mann an der Seite gehabt, den mein Sohn "Papa" nannte, auf ihren Wunsch hin. Mein Sohn sagte zu mir nur noch "Onkel T....". Das legte sich zeitweise wieder, heute spricht er, wenn er mit Dritten über mich redet von Onkel T..... über mich und ab und an redet er mich auch so an.
Währenddessen ist sie mit ihm auf die Kanaren geflogen oder in die Türkei, mit dem neuen Macker. Zur Zeit als in Ägypten gerade der Umsturz war, wollte sie mit ihm dorthin verreisen, verbot mir aber eine Reise nach Dubai. Gründe: Zu heiß, zu weit und kulturelle Unterschiede.
Irgendwann ist mir dann der Kragen geplatzt. Habe dann die Reise nach Dubai versucht einzuklagen um für die Zukunft eine Rechtssicherheit zu haben und um Reisen im dem Radius ohne Probleme vornehmen zu können.
Wie gesagt, ihre Begründung vor Gericht: Zu heiß, zu weit und kulturelle Unterschiede. Die Richterin hat nur mit dem Kopf geschüttelt. Insbesondere weil ich im Januar fliegen wollte (26 Grad), sie aber schon im Juli in der Türkei mit ihm war, bei 35-40 Grad. Also Klage gewonnen und das Recht erwirkt die Reise mit ihm dorthin anzutreten. Reise gebucht.
Und was passiert?
Es fällt ein Termin zur Kontrolle bei einem HNO Arzt an (Pädaudiologie), ca. vier Wochen vor der Reise. Dort sagte man ihr wohl, das man überlegen könnte dem Jungen Paukenröhrchen einzusetzen und die Mandeln zu entfernen. Erst ist ja Privatpatient. OP-Termin: Tag des Abflugs.
Nun gut. Direkt via Anwalt neuen Termin für die Reise versucht auszumachen, den Rechtsanspruch habe ich ja. Die Antwort meiner Dame und des Anwalts: Nein!
Also wieder vor Gericht. Mittlerweile den Jungen dermaßen beeinflusst, das er schon anfängt zu weinen, wenn er nur Dubai hört.
Vor Gericht musste ich mich dann auf einen Vergleich einlassen. Die (neue) Richterin hat ganz klar gesagt das sie ihn nicht dahin fliegen lässt. Mir würde nur die Revision vorm OLG bleiben. Also Vergleich getroffen. Ich fliege dieses Mal nicht, aber in 2 Jahren darf ich. Die sind jetzt übrigens um. Mal abwarten ob ich mit ihm noch dahin will. Wollte Freunde besuchen, mit Kindern in seinem Alter...
Im Mai 13 lief also die Unterhaltsvereinbarung aus. War ja im Grunde schon seit drei Jahren bekannt. Im Januar erwähnte sie dann beiläufig das wir uns darüber mal unterhalten sollten. Das Thema hat sie nie wieder angesprochen und ich erhielt im April Post von ihrem Anwalt. Sie wollen die Kohle weiterhin haben für die nächsten Jahre, unbefristet. Habe dann meinen Anwalt gesagt das ich freiwillig noch drei Monate zahle, damit man sich in Ruhe über die nachfolgenden Konditionen einigen könnte. Mittlerweile führte sie aber schon eine eheähnliche Beziehung. Ich hatte auch genügend Beweise gesammelt um das nachzuweisen. Auf unsere Vergleichsangebote, Unterhalt reduziert auf 350€ und befristet, kam keine Reaktion. Habe dann die freiwillige Zahlung der 900€ im letzten Monat eingestellt. Und schwups, drei Tage später war das 10seitige Schreiben des Anwalts da. Klage eingereicht auf Zahlung von 900€ im Rahmen der einstweiligen Anordnung. Ich habe mittlerweile den von mir auf 350€ reduzierten Unterhalt gezahlt.
Dann kam es zum EA-Verfahren. Verhandlung war mit 15 Minuten angesetzt. Ihr Anwalt kam 10 Minuten zu spät, vermutlich in der Hoffnung das es eh schnell rum geht. Leider ging die Taktik nicht auf. Verhandlung dauerte 45 Minuten. Nicht zu letzt weil ich drei Eidesstattliche Versicherungen vorgelegt hatte um zu beweisen das eine eheähnliche Beziehung vorlag. Sie behauptete nämlich das die Beziehung nicht eng sei und das der Junge nicht zu ihm Papa sagen würde. Die bei Gericht eingereichten EVs waren allesamt von meinen Freunden, die ganz in der Nähe von ihr wohnten und Protokoll geführt hatten über die Anwesenheit des neuen Mannes, oder die mitbekommen haben wie mein Junge ihn Papa nennt. Ganz klar gefestigte Lebensgemeinschaft.
Es dauerte nicht lange:
Richter: "Erklären Sie doch mal. Wie ist das mit ihrer Arbeit?"
Sie: "Ja, ich gehe 5 Tage im Monat fliegen"
Richter: "Und was machen Sie die anderen 25 Tage?"
Sie: ---------10 Sekunden Funkstille
Sie: "Nichts"
Richter: "Das reicht mir nicht. Da muss ich die Klage abweisen."
Es ging hoch her. Der Richter hat ihr gesagt zur Not muss sie halt im Supermarkt an der Kasse stehen. Sie war am Ende mit den Nerven.
Ich bot dann an die 350€ weiterhin zu zahlen, bis zur Hauptverhandlung. Geht ja auch um meinen Sohn. Da hat der Richter direkt gesagt, aber nur mit Präjudiz, also Rückzahlung wenn im Hauptverfahren die Unterhaltsverpflichtung weg fällt.
Als dann die Kosten des Verfahrens und der Anwälte geteilt werden sollte erhob ich Einspruch: "Ich zahle jetzt freiwillig soviel, wie ich im Vergleich angeboten habe, warum 50:50? Hätte sie das angenommen würde ich hier nicht sitzen".
Der Richter: "Da haben Sie recht. Vorschlag der Gegenseite?"
Es kam keiner, wie blöd kann man sein... Der Richter wollte ihr 100% aufs Auge drücken, habe mich dann aber auf 25/75 eingelassen.
Auf dem Flur flog sie dann an mir vorbei und zog mir eine Grimasse. Das nächste was sie machte:
Sie fuhr zu den drei Personen, die die Eidestattliche Versicherung abgeben hatten und stellte diese zur Rede und versuchte sie umzustimmen.
Hat aber nicht geklappt. Auch eine Art von Zeugenbeeinflussung.
Die Klage für die Hauptverhandlung enthielt dann die Forderung nach 1.500€ Unterhalt.
Mittlerweile sah ich meinen Sohn nur noch sehr unregelmäßig. Die Zeiten zwischen dem Umgang wurden immer größer.
Im Januar diesen Jahres haben wir uns dann verglichen, ich zahle noch bis Ende des Jahres 400€, dann ist Schluss.
Dann klappte es wieder mit dem Umgang. Nun wieder nicht. Jetzt habe ich ihn fast drei Monate nicht gesehen und den nächsten Termin sagt er auch schon ab. Er möchte mit seinen 7 Jahren am Wochenende lieber den "Tag der offenen Gärten" besuchen der im Ort ist. Also Privatpersonen öffnen ihre Gärten zur Besichtigung. Was will der da?
Die letzten drei Mal hat er abgesagt weil er einmal zu Hause eine Party mit den neuen Nachbarn hat (3 Wochen nach dem Vergleich sind die umgezogen), einmal sagte er ab weil er Mama solange nicht gesehen hat (sie war 5 Tage fliegen und schon zwei wieder da) und das letzte Mal weil er ein Zeltwochenende hatte. Eins und Drei kann ich verstehen und das ist auch okay, aber Nummer Zwei nicht und jetzt schon wieder absagen?
Ich weiß nicht mehr weiter. Der Junge hat sich immer riesig auf die Wochenenden gefreut mit mir. Oftmals wollte er nicht weg.
Man merkt das er stark beeinflusst ist durch seine Mutter, auf normale Fragen nach seinem Leben kommt dann "Darüber möchte ich nicht reden" oder er erzählt gar nichts.
Ich versuche ein bis zwei Mal die Woche mit ihm zu telefonieren. Das Telefon ist immer auf "mithören" gestellt. Oft kommt es, bei Fragen von mir zum nächsten gemeinsamen Wochenende, zu Gesprächspausen. Man hat das Gefühl das er Rücksprache hält / halten muss.
Mit der Mutter habe ich versucht zu sprechen, sie macht auf mich einen gleichgültigen Eindruck diesbezüglich. Wir konnten uns zwar einigen, auf ein paar gemeinsame Tage mit dem Jungen in dern Sommer- und Herbstferien, aber das war es schon. Immerhin. Ob das dann auch dazu kommt, man weiß es nicht.
Es gibt viele Dinge die ich nicht erwähnt habe, die ich noch schreiben könnte, aber die Geschichte ist schon lang genug, z.B. das er mich noch nie zum Geburtstag angerufen hat. Ich weiß, liegt nicht an ihm, seine Mutter sagt es ihm ja nicht. Auf der anderen Seite kann ich aber meinen Urlaub mit ihm nicht in die eine Woche legen, weil er zur Patentante zum Geburtstag muss...?! Ich muss auch noch mal arbeiten und mich absprechen mit den Kollegen. Über die Einschulung wurde ich nicht informiert, musste ich mir selbst besorgen. Schulausflüge werden mir nicht mitgeteilt. Aber an den Elternsprechtagen bin ich dennoch da. Der Junge ruft auch nur an, wenn er was will oder wenn er hofft Geschenke zu kriegen (Weihnachten, Ostern, Geburtstag), ansonsten scheint er sich bei seiner Mutter nicht durchsetzen zu können.
Was ich mich Frage: Was mache ich jetzt? Akzeptieren das er nicht kommt oder das Jugendamt einschalten oder sogar Umgang einklagen?
Ich bin nur zum bezahlen da. Die Mutter hat keinerlei Interesse an einem regelmäßigen Kontakt, unterstützt diesen auch nicht genug meiner Meinung nach. Dabei verstehen wir uns so super, mein Junge und ich, und er ist immer so glücklich bei mir. Er sucht auch viel Nähe wenn er da ist.
Mir fehlt auch die Kraft. Nach der Scheidung hatte ich ein sehr großes Tief, bin dann zur Therapie, zum Glück. Depressionen. Und im Dezember 2012 hatte ich einen dreifachen Herzinfarkt, mit 39...
Habe zum Glück eine neue, tolle, intelligente Frau an meiner Seite, die ich auch im Oktober heiraten werde.
Nun denke ich ernsthaft darüber nach den Kontakt zu meinem Jungen abzubrechen.
Irgendwelche Tipps oder Ideen?
Danke!
Liebe zählt mehr als Geld. Vor der Ehe.
Bei der Scheidung umgekehrt.
Sitzenlassen ist immer billiger als Heiraten.
Moin Fortuna,
schwierige Kiste. Folgt man Deiner Beschreibung, hast Du es schon mit der Hardcore-Variante der Kindsbesitzerin, speziell mit dem Focus auf Geld gerichtet zu tun. Dazu kommen massive Rechtsstreitigkeiten, die wahrscheinlich schon zig tausend Euro an Rechtsanwaltskosten verschlungen haben.
Durch Deine Vorerfahrungen sehe ich nur eine Chance in einem gerichtlichen Umgangsverfahren, welches auch mit Sanktionsmöglichkeiten gegen die KM bestückt ist. Hier muss alles haarklein vorgegben werden, ansonsten klappt der Umgang nicht.
Bei all dem solltest Du auch Deine Gesundheit bzw. neue Beziehung beachten. Aus der Erfahrung hier drehen Exen zum Teil auch durch, wenn der ehm. Partner auf einmal sein Glück findet. Es ist also schwer einen Ratschlag zu geben. Mit 7 Jahren ist eigentlich noch Zeit genug, den Umgang gerichtlich regeln zu lassen. Auf der anderen Seite kannst Du auch einfach mal etwas machen, womit die KM nicht rechnet - ohne den Kontakt zu Eurem Sohn abzubrechen. Du machst einfach mal eine Zeit nichts (das kennt sie nicht von Dir) und guckst einfach mal, was passiert. Und dann schaust Du mal, ob die KM nicht auch mal Zeit für sich allein mit ihrem Next haben möchte oder ob sie wirklich die Super-Mama spielen möchte.
Also sei und bleib ansprechbereit und überlege Dir. ob Du den Umgang einklagen willst oder Dich erstmal etwas passiver aufstellen möchtest. Gruß Ingo
Hallo Ingo.
Danke für Deine Rückmeldung.
Ja, das stimmt, meine Ex ist nicht gerade einfach und hat mir neben Unterhalt für sie und meinem Sohn plus RA Kosten ein Vermögen gekostet.
Habe am Wochenende nun doch noch mal meinen Sohn sehen können, was der Mutter nicht wirklich gepasst hat. Habe es dann sogar geschafft, das wir alle drei uns an einen Tisch gesetzt haben. Man merkt das mein Sohn massiv beeinflusst ist, die Mutter ihm ein schlechtes Gewissen macht, wenn er sich "gegen sie" entscheidet. Konnte erreichen das sie ihm gesagt hat, das sie meinem Sohn nicht böse ist, wenn er Wochenenden bei mir verbringt und das sie seine Entscheidung unterstützt. Diese Aussage hat meinem Sohn dazu veranlasst das Wochenende bei mir zu verbringen, trotzt Manipulationsversuche.
Man konnte richtig merken wie meinen Sohn eine große Last von den Schultern fiel. Wie lange das jetzt gut geht weiß ich nicht. Sollte es beim nächsten Mal wieder Probleme geben, werde ich wohl den Umgang festsetzen lassen müssen. Sollte auch das nicht von Erfolg gekrönt sein und der Umgang trotz gerichtlicher Festsetzung nicht stattfinden, weil "Der Junge will ja nicht, man kann ihn doch nicht zwingen", kann ich mir nicht vorstellen das ein Zwangsgeld festgesetzt wird. Und mit der Polizei werde ich den Umgang wohl kaum vollstrecken. Werde die Entwicklung jetzt mal abwarten.
Meine Ex dreht im übrigen immer durch, egal wann und warum. Gibt es keinen Grund, sucht sie einen. Drama Queen halt. Ein schönes Wochenende mit ihrem neuen kann die auch so machen, dann wird der Sohnemann halt bei ihrer Mutter geparkt. Und wenn ich den Jungen an meinem WE nicht sehe, freut die sich noch einen Ast ab und bevor an dem WE ein Termin bei ihr ausfällt geht der Junge, wie gesagt, zur Oma.
Die macht was sie will und entscheidet zu ihrem Vorteil. Unser Kind ist ihr da egal. Da nimmt die keine Rücksicht, da werden bessere schulische Möglichkeiten ausgelassen oder auch gerne mal die Logpädie aufs Minimum reduziert.
Ich glaube das sie für viele Entscheidung die sie trifft nichts kann, denn ich werde den Eindruck nicht los das ihr einfach der geistige Horizont fehlt die komplexen Zusammenhänge zu verstehen.
Liebe zählt mehr als Geld. Vor der Ehe.
Bei der Scheidung umgekehrt.
Sitzenlassen ist immer billiger als Heiraten.
Moin Fortuna,
es ist doch schon mal positiv, dass ihr Euch an einen Tisch setzen könnt und der Umgang bisdato auch funktionierte. Wichtig ist halt, dass Du nicht "zu nett" wirst. Exen setzen "Nettigkeit" oftmals gleich mit "Schwäche". Deshalb bleib selbstwußt und fordere den Umgang ein, der Dir zu steht. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn es allerdings nicht mehr läuft musst Du mit Hilfe des Umgangsdreisprung reagieren:
1. Schritt: KM mit Schreiben den Umgangswunsch mitteilen.
2. Schritt: Klappt das nicht, auf zum Jugendamt und Vermittlungsgespräch
3. Schritt: Klappt auch das nicht, auf zum FamGericht.
Die Sanktionsmöglichkeiten ermöglichen (unter Umständen) eine finanzielle Abstrafung der Exe bei Umgangsboykott. Die Polizei wird auch dann nicht kommen und Euren Sohn zu Dir bringen.
Also bleib am Ball und schreib hier im Forum, wenn sich doch wieder Probleme einstellen. Gruß Ingo
