gemeinsames sorgere...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

gemeinsames sorgerecht nur auf papier - ACHTUNG, sehr LANG!

Seite 1 / 2
 
(@Unbekannt)

Wie kann ein „Vater“ nur so denken und handeln?
Ich verstehe es nicht. Jahrelang habe ich nun für die Rechte meiner Tochter gekämpft, ohne Erfolg. Eigentlich war und ist es sowieso sinnlos, selbst wenn ich erreicht hätte dass er sich mehr kümmert, wäre es nicht von Herzen gekommen.
Wie kann man bloß denken: „ Mein Kind will ja gar keine Liebe von mir, mein Kind will nur Sachen gekauft haben.“ ? Eine Situation, die er selber herbeigeführt hat, es aber nicht einsieht(nicht sehen will?). „Unter den Umständen hat sich das halt so ergeben.“ Ergeben? Ja, er hat sich der Situation ergeben, er hat nicht erkannt, dass nur er selber an dem Verhältnis zu seinem Kind etwas ändern kann. In seinen Augen muß das Kind an dem Verhältnis arbeiten, das ist zwar nicht seine Aussage, aber unterschwellig hört man solche Vorwürfe und Gedanken bei ihm ganz klar raus. Was soll das Kind nehmen, wenn es nichts bekommt? Was denn anderes, außer die Sachen, die Papa (aus schlechtem Gewissen) kauft? Liebe kann man eben nicht kaufen. Und doch liebt sie ihn, aber er glaubt es nicht, denn sie will ja immer bloß Sachen gekauft haben. Stichpunkt schlechtes Gewissen à Sachen kaufen: Wenn er ja doch ein schlechtes Gewissen hat, warum bemüht er sich dann nicht die Situation zu ändern? Nein, er hat sich ergeben – andere Sachen sind nun wichtiger , sein Kind gehört nicht mehr zu seinem Leben. Denn er kann es ja nicht ändern. Es ist auch egal, wenn sie später fragen wird, warum er so selten da war, es wird so akzeptiert. „Dann fragt sie halt.“ Warum gibt er nicht zu, dass er mit der Situation überfordert ist?
Immer bin ich ihm entgegengekommen, auch wenn ich noch so sauer auf ihn war und habe meinen eigenen Gefühle unterdrückt, denn es ging mir immer nur darum, dass mein Kind seinen Vater nicht verliert. Mein Kind – es ist nur noch mein Kind – unser Kind gibt es nur noch biologisch und auf dem Papier. Er ist wie ein Bekannter, der alle paar Wochen mal für zwei Stunden zu Besuch kommt.
Elternliebe sollte selbstlos sein, aber bei ihm ist sie von egoistischen Gefühlen geprägt. „Sie will meine Liebe nicht, sondern nur Sachen gekauft, also macht es auch keinen Sinn sich „richtig“ zu kümmern.“ Was soviel heißt wie: „Sie liebt mich nicht, sie sieht mich nur als Kaufmaschine, das tut weh und deshalb will ich mich auch nicht kümmern.“ - Wer ist hier eigentlich das Kind? -
Obwohl ich ihn bis zu einem gewissen Punkt verstehe und es mir leid tut, werde ich niemals nachvollziehen können, warum er nicht w e i t e r – denkt. Warum er nicht mal seine eigenen Verletztheiten aus dem Spiel lassen kann und daran denken kann, dass sein Kind ihn braucht und dass sie nur einmal Kind ist.
Aber ich habe ja nicht das Recht, so etwas zu sagen, denn ich habe ihn ja ein halbes Jahr mit dem Kind alleine gelassen. Ich war krank und ich habe Fehler gemacht. Fehler, die ich zum Glück schnell eingesehen habe, aber die ich bis heute zutiefst bereue und die immer noch schmerzen, wenn ich an sie zurückdenke.
Der Fehler war nicht zu gehen, der Fehler war mein Kind bei ihm zu lassen, aus dem Gedanken heraus, dass sie es bei ihm besser hat. Er wird mir niemals glauben. Er hat immer Kinder gewollt. Ich konnte nicht mehr und bin weggelaufen. Er wird immer behaupten, ich sei aus egoistischen Gründen weggegangen. Man mag das so sehen, ich kann nur sagen, dass ich in dem Moment nur noch eine tiefe Verzweiflung, Angst und Schmerz gefühlt habe, so dass ich weder ein noch aus wusste.
Aber ich will mich auch garnicht dafür rechtfertigen, es ist Vergangenheit, ein Riesenfehler den ich gemacht und eingesehen habe.
Was ist jedoch mit jetzt? Seit sechs Jahren kümmere ich mich allein um mein Kind. Er kennt sie nicht, weiß nicht, was für tolle Erfolge sie in der Schule macht, was sie gerne spielt, wie ihr Tagesablauf aussieht, welche Freundinnen sie hat usw. Es ist nicht so, dass ich mich überfordert fühle – das zum Glück nicht mehr. Ich wollte immer nur, dass mein Kind einen Vater hat. „Dann hättest du bei ihm bleiben sollen!“ mag das Argument von vielen sein. Wäre ich bei ihm geblieben, wäre ich niemals so glücklich, wie ich jetzt bin. Ich hätte meinem Kind niemals die Mutter sein können, die ich heute bin. Ich habe mich zu sehr verändert, er hätte mich auf meinem Weg „behindert“ ohne es zu Wollen. Er wollte immer nur Gutes, aber für mich war es das Falsche und es ging einfach nicht mehr. Ich wollte weitergehen, er ist stehengeblieben. Bis heute.
Es ist zuviel verlangt, wenn ich fordere, dass wir wenigstens für einmal im Monat ein Papawochenende ausmachen. „Ich mache keine Termine, wann ich meine Tochter sehe.“ oder: „Ich weiß ja nicht, ob dann grade an dem Wochenende nicht irgendwas ist.“ Irgendwas ist? Was ist denn wichtiger? Aber egal, mein Entgegenkommen, dass wir es ja in solchen Fällen verschieben können, zählt nicht. Es wird sich weiter rausgeredet.
Immer bin ich gesprungen, wenn er sie sehen wollte, ich habe stets andere Sachen verschoben oder abgesagt, damit mein Kind seinen Vater „hat“. Ich gehe ihm entgegen – er bleibt schon wieder stehen. Im Gegenzug wird mir vorgeworfen, ich würde immer bloß Recht behalten wollen und immer meinen Kopf durchsetzen wollen, ich wäre nicht bereit irgendwas einzugestehen. Ich würde nur nehmen, nicht geben. Ich könnte meinem Kind sowieso nichts vermitteln, da ich ja selber eine schlechte Kindheit hatte. Und natürlich immer wieder der Vorwurf, dass ich ihn ja mit ihr alleine gelassen habe. Was ich falsch gemacht habe, muß sie jetzt ausbaden. So kann man doch nicht wirklich denken?
Er ist nicht bereit, eine Lösung zu finden, denn er ist ja zufrieden mit der Situation, er meint, es wäre so okay, weil er ja nichts ändern kann.
Ich werde gefragt auf was für einem Planeten ich eigentlich lebe, wenn ich sage, dass ich für das Recht meiner Tochter kämpfen will; werde mit Beispielen von anderen Geschiedenen bombardiert, in denen die (mittlerweile erwachsenen) Kinder auch kein gutes Verhältnis zu ihrem Vater haben und „undankbar“ sind. Komisch ist auch, dass ich einige Beispiele von Geschiedenen/getrennt Lebenden kenne, bei denen das Verhältnis zum anderen Elternteil gut ist. Diese Beispiele ignoriert er. Er will nicht sehen, dass es klappen kann, dass man es selber steuern kann. Er will nur sehen, dass es nicht klappt, damit er sein Verhalten bestätigt sieht. Er läßt sich steuern, gibt sich den Umständen hin. Es ist schmerzhafter, aber trotzdem einfacher. Für ihn! Für sie sicher nicht! Sie wird irgendwann erkennen, dass ihr Papa nicht der tolle Supermann ist, für den sie ihn jetzt noch hält. Sie idealisiert ihn noch – aus der Ferne ist das einfach. Ich würde einen Teufel tun, ihr jemals irgendwas schlechtes über ihren Vater zu sagen. Es würde ihr weh tun – sie würde es noch nicht begreifen und ihr ein schlechtes Gefühl geben.
Er wäre nicht bereit mit mir und einer dritten Person (z.B. vom Jugendamt) über das Problem zu reden und eine Lösung zu finden. Weil es für ihn kein Problem gibt. Würde er hierzu eine Einladung bekommen, er würde einfach nicht erscheinen.
Wir haben gemeinsames Sorgerecht(Sorgerecht bedeutet für ihn nur Rechte, keine Pflichten) und ich habe immer versucht es auch wirklich als gemeinsames Sorgerecht zu leben.
Nun gebe ich auf, es macht keinen Sinn mehr. Es fällt mir sehr schwer das zu akzeptieren, aber etwas anderes bleibt mir nicht mehr übrig. Ich werde es drauf ankommen lassen und ihm eine Einladung zu solch einem Gespräch zukommen lassen. Er wird nicht erscheinen, das weiß ich, aber ich brauche den endgültigen Beweis, den endgültigen Schlussstrich.
Mein Kind hat keinen Vater mehr, nur noch einen Mann, den sie Papa nennt und der wie ein Bekannter alle paar Wochen mal zu Besuch kommt.

Heute mittag geschrieben, nachdem wir uns am Telefon mal wieder gestritten haben. Ich war aufgewühlt, ich hoffe ihr könnt meine Gedankengänge trotzdem nachvollziehen.


Zitat
Geschrieben : 12.02.2004 22:17
(@thomas)
Rege dabei Registriert

Wenn ich Deine sorgen hier lese,
Denke ich drüber nach was einen solchen kerl durch den Kopf gehen kann,
der seinem Kind nicht der Vater sein möchte welchen sich das Kind wünscht.

Ich bekomme leider aber auch nicht mehr mit was mein Sohn so erlebt und was er macht.
Bin aber auch immer Stolz auf ihn wenn ich ihn sehe und habe.
Ich fühle mich aber auch machtlos was meinen Sohn angeht.
Wenn ich machtlos bin, warum soll ich dann noch so tun als ist alles okay.
Alle 14 Tage? eine Beziehung nach Stundenplan?
Mir tut es jedesmal weh wenn ich in zur Mutter bringe.
Warum soll ich mir dieses antun?
(Weil es mein Sohn ist)
Ich fühle mich eigentlich nur als aufpasser für die Wochenenden in denen meine Ex was unternehmen möchte
Es ist mir aber wichtiger wie mein Sohn sich fühlt.
hin und wieder erwische ich mich auch bei der überlegung
warum sehe ich in überhaupt noch.
aber wenn ich das merke könnte ich mich treten für diese Gedanken
Was zudem noch nervt ist die sache
wenn ich ihn bei mir habe und versuche etwas von seinem Leben zu erfahren,
dann weiss er nicht mehr was er wann mit welchen Kumpels gemacht hat.
Ich würde gerne an seinem leben teilhaben.
Habe aber keine Ahnung wie ich das anstellen soll.
Am anfang konnte ich sehen wann ich wollte.
Als erstes hat sie mor verboten Fabian vom Kindergarten ab zu holen.
Zu letzt dann nur noch alle 14 Tage.
Ist da eine entgültige trennung nicht besser?
Für mich vieleicht!!!
Für meinen Sohn bestimmt nicht!!!
Und das wohl des Kindes ist mir wichtiger!!!

Waren nur so meine Gedanken.

Grüße Thomas (werde mich jetzt bestimmt was anhören müssen)

Aber warum auch nicht. Dafür sind wir hier


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2004 23:24
(@Unbekannt)

hallo thomas,
du scheinst sehr ähnlich zu denken wie der vater meines kindes. eigentlich willst du für ihn da sein, aber du bist verletzt und gibst auf. wieso? ich finde es gut, dass du geantwortet hast, so habe ich vielleicht die möglichkeit ihn irgendwann doch mal zu verstehen.
du bist nicht machtlos und bitte fühle dich nicht als der aufpasser, damit die mutter etwas unternehmen kann. genau diesen vorwurf habe ich mir auch oft anhören müssen. wieso sollte sie aber nicht etwas unternehmen, wenn das kind bei dir ist?
bitte denke daran, dass dein sohn auch nur dann glücklich sein kann, wenn auch die mutter glücklich ist. es ist für sie auch wichtig mal zeit für sich zu haben.
du sagst du würdest gerne mehr über das leben deines sohnes wissen, wüsstest aber nicht wie du das anstellen sollst. wieso rufst du ihn nicht alle paar tage oder wenigstens einmal die woche mal an? er würde sich sicher freuen - und selbst wenn er dann nicht mehr alles weiß, was er so die letzten tage gemacht hat(das ist normal), so hast du doch mit ihm gesprochen und ihm das gefühl gegeben, dass du dich interessierst und dass du für ihn da bist.
verstehst du, was ich sagen möchte?


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2004 23:34
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Liebe Unbekannte,

so sehr ich mich auch bemühe, einen Rat habe ich nicht, leider. Wer nicht will, der will nicht und kann auch durch eine gerichtliche Umgangsvereinbarung nicht gezwungen werden. Dies würde nur wieder am Kind ausgelassen werden.

Mit fehlt die Info, wie alt das Kind ist, wie alt es war, als ihr euch trenntet, wie der Umgang bislang zeitlich statt fand.

Ihr habt GSR, prima. Wird er von der Schule zu Elternabenden eingeladen? Wie verhält er sich, bei Fragen, die ihr im Rahmen des GSR zu klären habt?

Schreibe für deine Tochter ein Tagebuch, damit sie dir nicht später vorwerfen kann, du hättest nicht alles versucht, ihr den Vater zu erhalten. Klar, da gehören auch ihr schönen Erlebnisse mit dem Papa, Freunden, in der Schule rein.

Dir und deiner Tochter alle Kraft dieser Welt.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 11:10
(@Unbekannt)

hallo deep thought,
nein, ich will auch nicht gerichtlich erzwingen lassen, dass er sich kümmert, das ergibt ja keinen sinn.
meine tochter ist 7 und ich wohne mit ihr alleine, seit sie 2 ist. anfangs hat er sich noch regelmäßig "gekümmert", das heißt, er hat sie mindestens alle 2 wochen am wochenende zu sich geholt. irgendwann ist das immer mehr eingeschlafen, auch dadurch, weil die kleine öfters sagte, dass sie zu mir möchte. er hat das alles auf sich bezogen, er meinte dann immer, dass sie ja garnicht bei ihm sein möchte. ich habe ihm dann immer vorgeschlagen, dass er mich ja in solchen fällen mit ihr zusammen anrufen kann und dass sich das schon wieder legt. aber er hat sich die mühe leider nie gemacht, er hat mich dann immer direkt angerufen und total genervt und verletzt gesagt, dass die kleine zu mir will und dass ich kommen soll.
dazu kamen natürlich dann noch lauter andere streitereien über das, was ich mache, wenn sie nihct da ist(weggehen - wie kann man nur, spaß haben war mir nicht gegönnt). aber das hat sich mit der zeit gelegt. aber was sich halt nun leider nicht gelegt hat ist seine verletztheit, dass die kleine ja angeblich garnicht zu ihm will. ich habe oft versucht mit ihm zu reden und ihm klarzumachen, dass er einiges an dem verhältnis zu ihr ändern könnte. es ist immer in streit ausgeartet, deshalb habe ich ihm sogar briefe geschrieben - alles ohne erfolg. und über die zeit hinweg hat es sich nun so eingebürgert, dass er alle paar wochen mal zu uns kommt oder wir manchmal für einen nachmittag zu ihm fahren. das verhältnis ist so natürlich nicht grade wie man sich ein vater-kind-verhältnis wünscht 🙁 aber das sagte ich ja alles bereits, dass ich es nicht ändern kann.
was zB. elternabende angeht oder auch feste etc. als sie noch im kindergarten war, ich habe ihm immer bescheid gesagt, aber er kam fast nie.
seit september letzten jahres ist sie in der schule und er hat es bis jetzt erst EIN mal geschafft in die schule zu kommen.
im moment ist es so, dass ich kaum noch lust dazu habe, ihn anzurufen und ihm irgendwas mitzuteilen, weil ich den eindruck habe, dass ihn das garnicht interessiert. er vergisst es auch immer wieder. er fragt auch nichts. da habe ich keine lust mich und meine tochter ihm aufzudrängeln.
was mir auch sorgen macht, da wir ja gemeinsames sorgerecht haben, hat er ja das recht mir in so einiges "reinzureden" - was von meiner seite aus aber einfach nur noch ausnutzen der rechte ist. er sorgt sich nciht um sie, würde mir aber am liebsten alles vorschreiben, was ich zu tun und zu lassen habe.
aber ich habe angst alleiniges sorgerecht zu beantragen, ich habe angst dass das riesenstress gibt, den die kleine dann auch noch mitbekommt.
er schafft es übrigens auch mich vor der kleinen anzubrüllen und dann vor lauter wut und verzweiflung einfach wegzugehen ohne der kleinen tschüss zu sagen ohne alles.

wie schon gesagt, es gibt nichts mehr, was ich tun kann - ich muß es so lassen, ich kann ihn nicht zwingen.
es macht mich so traurig und wütend 🙁


AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 13:22
 mel
(@mel)

hi unbekannt,
alles nicht so einfach, bin ich allerdings auch nicht.
so nun habe ich die erfahrungen gemacht, dass vielle kiddis vom KV viele geschenke haben wollen.
nach meiner meinung liegt der fehler schon bei erziehungsberechtigten person.
meine kiddis wollen jedesmal geschenke haben ob am telefon oder bei den besuchs- WE.

was soll man als KV davon halten, entweder man kauft oder man verliert das kind. so denken viele KV´s habe ich allerdings auch gemacht.
desweiteren halte ich dich nach deinen schreiben für sehr abgebrüht.
bsp: :gunman: ich hasse diese KM`s die immer nur von meinem kind schreiben und reden, diese sind für mich der reinste abschaum!!!!

ich lese in deinen schreiben einen reinen hass auf den KV auch wenn du ihn nicht direkt äusserst.

bei solchen KM`s sind es immer die KV´s vielleicht solltest :phantom: du auch mal überlegen wie offfffffffffffffffft du den KV und dass kind benutzt hat und schreibe nicht, das hast du nie gemacht.
so nun bin ich mal gespannt was kommt.
mel


AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 16:07
(@Unbekannt)

ich weiß, dass es viele kinder gibt, die ständig sachen vom getrennt lebenden/geschiedenen elternteil haben wollen - es ist ja auch logisch. ich sage ja auch nichts dagegen, dass die sachen gekauft werden - was ich kritisiert habe, ist dass sich der kontakt lediglich aufs geschenke kaufen beschränkt. ich glaube nicht dass mein sein kind verliert, bloß weil man nicht ständig geschenke kauft - das ist ja das was ich sagte: liebe kann man eben nicht kaufen.
warum ich ständig MEIN kind geschrieben habe, habe ich in dem text erwähnt - ich wiederhole den traurigen grund für dich aber gerne nochmal: UNSER kind existiert leider nicht mehr, es ist nur noch mein kind. ich finde es bedenklich, dass du mich als abschaum und abgebrüht bezeichnest - woher diese vorurteile? man kann seine meinung sagen, aber muß man gleich beleidigend werden?
der rest: dass ich den KV hasse und dass ich mein kind und ihn benutzt hätte ist ebenso reine unterstellung. wenn ich ihn hassen würde, würde ich mich nicht die ganzen jahre schon abmühen, damit er das verhältnis zu der kleinen irgendwie auf die reihe bekommt. ich erwähnte im eingangstext bereits, dass ich ihm immer entgegengekommen bin und immer alles abgesagt und verschoben habe, weil er auf den letzten drücker die kleine sehen wollte.

ich frage mich wo du den hass liest?

ich bin nur traurig, dass alles so ist, wie es ist. es tut weh zu sehen dass sich die kleine ihren papa wünscht, er aber nicht bereit ist(gründe einige genannt) sich damit auseinanderzusetzen.


AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 16:23
(@Unbekannt)

danke, deep thought :)
es tut schon weh als abschaum und als abgebrüht bezeichnet zu werden. genau wegen solchen beiträgen habe ich lange gezögert meine geschichte überhaupt hier reinzustellen.


AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 16:30
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Unbekannt,

ich entnehme deinem Beitrag ausschließlich die Sorge um das Kind. Ich entdecke berechtigten Frust und auch Ohnmacht bei dir.

Ich denke, mel wird in angemessener Form sein Anliegen darstellen!

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 16:35
(@Unbekannt)

genau so ist es. ich habe so lange versucht das verhältnis hinzubekommen, deswegen bin ich jetzt frustriert und muß einsehen, dass ich nichts mehr machen kann, was dann die ohnmacht hervorruft.
was mel dazu zu sagen hat, würde mich auch interessieren, ich bin immer offen für konstruktive kritik - aber beleidigungen und unterstellungen müssen nicht sein.

ich glaube ich werde mich doch mal registrieren.


AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 16:40




 mel
(@mel)

hi unbekannt,
ich bin gerne mal der " wilde " user.
gerade bei neuen usern die " nur " mein kind schreiben und den KV angreifen bin ich sehr vorsichtig, ich glaube dass du es auch so verstanden hast.
ich habe dich nicht als abschaum bezeichnet sondern die KM`s die nur von meinem kind schreiben und reden.

:red: deine antwort zeigt mir allerdings dass es dir wirklich um euer kind geht und nun bin ich auch mit rat und tat dabei dir zu helfen.

ich habe einen vorteil, meine jetzige frau ist auch ein scheidungskind, sie hatte sehr wenig kontakt zur mutter, nicht durch den vater sondern der anhängigen familie.
wir erarbeiten jetzt seit fast 4 jahren eine mutter - tochter beziehung.

wenn du hilfe brauchst auch per telefon stehe ich dir zur verfügung.
also sei mir nicht böse
:redhead: mel


AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 17:11
(@helga1978)
Schon was gesagt Registriert

hallo nochmal - jetzt hab ich mich ja registriert wie du bereits festgestellt hast.
es ist okay, dass man vorsichtig bei neuen usern ist, schließlich weiß man nicht viel über den anderen. aber grade deshalb sollte man auch vorsichtig mit (vor)-urteilen sein. selbst wenn eine frau/ein mann immer "mein kind" schreibt, sollte er/sie noch nicht in eine schublade gesteckt werden - erstmal nachfragen und warten was er/sie noch so zu sagen hat.
soviel dazu :red:

danke für die angebotene hilfe, aber ich glaube ich kann da wirklich nichts mehr ändern. ich muß es so akzeptieren.
aber es hilft, wenn man sich das mal von der seele schreiben kann.


AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 17:18
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Helga,

ist schön, wenn man jemandem mit Namen anschreiben kann, das macht's irgendwie leichter.

Dass es nicht hilft, den KV zu zwingen, haben wir erörtert. Für deine Tochter muss eine Verarbeitung erfolgen, denn ihr Frust ist, wenn auch nicht immer offensichtlich, genauso vorhanden.

In einem Fall hier auf vatersein hatte eine Userin ihrem Ex die 20 Wünsche der Scheidungskinder gemailt (im Downloadbereich) und es hat einen ersten Anflug von Erfolg gegeben. Vielleicht bewegt es auch bei deinem Ex etwas? Einen Versuch wäre es wert.

Für dich selbst ist es auch wichtig, deine Bemühungen zu notieren. Es wäre für dich und vor allem deine Tochter überhaupt nicht gut, später in Vorwürfe zu verfallen, du hättest nicht alles versucht. Es könnte sogar hilfreich sein, über das JA den Ex noch einmal kräftig "auf den Pott" zu setzen. Sollte er "beratungsresisdent" sein, gib ihm meine Tel-Nr. Ich glaube er braucht nur einen Schups weg aus der Konsum-Ecke hin in die Vater-Ecke.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 17:28
(@duldefrau)
Rege dabei Registriert

Hallo Helga,

einen Rat kann ich dir nicht geben, ausser vielleicht dem einen, zu versuchen deiner Tochter den nötigen Rückhalt und die nötige Geborgenheit zu geben, die ihr über den Verlust des Vaters hinweg helfen kann.

Ich schreibe jetzt, als wäre es schon endgültig, was ja gar nicht sein muß.
Möchte dazu die Geschichte einer Freundin erzählen. Sie trennte sich vom Vater des gemeinsamen Sohnes als der drei Jahre alt war. Der Vater trank, trieb sich auf Rockerfeten herum, bei denen es ausschliesslich um Raufereien und Saufen ging. Durch die Trinkerei verlor er seinen Job, die Schulden waren ohnehin schon in unermessliche Höhen gestiegen. Meine Freundin musste direkt nach dem Mutterschutz wieder vollzeit arbeiten. Anstatt sich nun als arbeitsloser mehr um das Kind zu kümmern, trank er nur noch mehr. Es war eine eklige Trennung, sie hat über ein Jahr gebraucht diesen Entschluß zu fassen, und mehrere weitere Jahre um tatsächlich darüber hinweg zu kommen. Anfangs brachte sie den Sohn noch regelmässig zum Vater, zumal auch die Oma, an der der Kleine sehr hing im selben Haus wohne. Doch immer öfter war der Herr Papa gar nicht da zum vereinbarten Zeitpunkt. Später rief er dann von sich aus an, sie bräuchte das Kind gar nicht bringen, er hätte keine Lust drauf. Irgendwann lernte er dann eine neue Frau kennen, die von ihm dann auch ein Kind bekam. Das war der Zeitpunkt, als der KV den Kontakt zu seinem Sohn völlig abbrach. Anfangs durfte er noch in unregelmässigen Abständen zu Besuch kommen, das Kind wollte die Besuche dann aber bald selbst nicht mehr, da die neue Frau ihn nur schimpfte und sogar schlug. Am 8. Geburtstag weinte das Kind, weil ihm sein Vater nicht einmal zum Geburtstag gratulierte. Das Kind selbst rief an und fragte, ob der Vater seinen Geburtstag vergessen hätte. Der meinte nur - hey, ich bin gerade beim Abendessen, ich ruf dich in 10 Minuten wieder an. Auf diesen Anruf wartet er heute noch. Inzwischen ist er 12 Jahre alt. Er hat gelernt damit zu leben. Es waren schwierige und leidvolle Jahre. Inzwischen ist er so weit, dass er akzeptiert hat, dass sein Erzeuger (sorry, aber ein anderes Wort fällt mir für diesen Mann nicht ein) kein Interesse mehr an ihm hat.

Daher frage ich mich, ob es ihn einem solchen Fall tatsächlich sinnvoll ist, alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit noch eine vernüftige Vater-Kind Beziehung herzustellen ist, oder lieber das Kind so zu stärken, dass es über den Verlust hinweg kommen kann.


Was man nicht bespricht, das bedenkt man auch nicht recht.
Johann Wolfgang von Goethe

AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2004 20:16
 mel
(@mel)

hi helga,
es gibt bestimmt noch einige sachen die du unternehmen kannst selbst wenn du keine kraft mehr hast.
denke an dass kind, vielleicht wird es später auf dich zu kommen und sagen: mama warum hast du nicht allles versucht?!?

schreibst du ein tagebuch?
nimmst du telefonate und gespräche mit dem ex auf?
mel


AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2004 14:59
(@sanny)
Schon was gesagt Registriert

Hallo

Wie soll man einen Kind so den Rücken stärken, das es darüber hinweg kommt? Ist schon ziemlich hart oder? Wenn jemand so wenig Interesse an seinen Kind besitz. Aber ich kann Helga verstehen, das sie irgendwann aufgibt, wenn man nie ein positive Rückantwort des Vaters erhält, tut es sehr weh immer weiter zu machen.

Ich finde das viele Väter sich mit Geschenken reinwaschen wollen.

Sanny


AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2004 16:06
(@sterntaler)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Helga,
ich kann Deine Enttäuschung verstehen, auch besonders das Du nicht "unser", sondern "mein" Kind sagst. Ich denke Du sprichst für viele Mütter. Das soll jetzt nicht heissen, dass alle Väter schlecht sind!!! Aber oft ist es genau so wie Du es beschreibst.
Ich/Wir haben eine 4-jährige Tochter, die seit der Trennung im September, auch immer nur mit Geschenken vom KV ruhig gehalten wird. Sie sagt selbst, dass sie nur wegen der Geschenke zum KV will! Ich finde sowas traurig!
Das wichtigste Geschenk, was Eltern an die Kinder weitergeben können, ist viel Liebe. Es wäre schön, wenn sich das alle Eltern, egal ob Vater oder Mutter, zu Herzen nehmen und auch versuchen zu leben. Wie sollen unsere Kinder mal ihren Kindern Liebe schenken, wenn sie nicht einmal wissen was das ist.

Ich wünsche allen Eltern, dass sie erkennen, was wirklich im Sinne des Kindes/der Kinder ist, damit es unsern Kindern gutgeht.

Marita


Nur wer gegen den Strom schwimmt wird die Quelle erreichen.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2004 18:05
(@duldefrau)
Rege dabei Registriert

Wie soll man einen Kind so den Rücken stärken, das es darüber hinweg kommt? Ist schon ziemlich hart oder? Wenn jemand so wenig Interesse an seinen Kind besitz.

Natürlich ist das furchtbar hart und es klappt auch nicht wirklich mit dem Rücken stärken, jedenfalls nicht immer. Meine Freundin, bwz. ihr Sohn hatte das Glück in einer sehr liebevollen Tagesfamilie unterzukommen, in der der männliche Part viel kompensieren konnte. Den Vater wird er niemals ersetzen, das ist klar, dafür hatte der Junge schon viel zu viel Beziehung zu seinem leiblichen Vater aufgebaut.

Mit Rücken stärken meine ich viel mehr, dass es dem Kind immer und immer wieder klar gemacht werden muss, dass die Ablehnung nicht in seiner Person liegt. Das ist sicher von Fall zu Fall völlig unterschiedlich und kommt auf die einzelnen Erwachsenen und auf das Kind an.

Das Tagebuch ist sicher eine gute Idee zu deiner eigenen Beruhigung. Ich würde es aber auf keinen Fall die Kleine merken lassen, sonst muss sie ja noch mehr über ihre blöde Situation nachdenken.


Was man nicht bespricht, das bedenkt man auch nicht recht.
Johann Wolfgang von Goethe

AntwortZitat
Geschrieben : 14.02.2004 21:06
(@helga1978)
Schon was gesagt Registriert

danke für eure vielen antworten :)

deep thought, ich habe ihm die liste per mail geschickt, es kam ein satz zurück: "ich habs zur kenntnis genommen." weiß nicht ob ich das jetzt positiv oder negativ sehen soll.
meinst du/meint ihr denn, ich solle beim jugendamt mal so ein beratungsgespräch führen und ihn dazu einladen lassen? denn dann habe ich (in meinen augen) wirklich endgültig alles versucht.
an duldefrau: die geschichte, die du erzählt hast, ist schlimm, eigentlich kann ich ja da noch froh sein, dass ihr vater nicht ganz so arg ist. wenn er so wäre, würde ich auch nicht so lange versuchen einen vernünftigen, geregelten kontakt herzustellen, das ist klar.
und wegen dem tagebuch schreiben und so, dass sie es nicht merkt, damit sie nicht noch mehr über ihre blöde situation nachdenken muß - ich weiß nicht, ich glaube die "blöde situation" ist ihr noch garnicht wirklich bewusst. wie ich schon erwähnt hatte, sie idealisiert ihren papa noch, sie weiß ja nicht, dass andere papas viel mehr für ihre kinder tun. sie hört nur manchmal von ihren freundinnen, wie andere papas so sind. trotzdem würde sie ihn im moment nur verteidigen und niemals was schlechtes über ihn denken.

@mel: tagebuch schreibe ich eh, wenn auch nicht speziell dafür, aber da steht auch so einiges über ihn mit drin. gespräche mit ihm aufzeichnen finde ich jedoch etwas übertrieben. ich glaube fest daran, dass meine tochter mir so viel vertraut, dass sie mir auch später glauben wird, wenn ich ihr von "früher" erzähle. das weiter-versuchen hat bei mir auch nichts mit keine kraft mehr haben zu tun, sondern eher mit gedanken daran, was das noch für einen sinn haben soll. ich dränge ihm so sachen auf, die ihn garnicht interessieren und die ins eine ohr reingehen und zum anderen wieder raus. das ist das ding.

und ich glaube auch, dass es vielen elternteilen so geht wie mir, ob jetzt männlich oder weiblich. es ist eine schande, wie manche mit ihrer mutterschaft/vaterschaft umgehen - aus welchen gründen auch immer - es gibt immer hilfemöglichkeiten und auswege aus scheinbar verfahrenen situationen.
morgen kommt er mal wieder zu besuch, ich bin gespannt wie es ablaufen wird. die kleine freut sich natürlich.


AntwortZitat
Geschrieben : 15.02.2004 14:10
(@sermon)

Manchmal gibt es aber keine Hilfemöglichkeiten, oder Auswege mehr, so schlimm das klingen mag, aber es kann eben auch sein.
Es an dem Menschen festmachen zu wollen ist fatal, es gibt Umstände die nur diejenigen begreifen können ( wenn dann ), -... diejenigen als `Schande `hinstellen zu wollen ist masslos überzogen.

Red da aber nicht von mir, nur so zur Allgemeinheit.


AntwortZitat
Geschrieben : 15.02.2004 20:29




Seite 1 / 2