Hallo zusammen. Bin seit längerem immer wieder auf dieser Seite um für mich Erkenntnisse zu gewinnen. Hat auch Dank klarer Worte oder einfühlsamer Erläuterungen zu ähnlich gearteten Problemen anderer ganz gut funktioniert. Aber nun bin ich an einem Punkt, der mich wieder ins Stocken bringt.
Weiß nicht, ob die Vorgeschichte viel Sinn macht, aber kann ja nicht schaden: 38 J, verheiratet ( 6J, 12J zusammenlebend ), zwei Kinder ( 3 J ), Beziehung zu anderer Partnerin ( 1J ), 6 M mit neuer Partnerin zusammenlebend. Ständige Zweifel, insbesondere bezogen aber auch viel projiziert auf die Kinder. Seit 2 Monaten „lebe“ ich alleine um diese besch...eidene Situation ( vor allem für die wartenden Beteiligten und gegenüber den Kindern ) endlich durch Klärung meiner Bedürfnisse und Ziele zu beenden.
Das glaubte ich –auch wenn es so lange gedauert hat– endlich geschafft zu haben. Ist nämlich nicht einfach wenn man bisher geglaubt hat alles ist OK. Unerhofft tritt plötzlich jemand in dein Leben der Dich die Grundlagen deiner Beziehung überdenken läßt weil Dir weitere aufgezeigt werden.
Nun gut, habe meine Ziele definiert und für mich bereits einen Weg ausgewählt. Es ist mir in verschiedenen Posts oft aufgefallen, daß andere Menschen nach dieser Art Entscheidung weiterhin zweifeln und die getroffene Entscheidung zum Leiden aller wieder umkehren. Das möchte ich auf jeden Fall vermeiden und bin deshalb weiterhin noch dabei, mögliche negative Konsequenzen zumindest vorab zu erkennen. Weiterhin lese ich alle möglichen Seiten über Partnerschaft, Liebe ....usw. Deshalb, weil ich mich offensichtlich mit dem Thema Beziehung bisher gar nicht richtig auseinander gesetzt habe.
Lange Rede, kurzer Sinn: Hier nun meine Frage(n): Mir ist der folgende „Tip / Partnerschaft“ aufgefallen, der meine bisherigen Überlegungen und Erkenntnisse aber absolut in Frage stellen würde:
„Äußere unerfüllte Bedürfnisse und Wünsche an die Beziehung, sobald Du sie empfindest; nur so kann vermieden werden, daß sich Frust anhäuft. Jeder hat ein Recht auf seine Bedürfnisse - allerdings nicht auf deren Erfüllung!“
Bis auf den letzten Gedankenstrich: alles klar. Kein Recht auf Erfüllung meiner Bedürfnisse? Das ist aber harter Tobak. Wie ist Eure Meinung dazu?
Habe bereits einen Termin bei einer Psychologin ( über meine Ehefrau ). Ich habe mich insofern darauf vorbereitet, daß ich die Situation versucht habe zu analysieren und daraufhin die Lösung für mich gefunden habe. Bitte um Eure Erfahrungen, ob diese Gespräche eher als EheZUratung ablaufen oder plötzlich noch vollkommen andere Gesichtspunkte aufgezeigt werden. ( Trotzdem ich weiß, daß das normalerweise nur gut sein kann, aber was ist schon normal? Ja, ich habe Angst davor ).
Danke
Moin Woofer,
deine Situation klingt für mich soweit geklärt. Wegen des Gespräches mach dir keinen Kopf. Es wird sicherlich ein klärendes Gespräch, kein beeinflussendes.
Kein Recht auf Erfüllung meiner Bedürfnisse? Das ist aber harter Tobak.
Naja, nehmen wir mal an, dein Bedürfnis ist es, jeden Tag Badminton zu spielen. Klar, geht nicht. Also muss ein Kompromiss gefunden werden. Das ließe sich in jede beliebige Richtung weiter denken. Wenn hingegen keiner die Bedürfnisse des anderen kennt, sind die Probleme vorprogrammiert.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
