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Eine wahre Geschichte...

 
(@joeran)
Schon was gesagt Registriert

Hallo liebe Foren-Mitglieder,

da ich mich in der gleichen Situation befinde, wie wahrscheinlich die meisten hier, möchte ich an dieser Stelle kurz was zu meiner Person loswerden und wenn Ihr Bock habt könnt Ihr Euch noch das "Protokoll einer Psychose" im Anschluss hierzu durchlesen, welches den geistigen Wandel meiner Ex-Verlobten und Mutter meines süßen Sohnes J. betrifft.

Zu meiner Person: Ich bin lockere 33 Jahre und arbeite in B. bei einem großen ... in leitender Position. Bis zum 11. März hatte ich noch in L. bei meiner damaligen Familie gelebt, bis mir meine Ex eröffnete, Sie habe sich taktisch von unserer Beziehung in die nächste geschummelt. Diesmal ein (jetzt nicht lachen) von sich voll und ganz überzeugter "Geisterjäger" aus Österreich ist. Wer den Typen mal sehen will, der kann sich auf *gelöscht* mal das verlinkte YT-Vid ansehen. Der Typ mit Glatze ohne Zähne mit dem Richtmikro, dat isser....

Okay also gehts jetzt darum das meine Ex ja noch meinen Rechner besaß. Diesen holte ich mir natürlich und wertete diesen aus. Darin fand ich Protokolle welche belegen, das die Mutter meines Sohnes mit eben diesem nach Österreich zum Geisterjäger ziehen möchte. Zum Glück geht das nicht vor Ende Juni also habe ich noch etwas Zeit für ABR und dergleichen.

Rein wirtschaftlich und sozial stehe ich in der besseren Position aufgrund meiner riesigen Familie und auch mütterlicherseits befindet sich die ganze Verwandschaft in Leipzig. Jetzt würde natürlich jeder erwarten, dass hier logisch zum Wohle des Kindes entschieden wird, was ja dann wohl einem Aufenthalt in DE entsprechen müsste. Aber man kann nie wissen und ich denke das mit meine Ex aus den Fehlern in meiner Vergangenheit (Alkohol und Kiffen - aufgrund der Krankheit meiner Ex) einen Strick drehen wird.

Ergo macht man sich ja schon so seine Gedanken. Ich hoffe hier in diesem Forum Gleichgesinnte und Mitleidende zu finden. Vieleicht bin ich auch einer der wenigen, welche hier in einigen Wochen Ihre Erfolgsgeschichte niederschreiben. Wer weiss. Ich würde jedenfalls über regen Ausstausch freuen und Grüße damit Euch alle einfach mal ganz herzlich.

Nun zu dem was mich die letzten sieben oder acht? weiss nicht mehr Jahre begeleitet und belastet hat, aber lest selbst.

..::Protokoll einer Psychose::..

Zeitraum: 2002-2003

Direkt nach ca. 1-2 Monaten Beziehung zu Frau S. begannen die folgenden Symptome sich deutlich bei Frau S. abzuzeichnen:

Es begann alles, nachdem Frau S. mir die Geschichte ihrer angeblichen Vergewaltigung mit 14 Jahren beschrieb. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles in bester Ordnung und bei Frau S. waren keine Anzeichen einer zerütteten Vergangenheit zu erkennen. Jedoch begann Frau S. kurz nachdem sie mir die Vergewaltigung schriftlich! schilderte, einen unruhigen Schlaf zu führen. Diesem folgten offensichtlich Albträume in welchen Frau S. um sich schlug und schrie. Solange bis sie geweckt wurde. Dies spielte sich ca. 6 Monate nahezu jede Nacht ab.
Anschliessend begann Frau S. in Stresssituationen oder auch allen anderen, Frau S. unangenehmen Momenten, augenblicklich in Ohnmacht zu fallen. Interessanter Weise fiel Frau S. immer genau so das keine Verletzungen auftraten.

Einmal stürzte Frau S. sogar exakt zwischen Bett und Kleiderschrank ohne sich zu verletzen, was mich schwer verwunderte, da dies entgegen jeglicher Logik völlig unmöglich gewesen wäre. (links und rechts jeweils nur 2-3 cm Platz zwischen Frau S. und den Möbeln...). Nach Rücksprache mit dem Ex-Freund, Benny B., hat dieser mir gegenüber bestätigt, dass es sich hierbei durchaus um Schauspielerrei handelt bze. handeln könnte und er dies ebenfalls kennt.

Zeitraum 2003-2005

Nach dem Umzug von R. nach F. geschahen unter anderem die folgenden Dinge:

Bei einem Streit zu späterer Stunde wurde Frau S. gewalttätig und versuchte mich mithilfe beider Hände rückwärts in Richtung des Balkons zu stoßen. Glücklicherweise befand sich hinter mir eine kleine Stufe an welcher ich stolperte und mich festhalten konnte. Andererseits wäre ich vermutlich über meine viel zu niedrige Balkonbrüstung gestürzt und drei Stockwerke tief gefallen.
Der Streit setzte sich daraufhin fort und Frau S. begann wahllos Teller und Tassen in der Küche an die Wände zu werfen. Anschliessend griff Frau S. zu einem großen Brotmesser und setzte sich dieses mit der Spitze zu sich zeigend auf die Brust. Ich konnte den Suizid Versuch gerade noch verhindern. Damit war diese Situation beendet.

Während ich dienstlich für die *Firma* in H. tätig war, rief Frau S. mich an und erzähte mir, sie sei auf der Strecke M. - F. von mehreren Männern gleichzeitig in einem Abteil des Intercity Express bedrängt worden. Unter anderem sollen die Mitreisenden den Kopf von Frau S. in Richtung der Genitalien bewegt haben. Die Folge war ein sofortiger Abbruch der Dienstreise meinerseits was mich zusätzlich in Erklärungsnöte gegenüber meines damaligen Arbeitsgebers brachte. Die *Firma* zweifelte an der Geschichte. Ich persönlich als regelmäßiger Reisender konnte Frau S. die Geschichte auch nur schwer abnehmen.

Einige Monate später setzte Frau S. ohne mein Wissen die Verhütungsmittel ab woraufhin Frau S. schwanger wurde. In dieser Phase begannen erneut schwere Depressionen und fast täglich wurden Tränen vergossen. Die Gründe hierfür entzogen sich oft meiner Kenntniss da Frau S. sich damit sehr bedeckt hielt. Bereits vor der Schwangerschaft riet ich Frau S. zu einer psychatrischen Behandlung. Es kam auch tatsächlich zu einer einzigen Sitzung mit einer bezaubernden Therapeutin im Zentrum von F. Leider verstarb ein Familienmitglied der Ärztin womit diese nicht in der Lage war die Behandlung fortzuführen. Eine anderer Person kam für Frau S. nicht in Frage. Daher wurde die Behandlung seitens Frau S. eingestellt.
Auf meine Bitte hin, sich selbst einen neuen behandelnden Therapeuten zu suchen, wurde nicht reagiert. Jedoch wurde das Thema meinerseits immer wieder erfolglos zur Sprache gebracht.

Nach der Geburt von J., diesmal gepaart mit schwangerschaftsbedingten Depressionen begann die Phase in welcher Frau S. sich in ihrem Körper unwohl fühlte und damit begann, alle erdenklichen Methoden und Diäten mit dem Ziel des Abnehmens zu verfolgen.

Es wurden ohne mein Wissen teure Fettburner und ähnliche Präparate bestellt und konsumiert. Hier fing ebenso die Phase der intransparenten Finanzprobleme, verursacht durch offensichtliche Unterschlagung von Beträgen auf dem Gemeinschaftskonto, an. Mir unbekannte Bestellungen fielen erst Wochen später auf, als Mahnschreiben und Vollstreckungsbescheide eingereicht wurden. Wieviele Mahnschreiben hiervon unterschlagen/versteckt oder vernichtet wurden entzieht sich ebenso meiner Kenntniss.

Bereits zu diesem Zeitpunkt began Frau S. von möglichen Geistererscheinungen in der Wohnung zu sprechen. Ebenso beteuerte Frau S. das die Gläser in der Wandvitrine sich bewegten. Frau S. veränderte sich mehr und mehr und ich bekam das Gefühl es mit mindestens drei verschiedenen Personen in Einer zu tun zu haben.

Die eine Person war "mein Krümel", so wie ich sie anfangs kennen lernte. Lustig, offenherzig und treu.
Die zweite Person zeigte sich fortan in Streitsituationen und war nicht abgeneigt laut zu schreien oder auch Sachen zu beschädigen.
Die dritte Person von Frau S. ist eben "Frau S." welche egozentrisch, strikt auf sich selbst bezogen und ohne Rücksicht auf andere (Familienmitglieder) agiert.

Dies war zeitgleich der Moment in welchem ich diese ganzen Belastungen und Streitereien nicht mehr aushielt, über Trennung nachdachte aber aufgrund des Jungen diese nicht übers Herz brachte. Ich begann meine Sorgen in Alkohol und dem Rauchen von Marijuahna zu betäuben und mich meiner Arbeit und der Zukunftsplanung zu widmen.

2005-2011

Zwischenzeitlich in L. wohnhaft, war (wie immer) Anfangs alles in bester Ordnung und ich hatte das Gefühl das Frau S. wieder frischen Mut gefasst und Ausgeglichenheit erlangt habe... Ein großer Irrtum wie sich kurz darauf zeigte. Frau S. ständiges Bemängeln des eigenen Körpergewichts wurde stetig stärker. Es wurde ein teurer Crosstrainer gekauft und niemals benutzt. Es wurde eine Nintendo Wii mit Fitness Spiel gekauft und nie benutzt.

Frau S. führte eine Ernährung auf Basis von Eiweis-Shakes ein. Diese Phase dauerte ca. 4-12 Wochen. Bereits im Jahr 2009/2010 wurderte ich mich regelmäßig darüber das Frau S. nur äusserst spartanisch Nahrungsmittel einkaufte. Es wurde grundsätzlich jeden Tag eingekauft und jedesmal genau die Menge welche nötig war um J. sein Essen zuzubereiten.
Eine Kontrolle der Finanzen wurde mir immer weiter erschwert da Kontoauszüge ebenso verschwanden wie meine Service-Karte der L. Sparkasse zweimal! in unserer gemeinsamen Wohnung.

Gegen Anfang 2010 beklagten wir jeden Monat ein erhebliches finanzielles Defizit obwohl das monatliche Einkommen von Frau S. und mir zuzüglich des Kindergeldes dem Betrag von 2.600 Euro entsprach. Frau S. unterdessen befasste sich nun intensiv mit der Thematik der Geistererscheinungen oder wie sie behauptet der fachliche Begriff: "Feinstoffliche".
Die Thematik began immer mehr Besitz von Frau S. einzunehmen und Frau S. begann auch in dieser Wohnung geisterhafte Erscheinungen zu "sehen". Oder auch "schwarze Männer". Der zweite Flur der Wohnung beinhaltet laut ihrer Aussage ebenfalls einen Geist.

Besucher wurden selten bis nie zu Frau S. und mir eingeladen. Kontaktanfragen unserer lieben Nachbarin, welche ebenfalls einen kleinen Sohn namens Anton besitzt wurden von Frau S. rigeros abgeblockt. Besuch von anderen Freunden aus dem Kindergarten von J. wurde ebenfalls nicht gestattet. Auf einen beständigen Freundeskreis kann Frau S., bis auf unseren gemeinsamen Freund B., nicht zurückblicken.
Frau S. soziale Kontakte fluktuierten immer stärker und sie zog sich immer weiter in die Welt der Geister und das Forum der "*gelöscht*" zurück.

Während einer anderen Diskussion, in welcher ich den stetig leeren Kühlschrank bemängelte, offenbarte mir Frau S. sie leide an einer Essstörung / Bulemie. Sie schilderte mir sehr detailiert den Ablauf sprich das Einkaufen von übermäßig vielen Nahrungsmitteln, der anschliessenden Zubereitung, dem Verzehr mit dem anschliessenden Gang auf die Toilette. Lt. Frau S. hatte sie täglich einen dieser wie sie selber sagte: "Fressanfälle".  Kurz zum Umfang der Nahrung nach Aussage von Frau S: Drei Packungen Miracoli, Joghurts und mehrere Sandwiches auf einmal wäre kein Problem laut ihrer Aussage.

Die Situation begann erneut sich zuzuspitzen. Der Höhepunkt des Ganzen war der Tag, an welchem Sie meinen Sohn J. schlug. Nur einmal zum Glück in Form einer sog. Backpfeife, jedoch stark genug, dass selbst ich erschrak und direkt J. tröstete. Frau S. rannte (wie immer in Spannungssituationen) hinaus, knallte die Tür zu und brach widerholt in Tränen aus.

Weiterhin wurden wieder die Verhütungsmittel ohne mein Mitwissen abgesetzt. Die Folge war eine erneute Schwangerschaft, welche abgebrochen wurde. Das gleiche widerholte sich im Januar diesen Jahres mit einer dritten Schwangerschaft, welche ebenso abgebrochen wurde. Frau S. behauptete inständig das die Verhütungsmittel nicht funktionieren würden.

Inzwischen hatte Frau S. auch ein Treffen mit dem o.g. Verein der *gelöscht* beigewohnt und sprach fortan nur noch von Themen wie: Friedhof der Namenlosen (kurz FDN), Paranormal Investigations (kurz PI), Mystical Locations (kurz ML) oder eben Dark Shaddow (kurz DS) (richtiger Name: *gelöscht*) welcher den Leiter des Forums darstellt.

Wichtige Termine wie eine nicht vermeidbare Beschneidung von J. oder ein angesetzer Termin beim Logopäden wurden meines Wissens bis heute nicht durchgeführt. Es dreht sich bei Frau S. alles nur um sie selbst, Geister und den Verein der *gelöscht*.

Am 04. März flog Frau S. ein weiteres Mal nach Wien zu einem Vereinstreffen. Die Frau welche zurück kam war nicht mehr die, in welche ich mich damals verliebte. Ich erkenne diese Frau nicht wieder.

Zusammengefasst erlebte ich an Frau S. die folgenden Symptome:

- Starke, immer wieder kehrende Depressionen
- Eigens versuchter Suizid
- Borderline Syndrom
- Bulemie / Essstörung
- Persönlichkeitsschwankungen mit Gefahr von Gewaltausübung (auch gegenüber dem Kind!!!)
- ständige Flucht in die eigene Traumwelt
- Lustlosigkeit (Schwänzen der Ausbildung etc...)
- permanentes, übertriebenes Verlangen nach Aufmerksamkeit und Fürsorge

Noch zum Schluss: täglich anfallende Notwendigkeiten wie das Bearbeiten von Behördenbriefen oder auch das normale Führen des Schriftverkehrs mit Ämtern, Inkassobüros etc. pp. wird gar nicht oder nur bei Erscheinen von Gerichtsvollziehern in Augenschein genommen. Grundsätzlich neigt Frau S. dazu gegen Mitte des Monats das komplette Konto zu leeren und das Geld in bar mit sich zu führen.

So Ihr lieben. Jetzt seid Ihr im Bilde. Den obigen Text habe ich an meine Anwältin übergeben. Zuzüglich privater Dokumente meiner Ex, wo sie selbst ihre Psychosen beschreibt. Mit eigenen Worten und sehr detailiert.

Ich möchte mir nichts vor machen. Aber wenn jemand von Euch hierbei bereits ein Bauchgefühl bezüglich meiner Chancen hat, das ABR zu erlangen, so möge er sich gerne ausführlich hier äussern.

Danke fürs mitlesen bzw. zuhören.

Liebe Grüße,

Jöran


Anm.: Bitte Forenregeln beachten (Nr. 2)!


"Der hat auch nicht mehr Gripps als ein Spatz Fleisch an der Kniescheibe"

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 20.04.2011 20:02
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

MoinJöran,

irgendwie liest sich Deine Geschichte wie "die hat mich seit Jahren verarscht, aber ich hab's gleich gemerkt". Immerhin hat der "Dachschaden" Deiner Ex Dich nicht gehindert, Dich mit ihr gemeinsam fortzupflanzen und viele Jahre lang mit ihr zusammenzuleben. Da ist es sowohl argumentativ wie auch juristisch schwierig, jetzt genau das gegen die Ex einzuwenden, was Dich seit Jahren nicht gestört hat. Zumindest nicht so, dass Du diese Beziehung beendet und Euer Kind "gerettet" hättest. Und auch nicht so, dass Du jedes Mal Kondome benutzt hättest.

Wir haben in Deutschland Glaubensfreiheit; jeder darf also den grössten Unsinn glauben. Wenn man allen Leuten die Kinder wegnehmen wollte, die an irgendwelche Geister oder sonstige "feinstoffliche Erscheinungen" glauben, wäre dieses Land vermutlich voller Kinderheime. Ein Grund, einen "Gläubigen" von der Kindererziehung auszuschliessen, erwächst daraus jedenfalls nicht; zumindest, solange daraus keine belegbare Kindeswohlgefährdung resultiert.

Die in Trennungssituationen zu findenden Lösungen sollten zunächst einmal gemeinsame sein. Der Versuch, Euer gemeinsames Kind auf der Schiene "ich erzähl euch jetzt mal, was diese Frau für ein schrecklicher Mensch und was für eine schlechte Mutter sie ist" in Deinen Alleinbesitz zu bringen, wird vorhersehbar in die Hose gehen.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.04.2011 22:09
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Na, dann mal ein paar grundlegende Fragen:

Wie alt ist das Kind?

Seid ihr verheiratet?

Wenn nicht, hast du eine Urkunde, die das GSR mit der KM festlegt oder nur eine über die Vaterschatfsanerkennung?

Gruß Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 20.04.2011 23:17
(@wedi)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi

Soweit ich lesen konnte, ist das Kind 6-7 Jahre und da du nur von ''Verlobte'' schreibst, gibt es kein GSR.

Wenn dem so ist, hast du soviel Rechte an eurem Kind wie die Nachbarn zu denen deine Ex kein Kontakt wollte.

Ansonsten schliesse ich mich Martins Ausführungen an.

Trotzdem verstehe ich dich und fühle mit dir.

Gruss Wedi


AntwortZitat
Geschrieben : 20.04.2011 23:59
(@bagger1975)

Hallo Joeran,

mich interessieren bei dem mitgeteilten ellenlangen Darstellungen v.a. auch die Fragen, die @midnightwish gestellt hat.

Dies hier z.B.

da ich mich in der gleichen Situation befinde, wie wahrscheinlich die meisten hier,

stimmt überwiegend nicht und das hier:

Aber man kann nie wissen und ich denke das mit meine Ex aus den Fehlern in meiner Vergangenheit (Alkohol und Kiffen - aufgrund der Krankheit meiner Ex) einen Strick drehen wird.

ist ne reine Vermutung.

Wie wäre es denn, z.B. mit dem richtigen Hinweis von @brille anzufangen, der lautet:

Die in Trennungssituationen zu findenden Lösungen sollten zunächst einmal gemeinsame sein. Der Versuch, Euer gemeinsames Kind auf der Schiene "ich erzähl euch jetzt mal, was diese Frau für ein schrecklicher Mensch und was für eine schlechte Mutter sie ist" in Deinen Alleinbesitz zu bringen, wird vorhersehbar in die Hose gehen.

Deinen Mitteilungen lässt sich v.a. entnehmen, dass Du offensichtlich in voller Kenntnis der Tatsachen ein psychisches Wrack geschwängert hast und jetzt nicht mehr weiter weisst und hier Rat zum ABR erhalten willst, wobei das Verhalten einer uns unbekannten Person analytisch seziert werden soll und Du Dir hiervon etwas erwartest.

Das ist m.E. der falsche Weg! Wie ist denn der aktuelle regelmäßige Umgang zu Deinem Kind? Davon habe ich bislang nichts gelesen und es wäre schon wichtig zu wissen, wo der Lebensmittelpunkt bzw. die soziale Basis ist. Sollte diese bereits in Austria sein, dann "Servas"!

Viele Grüsse   


AntwortZitat
Geschrieben : 21.04.2011 02:03
(@debugged)
Nicht wegzudenken Registriert

Moin Joeran,

ich kann deinen Beschreibungen ein Stück weit aus eigenen Erfahrungen nachfühlen.
Wie Martin schon geschrieben hat, bringt der Versuch, sich im Nachhinein in ein
besseres Licht zu rücken, nichts in der Sache.

Eine oder mehrere psychische Erkrankungen eines Elternteils sind kein Garant, das dieser
sein Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht verliert. Das ist auch schon so in der
Rechtssprechung zu finden. Ausserdem braucht ein Kind beide Elternteile.

In meinem Fall wollte das JA jedenfalls nichts von meinen Befürchtungen im
Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung wissen. Das sei allein
Sache der Mutter.

Anstatt mit dem Anwalt auf meine Ex einzuschlagen, habe ich mich immer bemüht,
eine außergerichtliche Lösung (über Jugendamt) zu finden, die auch Freiheit und Flexibilität mit der Umgangsgestaltung
ermöglicht. Ausserdem werden die Kinder dann weniger belastet als durch einen
Rosenkrieg mit Advokaten. Mit dieser Schiene bin ich glücklicherweise gut gefahren bis jetzt und habe heute
ein relativ gutes Verhältnis zu meiner BaldEx, mit dem nötigen Respekt auf beiden Seiten (Augenhöhe).
Dabei beziehe ich mich ausschliesslich auf das Umgangs- und Sorgerecht. Andere "Baustellen" muss ich
(noch) außen vor lassen.

Ich würde mich aber im Ernstfall auch vor Gericht für meine Kinder schlagen. Dabei würde ich mich
aber auf die aktuellen Gegebenheiten stützen und keine uralten Kamellen auffahren.
Wie du selber geschrieben hast, hat man ja schliesslich auch ein paar Leichen im Keller.

Versuche am besten nicht, mit der Mutter eures Kindes gleich in den Ring zu steigen. Seht zu, das ihr
eine Einigung auf Augenhöhe erreicht. Sonst kann das zu einem jahrelangen Krieg ausarten.
Nimm jetzt erst mal ein bisschen Druck raus. Den Hammer rausholen kannst du immer noch.

Wie geht es eigentlich deinem Sohn?

Gruß, Debugged


Selten in der Geschichte hatten so viele so wenigen so viel zu verdanken. (Winston Churchill)

AntwortZitat
Geschrieben : 21.04.2011 11:49
 vj
(@_vj_)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,

Da J. mit 6-7 Jahren schon schulpflichtig ist, würde ein Umzug nach Österreich auch einen Schulwechsel und die Veränderung des kompletten Umfeldes von J. bedeuten.
Wie gehts J. in der Schule, mit sozialen Kontakten usw. - ev. auch an die KM mal die Frage stellen, ob es für den Jungen wirklich gut wäre, wenn er aus seinem gewohnten Umfeld rausgerissen wird...?

Grundsätzlich ist es immer wichtig, das Kindeswohl im Blick zu behalten und nicht nur mit gegenseitigen Vorwürfen zu arbeiten - wobei aber einige der Verhaltensweisen der KM (sollte sie so extrem sein, wie Du sie beschreibst) meiner Ansicht nach durchaus als kindeswohlgefährdend anzusehen sind.

lg
vj


Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)

AntwortZitat
Geschrieben : 21.04.2011 12:53