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(@emma2)
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...bin ich wohl mit meiner Geschichte. Vielleicht hilft es mir und anderen zu berichten. Viele Jahre geht dieser Streit und alles zu schreiben, was hier passiert, würde jeden Rahmen sprengen, daher versuche ich mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und dann eine Art laufenden Bericht zu schreiben. Vielleicht hilft es mir, manche Dinge klarer zu sehen oder zumindest auch mal "ablegen" zu können.
Mein Partner hat eine 9 jährige Tochter. Kurz vor dem dritten Geburtstag des Kindes hat sich die Mutter von ihm getrennt. Die beiden waren nicht verheiratet, es gibt ein gemeinsames Sorgerecht. Ab der Trennung fingen die Probleme erst richtig an. Anfangs war das Kind bei Mutter und Vater gleich viel. Mit jedem Gerichtsverfahren wurde die Zeit, die das Kind mit seinem Vater verbringen darf, immer weiter reduziert. Höhepunkt war zwei Jahre nach der Trennung, als die Kindsmutter dem Vater beschuldigt hat, das Kind sexuell zu missbrauchen. Per gerichtlicher Anordnung durfte er das Kind 8 Monate lang nicht sehen, bis der Vorwurf als nicht bestätigt aufgehoben wurde. In dieser Zeit haben wir uns kennengelernt, mittlerweile ist das fast 5 Jahre her. So die Vorgeschichte im Schnelldurchlauf.
Es vergeht keine Woche, wo mein Partner nicht eine Email der Kindsmutter bekommt, wo sie ihm droht ("Wenn du nicht folgendes machst, dann gehe ich eben zum Gericht") oder lügt. Selbstverständlich geht jede Email in Kopie ans Jugendamt. Nun steht der nächste Gerichtstermin an (ich müsste nachschauen, ob es der achte oder neunte ist, man verliert irgendwann den Überblick). Das Besuchsrecht (das Kind ist alle 2 Wochen bei uns am Wochenende und in den Ferien zur Hälfte), soll weiter eingeschränkt werden. Derzeit holt er die Kleine um 14 Uhr von der OGaTa ab, dies soll nun geändert werden auf 16 Uhr und zwar bei ihr Zuhause, damit sie kontrollieren kann, ob er nicht etwa 5 Minuten zu früh ist. Jedesmal wenn er das Kind bei ihr abholen muss (also z.B. in den Ferien), wartet er mindestens eine Viertelstunde vor der Tür, da sich das Kind komplett umziehen muss und nur in alten Anziehsachen zu uns darf. Außerdem möchte sie verhindern, dass "irgendwer" das Kind abholt. Neulich hat sein Bruder das Kind abgeholt, da er noch einen beruflichen Termin wahrnehmen musste. Die Kleine hat sich super gefreut, dass ihr Onkel sie abholt.
Dieses Kind muss so viel ertragen und ist dabei immer noch total lieb!
Wisst ihr, was ich am deprimierendsten finde?!? Diese Machtlosigkeit!!! Hier wird nachweislich gelogen, doch das hat keine Konsequenzen. Beim letzten Besuchswochenende erzählte uns das Kind, dass einer vom Jugendamt da war. "Mama hat ihm gesagt, dass sie am liebsten möchte, dass ich gar nicht mehr zu dir komme." Ich finde das so traurig. Wie kann man im Namen der Liebe seinem Kind das an tun? Wieviel Hass muss jemand in sich tragen, um den Menschen, den man am meisten liebt, so zu verletzen??? Und weder das Jugendamt noch das Gericht sagen Stop zu dazu... Ich verstehe das nicht!
Und manchmal schäme ich mich schon, selber eine Frau zu sein und das  Frauen in der Lage sind, so etwas zu machen....


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 09.11.2013 17:36
(@lottimaama)
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Hallo Emma

harte Geschichte....muss ich sagen...ich bin auch schon einige Zeit hier ... lese viel ... aber leider sind es nicht nur die Frauen die so reagieren ...

es stimmt dass es viele Frauen gibt die so verbittert sind...aber auch sehr viele Männer/Väter. Muss ich leider am eigenen Leib erfahren.

ich wünsche dir ganz viel Kraft für dich und deinem Partner und natürlich der Kleinen - nichts ist schlimmer wenn ein Kind in die Fronten gerät nur weil die Eltern getrennte Wege gehen wollen.

LG und alles Gute Lotti


AntwortZitat
Geschrieben : 09.11.2013 18:40
(@emma2)
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Hallo Lotti,
vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Leider gibt es viele zu viele solche Situation, von welcher Seite auch immer initiiert...
Da ich fest an Gerechtigkeit glaube (auch wenn es manchmal in dieser Situation echt schwer fällt), bin ich mir sicher, dass unabhängig von Gerichten und JA irgendwann die Situation kommen wird, wo auch die KM sich erklären muss, nämlich dann wenn die Kleine sie fragen wird:"Mama, warum hast du das alles gemacht?" und dieses Urteil wird stärker als jedes Gericht auf der Welt eins fällen könnte.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 09.11.2013 19:10
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Emma,

willkommen hier im Forum.

Von Deiner Beschreibung nach habt ihr die "hardcore"-Version davon, was wir hier als Kindsbesitzerin bezeichnen. Dafür braucht ihr schon eine Menge Beratung - wozu das Forum mit seinen vielen erfahrenen Mitgliedern sicher beitragen kann.

Der "Standart"-Tipp auch an Dich: Bitte motiviere Deinen Partner, sich hier auch anzumelden. Ja, wir kennen die zig Ausreden von "er geht nicht gern ins Internet / hält nichts von Foren / hat keine Zeit" schon zur Genüge, aber es ist zum großen Teil sein Problem, mit dem er sich aktiv auseinandersetzen muss und selber Hilfe einholen muss.

Positiv für Euch ist die Tatsache, dass in spätestens 4-5 Jahren die Tochter auch gerichtsfest selbst entscheiden kann, bei wem sie leben möchte. Bis dahin muss natürlich versucht werden, die oftmals bekannten Manipulationsversuche ("wenn Du nicht mehr zum Papa gehst, bekommst Du ein Pony / eine Playstation / ...") zu unterbinden. Bzw. dies zu versuchen.

Es ist auch müssig, die Gründe der KM zu erforschen. Hier kann es allein die Tatsache sein, dass sich Dein Partner für Dich entschieden hat und die KM Euch euer Glück nicht gönnt. Bzw. auch Machtstreben etc. Gruß Ingo

P.S. Bitte nicht zu sehr der "Mama, warum hast Du das gemacht" Schiene verfallen. Hier im Forum haben schon viele Väter die Erfahrung gemacht, dass z.B. das Bereithalten von Gerichtsunterlagen (um dem Kind zu beweisen, wie böse der andere Elternteil doch war) nichts bringt. Eine geschickte Kindsbesitzerin kann durch Manipulation (gerade in der Pubertät) auch für eine völlige Entfremdung vom Vater sorgen, ohne das es überhaupt zu einem klärenden Gespräch kommt. Deshalb jetzt aktiv sein und Manipulation und Umgangsausfall konsequent entgegentreten.


AntwortZitat
Geschrieben : 09.11.2013 19:26
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Emma.

Was haben die vielen Verfahren im Einzelnen so für Ergebnisse gehabt?

Wurden die Wünsche der Mutter immer durch gewunken oder gab es auch mal was an die Ohren für sie?


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 09.11.2013 20:19
(@lottimaama)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Emma

das glaub ich dir dass es viele solcher Situationen erleben darfst!
Du hast vollkommen recht, irgendwann kommt der Tag X wo dann das Elternteil nicht mehr mit seinen Manipulationsmöglichkeiten Fortschritte machen kann...dann nämlich wenn das eigene Kind hinterfragt und erkennt, dass viele Situationen/Versprechen etc. gespickt sind mit Lügen und gekränkter Eitelkeit der verlassenen Person und nichts mit dem anderen Elternteil zu tun hat...

Das Kind wird dann erkennen dass das Pony oder die Playstation oder das teure Handy nur materielle Dinge sind die nicht wahre Liebe ersetzen kann die eigentlich da sein sollte - die beide Elternteile ihrem gemeinsamen Kind zuteil haben sollten...

ich habe das Glück neben meiner Rolle als Mama auch die Rolle der Zweitfrau zu haben, wo es eine faire Trennung gab - wo keines der Elternteile schlecht über den anderen
spricht - wo man sagen kann Hut ab - das sind wirkliche Eltern die im Sinne ihrer Kinder handeln auch wenn die Paarebene nicht funktioniert.
ich wünschte dass mein Kind das auch erleben düfte...auch wenn sich Eltern trennen eben trotzdem beide Eltern als Eltern behalten...

LG und viel Kraft weiterhin!
Lotti


AntwortZitat
Geschrieben : 09.11.2013 21:52
(@emma2)
Schon was gesagt Registriert

Guten Morgen zusammen,

Der "Standart"-Tipp auch an Dich: Bitte motiviere Deinen Partner, sich hier auch anzumelden. Ja, wir kennen die zig Ausreden von "er geht nicht gern ins Internet / hält nichts von Foren / hat keine Zeit" schon zur Genüge, aber es ist zum großen Teil sein Problem, mit dem er sich aktiv auseinandersetzen muss und selber Hilfe einholen muss.

Er war eine Zeit lang sehr aktiv in Foren, hat versucht anderen beratend zu helfen, um damit seine Erfahrungen weiter zu geben und selber zu verarbeiten. Ich glaube, dass er das reduziert hat, als er merkte, dass es ihm nicht gut tut. Er hat jede Minute damit verbracht und hat sich selber keine positiven Dinge gegönnt, hatte ein schlechtes Gewissen, wenn er einfach mal Spaß hatte. Ich denke, dass jeder seinen Weg finden muss, damit klar zu kommen und dabei auch Raum für positive Dinge lässt.
Ich habe lange gekämpft, um überhaupt an ihn ranzukommen. Da war eine dicke Mauer. Ich bin froh, dass wir mittlerweile am jetzigen Punkt sind. Wir "kämpfen"weiter, doch gemeinsam!

Es ist auch müssig, die Gründe der KM zu erforschen. Hier kann es allein die Tatsache sein, dass sich Dein Partner für Dich entschieden hat und die KM Euch euer Glück nicht gönnt. Bzw. auch Machtstreben etc.

Das habe ich auch aufgegeben, da ich glaube, dass es nichts ändert. Als mein Partner und ich zwei Jahre zusammen waren, wollte die KM Kontakt mit mir aufnehmen, mich mal treffen, wissen mit dem ihr Kind Zeit verbringt (wer diese "neue" Frau da ist). Ich habe darauf offen reagiert und angeboten, man könne doch einen Kaffee zusammen trinken gehen. Dabei ist dann geblieben.

Hallo Emma.

Was haben die vielen Verfahren im Einzelnen so für Ergebnisse gehabt?

Wurden die Wünsche der Mutter immer durch gewunken oder gab es auch mal was an die Ohren für sie?

Mit jedem Gerichtsverfahren wurden die Umgangszeiten gekürzt. Die ersten Monate hatten die beiden sich auf das Wechselmodell geeinigt. Da aber - wie schon vielfach hier im Forum beschrieben - dieses in Deutschland nicht gerichtsfähig ist, wurde mit dem ersten Gerichtstermin das Ganze gekippt. Er durfte die Kleine dann jedes zweite Wochenende sehen und zwar im Wechsel von Donnerstag bis Montag und am darauffolgenden Wochenende von Freitag bis Montag. Als nächstes wurde der Donnerstag gekippt (das war zum Schulbeginn), dann fiel der Montag weg.
Aktuell darf er sie freitags ab 14 Uhr von der OGaTa abholen und muss sie sonntags um 18 Uhr zurück bringen. Im folgenden Termin soll der Freitag auf 16 Uhr geändert werden.
Damit hatten wir schon gerechnet. Der dann folgende Schritt wird wohl sein, dass sie sonntags früher zurück muss, damit das Kind sich auf die Schule vorbereiten kann und noch fehlende Hausaufgaben machen kann. Die könnte sie zwar bei uns machen, doch regelmäßig fehlt zufällig ein Heft...
Im Großen und Ganzen bekommt die KM vor Gericht ihren Willen. Ab und zu sagt der Richter, dass sie nicht übertreiben soll, doch mehr nicht. Doch dieses Mal gibt es einen neuen Richter. Mal schauen, ob der sich in die Vorgeschichte einliest oder unabhängig davon entscheidet.

Seit dem letzten Termin gibt es auch eine Kindesanwältin, die die Kleine nach ihrem Willen befragt. Die Aussagen sind immer die gleichen, nämlich dass sie gerne mehr Zeit mit ihrem Vater verbringen möchte. Mit Manipulationen von seiten der KM ist zu rechnen, bzw gab es schon einige, doch bisher nicht besonders erfolgreich.

Die Kleine lechzt nach normalen Verhältnissen, verständlich. "Wenn ich bei euch bin, bist du meine Ersatzmama, ja?" Ich versuche ihr dann zu erklären, dass sie eine Mama und einen Papa hat, die sie beide sehr lieb haben und die sie selber auch lieb haben soll und darf, auch wenn die beiden sich streiten. Das ändert nichts daran, dass ich sie auch sehr, sehr lieb habe, doch eine Ersatzmama gibt es nicht, doch eine liebe Stiefmama will ich ihr gerne sein. Dann freut sie sich!

Ich danke euch sehr für eure Kommentare und wünschen allen einen harmonischen Sonntag!

Viele Grüße, Emma


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.11.2013 12:07
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Emma, ich glaube, ihr habt einen sehr vernünftigen Umgang mit dem Problem gefunden.
Meinen Respekt dafür!

Wenn es jetzt einen neuen Richter gibt, stellt das schon eine gewisse Chance dar, andererseits kann der natürlich auch wieder gedanklich bei Null anfangen und sagen, "Die Vergangenheit interessiert mich nicht!" und eine eigene Abwärtsspirale starten.

Ihr solltet daher kurz und prägnant auf diese kontinuierliche Verkürzung eingehen und deutlich ein Ende dieses schleichenden Entfremdungsprozesses fordern.

Gab es schon Kontakt zur "Kindesanwältin"?


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 10.11.2013 12:30
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin.

Ja, ein WM kriegste leider nicht vom Gericht beschlossen.  ;(
Aber was ist dann hier passiert:

Er durfte die Kleine dann jedes zweite Wochenende sehen und zwar im Wechsel von Donnerstag bis Montag und am darauffolgenden Wochenende von Freitag bis Montag. Als nächstes wurde der Donnerstag gekippt (das war zum Schulbeginn), dann fiel der Montag weg.

Ist es für Euch aufgrund der Entfernung nicht möglich, das Kind pünktlich zur Schule zu bringen? Dann könnte ich es ja verstehen.... Ansonsten nicht, und dagegen sollte der KV sich massiv wehren! ich würde sehr deutlich herausarbeiten, dass gerade ein Wechsel an neutralen Orten (wie bspw. der Schule) sehr gut zu organisieren ist und - da KM offensichtlich nicht in der Lage ist vernünftig und angemessen zu kommunizieren - deshalb dem Kindeswohl entgegen kommt, da es aus dem kommunikativen Schusswechsel der Eltern genommen wird. Und deshalb würde ich nicht nur für die Abholung am Freitag direkt aus der Schule kämpfen, sondern gleich wieder den Montag beantragen! Und wenn man schon dabei ist, ggf. auch wieder den Donnerstag, da ja offensichtlich die mit der Kürzung erhoffte Besserung  😡 gerade nicht eingetreten ist.

Doch dieses Mal gibt es einen neuen Richter. Mal schauen, ob der sich in die Vorgeschichte einliest oder unabhängig davon entscheidet.

Beides soll er tun! oder? sich die Vorgeschichte zu Gemüte führen, in der Hoffnung, dass er mit einem neuen unabhängigen Blick darauf (vielleicht ist er ja auch jene jüngere Richtergeneration...?) das Thema wieder weiter aufmacht - wenn vom KM beantragt. Also noch ein Grund, jetzt anzugreifen!

Gruss. Toto


AntwortZitat
Geschrieben : 10.11.2013 12:35
(@emma2)
Schon was gesagt Registriert

@Toto:
Aufgeben werden wir nie und daher immer weiter kämpfen.
Als die Kleine noch in den Kindergarten ging, wurde absichtlich der Wechsel von seiten des Gerichts so festgelegt, dass der Wechsel möglichst häufig an neutralen Orten geschieht, um das Kind zu entlasten. Mit Beginn der Schule fehlten immer wieder Schulunterlagen oder Sportzeug. Die KM hat weder dem Vater angeboten, dass er die Sachen abholt, noch dass sie sie zum ihm bringt und in die Schule hat sie diese auch nicht gebracht. Stattdessen hat sie - trotz umfangreicher Gegendarstellung - dieses Argument benutzt, um den Umgang zu kürzen.
Trotz dieser Erlebnisse werden wir dem Freitag nicht einfach so zustimmen, sondern sind dabei, eine Zusammenstellung von Argumenten aufzusetzen, welche die Argumente der KM aufweichen sollen. Des Weiteren wollen wir fordern, dass wenn ein langes Wochenende ein Papawochenende ist, dieses auch bei ihm stattfindet (auch das hat sie schon geschafft zu ihren Gunsten zu ändern) und er die Kleine am letzten Schultag aus der Schule abholt.

Nachdem der Donnerstag und Montag gekippt wurden, hat er seine Wohnung aufgegeben, die er vor Ort noch für diese Zeiten hatte. Wir wohnen knapp 100 km entfernt aus beruflichen Gründen.

Des Weiteren wollen wir erreichen, dass die KM den Kinderausweis in den Sommerferien auch dem Kind mitgeben muss. Damit hat sie uns diesen Sommer den Urlaub erfolgreich zerschossen, da wir auf einmal ohne Ausweis dastanden. Eine Krankenkassenkarte haben wir schon seit Jahren nicht gesehen, wobei Ärzte und Krankenhäuser darauf (gottseidank oder doch leider?!?) eingestellt sind.

An dieser Stelle lasse ich schon alle Kleinigkeiten weg (Klamotten bekommt sie am Wochenende oder im Urlaub nicht mit, der Vater hat sie schon ohne Schuhe aus der Schule abholen müssen, da die Mutter die Schuhe eingesammelt hat; das Kind sei übermüdet; freitags muss sie nach der Schule noch in den Schulchor, damit sie nicht so früh abgeholt werden kann; wenn das Kind krank ist, soll es auf keinen Fall zum Vater; .......und all das was man sich sonst noch vorstellen kann). Wir genießen das volle Programm, all inclusive!

Schlusswort: wir greifen an! Und aufgeben werden wir nicht! Danke TotoHH für deine Tipps!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.11.2013 12:57




(@emma2)
Schon was gesagt Registriert

Wenn es jetzt einen neuen Richter gibt, stellt das schon eine gewisse Chance dar, andererseits kann der natürlich auch wieder gedanklich bei Null anfangen und sagen, "Die Vergangenheit interessiert mich nicht!" und eine eigene Abwärtsspirale starten.

Ihr solltet daher kurz und prägnant auf diese kontinuierliche Verkürzung eingehen und deutlich ein Ende dieses schleichenden Entfremdungsprozesses fordern.

Gab es schon Kontakt zur "Kindesanwältin"?

Beim letzten Mal (das ist knapp ein Jahr her), war die Kindesanwältin auch bei uns und hat mit meinem Partner gesprochen. Die Ladung zum Gericht ist gestern angekommen, da ist noch nichts passiert, mein Mann wird sie morgen kontaktieren und einen Termin anbieten.
Wir werden sowohl diesen Termin als auch den Gerichtstermin gut vorbereiten, in dem wir die Kernpunkte rausarbeiten und mit Argumenten untermauern. Wir wollen den bisherigen Ablauf noch mal kurz zusammenfassen und genau dieses Ende fordern!
Wir begegnen dem neuen Richter (genauer: der neuen Richterin) positiv, alles andere wäre kontraproduktiv.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.11.2013 13:05
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin

wir greifen an! Und aufgeben werden wir nicht! Danke TotoHH für deine Tipps!

Gerne doch  🙂
Aber:

Wir wohnen knapp 100 km entfernt aus beruflichen Gründen.

damit ist vermutlich der Donnerstag und auch der Montag mehr als schwierig. also geht es tatsächlich um die Abholzeit am Freitag und die langen WE.

Klamotten bekommt sie am Wochenende oder im Urlaub nicht mit, der Vater hat sie schon ohne Schuhe aus der Schule abholen müssen, da die Mutter die Schuhe eingesammelt hat; das Kind sei übermüdet; freitags muss sie nach der Schule noch in den Schulchor, damit sie nicht so früh abgeholt werden kann;

Ja - das sind ätzende Kleinigkeiten  - aber ich denke, ihr tut gut daran, das Thema Klamotten und Schuhe nicht vor Gericht zu thematisieren. Da kann kaum ein vernünftiger und vorallem durchsetzbarer Beschluss bei rauskommen und letztlich wird es den Richter nur nerven...

und ich würde Euch empfehlen, die Chorteilnahme gegen Euch zu interpretieren. Das kann so sein, muss es aber nicht. Bereitetet  Euch aber schon mal darauf vor, wie ihr darauf reagiert, wenn das Kind demnächst mit einer mannschaftssportart mit regelm Wochenendspielen anfängt...

Gruss, Toto


AntwortZitat
Geschrieben : 10.11.2013 13:32
(@emma2)
Schon was gesagt Registriert

und ich würde Euch empfehlen, die Chorteilnahme gegen Euch zu interpretieren. Das kann so sein, muss es aber nicht. Bereitetet  Euch aber schon mal darauf vor, wie ihr darauf reagiert, wenn das Kind demnächst mit einer mannschaftssportart mit regelm Wochenendspielen anfängt...

Damit rechnen wir schon! Das soll jetzt nicht pessimistisch klingen, denn ich bin kein pessimistischer Mensch. Doch ist es besser, wenn man sich vorbereitet, dann kann man besser reagieren, wenn es soweit ist. Und wenn man das nicht braucht, um so besser!

Wenn die Kleine fragt, versuchen wir ihr die Sachen möglichst neutral (das gelingt nicht immer, da bin ich ganz ehrlich) und vorallem kindgerecht zu verstehen. Denn ein lapidares "Dafür bist du zu klein!" ist auch nicht richtig. Dann kann man auch Aussagen wie "Ich darf nicht öfter zu dir, weil der vom JA oder der Richter das nicht wollen." ein wenig korrigieren. Uns ist es wichtig nicht zu lügen, denn das Kind hat schon zu viele Lügen zu hören bekommen.

Wir wollen sie stärken, ihre eigenen Wünsche zu formulieren und nicht das, was Mama oder Papa vielleicht hören wollen. Mag sein, dass das irgendwann nach hinten los geht, doch dann können wir uns im Spiegel wenigstens noch selber ins Gesicht schauen.

Und noch mal danke für die ganzen Anregungen und Tipps! Darüber bin ich sehr dankbar!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.11.2013 14:06
(@diskurso)
Registriert

Hallo Emma2,

Aufgeben werden wir nie und daher immer weiter kämpfen.

Das ist gut so und verständlich.
Ich musste selbst durch die Hölle von falschen Missbrauchsbeschuldigungen gehen, daher weiß ich ganz gut, was Dein Partner durchgemacht hat.
Wer diese Hölle überlebt hat und nicht zerbrochen ist, kann gar nicht mehr anders, als niemals aufzugeben.

Damit hat sie uns diesen Sommer den Urlaub erfolgreich zerschossen, da wir auf einmal ohne Ausweis dastanden.

Habt ihr dagegen geklagt und eventuelle Buchungskosten zurückverlangt ?

Grundsätzlich ist es erst einmal ein gutes Zeichen, dass nun ein anderer Richter zuständig ist.
Das ist übrigens das Hauptproblem vieler klagender Väter - irgendwie sitzt man immer in einer Endlosschleife.
Entweder hat man das große Glück, gleich auf einen unabhängigen und geschlechtsneutralen Richter zu stossen, oder aber man landet immer wieder beim selben Richter.
Hier am Amtsgericht sitzt ein Richter, der in der ganzen Stadt bei vielen Anwälten und klagenden Vätern bekannt ist.
Ich kenne eingige Verfahren, in denen den Vätern und vor allem den Kindern von diesem einen Richter unendlich viel Leid angetan wurde, der Richter manipuliert Akten, beeinflusst Gutachter, verschleppt absichtlich Verfahrenstermine etc. pp. Befangenheitsanträge und Dienstaufsichtsbeschwerden und sogar Strafanzeigen waren sämtlich erfolglos.
Ich jedenfalls führe kein Verfahren mehr, solange dieser Richter wieder für meinen Fall zuständig ist.


AntwortZitat
Geschrieben : 10.11.2013 14:42
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Uups, wichtige Korrektur:

und ich würde Euch empfehlen, die Chorteilnahme nicht gegen Euch zu interpretieren. Das kann so sein, muss es aber nicht.

Zu möglichen sportlichen Aktivitäten:

Damit rechnen wir schon! Das soll jetzt nicht pessimistisch klingen, denn ich bin kein pessimistischer Mensch. Doch ist es besser, wenn man sich vorbereitet, dann kann man besser reagieren, wenn es soweit ist.

Ich bin neugierig: das heißt was?

Gruss, Toto


AntwortZitat
Geschrieben : 10.11.2013 14:42
(@emma2)
Schon was gesagt Registriert

Uups, wichtige Korrektur:

Habe ich richtig verstanden, was du damit meinst, sonst hätte der Kontext keinen Sinn gemacht.  🙂

Zu möglichen sportlichen Aktivitäten:Ich bin neugierig: das heißt was?

Wenn man selber nicht manipulieren will, kann man versuchen, "vorherzusagen" was passieren wird.
Ein Beispiel, damit es verständlich wird: die KM geht mit dem Kind seit Jahren reiten. Neulich erzählte die Kleine, dass der Reitstall einen neuen Besitzer hat, sie dort nicht mehr hingehen können und sie sich nun einen neuen suchen müssen. So weit so gut. Daraufhin haben wir erklärt, dass es sein kann, dass die Mutter dieses zum Anlass nimmt, nun freitags reiten zu gehen... Beim nächsten Mal erzählte die Kleine, dass die Mama einen neuen Stall gefunden, wo aber nur freitags Termine frei sind. Darauf hat sie der Mutter gesagt, dass sie nicht dorthin möchte, weil sie doch jeden zweiten Freitag beim Papa ist. "Ich habe ihr dann gesagt, dass es doch so viele Reitställe gibt, dass wir auch einen finden, wo man an einem anderen Tag hingehen kann." Natürlich weiß ich nicht, was sie gesagt hätte, wenn wir vorher nciht darüber gesprochen hätten. Doch da die KM recht dominant ist, traut sich das Kind häufig noch nicht auch mal nein zu sagen. Daher war das ein wichtiger Schritt, nicht nur für uns.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.11.2013 14:55
(@emma2)
Schon was gesagt Registriert

@diskurso:
Wir haben gegen den ausgefallenen Urlaub nicht geklagt. Wir haben den Urlaub verschieben können, wodurch wir ihn leider alleine machen mussten, doch sind dadurch keine zusätzlichen Kosten entstanden. Des Weiteren haben wir den Fokus darauf gelegt, uns zu dritt trotzdem eine schöne Zeit zu machen und gemeinsame positive Erlebnisse geschaffen. So kurzfristig (wir haben sie freitags ohne Ausweis aus der Schule abgeholt und wären eine Woche später gefahren) hätte das am Ergebnis für diesen Urlaub nichts geändert. Also schauen wir nach vorne und versuchen das beim nächsten Mal zu verhindern. Was wir wohl gemacht haben: wir waren beim JA. Wegen der hochstrittigen Situation haben diese das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Die einzige Aussage dazu war: wenn die KM das nicht möchte, kann ich das auch nicht ändern. Aber wie gesagt, wir bleiben dran!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.11.2013 15:04
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Emma,

spannend, dass die KM das von mir gewählte "Pony-Beispiel" auch wirklich zur Manipulation einsetzt. Es ist auch nicht abwägig hier ein paar Prognosen anzustellen, da die Forenerfahrung zeigt, dass bestimmte Muster bei Kindsbesitzerinnen stets gleich (halt in unterschiedlicher Schwere) ablaufen. Die "ich schenk Dir ein Pony / Reitunterricht und nutze das zur Manipulation" ist gerade bei Mädchen ein beliebtes Mittel.
Die krasseste Nummer fand ich bisher das Beispiel eines anderen Betroffenen. Dort sagte die KM (nachdem sie dem Kind einen Kanarienvogel schenkte): "Natürrlich darfst Du am Wochenende zum Papa. Dein Vögelchen muss dann leider sterben, weil es verhungern wird...". Du siehst, hier ist noch einiges an Potential für eine manipulative KM vorhanden.

Hier muss natürlich der KM deutlich gemacht werden, dass sie an ihrem Umgangswochenende gerne mit dem Kind reiten gehen kann. Die Verplanung des anderen Wochenendes steht ihr aber nicht zu und dies hat für Euch frei zu bleiben. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 10.11.2013 15:14
(@emma2)
Schon was gesagt Registriert

Die krasseste Nummer fand ich bisher das Beispiel eines anderen Betroffenen. Dort sagte die KM (nachdem sie dem Kind einen Kanarienvogel schenkte): "Natürrlich darfst Du am Wochenende zum Papa. Dein Vögelchen muss dann leider sterben, weil es verhungern wird...". Du siehst, hier ist noch einiges an Potential für eine manipulative KM vorhanden.

Das hatten wir schon: es handelt sich um ein Kaninchen... Ich befürchte, dass wir viel von dem Programm schon kennen....


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.11.2013 15:26
(@emma2)
Schon was gesagt Registriert

Heute war es soweit, der nächste Gerichtstermin, wo die KM die Umgangszeiten weiter einschränken wollte. Im Vorfeld gab es ein paar Schwierigkeiten, da der Anwalt meines Partners um Terminverlegung gebeten hatte wegen Kollision mit einem anderen Gerichtstermin. Das hat das Gericht abgelehnt, so dass mein Partner das heute alleine durchstehen musste. Dabei ist es gar nicht schlecht gelaufen. Die Kleine hat bei der Kinderanwältin wieder gesagt, dass sie mehr Zeit mit ihrem Vater verbringen möchte. Am liebsten würde sie beim Vater wohnen, aber das will die Mutter nicht. Daher hat der Richter sehr klar gemacht, dass eine weitere Einschränkung der Umgangszeiten nicht in Frage kommt und hat den Anwalt der KM gefragt, ob sie den Antrag weiter so stehen lassen wollen und das wollten die beiden, obwohl es keine Aussichten auf Erfolg hat.
Bei der weiteren Klärung hat die KM sich geweigert irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Insbesondere lange Wochenende kommen ihrer Meinung nach nicht in Frage, da sie dann ja keine Kontrolle darüber hat. Das hat sie tatsächlich genauso bei Gericht gesagt. Die Situation ist ein wenig eskaliert, was bedeutet, dass keine neue Elternvereinbarung gibt, sondern übernächste Woche wird die Kleine vom Richter im Beisein der Kinderanwältin befragt. Das dürfte wohl sehr spannend werden! Ich halte euch auf dem Laufenden!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 05.12.2013 21:15