Hallo liebe Forumbesucher.
Ich möchte nun nachdem schon viel Zeit vergangen ist mal meine Geschichte erzählen und hoffe doch auch Gleichgesinnte zu finden.
Im Folgenden nenne ich meine Tochter *, das entspricht aber nicht der Realität.
Im Jahre 2003 lernt ich die Mutter meiner Tochter kennen. Im darauffolgenden Jahr hatten wir das Glück unsere Tochter * zu bekommen.
Wir haben beide das Gemeinsamme Sorgerecht erhalten und * trägt meinen Nachnamen.
Wir lebten dann noch 2 Jahre zusammen bis die KM sich entschieden hatte sich von mir zu trennen.
Nach der Trennung fingen die Diskussionen um * an. Erste Probleme gab es nur über den Aufenthalt.
Da ich damals Schichtarbeiter war, war es mir in keiner Weise möglich * bei mir leben zu haben.
So wurde ich höflich aufgefordert mir eine neue Wohnung zu suchen und * in ihrer Wohnung leben zu lassen.
Damals war ich nicht in der Lage mich anders zu verhalten, als es hinzunehmen. Auch weil ich warscheinlich vor Gericht keine Chance gehabt hätte.
Die KM hatte damals einen neuen Partner und keine Ausbildung oder Arbeit.
So nun waren 5 Jahre vergangen. * war 7 Jahre alt geworden und wir haben uns in der neuen Situation zurechtgefunden.
Der Partner der KM wechselte sich in der Zeit 3mal und Arbeit bei ihr war nicht in sicht.
Zu diesem Zeitpunkt kam die KM auf mich zu und teilte mir mit, das sie mit * zu ihrem neuen Partner ziehen wird.
Es ist nun so, das es einige km weit weg ist und ich es nicht akzepieren konnte.
Daraufhin kam es erst zu einem Gespräch bei einer Familienberatung in dem klar wurde wie verschieden unsere Meinungen zum Aufenthalt von * sind. Ich entschied mich meine Arbeit in den Frühdienst zu wechseln und einen Anwalt zu kontaktieren.
Die KM hat sich auch entschieden einen Anwalt zu nehmen und so kam auch bald von ihr der Antrag auf Übertragung des alleinigen ABR.
Es vergingen ganze 4 Monate bis das Amtsgericht eine Entscheidung getroffen hatte.
In der Zeit hat die KM mir mein Umgangsrecht eingeschrenkt und ist mir * innerhalb der Schulzeit einfach umgezogen. Ohne mich zu informieren.
Viele Sachen wurden diskutiert und auch * wurde vom Richter angehört.
Ein Verfahrensbeistand wurde zugezogen und sie versuchte über * den Richter zu beeinflussen. (Wurde von Ihm so gewertet.)
Letztendlich kam ein Urteil zu meinen Gunsten herraus, da ich * eine stabilere und kontinuierliche Betreuung bieten konnte und die KM nicht über genügend Bindungstoleranz verfügt.
Nun lebte * bei mir. Das war neu für alle und es mussten sich erstmal alle dran gewöhnen.
Dafür war aber nicht viel Zeit.
Die KM ging in Beschwerde beim OLG.
Bis zur Anhörung habe ich versucht meiner Tochter ein sehr guter Vater sein und ihr die Trennung von der KM so angenehm wie möglich zu machen.
Der Umgang wurde nach dem Willen der KM geregelt. Es wurde viel angerufen.
In der Zeit hatte ich alles umgemeldet und bin in die Nähe der Schule gezogen. Ich hatte wirklich alles gemacht wie es sich gehört, bisauf 2 oder 3 Kleinigkeiten die mir die KM beim OLG vorgeworfen hatte.
Anscheinend hatte das gereicht und die kurze Aussage, das * ihre Mutter vermissen würde um das Urteil vom Amtsgericht zu ändern.
Mein Anwalt sagte mir noch, das ich nichts falsch gemacht hätte, nur einfach Pech gehabt hätte mit den Richtern.
Ihm wäre von Anfang an aufgefallen, das die Richter auf Seiten der KM stehen. Jedes gute Argument von Ihm wurde nicht geachtet.
Gut das war ein harter Schlag für mich.
Nun nach etwa 4 Monaten will ich endlich die Umgangsregelungen klären, da eine Chance nochmals das Urteil zu ändern nicht mehr möglich ist.
Jetzt meldet sich die KM nicht mehr telefonisch bei mir. Ich habe ihr eine umfangreiche Umgangsregelung per Post zugesendet und sie Anwortet nicht konkret darauf. Stück für Stück versucht sie mir meine Tochter zu entfremden.
Meine Tochter sagt mir öfter, wenn wir uns sehen, das sie bei mir leben wollte.
Es ist im Grunde genauso wie ich erwartet habe, wenn das Urlteil zu Ihren Gunsten ausfällt.
Nun stehe ich wieder bei meinen Anwalt und will gerichtlich eine Umgangsregelung erreichen.
Ich denke mir aber immer wieder, fast jeden Tag, es hätte anders laufen können und müssen.
Nur weil wir in einem Land leben in dem immer wieder gesagt "ein Kind gehört zur Mutter" heißt das loch lange nicht, das es dem Wohl des Kindes entspricht.
Das ist nur eine kurze Zusammenfassung meiner Geschichte.
Wer mehr wissen will kann mir gerne auch Fragen stellen.
Gruß euer Hallifax
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Edit: Bitte keine reellen Namen verwenden
Hallo Hallifax,
Ich denke mir aber immer wieder, fast jeden Tag, es hätte anders laufen können und müssen.
Nur weil wir in einem Land leben in dem immer wieder gesagt "ein Kind gehört zur Mutter" heißt das loch lange nicht, das es dem Wohl des Kindes entspricht.
Zu dieser Erkenntnis dürfte mittlerweile jeder hier im Forum gekommen sein.
Wurde denn am OLG überhaupt nicht über Umgang gesprochen ?
Seit wann hast Du keinen Kontakt mehr zum Kind ?
Hallo Diskurso
Doch es wurde schon das Thema Umgang besprochen. Die KM sagte dazu wenn * bei Ihr lebe, dann würde ich ein großzügiges Umgangsrecht bekommen.
Auch in dem Beschluss steht das die KM die Pflicht hat den Umgang zu mir zu fördern.
Jetzt ist der Umgang nach Ihren Vorstellungen geregelt.
Das ist dann einmal im Monat ein Wochenende und die Hälfte der Ferien.
Zu den Ferien muss ich aber was sagen.
Im Prinzip will sie alle Ferien genau in der Mitte teilen und wenn ich dort keinen Urlaub habe dann habe ich pech gehabt.
Mein Vorschlag deswegen wäre gewesen den Umgang über die Ferienzeit nach meinen Urlaub zu richten.
Zeitg genug hatte ich ihr den gegeben.
Mein Anwalt sagte auch das meine Vorstellungen sehr realistisch sind.
Ich kann nur nicht verstehen warum immer alles übers Gericht geregelt werden muss und zulasten von Marie.
Achso ja sie würde sich wieder äußern das sie ja den Kontakt fördet indem sie * bei mir anrufen lässt und die Hälfe der Strecke fährt.
Natürlich weiß ich auch, das es mir da noch besser geht als anderen Vätern, aber normal ist es dennnoch nicht.
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Edit: Namen gelöscht
Servus Hallifax!
Mein Vorschlag deswegen wäre gewesen den Umgang über die Ferienzeit nach meinen Urlaub zu richten.
Und was hältst Du von hälftige Ferein, im jährlichen Rhytmus abwechselnd die erste bzw. die zweite Hälfte? Das gibt Planungssicherheit für beide Seiten!
Grüssung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hi 82Marco
Ja mir geht es ja hauptsächlich um Planungssicherheit und auch darum das die KM nicht plötzlich sagt " Da kannst du * nicht haben, da wollen wir wegfahren". Aber eine Planung wie du sie vorschlägst ist aus zwei Gründen bei mir nicht möglich.
Einmal will ich ja nicht mein Kind nur in einer Hälfte des Jahres länger sehen und dann noch ist es nicht möglich meinen Urlaub nur in einer Hälfte des Jahres zu nehmen.
Im Grunde habe ich ja nun schon den Plan wie ich die Umgangsregelungen haben möchte und es ist für mich völlig ök.
Was mich immer wieder Fertig mach sind die Schikanen der KM und die Vorstellung das es hätte anders sein müssen in einer gerechten Welt.
Wie kann das sein das ein Richter es genauso wertet wie alle anderen (Verfahrensbeistand, mein Anwalt, Familie, Freunde) und * bei mir leben darf in ihrer Heimat und in ihrer Schule gehen kann in die sie eingeschult wurde und nur kurze Zeit später 3 andere Richter es völlig andres sehen und mich behandeln als wäre ich ein Verbrecher, der es wagen konnte der Mutter das Kind zu nehmen. Selbst der erste Richter hat noch eins auf den Deckel bekommen. Die einzigen Personen die nun glücklich ist, ist die KM und ihre Familie. Alle anderen findes es ungerecht.
Würde gerne mal wissen ob das normal ist in Deutschland.
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Edit: Namen editiert
Sorry wegen der Rechtschreibfehler. Wenn ich einen Gedanken habe schreibe ich ihn manchmal zu schnell auf um nichts zu vergessen.
Ja und dann habe ich es nicht mehr gelesen vorm wegschicken. 🙂
Moin Halli.
Aber eine Planung wie du sie vorschlägst ist aus zwei Gründen bei mir nicht möglich.
Einmal will ich ja nicht mein Kind nur in einer Hälfte des Jahres länger sehen und dann noch ist es nicht möglich meinen Urlaub nur in einer Hälfte des Jahres zu nehmen.
Da hast Du Marco falsch verstanden. Was er vorschlägt, ist die durchaus übliche Regelung, die hälftigen Ferien derart aufzuteilen, dass bspw im Jahr eins der KV die erste Hälfte (ca drei Wochen) der Sommerferien bekommt und KM die zweite Hälfte und im Folgejahr eben anders herum (KM die erste Hälfte, KV die zweite). Und so werden die übrigen Ferien (Herbst, Ostern) dann auch geteilt. Weihnachten könnte man separat planen. Und kurze Winterferien vielleicht im jährlichen Wechsel. Das ganze dannschriftlich fixieren und es gibt Planungssicherheit bei der Urlaubsansprache bei der Arbeit.
Gruss, Toto
Hi
Ja ok so ist ja auch meine Planung.
Ich habe es der KM im Dezember schriftlich zugesendet wie meine Planung ist. Darauf bekam ich eine Antwort die völlig allgemein und inhaltslos ist und sich in keinster Weise auf diese Umgangsregelung bezieht. Im weiteren Verlauf habe ich ihr dann noch einen Brief geschrieben in dem ich ihr klar machte, das sie doch bitte konkret auf die Termine Antworten soll. Auch in der Antwort darauf nur inhaltloses Zeug, außer ein kleiner Satz zu den Winterferien in dem sie mir sagt wann ich * bekomme.
Eben habe ich über eine Kontaktperson ( ich möchte nicht sagen wer) erfahren, das sie ja bereit wäre sich mit mir zu einigen, wenn ich nicht so fordernd wäre. Sie sagt, ich müsste sie mal anrufen. Dazu kann ich nur sagen, das ich das nicht mehr mache.
Ich möchte eine schriftliche Einigung mit ihr und keine mündliche.
Bei unserem letzten Gespräch habe ich sie wegen der Winterferien angesprochen und ihr gesagt, das ich dafür * nicht in den Osterferien nehme. Da kam sie mir nur damit, das sie das so mit dem Jugendamt abgesprochen hat.
Mein Vorschlag war die ganzen Winterferien bei mir und dafür bekommt sie die Osterferien.
Ihr Vorschlag ist nur die Hälfte der Ferien bei mir und die Hälfte der Osterferien bei mir.
Dazu habe ich aber geschrieben das ich Ostern keinen Urlaub habe. Also laut ihrer Aussage verfällt es dann.
Ich werde nicht um das Betteln was mir rechtmäßig zusteht. Ich glaube echt ein Urteil durch einen Richter würde mir auch mehr Sicherheit geben.
Morgen rufe ich mal das zuständige Jugendamt an. Mal sehen ob das stimmt was sie da so erzählt.
Gruß Hallifax
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Edit: Namen editiert
Moin Hallifax,
sie ja bereit wäre sich mit mir zu einigen, wenn ich nicht so fordernd wäre. Sie sagt, ich müsste sie mal anrufen. Dazu kann ich nur sagen, das ich das nicht mehr mache.
Ich möchte eine schriftliche Einigung mit ihr und keine mündliche.
an diesem Punkt bist Du gefragt. Es hat wenig Sinn, hier nur auf den eigenen Ansichten und Vorgehensweisen zu beharren. Eltern - egal, ob zusammen oder getrennt - müssen nun mal miteinander reden und nicht nur mailen oder SMSen, wenn sie ihre Elternschaft ernst nehmen und nicht nur ihre persönlichen Besitzansprüche an gemeinsamen Kindern verwalten und organisieren wollen.
Was spricht denn dagegen, als vertrauensbildende Massnahme diesen ersten Schritt zu tun und sie anzurufen? Und vielleicht nicht gleich im ersten Satz von Deinen "Rechten" zu reden und Forderungen zu stellen, sondern sie einfach mal zu fragen, wie es ihr geht? Es steht ja nirgends, dass ihr das so oder anders gefundene Ergebnis später nicht auch noch einmal schriftlich festhalten dürft.
Ich werde nicht um das Betteln was mir rechtmäßig zusteht. Ich glaube echt ein Urteil durch einen Richter würde mir auch mehr Sicherheit geben.
es geht nicht um "betteln", sondern um Kommunikation. Und was Dir "zusteht", erklärt Dir im Zweifelsfall ein Gericht. Das wird Euer Verhältnis nicht verbessern - und wie lange es bis zu einem Urteil dauert ob Deine Ex sich dann daran hält, weisst Du auch noch nicht. Am Ende sind das alles Dinge, die Dich Deinem Ziel nicht näher bringen; ganz egal, welche "Rechte" Du zu haben glaubst.
Morgen rufe ich mal das zuständige Jugendamt an. Mal sehen ob das stimmt was sie da so erzählt.
JA-Mitarbeiter erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Viele von ihnen gelten überdies als mütterlastig. Was willst Du tun, wenn Dir die Antworten nicht gefallen? Und selbst wenn sie Dir gefallen: Wie willst Du Deine Ex dazu zwingen, das genauso zu sehen?
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo Brille007
Ich denke mal nicht das du Unrecht hast. Aber ich bin nun schon seit ca. 6 Jahren dabei mit dieser Frau zu reden und Dinge auszuhandeln.
Letztendlich hatte ich dann vor gut einen Jahr endlich die Regelung, die für uns beide gut lief und dann sagte sie mir sie zieht von hier weg.
So dann kam es, das ich endlich mal von allen Seiten verstanden wurde was die Frau da alles meiner Tochter und mir antut mit ihrem Lotterleben.
Ich wollte klarmachen das ich besser in der Lage bin alles zu Regeln so wie ich es 5 Jahre lange davor gemacht habe.
Dann lebte * bei mir und es lief wirklich gut. Das Verhältnis zur KM und zu meine Tochter war sehr ausgeglichen.
Nun kam im Herst der Hammer. Durch lügen die beim OLG geglaubt wurden hat sich die ganze Sache wieder geändert. Und nun geht es mir schlechter als vorher. Besonders finanziell. Alles nur weil ich das Beste für meine Tochter wollte.
Vielleicht kannst du es nicht verstehen. Ich bin es echt leid wieder von vorne anzufangen und nochmal 5 Jahre zu brauchen um ein angenehmes miteinander zu führen. Es gibt Tage da würde ich auch den Kontakt zu * komplett abbrechen um einfach ein normales Leben zu führen. Das kann ich meiner Tochter aber nicht antun.
Ich kann mit dieser Frau nicht mehr reden. Egal was es ist sie will es anders. Es sei denn ich verzichte auf etwas oder bezahle etwas.
Wir sind schon seid der Prozess ums alleinige ABR angefangen hat keine Eltern mehr. Wir sind nur noch mütterlicher Elternteil und väterlicher Elternteil.
Gemeinsame Entscheidungen sind eh überflüssig da die KM alles entscheidet und mir sagt was ich zu unterschreiben habe da sie sonst das alleinige Sorgerecht will.
Ich möchte nur noch Vater von * sein und mit der KM nichts zu tun haben. Nenne es ruhig gekränkte Ehre aber im Moment geht es nicht anders.
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Edit: Namen editiert
Hallo Hallifax!
Dein Titel einer Niederlage hat mich gelockt, wobei ich beim Lesen keine Niederlage sehen konnte. Du hast im ersten Schritt "gewonnen" und danach wieder "verloren. Aber deswegen wird nicht gleich alles am Ende sein.
Die vielleicht etwas heroische Art deiner Ex ist mir wohl bekannt (nicht personell zu sehen!) ich kenne sehr wohl die Situation, wenn man im Gespräch hören muss, dass man bei gewissen Dingen keine Rechte haben soll, wohl aber immer auf die Pflichten hingewiesen wird. Dabei überlege ich mir ständig, ob die Rechte und Pflichten tatsächlich und objektiv so stehen. Und regelmäßig erkenne ich, dass es nicht so ist.
Ich habe anfangs auch direkt Contra gegeben, mittlerweile lasse ich solche Ansprachen als belanglos links liegen. Meistens passiert es sowieso ganz anders.
De facto liegt hier das schlimmste in der Kommunikation. Sicherlich willst du dich nicht als Bittsteller degradieren lassen und das Miteinander ist weit entfernt, aber manchmal hilft auch etwas bissiger zu sein und kurz gegenzuschießen. Lass dir doch mal fragenderweise erklären, warum "das ein oder andere so nicht gehen soll". Oftmals merkst Du gleich, wie verzweifelt nach Ausreden gesucht wird. Du wirst aber auch merken, dass du in der aktiven Rolle ernst genommen wirst. Deswegen rede nicht immer nur eintönig von deinen Rechten, sondern fordere die Rechte und Wünsche des Kindes.
Beste Grüße
Nico
Nachtrag: ich hoffe, ich hab es nicht einfach überlesen: wie groß ist die Entfernung nach dem Umzug der KM und wie viel war es vorher? Ob man damit einverstanden ist oder nicht, aber lohnt es sich darüber zu streiten? (Ohne zu nahe zu treten)
Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
Hi Papa Nico
Dein Beitrag hat mir gut gefallen.
Es ist schade das du in meinen Beschreibungen keine Niederlage siehst.
Für mich besteht die Niederlage darin das ich ein Ziel verfolgt habe und alles menschenmögliche dafür getan habe und doch verloren habe.
Im Grunde wurde ja auch durch das OLG gesagt das es hätte nie zu dem ersten Urteil kommen dürfen.
Somit denkt die KM, das sie mit ihrem Umzug und alles was sie im Laufe des Prozesses getan hat voll im Recht ist.
Der Verfahrensbeistand und der Richter vom Amtsgericht haben aber diese Dinge der KM angekreidet.
Es kommt mir manchmal so vor als ob die KM es mich spüren lassen will, das sie das erste Urteil verletzt hat.
Da ich nun meine Gedanken hier niedergeschrieben habe, habe ich mir auch einen neuen Plan ausgedacht.
Da ich im Moment nicht mit der KM reden will, habe ich mich an die Pro Familia gewannt.
Die bieten seit neusten ein Mediation an in dem sich nicht beide Elternteile gegenübersitzen.
Sie vermitteln übers Telefon.
Das werde ich erstmal nutzen.
Desweiteren würde ich die Übergaben meiner Tochter bei meinen Eltern durchführen ( die wohnen etwa auf halber Strecke )
So muß ich die KM weder sehen noch hören.
Es muss ja nicht für immer sein.
An meinen Vorstellungen zum Umgang halte ich fest und durch eine etwas längere Lebensberatung durch Pro Familia werde ich es vielleicht irgendwann schaffen die ganze Sache zu verdrängen.
Meine Vorstellungen zum Umgang entsprechen auch den Wünschen meiner Tochter.
Diese äußerte sie von sich aus ohne das ich ihr vorher von meine Vorstellungen erzählt habe.
Also die Entfernung vor dem Umzug war im selben Ort und nach dem Umzug etwa 200km.
Ich weiß es gibt Väter, die noch weiter entfernt wohnen von ihren Kindern, aber für mich ist das schon weit.
Gruß Hallifax83
Die Entfernungsfrage ist damit geklärt, soweit hab ich es verstanden.
Ich würde mir diesen Punkt an die Seite legen, immerhin kommst du für die Mehrkosten auf und hast sie nicht verursacht. Wenn es für den Umzug keinen wirtschaftlichen bzw. sehr guten Grund gibt, könnte man hier allein die Richtung eines Schadenersatzes geltend machen. Aber dies nur als Mittel in einer vielleicht folgenden Verhandlung, alles andere würde nur aggressiv verstanden werden! Bis dahin kannst du die Kostenbelege zusammentragen.
Was mich argumentativ etwas stört ist deine Art, wie du die Sache siehst. Du hast "einen neuen Plan", was schon den Charme der Olsenbande hat. Hauptsache Ärger machen, so liest es sich oft bei dir und wahrscheinlich merkt das auch die Gegenseite! Mag sein, dass die Absichten im Sinne des Kindes sind und im Gründe auch nur gut. Aber so verbaust du dir alle Chancen! Das meinte ich und sicherlich auch Martin mit der Kommunikation.
Was dir jetzt wie eine Niederlage vorkommt, mag im ersten Step auch so sein. Aber mit der Zeit wirst du neue Chancen haben, immerhin hast du ja auch einen "neuen Plan". Ich hoffe nur, dass eine telefonische Mediation funktioniert... Mich überzeugt das grad nicht. Und fraglich ist auch, ob ein rechtsgültiges Urteil vom OLG damit gedreht werden kann..............
Gruß
Nico
Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
Moin Hallifax,
Für mich besteht die Niederlage darin das ich ein Ziel verfolgt habe und alles menschenmögliche dafür getan habe und doch verloren habe.
Im Grunde wurde ja auch durch das OLG gesagt das es hätte nie zu dem ersten Urteil kommen dürfen.
Somit denkt die KM, das sie mit ihrem Umzug und alles was sie im Laufe des Prozesses getan hat voll im Recht ist.
ein häufiger Fehler im Familienrecht ist, anzunehmen, dass man "sein Recht" auf dem Silbertablett serviert bekomme, weil es ja so im BGB steht. Familienrecht ist aber etwas anderes als eine Familienpizza, die man nach Wunsch bestellen kann; hier wiegt die "normative Kraft des Faktischen" oft schwerer. Was beispielsweise bedeuten kann, dass man in Umgangsverfahren längst nicht den Umgang zugesprochen bekommt, den man für "sein Recht" hält. Oder dass ausgeurteilter oder sonstwie vereinbarter Umgang nicht allein deshalb stattfindet, weil er so auf Papier geschrieben wurde. Viele Menschen gehen nun einmal so weit wie sie gehen können. Und das ist im Familienrecht oft sehr weit.
Deshalb auch meine gestrige Empfehlung, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen; selbst wenn das Deinen ursprünglichen Plänen, Deinem Gerechtigkeitsempfinden und Deinem (überzogenen) Vertrauen in "Schriftliches" widerspricht. Denn am Ende zählt nicht, wer welches Recht hat(te). Sondern nur, was Du de facto in der Sache erreicht hast.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Danke für eure Beiträge
Das ich das Urteil von OLG geändert haben möchte ist ja klar. Ich weiß aber auch genausogut, das ich es nicht geändert kann.
Man hat mir mal gesagt, das ich es wenn meine Tochter das 12. Lebensjahr vollendet hat, ich es nochmal probieren kann. Vorraussetzung meine Tochter würde gerne bei mir leben.
Mir ist die Sache mit der Mediation schon aus früheren Jahren bekannt. Ich weiß das sie viel Erfolg bringt.
Ich weiß das ich aber im Moment von der KM nichts hören will. Meistens sind wir anderer Meinung und das bringt Streit. Ich möchte mich nicht Streiten.
Deshalb kann eine Mediation übers Telefon für mich selbst funktionieren.
Würde ich aber sagen wir mal ihr entgegenkommen wiedermal, dann müsste ich zusätzlich zu der Entfernung und der Tatsache mein Kind nicht erziehen zu können auch auf mehr Zeit mit mein Kind verzichten. Diese Zeit ist mir aber wichtig da ich ein guter Vater bin und so viel Zeit wie nur geht mit meinem Kind verbringen.
Ich muß noch anmerken, das ich meine Tochter vor dem Umzug fast die Hälfte des Jahres bei mir hatte.
Ich danke euch für eure Beiträge Martin und Nico, aber wenn ihr mich nur bekehren wollt mit der KM zu reden, dann braucht ihr mir nicht zu schreiben.
Es wird erstmal nicht dazu kommen.
Ein Brief ist auch eine Art Kommunikation. Das habe ich gemacht, aber auch da kommt keine gut Antwort.
Gruß Hallifax
Moin Hallifax,
Ich danke euch für eure Beiträge Martin und Nico, aber wenn ihr mich nur bekehren wollt mit der KM zu reden, dann braucht ihr mir nicht zu schreiben.
Es wird erstmal nicht dazu kommen.
Ein Brief ist auch eine Art Kommunikation. Das habe ich gemacht, aber auch da kommt keine gut Antwort.
niemand will Dich zu irgendetwas "bekehren". Die hier schreibenden User haben - im Gegensatz zu Dir selbst - lediglich den Vorteil einer "professionellen Distanz" zu Deinem Fall. Und das ist einer der Haupt-Vorteile eines Internet-Forums, denn als Betroffener sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Ein Recht auf Wunschantworten gibt es hier allerdings nicht.
Es ist Dein gutes Recht, NICHT mit der Mutter Eures Kindes zu telefonieren. Nur eben unter Inkaufnahme der möglichen Folgen, denn zu (mindestens) 50 Prozent hast Du es selbst in der Hand, die Dinge zu ändern.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Nabend Hallifax!
Belehren will hier sicher niemand. Es geht wohl nur um den Erfahrungsaustausch. Ich bin eben der Auffassung, dass man aktiv ist und bleibt. Wenn man dann noch die Haltung bewahrt, hat man immer einen guten Stand. Ich höre mir auch derzeit wieder mal mehr die Anfeindungen an, nur lasse ich mich nicht darauf ein.
Die Mediation selbst halte ich für ein sehr sinnvolles Mittel, nur habe ich bei einem reinen Telefonat noch etwas Bedenken. Mir ist der persönliche Kontakt immer lieber. Welches Mittel du am Ende umsetzt, wird dir in keinem Internetforum jemand vorschreiben.
Gruß
Nico
Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
