Hallo an alle, ich lese zwar schon seit einigen Tagen/Wochen mit, bin aber bisher leider noch nicht dazu gekommen,
mich vorzustellen. Bin 48 Jahre alt und seit fast 26 Jahren verheiratet, "wir" haben 4 tolle Kinder.
Bin vom Forum selbst und den vielen Geschichten hier, die mich an meine eigene erinnern, total begeistert!
Ich habe lange überlegt, ob ich meine Geschichte auch "veröffentlichen" soll. Habe aber das Gefühl, dass es mir
helfen wird, mit all dem was war und all dem, was noch kommen wird, besser fertig zu werden.
Also werde ich meine Geschichte mal im Laufe der nächsten Wochen hier schreiben, hoffe und freue mich jetzt schon auf viele hilfreiche Anworten.
Bis dann,
viele Grüße,
Skywalker
Na dann ein herzliches Willkommen.
Ich hoffe mal du meinst du bist von dem Forum und den kompetenten Antworten auf Frage begeistert und entgeistert übr die vielen harten Geschichten 😉
Lass dir ruhig die Zeit die du brauchst zumschreiben und scheue dich nicht Fragen zustellen.
Gruß Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo Tina,
wow geht das schnell hier!! Natürlich habe ich es so gemeint, wie Du geschrieben hast, bin etwas "neben der Spur" im Moment, aber dazu später mehr.
Vielen Dank für die nette Begrüßung!
Gruß
Skywalker
Hi skywalker,
kein Problem das dachte ich mir schon. Sortiere dich einfach mal oder schreib einfach was dir so auf der Seele liegt udn wir helfen beim sortieren.
Gruß Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo Skywalker,
schreiben hilft viel. Hat mir auch viel geholfen.
Den ganzen Mistkram einfach von der Seele schreiben, sich Tipps holen und (ja auch das) mal von anderen "wieder runter holen lassen". Ab und zu sieht man nicht mehr klar...hier kriegst du hilfe und auch einen Tritt in den Ar...sofern du es brauchst.
Gruß BM RK
The Future is not set. --
There is no fate but what we make for ourselves.
Hallo Skywalker,
du bekommst nicht nur Tritte in den Allerwertesten (die braucht ja nicht jeder) sondern auch Zuspruch.
Da du schon länger hier bist, wirst du, wenn soweit, deine Geschichte sicher eher sachlich darstellen. Beim Schreiben wirst du merken, dass sich ganz viele Gedanken, die vielleicht momentan noch etwas wirr in deinem Kopf hin und her gehen, entwirren und sortieren.
Durch das Lesen der vielen Geschichten hier wird sich mancher eigene Schmerz relativieren.
In einer Trennung glaubt man immer erst einmal, man wäre mutterseelenallein.
Dass dem nicht so ist, wirst du schon mitgekriegt haben.
Und das tut gut.
Und du wirst sehen, wenn du deine eigene Geschichte schreibst, und es unbeantwortete Dinge dort gibt, wirst du ganz andere Ansätze und Denkanstöße bekommen.
So habe ich es erlebt.
Und fand und finde das stets sehr hilfreich und tröstlich.
Und jeder hat sein eigenes Tempo, also nimm dir die Zeit, die du brauchst. 🙂
Liebe Grüße, Lesemaus
Getretener Quark wird breit, nicht stark
Nochmals vielen Dank für die nette Begrüßung hier!
Hier nun meine Geschichte, wobei ich versuche mich so verständlich und so kurz wie möglich zu fassen:
Meine Frau ist wie ich 48 Jahre alt. Wir sind seit fast 26 Jahren verheiratet, es gab – wie in allen Ehen – Höhen und Tiefen.
In diesem fast 26 Jahren haben wir 4 Kinder bekommen, der Jüngste ist 16 Jahre alt, die Älteste 25. Meine Frau war von Anfang an
für die Kindererziehung „zuständig“, ich ging arbeiten und verdiente das nötige Kleingeld für unsere immer größer werdende Familie.
Als die Kinder größer wurden und damit auch unsere Ausgaben, suchte meine Frau sich einen Halbtagsjob, dies war vor ca. 6 Jahren.
Wir konnten nie „große Sprünge“ machen, dass Geld war immer knapp. Vor 12 Jahren bauten wir ein Haus und sind beide im Grundbuch
zu jeweils 50% als Eigentümer verzeichnet. Wir hielten immer fest zusammen, über die Familie ging eigentlich nichts –
so kam es mir auf jeden Fall vor. Meine Frau hat mich noch nie betrogen (soweit ich weiß), ich sie auch nicht.
Natürlich gab es auch größere Streitigkeiten doch nie etwas, was uns auseinander bringen konnte. In den letzten Jahren kriselte
es ein wenig mehr, meist bekamen wir uns wegen Kleinigkeiten in die Haare, doch auch in dieser Zeit konnte ich nichts entdecken,
was unsere Ehe auf Dauer gefährdet hätte. Es gab eben gute wie auch schlechte Zeiten, wer kennt das nicht aus seiner eigenen
Beziehung. Ich liebe meine Frau und unsere Kinder über alles, bin aber auch nicht der Typ Mann, der das gut zeigen kann.
Alles fing eigentlich im April letzten Jahres an, als meine Frau von einem Tag auf den anderen aus unserem gemeinsamen
Schlafzimmer auszog und in das leere Kinderzimmer unserer ältesten Tochter gezogen ist (die vor einiger Zeit zu ihrem Freund gezogen war).
Es gab keinen größeren Streit vorher, gab und gibt keine/n Anderen, ich war völlig baff.
Die anfängliche Begründung war sie „kennt viele Ehepaare, die getrennt schlafen“ und „so stört der eine den anderen nicht“,
sie „wollte das mal versuchen“. Eine Ausrede nach der anderen folgte, warum sie nicht wieder ins Schlafzimmer ziehen wollte oder konnte.
Natürlich habe ich sie immer wieder angesprochen und das Gespräch mit ihr gesucht, rannte aber gegen eine Wand. Ich merkte,
dass sie sich immer weiter von mir entfernte. Das ging so gute 3-5 Monate, dann sagte sie zum ersten mal in einem Gespräch, wir
sollten uns vielleicht trennen.
Ich verstand die Welt nicht mehr! Weitere Gespräche wurden von ihr kaum noch zugelassen, es wäre zuviel in unseren Ehejahren passiert,
sie wüsste auch nicht genau warum, wir hätten uns auseinander gelebt, wie es weiter gehen sollte könnte sie auch nicht sagen und ich
sollte ihr Zeit lassen.
Das tat ich doch besser wurde unsere Lage dadurch nicht. Sie kapselte sich immer mehr ab, unsere alten Freunde waren
plötzlich keine Freunde mehr (sie warf mir vor, ich hätte gar keine Freunde!), auf jeden Fall wollte sie mit unseren alten Freunden
nichts mehr zu tun haben. Stattdessen zog sie immer öfter die Gesellschaft der Freunde unserer jüngsten Tochter vor
(die ist 18 und ihre Freunde sind so zwischen 17-22 Jahre alt). Wir feierten den zweiten Weihnachtsfeiertag mit ihnen, wir feierten
den Geburtstag meiner Frau mit ihnen, wir feierten Silvester mit ihnen – kein Erwachsener weit und breit, nur die Clique meiner Tochter.
Alles drehte sich nur noch um diese Clique. Mir wurde das zuviel, ich wollte mich auch mal wieder mit Gleichaltrigen unterhalten können,
nicht immer nur mit Jugendlichen. Meine Frau sah das ganz anders, sie fühlte sich wohl mit den jungen Leuten. Mit ihnen konnte sie reden,
lachen, war gerne mit ihnen zusammen. Sie organisierte Feiern für sie, plante Ausflüge und Wochenendaktivitäten usw.
Die Lage spitzte sich immer weiter zu, die Gespräche zwischen uns wurden immer seltener. Meine Frau schien damit super klar zu kommen,
mir ging es immer schlechter und schlechter, ich verstand die Welt nicht mehr. Komme mir vor wie ausgeschlossen, total überflüssig.
Seit Januar diesen Jahres nun will meine Frau das ich ausziehe, ein weiteres zusammen leben wäre unmöglich.
Sie will im Haus bleiben und ich soll mir eine Wohnung suchen. Für mich brach eine Welt zusammen. Alles, wofür wir beide unser ganzes
Leben geschuftet und auf vieles verzichtet hatten, war plötzlich nichts mehr wert. Ich versuchte weiter in Gesprächen mit meiner Frau einen
Grund zu erfahren, wie es soweit kommen konnte, was wir ändern müssten. Einen richtigen Grund habe ich nie erfahren.
Sie warf mir vor, ich hätte sie unsere ganze Ehe psychisch unterdrückt (wer meine Frau kennt weiß, dass sie gar nicht der Typ ist,
der das mit sich machen lassen würde!), sie wäre immer nur für die Kinder da gewesen, ich hätte mich nie um unsere Kinder gekümmert
sondern wäre arbeiten gegangen (Hallo, einer musste ja Geld verdienen?!?). Die Kinder wären jetzt groß, sie wollte so nicht mehr leben
und jetzt ein anderes Leben führen, ohne mich. Ich kam mir vor wie bestellt und nicht abgeholt.
Es ging mir schlechter und schlechter, ich bekam Panikattacken, hatte das Gefühl nicht mehr atmen zu können, konnte nicht mehr schlafen,
nichts mehr essen und habe das Gefühl, mein Leben ist vorbei. Alles scheint mir sinnlos, ich sehe keine Zukunft mehr,
weiß nicht, wofür ich überhaupt lebte, kann mich auf nichts konzentrieren und habe immer das Gefühl, mit meiner Frau reden zu müssen,
die ganze Schuld auf mich nehmen zu müssen – mir war und ist alles egal.
Seit 4 Monaten bin ich in ärztlicher Behandlung und bekomme Medikamente zur Beruhigung. Außerdem gehe ich seit 2 Monaten
zu einem Psychologen, kann ich nur empfehlen, tut mir sehr gut. Es hilft mir, mit anderen über die Situation zu reden.
Mein Selbstwertgefühl ist praktisch nicht mehr vorhanden, ich würde alles tun, um meine Frau und damit unser Leben wieder zurück zu
bekommen, und das obwohl ich eigentlich weiß, dass das wohl nicht mehr geht und es keinen Weg zurück gibt.
Wie es weiter gehen soll kann ich nicht sagen, ich weiß nur, dass ich nicht ausziehen werde.
Ich stehe auf dem Standpunkt, wenn sie nicht mehr will oder kann dann soll sie auch so konsequent sein und gehen,
was ich aber eigentlich gar nicht will. Am liebsten wäre mir, wir würden irgendwie wieder einen Weg für eine gemeinsame Zukunft finden.
Trotz der Medikamente habe ich noch öfters Panikattacken, hoffe aber, dass die im Laufe der Zeit immer seltener werden.
Ich gehe viel mit unserem Hund spazieren, aber das Gegrübel ist immer da und meine Gedanken kreisen nur um alles was wir hatten
und wie die Zukunft aussehen soll. Ich habe immer noch das Gefühl, das wir nur „mal richtig“ reden müssten, um einen gemeinsamen
Weg für uns zu finden. Aber alle Versuche von mir, mit meiner Frau ins Gespräch zu kommen, werden abgeblockt –
sie kann nur mit mir reden, wenn sie etwas von mir wissen will oder meine Hilfe braucht.
Wir leben noch zusammen in unserem Haus, die finanzielle Lage gibt es auch gar nicht her, dass sich einer von uns beiden
eine Wohnung sucht. Einer sieht auf der ersten Etage fern, der andere sitzt im Erdgeschoß vor der Flimmerkiste.
Gesprochen wird nur das Nötigste, also „Morgen“ und „Hallo“, ansonsten bin ich Luft für meine Frau, sie schließt mich vollkommen
aus dem Leben unserer Familie aus! Am schlimmsten sind die Abende und Nächte, ich fühle mich einsam und verlassen und komme mir
vor wie der letzte Dreck auf dieser Welt.
Ich komme mit der ganzen Situation überhaupt nicht klar, weiß nicht, wie es weiter gehen soll und versuche mich so gut es
geht abzulenken. Seit ein paar Wochen treffe ich mich an Wochenenden mit verschiedenen Freunden, die die Lage kennen und
Gott sei Dank für mich da sind. Alles besser als Stunde um Stunde vor dem Fernseher zu sitzen und zu grübeln.
So vergeht Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat.
Eine Lösung sehe ich zurzeit nicht, die Scheidung hat meine Frau bisher noch nicht verlangt, ich soll „nur“ gehen,
was ich aber nicht machen werde, nicht machen kann, denn damit würde ich alles aufgeben, für das ich gelebt habe.
Ich liebe meine Familie und hätte mir nie vorstellen können, dass es etwas gibt, was uns auseinander bringen kann.
Früher habe ich mich um alles gekümmert – meine Frau sagte etwas, ich habe es umgesetzt oder erfüllt. Heute bin ich überflüssig
und werde vom Familienleben ausgeschlossen. Hört sich bestimmt „schwülstig“ an, beschreibt aber am besten meine Gefühlslage.
Meine Frau kommt mir manchmal vor wie eine Fremde, so kalt und abweisend ist sie, ich erkenne sie oft nicht wieder.
Ihr scheint das alles nichts auszumachen und sie lebt ihr Leben, sie scheint mir immer einen Schritt voraus zu sein, mit „uns“
abgeschlossen zu haben, mit der Situation gut klar zu kommen. Ich gehe dabei unter.
Ich habe jetzt 3 Wochen Urlaub, ein grässlicher Gedanke! Es ist noch „alter“ Urlaub aus 2006, den ich nehmen musste,
sonst wäre er verfallen, was mir aber eigentlich egal gewesen wäre. Ich wache jeden morgen gegen 7 Uhr auf und dann steht ein
langer, sinnloser Tag vor mir. Ich weiß überhaupt nichts mit mir anzufangen, habe zu nichts Lust und versuche über den Tag zu kommen
ohne durchzudrehen. Ich kann mich mit nichts beschäftigen oder ablenken, fühle mich mit den kleinsten Aufgaben total überfordert.
Alles ist mir egal. Ich weiß, dass ich mich nicht hängen lassen darf, sehe aber auch keinen Ausweg, weiß nicht wie es weiter gehen soll.
Das ist sie nun, "meine Geschichte". Sie ist nicht viel anders als viele Geschichten hier, aber für mich ist sie alles!
Falls ihr Fragen habt, ich freue mich über jede Nachricht und will versuchen, so schnell wie möglich zu antworten.
Viele Grüße,
Skywalker
hallo skywalker,
wie sich die dinge doch ähneln. die geschichte gleicht der meinigen aufs haar, nur das ich 51 bin und sie 48.
aber….erstmal willkommen auch von meiner seite.
das du in therapeutischer behandung bist, ist schon mal sehr gut. wie du dich beschreibst hört sich das stark nach einer depression an. da kann ich auch ein lied von singen.
das du nicht ausziehst ist die richtige entscheidung. ich habe das damals gemacht, aber die konstellation war auch etwas anders. wenn sie sich trennen will, soll sie ausziehen. punkt.
deine frau hat sich innerlich schon lange von dir verabschiedet, nur du wolltest das nicht wahrhaben und hast "vogel strauss" gespielt. eine typisch männliche verhaltensweise in solchen situationen.
das einzige was ich dir noch raten könnte, sie von einer eheberatung zu überzeugen. die beratung muss nicht heissen, dass die krise dann vorbei ist. sie kann auch so enden, dass man einen weg findet sich gütlich zu trennen.
ansonsten: geh um die häuser, mach viel sport. das lenkt ab und hat mir sehr geholfen.
heute bin ich seit 3 jahren geschieden, aber ich habe ein jahr gebraucht um emotional wieder auf die füsse zu kommen. sei geduldig mit dir.
ihr könnt das trennungsjahr übrigens auch im eigenen haus verbringen. voraussetzung: jeder führt seinen "eigenen" haushalt.
viel kraft führ dich
gruss
bengel
Hallo bengel
und vielen Dank für die schnelle Antwort.
Das meine Frau sich "innerlich längst verabschiedet hat und ich habe vogel strauss gespielt" sehe ich auch so und versuche ja auch,
damit klar zu kommen. Was für mich aber wirklich nicht leicht ist - ich liebe sie "leider" noch und kann das zurzeit nicht einfach abstellen.
Ich glaube auch, dass mir hier nur die Zeit helfen kann.
Die Eheberatung habe ich ihr bereits vorgeschlagen, sie meint aber, dafür ist es zu spät, sie geht da nicht mit hin.
Also kein weiter kommen auch in dieser Richtung.
Da sie aber auch noch nie von Scheidung gesprochen hat, mache ich mir halt immer noch Hoffnung, den Karren wieder aus dem
Dreck ziehen zu können, obwohl mein Verstand mir was anderes sagt.
Danke für die guten Wünsche,
Gruß
Skywalker
Moin skywalker,
"Eheberatung" ist in Eurem Fall das falsche Wort; "Paarberatung" ist besser. Das kittet eine Ehe nicht einfach und dreht die Zeit nicht zurück; schon gar nicht, wenn man sich zuvor viele Jahre auseinandergelebt hat. Aber man lernt, (wieder) miteinander zu kommunizieren, und allein wegen Eurer Kinder müst Ihr das können. Sehr oft steht am Ende einer solchen Paartherapie die Trennung, aber dann wisst Ihr zum einen, warum (und könnt diesen Fehler in künftigen Beziehungen vermeiden); zum zweiten könnt Ihr dann eine neue, respektvolle "Nur-Eltern"-Beziehung zueinander beginnen. Welchen Wert die hat, werdet Ihr beispielsweise bei der "Auszugsfrage" und beim Auseinanderklamüsern des Hausrats feststellen.
Zum Thema "Lieben": Schreib einmal auf ein Stück Papier, was genau Du an Deiner Frau liebst. Aber keine unüberlegten Platitüden wie "ihr nettes Wesen" oder sowas, sondern nur Fakten, die heute noch Bestand haben. Es wäre nicht unwahrscheinlich, dass Du hinterher feststellst, dass Du sie gar nicht mehr wirklich liebst, sondern nur die Bequemlichkeit und relative Sicherheit Deines aktuellen Lebens. Bzw. dass Du Deine Angst vor dem Allein-Sein und -Leben für Liebe hältst. In einem Film habe ich vor kurzem mal einen guten Satz eines trennungswilligen Paares bei der Analyse ihrer "Liebe" gehört: Da sagte sie zu ihm "Wir lachen nicht mehr miteinander". Frag Dich mal, wann und worüber Du und Deine Frau gemeinsam zum letzten Mal herzhaft gelacht habt; dann weisst Du auch, seit wann die Liebe tot ist. Das kann man nicht rückgängig machen.
Zum Thema Haus: Ausziehen solltest Du auf keinen Fall, sondern ein vernünftiges Gespräch darüber anregen, was damit geschehen soll: Kann einer von Euch beiden den anderen auszahlen? Oder wäre es nicht sowieso sinnvoller, mit der Ehe auch diesen Grundbesitz zu beenden, das Haus zu verkaufen und mit dem jeweils hälftigen Verkaufserlös ein neues Leben zu beginnen? Man entledigt sich damit auch vieler Altlasten...
Meine Überlegungen sind sicher nicht vollständig, aber vielleicht können sie Dir helfen, Dein aktuelles Denken ein wenig zu strukturieren.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo Martin
und auch Dir Danke für die schnelle Antwort. Meine Frau lehnt leider jedliche Art von Beratung ab! Sie läßt mich einfach links liegen und erwartet, dass ich meine Koffer packe. Das Problem ist ja, meiner Meinung nach, dass eine "normale" Kommunikation zwischen uns nicht mehr möglich scheint, von ihr total abgeblockt wird. Mir geht das vor allem so an die Nieren und ich komme nicht mit der Situation klar, weil ich immer noch glaube, dass wenn wir noch einmal normal miteinander über alles reden könnten, unsere Ehe noch eine Chance hätte! Aber jedes Gespräch wird von meiner Frau geblockt, es geht keinen Schritt weiter. Ich weiß nicht warum sie das tut, vielleicht ist das ihre Art, mit der Situation klar zu kommen. Vielleicht hat sie Angst, dass ich sie "überreden" könnte, obwohl ich das nicht glaube.
Natürlich ist nach so einer langen Ehe vieles zur Gewohnheit geworden, die Schmetterlinge sind lange gelandet. Aber ohne einen wirklichen Grund alles in Frage zu stellen und weg zu werfen, kann doch auch nicht die Lösung sein. Ich würde ja um unsere Ehe kämpfen und alles dafür tun - wenn sie mich lassen würde, nur diese Chance gibt sie mir nicht mehr.
Zum Thema Haus: keiner von uns beiden kann den anderen auszahlen. Ein Verkauf scheidet für mich auch aus, ich hänge sehr an dem Haus und möchte den Kindern nicht ihr Zuhause nehmen. Wenigstens das sieht meine Frau ähnlich, sie will solange hier wohnen bleiben bis das letzte Kind aus dem Haus ist, erst dann will sie verkaufen. Aber das kann noch Jahre dauernd und wie gesagt, verkaufen möchte ich eigentlich nicht.
Danke für Deine Überlegungen, aber ich weiß im Moment echt nicht weiter.
Viele Grüße
Skywalker
Männer brauchen einen triftigen Grund bevor sie die Ehe beenden, Frauen brauchen einen trifftigen Grund die Ehe fortzuführen.
Ist auch nur ein Vorurteil und trifft natürlich nicht immer zu, aber in deinem (und meinem) Fall scheint das so zu sein.
...
Ich verstehe dich gut, dass du das Haus erhalten möchtest. Ich habe das auch so versucht, schliesslich arbeite ich für unser Geld und weiss dass das Geld nicht auf Bäumen wächst. Meine Frau weiss das aber nach 11 Jähriger Arbeitsabstinenz nicht mehr und für sie stellte das Haus und das Geld keinerlei Wert dar.
Geld muss einfach da sein und dafür habe ich in meiner Freizeit zu sorgen.
In meinem Fall hiess das: nach einem halben Jahr der versuchten gemeinsamen Nutzung hat sie mich von einem Tag auf den Anderen vor die Tür gesetzt und das Haus verkauft.
So sehr ich mich jetzt über die 100.000,- € Verlust gräme, so ist mein Leben jetzt doch erheblich einfacher geworden nachdem ich mich nicht mehr für das Haus krumm machen muss und wieder Luft zum Leben habe.
Ich denke, wie Bengel auch, dass es noch eine Weile dauern wird bis du offen bist über dein zukünftiges Leben nachzudenken, aber man kann ja schon mal einen Blick darauf werfen.
Versuch dein Haus zu retten aber wenn es nicht geht, lass los.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin skywalker,
an Deinem Posting fielen mir vor allem Sätze wie diese auf:
weil ich immer noch glaube, dass wenn wir noch einmal normal miteinander über alles reden könnten, unsere Ehe noch eine Chance hätte!
[...]
Ich würde ja um unsere Ehe kämpfen und alles dafür tun - wenn sie mich lassen würde, nur diese Chance gibt sie mir nicht mehr.
[...]
Zum Thema Haus: keiner von uns beiden kann den anderen auszahlen. Ein Verkauf scheidet für mich auch aus, ich hänge sehr an dem Haus
Zusammenfassend: Du klammerst - und verhinderst damit Lösungen. Vermutlich, weil Du der Meinung bist, Du hättest bereits eine gute Lösung: Alles soll einfach so bleiben wie es bisher war. Aber das ist kein gangbarer Weg, wenn einer der Partner sich entschieden hat zu gehen - dann KANN nichts bleiben wie es war. Viele Menschen - speziell Männer - glauben, dass sie nur ein paar Sachen anders machen müssten als bisher, damit "alles wieder gut" wäre. Also beispielsweise mal Blumen mitbringen, die Spülmaschine einräumen oder neue Hemden kaufen. Kann sein, dass das mal gereicht hätte, aber das ist lange her. Du hast - wie viele - vermutlich die Zeichen nicht erkannt. So ist das Leben.
Wenn Du Deiner Frau die Paartherapie als "Eheberatung" verkaufst, an deren Ende praktisch zwingend Deine (nicht Eure!) "Lösung" stehen soll, verstehe ich, dass sie sich sträubt; dieser Zug ist für sie abgefahren und jeder Versuch, sie vom Gegenteil zu überzeugen etwa so sinnvoll wie dem Papst das Zölibat ausreden zu wollen. Sinn hat diese Therapie nur, um zu lernen, wie ihr im Lauf Eures weiteren Lebens (das Ihr zwar nicht mehr unter einem Dach verbringen werdet, aber in dem Ihr trotzdem durch die Kinder weiterhin verbunden seid) miteinander umgeht.
Im Moment steht ALLES zur Disposition, was Eure Ehe einmal ausgemacht hat; man findet keine Lösungen, indem man bockig auf bestimmten Dingen beharrt. "Ein Verkauf scheidet aus" kannst Du nur dann sagen, wenn Du einen Weg findest, Deine Frau auszuzahlen. Ansonsten müsst Ihr GEMEINSAM eine Lösung finden, was mit dem Haus geschehen soll. Ein "sie will die Ehe beenden" hat mit den Eigentumsverhältnissen an der Immobilie jedenfalls nichts zu tun; das hat höchstens eine momentane "moralische" Bedeutung dahingehend, dass auch sie dann erst einmal ausziehen sollte, wenn sie Deine Gegenwart nicht mehr erträgt. Wenn Ihr den Fehler macht, Euch hier nicht einigen zu können, steht dieses Haus irgendwann als Scheidungsruine zum Verkauf - und dann habt Ihr beide eine Menge Geld und Nerven verloren.
Also: Stell Dich mal zwei Meter neben Dich und sage Dir: Im Moment kriegt mein Leben eine ganz neue Richtung - und dann mach was draus. Die Vergangenheit zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass man sie auch als solche erkennt...
Grüssles
Martin
(der heute noch froh ist, sich innerlich sehr früh von "seinem" Haus getrennt und ganz neu angefangen zu haben)
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Moin skywalker,
ich muss den Anderen zustimmen, bis zu einem gewissen Punkt ist es in Ordnung, an Dingen festzuhalten, irgendwann aber ist der Punkt ewrreicht, an dem man erkennen können muss, was es loszulassen gilt.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen- je schneller Du es schaffst, so konstruktiv wie mgl. mit dem Thema umzugehen umso schneller wirst Du auch wieder auf die Beine kommen. Auch ich habe ein 3/4 Jahr mit meiner Ex noch unter einem Dach gewohnt, da wir ähnliche finanz. Verhältnisse hatten, aber es war eine Zeit des Stillstands, am Tag ihres Auszugs waren wir keinen Schritt weiter, als am Tag der Trennung!
Und Du kommst wieder auf die Beine, auch wenn es jetzt unmöglich für Dich ist, sich das vorzustellen. Es wird eine harte Zeit von ein oder zwei Jahren geben und wenn die grössten Baustellen erledigt sind, kannst Du wieder nach vorne schauen und neu anfangen. Mache nicht den Fehler, zuhause zu sitzen und zu grübeln, unternimm was mit Freunden, lebe schöne Momente voll aus und wenn es Dir hilft, mach eine Therapie. Nichts ist jetzt schlimmer, als mit Deiner momentanen Verfassung nach vermeintlichen Lösungen zu suchen, die so nie eintreten werden, weil die Vorraussetzungen dafür fehlen.
Aufmunternde Grüsse HHJung
*der damals wirklich allen Ernstes überlegt hatte zur Fremdenlegion zu gehen, um neu anfangen zu können und dem es heute wieder viel viel besser geht (auch ohne Fremdenlegion) *
Hallo Skywalker!
Ja, die Geschichte ruft Erinnerungen wach. Und ich denke, dass es sinnlos ist gegen Windmühlen zu kämpfen Du tust Dir selbst keinen Gefallen mit jedem Tag, den Du mit ihr unter einem Dach verbringst. Wie schon meine Vorredner gesagt haben, kann auch ich Dir nur empfehlen Dich Gefühlsmäßig bald von "Deinem" Haus zu trennen - ausziehen wie Frau das will nie (kann sie auch gar nicht fordern!) ein Verkauf sollte aber schon bald realisitsche Perspektive sein. Mit dem Geld (wenn inzwischen schon genug abbezahlt worden ist) lässt sich was neues anfangen.
4 Kinder zwischen 16 und 25?
Wie viele leben denn noch zu Hause?
Würden im Falle einer Trennung Unterhaltsfordernugen der Kinder im Raum stehen?
Wollen die noch zu Hause lebenden zur Mutter (mehr als nur die jüngste)?
Wärst Du bereit die Kinder zu Dir zu nehmen?
Wie reageren die erwachsenen Kinder auf das "Abnabeln" der Mutter?
Sehen die es als solches, oder bist auch in deren Augen Du Schuld an dergescheiterten Ehe?
Versuchen sie Dich in familiäres einzubinden, oder schneiden sie dich auch aus? #
Ja, man liebt seine Frau noch, aber was willst Du wirklich von ihr? Oder lass mal so fragen, was wünscht Du Dir von Deiner Partnerin und bekommst davon überhaupt noch 5 %?
Es erinnert sehr an das Abkapseln meiner Frau. Als ich es dann geschafft hatte, dass sie ohne Kinder ausgezogen ist, fehlten plötzlic die giftigen, mürrischen Worte in der Wohnung: Nicht dass sie es alleine gewesen ist, so was färbt auf alle ab. Meinen beiden kleinen (4 und 2 Jahre damals; zugegeben andere Gewichtsklasse) ging es nach dem Auszug entspannter, das haben mir sogar die Kindergärtnerinnen gesagt.
Tu Dir nicht jede Situation an! Was Dich tangiert bestimmst Du ganz alleine.
Ich denke, Deine Situation gärt schon länger vor sich hin, besser wird's nicht, wie vielleicht beim Wein. Komm zu einem Entschluss und handle: Warte nicht auf ihre Entscheidung: Sie hat sie formuliert: Sie ist durch mit Dir und hat jetzt schon Jahre neben Dir ausgehalten, sie wird Sitzfleisch haben. Sie wird an der Situation nicht viel ändern.
Und dass sie Dich irgendwann anders behandelt? Das tut sie ja schon :Seit einigen Jahren! (oder wielang das jetzt schon dauert)
Manchmal denke ich, der sicherste Beweis, dass intelligentes Leben woanders im Universum existiert, ist, dass sie noch nie versucht haben, mit uns Kontakt auf zu nehmen.
Hi,
das mit dem Hausverkauf würde ich zwar in die Überlegungen mit einbeziehen ABER nicht in jedem Falle.
Es gilt klarer Kopf UND durchnrechnen !
Denn im ungünstigsten Falle zahlt er mehr EU, wenn er vorher das Haus verkauft hat,
da die ehebedingten Schulden nicht mehr angerechnet werden. Fazit: Mann steht ohne Haus da, und hat dieselbe Knete. Je nach Konstellation.
Getilgt dürfte noch nicht viel sein, da Haus erst 6 Jahre alt. Also höchstwahrscheinlich Verlustgeschäft !
@skywalker mein fall im Kurzabriß, bzgl. Haus etc.:
- auch 50-50, Haus 7 Jahre alt, Ich wohne drin EX ist ausgezogen
- Ich AE-Papa(1 Kind)
- bei der EU - Verhandlung wurde der gesamte Kredit (Zins und Tilgung) abgezogen, da EX zu hohe Forderungen stellt und nicht davon abgeht und auf meine Vorschläge nicht eingeht :exclam: Dadurch kam es noch zu keiner Einigung.
- Beim Zugewinn habe ich die besseren Karten, da Anf.-Vermögen höher ist 😉
- Die Bank spricht nur mit mir, und würde auch von der Rate her runtergehen. Mache ich aber nicht 😉 .
Daraus folgt:
Würde ich das Haus verkaufen, hätte ich zwar mehr davon (durch Zugewinnausgleich), aber
es wäre -wahrscheinlich- sofort eine Abänderungsklage für EU auf dem Tisch. 😡
Erfolgt nun keine Einigung wird der Zugewinnausgleich separat gemacht, und ich bekomme den Ausgleich, da EX -während der Ehe- mehr erwirtschaftet hat.
Das Haus wird dann per Teilungsversteigerung versteigert, indem ja jeder mitsteigern kann.
Fazit wäre hier: EX hat Schulden ohne was in der Hand zu haben.
Eine weitere EU - Forderung kommt dann wahrscheinlich trotzdem, aber bis dahin geht viel Zeit ins Land und wer weiß vielleicht heiratet EX in der Zwischenzeit oder so !
Dies soll nur ein Beispiel sein. Das Haus würde ICH nicht so schnell abgeben, bevor nicht andere Dinge geklärt sind.
Ausziehen auf jeden Fall auch nicht, daß haben hier ja schon einige geschrieben.
Strategische Vorgehensweise heißt hier die Devise, falls man sich nicht einigen kann.
Gruß
babbedeckel
Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)
Richtig, Babbedeckel,
ich wollte auch keineswegs dem sofortigen Auszug oder Verkauf das Wort reden.
Es kann durchaus sinnvoll sein es nicht zu verkaufen aber das hängt sehr stark davon ab in wie du in der Lage wärest das Haus alleine weiter zu finanzieren und ggf. bei einer Versteigerung mithalten zu können oder auch nur zu pokern.
Die Möglichkeit, die Hypotheken weiter als Eheprägend in Abzug zu bringen, obwohl das Haus einem dann alleine gehört ist schon verlockend.
Wenn du das schaffst, hast du in der finanziellen Bilanz warscheinlich Vorteile.
Nur wenn du das nicht oder nur mit letzter Kraft schaffen kannst bliebe die Frage ob das nicht eine zu grosse Belastung für dein zukünftiges Leben wäre.
In jedem Falle würde ich dir raten, nicht auch noch das Haus mit Emotionen zu belegen, sondern sachlich zu kalkulieren.
Ich habe mein Haus aufgegeben, als klar war dass ich es nicht vernünftig alleine bezahlen kann und will und ich bin heute froh diese Last los zu sein. Da ohne meine Familie zu wohnen käme für mich sowieso nicht in Frage.
Um die Frage für dich zu klären, würde es sich vielleicht lohnen zu prüfen, ob du das Haus auch durch Vermietung finanzieren könntest.
Gruss G.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
rehi,
ich habe mich mithilfe der eheprägenden Haus- Schulden aus der EU- Sklaverei aller Vorraussicht nach befreien können. Ob das aber in diesem Fall möglich ist, musste wie gesagt mal rechnen.
Mach bloss keine Schnellschüsse, lass die Emotionen so gut wie möglich raus und rechne kühl.
Hallo an Alle und vielen Dank für die vielen Anworten und Anregungen.
Vom Verstand her sehe ich es genau so wie viele hier - meine Frau ist schon weit weg und einen Rückweg wird es nicht mehr geben.
Aber von den Emotionen, von der Gefühlsseite her, komme ich mit dieser Situation noch keines Weges klar.
Meine Frau ist mir Meilen voraus, sie hat mit allem abgeschlossen und mich komplett überrannt. Für die nächsten Wochen hoffe ich erst einmal
meine Nerven in den Griff zu bekommen, ich kann mich Gedanklich im Moment gar nicht mit der Situation beschäftigen, ohne die nächste
Panikattacke und das große Nervenflatttern zu bekommen. Machmal habe ich das Gefühl, die Medikamente wirken überhaupt nicht, es gibt gute Tage,
an denen ich gut mit der Situation klar komme und in Ruhe über alles nachdenken kann und es gibt schlechte Tage (leider öfter als gute!) an welchen
ich von morgens bis abends grübel, keinen klaren Gedanken fassen kann, mich mit nichts ablenken kann und meine mein Leben ist zu Ende und
alles war umsonst. Ich kann eben den berühmten Schalter auch nicht einfach auf Null drehen. Natürlich ist auch viel Angst vor der Zukunft, viel Gewohnheit und
eine große Angst vor dem Alleine-sein mit dabei, aber nach so langer Zeit jetzt einfach sagen "ok, dann wars das", gehen und "ein neues Leben" anfangen geht einfach noch nicht. Der psychische Druck hier jeden Tag ist unbeschreiblich, ich hoffe, dass ich mich daran gewöhnen kann, um wenigstens um die Kinder und das Haus noch kämpfen zu können. Aber im Moment kommt sie mit diesem Druck viel besser klar als ich, ich kämpfe viel mehr mit mir selber um die Situation einigermaßen ertragen zu können.
Zu den gestellten Fragen:
Ja, 4 Kinder zwischen 16 und 25, 3 leben noch im Haus, wobei die zweitälteste nächstes Jahr im August mit der Lehre fertig ist und dann eine eigene Wohnung suchen will.
Unterhalt müsste ich für 2 Kinder zahlen, wenn sie denn mit Mama gehen würden.
Ich habe mit den Kindern gesprochen, die jüngste Tochter würde wohl mit Mama gehen, wenn sie auszieht und ansonsten im Haus bleiben, der 16jährige Sohn würde bei dem bleiben, der im Haus wohnen bleibt. Natürlich wäre ich bereit, die Kinder zu mir zu nehmen!
Die erwachsenen Kinder können Mama auch nicht richtig verstehen, sie empfinden sie als "sehr sturr", sehen aber auch keine Chance mehr für uns.
Sie binden mich ein, reden und treffen sich mit mir (vor allem die Tochter, die schon ausgezogen ist), darüber freue ich mich sehr.
Sie sehen die Lage sehr realistisch und sagen "dazu gehören immer Zwei, einer alleine ist nie Schuld".
Ich habe mich gestern von einem Rechtsanwalt beraten lassen, er erstellt jetzt erstmal zwei Unterhaltsberechnungen. Eine wenn meine Frau im Haus bleibt, eine wenn ich im Haus bleibe. Danach kann ich erst sagen, ob ich das Haus finanziell überhaupt alleine tragen kann.
Wobei ich das Gefühl habe, dass meine Frau "die Lage aussietzen will", sie weiß, dass sie im Moment mit dem psychischen Druck besser klar kommt und am
längeren Hebel sitzt. Ich habe den Eindruck, dass sie einfach nur wartet, dass ich mit dem Druck überhaupt nicht mehr klar komme, aufgebe und das Haus verlasse.
In vielen Gesprächen mit Freunden wurde mir gesagt, dass die Zeit mein Freund ist und das es nach einer Weile nicht mehr so weh tut und man(n) mit der Situation leben kann, sich daran gewöhnt.
Ich hoffe nur, dass ich solange aushalte bis das passiert um dann wieder um mein Leben kämpfen zu können - im Moment ist mir mein Leben schrecklich egal.
Ich sehe für mich keine Zukunft und kann mir nicht vorstellen, dass ich irgendwann wieder lachen und ruhig schlafen kann.
Viele Grüße
Skywalker
Hallo an Alle,
mich beschäftigen zurzeit meine enormen Meinungsschwankungen:
An einem Tag bin ich fest entschlossen zu gehen, mir eine Wohnung zu suchen und einen Neuanfang zu versuchen. An diesen Tagen geht es mir meist auch recht gut, ich komme gut mit der festgefahrenen Lage hier klar, kein Anzeichen von Panikattacken zu sehen - kurzum, ich fühle mich recht gut.
Das ist am nächsten Tag dann meist genau anders: ich bin fest entschlossen zu bleiben (soll sie doch gehen!), bin oft gereitzt und hypernervös an diesen Tagen
und habe das Gefühl wieder ganz nah am Rand meines schwarzen Loches zu kleben und fühle mich von der Situation total überfordert.
Ich komme hier irgendwie überhaupt nicht weiter eben auch, weil ich mich zu keiner Entscheidung durchringen kann. Mein RA meinte auch, erstmal nicht aus dem
Haus ausziehen, soll sie doch gehen.
Auf der anderen Seite bin ich davon überzeugt, dass ich schneller von meinem schwarzen Loch weg komme, wenn ich meine Sachen packe und Abstand zwischen und schaffe, sie einfach mal mehrere Wochen nicht sehe.
Bin mir im Moment überhaupt nicht sicher, was das Beste FÜR MICH für die Zukunft ist, womit ICH am besten Leben kann.
Ist es Euch ähnlich gegangen, hört das von alleine irgendwann mal auf und man kann wieder wie früher "normal" denken und handeln?
Im voraus vielen Dank für Eure Überlegungen.
Viele Grüße
Skywalker
