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(@stefan-st)
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Ja meine Story. Ich stehe jetzt nach 2Jahren Ehe vor der Scheidung. Habe eine 5 Jährige Tochter die mein und alles ist.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 21.08.2011 15:48
(@ingo30)
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Hey Stefan,

willkommen hier und traurig, dass die Ehezeiten immer kürzer werden... Schreib doch noch etwas mehr. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 21.08.2011 16:02
(@wedi)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Auch von mir willkommen hier

Du hast sicher einiges durchmachen müssen, jetzt kommt es aber darauf an was du daraus machst, für dich und deine Tochter.
Hier wird dir geholfen.

Gruss Wedi


AntwortZitat
Geschrieben : 21.08.2011 16:08
(@stefan-st)
Schon was gesagt Registriert

Zu der Ehe Zeit kommen nochmal 5 Jahre Beziehung dazu. Das schlimmste für mich ist eigentlich das ich meine Tochter dann nicht mehr jeden Tag um mich habe. Der Vorteil ist eigentlich noch bei mir das ich mich mit meiner Nochfrau normal unterhalten kann. Es wird nicht das Problem sein mein Kind an den Wochenenden etc. zu sehen. Aber für mein Empfinden momentan ist das zu wenig  ;( . Desweiteren bin ich Scheidungs Anfänger  🙂 Ich weiß nicht was finanziell auf mich zukommt. Das gibt es ja teilweise echte Horrormeldungen. Ich glaube ja mal nicht das meine Frau arbeiten wird also ARGE. Sie wird das dann darauf schieben das meine Tochter eine Behinderung Hat und sie 2 mal die Woche Termine mit ihr wahrnehmen muss. Sie hat einen verkürzten Arm (Gendefekt) Muss daher zur Ergo. Ich stehe also vor einem Berg an  :question: :question:


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.08.2011 16:58
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Stefan,

ein entscheidendes Kriterium ist, wie die eheliche Rollenverteilung war; welcher "Schaden" Deiner Frau also dadurch entstanden ist, dass Du sie geschwängert hast. Wenn Ihr das klassische Einverdiener-Modell beschlossen habt (Mann geht arbeiten; Frau kümmert sich um Haus und Kind) endet das auch mit Trennung und Scheidung nicht von heute auf morgen. Da kommt auch nicht gleich die ARGE ins Boot, sondern erst einmal Du selbst in Form von Unterhaltszahlungen an Mutter und Kind.

Du solltest ihr eine eigene Erwerbstätigkeit selbst schmackhaft machen. Zweimal in der Woche mit dem Kind zu einer Ergotherapie zu müssen ist dabei so wenig ein Hindernis wie "einkaufen müssen" oder "Hamster füttern", zumal ja auch Du einen Teil dieser Termine wahrnehmen kannst und sie ja auch nicht gleich Vollzeit arbeiten muss. Möglicherweise könnt Ihr ja sogar ein Wechselmodell einrichten, bei Dem Ihr Eure Tochter zu halbwegs gleichen Teilen betreut.

Sinnvoll wäre es jedenfalls, jetzt nicht gleich zu Anwälten zu rennen und aufeinander zu schiessen. Google mal nach "Mediation"; das kann ein ungleich besserer Weg zur Lösung der jetzt anstehenden Probleme und Fragen sein als der juristische, bei dem es nur darum geht "was ist mein Recht?"

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 21.08.2011 17:17
(@stefan-st)
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Ich war und bin allein Verdiener. Sie war arbeitslos wo wir uns kennen lernten. Wir wollen uns möglicht einvernehmlich scheiden lassen. Das heiß also wenn sie zu Arge geht. Muß
ich zahlen.Das ich für mein Kind zahle ist für mich selbstverständlich. Aber die Mutter sollte nicht auch noch von ihrer Faulheit profitieren. Also nicht mehr als unbedingt nötig.


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Themenstarter Geschrieben : 21.08.2011 18:03
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey Stefan,

einvernehmliche Scheidung ist schon mal ne sehr gute Sache. Ich kann Dir aber nur empfehlen, die ARGE und sonstige Träger aus der Sache rauszuhalten.

Und sei Dir gewiß, der Gesetzgeber hat eh alles so angelegt, dass das Ganze nur einer zahlt - und das wirst Du sein.

Bis zur Scheidung steht erstmal Trennungsunterhalt und Kindesunterhalt an. Und gerade Trennungsunterhalt knallt bei uns Männern richtig rein. Verdienst Du unter 2200 Euro netto wirst Du erhebliche Probleme bekommen.
Ab der Scheidung dann nachehlicher Unterhalt. Hier gibt es dann (im Gegensatz zum Trennungsunterhalt) auch Möglichkeiten der Befristung bzw. Regelungen durch einen guten Notarvertrag.

Und die KM kann sich erstmal ein schönes Leben machen, glaub uns das mal. Sie kann sich auch noch einen arbeitslosen Typen mit ins Haus holen - und Du finanzierst das z.M. für die nächsten 2 Jahre alles mit. Also verabschiede Dich von diesem "Profit"-Gedanken. Der Drops ist längst gelutscht. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 21.08.2011 18:17
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Stefan,

Das ich für mein Kind zahle ist für mich selbstverständlich. Aber die Mutter sollte nicht auch noch von ihrer Faulheit profitieren. Also nicht mehr als unbedingt nötig.

ganz so einfach ist es nicht. Das Rollenverteilungs- und Erwerbsmodell war offensichtlich so von Euch beiden gewählt und gewollt; Möglichkeiten, Deine Noch-Frau zur Aufnahme einer eigenen Erwerbstätigkeit zu motivieren (und ihr dafür ein paar ihrer Aufgaben zuhause abzunehmen), gab es vor und während der Ehe sicher genug (und gibt es heute noch, wenn auch sicher nicht von heute auf morgen).

Es kann jedenfalls nicht die Aufgabe des Steuerzahlers sein, jetzt Dein Portemonnaie zu schonen, nur weil Deine Ehe im Eimer ist. Vielleicht stellst Du mal Deine Einkommenszahlen hier ein; dann können unsere Cracks mal rechnen, was in etwa auf Dich zukommt. Die zum Trennungszeitpunkt plötzlich entdeckte Faulheit der Noch-Ehefrau gibt es zwar durchaus öfter; sie hat auf die Unterhaltspflicht allerdings keinen Einfluss, denn das Gericht, das im Zweifelsfall einen Trennungs- und nachehelichen Unterhalt ausurteilt, prüft solche Dinge nicht.

In jedem Fall kann die von mir bereits angeregte Mediation ein Weg sein, das Ganze ohne Streit zu regeln. Wenn erst einmal Sätze wie "das steht mir zu!" und "das ist mein Recht!" von Anwälten in den Raum geworfen werden, wird es meist teurer.

Grüssles
Martin


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Geschrieben : 21.08.2011 18:17
(@stefan-st)
Schon was gesagt Registriert

Ich habe ein brutto 2800 Euro. Das mit der Rollenverteilung war nicht so ganz freiwillig gewählt. Meine Frau mußte diesen Part übernehmen da meine Tochter zahlreiche Operationen hatte und fast 2 Drittel ihres Lebens in Krankenhäusern war. Das ist auch hauptsächlich der Grund für unser Scheitern wir haben das zwar jetzt alles überstanden. Aber unsere Ehe nicht. Wir haben nur noch funktioniert und und einfach dabei entfremdet. Wir reden ganz normal miteinander und sehen das eher Rational. Also kein Rosenkrieg etc. Mir geht es natürlich darum das sie so selbständig wie möglich wird und mit so viel wie möglich läßt  🙂 Ich möchte mir ja eine Zunkunft aufbauen wo ich mir und meiner Tochter leisten kann.
Klar möchte ja jeder.  🙂


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.08.2011 18:46
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey Stefan,

wie schon geschrieben, hier kannst Du viele gute Tipps bekommen. Ich selbst habe auch nur gute Erfahrungen mit der einvernehmlichen Trennung gemacht. Dazu müssen aber beide Partner wirklich mitspielen und man muss auch bereit sein, Kompromisse eingehen zu können.

Als vorsichtige Schätzung wirst Du bei Deinem Einkomen incl. Kindesunterhalt und Trennungsunterhalt auf einen Zahlbetrag von ca. 1000 Euro kommen. Das ist erstmal weg.

Dazu kommen auch bei der einvernehmlichen Scheidung (je nach Klärungsaufwand) noch mal ein paar tausend Euronen für Anwalt und Notar zusammen. Man lernt dann auch wozu das Trennungsjahr da ist...

Ich möchte mir ja eine Zunkunft aufbauen

....Stefan, ich will ja nicht schwarzmalen... aber von diesen Gedanken kannst Du Dich (z.M.) finanziell erstmal verabschieden. Und was uns Männer ja dazu trifft: Wo die Frau sich schön ausruhen kann mit Unterhalt und Co und sich nach 2 Wochen eine neue "Beziehung" angeln kann, wirst Du erstmal nur zahlen können. Und der Aufbau einer Partnerschaft lässt sich für uns Männer so schwer bis gar nicht realisieren. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 21.08.2011 19:36




(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Stefan,

ganz ehrlich: Das:

Meine Frau mußte diesen Part übernehmen da meine Tochter zahlreiche Operationen hatte und fast 2 Drittel ihres Lebens in Krankenhäusern war.

ist aber etwas erheblich anderes als das:

Aber die Mutter sollte nicht auch noch von ihrer Faulheit profitieren.

Du hättest Dich ja anteilig auch in die gesundheitliche Betreuung Eures Kindes einbringen können anstatt das Deine Noch-Frau allein machen zu lassen. "Faulheit" ist jedenfalls die falsche Vokabel. Dass Eltern eines behinderten Kindes mehr zeitlichen Aufwand leisten müssen als die eines gesunden Kindes, ist bekannt.

Ihr habt diese Regelung einvernehmlich getroffen. Du hast Deine Noch-Frau durch Deine Erwerbstätigkeit mit unterhalten; an dieser wirtschaftlichen Verantwortung Deinerseits ändert sich mit einer Trennung erst einmal nichts. Deine finanziellen Hauptprobleme werden sein, dass zwei Haushalte mehr kosten als einer und dass Du demnächst eine andere Steuerklasse haben wirst.

Mit einem Brutto-Gehalt kann man schlecht rechnen, da die Abzüge nicht bekannt sind. Stell Dich aber grob darauf ein, dass von Deinem Netto zunächst der Unterhalt für's Kind abgeht und vom verbleibenden Rest die Differenz zum Selbstbehalt von 1.050 EUR pro Monat, den Du Deiner Noch-Frau gegenüber hast.

Grüssles
Martin


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Geschrieben : 21.08.2011 20:09