Hallo zusammen,
erst einmal muss ich mein Lob an die Crew von Vatersein.de richten. Eure Webpräsenz ist wirklich sehr schön (Design) und ich bin froh ein solches Forum gefunden zu haben. Ich fühle mit den Menschen, die hier Ihre Geschichten und Probleme schildern und würde mich freuen, wenn ich einen Teil meiner neu erlangten Kraft für Euch verwenden könnte.
Sollte meine Geschichte zu unübersichtlich sein, könnt Ihr gerne nachfragen!!!
Nun zu mir und meiner süßen Tochter (30 Monate):
Es war eine schöne Nachricht für mich, als ich erfuhr, dass ich Vater werden würde. Denn ich liebe Kinder über Alles, was wahrscheinlich an der Bindung zu meinem Bruder lag, der leider am Kindstod gestorben ist. Damals war ich zwar erst 4 Jahre alt, aber auch als Kind empfindet und fühlt man. Die KM mit der ich bis zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Jahre zusammen war, freute sich auch darüber.......
(ich kann nur sagen, der Schein kann anders sein, als man ihn empfindet)
Die ersten 3 Monate der Schwangerschaft waren für meine damalige Lebensgefährin sehr anstregend, so dass ich den überwiegenden Teil des Haushaltes usw. von meiner Seite aus übernommen habe. Dann war es endlich soweit und ich konnte am 14.03.2002 meine Tochter in die Arme schliessen. Es war der schönste Moment meines Lebens und ich kann mich an jedes Detail erinnern, was mit diesem Tag in Zusammenhang steht.
Ich war stolz ein Papa zu sein und bin es immernoch. Nachdem meine Tochter auf der Welt war, kam für uns irgendwann die Entscheidung, dass wir heiraten werden und dies geschah auch am 14.08.2002. Damals war es eigentlich so, dass wir aus Liebe heiraten, nicht wegen des Kindes oder so. (wie man sich täuschen kann).
In den Monaten vor der Heirat fiel mir schon auf, dass sich die KM in vielen Hinsichten nicht mehr bewegte bzw. viel schleifen lies. Leider betraf dies auch das Kind. Jedoch redeten wir darüber und es hatte für mich den Anschein, dass sich Etwas geändert hat (bis auf den Haushalt, den machte ich immernoch überwiegend). Naja, also letzten Endes heirateten wir und es dauerte keine 3 Wochen und sie hatte sich um 180 Grad gedreht.
Alles war anders, Ihr Verhalten..... einfach Alles.
Um Alles ein wenig abzukürzen....... so ging es weiter:
- Während ich auf der Arbeit war, chattete sie, telefonierte STUNDENLANG und kümmerte sich nicht mehr wirklich um das Kind
- 01/2003: Tod meiner Großmutter - KM konnte die Trauer nicht begreifen. Sie fluchte schon vorher über sie bzw. sagte, sie würde sie hassen, weil sie meine Hilfe braucht.
- 02/2003: Das böse Erwachen - Email gefunden: Sie sei nicht glücklich, wolle sich trennen usw.! (mit nem Chatpartner). Details erspare ich Euch und mir.
- 02/2003: Trennung für 4 Wochen - Sie zog auf meinen Wunsch hin aus und ging zu Ihrem Vater. Jedoch gab ich Ihr noch eine Chance, weil ich an meine Tochter dachte.
- 05/2003: Endgültige Trennung - ich konnte die Lügen usw. nicht mehr ertragen. Das Kind wurde total vernachlässigt und vieles mehr.
Ende Mai 2003 trennten wir uns also endgültig und ich began sofort mit der Wohnungsuche. Da der Wohnungsmarkt sehr schlecht war, zu diesem Zeitpunkt, dauerte es auch bis 12/2003, ehe ich ausziehen konnte. Bis dahin war es ein reines Nervenspiel, in das sie leider auch unsere Tochter mit einbezogen hat.
- 6 Monate Couch
- kein gemeinsames Essen mehr mit meiner Tochter, da die KM mit Ihr gegessen hat (Trennungsjahr)
- ständige Attacken gegen meine Person, von Ihr und Ihrem Vater (ich blieb aber ganz "Cool", denn sie wollten nur, dass ich ausflippe oder so.
- sofort die Wohnung abends verlassen, sobald die Kleine im Bett war
Dann der Auszug und schon nach kurzer Zeit der Rückfall in die Realität: Auch wenn ich mich immer versucht habe, mich darauf vorzubereiten, meine Tochter nur noch alle 2 Wochen zu sehen, war es ein wahrer Rückfall, der sich in vielerlei Hinsichten äußerte.
- kaum noch Kontakte nach Außen gepflegt
- meistens alleine zu Hause gesessen und getrauert
- Depressionen
- Ängste
- Warum ich - warum verliere ich Alles was ich geliebt habe, innerhalb von ein Paar Monaten????
- Kind kommt kaum an die Luft - ständiges Zuhausesein
- kaum soziale Kontakte
- sehr einseitige Ernährung - Fruchtzwerge, Süßigkeiten.......
So viele Fragen, aber keine Antworten. Ich musste einfach damit leben, die Kleine nur alle 2 Wochen zu sehen und dies war der sogenannte innerliche Tod für mich. Die KM änderte nicht viel an Ihren Verhaltensweisen und ich muss leider gestehen, dass ich die Frau mittlerweile hasse, denn sie tut meiner Kleinen Dinge an, die sie selbst nicht interessiert bzw. sich dessen nicht bewusst wird, auch wenn man es Ihr sagt.
.... leider könnte ich diese Liste noch über Seiten weiterführen, was ich auch machen werde "nach und nach"......
Naja, mittlerweile habe ich auch die sogenannte "Frau fürs Leben" gefunden und bin Mega-glücklich. Sie hat auch eine Tochter, die knapp 1 Monat jünger ist, wie meine und wenn wir alle zusammen sind, können wir unser Familienleben, was wir alle sozusagen vermisst haben leben. Leider mit dem Umstand, dass ich noch auf die Scheidung warte und dem Umstand, dass meine Tochter nur alle 2 Wochen bei uns ist.
Jetzt am Wochenende gab es dann den ersten Knall meinerseits, denn ich habe meine Tochter nicht am Sonntag zurückgebracht. Sie leidet schon seit einigen Wochen an extremen Haarausfall und hätte letzte Woche zum Arzt gemusst. Dies wollte die KM auch tun, jedoch erfuhr ich von Ihr, dass sie keine Zeit gehabt hätte hinzugehen.
Es gibt nichts Wichtigeres als die Gesundheit eines Kindes und deshalb beschloss ich, meine Tochter erst am Montag Mittag hinzubringen, nachdem ich selbst den Arzt aufsuchte - das war ja mein gutes Recht. Ich informierte die Mutter am Sonntag Mittag darüber und bekam nichts als Drohungen, aber das ich Ihr einfach nicht mehr vertraue, versteht sie natürlich nicht. Naja, Ignoranz pur........
Als ich dann die Kleine Maus zu Ihr brachte...... war sie ganz KleinLaut - - - >
Ich werde meine Geschichte nach und nach ergänzen, erweitern usw.... denn leider hat mich das Schreiben darüber wieder in meine Gedankenwelt zurückgeworfen........ verzeiht mir. Bis bald
[Editiert am 7/9/2004 von Angelrun]
[Editiert am 7/9/2004 von Angelrun]
[Editiert am 7/9/2004 von Angelrun]
Wer Vater sein darf, so wie er es möchte, kann sich glücklich schätzen.
Hallo Jonas,
nachdem ich deine Geschichte gelesen habe, die mich schon bewegt hat, wollte ich dir ein paar Gedanken von mir schreiben.
Nach dem,was du geschrieben hast, merke ich, dass du mit deiner Frau abgeschlossen hast. Du hast eine neue! Also, wenn das dein neuer Weg ist, dann geh ihn konsquent. Vergiß deine Ex, so schwer es auch ist! Konzentriere dich auf deine neue Beziehung. Wenn du mit deiner Ex nicht abschließen kannst und immer "in Gedanken" bist, wird deine neue irgendwann auch zweifeln. Setze das bloß nicht aufs Spiel.
Deine kleine Tochter tut mir leid. Eine Mutter, die sich nicht um ihr Kind kümmert. Ich kanns aber nachvollziehen, ich habe da auch meine Erfahrungen und Meinung aus meiner Ehe.
Mein Tip: Kümmer dich um die kleine! Sie braucht jemanden. Wenn sich deine Frau nicht kümmert oder kümmern will, dann nimm du das Zepter in die Hand. Der Nebeneffekt: Du hast gute Karten, wenn du nach der Scheidung die kleine Maus zu dir holen willst.
Aber wichtig ist jetzt: Du bist der Vater - mach es auch!
Ich denke, du liebst deine Tochter und willst es auch tun.
Laß was von dir hören...
Tschau
Nico
Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
