gehört: Elternabend, vor wenigen Jahren, in Augsburg: 25 anwesende Eltern von 25 Kids (von insgesamt 33 in der Klasse). Nur Mütter, 9 alleinerziehend.
erlebt: Elternabend, gerade eben in Marbach: 22 anwesende Eltern von 17 Kids (von insgesamt 22 in der Klasse). 9 Mütter (keine alleinerziehend), 12 Väter (einer alleinerziehend).
Und da sage noch mal einer, es bewege sich nichts bei den Vätern...
/elwu
Und da sage noch mal einer, es bewege sich nichts bei den Vätern...
Ich weiß nur nicht, ob das repräsentativ ist. Auf dem letzten Elternabend meiner Tochter war ich einer von zwei anwesenden Vätern.
Morgen elwu,
Ich glaube das hängt auch ein wenig von der Klassenstufe und der Schulform ab.
In der Grundschule waren ab der 2. Klasse immer von etwa der Hälfte der Schüler ein/beide Elternteil anwesend. Bei uns waren das oft 1/4 Väter. Bei einer meiner Töchter ein AE-Vater, bei meinem Sohn ein Vater der 2 Töchter in der Klasse hatte. Eine mit der Ex-Frau, eine mit der aktuellen Frau. Die anderen anwesenden Väter waren dann meist die Väter der türkischen Kinder. Da liegt der Hintergrund eher darin ,das die meisten Mütter nicht gut genug deutsch sprechen.
Im Gymnasium mußte ich feststellen (derzeit bis Jahrgang 7), das immer fast alle Eltern kommen. zu 3/4 sogar beide Elternteile.
Frag mich nicht woran es liegt. Ich fürchte aber fast, das es auch was mit dem Interesse an der Bildung und Förderung der eigenen Kinder zu tun hat und wohl auch ein wenig damit, welche Schulbildung man selbst genossen hat.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Na hört mal - ich war immer das einzig anwesende Kind beim Elternabend (wobei das bei uns "Elternsprechtag" hiess und immer Samstag vormittag stattfand :gunman:). - ich hoffe, damit ist in Deutschland dasselbe gemeint.
Meine Eltern hielten es für pädagogisch wertvoll, wenn ich mir die Kritik der Lehrer direkt nochmal anhöre. Selbstverständlich sass ich reumütig daneben und gelobte freilich Besserung und dachte hasserfüllt an alle Kinder, die an diesem Tag frei hatten und ausschlafen konnten, während ich hier sass und in die mir wohlbekannten Gesichter starren musste ....
Naja - ob es wirklich was gebracht hat, weiss ich nicht. Ich habe keinen Vergleich dazu, wie ich mich entwickelt hätte, wenn ich NICHT mitgekommen wäre.
Aber die Bewegung ist doch schön - wenn es denn im Interesse des Kindes ist 🙂
Hi Joanna,
also bei uns sind Elternabend und Elternsprechtag zwei veschiedene Dinge.
Beim Elternabend, unter der Woche, werden eher allg. Dinge, wie Lehrstoff, Materialien, Arbeitshefte, Ausflüge u.s.w. besprochen. Dazu gibt es dann einmal im jahr, nach den Halbjahreszeugnissen einen Sprechtag. Der ist bei den weiterführenden Schulen Samstag, in der Grundschule unter der Woche nachmittags. Da kann man dann mit Termin den Klassenlehrer oder auch andere Lehrer sprechen und sich individuell über das jeweilige Kind austauschen. Klar gibt es dann noch die üblichen Sprechstunden 😉
Mir würde nie im Traum einfallen da eines der kinder mitzunehmen. Ohne Kind kann man doch viel ungezwungener über Schwierigkeiten und Födermöglichkeiten u.s.w. reden.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Ah ok - dann gabs Elternabende bei uns damals gar nicht.
Alles klar - danke für die Info.
Und meine Eltern bestanden darauf, dass die Lehrer mir direkt ins Gesicht sagen, was los ist, weil sie es nicht unterstützen wollten, dass hinter dem Kinderrücken über sie gesprochen wird. Zumal wir Kids direkt Auskunft zu gewissen Problemen geben können.
Dass es uns allen wahrscheinlich lieber gewesen wäre, wenn sie hier mal hinter unserem Rücken gequatscht hätten (während wir schlafen durften - denn wir hatten ja regulär Samstags Schule und nur Sonntags frei), haben sie nicht bedacht. 🙂
LG
Joanna
Ich weiß nur nicht, ob das repräsentativ ist. Auf dem letzten Elternabend meiner Tochter war ich einer von zwei anwesenden Vätern.
Beide Ergebnisse sind repräsentativ Uli. Eine Frage der Ergebnisinterpretation. Der potentiell reale Anteil der Väter an der Grundgesamtheit der Eltern der Klasse wird widergespiegelt, wenn zur Personenzahl männlicher Teilnehmer am Elternabend die Anzahl Trennungsväter die von ihren Exen nicht informiert oder weggeätzt wurden hinzugezogen wird.
Streptoneurotische* Grüße
Till
* sinngebendes edit
Kriegt nichts! Hat nur seine verfluchte Schuldigkeit getan!
(Friedrich der Große 1712 - 1786)
