... jedenfalls ganz offenbar in den Augen meiner Mutter.
Ich muss das jetzt grad mal los werden.
Meine Mittlere verbringt das WE mit ihrer Freundin bei deren Vater. Als ich das heute meiner Mutter erzählte, löste ich blankes Entsetzen aus. Erste Frage: na, der hat doch bestimmt eine Haushälterin oder so was (häh?) oder sind die Mädchen etwas allein mit dem Mann. Puh, erste meine Reaktion - Gänsehaut. Nein, sag ich, keine Ahnung, aber nicht alle Männer sind wie mein Ex und ich werde den Teufel tun, hinter jedem Mann einen potentiellen Kinderschänder zu vermuten.
Frage meiner Mutter: und was weißt du über den Mann. Hm, im Telefonbuch steht Praktischer Arzt, ich habe ihn angerufen, ob das in Ordnung ist, wenn meine Tochter mitkommt und er zeigte sich erfreut. Seine Frage, ob meine Tochter schon mal da war, ließ mich vermuten, dass seine Tochter öfter Freundinnen mitbringt.
Quintessenz: ich bin total leichtsinnig, blauäugig und meine 11-jährige wird an diesem WE in ihr Verderben rennen. 😡
Ich glaub, ich erzähl meiner Mutter am besten gar nichts mehr. Oder bin ich wirklich blauäugig und leichtsinnig?
Gruß AJA
Ich glaub, ich erzähl meiner Mutter am besten gar nichts mehr. Oder bin ich wirklich blauäugig und leichtsinnig?
Aber wo Aja.... hör auf, Dich verrückt zu machen.
Du hast es Dir doch schon selbst beantwortet. Nicht alle Männer
sind so wie........
Deine Mutter meint es bestimmt gut, lass Dich trotzdem nicht aus
dem Konzept bringen. Weil sonst gibt es immer einen Grund, die
Kinder nicht aus den Augen zu lassen.
Bleib wachsam, übertreib es aber nicht.
LG Marina
Ja, Marina, du hast ja recht.
Mich ärgert es nur, dass ich mich immer wieder runter ziehen lasse von solchen Aussagen. Meine Mutter ist die Glucke, die zwar jetzt ihre Kinder nicht mehr beglucken kann, das aber bei ihren Enkeln über mich schön weiter treibt. Ich habe während der Schwangerschaft mit meiner großen ein Buch gelesen, an den Titel kann ich mich nicht mehr erinnern und interessanterweise bekam ich dieses Buch von meiner Mutter geschenkt. Aber ich habe noch einen Satz gut in Erinnerung, den ich mir auf meine Fahne geschrieben habe: Kinder sind Durchreisende. Sie sind jahrelang von uns abhängig und unsere Aufgabe ist es, sie auf das Leben ohne uns vorzubereiten.
Fand ich klasse und versuche ich auch umzusetzen.
Kleine Randbemerkung zu diesem Wochenende: Die Freundin schien mir schon immer eher unzuverlässig und von ihrer Mutter habe ich nicht den besten Eindruck, aber da kann ja das Kind nichts dafür. Nun dachte ich, dass der Vater vielleicht ein bisschen "besser" wäre - muss ja seinen Grund haben, dass sie getrennt sind :wink:.
Ausgemacht war, dass die Kinder zwischen 17.00 und 18.00 Uhr (genaue Zugankunft war wohl nicht bekannt) zurück kommen und die Mutter der Freundin sie vom Bahnhof abholt.
Gegen 17.20 Uhr erhielt ich einen Anruf meiner Tochter, sie würden den Zug nicht schaffen, es wird wohl 19.30 Uhr. Leicht säuerlich, aber weil ich nichts dagegen tun konnte, meinte ich halt - okay.
Gegen 17.45 Uhr rief sie ein weiteres Mal an, ich würde sie doch bestimmt vom Bahnhof abholen und ob ich ihre Freundin und deren Bruder dann auch nach Hause fahren könnte. Ah ja, vom Bruder war bislang nie die Rede und es war (laut Freundin) vereinbart, dass die Mutter sie holt. Aber gut, ich bin ja kein Unmensch, schmeisse meine Pläne für den Abend über den Haufen und fahr zum Bahnhof.
Dort erwarten mich die zwei Mädchen, vom Bruder keine Spur. Nachgefragt - Zeigefinger nach dahinten. Aha. Da ist ein Junge auf einem Fahrrad, ein weiterer sitzt auf der Lenkstange. Kommentar der Freundin - der fährt wohl mit dem Fahrrad nach Hause. Na gut, der Junge ist 16, soll er.
Nun wollte ich aber doch wissen, warum die Mutter nicht wie verabredet die Kinder abholt und erfahre: "Meine Mutter ist gar nicht da". :knockout: Wie, sie ist nicht da. Naja, die ist für zwei Wochen weg. Aha, und das hast du am Freitag noch nicht gewusst? Doch, aber ich bin davon ausgegangen, dass die, die auf uns aufpasst uns auch abholt.
Das musste ich erst mal verdauen, habe dann später mal nachgefragt, wer "die" denn sei, die auf sie aufpasst. Ja, das ist die S. und ihr Sohn war der auf dem Fahrrad. Aha, und die wohnt bei euch, wenn deine Mutter nicht da ist? Ja, aber ich kann die nicht leiden. Okay, dann hast du sie gar nicht erst gefragt, ob sie euch abholt? Ja, doch. Warum hat sie dann nicht abgeholt. Keine Lust.
Ich hatte auch keine Lust und die Kinder hätten auch mit dem Bus nach Hause fahren können. Ich find das so was von :gunman:
Das Mädchen kann nichts dafür, trotzdem bin ich einfach nur oberstocksauer über so eine geballte Unzuverlässigkeit und in meinen Augen auch Fahrlässigkeit. Ich meine, was ist das für eine Aufsichtsperson, der es völlig egal ist, wie eine 12-jährige abends und halb 8 vom Bahnhof nach Hause kommt? Der Junge wird mit dem Fahrrad "abgeholt", d. h. sie fahren zu zweit auf einem Fahrrad quer durch die Stadt und das Mädchen kann sehen, wo sie bleibt?
Vorausgesetzt die Version der Freundin meiner Tochter stimmt so - allmählich tendiere ich dazu, der gar nichts mehr zu glauben und kann nur hoffen, dass meine Tochter bald andere Kontakte bervorzugt 😡
Gruß AJA
Hallo AJA,
ich wurde irgendwie grad in die Zeit zurückversetzt, als meine Tochter 12 Jahre alt war und ich behaupte, dass mir das nicht passiert wäre. Aber das soll jetzt kein Vorwurf sein, sondern ledíglich ein Ansatz, wie ich derlei Probleme gelöst habe 😉
Ich gehe mal davon aus, dass du die Freundin deiner Tochter noch nicht sehr gut kennengelernt hast, von daher finde ich es gut, dass du den Vater telefonisch kontaktiert hast. Ansprechpartner hingegen ist deine Tochter, sie sollte schon wissen, wo genau sie ihr WE verbringt (mit Adresse) und auch sagen können, wie die Zugverbindung ist.
Deine Tochter schiebt die Verantwortung auf ihre Freundin (hat ja gesagt, dass die Mutter sie abholt) und du suchst die Ungereimtheiten bei der Freundin. Ich hab mich damals von sowas nicht "einwickeln" lassen, ich hab immer meine Tochter in Anspruch genommen. Sie stand in meiner Verantwortung, dass sie ihr Wort auch halten konnte.
Und mit dem Wort meiner Tochter durfte sie auch unzuverlässige FreundInnen haben. Meine Tochter stand bei mir im Wort und das hat sich dann auch auf ihre Entwicklung ausgewirkt. Töchting traf ihre Entscheidungen, wann sie mit wem unterwegs war, aber sie hat auch die Konsequenzen tragen müssen, wenn ihre Pläne schiefgingen.
Ein sehr lieber Mensch hier von vs hat mir kürzlich erst geschrieben, dass sie mich manchmal als hart empfindet und ich fühlte mich echt ertappt. Ja, ich bin hart und ich habe meine Vorstellungen vom Leben. Aber ich bin nie schlecht damit gefahren.
Gruß
eskima
Moin zusammen....
ich möchte mich eigentlich nicht hier einbringen,weil ich in diese Richtung keine Erfahrung gemacht habe und kann somit keinen Rat geben.Habe aber dieses Topic mit Interesse gelesen.Ich finde,das dieses Thema nicht ins "Dusselige...." reingehört.Vielleicht wäre es sinnvoll es ins "Kinder-Forum" verschieben zu lassen,weil ich denke,das *hier* weniger Leute reinschauen und es bestimmt kein "dusseliges Zeug" ist.
Nur so eine Anmerkung von mir......
LG balduin
Kleiner Insider-Witz:...jetzt wieder voller E-LAN mit W-LAN
@balduin, danke für deine Einschätzung :), wenn dem so ist, können die Admins das Thema auch gerne verschieben.
@eskima, ich kenne das Mädchen recht gut, daher kamen auch meine Vorbehalte. Ich vermutete, dass der Vater nichts von diesem Besuch weiß und das Telefonat mit ihm gab mir Recht. Ich sprach sie auch darauf an und sie meinte, sie hätte ihn gerade angerufen, aber da wusste er schon ... Das war drei Stunden vor der Abfahrt.
Meine Tochter ist an und für sich sehr zuverlässig und wenn ich ihr sage, dass sie um 16.00 Uhr zu Hause zu sein hat, dann ist sie das auch. In dem Fall hatte sie jedoch keine Chance. Ob das nun am Vater oder an der Freundin lag, habe ich nicht heraus gefunden. Sie konnte sich jedenfalls nicht durchsetzen. Vielleicht war es ihr peinlich, keine Ahnung. Dass die Heimfahrt letztlich nicht geregelt war, dafür kann sie in meinen Augen auch nichts. Hätte ihre Freundin mir gleich gesagt, dass ihre Mutter nicht da ist, hätte ich ja mal bei der Babysitterin nachfragen können.
Adresse und Telefonnummer hatte ich, dafür hat meine Tochter gesorgt, sonst hätte ich ja auch den Vater nicht anrufen können. Sogar den Preis der Bahnfahrt konnte sie mir nennen, wobei der dann auch um 50 Cent abgewichen ist. Aber woher soll meine Tochter das wissen, wenn sie doch noch nie mit der Bahn gefahren ist.
Töchting traf ihre Entscheidungen, wann sie mit wem unterwegs war, aber sie hat auch die Konsequenzen tragen müssen, wenn ihre Pläne schiefgingen.
Das ist ein guter Ansatz, aber was hättest du im konkreten Fall gemacht? Meine erste Idee war zu sagen, dann fahrt halt mit dem Bus heim, aber das hat mein Muttergluckenherz wieder nicht übers Herz gebracht.
Gruß AJA

