Hi,
gibts hier zufällig einen Fachmann ,der mir sagen kann, welche Frequenzen im ALter beim Hören als erstes nachlassen?
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo Tina,
Fachmann ist zu viel gesagt, aber als erstes geht's mit den hohen Frequenzen bergab - was übrigens nicht erst im Alter beginnt, sondern normalerweise schon losgeht, wenn man kaum die 20 überschritten hat. Unmerklich natürlich, und ist auch nicht wirklich schlimm: Erst wenn's so weit fortgeschritten ist, dass auch die mittleren Frequenzen angeknabbert werden, wird's lästig - denn diese sind, im Gegensatz zu den hohen Frequenen, fürs Sprachverstehen wichtig.
Zur Verdeutlichung: Ein junges, gutes Gehör packt Frequenzen von 20 Hz bis ca. 20.000 Hz - bei meinem jüngsten Sohn, der nur mit Hilfe seiner Hörimplantate überhaupt was hören kann, deckt diese technische Hilfe in etwa den Bereich von 250 Hz bis 8.000 Hz ab, weil dies der Bereich ist, der fürs Sprachverstehen wirklich wichtig ist.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Moin Tina,
ein Test wie >>>DIESER<<< kann ersten Aufschluss geben, ob Du einen Fachmann aufsuchen solltest oder nur das Gras wachsen hörst 😉
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi Brille,
wie gut oder schlecht ich höre ist mir bekannt 😉
Danke Malachit, das hilft mir schon ein wenig weiter.
Ich hol mal aus, warum und was ich genau brauche.
Heute entbrannte zum x-ten mal nach dem Gottesdienst eine Diskussion um die Lautstärke während der Predigt und während der Musik. Da ich für die technische (also PA-Anlage, Schallschutz u.s.w.) Seite verantwortlich bin suche ich nach einer guten Lösung.
Zum einen haben wir durch große Fensterfronten ein massives Hallproblem, das aber bald durch Spezialvorhänge gemildert wird. Führt derzeit aber dazu, das wie per Hand und viel probieren einige Frequenzen rausnehmen mußten, um überhaupt den Raum beschalllen zu können.
Nun ist es ja immer ein wenig Geschmacksfrage wie laut man Musik oder Sprache haben will. Die Jüngeren hätten es gerne noch lauter, einige Ältere eben leiser. Diejenigen, die am Mischpult sitzen gehen auch bei dem Proben durch den Raum, um an verschiedenen Stellen Lautstärke und Mix zu hören. Uns ist klar, das sowohl Musik als auch Sprache direkt vor der Bassbox anders wahrgenommen wird, als in der Mitte des Raumes.
Von daher ist eben jetzt einer der Lösungsansätze, das wir überlegen, wo welche "Alterklasse" am besten sitzen könte, damit eben evtl. Alterskomplikationen weniger auffallen.
Grundsätzlich werden wir wohl auch den Schallpegel in den nächsten Wechen mal messen, um eine objektive Richtgröße zu haben und gleichzeitig die Leute nach der subjektiven Wahrnehmung befragen.
Von daher halt interessant, welche Frequenzen als erstes Probleme bereiten. Grade die hohen und die ganz tiefen Frequenzen sind ja bei der Musik gegeben.
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo Tina,
dann noch 'ne kleine Ergänzung: Die ganz tiefen Töne (d.h. in der Gegend von 20 Hz) nimmt man sogar dann wahr, wenn man praktisch gar nichts hört. Brauchst bloß mal die Hand auf die Bassbox zu legen, dann weißt du, was ich meine.
Ist übrigens einer der Gründe, warum es bei meinem Kurzen so lange gedauert hat, bis wir sein Problem überhaupt bemerkt haben. Als Baby hat er ja durchaus auf Musik reagiert - er hat offenbar die leichten Vibrationen im Fußboden gespürt, die von den Bässen ausgehen (und ja, dafür reicht bei solchen Kindern bereits eine nur moderate Lautstärke aus ...)
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Hi Malachit,
*g* ja das mit den tiefen Tönen kenn ich. Wer hat nie auf nem guten Konzert den Bass im Bauch gespürt. Bereitet übrigens mir Probleme.
Das Problem für uns als Team ist derzeit halt einen Mittelweg zu finden. Wir selber sind halt alle zwischen 30 und 45 und alle auch Musiker. Von daher haben wir halt ein anders geschultes Gehör und nehmen den Klang anders wahr bzw. achten auf andere Dinge.
Bei Sprache werden eben im Mischpult die Frequenzen bei den Rednern verstärkt die für die Klarheit sorgen, die rausgenommen ,die die Verständlichkeit herabsetzen. Hat aber Auswirkungen auf die subjektive Empfindung der Lautstärke. Ähnlich eben auch bei der Musik. Es gibt ja für dese Instrument einen eigenen Frequenzbereich. Für uns nur eben schwer einschätzbar, warum es gerade den älteren Leuten plötzlich zu laut erscheint, obwohl sie ja eigentlich schlechter hören sollten. Diejenigen die Hörgeräte nutzen und über Kopfhörer mit eigenem Empfänger versorgt werden haben kein Problem. Gut, die können die Lautstärke regeln.
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Moin Tina,
mir war nicht bekannt, dass Du Deine Frage im Kontext einer Kirchenbeschallung stellst und nicht in dem Deines persönlichen Hörvermögens. 😉
Ganz grundsätzlich gibt es keine "ideale" Einstellung für die Beschallung einer Kirche oder Halle. Ein ganz wesentlicher Faktor ist dabei nämlich die "Füllung" des Raumes mit Textilien tragenden und damit Schall brechenden und absorbierenden Menschen. Eine Einstellung, die für "volle Bude" geeignet ist, kann bei "nur zu einem Viertel besetzt" eine reine und hallende Katastrophe sein.
Vermutlich werdet Ihr mehrere Grundeinstellungen finden müssen, bei denen nicht nur Frequenzprofile im Raum stehen, sondern auch die Frage, bei welcher "Füllung" wieviele und welche Lautsprecher überhaupt zum Einsatz kommen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo zusammen..
Die Raumakustik ist sehr entscheidend, habe gut ein Jahr gebraucht um meinen Hörraum / HiFi so abzustimmen bis ich nur auf meinem Hörplatz zufrieden war. Da war der böse Hall, die Raummoden usw die eingebremst werden mußten, zum Glück brauche ich da keine Kompromisse machen sodaß ichs stellen konnte das es klingt.
In zunehmendem Alter läßts zuerst in den hohen Frequenzen nach, je nachdem wie laut die Jugend samt Zappelschuppen & *utzz-utzz* war kann auch schonmal ein bleibender Hörschaden die Folge sein. Zudem empfindet jeder Musik oder Schall anders.
Wie schon gesagt wurde, da wirds keine Lösung geben die alle Hörer glücklich macht, aber ein guter Kompromiss sollte möglich sein, alleine weil die Kirche baulich bedingt bestimmt deutlich messbare Schalldruckschwankungen im Raum verteilt.
Vermutlich wirds da keine Röhren & gutes Vinyl geben, also kann man eh mit digitalem Machwerk eingreifen, aus Einsen & Nullen wird eh nie richtige Musik 😉 *duckundweg*
MfG, Holley
welche Frequenzen im ALter beim Hören als erstes nachlassen?
Hä? Was?
/elwu,
seit Jahrzehnten nicht mehr guthörig 😐
Kacke.... sind die Buchstaben kleiner als sonst?
...ich kann den Thread nicht mehr lesen...
Die Welt ist doch echt ungerecht.
Als Burschi hatte ich Pink Floyd auf Partyboxen und ein ultimatives Gehör: Es klang doof.
Jetzt habe ich einen Referenz Klasse 1 Verstärker, Referenz Klasse 1 Boxen, ein eingeschränktes Hörvermögen und seid meiner Trennung auch einen Tinitus rechts.
Tja. Musikgenuss gab es eigentlich nur einmal als Burschi im Spezialgeschäft. Aber Dynaudio war damals unvorstellbar.
C'est la vie,
Michael
Hauptsache du siehst noch was du hörst :3affen:
Also ich höre ja auch schlecht.
Aber schlecht sehen kann ich gut, das gleicht sich dann aus.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
