Alter Baum
 
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Alter Baum

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(@wedi)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi

Da ich von euch schon viele Meinungen und Lösungen die mir sehr geholfen haben bekommen habe, habe ich nun mal eine Frage ganz anderer Art an euch.

Es geht um einen Baum, der mir eigentlich sehr am Herzen liegt.
Es ist eine alte Eiche, die sehr seltsam gewachsen ist.Die Wurzel ist auf zu 80% auf dem Nachbargrundstück und zu 20% auf meinem.
Der Baum ist ca 1,5 Meter hoch gewachsen und macht dann einen rechtwinkeligen Sprung ca 4m auf mein Grunstück und schiesst dann in die Höhe.
Auf diesem ''Versatz'' hat schon mein Opa als Kind gesessen und gespielt, genau wie jetzt meine Kinder darauf sitzen und spielen.
Wie alt der Baum ist, kann ich nur schätzen, er wird ca. 200-300 Jahre alt sein.

Jetzt hat mein Nachbar eine Photovoltaikanlage auf seinem Dach installiert und gerade dieser Baum sorgt dafür, das er morgens für ca. 20 min einen Schatten wirft, der ihm etliche Einbussen in der Ergiebigkeit seiner Anlage bringen soll.
Ich habe mir das heute morgen angesehen und festgestellt, das nicht nur dieser Baum schuld ist, sondern die Obstbäume, die auf meinem Grunstück stehen, auch.
Die Obstbäume werde ich sicher nicht Fällen, die stehen da auch schon solange ich denken kann und das Obst hat auch schon meine Oma als Kind unter den Bäumen weggesammelt.
Wegen der Eiche habe ich meinem Nachbarn auf seiner Nachfrage hin gesagt, ich würde mir das überlegen ob der weg soll.Er sagte mir er bräuchte mich eigentlich nicht zu fragen, denn die Wurzeln wären auf seinem Grunstück.
Na ja, die Wurzeln sind zu 80% auf seinem Grunstück, der Baum ist aber durch den Versatz über 4m auf meinem Grunstück.
Kann er den Baum einfach fällen ohne mich zu fragen?
Ich werde mich sicher nicht mit ihm streiten, wüsste aber trotzdem gerne was ihr machen würdet.

Gruss Wedi


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 01.05.2011 11:50
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi wedi,

ab einem bestimmten Stammumfang darf ein Baum nur noch mit Zustimmung der Behörden (müßte die unter Naturschutzbehörde, so heißt sie bei uns, sein) gefällt werden. Die geben  i.a. diese Genehmigung nur dann, wenn der Baum krank, tot oder auf andere Weise eine Gefahr von ihm ausgeht. Du kannst dich ja bei euch schon mal vorsorglich erkundigen. Stell dich dumm und schildere den Leuten das Problem, das der Baum hauptsächlich auf deinem Grundstück steht, die Wurzeln aber auf dem des Nachbarn und dieserden Baum gerne fällen möchte.

http://www.nabu.de/themen/naturschutz/siedlungsraum/01947.html

LG Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 01.05.2011 11:58
(@wedi)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Danke Tina

Damit muss ich mich nun beeilen, denn der Nachbar ist sehr schnell mit der Motorsäge unterwegs.

Gruss Wedi


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 01.05.2011 12:48
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin wedi,

ich kann aus eigener Anschauung die Auffassung von Tina bestätigen, denn Freunde von mir hatten ein ähnliches Problem mit einer etwa 30 Jahre alten Birke, die direkt auf der Grundstücksgrenze zum Nachbarn stand und dort eine Mauer massiv beschädigte. Eine Erlaubnis zum Fällen war unter keinen Umständen zu bekommen.

Im vorliegenden Fall geht es allein um die Gewinnerzielungsabsichten des Nachbarn; nicht um eine Gefahr für irgendwen. Dagegen ist Baum- und Naturschutz ein ziemlich hohes Gut (zumal der Baum in dieser Grösse auch schon da war, als der Herr sich seine Photovoltaik-Anlage auf's dach setzte). Allerdings musst Du da wohl selbst sehr zügig aktiv werden, damit der Nachbar gar nicht auf die Idee kommt, erst einmal Fakten zu schaffen. Frag auf dem Rathaus, was genau zu tun ist; dann bekommt der Herr ein amtliches Schreiben. Und dagegen zu verstossen ist dann kein Spass mehr; das würde dann richtig teuer für ihn.

Grüssles
Martin
(vielfacher Baumbesitzer - mit wieder mal grosser Verwunderung für eine "Öko-Anlage", deren Ertrag die Allgemeinheit bezahlt, während ihr Besitzer munter billigen Atomstrom verballert)


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 01.05.2011 13:08
(@nadda)
Registriert

Hi Wedi,

kann mich den anderen nur anschließen, ein alter Baum ist definitiv wertvoll. Nicht nur für deine Kinder. Also gleich Montag früh ran an die Behörden. Wenn der Baum gesund ist und keine Gefährdung darstellt würde ich bei einem Baum diesen Alters keine Angst haben das er gefällt werden darf.

Eher würde ich als Kompromiss den Baumbestand der alten Obstbäume auf Krankheiten kontrollieren und für den Fall das da ein Baum nicht mehr fit ist diesen fällen. Obstbäume haben nun mal eine deutlich geringere Lebenserwartung im Vergleich zur Eiche.

Schade wenn ein alter Baum plötzlich an "Wert" verliert nur um den Gewinn einer Solaranlage zu maximieren.....

LG
Nadda
die ihre Bäume im Garten liebt und sich sicher nicht von ihren alten, teils schiefen Nussbäumen trennt.


AntwortZitat
Geschrieben : 01.05.2011 17:00
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin wedi,

noch eine Ergänzung: Aus dem Umstand, dass bereits Dein Grossvater in diesem Baum gesessen hat, schliesse ich, dass es kein "Bäumchen" ist, das man mal eben mit der Motorsäge umnietet. Nachdem offenbar wesentliche Teile des Baumes auf einem Nachbargrundstück stehen bzw. in dieses hineinragen, müsste da sowieso ein Forstwirt mit entsprechendem Gerät ran. Schon allein, um eine Gefährdung von Menschen und Häusern auszuschliessen, wird so etwas üblicherweise "scheibchenweise" mit einem so genannten Steiger gemacht. Und der müsste vermutlich auch noch auf Deinem Grundstück stehen.

Du solltest nur - wie bereits gesagt - dafür sorgen, dass das Vorhaben bei den zuständigen Behörden (Ordnungsamt? Forstbehörde?) offiziell gemacht wird, damit der Knabe nicht einfach Fakten schaffen und sich hinterher auf Unwissen herausreden kann. Dann kann er natürlich sauer auf Dich sein - aber als guter Bürger wird er wissen, dass nicht Du, sondern die gesetzlichen Rahmenbedingungen ihm die maximale Auslastung seiner Photovoltaik-Anlage verwehren. Auf diese gibt es im Übrigen keinen Rechtsanspruch; niemand könnte Dir verbieten, an gleicher Stelle auf Deinem Grundstück schnell wachsende, dichte Tannen zu pflanzen, sofern Du die gesetzlich vorgesehen Abstände zur Grundstücksgrenze einhältst...

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 01.05.2011 17:49
(@wedi)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi

noch eine Ergänzung: Aus dem Umstand, dass bereits Dein Grossvater in diesem Baum gesessen hat, schliesse ich, dass es kein "Bäumchen" ist, das man mal eben mit der Motorsäge umnietet.

Die Eiche hat, wenn ich 1m hoch messe, da wo er den Knick macht, einen Durchmesser von ca 1.20 m und einen Umfang von ca.3.80m.
Wenn man diesen Baum fällen soll, muss auf jeden Fall ein Steiger benutzt werden, da viele Obstäume und auch ein Pferdestall in unmittelbarer Nähe stehen.
So schnell wird er ihn dann wohl nicht kleinkriegen. 😉

Auf diese gibt es im Übrigen keinen Rechtsanspruch; niemand könnte Dir verbieten, an gleicher Stelle auf Deinem Grundstück schnell wachsende, dichte Tannen zu pflanzen, sofern Du die gesetzlich vorgesehen Abstände zur Grundstücksgrenze einhältst...

Das habe ich vor zwei Jahren an dieser Grenze gemacht, da sein Gebäude auf dem die Anlage auf's Dach installiert wurde, kein schönes Bild von meinem Hof aus ist.Ich habe sie dort gepflanzt, um dieses Gebäude zu verdecken(da war die Anlage noch nicht installiert).
Dabei handelt es sich auch um einen alten Stall, der eigentlich früher zu nahe, also 0.5meter von meiner Grenze aus gebaut wurde.
Da wir einen grossen Hof haben und das nur auf einem kleinem Teilstück so ist, ist es damals so hingenommen worden.

Diese Woche will jemand vorbeikommen und sich den Baum mal ansehen, bin ja mal gespannt.

Gruss Wedi


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 02.05.2011 20:57
(@staengler)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Diese Woche will jemand vorbeikommen und sich den Baum mal ansehen, bin ja mal gespannt.

Was wohl nichts anderes heißt als "schauen wir mal, wie wir den am Besten umlegen können..."

Käme für mich auch nicht in Frage!

Außerdem glaube ich das mit den erheblichen Einbussen eh nicht bei 20 Minuten Schatten am Morgen.

Gruß, Michael


sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle

AntwortZitat
Geschrieben : 03.05.2011 08:40
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

Außerdem glaube ich das mit den erheblichen Einbussen eh nicht bei 20 Minuten Schatten am Morgen.

das kann täuschen: Nicht wenige dieser "Sonnenbauern" wachen am Morgen bereits mit Dollarzeichen in den Augen auf: Die Anlage liefert schliesslich "kostenloses Geld", je mehr, desto besser. Und da zählt für sie dann jede Kilowattstunde und jeder Euro. Das hat nur mit Gier zu tun und nicht mit "öko" - sonst käme man ja gar nicht auf die Idee, einen alten Baum umzulegen.

Das Ganze könnte sich natürlich relativieren, wenn man die Kosten einer professionellen Baumfällung dagegenrechnet, die durchaus erheblich sind. Nach meiner Kenntnis der Dinge gehe ich allerdings davon aus, dass der Knabe gar keine Erlaubnis zur Baumfällung bekommt. Sollte das so entschieden werden, würde ich den Baum allerdings genau im Auge behalten: Mancher findige Baumbesitzer kommt dann auf bestimmte Ideen; beispielsweise das Einschlagen von Kupfernägeln in den Stamm: Dann wird der Baum krank - und plötzlich darf man ihn doch fällen, wegen Gefährdung der Nachbarn und so...

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

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Geschrieben : 03.05.2011 13:10
(@staengler)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Nicht wenige dieser "Sonnenbauern" wachen am Morgen bereits mit Dollarzeichen in den Augen auf

Hier mögen schon eher die wahren Motive liegen.

Den das Wetter können wir zum Glück nicht beeinflussen.
Ein paar Sonnentage im Jahr mehr oder weniger haben aber wahrscheinlich mehr Auswirkung als 20 Minuten Schatten am Morgen.

Außerdem haben meines Wissens diese Anlagen bei niedrigen Außentemperaturen einen höheren Nutzungsgrad und leisten somit im Winter das Gleiche trotz geringerer Sonneneinstrahlung.

In dieser Jahreszeit hat der Baum zum Glück keine Blätter und gleicht somit seinen kleinen Makel vom Sommer wieder aus  😉


sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle

AntwortZitat
Geschrieben : 03.05.2011 13:35




(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo zusammen,

Außerdem haben meines Wissens diese Anlagen bei niedrigen Außentemperaturen einen höheren Nutzungsgrad und leisten somit im Winter das Gleiche trotz geringerer Sonneneinstrahlung.

Jein. Es ist zwar korrekt, dass der Wirkungsgrad bei niedrigen Temperaturen höher ist (Solarzellen lieben Licht, nicht Wärme); allerdings ist das nur ein unzureichender Ausgleich gegenüber den kürzeren Tagen, dem niedrigeren Stand der Sonne, den häufigeren Wolken usw. in der kalten Jahreszeit. Die Erträge im Winter sind halt nicht ganz so katastrophal wie man es allein aus den äußeren Randbedingungen erwarten würde; geh' aber trotzdem davon aus, dass die Monate Mai/Juni/Juli locker drei mal so viel Ertrag liefern wie die Monate November/Dezember/Januar.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 03.05.2011 17:53
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

nach meiner Erfahrung rechnen die Solarfreaks anders - schlicht mit "frühkapitalistischem maximum output". Da wird gedanklich nichts kompensiert oder Sommer gegen Winter aufgerechnet. Das Geschäftsmodell ist dasselbe wie bei unterhaltsgierigen Exen: "Ich will jeden Cent, den ich kriegen kann, denn das steht mir schliesslich zu!"

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 03.05.2011 18:20
(@wedi)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi

Heute habe ich nochmal mit meinem Nachbarn gesprochen, er meinte der Schatten auf seiner Anlage würde ihm 80-100Euro jeden Monat kosten.
Die Blätter an der Eiche sind schon dran, liegt wahrscheinlich an dem frühen Frühling.
Sein Spruch um die Fällung zu beschleuinigen:,,Ich verdiene 80 Otten mehr und du kannst mindestens zwei Winter warm sitzen, da in dem Baum wohl ca. 5-6 Raummeter bestes Brennholz sind''.

Ich sagte ihm:
1.warum er mich nicht vorher gefragt hat, bevor er die Anlage hat installieren lassen
2.warum hat er die Anlage nicht auf seinem Wohnhaus, da ist den ganzen Tag Sonne, wenn nicht gerade ein Wölkchen vorbei segelt
3.das ich auf die 5-6 Raummeter nicht angewiesen bin

Nach meiner Kenntnis der Dinge gehe ich allerdings davon aus, dass der Knabe gar keine Erlaubnis zur Baumfällung bekommt.

Da gehe ich mittlerweile auch von aus, ich gehe die Sache aber höchst diplomatisch an, um Ärger zu vermeiden.

Wie kann man nur eine Photovoltaikanlage mitten im Wald installieren lassen.... :knockout:

Gruss Wedi


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 03.05.2011 21:09
(@staengler)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Wie kann man nur eine Photovoltaikanlage mitten im Wald installieren lassen....

Zum eine, wie es Brille sagt: Aus lauter Raffgier

zum anderen: weil man zuviel Geld übrig hat

und drittens: weil es alle anderen auch gerade machen


sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle

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Geschrieben : 03.05.2011 21:30
(@wedi)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Michael

Zum eine, wie es Brille sagt: Aus lauter Raffgier

Raffgier schon, aber ohne zu wissen, welchen Ertrag er durch die Beschattung der stehenden Bäume hat,?... da wird doch wohl eher der raffgierig gewesen sein, der ihm die Anlage angeschnackt hat, oder?

zum anderen: weil man zuviel Geld übrig hat

Richtig, der Typ ist sehr, sehr reich.Und reiche werde bekanntlich immer reicher, wenn jetzt auch nur an Erfahrung. 😉

und drittens: weil es alle anderen auch gerade machen

Ja, hier in der Gegend hat jeder der die Möglichkeiten hat son Ding auf'm Dach, nur bei uns in der Nähe ist es wegen den Bäumen eigentlich nicht möglich.Ich habe allein schon vor meinem Haus 48 Eichen(die einem bekanntem Herzog gehören) stehen, die nicht einfach so weichen können.
Hinter dem Haus sieht es ähnlich aus, nur das wir ein Stück als Weide nutzen und dort keine Bäume stehen.
Ansonsten wohnen wir im Woid.

Gruss Wedi


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 03.05.2011 21:52
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Wedi,

Heute habe ich nochmal mit meinem Nachbarn gesprochen, er meinte der Schatten auf seiner Anlage würde ihm 80-100Euro jeden Monat kosten.

So, so. Und diese 80 bis 100 Euro je Monat gehen ihm durch die Lappen wegen dieser einen Eiche durch 20 Minuten Schatten am Morgen?!?

Na gut, Überschlagsrechnung. Bei einer Einspeisevergütung von vermutlich ca. 40 Cent pro Kilowattstunde entpricht das einem Ausfall von 200 Kilowattstunden Ertrag pro Monat durch diese 20 Minuten Schatten täglich. Ich rechne den Tag mal mit 12 Stunden, und aus Vereinfachungsgründen nehme ich an, dass sich im verschatteten Teil der Dachfläche in diesen 20 Minuten die Stromerzeugung halbiert (ein Totalausfall kann's eigentlich nicht sein, weil Photovoltaik nun mal auch bei Streulicht noch recht passabel funktioniert). Dann müsste dieser Teil der Anlage insgesamt das 72-fache liefern, d.h. 14.400 Kilowattstunden pro Monat, und sogar wenn wir diese Zahl nicht aufs ganze Jahr hochrechnen, sondern November bis März rauslassen, entspricht das sieben mal 14.400 kWh, d.h. ungefähr hunderttausend Kilowattstunden pro Jahr, plus das wenige, was in der schlechten Jahreszeit noch hinzukommt ...

Respekt! Für hunderttausend Kilowattstunden pro Jahr braucht man üblicherweise ca. 600 Quadratmeter Dachfläche - und das alles auf einem ollen Stall, und zwar in jenem Bereich des Daches, der von einer einzigen Eiche verschattet wird!

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 03.05.2011 22:37
(@wedi)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Malachit :puzz:, eben mal so ausgerechnet.

Ich kann nicht einschätzen welche Fläche er eingedeckt hat, ist aber nicht wenig.

Ich knipse das morgen mal und versuche das hier einzustellen(ich weiss noch nicht wie das geht)), dann kann sich jeder ein Bild davon machen.

Gruss Wedi


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 03.05.2011 23:01
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Wedi,

Hi Malachit :puzz:, eben mal so ausgerechnet.

Na ja, ich hoffe mal, dass ich keine all zu großen Schnitzer in meinen Überlegungen habe, aber wie zwanzig Minuten Schatten eines einzigen Baumes einen Schaden von 80 bis 100 Euro pro Monat anrichten können, ist mir ziemlich schleierhaft.

Ich kann nicht einschätzen welche Fläche er eingedeckt hat, ist aber nicht wenig.

Es kommt ja auch nicht darauf an, wie viel Fläche er insgesamt eingedeckt hat - es kommt nur darauf an, wie viel davon im Schatten dieser einen, einzigen Eiche liegen. Ich bezweifle doch mal ganz stark, dass das etliche hundert Quadratmeter sein sollen.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 03.05.2011 23:18
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Wie kann man nur eine Photovoltaikanlage mitten im Wald installieren lassen.... :knockout:

ja, und sich dann darüber beschweren, dass es im Wald Bäume gibt.

Erinnert mich an die Leute, die "wegen der Natur" auf's Land ziehen - und dann wegen der Belästigung durch Mistgeruch und Hahnengekrähe vor Gericht ziehen...


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 04.05.2011 02:37
(@papamarie)
Zeigt sich öfters Registriert

Na ja, ganz so einfach ist das mit der Verschattung nicht, der ganze String, an dem die "verdunkelten" Module hängen, bringt dann erheblich weniger Leistung. Es werden also auch Module in Mitleidenschaft gezogen, die nicht direkt verschattet sind.

Im Übrigen habe ich auch eine PV - Anlage und nutze den erzeugten Strom selbst  😉 und ganz abgesehen von der Abrechnung mit dem Versorger, der PV - Strom ist nicht zum Transport geeignet, da die Spannung dafür zu niedrig ist. In Wahrheit versorgt man sich selbst und die direkten Nachbarn dazu.

Und natürlich möchte man seine Investition schützen, aber nicht alle fällen Bäume deswegen. Viele haben die Anlagen auch aus ideologischen Gründen, meine bringt 5,775 kW, damit kann man nicht reich werden.


AntwortZitat
Geschrieben : 05.05.2011 15:26




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