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abgetrennt: Mutter will alleiniges Sorgerecht, um nach Südafrika zurückzukehren

 
(@sputnik)
Nicht wegzudenken Registriert

Einen betreuten Umgang könnte man jedem Elternteil auferlegen, da an vielen Ecken unbewusst Schaden angerichtet wird/werden kann.

Also dir würde ich ihn sofort verpassen wenn ich das hier lese:

Ich versuche mich immer in die Situation eines Elternteils hineinzuverstzen, welches ein lebendes Kind verloren hat.
Ich stelle mir den Schmerz, ein lebendes Kind zu verlieren/nicht sehen zu dürfen, schlimmer vor, als ein geliebtes Kind durch Tod verloren zu haben.

Nee, jetzt mal ganz ehrlich. Geht’s noch?
An deiner Stelle würde ich mir langsam mal Gedanken um dich machen. Wenn das eine offizielle Institution in deiner Umgebung liest können dir da einen ganz anderen Strick draus drehen. Von der Respektlosigkeit gegenüber Eltern die ihre Kinder verloren haben oder im Angesicht einer Krankheit bald verlieren werden mal ganz abgesehen.

Man sollte dich mal ein paar Wochen im Kinderhospiz Dienst schieben lassen.

Sorry!

Was für ein kranker Mist!!!!!!


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 02.09.2014 15:59
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Sputnik,

auch wenn es OT ist.

So ganz Unrecht hat SP nicht.

Stirbt ein Kind, dann kann man trauern. Man durchlebt Trauerphasen, hat einen Ort zum trauern und wird das in sein Leben einbauen und weiterleben. Der Schmert wird schwächer und irgendwann bleiben die schönen Erinnerungen, nichts anderes.

Verschwindet ein Kind spurlos oder darf man es nicht mehr sehen bleibt der Schmerz. Mann kann kaum abschließen.Es wird immer der Gedanke da sein "was macht das Kind". "wie geht es ihm", "wo ist es", "denkt es auch ab und zu an mich", "hat es sehnsucht", "wüsncht es sich d,ass ich mehr um unseren Umgang gekämpft hätte"

Die Fragen die man bei einem verstorbenen Kind "begraben" kann und irgendwann wieder die innere Ruhe finden wird, diese Fragen laufen bei lebenden Kindern, die man nicht sehen kann ins Leere. Sie könnten beantwortet werden, denn das Kind ist ja eigentlich noch da, aber sie bleiben trotzdem unbantwortet. Auch hier könnte man durchaus einen Trauerprozeß durchlaufen und abschließen, aber eben nie so richtig und endgültig.

Beide Arten des Verlustes eine Kindes sind in meinen Augen gleich schlimm.  Wenn du von respektlos ggü. verwaisten Eltern spricht, dann ist es genaus respektlos, wenn den entsorgten Eltern gesagt wird "och, hab dich nciht so, dein Kind lebt ja wenigstens noch"

Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 02.09.2014 16:10
(@sputnik)
Nicht wegzudenken Registriert

Sorry Tina, ich muss da nochmal kurz drauf eingehen.

Das sehe ich bei weitem anders.

Es mag vielleicht ein plausibler Vergleich sein, wenn ein Kind entführt wird, es ungewiss ist ob es leidet, ob es misshandelt wird oder ähnliches, aber den Vergleich anzuwenden, bei einem Kind, bei welchem einem  Elternteil der  Umgang untersagt bleibt hinkt zu sehr.
Es ist sicherlich ein persönlicher Trauerfall wenn der Umgang boykottiert wird und es ist auch ein Verlust für das Kind und ein seelischer Schaden ist auch da nicht ausgeschlossen, aber das ist alles überbrückbar.
Der Tod ist nicht überbrückbar und der Vergleich, lieber Tod und abgeschlossen als lebendig und blockiert, das wäre die Kurzform, ist mir zu egoistisch gedacht.

Lieber lasse ich los in dem Gedanken, dass das Kind gesund ist und es ihm, vom Elternteil abgesehen, an nichts fehlt. Denn das es dem Kind unendlich schlecht geht dabei, ist eine reine Projizierung seiner eigenen Ausgeschlossenheit und der subjektiven Meinung der andere Elternteil und das Helfersystem wäre böse und deswegen ist das Kind in den Fängen dieser vermeintlich bösen Menschen und es geht ihm schlecht. Dem ausgegrenzten Elternteil geht es aber bei der Liebe zu seinem Kind meistens schlechter als dem Kind selber.

Zuletzt besteht die Hoffnung, dass das Kind irgendwann wieder auftaucht, weil es selber Fragen stellt, die es beantwortet haben möchte.

Ich misse in solch einem Fall, mein Kind lieber lebendig in objektiv gesehen stabiler Obhut als leblos und jeglicher Vergleich mit dem Tod ist für mich ethisch schwer bis gar nicht vertretbar.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 02.09.2014 17:01
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ich habs mal abgetrennt.

Antworten werde ich später noch


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 02.09.2014 17:17
(@SpecialD)

Hallo Sputnik,

die Ironie an der ganzen Geschichte ist, dass es HIER im Forum ein Link über das Thema PAS gibt, in dem genau das so beschrieben wird.
In dem Artikel werden Familien verglichen die Kinder verloren haben.

Einige durch Tod, andere durch komplette Ausgrenzung.

Da ich mich, angeregt durch dieses Forum hier, mit dem Thema PAS nun beschäftigen konnte, versuchte ich mich eben genau in diese Gefühlswelt hineinzuversetzen.

Von dem Wunsch, dass Kind sei lieber tot als man es nicht sehen darf, war hier niemals die Rede.
Das hast du hineininterpretiert und nicht ich.

Ich denke, (fast) jeder von uns kam bereits mit dem Tod in Berührung.

Aber ich denke auch weiterhin, dass der Schmerz des Verlustes eines noch lebenden Kindes, dem eigenen Kind, die Sehnsucht, die Ungewissheit, die Ahnungslosigkeit und alle anderen Gefühle und Vorwürfe eine härtere Tortur darstellt, als mit etwas Endgültigem abzuschließen.

Google doch mal nach derartigen Erfahrungsberichten.

Bevor du wieder derart scharf gegen einen User schießen solltest, geh doch erst einmal in dich, komm zur Ruhe und betrachte es aus mehreren Blickwinkeln.

Insbesondere solltest du dies tun, wenn gerade andere Attacken gegen einen User laufen.
Wie schnell springt man auf diesen Zug auf...

Alles Liebe!

Daniel


AntwortZitat
Geschrieben : 02.09.2014 20:02
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Sputnik,

Es mag vielleicht ein plausibler Vergleich sein, wenn ein Kind entführt wird, es ungewiss ist ob es leidet, ob es misshandelt wird oder ähnliches, aber den Vergleich anzuwenden, bei einem Kind, bei welchem einem  Elternteil der  Umgang untersagt bleibt hinkt zu sehr.

Dann erkläre mir bitte den Unterschied zwischen "Kind ist weg, weil entführt" und "Kind ist weg, weil Hardcore-Umgangsboykott". Machen wir's mal ganz konkret an zwei Beispielen:

Im ersten Beispiel fahren Herr und Frau Neureich in ein Entwicklungsland, klauen in irgendeinem abgelegenen Dorf ein Kind, beschaffen sich falsche Papiere, und ziehen dieses Kind dann bei sich daheim als ihr eigenes auf. Ich hoffe, wir sind uns darüber einig, dass dies ein glasklarer Fall von Kindesentführung ist, und zwar auch dann, falls es dem Kind bei Herrn und Frau Neureich, objektiv betrachtet, sogar besser ginge als in dem malariaverseuchten Kaff, aus dem es stammt.

Im zweiten Beispiel schnappt sich ein Elternteil das Kind, verschwindet ans andere Ende der Welt (sei es nun Südafrika, Neuseeland, Argentinien oder wohin auch immer sonst), und zwar gegen den Willen des anderen Elternteils, wobei außerdem die aufgrund der Entfernung ohnehin ziemlich eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten durch "unbekannt verzogen" und/oder durch juristische Fisimatenten vollends unmöglich gemacht werden.

Offen gestanden, ich sehe hier nur einen einzigen nennenswerten Unterschied: Nämlich, dass im ersten Beispiel beide Eltern betroffen sind, im zweiten Beispiel aber "nur" ein Elternteil - und auch im zweiten Beispiel ist es m.E. sowohl für den Tatbestand der Entführung als auch für den elterlichen Schmerz und die Ungewissheit völlig unerheblich, ob es dem Kind, objektiv betrachtet, gut geht an dem Ort, wohin es verfrachtet wurde.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 02.09.2014 20:19
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi,

ich war ja noch eine Antwort schuldig.

Auch wenn ich jetzt den Spieß mal kurz umdrehe.

Der Vater meines Sohnes ist 10 Wochen nach seiner Geburt gestorben. Er ist damit aufgewachsen, es war nie ein Tabuthema. Er hat einen Ort der Trauer, er kann ein Grab besuchen. Das tut er immer seltener, der Tod gehört einfach in sein Leben. Er hat die Gewissheit, dass sein Vater ihn geliebt hat und sicher nicht freiwillig verlassen hat. Damit kann er leben, er hat das Kapitel abgeschlossen, es ist nicht mehr ständig präsent.

Meine Mädchen haben einen Vater der lebt, der aber keinen Kontakt möchte. Sie können weder abschließen, noch haben sie die Gewissheit, das ihr Vater sie geliebt hat. Er hat sie völlig freiwillig verlassen. Auch bei ihnen war es nie Tabuthema, sie durften imemr offen darüber reden. Und trotzdme bleiben die Fragen, der Schmerz.

Während mein Sohn eben keinen Schmerz mehr fühlt, weil er abschließen konnte, haben meine Töchter lebenslange Wunden, die vielleicht nie völlig heilen werden, weil sie eben ihre Fragen nicht beantwortet bekommen, weil sie sich abgelehnt fühlen (ob das objektiv auch so ist/wäre spielt dabei absolut keine Rolle, sie fühle sich so).

Beide Verluste gehören zu unserem Leben und jedes meiner Kinder muss lernen mit den eigenen Gegebenheiten in ihrem Leben zurecht zukommen. Und trotzdem merke ich immer wieder, dass es eben für meinen Sohn einfacher ist.

Ich möchte auch niemals das Leid von Eltern schmälern, die ein Kind verloren haben. Wir haben Freunde begleitet, die jahrelang gegen die Leukämie ihrer kleinen Tochter gekämpft und vor 2 1/2 Jahren verloren haben. Das hat die Familie verändert, sie sind nicht mehr so wie früher. Und trotzdem kämpfen sie sich langsam wieder in eine Noramlität. Der Gedanke an das verstorbene Kind ist sicher immer wieder da. Aber sie können trauern und es vearbeiten. Sie können sich mit Dankbarkeit an die gemeinsame Zeit erinnern. Klar werden sie sich auch in bestimmten Situationen immer wieder darauf stossen und sich wünschen, dass ihre kleine Tochter nun bei ihnen sein könnte. Aber sie können trotzdem diesen Schlußstrich ziehen. Ja, der Tod ist entgültig, er ist ein Abschluß, ein Schlußpunkt. Wenn man das als Tatsache anerkennt, dann kann man weiterleben.

Elternteile die ihr Kind ungewollt nicht mehr sehen dürfen und wissen, dass es noch lebt. Für die ist es kein Trost, dass es ihm ja doch gut geht (beim anderen Elternteil), ebensowenig wie es für verwaiste Eltern ein Trost ist, dass ihr Kind nun nicht mehr so große Schmerzen leiden muss. Für die Eltern die von ihrem Kind getrennt werden gibt es keinen Schlußstrick, keinen Punkt, keine Gewissheit. Es gibt immer nur ein großes Fragezeichen. Ja vielleicht kommt das Kind irgendwann mal, vielleicht auch nicht. Aber eben genau mit diesen Fragen stehen diese Eltern immer mit einem Bein in der Vergangenheit und können so eben keine Schritte in die Zukunft machen.

Dabei ist keines der Schicksale besser, leichter oder einfacher. Nur im ersten Fall habe ndie Eltern die gute Chance eine Zukunft zu leben, im zweiteren kaum (und wenn dann oft nur mit professioneller Hilfe)

Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 02.09.2014 20:43
(@hexesyl)
Nicht wegzudenken Registriert

Stirbt ein Kind, dann kann man trauern. Man durchlebt Trauerphasen, hat einen Ort zum trauern und wird das in sein Leben einbauen und weiterleben. Der Schmert wird schwächer und irgendwann bleiben die schönen Erinnerungen, nichts anderes.

Ja man kann trauern und es schmerzt weniger. Ich kenne einen Fall, wo die KM diese Kind nicht nur regelmäßig besucht und das Grab schön hergerichtet hat. Gleichzeitig wird mit den danach geborenen Kinder immer wieder von diesem toten Kind gesprochen und es wird so hochgelebt, als sässe es immer noch am Tisch und würde mitwachsen. Es kommt mir so vor, dass alle Kinder diese tote Kind lieben müssen, auch wenn sie es nie kennen lernen durfte
Der Vater dagegen, der bei dem Tod dieses Kindes dabei war (Mutter besuchte mit der Erstgeborenen ihre Eltern), erzählt auch von dem Kind, allerdings hat man da wirklich das Gefühl, dass er abgeschlossen hat. Es macht ihn vielleicht in dem Moment traurig, lebt aber nicht in der Erinnerung weiter.

Beide Elternteile liebten das Kind, nur geht jeder anders mit Tod um. Während der eine nach 10 Jahren abgeschlossen hat, ist der andere immer noch nicht fertig mit der Trauer.


A life lived in fear is a life half lived

AntwortZitat
Geschrieben : 02.09.2014 22:37
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Hexyl,

ja auch das gibt es. Allerdings ist das:

Gleichzeitig wird mit den danach geborenen Kinder immer wieder von diesem toten Kind gesprochen und es wird so hochgelebt, als sässe es immer noch am Tisch und würde mitwachsen

nicht gut und zeigt, dass die KM dringend Hilfe braucht. Damit überträgt sie ihre Trauer auf die anderen Kinder bzw. erzwingt das "weiterleben" des verstorbenen Kindes. Wenn es nach wie vor so ist und du guten Kontakt hast, dann gib ihr mal die Adresse eines Verein verwaister Eltern in eurer Nähe. Mit ihren Verhalten schädigt sie auf Dauer auch ihre anderen Kinder.

LG Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 02.09.2014 22:48
(@oldie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin

Gleichzeitig wird mit den danach geborenen Kinder immer wieder von diesem toten Kind gesprochen und es wird so hochgelebt, als sässe es immer noch am Tisch und würde mitwachsen. Es kommt mir so vor, dass alle Kinder diese tote Kind lieben müssen, auch wenn sie es nie kennen lernen durfte

DAS kann wohl kaum mit der obigen Problematik verglichen werden. Das eine hat mit dem anderen rein garnichts zu tun, da hier nicht der eigene Verlust Thema ist, sondern Verlust durch Fremdanteilnahme verlangt wird. Da halte ich doch eher eine psychologische Störung/Trauma der Verantwortlichen für ausschlaggebender anzunehemen, als eine Vergleichsgrundlage heranziehen zu wollen. Bitte die Kirche im Dorf lassen.

Gruss oldie


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 01:34




(@hexesyl)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Hexyl,

Wenn es nach wie vor so ist und du guten Kontakt hast, dann gib ihr mal die Adresse eines Verein verwaister Eltern in eurer Nähe. Mit ihren Verhalten schädigt sie auf Dauer auch ihre anderen Kinder.

LG Tina

Ich hatte nie guten Kontakt zur KM und auf evtl Schädigungen wurde sie schon hingewiesen. Leider ist das egal. Und mir in der Zwischenzeit auch.


A life lived in fear is a life half lived

AntwortZitat
Geschrieben : 03.09.2014 09:03