Moin
Hier mal eine interressante Äußerung die ich bei der beantragung von Wohngeld erhalten habe:
Also ich sitze da und erkläre die Situation, da ich beim Ausfüllen ein paar Schwierigkeiten habe. Als ich sage, das ich Unterhaltspflichtig für ein Kind bin kommt die Frage:
"Zahlen Sie freiwillig oder wird der Unterhalt gepfändet."
So weit so gut. Ich antworte, das ich freiwillig zahle und was kommt als Gegenreaktion???
Diese Antwort:
"Da fängt das Problem an. Sie müssen mir anhand Ihrer Kontoauszüge nachweisen, das sie den Unterhalt regelmäßig zahlen bzw gezahlt haben und außerdem brauchen wir eine beglaubigte Kopie des Unterhaltstitels. Es wäre einfacher wenn gepfändet werden würde, dann braüchten Sie nur eine Lohnabrechnung einreichen."
Also mal ehrlich. Mir fällt dazu gar nichts mehr ein. Das gleiche passiert im übrigen, wenn man eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft (Zweitfamilie) gründen will und die Frau ALG2 bezieht.
Zahlt man nicht hat man Streß. Zahlt man hat man auch Streß.
(was jetzt nicht heißen soll zahlen oder nicht zahlen ist doch egal)
MFG
PhoeniX
Ich seh da kein Problem.
Es ist doch klar, daß man Nachweise abliefern muß, daß man zu Unterhalt verpflichtet ist. Hellseher ist selbst das Amt nicht.
eine Kopie des Unterhaltstitels ist ja nun kein Weltuntergang.
Zu beachten ist, daß bei einer Lebensgemeinschaft das Geld für Harz4 reduziert. Sollte bei der LGin beachtet werden.
Da ist es dem Amt egal, ob Du nun Schulden hast, die Dir bis zum Hals stehen.
Deswegen ziehen ja soviele Partner nicht zusammen, da das Geld reduziert wird.
Die Lebensgefährtin muß angeben, daß sie mit Dir eine Wohnung teilt.
Gruß
Melly
Ja Melly
das ist soweit schon klar. Auch das man die Nachweise erbringen muß.
Es dreht sich für mich in diesem Post einfach nur um das Ding:
Es wäre einfacher wenn gepfändet werden würde, dann braüchten Sie nur eine Lohnabrechnung einreichen.
Diese Aussage ist 1 zu 1 so wie ich sie erhalten habe.
So nach dem Motto: Wieso lassen sie nicht pfänden? Dann ersparen sie sich jede Menge arbeit.
So viel wie ich (denke es geht den meißten so) in letzter Zeit den Kopf über unsere Bürokratie geschüttelt habe ist es ein Wunder das ich den Kopf noch still halten kann.
So langsam beschleicht mich das Gefühl, das es in Deutschland besser ist, die Füße hoch zu legen (Vera am Mittag hat jeden Tag andere Themen), sich dem süßen Nichts-Tun zu fröhnen und man lebt in Ruhe. Keine neuen Unterhaltsberechnungen (steht bei mir auch wieder an, da das Sozialamt jetzt gerne möchte, das ich Unterhalt für meine EXE bezahle, obwohl das Amtsgericht schon festgestellt hat das ich nicht Zahlen brauche), keine Diskusionen über Lohnerhöhungsforderungen (soll ich laut Sozialamt auch meinen Chef fragen), keine Forderungen sich einen besser Bezahlten Job zu suchen, etc.
Leider muß ich dazu sagen, das nach drei Wochen mich langsam das Gefühl beschleicht etwas tun zu wollen und nach 4 Wochen passen keine Regale mehr in die Wohnung. Also werd ich Folltrottel wohl weiter jeden Tag zur Arbeit fahren und mich weiter mit diesen Bürokraten rumärgern müssen. Aber ich werde wohl in irgendeine Religion eintreten die die Wiedergeburt prädigt und in meinem nächsten Leben ein Sozialschmarotzer werden.
MFG
PhoeniX
Oder anders gesagt:
Es ist anscheinend in Deutschland so, das jeder der nicht arbeiten will Beihilfe zum Leben erhält.
Aber wehe jemand will nicht von der Sozialhilfe leben. Jemand will irgendetwas tun oder ihm macht das Arbeiten spaß. Dieser Jemand muß mal sehen wie er klar kommt.
Ich denke davon können viele ein Lied singen.
Ob das nun fair ist oder nicht. Es ist halt so.
MFG
PhoeniX
