Moin,
Das sind nicht alles Schmarotzer und unsere Gesellschaft hat die Pflicht diese Menschen nicht links liegen zu lassen, nicht verächtlich auf sie herabzusehen und vor allem nicht ihr ureigenes Recht auf Reproduktion in irgend einer Weise in Frage zu stellen.
Ich schaue nicht auf sie herab.
Ich halte dem Recht auf Reproduktion die Pflicht zur Übernahme von Verantwortung entgegen. Das geht in meinen Augen Hand in Hand. Kann ich Verantwortung nicht übernehmen, dann kann ich mich eben auch nicht reproduzieren.
Aber das ist wie gesagt nur meine Meinung.
Kleiner Nachtrag: Zum Thema Individualität und freie Entfaltung lebe ich (und das auch meinem Sohn so vor) nach dem Motto: Das Recht des Einzelnen findet dort seine Grenzen, wo es dem Nächsten (oder eben der Allgemeinheit) Schaden zufügt.
Ich finde, das gilt auch für die Reproduktion.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Kleiner Nachtrag: Zum Thema Individualität und freie Entfaltung lebe ich (und das auch meinem Sohn so vor) nach dem Motto: Das Recht des Einzelnen findet dort seine Grenzen, wo es dem Nächsten (oder eben der Allgemeinheit) Schaden zufügt.
Ich finde, das gilt auch für die Reproduktion.
... aber ein Kind, sollte für die Gesellschaft weniger einen Schaden als eine Chance darstellen.
Nenne es von mir aus realitätsfremd, sosaialromantisch oder einfach nur hoffnungslos idealistisch.
Genau dieses Bild von der Last und dem Schaden ist meiner Meinung nach mit ein Grund für den Geburtenrückgang in Deutschland.
LG Horschti
'n Abend LBM
Ich benutze die Anrede lediglich für den Bezug zum Einstieg, das weitere ist frei und allgemein. Darum - keinesfalls persönlich nehmen wegen der Anrede. :redhead:
Wenn Deine Punkte 2 und 3 zutreffen, dann ist was faul am System. Nicht dem sozialem, denn das ist für Fall 1 zuständig. Wenn Jobverlust oder mangelnde Bildung (irgendwie fällt mir hier Pisa, Migration/Integration ein) auf die Sozialkassen abgewälzt werden, "verdienen" andere Menschen damit ihr Geld. Und das so richtig schick. Nur - diese werden subventioniert, steuererleichtert, nicht strafverfolgt (ausser in Notwehr), nicht zur Verantwortung gezogen, nicht zur Kasse gebeten - von (angedrohten) Almosen mal abgesehen. Arbeitgeber, Medien - alle schreien wegen Fachkräftemangel, schlechter Bildung und was weiß ich. Hierfür dann die kleinen Leute, welche von Anfang an (Kita, dann Schule, letztendlich Ausbildung) keine Chance bekommen haben, durch jene als Sozialfall abzuservieren und zu deklarieren (und das gemeine Volk springt auf diesen Zug auf -> Ursache siehe u.a. Pisa), entspricht m.E. genau der gewünschten, politisch korrekten Denkweise - und zwar der des Volkes zugedachten. Und eine entsprechende Bildung, welche die Zusammenhänge erkennen lässt, wird nicht vermittelt - auch nicht für Platz 1 der Pisa-Liste.
Im Moment schaue ich ganz fasziniert auf die Börsenbericht für die Finanzmärkte. Und: Nein, ich stelle keine Fragen, wundere mich nicht. Nur wenn ich mir überlege, was da wieder an Geldern verbraten wird, wofür nicht einmal Steuern entrichtet werden (Gottseidank gibt ea ja ein Steuergesetz, was seinen Namen verdient :wink:) und später der Staat das gemeine Volk einspringen muss, sehe ich die sogenannten Sozialleistungen als Peanuts. Das dann beim Kinderkriegen dieses faktisch als Erschleichung von Sozialleistungen aufzufassen ist einfach nur zum K..... .
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Hallo oldie,
dass ich mit meiner Meinung nicht ganz allein im Wald bin lässt mich etwas ruhiger schlafen.
Gute-Nacht-Gruß aus´m flachen Norden
Horschti
So, dann will ich auch mal.
Ich habe die Frage auch deswegen gestellt, weil ich mich zwischen 1 und 2 nicht so richtig entscheiden kann.
Ja, ich bin sehr für Eigenverantwortung.
Und
Ja, ich bin auch dafür, dass Kinder kriegen kein Privileg der Wohlhabenden sein darf.
Das war schon so, bevor ich in die Familienrechtsmühle geworfen wurde.
Da allerdings noch stärker mit dem Fokus auf der 2. Option.
Nun hat sich meine Meinung über diesen Staat und diese Gesellschaft an einigen Stellen deutlich geändert, um nicht zu sagen verfinstert.
Ich behaupte, dass dieser Staat die Familien erst in dieses Dilemma stürzt.
Durch ein falsches Steuerkonzept (Ehegattensplitting)
Durch das falsche Rentensystem (Adenauer: "Kinder kriegen die Leute sowieso")
Durch das falsche Familienrecht. (Kennen wir alle)
Durch ein überbordendes Sozialrecht (Das Schwein vom Hof holen und ein Schnitzel zurück geben)
Die Liste wäre endlos fortzusetzen.
Aus diesem Grund habe ich die 3. Option aufgenommen.
(Allerdings wohl niemand von überzeugen können 🙂 )
Ich hätte heute überhaupt keine Hemmungen mehr mich, mit Kindern oder ohne, an den zahlreichen sozialen Futtertrögen zu bedienen, die ich mein Leben lang so fleißig gefüllt habe.
Früher waren Kinder auch eine Investition in die eigene Altersvorsorge.
Heute sind sie vor Allem eine Investition in die Altersvorsorge der Anderen.
Die Anderen haben, ungehindert von Kindern, ihr Leben lang Ansprüche an die Rentenkasse anhäufen können.
Ich teile die Rentenansprüche mit meiner Frau und die Rentensumme mit den Kinderlosen.
Warum sollen diese nicht auch einen Beitrag zur Finanzierung meiner Kinder leisten?
Quasi als Investition in meine Rente.
In einem Land, das auf Eigenverantwortung baut, hätte ich ganz klar die Meinung 1.
Warum soll ich in einem Land, dass die Eigenverantwortung immer mehr abbaut und bestraft nicht die Meinung 2 haben?
Wenn ich für alles bezahlen soll, warum soll ich dann nicht auch was bekommen?
Für mich ist es zu spät. Ich werde nichts mehr bekommen.
Weder noch mehr Kinder noch irgendwelche Förderung.
Allen Anderen kann ich nur sagen:
Ja, bekommt Kinder, wenn ihr das möchtet und euch des Risikos bewusst seid.
Bekommt sie vor Allem dann, wenn ihr sie euch nicht leisten könnt, denn dann kann euch auch keiner was weg nehmen.
Lasst den Staat dafür bezahlen, denn der profitiert davon.
Und vielleicht kommen wir auf diesem Weg wieder zu einem Land, in dem Eigenverantwortung wieder etwas zählt.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin,
ich glaube, dass nicht der Staat und die Vielzahl seiner gewollt oder ungewollt unglücklichen Entscheidungen das ursächliche Problem darstellt, sondern das menschenverachtende System, in dem wir leben.
Die Freiheit des Einzelen wird dem Wohl der Allgemeinheit übergeordnet. Jeder will sich möglichst ungebremst entwickeln können und am Ende auf der Gewinnerseite stehen.
Doch wo es Gewinner gibt, muss es auch Verlierer geben. Und genau die Art und Weise, wie eine Gesellschaft mit denen umgeht, die auf der Strecke bleiben, öffnet den Blick auf ihr wahres Gesicht!
Je rücksichtsloser das Gewinnen betrieben wird, um so größer wird die Zahl der Verlierer, um so verbitterter wird deren Verhältnis zum Staat. Euch und mich kann dieses Schicksal von heute auf morgen ereilen (wenn es das nicht schon hat).
Einer der fatalsten Fehler in unserer Gesellschaft ist meiner Ansicht nach die offensichtlich weit verbreitete Ansicht, man müsse sich Kinder leisten können, wie ein Konsumgut.
Welch Irrsin. Kinder sind doch kein Eigentum ihrer Eltern oder irgend etwas, das einen praktischen Nutzen für diese hat.
Nein - sie sind schlicht und ergreifend das Fundament unseres Gemeinwesens, dass wir durch unsere fortwährende Fehleinschätzung des Ernstes der Lage kontinuierlich unterhöhlen ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was früher oder später die Folge dessen sein wird.
Diese kranken Gebilde Deutschland - Europa - Erde krachen mit lautem Getöse zusammen - eins nach dem anderen oder alles auf einmal (man wird sehen).
Ich fürcht, kaum einem ist das bewusst!
Ich kann leider nur abstrakt und philosophisch darüber schreiben, wenn ich die Fragen ernst nehme. M.E. ist es ein global gesamtgesellschaftliches Anliegen. Insellösungen sind perspektivisch keine, wenn sie als human durchgehen wollen, denn sie ignorieren die Probleme der Mitmenschen, eben den Anderen da irgendwo.
Dem kann ich mich nur anschließen.
Eins steht für mich allerdings fest - egal, ob wir uns Kinder leisten können oder nicht. Wir brauchen sie wie die Luft zum Atmen und das täglich Brot!
Also Hut ab, vor jedem, der sich trotz finanzieller Schieflage nicht vom Kinder kriegen abhalten lässt und Schande über jene ...
Und dann wären da noch die , die sich zwar Kinder finanziell leisten könnten, aber keine wollen um auf nichts zu verzichten, sich über Kinderlärm aufregen und dann allen ernstes erwarten, dass meine Kinder dafür sorgen, dass diese Egoisten jeden Monat ihren Rentenscheck bekommen und wenn gar nichts mehr geht, meine Kinder für 5,50€ die Stunde denen den Ar....h abwischen. ( ich weis sehr überspitzt )
... die man treffender wohl kaum beschreiben kann.
Und das ist kein bischen überspitzt sondern die bittere Wahrheit.
Gruß Horschti
Hallo zusammen,
Die Freiheit des Einzelen wird dem Wohl der Allgemeinheit übergeordnet. Jeder will sich möglichst ungebremst entwickeln können und am Ende auf der Gewinnerseite stehen.
Exakt. Zum Beispiel, indem er/sie Kinder in die Welt setzt in dem vollen Bewusstsein, nicht selbst für diese Kinder sorgen zu können: Soll doch der Staat die Zeche zahlen - und somit alle möglichen Leute, nur nicht die Eltern dieser Kinder?!?
Sorry @Horschti, aber meiner bescheidenen Meinung nach predigst du für einen bestimmten Fall ("ich will aber Kinder haben") genau jenen Egoismus, den du für andere Fälle verteufelst (und das übrigens zurecht). Anders gesagt: DU definierst also, was gut ist und was schlecht? Setzt wie selbstverständlich voraus, dass das, was du für gut hältst, für alle anderen gefälligst auch gut zu sein hat? Und erwartest daher, dass diese anderen mal die Rechnung für dieses selbstdefinierte Gutmenschentum bezahlen sollen? Nee, da bin ich entschieden anderer Meinung.
Also Hut ab, vor jedem, der sich trotz finanzieller Schieflage nicht vom Kinder kriegen abhalten lässt (...)
Ja, Hut ab, und meinen vollen Respekt - wenn er es denn aus eigener Kraft leistet. Einem Marathonläufer, der sich von anderen in einer Sänfte zum Ziel tragen lassen möchte, dem werde ich allerdings nicht den geringsten Respekt erweisen.
Zurück zur Umfrage. Ich bleibe dabei: Kinder muss man sich leisten können. Mit dem Mindestunterhalt laut Düsseldorfer Tabelle, den unterhaltsrechtlichen Leitlinien und den sonstigen Machwerken des deutschen Familienrechts hat das allerdings nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Dieses "sich leisten können" bemisst sich meiner Meinung nach daran, dass man sich, wenn man das erste oder ein weiteres Kind in die Welt setzen möchte, an staatlichen Fördertöpfen nur dann wird bedienen müssen, wenn irgendwann in der Zukunft (!) eine unvorhergesehene Katastrophe passiert - z.B. dauerhafte Arbeitslosigkeit, ein schwerer Unfall, oder eine langdauernde Krankheit. Trennung und Scheidung sind übrigens a priori keine Katastrophen in diesem Sinne, sie werden erst durch das perverse deutsche Familienrecht zur Katastrophe.
Letzteres Punkt ist mir ziemlich wichtig, und das erläutere ich am besten an einem Beispiel. Wir hatten hier vor ein paar Monaten gehört von dem Fall eines Polizisten, der bei 1.500 Euro Nettoeinkommen von unserem wunderbaren Familiengerichtshof zu mehr als 1.200 Euro Unterhalt für vier Kinder verdonnert wurde. In diesem Fall würde ich persönlich dem Mann nicht den geringsten Vorwurf machen, wenn er plötzlich eine Krankheit an sich entdeckt, die ihn auf Dauer arbeitsunfähig und damit von staatlichen Fördertöpfen abhängig macht - dies ist Notwehr, weil er letztendlich erst durch ein Rudel von offensichtlich grenzdebilen BGH-Richtern in diese aussichtslose Situation gebracht wurde.
Was das Kinder-in-die-Welt-setzen-und-andere-zahlen-lassen betrifft: Wer anderen die Rechnung präsentiert für das, was er selber für gut und richtig hält, der überschreitet die Grenzen seiner eigenen Freiheit zu Lasten der Freiheit der anderen.
Nix für ungut,
Malachit.
P.S. demzufolge bei der Umfrage von mir eine Nr. 4 - Kinder muss man sich leisten können, aber der Mindestunterhalt ist als Maßstab untauglich.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Hallo ihr Lieben,
ich kann mich hier der Meinung von Malachit nur anschließen.
Das Reduzieren des sich leisten könnens auf den Mindestunterhalt passt genau in die Argumentationen unseres genialen Familinerechtes :knockout:.
Deshalb auch mein Plädoyer für einen 4. Punkt: Kinder muss man sich leisten können! Maßstab muss aber der Anspuch der Familie an ein finanziell geregeltes und menschenwürdiges (wer definiert das?) Leben sein und nicht der willkürlich festgesetzte Mindestunterhalt.
In einer normalen Familie kann ich mich entscheiden, ob ich den Flachbildfernseher (3er BMW ... biete passendes einsetzen) kaufe, oder für ein Kind Anziehsachen und Verpflegung. Und es müssen wirklich viele (intakte) Familien diese Entscheidungen treffen. Wobei es sich hier dann eher um Dinge handelt, die weit mehr weh tun, als ein High-Tech Fernseher, auf den man verzichten muss.
Meine Kinder haben einen Flachbildfernseher mit Spielkonsole, waren gerade im Center Park mit allem Comfort und zurück und das obwohl der böse Papa gerade mal den Mindestunterhalt bezahlt. Aber glücklicher als Kinder aus intakter Familie, die im Garten von Verwandten Abenteuercampen gemacht haben sind sie deshalb auch nicht.
PvF
Möchte gern dazu was schreiben
Wieviel wirklich gut verdienende Mitmenschen gibt es unter uns, die von sich behaupten sie können sich keine Kinder leisten, oft sind es doch die die meinen sie haben dafür kein Geld. Urlaub,teures Auto usw sind wichtiger (Party machen vergessen :rofl2:)
Wenn das unsere Zukunft sein soll :phantom:
Ich denke man sollte den Sozialstaat nicht immer so schützen und sagen es liegen alle faul auf der Couch, nein ich denke das Problem liegt daran, dass er von miesen Politiker, Emanzen wie El....Sch... diesen so zurechtrücken wie sie wollen.
Es war schon immer so,dass manchen geholfen werden muss, macht mir persönlich nichts aus, weil auch ich in diese Situation kommen kann, man sollte das Geld nur gerechter verteilen oder besser gesagt nachprüfen was damit passiert.
Ich möchte damit sagen, wie kann es sein dass ich am Ende der Welt fahren kann und von meinem Konto Geld abheben kann und der Kontostand stimmt, und wie hier in einem Post beschrieben, Ämter es innerhalb Deutschlands nicht bemerken das KG zweimal kassiert werden.
Tut mir Leid hier ist der Punkt der falsch läuft.
Moin,
Soll doch der Staat die Zeche zahlen - und somit alle möglichen Leute, nur nicht die Eltern dieser Kinder?!?
... genau, die Gesellschaft, denn die Kinder sind ...
... das Fundament unseres Gemeinwesens, dass wir durch unsere fortwährende Fehleinschätzung des Ernstes der Lage kontinuierlich unterhöhlen ...
Wenn man meiner Argumentation folgen mag:
Kinder sind doch kein Eigentum ihrer Eltern oder irgend etwas, das einen praktischen Nutzen für diese hat.
... und damit das Aufziehen von Kindern als gesellschaftliche Aufgabe anerkennt, kann man in einem Staat, der für Schwachsinn, wie überflüssige 21-Mrd. € - Bahnhöfe oder Bundeswehreinsätze in Afganistan und für Regulierung verbrecherische Bankenbankrotte ohne mit der Wimper zu zucken unsere Steuergelder und vor Allem die meherer künftiger Generationen verschleudert, dieses ...
Also Hut ab, vor jedem, der sich trotz finanzieller Schieflage nicht vom Kinder kriegen abhalten lässt
... vielleicht doch mit unterschreiben?
LG von Horschti, der für seine 4 Jungs nicht auf Transferleistungen zurückgreift und dem finanziel das Wasser so ziemlich bis zur Brustwarze steht
Moin
Wenn ich mir einige Ausführungen und Agrumentationen hier so durchlese komme ich auf die Vermutung, dass Kinderkriegen als flächendeckende, egozentrische Lebensgestaltung begriffen wird. Sind wir wirklich so tief gesunken, das selbst die einfache Reproduktion des Humankapitals (mal rein unter monetären Gesichtspunkten beschrieben, worauf sich hier leider viel zu viele beschränken oder gar mit liebäugeln) auch noch mit einem kapitalistischen Sozialdarwinismus getoppt werden soll?
Teilweise bin ich echt geschockt. Vielleicht sollten manche Schreiber sich mal ganz genau überlegen (bevor auf "Kinder muss man sich leisten können" reagiert wird), wie er sich die Welt überhaupt vorstellt, bevor, unter Einbeziehung des alltäglichen Wahnsinns, geantwortet wird. Kinder sind nun mal Zukunft, keine Gegenwart. Dass sie in diese Zeit hineingeboren werden und dabei manchen Eltern vorgeworfen wird, Frevel zu begehen, sich durchzufuttern und eigentlich nur Parasiten zu sein - unter "Mensch sein" habe ich eine andere Vorstellung. Zumal - die Menschheit kann sich das leisten, wenn sie denn nur will. Und dabei kommt es auf die Meinung und Akzeptanz jedes einzelnen dazu an.
Wenn keine differenzierte Wahrnehmung gesellschaftlicher Realität, ihrer Möglichkeiten und vor allem deren Umsetzung erfolgt, frage ich mich, worüber überhaupt diskutiert wird. DAS hat dann was von (bei malachit entlehnt) Rosinenpickerei an sich.
Einzelne, wahrlich singuläre Details isoliert zu betrachten, führt zwangsläufig zur einer verzerrten Wahrnehmung. Ich würde mir wünschen, manch einer schafft es, sich davon frei zu machen und zu versuchen, all die Wechselwirkungen zu sehen, eben die Gesamtheit unserer Gesellschaft - und auch die der anderen da Draussen, wenigsten den Willen dafür aufzubringen, es zumindest zu versuchen.
Gruss oldie
Edit: Ausdruck und Grammatik präzisiert
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
