Frage an die Männer
 
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Frage an die Männer

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(@Platt)

Hi,

in letzter Zeit beschäftigt mich folgendes Thema. Diese ist eine Seite für Väter und Mütter. Das ist auch gut so.

Was mich seit einiger Zeit stutzig macht, ist die Tatsache, dass nach meinem Empfinden viele "Zweitfrauen" Probleme die "Exmänner" mit ihrer Trennung haben, von diesen "abgearbeitet" werden.

Daher nun meine Fragen.

Sind wir Männer nicht in der Lage unsere eigenen Probleme zu erkennen und dann abzuarbeiten?
Sehen oder wollen Männer die Probleme nicht sehen?
Sehen Zweitfrauen Ungerechtigkeiten die den Männern wiederfahren anders?
oder im Umkehrschluss
Empfinden Männer vieles als gar nicht ungerecht, weil sie die Verantwortung (auch finanziell) übernommen haben?

Oder sehr provokativ
Sollen einige Männer hier über diese Seite vom Zweitpartner heiß gemacht werden, damit sie versuchen die Exfamilie zu negieren?

Vorallem an das weibliche Geschlecht! Bitte nicht falsch verstehen, aber ich habe bezüglich meiner LG im Verhalten gegenüber meiner Ex und den Kindern auch mittlerweile manchmal das Gefühl das eine eigene Strategie gefahren wird. Dieses meine ich auch aus den einem oder anderen Thread herauslesen zu können.

Wie gesagt, ist so ein Bauchgefühl. Nichts was ich wirklich belegen kann.

Wie seht ihr das?

Platt

Sehr auffällig, es gibt viele Zweitfrauen aber Zweitmänner?


Zitat
Geschrieben : 04.09.2006 15:52
(@merrow)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo lieber Platt,

ich hoffe ich darf antworten als "Zweitfrau" 😉

Zum Teil sehe ich das ähnlich wie Du. Vielleicht läuft das auch hin und wieder so, wie Du vermutest.

Was aber vielmehr zutrifft meiner Meinung nach ist, dass viele Frauen oft mehr Bedarf an Kommunikation haben. Und grade in dieser Situation möchten sie natürlich ihre Zukunft klar sehen.
Viele Männer sind am Anfang der Situation einfach blockiert und von ihren Gefühlen gefangen. Da helfen Infos, die andere nicht nur Zweitpartner beschaffen denke ich schon ein stückweit.

Natürlich soll es nicht so sein, wenn sich der Partner gar nicht kümmert.

Ich kann Dir nur unsere Situation grob umreissen.

Ich hatte ein Problem mit der Neusituation für mich, wollte mich dem aber stellen. Ich habe festgestellt dass ich den Austausch brauche. Mein LG hat wegen der großen Entfernung zu seinem Kind und seinem 50-70 Stundenjob einfach oft schlichtweg nicht die Zeit sich hier einzubringen. Er ist registriert aber ich sag mal, ich übernehme die Schreibarbeit und kann damit auch meine Fragen klären.
Sprich, wir arbeiten eigentlich zusammen 😉

Ich hoffe das war verständlich gemacht. Die wenigsten werden so einen Aufwand denk ich auf sich nehmen, wenn der Partner dabei nicht unterstützend mitwirkt. Dann bringt das auch nix m.E. Mein Partner würde sich zumindest keine andere Meinung "aufschwätzen" lassen.
Wir haben aber in unserer Beziehung festgestellt, dass es von großer Bedeutung ist, dass wir uns einig sind und immer beide mitziehen.
Ich bin sicher, dass mein Partner, mal abgesehen von meinen Emotionsbeiträgen als Zweitfrau jeden Beitrag von mir unterschreiben würde.

Das ist natürlich nur meine Situation.

Wenn nur die/der  Next agiert und quasi die Sache ins Rollen bringt find ich das auch nicht richtig.

Dass so wenige Zweitmänner unterwegs sind ist mir neulich auch aufgefallen.
Das kann man evtl auch wieder mit dem Drang zur Kommunikation der Frauen begründen und eben auch damit, dass meistens Frauen bei dem Scheidungsdrama auf ganz andere Unterstützung zählen können.. in diesem Damen und Mütterstaat.

so far
Merrow


Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 16:09
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Platt,

solch eine ähnliche Frage hat mich besonders dieses Wochenende auch beschäftigt. Allerdings für mich persönlich.

Für uns hier zu Hause hat es sich nach der Registrierung damals einfach zeitmäßig so ergeben, daß ich halt nach meinem Teilzeitjob hier sitze und lese und schreibe.

Anfangs hat mein LG auch noch selbst gelesen. Bei mir steigerte sich der Wissensdurst nach einiger Zeit, bei ihm war es eher so, daß ihn viele Geschichten zu seiner eigenen Geschichte abends nicht abschalten liessen. Heute ist es so, daß wir oft am Wochenende erzählen, was es hier Neues gibt oder welche Parallelen wir ziehen können.

Ich für mich konnte besonders zu der Zweitfrauenproblematik hier vieles für mich herausziehen. Eben durch die Sicht der Väter und die der anderen Zweitfrauen.

Ich muss zugeben, daß ich manchmal  meinen LG schon "anschupse", wenn mir Dinge auffallen, die einfach hier durch die Häufigkeit der Schicksale aufgezeigt werden und die sich so oder ähnlich an den Umgangswochenenden z.B. herauskristallisieren.

Eine eigene Strategie kann ich für mich verneinen, bis auf die, daß ich für mich strikt Grenzen gesetzt habe, an denen ich mich raushalte und was Kinder oder Ex angeht, zurückziehe.
Das musste ich allerdings auch erst lernen und dabei hat mir das Forum sehr geholfen.

Ich glaube nicht, daß viele Väter Dinge nicht ungerecht empfinden. Ich vermute eher, durch das Kämpfen um Existenz, Kinder und Gerechtigkeit bleibt oft lange Zeit kein Platz im Kopf ( wenn ich das mal so schreiben darf).
Für meinen LG war es lange schwer alles irgendwie gebacken zu bekommen: Umgang, Kinder, Ex, finanzielle Sorgen,  Arbeitsplatz, die LGìn (mich) und deren Sohn und letztendlich die gesundheitlichen Probleme, die das ganze mit sich bringt.

Jetzt hab ich zwar auch als Frau geschrieben, aber denke das ist ok *g

Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 16:35
 Uli
(@Uli)

Ist es nicht lustig, dass sich bei einer Frage an die Männer sofort zwei Frauen zu Wort melden.  🙂  :rofl2:

Die häufigsten Fragen, die hier wohl von den Zweitfrauen eingebracht werden, sind Geld und Erziehung. Nach dem klassischen Rollendenken sind dies wohl am ehesten die Bereiche, die den Mutterinstinkt wecken. Vielleicht führt dies die Nexten zu uns ?!

Vielleicht ist es auch so, dass die betroffenen Väter sich schwer mit dem Forum tun, weil, wie Tina es anführte, es einen immer wieder zurück zieht und verhindert, Abstand zur eigenen Problematik zu gewinnen. So schimpft meine Frau auch oft mit mir, dass ich zu viel im Internet bin und somit zu sehr in meiner Problematik verhaftet bleibe.  :redhead:

Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 16:49
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Platt,

bei uns läuft es so, dass mein Mann und ich als erstes reden. Manchmal kommt es vor, dass wir danach beide an den Rechner gehen, ich zu vs und er zu seinem Online-game. Wir schalten also jeder auf verschiedene Weise ab.

Nach einer Zeit reden wir dann nochmal und teilen uns unsere Eindrücke und Lösungsmöglichkeiten mit. Ich würde niemals versuchen, meinen Mann in eine mir genehme Richtung zu schubsen, das mache ich bei anderen Themen auch nicht. Unsere Beziehung lebt durchaus auch davon, dass wir verschiedene Menschen sind mit verschiedenen Ansichten.

Zudem habe ich in unserer Familie noch eine besondere Rolle: ich bin sozusagen die Pufferzone zwischen meinem Mann und seiner Ex. Die beiden konnten lange Zeit kein Gespräch führen, ohne dass die Situation eskalierte. Mir ist es in diesem Jahr gelungen, sowohl eine Unterhaltssache als auch eine Umgangssache friedlich ohne Anwälte und Gericht zu regeln und darauf bin ich auch ein kleines bisschen stolz.

Die Jahresumgangspläne schreib ich sowieso, da hatte ich diesmal im August einen Fehler drin (ein Wochenende komplett ausgelassen), das war mir natürlich unangenehm, zumal ja alle Folgetermine dann auch verkehrt waren. Mein Mann hat gelacht und sich gefreut, dass mir dieser Fehler unterlaufen ist (harhar *ggg*) und der Ex wäre es gar nicht aufgefallen, wenn ich es nicht gesagt hätte...

Manchmal fühle ich mich schon ziemlich dominant, eben so im Sinne von Familienmanagerin. Ich würde mir wünschen, dass meine Mitarbeit gar nicht nötig wäre, sehe aber, dass Mann, Exfrau und Kinder auf mich zukommen und meine Mitarbeit aktiv einfordern.

Im Zweifelsfall sag ich eh immer, dass ich nichts entscheiden kann. Ex hat sich sogar angewöhnt, mir zu sagen, dass ich doch mal mit meinem Mann über dieses oder jenes reden soll und ihr dann Bescheid geben kann.

In seiner Rolle als Next hat mein Mann einmal im Leben eine Beschützerrolle wahrgenommen. Meine Tochter wohnte noch bei uns und wurde ausfallend, da hat er ihr unmissverständlich klar gemacht, dass sie in ihrem Ton und ihrer Wortwahl mir gegenüber Grenzen überschritten hat, die er nicht dulden wird.

Ansonsten ist bei uns eigentlich alles ganz normal. Ich hab vorhin was über Patchworkfamilien auf SAT 1 gesehen, da fand ich ein treffendes Beispiel: Wenn sich zwei Menschen kennenlernen und eine Beziehung eingehen, dass ist das wie ein Jonglieren mit zwei Bällen. In Patchworkfamilien hat man viel mehr Bälle zum Jonglieren, da es sich um mehr Menschen handelt, die noch eine Rolle spielen.

@ Uli

Ist es nicht lustig, dass sich bei einer Frage an die Männer sofort zwei Frauen zu Wort melden.   

Du warst zwar schneller, aber hier ist nun Frau Nr. 3  :rofl2:

Gruß

eskima  :yltype:


Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit
21dbc1b8a029e54556e0e8e32d0b6d64

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 17:01
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

ich glaube, dass sind nicht die Antworten, die Platt sich gewünscht hat.

Ich bin jetzt mal gerade der zweite männliche Antworter, und dann auch noch so ein Unikum!
Das Problem ist ja man vielmehr auch, dass für dieses Sammeln der Informationen die Zeit und Muße vorhanden sein muss, die so manchen männlichen Vertreter ja oft so fehlt. Durch diesen Nachteil gehandicapt, schwingt sich das ganze zu einem Vorteil für die Ex auf, da diese ja oft auch nicht arbeiten geht und so noch mehr Zeit aufbringen kann.
Ein Vater, der den ganzen Tag arbeitet, vielleicht auch noch schwer körperlich, dann noch die psychische Belastung der Trennung, macht es einem verdammt schwer, sich auch noch auf das wesentliche zu konzentrieren.
Gerade das macht es doch so mancher zukünftigen Ex es sooooo einfach, dann noch unser hiesiges System .... da stehen einige allein auf weiter Flur, nur weil sie sich wehren!

Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 17:48
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

So, nachdem mein Text von eben wech ist *sche*ißwirelesslan* die Kurzfassung:

Weil mein Mann schlicht und einfach NIE auf die Idee käme, sich in "nem doofen Forum" Hilfe zu holen und viel zu faul ist und lieber aus dem Bauch raus handelt, und sich damit ins Knie schießt.

Da sowas aber bei Themen wie Kind, Umgang, Unterhalt selten gesund ist, mach wenigstens ich mich schlau! Schließlich sponsore ich ja Stieftöchterle mit.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 18:16
(@andreadd)
Registriert

Hallo Platt,

ich glaube, da werden nicht viele Antworten von den Männern kommen, weil du genau die Achillisverse der Umgangsväter triffst.

Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.  😉

LG
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 18:26
(@Platt)

Hi,

@uli. Das finde ich jetzt auch komisch wer da geantwortet hat.

Alles von mir geschätzte Userinnen die sehr lange im Forum dabei sind und dieses beleben.

Es war ein Fehler von mir, diese Frage zu stellen. Die Begründung liegt eigentlich auf der Hand. Alle Männer in diesem Forum betrifft das doch gar nicht und könnten eigentlich auch nur Vermutungen anstellen. Die Männer die es betrifft, erreich ich nicht, um mir diese Frage beantworten könnten zu können.

Das waren nur Gedanken die mich  belasten. Daher nur meine etwas subjektiv und mit Unterstellungen gespickte Meinung. Ich möchte es noch einmal ausdrücklich betonen. Nur mein Gefühl, sonst nichts.

Die häufigsten Fragen, die hier wohl von den Zweitfrauen eingebracht werden, sind Geld und Erziehung

Genau das sind die Fragen die mich stutzig machen. Vorallem dann wenn eine "Next" auftaucht, diese Fragen stellt und ihre Antworten hat und dann wieder abtaucht. Wie gesagt nur ein Bauchgefühl.

Mich beschleicht dann manchmal das Gefühl, dass unsere Antworten und Unterstützung dann genommen werden, um den LG dann schon Feuer untern Hintern zu machen. Das hat für mich dann so einen bitteren Beigeschmack. So nach dem Motto nur noch ich und meine Bedürfnisse interessieren.

Nun persönlich kenne ich niemanden, der in diesem Forum ist. Aber mir werden auch von verschiedenen Seiten Zeitungsartikel, oder Gesetze usw. vorgelegt, die beweisen sollen, dass ich nun die Ex "angreifen" muss. Ich kann ja meine Ex finden wie ich will. Aber gewisse Ansprüche hat sie nun mal doch.

Ich höre mir dann Sprüche an, wie z.B. wenn deine Exfrau nicht wäre würde es uns richtig gut gehen. Gemeint ist natürlich finanziell. Da taucht dann schon meine nächste Frage auf. Was haben denn meine Finanzen mit meiner LG zu tun. Ich will doch kein Geld von ihr. Sie verdient doch eigenes Geld. Verstehe ich nicht. Bei einigen Threads lese ich das dann genauso raus. „Ich verdiene nur das und das und mein LG muss Unterhalt bezahlen und hat nur seinen SB“. Das verstehe ich auch nicht. Der LG kann sich seiner finanziellen Verantwortung in der Regel nicht entziehen.

Was mir gerade beim Thema Geld fehlt, ist das anscheinend niemand schreibt, mein LG ist finanziell ruiniert und deswegen unterstütze ich ihn auch finanziell. ( Nur die Userinnen, die darauf gentwortet haben)

Vielleicht bin ich vollkommen auf den Holzweg, aber ich denke, auch eine Next hat vorher ein Leben gehabt und musste doch auch mit ihrer Kohle klarkommen.

Im Themenbereich Kinder des LG wird es dann für mich manchmal richtig abenteuerlich. Gefühlsmäßig läuft das dann für mich wie folgt ab. Alles aber auch alles macht die KM falsch. Die Kinder sind oft schlecht erzogen. So das ganze Gedeck. Auch solche Sachen höre ich mir teilweise an. Nur habe ich eine ganz andere Sicht der Dinge. Es sind Kinder in einer bescheidenen Situation und leisten sich auch schon einmal einen Klopfer. Das wären aber Dinge, über die man unter normalen Verhältnissen nicht reden würde.

Ich als Mann sitze dann zwischen den Stühlen, einerseits will ich dass es meiner neuen Beziehung gut geht, andererseits soll es aber der alten Beziehung nicht schlecht gehen(wegen der Kinder). Für mich bedeutet das Druck von beiden Seiten. Ich persönlich mache mir schon sehr viel Gedanken, aber ich muss auch abwägen welches der beste Weg ist.

Auch sehr provokativ. Alles Geld (KU + EU) was weg geht steht dem neuen Glück nicht mehr zur Verfügung. Auch die Zeit die von den "Fremdkindern" beansprucht wird steht nicht der "Next" zur Verfügung.

Aber das sind doch Tatsachen, die schon von vornerein klar waren. Die Entscheidung mit einem solchen Mann etwas anzufangen hat die "Next" doch selbst getroffen.

Was mir auch auffällt ist wie die Ex oft von der Next dargestellt wird. Negativ!

Ich muss zugeben, dass ich wohl nicht mit solchen Fragen richtig umgehen kann.

Platt


AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 19:00
(@andreadd)
Registriert

Hallo Platt,

wenn ich deine Zeilen so lese, dann geht mir als erstes durch den Kopf "mangelnder Respekt auf der ganzen Linie". Uns hat bei einer ähnlichen Unzufriedenheit mal geholfen, dass wir uns vorgenommen haben, uns gegenseitig nur noch konstruktiv zu äußern.

Patchwork ist nicht einfach und auch bei uns knallen manchmal Welten aufeinander.

LG
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 19:15




(@Platt)

Hi,

wenn ich deine Zeilen so lese, dann geht mir als erstes durch den Kopf "mangelnder Respekt auf der ganzen Linie". Uns hat bei einer ähnlichen Unzufriedenheit mal geholfen, dass wir uns vorgenommen haben, uns gegenseitig nur noch konstruktiv zu äußern.

Nun diese Aussage verstehe ich überhaupt nicht. Ich habe gerade ganz bewusst Dich und die anderen Userinnen
ausgeklammert und das war absolut ehrlich gemeint. Zweitens habe ich immer wieder betont, mein Gefühl.

Ob ich auf dem Holzweg bin weiss ich nicht. Aber eins bin ich nicht Respektlos. Wenn das so wäre, hätte ich ganz andere Entscheidungen getroffen. Voraussichtlich würde es mir persönlich und finanziell besser gehen.

Platt


AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 19:24
(@andreadd)
Registriert

Hallo Platt,

ich hab mich keineswegs beleidigt gefühlt. Ich meine den von dir gefühlten mangelnden Respekt deiner LG gegenüber dir, deinen Kindern und deiner Exfrau.

Beispiel: Wenn die nicht so viel Geld kriegen würden, ging es uns viel besser.
Solche Sätze sind nur dazu gut, die ganze Situation runter zu ziehen.

Dir stößt die Geringschätzung auf. Das kann ich gut verstehen.

Was können  w i r  machen, um uns Urlaub nach .... leisten zu können, wäre schon viel netter, stimmts?  😉

LG
Andrea


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Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 19:33
(@Platt)

Hi,

da habe ich wohl etwas falsch verstanden. Sorry :redhead:

Platt


AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 19:41
(@andreadd)
Registriert

Vermutlich sollte ich auch manchmal nicht so wortkarg sein, um deutlich zu sagen, was ich meine  :redhead:


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Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 19:44
(@bengel)
Registriert

hallo zusammen,

ich finde die diskussion ganz interessant. ich erlebe einfach die situtation eines "umgangsvater" und geschiedener "ex" aus einer warte, die emotional dem rollenbild einer solchen multiplen persönlichkeit in der gesellschaft entspricht.

  Vater=Kindesversorger, EX-Mann= unterhaltspflichtig für KM

ausserdem "böser bube", unabhängig davon, wie es zur trennung kam.

Beispiel: obwohl meine "EX" die auschliesslich treibende kraft für die trennung war, grüssen mich unsere (damaligen) gemeinsamen nachbarn nicht mehr. grund:

"wieder einer, der seine familie im stich gelassen hat und nun muss die frau trotz kindern, haus und hund auch noch arbeiten gehen"

mir anderen worten spiegeln viele KV und EX-ehemänner diese gesellchaftlichen klischees und projezieren sie auf sich um damit in der bedeutungslosigkeit zu versinken und ihrer rolle gerecht zu werden, bzw eine rein funktionale existenz zu werden. das büsserhemd eben.

ein forum wie vatersein verhindert das. jedenfalls bei mir.

es ist zwar anstrengender zu kämpfen, als klein bei zu geben. aber es lohnt sich. auch hier: jedenfalls bei mir.

das oft gerade zweitfrauen einen schärferen, weil wo möglich, neutraleren blick haben und aus der vogelperspektive die situation betrachten können, ist absolut nicht ungewöhnlich, aus meiner sicht. im gegenteil: können sie doch oft viel besser beurteilen, was "gerecht" und "ungerecht" ist, als der unmittelbar im spannungsfeld EX/KM/Kinder befindliche mann.

gruss
bengel


AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 19:57
(@andreadd)
Registriert

mir anderen worten spiegeln viele KV und EX-ehemänner diese gesellchaftlichen klischees und projezieren sie auf sich um damit in der bedeutungslosigkeit zu versinken und ihrer rolle gerecht zu werden, bzw eine rein funktionale existenz zu werden. das büsserhemd eben.

bengel

Das hast du super ausgedrückt Bengel und das ist auch genau das, was mir immer so sauer aufgestoßen ist. Das waren Momente, da habe ich auch getreten, wenn ich gemerkt habe, dass mein Mann sich das still leidend gefallen läßt.

LG
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 20:09
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

rehi,

Auch sehr provokativ. Alles Geld (KU + EU) was weg geht steht dem neuen Glück nicht mehr zur Verfügung. Auch die Zeit die von den "Fremdkindern" beansprucht wird steht nicht der "Next" zur Verfügung.

Diese Sprüche kenne ich von Nachbarn. Möglichst noch im Beisein der Kinder am WE wird dann gesagt, dass mein Mann ja wohl ganz schön viel Unterhalt zahlen muss und dieses Geld der neuen Familie, also uns, doch fehlen muss? Und dass die Kinder trotzdem so oft bei uns sind... eigentlich meinen die es sogar gut, meinen, dass sie uns verstehen - gut gemeint ist eben das Gegenteil von gut  :exclam:

Gruß

eskima


Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit
21dbc1b8a029e54556e0e8e32d0b6d64

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 20:10
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo zusammen,

vielleicht liegt das Schwierige auch bei den verschiedenen Konstellationen bei Zweitfamilien/Zweitbeziehungen/Zweitehen.

Ich denke eine Next, die schon eine Ehe hinter sich hat oder auch Kinder, hat in einer Zweitbeziehung eine andere Einstellung zum Zusammenleben.

Das ist nun auch nur so ein Bauchgefühl. Ich für mich kann sagen, daß sich meine Wünsche oder Vorstellungen von Beziehung und Familie total verlagert haben.
Für mich ist wichtig, daß gemeinsam "geschafft" wird, dass gesprochen wird, ohne aufzustauen bis es knallt und dass die Altlasten finanzieller Art gemeinsam vom Tisch gefegt werden.

Ich bin nicht sicher, ob ich das Verständnis für meinen LG so hätte aufbringen können, hätte ich noch Kinderwunsch, Urlaubsträume oder "Häuslebauen" im Kopf gehabt.

Trotzdem habe ich die Einstellung wie Platt sie schon schrieb.
Ich weiss vorher, welches "Vorleben" mein Partner hatte und kann selbst entscheiden ob ich so leben möchte oder nicht.

Ich gebe zu, daß es auch für mich in der ersten Zeit nicht einfach war. Ich hatte aber eher Zukunftsängste oder fragte mich ob das alles so richtig für die Kinder ist.

Vorwürfe kann ich meinem LG nicht machen. Das steht einer Next nicht zu, hat sie doch auch ihr eigenes Vorleben.
Manchen Frauen, eben die mit Vorleben, fehlt es vielleicht manchmal an der positiven Sicht der Dinge.
Ich könnte nicht teilzeit arbeiten gehen und mich um meinen Sohn kümmern, wäre mein LG nicht hier. Ernährt er uns schließlich auch mit.

Ich finde das Thema echt interessant, da ich auch andere Seiten der Diskussion in meinem privaten Umfeld kenne. Z.B. habe ich gesagt bekommen, daß ich doch alles vorher gewusst habe. Interessanterweise von einem Elternpaar in Zweitehe.
Mit einem Grinsen gab mir mein LG Bestätigung zu meiner Antwort. Ich habe geantwortet, daß wir nur an einem Strang ziehen, daß wir gegenseitig zu uns stehen. Aber: ich vergesse meinen Anspruch auf Muttersein und auch mein gesundes Ego nicht. Deshalb nehme ich mir das Recht mich zurückzuziehen, wenn ich merke, daß Ex und ihre Ideen mir zu sehr an die Substanz gehen. Dann kann ich nämlich nicht mehr meinen Alltag bewältigen und mich um meinen Sohn kümmern.

Ich denke es ist schwierig den optimalen Mittelweg zu finden. Man muss viel ausprobieren und vor allem reden.
Ich kenne die Einstellung meines LGs zur Ex. Sie ist ähnlich wie meine.
Schwillt mir jedoch mal der Hals, lasse ich inzwischen mal Luft bei einer Freundin.
Es ist eben so, daß man über den anderen Elternteil der Kids redet. Ich weiss auch die Einstellung meines LGs zu meinem Ex. Auch hier liegen wir auf einer Welle. Trotzdem kann ich es nicht gut vertragen, höre ich von meinem LG wie mies er ist, er ist der Vater meines Sohnes...Punkt.

Puh, ist doch mehr geworden als ich dachte und gar nicht so einfach auszudrücken *g

Lg
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 20:42
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Platt,
ich denke schon, dass sich eine Zweitbeziehung deutlich von einer Erstbeziehung unterscheiden muss.

Meine Trennung war die einschneidendste Erfahrung, die ich in meinem Lebengemacht habe. Sie hat mich zu einem anderen Menschen gemacht.

Wenn Du einmal in einer Situation bist, in der Ohnmacht und Zukunftsangst einen grossen Teil deiner Denke ausmachen und du merkst, dass die bengelschen Mechanismen wirken, obwohl Du ihnen bewusst bist, dann kannst Du einfach nicht mehr so weitermachen, wie bisher.
Dann wirst Du als Vater ständig mit der Ex konfrontiert, weil Du ja das Kind abholst. Meine Ex kämpft bei wirklich jedem Umgang, versucht mich zu demütigen. Und wenn Du gerade das Kind abgegeben hast, versucht hast, zu deeskalieren und trotzdem verloren hast, dann verläuft der Rest des Tages einfach anders.

Ich rede darüber mit meiner LG, das hilft. Aber gleichzeitig mache ich damit auch klar, dass unsere Zweierbeziehung aus drei Leuten besteht. Dabei weiss ich nicht immer, ob sie sich auf mich 'eingelassen' hätte, wenn sie sich der Situation vorher absolut klar gewesen wäre.

Es wäre manchmal einfach schöner romatisch verklärter zu sein.
Eingrosses Thema bei unserem Gemeinsamen Kind war für mich z.B. das gemeinsame Sorgerecht. Das ist nicht gerade ein Thema, bei dem man bei 'Unwissenden' punkten kann, weil man ja auch irgendwie sagt: Ich trau dir nicht, daher möchte ich meine 'Pfründe' jetzt schon sichern.

Ja, sie hat es nicht einfach mit mir. Ich bin in manchen Dingen weniger zum Kompromiss bereit. Manchmal muss sie Dinge ausbaden, für die sie beim besten Willen nichts kann. Und was Finanzen und Risiken angeht, muss sie eine Last mittragen, die ihr keinen Ertrag bringt.

Gruss,
Michael


AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 21:06
(@Platt)

Hi @all,

gerne würde ich auf jedes einzelne Post eingehen. Meine Ängste, dass dieses Thema als "schwachsinn" (mir fiel gerade nichts besseres ein) abgetan wird, hätte ich mir sparen können. 😉

In der letzten Konsequenz kann ich alles mit unterschreiben. Nur eine Aussage von Dir Michael möchte ich ein ganz wenig korrigieren. Nicht drei sondern vier Personen. Das ist die Option für eine Next die mit einem "gebrauchten" Mann etwas anfängt. Nicht nur Kinder sondern auch die Ex ist immer latend im Leben der Next.

Entweder erzählen die Kinder etwas, oder man trifft sie bei der Übergabe usw.

Mein Problem scheint zu sein, dass ich meine LG mich nur zu 80% hat. Die anderen 20% gehen bedingt durch die Kinder an die Ex. An manchen Tagen denke an ich mehr an sie, als an meine LG. Nun es sind keine positiven Gedanken, aber die schlechte Laune muss dann mein Hasi ertragen. Das Zweitfrauen dann auch nicht immer positive Gedanken haben kann ich sogar ein wenig nachvollziehen. Nicht akzeptieren aber nachvollziehen.

Und wie schon geschrieben wurde, es ist ein Unterschied ob die Next unbelastet mit all ihren Träumen ist, oder man es mit einer Frau zu tun hat, die auch Erfahrungen hat.

Je nachdem welches Vorleben die Next hatte, entscheidet wie sie sich verhält.

Platt


AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2006 21:27




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