...werde ich lostreten. Jedoch muss eine Situation auch mal überzogen dargestellt werden, damit sich etwas bewegt. Ich stimme der Grundaussage zu, jedoch in einigen Details rücke ich auf die Seite der, ähem, Emanzen.
Lies selbst und sage, was Du darüber denkst.
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Ok, du willst wirklich wissen, was ich als Frau darüber denke? 😉
Nunja, der gute Mann stützt sich bei seinen Aussagen offenbar auf Statistiken - aber Statistik ist weder unfehlbar noch unwiderlegbar.
Wenn man diesem Autoren glauben darf, dann müssen mir die Männer dieser Welt soooooooo leid tun, ganz besonders gewisse Ex-Männer, die auf Kosten des Sozialamtes in Urlaub fahren, während ihre Ex-Frauen den Unterhalt für Ex-Mann und Kinder ranschaffen. Auch die Ex-Männer, die wegen ihres übergroßen Arbeitseinsatzes während der Ehe im Zuge des Rentenausgleichs später auch noch einen Teil der Rente ihrer Ex-Frau einstreichen werden. Und nicht zu vergessen die Männer, die Schulden gemacht haben wie ein Generalstabsoffizier und diese Schulden dann von ihren Ex-Frauen abbezahlen lassen, während sie selbst regelrecht im Luxus schwelgen.
Achja, ich bin bereits gramgebeugt ob des Leides, das die Männer in aller Welt ereilt.
Liebe Männer hier: nehmt mein aufrichtiges Mitgefühl entgegen.
So, und jetzt mal ganz im Ernst:
Statistiken werden erstellt, indem ein "repräsentativer" Anteil der Bevölkerung befragt wird. Richtig? Wer bestimmt nun, welcher potentielle Kandidat "repräsentativ" ist und welcher nicht? Sind Statistiken generell wirklich so objektiv, wie sie auf den ersten Blick scheinen?
Egal, der Autor (dessen Namen ich auch vergessen hätte, wenn es sich hierbei um eine Frau gehandelt hätte), trägt hier nun wirklich nicht gerade zu einer Annäherung zwischen Männern und Frauen bei. Im Gegenteil: er bestärkt die Männer in der irrigen Meinung, Frauen wären immer und überall im Vorteil - genau, wie es auf der anderen Seite die sogenannten Emanzen tun. Sorry, ich kann mit beiden extremen Haltungen nicht wirklich etwas anfangen.
Jeder Mensch, egal ob Mann oder Frau, muss sein/ihr Leben meistern. Und jede Ehefrau, die nicht arbeitet, hat auch einen Ehemann, der diesen Fakt aus irgendeinem Grund unterstützt, der vielleicht nicht einmal WILL, dass sie arbeitet?
Dass ein Mann vor Gericht schlechter weg kommt, als eine Frau - sorry, aber das mag ich nicht so recht glauben, auch wenn der Autor etwas Anderes behauptet.
Vielmehr macht dieser Artikel auf mich den Eindruck einer pseudowissenschaftlichen Hetzkampagne, die bestens dazu geeignet ist, die Kluft zwischen den Geschlechtern zu vergrößern und fatalistisches Selbstmitleid bei meinen männlichen Artgenossen zu fördern.
So, das war nun also meine unmaßgebliche Meinung dazu. 😀
Liebe Grüße
Gaby
Gelassenheit setzt großzügiges Denken voraus.
(Ernst Ferstl, Österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker)
